Geschätzter Besucher:

Hier beginnt die online - Ausgabe des gesamten Alpengroupie - Buches,

Teil 2, von 1999 - 2006.

Alle Berichte und Texte, mit allen Fotos in sehr hoher Auflösung und farbig!

Ideale Qualität auch zum ausdrucken der Bilder.

In monatelanger Arbeit habe ich hier das ganze Buch ins Internet gestellt.

Die riesige Seite ladet alle Bilder in etwa 50 Sekunden.


Gesamtgrösse des zweiten Teils: 1`065`344 Bytes!

1 Teil und 2 Teil etwa 1,1 Millionen Zeichen.

 

VIEL SPASS!!

 

 

 

 

Frontansicht

Gesamter Umschlag

 

 

 

GEORG GROLIMUND - SCHMIDLIN

 

UNSERE JAHRE IN DEN BERGEN

DIE GESCHICHTE DER ALPENGROUPIES


1986 - 2006

 

 

 

Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 21. Februar 1999 haben Eric und Daniela Hunziker ihr zweites Kind bekommen, wir gratulieren herzlich zu ihrem Baby Robin!


Trainingsmarsch Delémont - Erschwil

Auffahrt, 13. Mai 1999 *

Dabei sind heute: Elsi, Alex, Toni und Eveline, Edgar, Paul Grolimund, erstmals Edi Pflugi, Iwan Borer, Kilian und Nadja, Iris und ich. Wir hatten eine nasse Ferienwoche, nach 48 Stunden Dauerregen und Überschwemmungen bessert sich das Wetter endlich, am heutigen Auffahrtstag. Zu acht fahren wir mit dem Postauto nach Laufen, mit dem Zug um 07 42 h nach Delémont, Wolken, ein paar blaue Fetzen und die Sonne drückt durch. Hoffentlich hält das Wetter. Am Bahnhof Delémont starten wir um 08 00 h, in leichtem Nieselregen durch die Stadt bis zum Jumbo - Markt, über die Birs Richtung Soyhières, dann über das Gleis in Richtung Basel, über eine kleine Brücke, wieder über den Fluss, hier, wo sich die Birs und der Scheltenbach vereinigen. Nun beginnt der Aufstieg durch den Wald hoch auf rutschigem Boden, bald fangen wir an zu schwitzen, 200 Meter höher auf eine Waldstrasse, auf dem gelben Wegweiser steht schon Wasserberg - Erschwil, hier gibt es eine erste Pause. Edgar spendiert während der Rast seinen Dielenberger 1998, hier ist es trocken und die Sonne scheint in den neu ergrünten Wald hinein. Nach 15 Minuten weiter auf dem Waldweg, leicht aufsteigend auf riesigen Bärlauchfeldern und schon erblickt man den Pierreberg. Etwas abwärts, ein Brötli vor dem Hof Vadry, auf eine grosse Lichtung mit Blick auf Delémont und das Scheltental. In wenigen Minuten zum Restaurant Pierreberg, hier wird erstmal beim Bier abgesessen. Die Katze auf dem Hof hier schnurrt auf Paul`s Rücken herum und hat einen sehr krummen Schwanz. Vielleicht kam sie mal unter die Traktorräder des Bauern. Die erwanderte Höhe ab Delémont beträgt 350 Meter, die Marschzeit bis jetzt 2 Stunden und 15 Minuten, es ist 10 30 h. Pause bis 11 00 h und Abmarsch auf die Krete Richtung Rettemberg / Viquerweid, auf gutes Schwarzbubendeutsch heisst das "Wixerweid." Weiter um 11 10 h, auf die Krete nach Rettemberg, später treffen wir auf einen grossen, sehr alten Grenzstein, hier vereinigt sich der Grenzverlauf der Kantone Solothurn, Jura und Baselland. ( Bis Ende 1993 Kanton Bern ) In 10 Minuten an den Waldrand, vor uns liegt die Viquerweid mit dem Restaurant und Naturfreundehaus auf 869 m. ü. M. Gesamte Marschzeit 3 Stunden 15 Minuten, es ist Mittag geworden und die Sonne drückt voll durch und wärmt unsere feuchten T - Shirts. Wir nehmen an den Tischen Platz, erhalten freundlicherweise vom Wirt Holz und machen ein Feuer im hauseigenen Grill. Via Natel erfahre ich von meiner Mutter, dass der Banntag in Erschwil, der heute auf der Bergliseite stattfinden sollte, im Schützenhaus über die Bühne geht. Damit liegt dieses Fest nicht mehr auf unserer Route, wir haben also fast alle Zeit der Welt. Es wird 13 00 h und gemütlich geht es ans grillieren, ausser 2 Stammgästen sind wir ganz alleine und bleiben fast 2 Stunden hier. Die Sonne brennt, es wird immer schöner, dann brechen wir auf. Hoch zur Krete und gemütlich über diese, links unter uns das Gebiet vom Wasserberg, Hof Misteli und Hof Vögeli. Auf einem Felsen ein schöner Ausblick über Bärschwil und das Laufental. Edi, Paul und Alex wandern schon voraus, 30 Minuten später erreichen wir die Deltarampe oberhalb des Bergrestaurants Oberfringeli. Im Naturfreundehaus Rettemberg habe ich bei Marga Schär im Oberbergli auf 17 00 h vorreserviert, es wird jetzt 15 40 h. Nun absteigend zum Ober Fringeli, Marschzeit bis hierher: 4 Stunden 35 Minuten. Der Himmel wird noch blauer, zwischen weidenden Schafen vorbei zum Gittermast und durch den Tannenwald in 40 Minuten rüber zur Grindler Stierenberghütte, die Zeit beträgt 5,5 Stunden. Dunkle Wolken ziehen auf, die Sonne verschwindet schnell, weiter zur Anhöhe und runter in 20 Minuten zum Bergrestaurant Oberbergli. Es ist jetzt 17 15 h, im Oberbergli ist unser Tisch für 12 Groupies von Marga gedeckt worden, wir sind sehr zufrieden. Drinnen treffen wir auf Stephan, Monika, Diana, David Purtschert und Werner Meier. Zwei vergnügte Stunden folgen nun, wir stürzen uns auf Salat, Frites und die bekannten Cordon - Bleus und geniessen einfach. Später trennen sich Elsi und Alex von uns, sie wandern weiter nach Wahlen zurück. Dann spendiert Edi 12 Mal Williams, weil er letzten Montag Geburtstag hatte, er wurde 42 Jahre alt. Danke, Edi! Nun das letzte Stück, der Abstieg ins Dorf. Über den breiteren Waldweg, der sich nun in einen Bach verwandelt hat, in die Riedhollenkurve, an Lukas Werner`s Schürli vorbei nach Erschwil. Als wir im Dorf ankommen, haben wir 6 Stunden 10 Minuten reine Laufzeit hinter uns, die Tour ist zu Ende. Iris und ich laden die restlichen Groupies in unseren Garten ein, es folgt ein gemütlicher Abend. Nach 22 00 h beginnt es zu regnen, zufrieden und auch etwas schadenfreudig gegenüber Petrus geniessen wir bis Mitternacht das nasse Schauspiel, das uns heute so glückvoll verschont hat. Es war ein toller Trainingsmarsch, im nächsten Jahr wollen wir vom Passwang nach Olten wandern. Doch freuen wir uns jetzt zuerst auf den bevorstehenden Sommer 1999!


Naturerlebnis Grosser Aletschgletscher ( Konkordiahütte - Märjelensee )

21. / 22. August 1999 *

Dabei sind: Toni und Lucie, Yvan Clos, Véronique Steffen, Toni Borer, Iris und ich. 9 Jahre haben wir diese super Gletschertour nicht mehr durchgeführt, statt 15 Leute wie damals sind wir heute nur 7 Groupies und bilden dementsprechend nur eine Seilschaft. Das Wetter ist schön gemeldet und das Fondue bestellt. Toni, Iris und ich verlassen Laufen um 06 42 h, 2 Wochen Sommerferien liegen noch vor uns. In Bern kommen vier Waadtländer dazu und im Doppelstockwagen geht's nach Interlaken Ost, zu siebt nehmen wir Platz am runden Tischli im ersten Stock. Dann umsteigen in die WAB bis Grindelwald, weiter auf die Kleine Scheidegg, über uns steht die Eigernordwand und der Mittellegigrat. Ein paar Wolken hängen noch herum, sonst ist es schön. Lucie sucht hier Batterien und einen APS - Film für ihre Kamera, danach in die Jungfraubahn und hinauf zum Top of Europe. Bald verschwinden wir im Bauch des Eigers und des Mönchs, nun die Stopps in der "Eigerwand" und danach das "Eismeer". Kurz vor 12 00 h treffen wir auf dem Jungfraujoch ein auf 3454 m. ü. M., es ist mein 17. Besuch hier oben und heute betrete ich zum neunten Mal den Grossen Aletschgletscher. Seit meiner Eiger - Besteigung ist nun ein Jahr vergangen. Im Zug traf ich Marco Stupf und Kurt Kirchhofer und 6 weitere Kumpels mit Bergführer, so ein Zufall, sie erwandern den Aletschgletscher zum ersten Mal. Auf dem Jungfraujoch nun einen Kaffeestop, die Gschtältli anziehen, dabei zeigt mir Toni Grolimund 2 Feuerwehr - Karabiner, etwa 30 cm. lang, aus der Feuerwehr in Riex VD, unglaublich. Man muss sich so was mal vorstellen, er ist definitiv im falschen Film. Wir gröhlen deswegen und und treten dann durch den Stollen ins gleissende Licht der Hochalpen. Es herrscht fantastisches Wetter, wir seilen an, montieren die Steigeisen und starten im Joch um 13 10 h. Jetzt den Jungfraufirn hinunter durch viel Firnschnee, es ist sulzig und der Schnee reicht bis auf den Konkordiaplatz, weil wir in diesem Jahr einen heftigen Lawinenwinter und viel Schnee hatten. Yvan packt derweil seine uralten Steigeisen bald ein, wir haben es wunderbar. Etwa 20 kleine Spalten und Spältchen gilt es zu überwinden, eine recht grosse Spalte im Abstieg löst ein Aaaah und Ooooh aus. Nach 2 Stunden Gletscherwandern gibt es auf der ersten Moräne eine Pause von 45 Minuten, eine Gruppe mit Reepschnüren ( ! ) um den Bauch hat uns nun überholt. Dann kommen auch Marco Stupf und seine Mannen, wir schauen drüben an der Felswand die Stahlleiter zur Hütte hoch. Weiter um 16 00 h durch Eis und Geröll zur zweiten Moräne in 50 Minuten, weitere 20 Minuten sind es noch zur Stahltreppe. Diese Wahnsinnstreppe ist sehr erstaunlich und wird mit der Zeit halt immer länger, weil der Gletscher abnimmt. Vor über 100 Jahren reichte der Gletscher 80 Meter höher bis fast vor die Hütte, es ist unglaublich. Auf dieser schwindelerregenden Leiter in 20 Minuten hoch, gegen 17 50 h erreichen wir die Konkordiahütten auf 2850 m. ü. M. Die gesamte Laufzeit heute beträgt 3 Stunden und 45 Minuten. Die berühmten Konkordiahütten wurde 1996 nochmals erweitert, wir haben schöne Zimmer, ein neuerer Anbau, eine grössere Küche ist da und, das Beste, eine richtige Aussichtsterrasse aus Stahl und Holz, wir staunen hier oben. Früher hockte man einfach auf den Felsen. Toni Grolimund spendiert draussen in der Sonne 7 Kübel Bier vom Fass und die Hüttenwartin bringt 7 Tee zur Begrüssung, so was haben wir noch nie erlebt. Wir relaxen und geniessen die fantastische Aussicht auf den Konkordiaplatz, in dessen Mitte das Gletschereis noch immer 800 Meter dick ist. Unsere Gruppe erhält das Zimmer "Gletscherhorn" und um 18 30 h wird dann ein feines Fondue aufgetischt, dazu weissen Johannisberg und ein paar Kirschli. Bald gibt es noch ein halbes Caquelon Fondue mehr. Heute kaufe ich wieder mal ein Hütten - T - Shirt, dann geniessen wir den Sonnenuntergang, das Panorama ist herrlich. Später werden in der Gaststube Postkarten und an meinem Bericht geschrieben, das Hüttenbuch wird ausgefüllt und das Geld eingezogen. Marco Stupf und seine Kumpels sitzen den ganzen Abend neben uns, wir haben es lustig zusammen und bestellen noch etwas Rotwein für die Nacht. Draussen vor der Hütte herrscht eine spezielle Atmosphäre, das Jungfraujoch leuchtet zu uns herab, die Parabolantennen an der Jungfrau sind beleuchtet, viele Sterne strahlen und der Halbmond liegt über uns. Im Süden zucken ein paar Blitze durch hohe Wolken. Der Nebel zieht über die Gletscherkurve des Aletsch und baut sich unter uns auf. Hier auf 2850 Meter, auf dieser Hütte bin ich einfach gern. Nachtruhe für die letzten gibt es um 23 00 h, unsere Siebner - Gruppe hat ein ganzes Zimmer mit 12 Betten zur Verfügung. Solche Luxus - Zustände haben wir sehr selten, Iris und ich schlafen diesmal sehr gut. Am Sonntag ist die Tagwache auf 05 00 h angesetzt, das Frühstück ab 05 30 h, Lucie kann es nicht verstehen, doch der Weg ist noch weit. Draussen ist es noch bewölkt, das Zimmer räumen, Decken zusammenlegen, packen und die Gschtältli montieren. Gegen 06 50 h starten wir über den Hüttenweg Süd, der neu gebaut wurde, kein Rückweg also diesmal über die Leitern. Gesichert am Seil ist es eine tolle Sache mit Tiefblick, Yvan und Lucie haben Mühe mit runter schauen und feste Tritte finden, der Weg ist nicht ungefährlich. Vor uns befinden sich 3 Gruppen inkl. Marco und Co. Nach 45 Minuten ist der Bergweg geschafft, Véro muss sehr dringend hinter die Felsen und nun seilen wir alle an, mit den Zacken ins Eis und die Tour kann beginnen. Durch Schutt und Geröll auf den grossen Aletschgletscher, über Eisnasen und Hübel, Spalten und Spältchen und hundert kleine Seelein gegen die Mitte der ersten Moräne, dann links davon südwärts weiter. Jetzt kommt die Sonne und wärmt uns schnell auf, das Eis fängt an zu glitzern, unser Tempo ist gemächlich. Ich warne vor den Schneebrücken, die nicht halten und erkläre den Gletscherneulingen den optischen Unterschied zwischen Blankeis und Firn. Nur ein paar Minuten später stürze ich mit dem linken Bein in eine Gletscherspalte, kann mich halten mit Pickel und Steigeisen, hinter mir sichert Iris voll mit dem Seil, was für eine Vorführung. Ich glaube, das war mein schönster Tritt ohne Boden, das reale Beispiel war da. Nach einer Stunde tollem Gletscherwandern machen wir mitten auf der ersten Moräne eine Pause von 30 Minuten, ein Wein wird im Schmelzwasser gekühlt, es gibt ein Gruppenfoto, das Leben ist schön. Wir haben viel Spass und Zeit im warmen Sonnenlicht. Während dem Znüni posieren wir auf einem schönen Gletschertisch, das Jungfraujoch ist schon weit weg, der Himmel abartig stahlblau. Eine weitere Stunde wandern wir südwärts, an einem grossen Gletscherbach vorbei, der später mit Getöse in zwei dunklen Eislöchern verschwindet. Die Tiefe ist Furcht einflössend, jede ( r ) darf mal reinschauen. Nun weiter in der Nähe der Moräne, das Eggishorn und der Märjelensee kommen langsam näher, es wird nun richtig warm. Lucie hat Schmerzen wegen ihrem eingeklemmten Nerv, Iris hat ihr schon mehrere Tabletten gegeben. In der Kurve guckt das Matterhorn hervor, dann das gewaltige Weisshorn, wir befinden uns jetzt auf der Höhe des Olmenhorns, im Wallis bilden sich schon hohe Wolkentürme. Jetzt links haltend nach einer kurzen Pause, die Fiescherhörner über uns präsentieren sich von ihrer schönsten Seite. Die hügelige Gletscherlandschaft der letzten Zeit wechselt sich nun ab mit grauer, glatter Blankeisoberfläche im Osten, man wandert hier durch imposante Eisgebilde, Dohlen und Versenkungen. Lucie hinter Iris ist voll am Anschlag, kann bald nicht mehr mit ihrem schmerzenden Nerv, auch hat sie kleinere Probleme mit ihren Schuhen. Über diese Eisrücken geradeaus, dann langsam absteigend zu den Felsen, vor uns der Gletscherrand, ein Eisabbruch, der sich stetig verändert. Die Alpengroupies verlassen den Aletschgletscher nach 3,5 Stunden, klettern über die Felsen und ziehen die Steigeisen aus. Über Wiesen und Sumpfgebiet mit vielen Wollgräsern hoch zum Weg, geschafft, in der grünen Vegetation einen Stop mit Blick auf den Gletscher. Die Marschzeit von der Konkordiahütte beträgt 4 Stunden 35 Minuten, wir relaxen, waschen uns am Bach, gratulieren einander und liegen in der Sonne. Um 14 00 h Abmarsch, 50 Meter über uns liegt der Märjelensee, den ich etwas weiter hinten vermutete. An diesem vorbei aufsteigend auf den Höhenweg und zu einer Beiz, dahinter liegt ein Stausee, den die Firma Borer aus Büsserach gebaut hat, sagt Toni nicht ohne Stolz. Gleich daneben befindet sich nun dieser neue Tunnel, der das letzte Mal noch im Bau war. Sagenhaft, er führt direkt durch den Tälligrat hindurch und ist beleuchtet, so ersparen wir uns den Höhenweg nach Hohflue oder Moosflue und

Blick von der Konkordiahütte auf den Aletschgletscher, eine andere Welt.

weiter auf die Riederalp. Für den Tunnel brauchen wir 15 Minuten, er ist schön kühl und mitten drin steht eine Grotte mit einer Heiligenfigur ( Hl. Barbara, Figur der Tunnelbauer ), wo wir Kerzen anzünden und für unsere Gesundheit danken. Auf der anderen Seite durch viele Kurven runter zum Kühboden, mit schönem Blick ins Goms. 90 Minuten nach dem Märjelensee erreichen wir die Gondelbahn auf Kühboden, der jetzt Fiescheralp heisst. Die Marschzeit gestern betrug 3 Stunden 45 Minuten, die Marschzeit heute 6 Stunden und 5 Minuten, ergibt also 9 Stunden und 50 Minuten fürs ganze Weekend mit den Pausen. Auf der Sonnenterrasse neben der Bergstation geniessen wir alle sieben die angepriesenen Riesen - Cordon - Bleu, genannt "The Big Deal", also 350 Gramm pro Stück. Ein Wahnsinn, wir werden nicht enttäuscht. Später mit der Gondelbahn ins Tal nach Fiesch, wir haben um 18 00 h keinen Zuganschluss, 300 Meter noch bis zum Bahnhof, wo Toni G. eine Runde spendiert. Die Zeit vergeht schnell, mit dem nächsten Zug nach Brig, wo wir uns um 20 00 h von Toni und Lucie, Véronique und Yvan trennen. Eine erfolgreiche Tour mit tollem Wetter geht in diesem komischen Sommer hier zu Ende. Toni spielt es keine Rolle, wann wir nach Hause kommen, es gibt einen direkten Schnellzug Brig - Basel und für uns drei endet diese schöne Tour um 00 08 h in Laufen. Jetzt fangen für Iris und mich diese 2 Wochen Sommerferien erst an und die Temperaturen bleiben weiterhin im oberen Bereich.

 

Besteigung Mönch, 11. / 12. September 1999

 



Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 14. Juli 1999 haben Dieter und Nadja Hunziker ihren ersten Nachwuchs erhalten, Baby Noemi. Herzliche Gratulation!

Ende August / Anfangs September `99 bekommen Anita und René Stiefelmeyer - Marti im fernen Australien ihr zweites Kind, Sohn Lars. Auch hier beste Grüsse zum fernen Kontinent.


EIGER LIVE 1999 9. / 10. September

Endlich ist es im zweiten Anlauf soweit: Der Altweibersommer ist endlich Tatsache in diesem verregneten Sommer. Über 10 Tage gibt es ein stabiles Hoch. Am 9. 9. 1999, der Hochzeit von Jackie und Giusi, wurde um 09 09 h die TV - Durchsteigung der Eigernordwand gestartet. 30 Stunden Live - Übertragung von SF DRS und dem WDR. Ein riesiger Aufwand und eine grossartige Leistung der vier Bezwinger, darunter Stephan Siegrist und eine Frau, Eveline Binsack. Die Übernachtung im Todesbiwak, am 10.09. weiter über die Weisse Spinne - Ausstiegsrisse zum Mittellegigrat auf den Eigergipfel um 15 30 h, super. Hunderttausende schauten dabei zu und das Internet brach zusammen. Dies ist die grossartigste Leistung in der Geschichte des Fernsehens, sehr spannend und man ist hautnah dabei. 2 Tage später werden wir wieder in der Nähe des Eigers weilen, nämlich im Sturm auf den Mönch.



Hochtour Mönch 4110 m. ü. M. ( neue Vermessung )

Privattour, meine 6. Besteigung 11. / 12. September 1999

Dabei sind: Markus, Toni und ich. Dies wird der letzte Viertausender in diesem Jahrtausend für uns. Monate lang geplant, ist dies nun das vierte und letzte Datum für diese Bergfahrt. Meine 6. Mönch - Besteigung über die Normalroute, den Südostgrat nach 1988, 2 Mal 1989, 1991, 1994 ist sogleich mein 25. Viertausender. Für Markus wird es der erste sein, seine Premiere. Das Wetter bleibt weiterhin super bis 30 Grad in der Nordwestschweiz, und das im September ( ! ) Wir verlassen Laufen erst um 09 40 h, fahren mit dem Zug über Biel - Bern - Interlaken Ost - Grindelwald auf das Jungfraujoch, das wir um 14 53 h erreichen. Es ist heute meine 18. Fahrt aufs Joch, oben angekommen, geniessen wir Sonne und Schnee und haben endlich Zeit, mit dem neuen Lift auf die Sphinx hoch zu fahren. Dort geniessen wir das Panorama, um nachher über die "Autobahn" zur Mönchsjochhütte aufzusteigen. Viele Tagestouristen sind unterwegs, neben uns läuft eine Frau barfuss im Schnee vorbei, hier im Hochgebirge. Es ist immer wieder unglaublich, auf was für Leute man so trifft. Um 16 15 h treffen wir auf der Mönchsjochhütte auf 3650 m. ü. M. ein, beziehen das Zimmer, es folgt ein schöner Hüttenabend und ein feines Nachtessen. Es gibt Suppe, Salat, Kartoffelstock, Braten mit Sauce und ein Dessert. Den Roten dazu für einen guten Schlaf, wie fast immer. Dann schreiben wir uns im Hüttenbuch ein, kritzeln unter Ziel "Mönch" rein und unterschreiben mit "Die Schweinepriester!", Sektion Alpengroupies! Draussen vor den neuen, chemischen WC`s leuchten wunderbar die Sterne, wir erkennen Sirius, Orion und den Saturn, fantastisch auf dieser Höhe, um 23 00 h dann ab ins Bett. Doch wir schlafen nicht so gut wegen der Höhe, um 02 00 h hole ich noch die Ohrenpfropfen. Alle sind froh, dass es bald 04 30 h wird, aufstehen, das Frühstück um 05 00 h, nach dem Zähne putzen vergesse ich draussen auch noch mein Nessessaire. Dann wird gepackt, das Gschtältli montiert und um 05 30 h verlassen wir die Hütte. Im Dunkel der Nacht in 10 Minuten zum Einstieg, anseilen, die Stirnlampe auf und los geht's. Den Weg hoch durch die Felsen im Zickzack, etwas klettern, der Himmel ist sehr klar. Wir sind heute die ersten am Mönch, auf der Normalroute, langsam beginnt die Dämmerung, da und dort um einen Turm oder eine Platte herum, bis zum Wasser - Messgerät, dann steil in die Felsen. Um 05 45 h waren wir gestartet, jetzt wird es hell. Nach 1 Stunde erreichen wir das erste lange Firnfeld und ziehen die Eisen an, über den Firnpfad steil aufsteigend, 90 Minuten liegen noch vor uns. Im Osten geht die Sonne auf, an der Jungfrau und dem Finsteraarhorn hängen noch Restwolken. Als das Firnfeld vorbei ist, laufen wir mit den Steigeisen über die Felsen in 20 Minuten, Markus geht am Schluss, Toni ist Seilzweiter. Ein kurzes Stück Firngrat, um wieder auf die Felsen zu gelangen, 2 Gruppen haben uns bisher überholt. Der Gipfel über uns leuchtet rot im ersten Sonnenlicht, der Himmel wird stahlblau, dann werden auch wir angeschienen, schnell wird es warm. Der Schnee ist noch weiterhin schön gefroren, vor uns liegt nun schon der steile Gipfelgrat, auf dem recht schmalen Firnweg kommen wir zügig voran. Noch 30 Minuten bis zum höchsten Punkt, die Waden beginnen in dieser Steilheit langsam an zu brennen, die Luft wird dünner, 4000 Meter über Meer sind erreicht. Markus hat nun seine Premiere dieser magischen Grenze. Meine Avocet - Uhr spinnt, Toni gibt die aktuelle Höhe durch. Die 6 verankerten Eisenpfosten werden erreicht, wir sichern uns, der Gipfel ist nah und der Grat wird flacher. Grosse, überhängende Wächten liegen zur Nordwand raus, wir müssen ein paar Italienern ausweichen, andere überholen uns fast gleichzeitig, sie können einfach nicht warten. Es ist heikel hier, so wie 1989, als Iris mit mir an diesem Punkt stand und die Wächte abbrach nach dem ausweichen, nachdem sie wieder ein paar Sekunden auf dem Grat stand. Der Gipfelgrat ist flach, kurz durchatmen, wir sind euphorisch. Um 08 20 h stehen wir auf dem Gipfel des Mönchs, 4110 Meter hoch seit der neusten Laservermessung. Wie immer brauchten wir 2,5 Stunden für den Aufstieg, so früh war ich noch nie hier oben. Ich gratuliere nun Markus zu seinem ersten Viertausender, seiner Premiere, und Toni zum zweiten Viertausender nach dem Allalinhorn 1998. Wir sind happy und stehen in den Alpengroupie - T - Shirts auf dem Gipfel, es ist sehr warm, genauso wie damals auf dem Mönch 1994. Als die Italiener gehen, haben wir drei den Gipfel für uns alleine, Markus öffnet ein Fläschchen Calamin `98 und wir stossen auf dieses schöne Gipfelerlebnis an. Vom Südwestgrat steigen nun zwei Bergsteiger zu uns auf, viele Fotos werden gemacht, man posiert im Schnee, hinter uns steht die Jungfrau und nur blauer Himmel. Hier ist alles schön, hell und weiss, der Grosse Aletschgletscher fliesst in seiner ganzen Grösse ins Wallis hinab. Gegen das Mittelland und den Jura ist es zwar trüb, voller Smog am Horizont, ein Zeichen der Umweltverschmutzung. Über Mürren liegt der Schatten des Mönchs wie eine riesige schwarze Pyramide, so wie letztes Jahr auch auf dem Eiger und 1991 auf dem Niesen mit Äendel, als ich dies zum ersten Mal sah. Wir geniessen diesen Aufenthalt, die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Ein Phone mit dem Natel zu Iris hat auch stattgefunden, dann war der Akku leer. Bald sind wir 55 Minuten auf dem Gipfel, noch immer im T - Shirt, versteht sich. Plötzlich ziehen vom Eiger her Wolken auf, eine Nebelwand kommt sehr schnell daher. Tief unter uns ist das Jungfraujoch noch frei, und sogleich werden wir eingelullt. Anseilen, packen, ein letzter Blick zur Jungfrau hinüber. Markus geht nun voraus, ich bilde den Schluss. Zügig den Gipfelgrat runter, noch ein paar Fotos, dann sichern wir um die Eisenstangen, der Firn ist noch immer nicht sulzig. Bald sind die Felsen erreicht, mit den Eisen drüber, Toni flucht. Bei einem Stop rutscht mir meine Kamera um ein Haar 600 Meter in die Tiefe. Viele Bergsteiger kommen nun hoch, eine Gruppe mit dem Seil und ohne Steigeisen, eine andere mit Eisen, aber ohne Seil. Es ist sagenhaft, wie immer, hier am Mönch. Dann das zweite Firnfeld, später das unterste. Der Eiger ist verschwunden, doch die Sonne hat uns wieder. Nach einer Stunde werden die Steigeisen eingepackt. Noch etliche Teams sind am Aufstieg, gewisse Päärchen werden den Gipfel heute wohl nicht mehr schaffen. Man sieht schon die Messstation, kurz darunter essen wir etwas, eine Bergdohle bekommt Brot von mir. Markus wartet gierig darauf, dass endlich der Eisabbruch in der Südwand mit Getöse aufs Firnfeld knallt. Nun sind es bis zum Fuss des Berges noch 10 Minuten, im Schnee gratulieren wir einander nochmals, die Mönch - Tour `99 ist erfüllt. Am Seil zur Mönchsjochhütte, wir melden uns ab, Plastikbox holen, Rucksack packen und weg sind wir. Für den Abstieg vom Mönch brauchten wir genau 2 Stunden, Toni und Markus sprechen schon euphorisch von der Besteigung der Jungfrau im Jahr 2000. In 25 schnellen Minuten erreichen die "Schweinepriester" um 12 30 h das Jungfraujoch. Hier geniessen wir im Restaurant Crystal dreimal feine Rahmschnitzel. Ich telefoniere Fritz Häner, meinem Nachbarn, damit die Sache mit Iris, Eveline, Patrizia und den Spaghetti`s am Abend auch klappt. Um 14 00 h fährt unser Zug in die Zivilisation zurück nach Grindelwald und weiter nach Interlaken Ost. Im Zug holt Toni drei dicke Habanna Monte Cristo - Stumpen hervor, die wir genüsslich bis nach Bern auf den Mönch rauchen. Um 19 15 h treffen wir schon in Laufen ein, es erwarten uns Iris, Patrizia, Dominik, Tina und Michel. Fahrt nach Büsserach, wo Eveline Spaghetti Napoli kocht. Hier verbringen wir einen tollen Abend mit gutem Essen und feinem Wein. Danke Toni und Eveline.

Der Gipfelgrat am Mönch, Normalroute, Aufstieg und Abstieg über den Südostgrat.

Das Ulrich Inderbinen - Buch

Kurz nach unseren Sommerferien 1999 kommt Iwan Borer vorbei und schenkt mir nachträglich zum Geburtstag folgende Highlights: Das Buch: "Ulrich Inderbinen - Ich bin so alt wie das Jahrhundert." Zum Beginn mit einer persönlichen Widmung: "Dem lieben Iris + George. Zermatt, 29. 08.99. Inderbinen Ulrich, Bergführer". Das ist ein unglaubliches Geschenk für mich. Von dem Mann, den ich schon immer mal kennen lernen wollte, dem ältesten Bergführer der Welt. Der Mann, der über 350 Mal das Matterhorn bestiegen hat, der mit 90 Jahren nochmals auf dem "Horu" stand im Jahre 1990 für SF DRS, mit Röbi Koller und Adolf Ogi. Ich hatte ja im Juli 1999 wieder Pech, ihn zu treffen. Iwan, Bürger von Erschwil SO und ein halber Zermatter, kennt ihn persönlich und war mit ihm vor ein paar Jahren auf dem Breithorn. Dazu ein Originalfoto von Ulrich Inderbinen und 2 Diplome von Zermatter Bergführern, 1 Mal für eine Matterhornbesteigung und 1 Mal für das Breithorn, leer, für mich zum selber ausfüllen. Iwan, danke nochmals, für dieses super Geschenk.


2. Weintour ins Lavaux *

25. September 1999

Heute brechen wir den alten Anmelderekord. Mit dabei sind: Markus, Patrizia, Toni, Eveline, Thomas Harder und erstmals seine Freundin Maya Ackermann, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Kilian und Nadja, erstmals René Zuber aus Laufen, Dieter und Nadja, erstmals ihre Tochter Noemi ( 2 ½ Monate ), Martin und erstmals Bea Schmidlin, Heidy, Paul, Alex, Eric und Daniela, Manuela ( im 7. Monat ) und Daniel, Fritz und Bethli, erstmals Dieter und Hulda Messerli, Stephan Ankli und erstmals seine Freundin Sandra Waller, die Schwester von Daniela, Iris und ich. Ab Lausanne steigen dazu: Toni und Lucie, Véronique und Robert Sager, der Bruder von Lucie. Sagenhaft, wir sind 36 Groupies. Kilian und Nadja haben verschlafen, sie tauchen dann in Grandvaux wieder auf. Von Laufen aus mit dem Schnellzug nun über Biel nach Lausanne, auf der Fensterreservierung heisst es: "Alpenpuppies, Gollimunt Grego". Typisch Pius Zumthor vom Bahnhof Zwingen, der die Reservationen tätigte. Schon bald wird Weisswein im Zug entkorkt von Toni, Dieter, René, Fritz, so geht es weiter. Der Kondukteur streicht die 2 Billette und wir ziehen das Geld für die Tickets und den Groupie - Beitrag ein. Danach Verkauf von 2 T - Shirts an Steffi Ankli und Tommy Harder, wir verteilen das nächste Programm vom Paragliding / Spider Highway, das am 19.10.99. stattfinden wird. Alex hat heute Morgen verpennt, ist aber nach 6 Minuten bereit, nur Elsi war bereits wach um 06 00 h. Das Wetter ist wirklich schlecht, wir werden keine Sonne haben heute, auch nicht im Waadtland. In Yverdon ist es aber nur noch bewölkt. Um 08 48 h treffen wir in Lausanne ein, umsteigen und mit dem Regionalzug nach Puidoux - Chexbres, Ankunft hier um 09 24 h. Um halb Zehn nehmen wir beim Bahnhof in 2 Gruppen Platz im Restaurant de la Tonelle. Wiederum wunderschön verziert ist das Restaurant und auch das sehr spezielle WC, muss man gesehen haben. Nun treffen Toni, Lucie, Véro und Robert hier ein, René Zuber kauft ein Kochbuch in französischer Sprache. Nach dem Apéro Wanderung bei leichtem Regen hoch zum Signal, Dieter fährt das Auto von Lucie und nimmt Nadja, Noemi und Bethli mit. Auf der Höhe nun weniger Regen, der Blick ins schöne Lavaux ist frei. Etwas hinab durch die Reben, am Gleis entlang und unter einer Bahnunterführung ein kleiner Stop mit Apéro. Ein Stück weiter hat damals der berühmte Postraub stattgefunden. Danach geht es nur noch abwärts, nach 90 Minuten erreichen wir Grandvaux und trekken zum Hotel Auberge de la Poste. Dieter und Anhang sind schon hier, und, welche Überraschung, sitzen doch Kilian und Nadja daneben, sie fuhren direkt hierher. Wir nehmen Platz im schönen Wintergarten mit den grossen Fenstern und haben einen tollen Blick auf den See. Vorhin drückte die Sonne durch und der Regen hat auch aufgehört. Nach dem Salat bringt das Servicepersonal 34 Mal Eglifilets Menière ( Filet de Perche ), sie sind super. Jetzt kann man schon nach Frankreich rüber schauen, unser Toni bestellte 10 Flaschen Weisswein für diese grosse Gruppe. Das Essen ist wie immer ein Genuss, am Schluss gibt es noch Café créme, dann kommt die Rechnung. Für alle zusammen Fr.1915.60.-, pro Person also Fr.56.-, das ist okay. Draussen rieselt es wieder, wir wandern nun durch die Reben in 30 Minuten rüber ins Nachbardorf Riex. Kurz vor 15 00 h treffen wir bei Nicolas und Liliane Demierre ein, in den beiden Kellern teilt sich die Gruppe auf, die Fahne schwebt über uns. Nun beginnt die eigentliche Degustation: Zuerst probieren wir den Epesses Printanier 1998, den Frühlingswein, danach den werten Souriex, unser "Hochzeitswein", dann den geliebten Calamin und nun die Krönung, den Dézaley von Maurice Demierre. Vor knapp einem Jahr ist der beliebte Winzer und Freund Maurice Demierre viel zu früh an einer Krankheit verstorben, wir werden ihn nie vergessen, sein Geist lebt in seinen Weinen weiter. Zu guter Letzt kommt dann noch der rote Epesses, der Petit - Grais. Vor zwei Jahren, an der ersten Weintour, hatten wir es so schön hier draussen im Garten, jetzt regnet es wie aus Kübeln. Für die 2 Poster von Maurice während der ersten Tour, die in unserem Keller hängen, reichte die Zeit nicht mehr, ich werde sie bald zu Liliane schicken. René Zuber hat seinen Frieden hier im Keller, er mag den Wein und ist happy, dass alle Weinflaschen mit Naturkork verzapft sind. Toni, Liliane, Heidy und Nicolas schenken die verschiedenen Sorten aus, die Zeit geht wieder viel zu schnell vorbei, zum Schluss kann man bestellen und danach werden die Scheine eingesammelt. Ganze 25 Kartons finden später den Weg zu uns nach Erschwil, wo die Ware weiter verschoben wird. Markus bestellt noch einen guten Marc, dann ist es Zeit für den Aufbruch, der Abschied dauert sehr lange. Besten Dank, Liliane und Nicolas. Jetzt in 25 Minuten abwärts durch den Weinberg nach Cully, um 16 45 h sind wir bereits unten am See im schönen Caveau de Cully eingetroffen, die Alpengroupie - Fahne wird aufgehängt. Der Weinbauer hier heisst Philipp Monnier und er hat einen exzellenten Roten, der Keller öffnete wegen uns sogar etwas früher, um 16 30 h. Wir verteilen uns im ganzen Keller, Saucissons und Wein wird bestellt, es ist ein schönes Caveau, meine Mutter ist zum ersten Mal hier. Für 90 Minuten gehört der Keller uns, dazwischen kaufen Fritz, Giusi und ich nebenan beim Bovard ein. Nun wird es immer lauter und lustiger mit der Zeit, Röbi Sager drehe ich noch ein T - Shirt an, somit sind schon vier verkauft. Martin bekommt vom Wein einen roten Kopf, Bea lacht nebenan. Die Stimmung wird noch ausgelassener, gegen 18 00 h wollen wir die Rechnung. Besten Dank dem Winzer und Toni und Lucie für ihre Organisation, bis zum nächsten Mal. Die Gruppe verschiebt sich nach draussen zum Schiffssteg, ich hab 7 Flaschen zusätzlich im Rucksack zum Horten und immer ein Auge auf die neue Fahne. Draussen auf dem See sieht man schon unser Kursschiff. Toni und Eveline entschliessen sich spontan, hier bei Toni, Lucie, Véro und Robert zu bleiben. Sie geben ihre Billetmarken vom Kollektiv weiter an Kilian und Nadja, die ja nur den Hinweg gelöst haben. Wir betreten das Schiff und winken mit Jubelgeschrei, der Kahn beschleunigt rasant, auf dem Deck flattert unsere Fahne im Wind. Iris schenkt Weissen aus auf den Holzbänken, vor Regen geschützt, nach 30 Minuten Fahrt treffen wir in Lausanne - Ouchy ein, hier war ich auch noch nie. Dies ist übrigens die einzige Metro in der Schweiz, wir besteigen die Bahn und fahren hoch zum Bahnhof Lausanne. Währenddessen turnt Dieter als Ex - Kunstturner am Deckengestänge herum und klebt zwischen Stangen und Decke zur Freude der übrigen Fahrgäste, die Romands schauen nur ungläubig und verstehen die Welt nicht mehr. Dann verziehen wir uns ins Bahnhofbuffet Lausanne, haben hier eine Stunde Zeit, René isst etwas Warmes. Nach 20 00 h fährt unser Zug ab, im reservierten Wagen wird munter gebechert, wir haben es sehr lustig und Nadja zieht eine Grimasse, es ist doch ein Stress, auch noch das Baby und den Kinderwagen mitzunehmen. Didi wollte heute Nachmittag bei Liliane Demierre eine Wahnsinns - Bestellung von 3 Weissen und 2 Rotweinen bestellen, mein lieber Mann. Dafür turnt er jetzt wieder unter dem Gegröhle der Kumpels am Dach des Waggons herum, so wie Spiderman, was seine Ehefrau Nadja nun mit beissendem Blick und einer harten Schelte erwidert. Dann kommt der Wagen der Minibar, da und dort auch ein kühles Bier. Die Zeit rast uns förmlich davon, in Biel wird umgestiegen und um 22 15 h fährt unser Zug in Laufen ein. Trotz Regenwetter war es eine tolle zweite Weintour, mit dem Anmelderekord von 37 Groupies inkl. Baby und dem Hund. Martä lobt mich für die Organisation und schon heisst es im wilden Getümmel der Hände auf Wiedersehen und Tschüss. Iris fährt mit Alex, Fritz, Bethli und Heidy heim nach Erschwil, ich gehe mit Paul nun direkt nach Zwingen an die Plattentaufe der Band NATIONAL, die schon 2 Stunden im Gange ist. Es sollte 04 00 h werden in dieser Nacht, ich bin Zeuge des Duetts von Oli Blessinger und dem genialen Tastenmann "Rumpelstilz" Hanery Amman, den ich hier noch persönlich kennenlerne. Sie singen zusammen unter anderem "Alperose", das auf dem Nachhauseweg noch lange in den Ohren dröhnt.


Paragliding / Spider Highway - Gleischirmfliegen / 100 Meter abseilen

16. Oktober 1999 *

Grindelwald First und Gletscherschlucht mit Marco Bomio

Heute findet die letzte Tour in diesem Jahrtausend statt. Diesmal sind mit dabei: Toni, Eveline, Kilian, Nadja, Paul Grolimund, Dieter und Nadja Hunziker und ich. Wir treffen uns um 06 30 h vor der EPA in Erschwil, habe gerade 4 Stunden Schlaf hinter mir. Toni und Dieter fahren uns acht Leute ins Berner Oberland. Gegen 08 30 h treffen wir im Gletscherdorf ein, bei der Talstation der Firstbahn trinken wir einen Kaffee im Restaurant Steinbock. Jetzt kommen 3 unserer 4 Piloten, zusammen fahren wir mit der Gondelbahn nach Grindelwald First hinauf. Auf der Autobahn und im Dorf hier liegt der dicke Nebel noch drückend über der Landschaft, das ganze Mittelland ist zu. Es ist halt richtiges Herbstwetter. Während der Fahrt wird das Sonnenlicht immer heller, bald schweben wir aus dem Nebel heraus, hinter uns treten riesig gross Wetterhorn, Schreckhorn, davor Mettenberg und der mächtige Eiger hervor. Der Mittellegigrat strahlt glasklar zu uns herüber. Das unter uns liegende Nebelmeer deckt das ganze Grindelwaldtal, es ist fantastisch. Auf der First ( 2200 m. ü. M. ) steigen wir aus und sammeln uns auf der Terrasse. Die Aussicht ist grossartig, mit einem herrlich blauen Himmel, es ist nun 10 00 h. Es herrscht eine richtig tolle Herbststimmung, wir träumen davon, in dieses Nebelmeer hinein zu fliegen. Nach Gruppenfotos und einem weiteren Kaffee verschieben wir uns auf eine Wiese unterhalb des Bergrestaurants. Es ist schön warm hier auf dieser Matte, wir geniessen den Morgen. Direkt vor uns das kolossale Wetterhorn, das ich auch mal besteigen möchte. Der vierte Pilot ist nun auch da, bald geht es los. Wir stehen direkt über dem Nebelmeer, vier machen sich bereit. Die Wiese runter geht's steil bergab. Beni hängt Nadja Hunziker ins Gschtältli, wir warten. Die Piloten telefonieren ins Tal, um die Dicke des Nebels bestimmen zu können. Nach einer Stunde des Ausharrens startet Beni mit Nadja im Gepäck Richtung Grindelwald, voll in den Nebel hinein, sie drehen Runden und schweben noch lange über dem Meer. Ein schöner Anblick, dann verschluckt es sie. Wir geniessen nun einen kleinen Apéro in der wärmenden Sonne, einen kühlen Souriex 1998. Als sie nach etwa 15 Minuten landen, gibt Beni Bericht. Ins Dorf sind es 1200 Höhenmeter, es wird zum Risiko, weil das Meer jetzt dicker wird. Wir machen mit unseren Guides einen Deal, sie entscheiden sich für einen kürzeren Flug hinunter nach Schreckfeld, wollen dafür aber nur Fr.80.- statt Fr.140.-. Wir akzeptieren das Angebot der Sicherheit wegen. Nun starten Eveline, Toni und Nadja zu ihrem Tandemflug. Heute haben wir sicher 5 Kameras dabei, es wird rege fotografiert bei diesem super Wetter. Sie schweben vor uns in der Luft umher, ziehen Bögen. Toni und sein Pilot schrauben sich direkt vor uns hoch, man meint, sie kommen nie mehr runter. Dann geht's ab zum Landeplatz. Der Rest relaxt gediegen auf dem Hügel rum, wir haben Zeit. Nach 40 Minuten sind die Flieger wieder mit der Bahn zurück und bei uns eingetroffen. Nun gilt es auch für uns ernst: Rein ins Gschtältli, ich fliege mit Beni, mein letzter Flug bei Breitlauenen ist schon 9 Jahre her. Ich möchte auch etwas ins Meer rein tauchen. Als erster startet Kilian, dann Dieter und Horror Pauli, letzterer fällt beim hinunter rennen mit dem Führer auf die Schnauze, voll ins Gras. Gelächter, sie probieren es noch einmal. Jetzt bin ich an der Reihe: 3 - 2 - 1 - Start! Wir rennen los, den Hang runter, raus in den Himmel, beide nach vorn, der Schirm bläst sich auf. Es ist ein weisser Swatch - Schirm. Und schon fliegen wir frei wie ein Vogel. Dieses Gefühl ist gewaltig, ich fliege einfach, so ruhig. Man kann das ganze Gefühl, die Schwerelosigkeit und die herrliche Landschaft einatmen. Nun nach rechts über eine Klippe, weg von den anderen, unter uns kommt ein kleineres Tal zum Vorschein, 200 Meter tief, wir fliegen gegen einen Wanderweg, an einer Kurve vorne steht eine Beiz. Die Gäste winken, wir flattern daran

Das Flug - und Abseilteam 1999. Im Hintergrund der Eiger - Mittellegigrat.

Frei wie ein Vogel.......

Nadja und ihr Guide fliegen direkt ins Nebelmeer.

Der Start in einer Doppelbelichtung.

Bergführer Marco Bomio sichert uns im "Spider Highway".

vorbei, das ist spitze. Dann kann uns Beni etwas hinauf schrauben und wir fliegen über Tannenwälder, ich kann Fotos machen, meine Schuhe leuchten über dem Grün. Um uns herum leuchten die Hügel und die nahen, weissen Drei - und Viertausender strahlen in einem fantastischen Licht. Darunter glänzt das riesige Nebelmeer, es ist ein erhabenes Gefühl. Es reicht uns nicht mehr, um rüber zu den Kumpels nach Schreckfeld zu fliegen, wir beide steuern nun Richtung Mittelstation Bort. Hier endet die Nebelgrenze auf den Meter genau. Dann tauchen wir bereits ins Grau ein, nun wieder raus, wir verlieren an Höhe, die Masten der Gondelbahn kommen schnell näher. Vor uns nun ein Mäuerchen und Stacheldraht, Beni zieht und bremst, schnell gleiten wir gen Boden zu und kurz vor der Mauer landen wir recht hart. Alles ging gut, Danke, Beni, für diesen super Flug, er dauerte doch fast 11 Minuten. Zu zweit legen wir den Gleitschirm zusammen, rauchen eine Zigarette und steigen danach gemütlich in die Gondel. Unten angekommen, treffen wir auf Nadja, sie hatte schon viel Zeit, um zu shoppen. Man wartet eine Weile, dann steigen die restlichen Groupies aus der Seilbahn. Wir bezahlen den Flug, Fr.80.- für uns, ausser Nadja, sie konnte alles voll auskosten. Dann erhält jeder ein Zertifikat für den Flug. Alle strahlen und schwärmen von einem super tollen Erlebnis. Das erste Highlight an diesem Tag ist nun zu Ende, Teil 2 kommt sogleich. Seit längerer Zeit wartet an der Talstation ein Bergführer auf uns, er heisst Marco Bomio. In einem Jahr werde ich mit ihm das Wetterhorn besteigen, eine neue Freundschaft nimmt seinen Lauf. Doch davon mehr im Jahr 2000. Zu Marco gesellt sich eine Frau vom Bergsteigerzentrum Grindelwald, Barbara Gerber, bei ihr habe ich die heutige Tour gebucht. Mit den beiden werden wir nun den Nachmittag verbringen. Mit unseren Autos fahren wir ihnen nach Richtung Gletscherschlucht. Durchs Dorf zum unteren Grindelwaldgletscher und weiter zum sogenannten Marmorbruch mit dem gleichnamigen Restaurant. Hier war ich auch noch nie. Dies ist der Ort, der gemäss Hansruedi Gertsch, Leiter der Eiger Live - Tour 1999 durch die Nordwand und des Bergsteigerzentrums Grindelwald, ein spezieller Platz ist. Nun sind wir im Nebel unter der Decke, es ist etwas kühl, aber wir werden hier sehr herzlich empfangen. Gediegen und wärmend sind für uns hinter der Beiz zwei Tische zurecht gemacht worden, auf den Bänken liegen dicke Wolldecken. Direkt daneben befindet sich der bekannte Grindelwaldner Marmorbruch. Hier wurde früher viel abgebaut, auch das Bundeshaus ist eingefasst mit diesem Marmor. Nach Marco`s Äusserungen darüber und viel Input im Allgemeinen sitzen wir zu Tische. Das Wirtepaar bringt uns verschiedene Salate, Brot, Kartoffeln in der Folie, Saucen, Getränke, Poulets, Plätzli und Sparerips. Dies nur für Fr.30.- exklusiv. Tolle Sache, wir alle haben mächtig Hunger. Dann bekommt jede( r ) ein Gschtältli, wir packen zusammen, verabschieden uns und gehen ein paar Schritte durch den Wald zur Gletscherschlucht. Vor und 100 Meter Abgrund, es ist der vordere Teil der Grindelwaldner Gletscherschlucht. Der Bergführer hat alles schon vorbereitet: Zuerst lässt er seine Kollegin Barbara Gerber am Seil herunter, sie verschwindet sehr rasch in der Tiefe. Mann, was kommt jetzt wohl noch? Nun darf Nadja hinunter, schon wieder? Danach Kilian und Nadja Müller, Eveline, nun ich. Als Marco mich einhängt, will Paul das Weite suchen, findet es aber nicht. Kommt gar nicht in Frage, Paul. Hiergeblieben! Didi und Toni sind jetzt noch oben. Marco lässt mich langsam runter, zuerst über ein Blechrohr, nun direkt in die senkrechte, gleich darauf überhängende Wand, geil. Nun drehe ich in der Luft, um mich herum die schönsten Gletschermühlen. Links ein Podest für einen Sprungplatz, das ist der "Gletscherjump". Machen wir später mal. Marco hält an, damit ich Fotos machen kann. Jetzt schaue ich nach unten, da hängt eine Holzplattform mit Geländer hoch in der Luft, verankert am Berg. Schnell bin ich dort, schwebe auf den Boden zu. Barbara klinkt mich aus. Unsere Frauen stehen nebenan beim Apéro, 4 Flaschen Weissen warten in der Ecke. Das also ist der vertikale Gletscherapéro. Super Idee! Auf die Alpengroupies. Unter uns geht es noch 50 Meter in die Tiefe. Nun kommt Paul zu uns runter mit weit auseinander gespreizten Beinen, wie eine Spinne. Und das hier, in der Nähe der weissen Spinne. Später schweben Toni und Dieter zu uns. Prost auf alle. Als Marco dann das Seil hinunter wirft, trifft er ein wenig Nadja Müller. Ein Schreck, nichts passiert, nur der Wein ist umher gespritzt. Nach einer Weile öffnet Marco den Deckel im Holzboden, wir schauen runter, haben erst die Hälfte hinter uns. Danke für den Apéro. Jetzt kommt der zweite Teil. Anbinden, im Karabiner einklinken und weg, während des abseilens sehe ich unter mir gespannte Drahtseile, die über den Gletscherbach gezogen sind. Wieder nimmt uns nach dem runter schweben Barbara in Empfang. Jetzt gleich weiter zu den Stahlseilen, Karabiner und Bandschlinge einhängen, eines für die Füsse und eines für die Hände. Schon lange nicht mehr gemacht. Es sind etwa 25 - 30 Meter bis rüber ans Ufer. Paul hat sichtlich Mühe, er macht ein angstvolles Gesicht. Eine( r ) nach dem anderen folgt sogleich. Dann sind wir wieder alle komplett, es war super, sich hier rüber zu angeln. Marco und Barbara räumen das Material zusammen und kommen dann auch rüber. Besten Dank für diese Highlights. Vor uns der Steg mit Geländer für die Touristen, über diesen nach vorne zum Schluchteingang mit dem Restaurant Gletscherschlucht. Hier befindet sich der Eingang, die Kasse und viele schöne Mineralien. Auf dem Parkplatz wartet Barbara. Sie fährt Toni und Didi nach oben, um unsere Autos zu holen. Danach verabschieden wir uns von Barbara und Marco, vielen Dank für diesen wunderbaren Nachmittag, die Tour ist zu Ende. Ich richte ihnen noch Grüsse aus für meinen Bergführer Hansueli Klossner, mit ihm erlebte ich letztes Jahr den Mittellegigrat am Eiger. Dann sind sie weg. Im Restaurant wärmen wir uns noch kurz auf mit einem Kafi Gletscherschlucht, dann fahren wir los, heimwärts. Um 19 30 h treffen wir nach 2 ½ Stunden Fahrt in Erschwil ein, ich habe in der Beiz alle zu uns eingeladen, später hocken wir noch gemütlich eine Stunde bei uns im Weinkeller und feiern diesen erlebnisreichen Tag. So endet die letzte Groupie - Tour im alten Jahrtausend. Freuen wir uns nun auf den Tourenausklang 1999 und auf eine ruhige Zeit im nächsten Winter.

 

Alpengroupie - Nachwuchs

Am 15. Oktober 1999 haben Jack und Diana Jermann ihr drittes Kind bekommen, wir gratulieren herzlich zu ihrem Buschi Tanja!

Am 9. Dezember 1999 werden Daniel und Manuela Borer glückliche Eltern ihrer Tochter Melissa Diana! Auch ihnen spricht das O.K. die besten Glückwünsche aus!

Jetzt kommt das Millenium!

Impressionen vom Klettern im Pelzli, Abseilen 25 Meter, viel Spass, neue Routen, neue Kletterfreaks, grillieren und Kinderklettern, 8. April 2000.

Spass haben, klettern und grillieren.

Oli seilt sich zum ersten Mal ab.

 

Bungee - Jumping am Schilthorn / Stechelberg 1. Sektion

100 Meter / 180 Meter Ein Sprung mit Todesfolge

13. Mai 2000 *

Dabei sind heute bei diesem sehr luftigen Abenteuer: Eric und Daniela, wegen Unfalls dieses Jahr erstmals Toni Borer, Oli Blessinger, Christoph Wehrli mit seiner STG - Truppe: erstmals Claude Hautle, Stefan Brunner und Markus Brunner ( Vater und Sohn ) und Florian Eggli, alle aus dem Raum Basel und ich. Der Treffpunkt ist um 10 00 h vor der EPA in Erschwil, Eric und Daniela sind seit 20 Minuten ab Laufen schon mit dem Zug nach Wilderswil unterwegs. Toni und ich fahren gemeinsam mit Oli, er hat ein neues Auto. Wir sind alle sehr gespannt, was heute so abläuft, Abfahrt um 10 10 h über den Passwang - Bern nach Interlaken. Während der Fahrt bessert sich das Wetter immer mehr, die Blüemlisalp glänzt in der Sonne. Ankunft am Bahnhof Wilderswil um 11 45 h nach 90 Minuten Fahrt. Genug Zeit, um was zu trinken und auf Eric und Daniela zu warten, hier ruhen wir uns noch ein bisschen aus. Danach um 13 00 h mit den Hunziker`s zum "ADVENTURE - WORLD" - Center, das gleich hinter dem Bahnhof liegt. Grace Wehrli und Fionna sind auch mitgekommen und werden unsere Sprünge von unten betrachten. Bei "Adventure - World" geht es gleich mit dem Shuttle weiter, wir steigen ein und aus den Lautsprechern dröhnt "JUMP" von Val Halen. Das passt wirklich zum heutigen Tag. Da fehlt beim hochfahren nur noch "Highway to

Kopf voran 180 Meter in die Tiefe. ( Profibild! )

Hell" von AC / DC. Nun an den 4 Trümmelbachfällen vorbei in kurzer Zeit nach Stechelberg, zur Talstation der Schilthornbahn. Rechts steht die Transportbahn, aus der wir springen werden. Im "Adventure - World" - Zelt unterschreiben wir einen Schein und sind nun durch unser Tun selbst verantwortlich, jede Haftung wird abgelehnt. Dann wird das Abenteuer bezahlt und wir werden gewogen. Die ersten vier Groupies machen sich für den 100 Meter Sprung bereit, es ist jetzt 13 45 h. Oli gibt mir seine Videokamera, es hat noch Wolken, aber die Sonne drückt durch. Die letzten 3 Wochen waren wettermässig sowieso eine Sensation, denn es ist schon seit Karfreitag ( 21. April ) sommerlich warm, ein super Frühling. Die vier steigen ein und die Gondel fährt hoch zum 100 Meter Absprungpunkt. Mittendrin vor der Felswand hält sie an, es geht los, wir fotografieren und filmen. Als erster springt Christoph, er rast auf uns zu, das Gummiseil streckt sich, zieht sich zurück, er fliegt wieder hoch, man hört nichts. Dann wird er nach dem auspendeln hinab gelassen und strahlt mit rotem Kopf. Der "Adventure" - Mann seilt ihn ab, kurze Zeit später stürzt Eric aus der Kabine und schreit in die Wälder und Wände hinaus. Manche wie ihn jagt es drei Mal hoch. Dann kommt Daniela dran und erlebt ihren ersten Sprung, auch sie schreit aus vollem Hals und pendelt noch heftiger in der Luft. Langsam gleitet sie auf das Tuch zu, das auf der Wiese liegt. Nun kommt Oli, auch er macht seinen ersten Sprung, er stürzt und fliegt und geniesst es, hat lange darauf gewartet. Erst beim zweiten Mal hoch spicken hört man ihn schreien, Oli National beim Bungee Jump. Strahlend kommt er danach zu uns rüber, die letzten drei fragen vor Aufregung gierig nach einer Zigarette. Es kommen noch 3 junge Touristen mit zum Sprung, dann fährt die Gondel zurück. Jetzt sind wir sechs mit einer Sprunghöhe von 180 Meter an der Reihe, der höchste Sprung der Welt aus einer Gondel, deshalb bin ich ja eigentlich auch hier. Es ist bald 14 30 h, Georg Hoedle, der Mitinhaber von "Adventure World" ist auch beim Bungee dabei. Heute Morgen vor der EPA habe ich nochmals allen gesagt, dass wir mit "Adventure World" springen werden, nur sie führen den welthöchsten Sprung durch. Es ist dieselbe Firma, die im Juli 1999 die Tragödie im Saxetbach mit 21 australischen Touristen und Guides durchgeführt hat, alle 21 Menschen starben, nach einer Frau wird noch immer gesucht. Aber heute gibt es Bungee - Jumping, ich glaube nicht, dass etwas passieren kann, über 30`000 Sprünge wurden in der Schweiz schon absolviert. Nun ist es so weit, wir freuen uns riesig auf das jumpen und das Fest danach. 6 Groupies besteigen die Gondel der Transportbahn und geben den Zettel ab. Dies ist mein vierter Sprung nach 1991 in Worblaufen mit Alpin Raft ( 60 Meter / Swing, von der Brücke ), in Queenstown / Südinsel von Neuseeland 1992 ( Kopf voran in den Fluss, 71 Meter ) und in Engelberg / Gerschnialp 1993 ( Kopf voran 120 Meter, Gondel ). Ich nehme erstmals die kleine Kamera im Bauchtäschli mit, wir fahren hoch zum 180 Meter Sprungpunkt. Das Herz klopft. Was machen wir eigentlich hier? Was für eine Höhe. Oben angekommen, wird eingeteilt, die zwei mit über 80 Kilo Gewicht springen zuerst, es sind Stefan Brunner und Claude Hautle. Stefan wird auf dem blauen Stuhl angeschnallt und sagt gar nichts mehr. Ich mache Fotos von der Seilwinde, den Sicherheitschecks, eine Frau führt Buch darüber und ich schaue mir die Seile und den ganzen Innenraum an. Unten sind die Kumpels bereit zum filmen und fotografieren, ein Kameramann hängt draussen vor der Türe in der grossen Höhe an der Gondel rum und ist auch bereit. Welch grossartige Tiefsicht aus 180 Meter Höhe. Stefan täppelt mit zusammen gebundenen Schuhen zur Tür, dreht sich um und springt rückwärts aus der Gondel! Im Augenblick der Trennung zwischen Mensch und Kabine, wir zählten 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - GO, sehe ich in seinen Augen das nackte Grauen. Sein Gesicht ist weiss, er fällt in die Tiefe und weg ist er. Jetzt kommt Claude dran, alles geht schnell, der letzte Check und schon ist er bereit. Wir zählen, Musik dröhnt aus den Boxen, auch Claude springt rückwärts, ich kann das selber einfach nicht. Was für ein Gesicht, er hat es schon hinter sich. Unter der Winde schnellt das Stahlseil hoch durch den Boden, wir schauen runter, wie er fliegt. Bald ist Claude abgehängt und sehr schnell spickt das Bergseil und das Gummiseil wieder hoch, das letztere durch die Türe. Jeweils eine Seillänge, das dicke weisse Bungee - Seil wird in einem grossen Kübel aufbewahrt. Es wird nun ausgewechselt wegen des Gewichts von uns vier, das passt Toni gar nicht. Angeseilt steht er auf und humpelt zur Tür, wir zählen durch, gute Rockmusik peitscht uns auf. Toni springt vorwärts, er ist sichtlich nervös, der Kameramann draussen und ich drücken auf den Auslöser. Toni hat nun seine Premiere, beim hochschnellen schaut er uns an, man sollte immer zur Gondel hoch blicken. Schon bald wird er abgehängt, nun bin ich an der Reihe. Das Gschtältli ist angezogen, die Kamera versorgt, Füsse zusammen gebunden, der Check, meine Hände schwitzen, ich kann nicht mehr klar denken. Ich mache es jetzt einfach, ist eben doch schon 7 Jahre her. Aufstehen und rüber zur Türe, durchatmen, noch schnell einen Händedruck mit Florian und Markus. Dann schaue ich kurz in die Tiefe und rüber zu den weissen Dreitausendern, schliesslich ist das hier der höchste Gondelsprung auf der Welt. Ich strecke die Arme aus zum fliegen, hinter mir wird gezählt: 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - GOOOOOOO!!!!! Ich hebe ab, fliege, stürze in die Tiefe, bin kurz wie schwerelos und rase dann mit der unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 115 km / h auf die Kühe und Autos da unten zu. Mein Herz bleibt fast stehen, die Augen sind wässrig vom Druck, ich falle und falle, viel Wind um mich herum, etwa 3 Sekunden im freien Fall, ca. 50 Meter, die Wiese stürzt auf mich zu, so furchtbar schnell. Nun wird das Gummiseil voll gestreckt, es reisst mich hoch, ohne dass ich es bemerke. Jetzt sehe ich die Gondel und weiss gar nicht, wo oben und unten ist und beginne zu schreien: "ALPENGROUPIES"!! Immer wieder, die kurz gespürte Todesangst weicht einem herrlichen Glücksgefühl. Ich pendle hin und her, das Gummiseil zieht Kreise und Spiralen um mich herum, nun wieder abwärts. Ich sehe meine Freunde, sie winken und schauen, ich lebe noch. Jetzt wird es ruhiger, man hängt hier wie am Fleischerhaken, schnell dem Boden zu, es ist vorbei. Wahnsinnig, spitze, verrückt, einfach mega - toll. Meine Glückshormone flippen im Körper, es kribbelt. Der Guide steht unter mir, greift ans blaue Bergseil, ich ziehe mich hoch, damit nicht zuviel Blut ins Gehirn läuft. Jetzt hat er mich, ich liege auf der Matte, glücklich. Oli filmt grinsend, am liebsten gleich noch einmal, denke ich. Der Mann befreit meine Beine, ich kehre zu den Kumpels zurück, das Seil ist weg, das Abenteuer vorbei. Man gratuliert einander, jetzt kommt die Zigarette danach. Schon fliegt der 17jährige Markus aus der Kabine, stürzt und schnellt wieder hoch, er landet sanft mit schneeweissem Gesicht. Super, es ist erlebt, noch einer fehlt. Nach kurzer Zeit springt noch Florian in die Tiefe, er rast auf uns zu, schreit, geniesst, wieder hoch und eine Drehung, nun zurück und langsam runter. Die "Adventure" - Leute haben ihre Arbeit gut gemacht, wir zehn sind wohlauf, es gibt Küsschen von Daniela, unserer mutigsten Frau. Über den Bach zurück zum Bungee - Zelt, Grace strahlt und verteilt Bier - Gutscheine, Stephany kann sich sehr von den Sprüngen begeistern. Jetzt machen wir ein Fest, haben noch viele Stunden Zeit. Ich sprang um 14 45 h, es ist kurz nach 15 00 h. Im Zelt kann man die 2 Profifotos bestellen und bezahlen, schon fährt die nächste Gondel hoch. Wir quatschen, haben es lustig, tauschen das Erlebte untereinander aus und stehen beim Bier an. Hier kaufe ich mir ein Bungee - T - Shirt, nun wollen wir das Abenteuer feiern.

Und dann passiert hier in dieser heilen Bergwelt das Unglaubliche:

Die Gondel steht oben am 100 Meter Sprungpunkt, 5 junge Amerikaner und eine Koreanerin warten auf ihren Jump, viele schauen zu. Der erste ist bereit, er springt, stürzt viel zu tief nach Augenzeugenberichten, prallt Kopf voran in einen Baum neben dem Sprungtuch, reisst einen Ast mit und schlägt mit voller Wucht auf dem Boden auf. Einige von uns haben es gesehen, es passiert 30 Meter vor uns. Dann reisst das Gummiseil ihn wieder hoch, in diesem Moment trete ich mit dem Shirt aus dem Zelt, Schreie erhallen, Daniela rennt und Oli ruft, er habe am Boden aufgeschlagen. Das gibt`s nicht, das darf doch einfach nicht wahr sein. Ich blicke hoch und sehe den jungen Amerikaner im Seil hängen, leblos. Daniela sagt, er habe seine Arme noch bewegt. Es ist unfassbar, wir alle können nicht glauben, was sich hier abspielt. Es herrscht sofort eine gespenstische Stille, sie lassen ihn runter, hängen ihn ab, Seitenlage und eine Herzmassage. Unsere Stimmung sinkt sofort auf Null, alle sind extrem schockiert, der arme Kerl hat tatsächlich aufgeschlagen. Wir gehen etwas näher, sein Gesicht wird blau, alles passiert jetzt wie in Zeitlupe, Leute strömen herbei, eine Ärztin schaut zu ihm, es ist

Der weltweit höchste Sprung aus einer Gondel.

Es ist wahnsinnig, was für Springer!

Wir sind Helden für einen Tag. Hier war der Todessturz schon passiert.

oberkrass. Der Chef von "Adventure World" steht auf und geht wie in Trance zum Unglücksort. Eben hatten wir noch eine super Stimmung, nun müssen wir teilnehmen am ersten Bungee - Unfall in der Schweiz. Es ist kaum zu glauben, ein riesiger Dämpfer, wir sind wie erschlagen. Das hätte auch uns passieren können, der erste Jumper war Christoph, er wäre jetzt tot. Denn er führte als erster den 100 Meter Sprung aus, so ein Wahnsinn. Ich vermute, der Springer ist an einem Genickbruch gestorben. Es war die Gondel nach uns, 15 Minuten nach dem letzten Alpengroupie, unheimlich! Für`s Bungee - Jumping ist es hier wohl vorbei, für uns sowieso, die Firma "Adventure World" ist vollends kaputt. Diese Tragödie passierte heute, an einem Dreizehnten. Noch kein Jahr ist es her, seit der Tragödie im Saxetbach, diesem Canyoning während eines Gewitters, wo 21 Menschen den Tod fanden. Der Geschäftsführer der Firma ist beim Verunglückten. Wir werden aufgerufen, in den Bus zu steigen, sammeln die Leute und werden dann sofort zur Basis nach Wilderswil zurück gefahren. Alle sind total geschockt. Ich frage den Fahrer, was passiert ist, er meint, sie haben das Seil verwechselt. Der Springer hing also an unserem 180 Meter - Seil beim 100 Meter Sprung. Es ist kaum zu fassen, so eine Verwechslung darf doch nicht passieren, die Seile haben unterschiedliche Farben. Die wichtigste Frage stellt sich hier: Warum nehmen sie denn beide Seile mit nach oben? Fragen über Fragen. In der Basis gehen wir das Bier holen, sitzen in der Sonne an einen Tisch, reden und probieren, das soeben Erlebte zu verkraften. Viele Touristen hier wissen noch nichts vom Unfall, auch nicht alle Mitarbeiter. Anschliessend machen wir noch ein Gruppenbild auf der Wiese, fotografieren das Haus mit dem grossen "Adventure World" - Schild. Christoph meint, am Montag wird es eh abgeschraubt. Hier essen wir ein paar feine Hamburger, ich besorge für alle 10 Groupies die Sprungzertifikate und ein Stück Bungee - Seil. Drei Stück haben sie noch, die restlichen sieben möchte ich schliesslich auch und dann gebe ich nochmals meine Adresse an. Christoph mit Anhang und seine Basler Arbeitskollegen Stefan, Markus, Claude und Flo brechen auf und fahren nach Hause. Eine Weile später machen auch wir uns auf den Weg, Eric und Daniela reisen in Oli`s Auto mit. 90 Minuten später sind wir in Erschwil, bis Mitternacht reden wir über diesen Tag, der so gut angefangen hat, wir helfen uns psychologisch selber. Eveline und Madeleine stossen noch zu uns sowie meine Eltern Heidy und Leo, die alles am Radio hörten und deswegen in der Kirche waren. Ich habe von Wilderswil aus mit dem Natel sofort Iris verständigt. An diesem Samstagabend schauten wir noch Oli`s Video vom Bungee Jumping sowie meinen Sprung aus Neuseeland 1992. Am Sonntag dann ist Muttertag, das Drama steht in allen Zeitungen, auch die ganze Woche danach. Der junge Amerikaner ist beim Aufprall gestorben, er hiess Matthew Coleman und war 22 Jahre alt. Am Sonntagabend zünden wir für ihn zum Gedenken in der Steinlaterne im Garten eine Kerze an. Das Ganze ist sehr traurig. Viele Berichte darüber gibt es auch im TV, in der Tagesschau, 10 vor 10, in der Arena. Es ist schrecklich, die meisten von uns werden nie mehr Bungee springen. Und nun gehen wir wieder zum ganz normalen Alltag über!


Trainingsmarsch Passwang - Teufelsschlucht - Hägendorf

18. Juni 2000 *

Dabei sind: Eric, Alex, Kevin, Kilian und Nadja, Markus und Patrizia mit Dominik, Tina und Michel, Oli und Madeleine, Iris und ich. Bereits um 06 30 h treffen wir uns in Erschwil, es ist noch kühl, aber heute wird gegen 30 Grad Wärme gemeldet. Die vierte Windrichtung vom

Vom Passwang zum "Nägeli" Oberpasswang.

Auf den Passwangfelsen 1204 m. ü. M. Die Weitsicht kann vom Passwang super sein zu den Alpen und ins Mittelland. Aber nur von der Hohen Winde und oberhalb der Rothlachen, der Krete und dem Matzendörfer Stierenberg sieht man das Matterhorn, direkt über der Gemmi.

Blick ins Schwarzbubenland, gegen Norden und Westen.

Blick vom Passwang ins Schwarzbubenland und zur Alpenkette.

 

Grillieren im Wald oberhalb von Langenbruck. ( Hauenstein )

Zwischen Allerheiligenberg und der Teufelsschlucht - Hägendorf.

Passwang aus ist nun ein Programm. Mit den Autos zum Passwang - Tunnel, wir starten um 07 00 h, der Himmel ist stahlblau und die Morgensonne blendet schon. Über das "Nägeli", dem Gasthaus Passwang, zur grossen Antenne hoch und weiter zum Passwang, zu den Felsen am höchsten Punkt auf 1204 m. ü. M. Der Passwang ist komischerweise auf den Meter genauso hoch wie die Hohe Winde, die nächste grosse Erhebung in unserer Heimat. Vor 11 Jahren war ich das letzte Mal hier oben, der Ausblick auf den gesamten Alpenkranz und die Weitsicht ist schlicht fantastisch: Schreckhorn, Finsteraarhorn, Wetterhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau, die Blüemlisalp - Gruppe grüssen strahlend weiss zu uns in den Jura herüber. Die Marschzeit bisher beträgt 45 Minuten, es gibt eine Pause hier von 30 Minuten und ein kleines Frühstück. Weiter über die Krete rechts am Vogelberg vorbei, durch den Wald absteigend auf eine Wiese, wo wir von einer Gruppe Pferde bedrängt werden. Unter uns fährt die Wasserfallen - Gondelbahn nach Reigoldswil, in mehreren Kehren hoch zu einem Aussichtspunkt, durch Wiesen mit viel Weitsicht über das Chellenchöpfli zum Hof Sol. Auf dieser Krete fanden wir ein Vogelnest mit 7 Eiern in einem Baumstamm versteckt. Über die Höfe Hinter Hauberg und Vorder Hauberg zum Helfenberg, es wird langsam heiss. Dann steil bergab, am Waldrand finden wir eine Feuerstelle, viel Holz und ein Bänkli im kühlen Wald. Hier relaxen wir und braten Würste, gesamte Wanderzeit bis jetzt 3 Stunden und 35 Minuten. Da wir Kinder dabei haben, ist jetzt schon klar, dass wir die 5 Stunden Marschzeit nicht einhalten können. Hier im Wald halten wir uns 100 Minuten auf, packen dann zusammen und starten wieder um 13 15 h. Schnell wird die Passhöhe Ober Hauenstein auf 765 Meter erreicht, kurz zum Dorfkern von Langenbruck. Hier musste ich vor 17 Jahren während meiner Rekrutenschule in Liestal das Dorf angreifen. Es ist nun sehr heiss geworden, die Mittagshitze macht uns zu schaffen. Doch es kommt wieder ein kühler Wald, auf kleinem Pfad einem Bach entlang zu einem klosterähnlichen Gebäude. Davor steht ein alter Brunnen, herrlich, die Kinder sind sofort klatschnass. Am Wegweiser Kloster Schöntal merken wir, dass wir falsch sind, etwas zurück, ein Wanderer hat uns einen schlechten Tipp gegeben. Der richtige Weg verläuft im Schatten, es geht aufwärts, langsam werden die Kids müde. Patrizia verteilt Früchte, die Getränke werden knapp. Weiter am Dürstelbach entlang zum Hof Dürstel, die Sonne brennt gnadenlos. Ein Mann fragt uns hier, ob wir dem blauen Kreuz angehören!! Vor uns nun eine Krete, endlich weht ein kleines Lüftchen auf der Magerwiese, in den nächsten Wald, ein steiler Aufstieg, dann sollte es geschafft sein. Wir sind am Anschlag, die Hitze macht uns fertig, 30 Minuten Pause. Gesamte Laufzeit 5 Stunden 10 Minuten. Endlich geht`s abwärts, an einer riesigen Skulptur vorbei, 20 Minuten später erreichen wir die Höhenklinik Allerheiligenberg. Da leuchtet in der Sonne schon eine Feldschlösschen - Tafel, rein in die Beiz, wir haben nur einen einzigen Wunsch, kalte Getränke. Nun ein grosses Bier, ich übernehme die ganze Runde, hier 45 Minuten Pause und Erholung. Die nächste Etappe beginnt mit der Teufelsschlucht, Abmarsch um 17 00 h, unterhalb des Restaurants über eine Wiese, im Wald beginnt gleich die Teufelsschlucht. Sie ist schön, wildromantisch, mit Brücken, ausgewaschenen Felsen wie Gletschermühlen, viele tolle Einblicke. Nach 25 Minuten ein jähes Ende, die Schlucht ist abgesperrt wegen Steinschlags und dem Sturmholz vom Orkan "Lothar". Nach kurzer Diskussion umlaufen wir die Schlucht links, auf die Strasse zurück und marschieren dann unter einer Autobahnbrücke durch. Jetzt abwärts nach Hägendorf, die ersten Häuser oben am Hang, Villen mit Swimming - Pools, herrlich blau und kühl, am liebsten würden wir gleich rein springen. Bald wird der Bahnhof Hägendorf erwandert, es ist 18 40 h und unser Ziel erreicht. Die Kinder haben super durchgehalten, sie sind stolz auf die Leistung in dieser Hitze. Oli, Patrizia und Markus haben ein paar Blasen davongetragen, aber niemand jammert. Die gesamte Marschzeit heute beträgt 6 Stunden und 30 Minuten bis nach Hägendorf. Bald kommt der Zug, eine kurze Fahrt nach Oensingen. Unser Postauto hier ist schon lange weg, ich rufe ein Taxi und fahre zusammen mit Kilian und Patrizia auf den Passwang hoch, um die Autos zu holen. Der Rest findet schnell eine Gartenbeiz zum warten. Das Taxi kostet 62 Franken, den Betrag teilen wir zu zehnt. 30 Minuten später sind wir wieder zurück, alle freuen sich auf eine kalte Dusche heute Abend, seit 14 Stunden sind wir unterwegs. Danach fahren wir zurück ins Schwarzbubenland, der Muskelkater kommt dann am nächsten Tag. Schön war`s, und sehr, sehr heiss.

Der Jura, besonders auch die Region bei uns in der Nordwestschweiz, das Schwarzbubenland und das Laufental, lädt zu jeder Jahreszeit zum Wandern ein. Nirgends sonst hat es diese Felsen, diese Wälder, dieser Boden, dieser Duft. Und diese Bäume, dieses Holz im Wald beim Feuer machen, diese Wiesen, das alles ist einzigartig!


Hochtour Wetterhorn 3701 m. ü. M.

16. / 17. August 2000 ( Glecksteinhütte )

Privattour: Die 2. Hochtour mit Bergführer. Dabei: Mein Bergführer Marco Bomio aus Grindelwald und ich. Dies ist meine einzige Hochtour im Jahr 2000, hoffentlich klappt es. Heute haben wir wiederum einen sehr heissen Sommertag erlebt, für Morgen ist es nicht mehr so super gemeldet. Nach zwei Anrufen mit meinem Führer verlasse ich Laufen um 11 40 h mit dem Schnellzug. Über Biel - Bern - Interlaken nach Grindelwald, wo ich um 15 10 h eintreffe. Die Fahrt war unerträglich im Zug der BLS, keine Klimaanlage. In Grindelwald steht mein Bus bereit, kurze Fahrt Richtung Grosse Scheidegg bis zum Glecksteinweg "im undren Loichbiel". Vor mir strahlt der Obere Grindelwaldgletscher. Kurz vor Ende der Fahrt rumpelt es am Berg, der Gutzgletscher am Wetterhorn stösst Eisblöcke aus mehreren hundert Metern ab, es kracht die Felsen herunter nahe der Strasse. Das Eis kam vom Berg wie eine weisse Fontäne, so was habe ich in dieser Grösse noch nie gesehen. Es ist beeindruckend. Der Postchauffeur hält an und lässt mich fotografieren. Um 15 50 h beginnt meine Wanderung hoch zur bekannten Glecksteinhütte. Zuerst geht es durch Tannenwälder stetig aufwärts, der Weg hat ein paar heikle Stellen, ist abenteuerlich, die schlimmsten Abschnitte sind mit Stahlseilen gesichert. Weiter oben treffe ich auf die alte Bergstation der ersten Luftseilbahn der Welt. Sie wurde schon nach dem 2. Weltkrieg abgebrochen, darum war die Glecksteinhütte früher sogar ein Hotel. Während des Aufstiegs brennt die Sonne erbarmungslos auf meine rechte Schulter, das T - Shirt weg und sofort Sonnenöl eincrémen. Unter mir fliesst der Obere Grindelwaldgletscher, daneben steht das Restaurant Milchbach, von wo aus man die Gletschergrotte erreicht. Vor Jahren noch war die Höhle ganz nah, jetzt verläuft ein langer Holzsteg zum Eingang. Ein untrügliches Zeichen für den Rückgang des Eises. Weiter oben auf dem Eis besuchten im Jahre 1988 Ändel und ich den ersten Eiskurs mit dem SAC Hohe Winde. Schöne Erinnerungen. 3 Jahre später waren wir wieder zum Eiskurs hier, aber als Alpengroupie - Tour. Leider spielte damals das Wetter nicht so mit. Beide Male nächtigten wir im Hotel Wetterhorn, es ist ein super Ausgangspunkt für Alpinisten. Bald kommt ein kleiner Wasserfall, der über den Pfad fliesst und mich etwas kühlt. Über der First und dem Faulhorn türmen sich die Wolken immer höher auf. Der Weg wechselt nach links in einen steilen Grashügel. Hier hat ein Scherzbold seinen Rucksack, Kleider, einen F C Bayern - Schal und seine Socken hingelegt, so dass man meinen könnte, eine Leiche sei an dieser Stelle verfault. Sieht voll makaber aus. Etwa 20 Wanderer haben mich nun gekreuzt. Nach 2 Stunden Aufstieg erblicke ich die Hütte. Riesige Murmeltiere huschen über die Wiese, grosse, fette Tiere. Nach 2 Stunden 25 Minuten erreiche ich die Glecksteinhütte auf 2334 m. ü. M. Mein Bergführer Marco Bomio erwartet mich schon, er ist ca. 20 Minuten vor mir unten gestartet. Ich sah noch seinen roten Rucksack. Marco begrüsst mich und zeigt mir mein Zimmer. Wir besprechen nun die morgige Tour auf das Wetterhorn und das umliegende Panorama. Jetzt ein grosses Bier für mich, Marco nimmt auch gerne eins. Das tut gut in dieser Hitze. Um 19 00 h ist es Zeit für das Abendessen. Zwei lustige Asiaten sitzen an unserem Tisch mit ihrem Walliser Bergführer sowie eine Frau aus Deutschland mit ihrem einheimischen Führer. Nach dem Essen tragen wir uns im Hüttenbuch ein. Meine Getränke lasse ich anschreiben. Nur 22 Personen sind heute Abend auf der Hütte, die Tagestouristen sind alle wieder im Tal. Ein Natelruf zu Iris ist schon erledigt. Plötzlich ruft jemand: "Der Steinbock ist hier!" Ich eile nach draussen und traue meinen Augen nicht: Da

Der Steinbock kam bis vor die Haustüre der Glecksteinhütte, um Salz zu lecken.

Auf dem Gipfel des Wetterhorns.

steht ein ca. 6 - jähriger kapitaler Steinbock auf der Einfassungsmauer und leckt Salz von den Granitplatten. Dazu gesellen sich 2 Gämsen und ein herziges Junges. Alle Gäste zücken die Kameras, deshalb also heisst diese Hütte "Gleckstein." Am Schluss posieren wir vor dem Tier, es ist ein Heidenspass, man staunt nur noch. Dann kommt die Hüttenwartin nach draussen und bringt noch mehr Salz. So habe ich es noch nie erlebt. Im Tal unten brennen schon die Lichter von Grindelwald, um 21 10 h ist es praktisch dunkel. Ein gemütlicher

Eine Pause nach der Tour aufs Wetterhorn mit meinem Bergführer Marco Bomio.

Hüttenabend folgt. Ich bestelle noch ein kleines Bierchen und packe meinen Korb mit unnützen Dingen: Socken, Unterwäsche, das Tourenbuch, Messer, Kugelschreiber. Der Rest muss mit. Dummerweise geht gerade jetzt meine Stirnlampenbatterie zur Neige. In der Küche kann ich eine neue 4,5 Volt Batterie kaufen, zum Glück. Die alte kommt in den Korb. Es ist 22 00 h. Nachrichten im Radio. Das gesunkene russische U - Boot "Kursk" und der Wetterbericht. Die alte Uhr in der Stube hat geschlagen, ich ziehe mich zurück. Die Ohrenpfropfen sind auch bereit. Meinem Führer Marco habe ich 5 Fotos geschenkt vom Parasailing über Grindelwald, dem Mittagessen im Marmorbruch und dem tollen Abseilen am "Spider Highway", das er am 16. Oktober 1999 für uns Alpengroupies geleitet hat. Draussen leuchten die Sterne, über dem Dorf steht der Grosse Bär, am Wetterhorn klebt die "Cassiopeia", das grosse W am Himmel. Ich war schon immer ein kleiner Hobby - Astronom, hab ich von meinem Vater Leo geerbt. Sieht verheissungsvoll aus. Lange Zeit kann ich nicht einschlafen. Um 03 30 h ruft die Hüttenwartin zur Tagwache. Frühstück, packen, Stirnlampe einschalten und los geht's. Abmarsch vor der Hütte um 04 15 h. Nun 1 Stunde gemächliches Wandern, leicht ansteigend. Der noch volle Mond leuchtet unseren Weg aus, man sieht Sterne und Wölkchen. Nach 45 Minuten steigen wir in die ersten Felsen, dann kommt eine Ebene. Auf einem glatten Felsen ziehen wir Gschtältli und Steigeisen an, Marco bindet mich am Seil fest. Es ist recht warm, die Nullgradgrenze liegt auf 4300 m. Wir sind heute Morgen 11 Bergsteiger, darunter eine Frau, die das Wetterhorn bezwingen wollen. Vor uns liegt der Chrinnengletscher, den es zu überqueren gilt. Wir umlaufen das Blankeis linker Hand und steigen danach schräg nach rechts zu den Felsen auf. Um 05 30 h wird es langsam hell, die Bewölkung nimmt leider zu. Es sieht nicht mehr besonders gut aus, vom Eiger und auch von Thun her kommts nun richtig schwarz. Einige heikle Spalten liegen vor uns im Firnschnee, Pickel rein und aufpassen, das Gelände ist ziemlich schräg. Nun auf die Felsen zu, der Walliser Führer mit seinen japanischen Gästen klettert vor uns. Es ist super zum klettern hier im Gneis. Steigeisen ausziehen und den Pickel am Rucksack versorgen. Die Stirnlampe hat ihren Dienst getan, meinen Helm brauche ich noch nicht. Es ist 06 00 h geworden. Aufsteigend über schöne Platten und Tritte, noch etwa 3 Stunden liegen vor uns. Nun quert man ein Bächlein und steigt auf ein Felsband rüber. Bald beginnt die eigentliche Kletterei, das sogenannte "Willsgrätli", benannt nach dem Erstbesteiger A. Wills. Senkrechte Platten aneinander liegend wechseln sich ab mit Blöcken und Türmen, die man umgehen muss. An den meisten Stellen aber überschreiten wir das "Willsgrätli" direkt und der Fels wird da und dort schmal und eng, erinnert mich zwischendurch kurz an den Mittellegigrat am Eiger. Hinter uns wird das gewaltige Schreckhorn von der Sonne rot angestrahlt, die dunklen Wolken verschwinden langsam. Über uns steht der herrliche Grat am Wetterhorn mit seinen Türmen, nun auf ein schmales Felscouloir, darin pfeift der Wind von unten her heftig rein. Oben auf dem Sattel sehe ich das Schneefeld, das uns links hoch zum Gipfel führen wird. Es ist jetzt 07 30 h, Iris ist wohl wieder voll auf Draht daheim, ich denk an sie. Um 08 00 h sehen wir, dass das Wetter wieder stabil wird. Zwischendurch ein kurzer Halt, um Marschtee zu trinken. Der Sattel kommt immer näher. Scharf wie ein Rasiermesser zieht sich im Westen der Mittellegigrat am Eiger empor. Kürzlich haben wir 3500 m. ü. M. erreicht. Es ist eine schöne Kletterei. Nach einer Weile verlassen wir die Felsen und stehen im Firnschnee auf dem Sattel. Der Wind weht stark, ich ziehe meine Gletscherbrille an. Nun merke ich, dass meine Mütze und meine Handschuhe noch immer zu Hause im Schrank liegen. Jetzt hängen wir uns steil in einen Firnhang hinein, etwas über 100 Meter hoch, die Sonne brennt über dem Rosenhorn. Hier muss man sehr trittsicher gehen, mein Führer schlägt Stufen in den Firn. Ab und zu ein paar Felsen, dann wieder im weichen Schnee aufwärts, weiter oben liegt harter Firn. Die Glückshormone steigen. Noch ein kurzer Halt, etwas Tee, queren nach links, kurz über den Felsen. Der Gipfel naht. Auf dem Gipfelgrat zum höchsten Punkt. Wie meistens auf den letzten paar Metern schiessen mir Tränen in die Augen vor Glück, ja, es ist geschafft. Um 08 40 h stehen wir beide als erstes Team heute auf dem Wetterhorn - Gipfel, auf 3701 m. ü. M. Ich bin happy, wir gratulieren einander. Danke, Marco, für diesen Berg. Sonne und Wolken wechseln sich ab, es wird schattig und windig. Ringsherum Sonnenschein, wir schiessen ein paar Fotos. Vor vielen Jahren hat mein Vater auch auf dem Wetterhorn gestanden, im Militär. Im Norden leuchtet der Thunersee, hinter uns das Rosenhorn und Dossen, der Hasliberg und die Engelhörner. Im Süden das mächtige Schreckhorn, das alles dominiert, im Westen vor uns Mättenberg, Ankebälli, dahinter Eiger und Mönch. Vor uns, tief unten, liegt verträumt Grindelwald, eingebettet in dieses herrliche Grün, in der Sonne. Genial! Wir machen voneinander Gipfelbilder. Danach geht es an den Abstieg, wir bleiben nur eine kurze Zeit auf dem höchsten Punkt. Und Tschüss. Das zweite Team kommt hoch, die Japaner. Schnell packe ich noch zwei Steine vom Gipfel in den Rucksack. Im steilen Firn treten wir zur Seite und lassen der deutschen Bergsteigerin den Vortritt. Vorsichtig abwärts, nur nicht ausrutschen. Weiter unten am Sattel zu den Felsen rechts, ein guter Windschutz. Meine erste Zigarette seit 04 00 h Morgens wartet auf mich. Beim Natel von Bruno ist der Akku schon beim zweiten Versuch leer. Ich darf das Gerät von Mario benützen und melde mich bei Iris und danach bei meinen Eltern, dass alles gut gegangen ist. Freude herrscht! Dann klettern wir das "Willsgrätli" hinunter, schön langsam. 2 - 3 Mal rutsche ich auf Schotter und Platten aus, Marco hält mich super, sichert das Seil um die Blöcke herum. Interessant ist hier mittendrin in dieser herrlichen Kletterei der Wechsel von Kalkgestein auf Gneis während wenigen Metern, genauso wie am Eiger. Wir beide sind nun ziemlich rassig unterwegs und überholen an einer geeigneten Stelle dann die japanische Seilschaft. Schon sind 1 ½ Stunden seit dem Gipfel vergangen. Am Ende des "Willsgrätli" rechts wieder in die Mulde, übers Bächlein, das kurz auch für Erfrischung sorgt. Danach wird das Gelände weniger steil. Der Weg ist gut erkennbar, nun nach rechts absteigend durch ein kleines Schneefeld und danach auf den "Chrinnengletscher". Marco will die obere Spur durch den Firn nehmen, dann brauchen wir die Steigeisen nicht mehr anzuziehen. Mit dem Pickel in der rechten Hand durch tiefe Tritte, der Schnee ist nun sehr weich und sulzig. Das Wetter ist wieder strahlend schön, hatten wir ein Glück. Rechter Hand den Gletscher hinunter, ich mache noch ein paar Fotos. Vorhin auf dem Grat hatte ich einen tollen Tiefblick auf die Glecksteinhütte, das Gebiet hier ist gewaltig schön. Über unseren Köpfen wieder der mächtige Westgrat des Wetterhorns mit seinen Türmen, dahinter blauer Himmel. Bald erreichen wir die Felsen, wo heute früh angeseilt wurde. Nun bin ich zum zweiten Mal klatschnass. Hier gratuliert mir Marco zur gelungenen Hochtour aufs Wetterhorn, ich bedanke mich und staune. Wir seilen ab und verstauen das Seil im Rucksack. Setzen uns in die Sonne wie schon vor der Traversierung und trinken etwas, diskutieren über meine Kletterkünste. Er sagt, ich war gut unterwegs und auch fähig, mit ihm auch das gewaltige und schwierigere Schreckhorn zu besteigen, das freut mich. Vielleicht in 1 - 2 Jahren. Aber mit "noch leichterem Rucksack", meint er. Das meinte Hansruedi Klossner am Eiger auch. Jetzt bezahle ich Marco seinen Führerlohn, ganz genau Fr.800.-, somit wäre das Geschäftliche auch erfüllt. Habe viel gelernt heute. Noch ein Gruppenfoto mit Selbstauslöser. Die deutsche Frau und ihr Führer treffen bei uns ein, die zwei Japaner sind noch weit oben. Es geht weiter durch Sulzschnee, wir rutschen ein Schneebrett hinab, dann auf den Wanderweg und durch eine Schafherde hindurch erreichen wir die Glecksteinhütte. Ende der Tour, es war super, Danke vielmals, Marco. Wir brauchten ohne Pausen genau 3 Stunden vom Gipfel zur Hütte zurück. Meine Knie schmerzen langsam. In der Hütte nun ein kaltes Bier zur Feier des Tages, ich habe endlich Kohldampf und heute noch fast nichts gegessen ausser Schokolade. Bestelle am Tisch einen Teller Spaghetti, das sind viele gute Kohlenhydrate. Mit Marco's Natel melde ich mich nochmals bei Iris, es ist jetzt 12 20 h. Ich kaufe bei der Hüttenwartin einen Pin sowie ein Hütten -T- Shirt und bezahle meine Schulden. Die klatschnassen Kleider, Unterleibchen, Groupie - T-Shirt und das Hemd trockne ich draussen in der Sonne auf der Mauer. Der Spaghettiteller tut mir gut. Nach 1 Stunde wird gepackt und wir marschieren hier ab, ich komme wieder mal vorbei. Schon in 70 Minuten fährt unser Bus unten an der Passstrasse, wir geben Gas. Es ist heiss, die Zeit wird wohl nicht reichen. Minuten später braut sich ein Gewitter zusammen und schon fängt es an zu regnen. Man rutscht auf den Platten aus. Am Wasserfall vorbei, ein gerader Weg, dann wieder ansteigend. Um den Berg herum oberhalb der alten Station. Nun regnet es ein zweites Mal und hört wiederum auf. Unter uns liegt der Obere Gletscher, der sich auch seit meinem letzten Besuch 1991 extrem zurückgezogen hat. Der Eingang zur blauen Eisgrotte befindet sich viel höher als damals. Zur Grotte führt der lange Holzsteg hoch, es ist traurig, solche Vergleiche zu sehen. Geniessen wir die Gletscher, solange es sie noch gibt. Langsam bin ich am Anschlag, es ist 14 30 h. Wir beide schaffen es nicht mehr auf den Bus, hetzen bringt nichts mehr. Kurz vor Ende des Hüttenweges steigen wir direkt ab zu einem hübschen Beizli mit Vogelpark. Hier fährt uns das Postauto vor der Nase ab. Es donnert und regnet nun zum dritten Mal seit der Hütte. Es ist ein gutes Gefühl, nach einem Gipfelerfolg so schnell in ein Sommergewitter zu gelangen, nachdem alles vorbei ist. Ein Coke trinke ich vor lauter Durst auf der Stelle leer, Marco rät mir, ich solle einen Kafi Strahler bestellen. Es sind sehr nette Leute hier. 100 Minuten nach Abmarsch auf der Hütte findet diese Tour hier ein Ende. Der Kafi Strahler kommt mit Rahm, Schnaps, Blumen auf dem Unterteller und einem schönen Rauchquarz, den ich später Iris schenken werde. Eine Weile später kommt ein weiterer Bus, es regnet immer noch. Marco und ich tauschen unsere E - Mail Adressen aus und betreten dann den überfüllten Bus. Während der Fahrt verabschieden wir uns, bis zum nächsten Mal. Er steigt bei der Station Steinbock aus, ich fahre weiter bis zum Bahnhof und lasse mir einen Fahrplan ausdrucken. Die gesamte Marschzeit war heute 9 Stunden und 15 Minuten. Natürlich kann man Aufstieg und Abstieg in Höhenmeter nicht gleich rechnen, doch waren es insgesamt am heutigen Tag Aufstieg = 1400 m. und Abstieg = 1400 m., Abstieg von der Hütte ins Tal = 700 m., ergibt gesamthaft 3500 Höhenmeter. Für mich fast ein neuer Rekord. Bald fährt mein Zug, ich unterhalte mich mit einer japanischen Familie über Grindelwald und Zermatt, das die beiden Morgen besuchen werden für zwei Tage. Das umsteigen in Interlaken Ost, Bern und Biel fällt mir immer schwerer, die Knie schmerzen nun ziemlich heftig. Um 19 15 h holt mich Iris am Bahnhof Laufen ab, zu Hause geniesse ich das süsse Nichtstun auf dem Sitzplatz. Wir beide stossen auf das Wetterhorn an mit einem feinen Chambolle - Mussigny 1988, einer Flasche Wein, die wir vor 9 Jahren im Burgund gekauft haben. Am nächsten Tag habe ich Muskelkater im Oberschenkel, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. In diesem Sommer fehlt mir einfach die gewisse Fitness, ich wusste es.... Jetzt schreibe ich 7 Glecksteinkarten an meine Freunde und geniesse meine dreiwöchigen Sommerferien nun gemütlich zu Ende.


Alpengroupie - Nachwuchs im Jahr 2000

Folgende Groupies haben in diesem Jahr Nachwuchs erhalten:

André Burkhalter und Sandra Kräutler am 14. Februar 2000 Baby "Flurina Laura".

Marcus und Andrea Spaar am 7. April 2000 "Clemens Samuel".

Dieter und Nadja Hunziker am 30. Juli 2000 ihr zweites Kind "Joelle".

Das O. K. Alpengroupies gratuliert allen drei Familien recht herzlich und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft!



Eiger - Trail / Grindelwald First - Schynige Platte, Grindelwald Trekking - Tour

23. / 24. September 2000 *

Beim wandern vor der Eiger - Nordwand. Zwischen der Station Eigergletscher ( Huskysgehege ) und Alpiglen.
ein super Ausblick, einer der schönsten Orte im Berner Oberland! Der Bachalpsee.

Schreckhorn und Finsteraarhorn hinter dem Bachalpsee.

Die Landschaft zwischen Grindelwald First und Schynige Platte.

Dabei sind heute: Toni, Kilian und Nadja, Oli und Madeleine, Iris und ich. Zum dritten Mal verschoben, beginnen wir heute diese Tour bei strahlend schönem Herbstwetter, was für ein Glück. Wir starten um 06 40 h am Bahnhof Laufen, in Biel stossen Kilian und Nadja zu uns, nun wir sind komplett. Üeber Bern - Interlaken Ost nach Grindelwald, das wir um 10 15 h erreichen. Im Hotel Tschuggen, mit super Ausblick auf die Eigernordwand, das ich kürzlich noch gebucht habe, beziehen wir das Einzelzimmer von Toni, und machen hier ein Depot. In der Gartenbeiz nebenan geniessen wir das Panorama und lassen die Seele baumeln. Dann brechen wir auf, mit leichtem Rucksack zum Bahnhof, Abfahrt kurz vor Mittag. Hinauf zur Kleinen Scheidegg, der Himmel ist stahlblau, es ist recht warm. Hunger kommt auf, Makkaroni, Salatteller und Käseschnitten werden in der Sonne gegessen im Restaurant Bahnhof, Japaner posieren nebenan mit einem grossen Bernhardiner. Toni hat seine alte Sonnenbrille verloren und Oli seine vergessen, das Sonnenlicht ist extrem und beide kaufen neu ein. Um 13 30 h weiter mit der Jungfraubahn zur Station Eigergletscher, hier beginnt der Eiger - Trail. An den Husky`s im Zwinger vorbei leicht ansteigend zu einem Steingebäude. Dahinter geht es im Schnee gleich etwas abwärts, vor uns stehen die mächtigen Westpfeiler des Eigers. Es ist ziemlich eisig und rutschig, wir verteilen die Wanderstöcke, rechts über uns steht die mächtige Eigernordwand, so nah wie jetzt waren wir noch nie dran. Diese furchtbare Wand kann viele Geschichten und Tragödien erzählen. Irgendwie sieht sie von hier nicht mal so extrem aus und da sie nach vorne geneigt ist, sehen wir den Gipfelbereich nicht. Die Wand verändert sich mit der Zeit, mittendrin sehen wir 3 Bergsteiger und ein Biwak an sehr exponierter Stelle. Bald einmal zieht sich der Trail in die Sonne hinein, etwas später treffen wir auf unzählige Steinmännchen, die hier errichtet wurden. Wir lassen uns in diesem schönen Gebiet eine Stunde nieder und geniessen die Natur, die Wand, das Panorama, das grüne Grindelwaldner Tal, machen ein Gruppenfoto. Ein Apéro von Oli wird im Schneefeld nebenan gekühlt, es ist herrlich. Auch wir bauen Steinmännchen, jetzt sollte man die Uhr stoppen können. Es wird 15 00 h, Aufbruch und Abmarsch nach Alpiglen, nun weiter zum schönen Wasserfall, den man vom Zug aus sieht, das Wasser hat hier einen kleinen Canyon in die Felsen geschliffen. Kurz darauf verknackst sich Toni den Fuss, es ist ja seine erste Wanderung seit seinem Unfall. Er hat Schmerzen, das braucht er nicht wirklich, 30 Minuten später sind wir in Alpiglen und suchen Schatten im Gartenrestaurant bei der feschen Wirtin. Die reine Marschzeit beträgt heute 2,5 Stunden, wir beschliessen, nicht mehr ins Gletscherdorf abzusteigen, um Toni zu schonen und verzichten auf die restlichen 2 Stunden. Für ein paar Franken lösen wir die Fahrt, der Zug fährt um 17 50 h nach Grindelwald zurück. Nun der Zimmerbezug, in einem Restaurant habe ich einen schönen Platz reservieren können für 20 00 h. Nach dem Duschen flanieren wir durchs Dorf und laufen dann frisch ein im Hotel Restaurant Kreuz und Post direkt an der Hauptstrasse neben dem Bahnhof. Auf uns wartet ein schöner Tisch zu siebt im sehr heimeligen "Kreuz - Stübli". Es folgt ein toller kulinarischer Abend, Toni und ich bestellen ein 4 - Gang Wildmenu mit Rehschnitzel "Mirza". Alle haben Kohldampf, das Essen dauert, so steht es auch in der Karte. Iris kommt als letzte dran, die Arme muss warten wegen unserer Vorspeisen. Kilian ass auf der Kleinen Scheidegg Käse überbacken und es liegt ihm auf, er bestellt nur einen Salatteller. Nadja Tagliatelle ( Wild ) Oli und Madeleine auch Wildmenu`s und Iris genehmigt sich Entrecote und Frites, es ist wirklich fantastisch. Danach singt im Stübli noch ein Jodel - Quartett für uns, man erlebt einen schönen Abend. Ich spendiere zum Essen einen Chateauneuf - du Pape 1997 für 51 Franken, das ist es mir wert, Toni wiederholt dasselbe etwas später. Es war genial, gegen 23 30 h verlassen wir die Beiz und ziehen uns ins Hotel zurück. Zeit, vom Balkon aus den Sternenhimmel und die Eigernordwand zu bestaunen, in der Wand brennt ein Licht, was dort wohl vor sich geht? Wie weit sind die 3 Alpinisten gekommen? Nachtruhe nach Mitternacht, ich bin schon die ganze Woche auf dem Hund und schlafe sofort ein. Das neue Nokia von Iris läutet uns um 07 30 h aus dem Schlaf, um 08 00 h nun ein kräftiges, reichhaltiges Frühstück. Kilian kann wiederum nicht essen, hatte eine sehr schlechte Nacht. Toni ist nun auch bereit mit seinem Fuss, er läuft besser ohne seine Einlagen. Um 09 00 h zahlen wir und treffen uns vor dem Hotel, bewegen uns zur Firstbahn und fahren hinauf ins bekannte Wandergebiet. Vor 9 Jahren haben wir diese Tour schon einmal gemacht, so ziemlich im Nebel. Und im letzten Herbst sind wir von der First mit dem Gleitschirm gestartet. Um 09 50 h beginnt das Trekking über eine der berühmtesten Routen der Schweiz, 700 Höhenmeter stehen uns bevor. Leicht ansteigend geht es aufwärts zum schönen Bachalpsee, eigentlich sind es 2 Seen, darin spiegelt sich das Schreckhorn und das Finsteraarhorn. Nach 50 Minuten sind wir da, trinken etwas und machen Fotos. Die oberen Hänge sind alle noch etwas mit Schnee überzuckert. Und wieder dieser stahlblaue Himmel, gegenüber steht das Wetterhorn, ein gigantischer Koloss. Eine richtige Völkerwanderung läuft hinter uns her, wir erreichen eine Hütte, der Sattel kommt näher, in Kurven weiter hoch. Am Sattel nun ein weiterer Unterstand, hier sammeln wir uns, Toni hat Schmerzen und wir mit ihm Mitleid. Rechts geht ein Weg hoch, links führt ein anderer hinunter zur Bussalp. Es sind noch 25 Minuten bis zum Faulhorn, zum grossen Hotel, das auf keiner Strasse erreichbar ist. Kurz darunter eine Rast, wir sind gut in der Zeit und rund 2 Stunden unterwegs, jetzt eine Pause von 40 Minuten, etwas Kleines essen. Die Hälfte der Gruppe besteigt mit mir das grosse Hotel auf dem Faulhorn und den Gipfel, wir werden mit einer grandiosen Aussicht auf den Brienzersee belohnt. Im Süden strahlen Eiger, Mönch und Jungfrau, im Westen die Blüemlisalp, dann das Schilthorn, der Niesen, der Thunersee, unter uns der Brienzersee und weiter östlich schon das Brienzer Rothorn, weiter hinten der Pilatus, ein Nebelmeer am Stanserhorn und der Brünig / Hasliberg. Unter uns liegt eine Mondlandschaft aus bizarren Felsen, noch ein paar Fotos und runter zur Gruppe. Selbstverständlich gibt es Gratulationen auf dem "Gipfel." Ein Wanderer aus Günsberg am Weissenstein hört uns nebenan zu und fragt, ob wir "Erschbler" seien. Na klar. Klein ist die Welt, die Schwarzbuben hört man eben. Er kennt ein paar vom Turnverein Erschwil. Abmarsch unter dem Faulhorn um 12 30 h, es zieht ein wenig. Über eine schöne Krete weiter Richtung Schynige Platte, der Enzian und weitere Blumen erfreuen uns, die Alpenrosen sind schon längst verblüht. Smaragdgrün leuchtet unter uns der spezielle Brienzersee, Iris hat vom vielen Gebrauch der Stöcke und ihrem harten Griff bald kein Gefühl mehr in den Fingern. Das Gefühl kenne ich auch, es bessert später wieder. Im Schatten liegt noch immer Schnee auf dem Weg, extrem viele Leute laufen auch hier durch. Die speziellen Felsformationen zeugen davon, dass einmal alles vergletschert war. Nach einer Stunde nähern wir uns einer weiteren Hütte, über glitschigem Weg mit Sicherungsketten treffen wir auf der Weber - Hütte ein. Das Feldschlösschen - Emblem strahlt uns an, doch wir bleiben hart und ziehen weiter. Schliesslich haben wir noch etwas Wein in den Rucksäcken. Von hier dauert die Wanderung noch gute 2 Stunden, hinter uns liegen nun 3 Stunden. Man wandert hier östlich um den Berg herum und ist dann 20 Minuten im Schatten, vor uns stehen rechts riesige Felsblöcke und links des Weges liegt eine einsame, schöne, stille Landschaft. Ein altes Schild macht uns auf Widder aufmerksam, habe aber noch nie einen gesehen. Der Treck führt jetzt geradeaus, man bleibt auf der gleichen Höhe. Danach abwärts, das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau rückt wieder ins Blickfeld, weiter durch felsiges Gelände an Bergblumen vorbei hinunter. Das ist Gift für Toni, er hat nun lange durchgehalten, ist langsam aber am Anschlag, stöhnt leise vor sich hin, das ist kein Zuckerschlecken! Wir können nichts für ihn tun ausser einbinden, ein harter Kerl ist er. Zwischen Felsen hindurch und am Berg klebend führt dieser Weg, weit vorne sieht man die Geleise und Häuser der Schynige Platte in der Sonne glitzern. In einem Rondelle nach rechts, danach bleibt der Pfad gerade und eben, noch etwa 40 Minuten bis zum Ziel, dies ist die schlimmste Zeit für Toni. Auch Iris ruft langsam aus, ihre Zeit sind 4 Stunden, da sind wir nun drüber. Wut und ein Gemotze schlägt mir entgegen, ich mache sie deshalb auf die schönen Blumen am Wegesrand aufmerksam. Sie will nichts davon wissen. "Der Weg ist das Ziel!", sage ich immer. Oli und ich sind an der Spitze, das Ziel kommt schnell näher, wir warten die ganze Gruppe ab. Um 15 50 h, nach 5 Stunden wandern, erreichen wir die Schynige Platte, an diesem extrem schönen Tag. Es ist geschafft, doch jetzt der Schock: 300 - 400 Wanderer, Rentner, Kinder, Hunde und Familien warten auf Züge, die alle 40 Minuten Verspätung haben, das darf nicht wahr sein. Wie ich höre, ist das eine Coop - Ausflugsaktion, na toll. Das Bier am Kiosk ist auch ausverkauft, wir stehen an, verpflegen uns und warten. Wieder einmal absitzen tut vor allem Toni gut, dann fahren nacheinander vier Züge im Bahnhof ein, es gibt einen Run. Wir wollen ja mit und schupsen keine alten Damen zur Seite. Alle sieben Groupies finden Platz, obwohl sich 10 Personen im Achterabteil befinden. Nun mit der nostalgischen Bahn in 50 Minuten hinunter nach Wilderswil, wir sind alle super gelaufen dieses Wochenende. Im steilen Gelände fährt die Bahn durch schroffes Gestein, später durch den Wald hinab, gleich alle vier Züge fahren mit einigem Abstand hintereinander her. In Wilderswil gibt es problemlos einen Anschluss nach Interlaken Ost, um 17 40 h fährt unser Zug ab. Trotz sehr vielen Leuten hat unsere Gruppe auch ohne Reservierung immer zusammen Platz. Bis Bern sitzen wir wiederum im Doppelstockzug, in Biel verlassen uns dann Kilian und Nadja. Der Rest erreicht den Bahnhof Laufen wie geplant um 20 17 h. Ein fantastisches, sehr schönes Wochenende im Berner Oberland mit kulinarischem Höhepunkt geht hier zu Ende, Freude herrscht!

 

Impressionen von der Lötschberg - Südrampe, 30. September / 1. Oktober 2000.

 

 

Wanderung von Visperterminen nach Visp.

 

10. Tourenausklang Alpengroupies

Schützenhaus Erschwil *

25. November 2000

Dabei sind diesmal: Véronique, Daniel und Manuela, Eric und Daniela mit Rahel, Stephan und Monika, Paul, Toni und Eveline, Kilian und Nadja, Dieter und Nadja, Jackie und Giusi, Elsi und Bruno, Alex und Kevin, Markus und Patrizia, Martin und Beatrice, Heidy und Leo, Oli und Madeleine, Toni und Lucie, Sandra und Stefan, Christoph und Grace, Claude Hautle, Stefan und Markus Brunner, Iris und ich. Musikalisch trudelt am späteren Abend Fips ein. Wir beginnen mit diesem Abend pünktlich um 19 00 h, 40 Personen sind heute hier, ein kleines Jubiläum. Ich eröffne den Abend mit der Begrüssung und orientiere über unsere Touren im vergangenen Jahr 2000. Die erste Tour war wie immer die Suurchrutt - Tour am 29. Januar 2000, zum 9. Mal durchgeführt. 25 Personen inkl. Hund Timo waren mit dabei, das ist die absolute Rekordbeteiligung. Wiederum mit viel Schnee und ohne Sonnenstrahlen haben wir die Tour und die Bernerplatte genossen, viele Schäden am Wald zeugten vom verheerenden Sturm "Lothar" am Stephanstag 1999. Beim Abstieg in der Schlussetappe gab es auf Glatteis noch einen kleineren Unfall, wobei sich eine Groupie - Frau, die hier nicht genannt wird, eine Wunde an der Augenbraue zuzog. Die 2. Tour: Klettern im Pelzli am 8. April 2000 mit 18 Personen. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir einige Kletterrouten, das 25 Meter abseilen und später das grillieren zusammen genossen. 3. Tour: Bungee - Jumping am Schilthorn, 1. Sektion der Bergbahn, am 13. Mai 2000. Nach 7 Jahren war es wieder soweit: 10 Groupies springen aus der Gondelbahn, aus 100 Meter und später 180 Meter in die Tiefe. Vier ganz Verrückte springen aus 180 Meter Höhe auf den Boden zu, dies ist der höchste Sprung weltweit aus einer Gondel. Fantastisch das Gefühl, auf die Erde runter zu stürzen. Oli hat ein Video davon gemacht, es war ein super Erlebnis, wir wollten feiern. Doch 15 Minuten nach dem letzten Groupie springt ein junger Amerikaner aus 100 Metern Höhe und schlägt vor uns voll auf dem Boden auf. Die meisten haben zugeschaut, wir sind alle wie gelähmt. Der Springer war sofort tot und wir alle extrem geschockt. Sofort zurück zur Basis und später nach Hause, diese Tragödie überschattet unseren tollen Tag und wird auf der ganzen Welt bekannt. Es ist der erste Todessprung nach 30`000 Jumps. Sie haben doch tatsächlich das lange Seil für den kleinen Sprung genommen, eine Verwechslung. Das versetzt "Adventure World" den Todesstoss, dieser Anbieter hat schon die Saxetbach - Tragödie ( Canyoning ) mit 21 Toten im Sommer 1999 verursacht. Die 4. Tour wird viel ungefährlicher: Trainingsmarsch vom Passwang nach Hägendorf am 18. Juni 2000. Bei brütender Hitze wandern 14 Groupies über die Jurahöhen zum Allerheiligenberg und durch die Teufelsschlucht nach Hägendorf in 6 ½ Stunden reiner Laufzeit. Ein grosses Bravo gilt hier den kleinen Häner`s aus Nunningen. 5. Tour: River - Rafting Lütschine / Berner Oberland am 22. Juli 2000 mit nur 2 Personen, dafür war das Wetter wieder auf der sonnigen Seite. Das Abenteuer führten wie immer die Freunde von ALPIN RAFT Interlaken durch. Danach trafen wir noch Groupie Daniel Erzer aus Erschwil, er arbeitet den Sommer über bei ALPIN RAFT. Beim Team von Heinz Loosli sind wir nun schon zum 7. Mal dabei. Später absolviere ich in der Gletscherschlucht Grindelwald noch kurz den "Canyon Jump", mein fünfter Sprung, es war einmalig. Die Privattour auf das Wetterhorn 3701 m. ü. M. absolvierte ich am 16. / 17. August 2000 mit meinem Bergführer Marco Bomio aus Grindelwald. Er führte mich von der Glecksteinhütte in 4,5 Stunden auf den Gipfel, es war wunderbar. Am Abend vorher hatten wir Besuch vom Steinbock und seinen Gämsen direkt vor der Hüttentüre. Die 6. Tour: Eiger - Trail / Schynige Platte ( Grindelwald Trekking - Tour ) am 23. / 24. September 2000. Ein fantastisches Wochenende erlebten 7 Groupies rund ums Gletscherdorf. Der Himmel ist stahlblau, es sind die letzten Tage des Sommers. Direkt unter der berühmten Eigernordwand wandern wir in 2 Stunden nach Alpiglen. Übernachtung im Hotel Tschuggen, am Abend im Kreuz und Post kulinarische Höhepunkte mit Wild und in der guten Stube ein Jodelchörli Live. Am Sonntag dann zur Bergstation Grindelwald First, wie schon vor 9 Jahren wandern wir über den Bachalpsee zum Faulhorn und weiter im Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau auf die Schynige Platte in 5 Stunden. Schreckhorn und Finsteraarhorn spiegeln sich im Wasser des Bachalpsees. Es war ein super Weekend, das man lange nicht vergessen wird. Die 7. Tour: Lötschberg - Südrampe / Visperterminen ( Wandern im Wallis ) am 30. September / 1. Oktober 2000. 22 Groupies haben sich für dieses Wochenende angemeldet. Leider spielt Petrus diesmal nicht mit, am Samstag regnet es dermassen stark, dass wir in einem Felsenkeller bei Raclette und Weisswein Schutz suchen müssen. Trotzdem ist die Tour interessant, als sich der Nebel verzieht. Das grosse Baltschiederviadukt, die Suonen, das Rhonetal. Die Wanderung endet bereits in Ausserberg nach 3 Stunden, wir sind völlig nass und treffen dort noch auf Ur - Groupie Franz Spaar, der hier im Dorf wohnt. Weiter ins Weindorf Visperterminen, später Abendessen im Hotel Gebidem, ein gemütlicher Abend folgt und später Ausgang ans Dorffest bis um 03 30 h. Am Sonntag dann eine Degustation im Terbiner Weinkeller, danach wandern wir durch Wiesen und Reben hinunter nach Visp. Die Sonne hat uns wieder, Paul filmte das ganze Weekend. Heute Abend zeigen wir diesen Film als Premiere. Die 8. Tour ist der heutige Tourenausklang 2000. Diese sieben Touren ergeben zusammen 98 Groupies, die mitmachten. Mit heute Abend ergibt das sogar 138 Personen, eine stolze Zahl, ein super Jahr ist wieder vorbei. Während des Abends kann man nun wieder die Fotoalben, Mitgliederlisten und Tourenberichte anschauen, jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Dieses Jahr sind es gleich 5 Becher, die vergeben werden, ich bitte die 5 Groupies nach vorne und gratuliere jedem einzelnen: Nadja Müller hat 16 Touren hinter sich gebracht, Daniela Hunziker 15 Touren, Toni Grolimund 16 Touren, Kilian Wehrli 17 Touren und Nadja Hunziker 16 Touren. Herzliche Gratulation und ein Applaus für die 5 Groupies. Paul und Martin holen um 19 45 h unser Abendessen im s`Zäni in Breitenbach. Dann präsentiere ich das diesjährige Geschenk, ein recht teures, aber die Club - Kasse vermag dies. Es sind weisse Mützen wie damals 1994 auf der Stierenberghütte, doch viel besseres Material und das Groupie - Sujet in 5 Farben vorne drauf, auf der linken Seite prangt die rote "Rolling Stones" - Zunge. Zusammen mit Kevin präsentiere und verteile ich die Mützen, sie kommen gut an und sind im Preis dieses Abends bereits nebst anderem inbegriffen. Christoph kauft noch 2 für die Kinder und Véronique eine für Yvan zum Preis von 23 Franken. Tina, dem Gottikind von Iris wird eine geschenkt sowie unserem Göttibuben Didier für Weihnachten. Danach bringe ich den Wettbewerb unter die Leute. Die Frage lautet: "Wie lange ist die gelbe Reepschnur im Glas in Zentimeter?" Und los geht`s, die Auflösung kommt in 2 Stunden. Um 20 10 h wird von einigen Helferinnen das Abendessen serviert, heute gibt es Riz Casimir mit Poulet - Geschnetzeltem und Früchten, dann wird es ruhig im Schützenhaus, es schmeckt sehr gut. Unsere günstigen Getränke vom Bologna laufen auch sehr gut, dieser Abend kostet 5 Franken mehr als im Programm steht, also Fr.44.-, dafür wird einiges geboten. Der Abwasch um 21 00 h ging schnell über die Bühne, eifrig wir die Reepschnur geschätzt und gerätselt. Paul filmt auch von diesem Abend einen Querschnitt. Gegen 21 30 h geht es los mit dem Video von Paul: Die Wandertour Lötschberg - Südrampe / Visperterminen vom 30. September / 1. Oktober 2000. Er hat jetzt seinen schönsten Film gemacht mit diversen Einblendungen und er kommt direkt ab Festplatte, vor dem Film danke ich Paul, er hatte mehr als 20 Stunden Arbeit für den Streifen. Weiterer Dank geht an die Firma STG Treuhand Basel für den super Beamer, den wir heute Abend zum ersten Mal benützen dürfen. Das Gerät kostet gegen Fr.15`000.- und diesen Deal hat Christoph Wehrli organisiert. Allen grossen Dank! Der Film dauert 30 Minuten, ist toll vertont und kommt sehr gut bei den Leuten an, Applaus für Paul und Christoph, wir hatten ein sehr scharfes 2 x 2 Meter grosses Bild. Fips ist auch kurz vor Filmbeginn reingeschneit, es ist nun 22 00 h geworden.

 

Interessant sind sie immer, die vielen Fotoalben und Listen von Gago.

Die Zinnbecher - Ehrung 2000 für 5 Groupies.

Elsi hat vor kurzem in den Ferien in Kenia einen Schnitzelbank zu Papier gebracht, den sie uns nun vorliest. Es war viel Arbeit und die Südrampe - Tour wird bis ins kleinste Detail beschrieben, viele Kleinigkeiten kommen während des Lesens zum Vorschein, es wird gelacht, vor allem die, die dabei waren. Danke, Elsi, das war wirklich super und kurzweilig. Hier also der Schnitzelbangg von Elsa Schmidlin:

Uf däm Usflug is Wallis isch so vill passiert, drum will i e chli verzellä, wenn's ech interessiert.
S`Heidy isch cho mit ärä schwerä Täschä, mir hei dänkt, do si sicher drinnä ä paar Fläschä.
O für ä Paul öppis zässä, denn är het jo alls vergässä.
48i isch dr Paul a däm Tag, drum het`s Heidy o dr Schampannier parat.

O dr Dani und s`Manuela si cho mit em Wagä ummä Eggä, denn gli hei si s`Melissa müessä weggä.
Hingä Dälschberg trinkä dr Markus und dr Toni scho diä erschti Fläschä leer,
Heio, denn isch dr Rucksack nimmä schwer.
Plötzli seit dr Schorsch, was lit ufem Sitz für nä Ding, he säg i , das isch jo mi Fingerring.
Bis Goppäschtei ischs witer gangä, denn siemer do blibä hangä.

Dr Regionalzug het ä Pannä und isch nit cho, denn hei mer uffä Schnällzug müessä go.
Z`Hohtenn het är äxtra gwartä und vo dört us heimer dennä wellä schtartä.
Aber i dr Beiz si d`Waadtländer gsi, hei o scho probiert dr Walliser Wy.
O Kaffi mit Kanonä heimer probiert, d`Frau Wirti isch gli im Schtress, sìsch nit plagiert.

Diä Täschä het gmeint, mir sellä dr Wagä dussä lo mit em Ching, aber äs isch doch no gangä ä bösä Wing.
Bim zahlä het si no gmeint, nämet jo diä Kanonä mit hei, diä choschtet süscht ono 2 Schtei.
Ändlig goht diä Wanderig los, grägnet het`s, s isch gar nit famos.
O Schtei und Schutt si obä abä cho, i ha Angscht gha und ha gmeint, i müess s`Läbä lo.

Elsi mit ihrem super Schnitzelbangg, gedichtet am Strand von Kenia............

Nach em Znünihalt im schtrömendä Rägä, chunnt scho wider ä Beiz, isch das ä Sägä.
Dr Wirt schickt is i Felsächäller, är meint, dört gech`s ä chli schnäller.
O im Paul si Kamera setti trockä wärdä, es isch hüt gruusig i dä Bärgä.
Ungeduldig ha ni gseit, he gömmer ändlich witer, si hei noni leer gha öppä 8 Liter.

Dr Groli Toni het denn alles zahlt, är het halt früsch ghürotä, lueget wiener schtrahlt.
Vor Freud hei mer denn alli afo lachä, denn dr Wirt het afo Raclett machä.
Alli hei gässä 1 - 2 Portzionä, s`Véroniq meint denn, dr Yvan set ä Fründin ha, potzmillionä.
Dr Wirt het nämlich gmeint, dr Yvan sig irä Fründ, henei, heimer gseit, das isch im Véroniq sis Chind.

So het är gmeint, mi Serviertochter hätti o gärn ä Ma, dä Bursch weri denn no zha.
Das Mädi het ihm dennä gwunggä mit em Chellä, aber dr Yvan het nümmä glacht und het nit wellä.
Ändlich simmer witer gangä, d`Wirti het im Zug halt wellä verlangä.
Wägä 7 Personä macht är halt kei Halt, dr Paul het gseit, dä machi chalt.

I schteck em grad ä Mässer i Ranzä, und mach en platt wiä nä Wanzä.
Alli hei müessä z`Fuäss witer go, äs rägnet i Schtrömä immer no.
S`Lüssi und dr Toni z`letscht hingä no, s`Èvelin het o no ä falschä Wäg gno.
Z`Usserbärg si mir wider alli bi nang, s`isch gli Nacht, s`goht nümmä lang.

Im Reschtorant Bahnhof hei mer wellä wächslä Kleider, aber o diä im Rucksack si nass gsi, leider.
D`Frau Wirti gheit ä paar Pulli i Tömbler ohni Problem, s`Patrizia isch so froh gsi und seit, isch das schön.
Mir hei denn s`Billett glöst bis uf Brig, hei aber vorhär müessä usschtigä, denn Brig weri z`witt.
Dr Reiseleiter het halt ächli verseit, will är halt chli z`vill Wy mit treit.

Z`Laldä si mir denn ufs Poschtauto gangä, überall het`s Näbel gha umä hangä.
Ändlich simer acho z`Vischperterminä, alli heimer chalt gha und si froh gsi für inä.
Im Hotel heimer denn alli duscht, o bim Nadja und Kilian het`s nummä so gruscht.
Zämä hei diä zwoi ä Bad gno, aber leider isch nummä no chalts Wasser usächo.

Ufgwermt hei si sich bi mänä Fondü für zwoi, si sägä, äs sig fascht so guet wiä dähäi.
Alli heimer Problem gha mit trochnä Chleider, o mini Hosä si nass gsi, leider.
I bi zum Iris go chlönä, si het mir sä denn müessä föhnä.
Im Gang ussä het o d`Véroniq ihri Blusä gföhnt, Ungerhosä het si vom Heidy verdlehnt.

S`Lüssi het ä Modeschau abglo, ums Fudi het si ä Frotteetuäch gno.
Gässä hei deil Filet vom Rössli, und derzuä no ä feins Sössli.
O dr Leo het si Plättli übercho, äs schmeggt em guät und seit: "Sebo Sebo!"
Nach em Znacht hei deil noni gnuä drunggä, si no ungä inä i d`Schpelunkä.

Dr Paul hei si ono dra brocht für einä z`zahlä, jo, seit er, zur Feier des Tages und i Gott`s Namä.
Immer no sisi noni müäd, aber das isch dr bescht, gösi no as Musigfescht.
Du blibsch do, seit s`Iris zum Schorsch inärä Wuät, seit är, i gang sicher as Fescht, bi noni müäd.
Ä super Kapällä het dört Musig gmacht, dr Pauli schlot dr Takt, dass dr Tisch fascht chracht.

Öppä 500 Lüt si dört, d`Hallä isch bumsvoll, alli singä, i bi dr Anton aus Tirol.
Hei cho sisi denn öppä am drü, alli hei ganz weichi Chnü.
Nummä 4 Schtung hei si sich chönnä schtreckä, und dr Paul het mä am Morgä müessä weckä.
Alli Chnochä diän em gräusli weh, i ha gseit, hätsch weniger gsoffä oder meh.

Aber diä Waadtländer, wo si diä denn anä gangä, bim Platzkonzärt si si wieder blibä hangä.
Dr Wiss schtoht o scho wieder parat, und s`Lüssi trifft dört ä Schuelkamerad.
Bim Wiibuur heimer scho wieder Wii deguschtiert, und scho het dr Schorsch im "Heida" reserviert.
Hei mir denn nit chönnä afo laufä z`derab, diä Suffärei macht jo am Morgä scho schlapp.

Wo drno dr Himmel het afo ufhellä, het dr Toni no afo ä Plättli bschtellä.
Ändlich het no jedes im Hotel gholt si Rucksagg, i wett jo nit immer furt mit somänä Pagg.
Witter ischs gangä Vischp zuä, binärä Kapällä mach emer Halt und hei gmeint, mir heigä Ruäh.
Ufgreggt het dr Schorsch uf sim Händy ummädruggt, är het d`Fahnä vergässä und wird fascht verruggt.

Guät isch dr Dani no z`Vischperterminä, är segglet durs Dorf nomol is Hotel inä.
Hingerem Vorhang isch si gschtangä im Zimmer, s`nöchschtmol, Schorsch, lo sä dähei, vergischsä nit immer.
Dr chürzischt Wäg heimer gno z`derab, s`Lüssi z`letscht, Zit wird knapp.
S`Véroniq seit inärä Wuät, dir rennet nur, luäget nit ämol a diä schöni Natur.

Z`Vischp acho simmer mit müädä Bei, i däng, o wer emer liäber scho dähei.
Durä Lötschbärg via Bärn, öppis no usem Ruggsagg, das hei alli gärn.
O, i ha vo dähei no nä Calamä, hei jo, diä willi nimmä mit hei nä.
Umschtigä z`Bärn ufs angärä Perro, denn das het ganz weidli müässä go.

Dr Schorsch het no Bier gholt inärä Täschä, aber am Kiosk git`s nummä Büchsä und keini Fläschä.
Ä Gschrei uf em Perro, s`Iris isch us allnä Fuägä,
mi Buchtäschli isch wäg, Schorsch, gang weidli go luägä.
Visa - Chartä, Billett und s`Natel isch drinnä, Gago, segglä schnäll i angärä Zug inä.
Hopplä, goht`s ufs angärä Gleis, dr Zug isch dänk scho ab, wär weiss.

Dr Konduktör isch scho ufem Perro mit em Täschli, i wett, s`Iris het beschtimmt no drin ä Wysswifläschli.
Im Schorsch si Chopf hämmeret, är het langsam gnuä, chunnt zrugg cho rennä i sinä rotä Schuäh.
Witter isch es denn Laufä zuä gangä, denn het s`gröschtä Problem erscht rächt a gfangä.
S`Daniela segglet im Zug hingärä und fürä gschwing, go Pämpers suächä für im Manuela sis Ching.

Alli Frauä mit Ching het si nach Winglä gfroggt, dr Dani isch o langsam gschoggt.
Är seit zum Manuela, legg em doch ä Paar a vo mir, denn diä si ä chli chlinner als diä vo dir.
D`Winglä gö halt ämol z`Änd wiä eusä Usflug, drum schtigä mir alli z`Laufä us em Zug.
Hei simmer alli guät cho, drum hoffä mer, dass mir ä angers Mol wieder chönnä cho!

Dann gibt es noch einen tollen Film von der Südrampe von Paul........

...........und nach Jahren wieder einen Auftritt vom HD Läppli alias Dieter Lang.

Herzlichen Dank an Elsi für diesen wunderbaren Querschnitt durch diese Groupie - Tour! Super! Um 22 30 h werde ich langsam nervös, denn bald steht ein Soldat an der Türe. Wie schon am Jubiläumsfest 10 Jahre ALPENGROUPIES 1996 tritt nun Dieter Lang alias HD Läppli aus Breitenbach zur Tür hinein und beginnt sein Programm, etwa 20 Minuten lang. Dieter ist wie immer sagenhaft gut drauf und löst wie bereits vor 4 Jahren viel Gelächter aus. Die Lokomotive, die hat er nun abgeführt. Die Stimmung steigt weiter, Diedi ist in dieser Rolle einfach perfekt, das Gewehr, die Uniform, sein Schnauz, die Mimik, seine Sprache, er ist der Hammer. Vielen Dank. Nach der Show gibt`s einen grossen Applaus für Diedi. Danach geniesst er den Abend noch eine ganze Weile bei uns, gegen 23 00 h kommen wir zur Auflösung des Reepschnur - Wettbewerbes: Sie misst genau 227 cm. und ein Raunen geht durch die Menge. Martin hat die Auswertung in der Zwischenzeit beendet. Auf dem 3. Platz steht Stephan Purtschert und bekommt ein Groupieschnäpsli, im zweiten Rang steht Véro Steffen, sie erhält einen Los Monteros 1997 und im ersten Rang ist Kilian Wehrli, er bekommt als Preis einen Schraubkarabiner. Herzliche Gratulation den 3 Gewinnern und Applaus. Nun gibt es am Buffet Kaffee und Kuchen, Elsi brachte vier fantastische Schwarzwäldertorten an den Tourenausklang, besten Dank! Jetzt wird das Jahresprogramm für das Jahr 2001 verteilt, weiter nun im Programm mit dem Duo "Pink Fröyd" Live, zum 10. Mal am 10. Ausklang. Wir spielen 7 Songs plus 2 Zugaben in 30 Minuten, es herrscht gute Stimmung, Paul filmt. Zum Schluss noch "Tschäggeti Chüeh" und "Alperose". Danke, Fips! Dann bitte ich die 5 Zinnbecher - Empfänger zu mir, wir weihen die Becher nun ein mit dem Zinnkrug wie jedes Jahr, den das O. K. zum 10jährigen Jubiläum 1996 bekommen hat. Da sind jetzt schnell mal 2 - 3 Weisse weg. Danach wird die nächste "Suurchrutt - Tour" verteilt, im Jahr 2001 feiern wir bereits 15 Jahre ALPENGROUPIES, sowie der 10. Marsch hinauf zur Rothlachen. Wir wollen dann der Familie Spahni eine gemalte Magnumflasche schenken, wo die 10. Suurchrutt - Tour und Sauerkraut draufsteht. In zwei Monaten, am 27. Januar, ist es dann wieder soweit. Fips und Dieter Lang erhalten von uns noch je eine Groupie - Mütze. Um Mitternacht stimme ich ein "Happy Birthday" für Markus an, er feiert nun seinen 36. Geburtstag. Alle singen mit, er bekommt eine Flasche "Chateauneuf - du - Pape". Alle Unterschriften sind im Tourenbuch schon verewigt, immer wieder werden in den Alben Fotos angeschaut, der Kuchen und die Getränke laufen sehr gut. Der offizielle Teil des Abends ist nun vorbei, weiterhin gemütliches Beisammensein. Die ersten sind später am aufbrechen, die Freinacht dauert noch bis 03 00 h. Es herrscht eine gediegene Stimmung, das farbige Licht von Kilian macht auch viel aus. Er schenkt mir später 2 Spotlampen, Kabel und die Discokugel. Nun ein wenig Musik über die Bose - Boxen, noch etwas lauter und schon ist eine Disco im Gange wie früher in den besten Zeiten. Ich spiele Santana, Stones, Gölä, National, Tina Turner, Hanery Amman und Anastasia, man schwingt beschwingt das Tanzbein, Dieter Lang ist nicht mehr zu halten. Wir haben zum Abschluss eine super Stimmung, sind um 02 00 h noch 25 Leute. Später packt jeder mit an und in kürzester Zeit sind Pickel, Bilder, Schuhe, Seile, Alben, Harrassen, Kabel und Geräte zusammen getragen und verräumt. Viele nehmen schon mal Material ins Dorf mit, um 03 00 h besteht der harte Kern noch aus 12 Leuten: Kilian, Nadja, Oli und Madeleine, Eveline und Toni, Bea und Martin, Paul, Véro, Iris und ich. Zum Schluss dann noch ein Gruppenbild und um 04 30 h läuft das Fest seinem Ende entgegen, schön war`s!


Schneeschuh - Tour im Langis / Obwalden

Die 100ste Tour! 10. März 2001 *

Es ist soweit, heute läuft die 100ste Alpengroupie - Tour! Da sind wir auch etwas stolz darauf und das 15. Jahr ist voll am laufen. 8 Groupies sind an dieser Jubiläumstour mit dabei: Eric, Daniela, Kilian und Nadja, Stephan und Sandra, Iris und ich. Das Schneeschuhlaufen ist für uns etwas ganz Neues, man ist gespannt, wie es sich so läuft. Das Wetter ist ein Mix aus Sonne, Regen und Schnee, wir verlassen Laufen um 07 18 h mit dem IR und treffen in Basel Kilian und Nadja, es regnet. Im Zug zwischen Basel und Luzern spendieren Iris und ich die

Schneeschuhwandern im Langis, die 100ste Alpengroupie - Tour.

angekündigte Überraschung zur 100sten Tour: 2 Flaschen Souriex 1999 von M. Demierre mit Spezialetiketten "Schneeschuhtour Langis / Obwalden, 100. Tour, 10.03.2001.,15 Jahre Alpengroupies", verziert mit dem Dorfwappen von Sarnen. Dazu Käse, Rebib und Tete de Moine mit Brot, es wird dankend angenommen. Weiter nach Luzern und mit der Brünigbahn nach Sarnen. 3 1/2 Jahre waren wir nicht mehr in Obwalden, seit wir im September 1997 unseren Wohnwagen in Sand / Kerns OW verkauft haben. Es war eine sehr schöne Zeit, diese sieben Jahre. Am Bahnhof Sarnen regnet es immer noch, es ist 09 45 h, wir hoffen alle auf besseres Wetter. Vor uns steht ein Bus mit der Aufschrift Langis Langlaufparadies, der Fahrer grinst und kommt auf uns zu. Er heisst Fredy Glanzmann und ist unser heutiger Führer, nun ab in den Bus und hinauf ins Langis auf 1500 m. ü. M. Hier steht das Höhenhaus Langis mit Langlaufschule und vielem mehr. Via Fredy`s Buchung und Prospekten erfahren wir, dass wir heute einen Olympia - Medaillen - Gewinner als Führer haben. Fredy Glanzmann war in der Nordischen Kombination Mitglied in der Silber- Medaillen - Mannschaft an den Olympischen Spielen 1988 in Calgary. Das ist der Hammer, er ist ein sehr netter, einfacher Mann, im Sportgeschäft lernen wir seine Frau Irène kennen. Bei Fredy arbeitete vor Jahren unser Guide Heinz Loosli von Alpin Raft, Interlaken als Skimechaniker, was für ein Zufall. Ich erzähle ihm von Heinz und unseren Touren mit ihm, auch von den Alpengroupies. Gegen 11 00 h erklärt er uns die Schneeschuhe, draussen regnet es noch etwas, aber wir starten nun. Die ersten Schritte auf Schneeschuhen, es ist toll, läuft sich gut, ist mal ganz was anderes. Schneefall mischt sich in den Regen, wir sind gut geschützt. Nun aufwärts durch verschneite Tannenwälder, es geht recht gut, die Videokamera von meinem Vater Leo ist auch mit dabei, die 100ste Tour müssen wir doch festhalten. Unsere Gruppe steigt leicht auf, schon öffnen sich die Wolken, blaue Löcher zeigen sich am Himmel, dann drückt die Sonne durch. Das Herz frohlockt, wir sind happy, es wird immer wärmer, der Schnee leuchtet. Mal wieder aufwärts, geradeaus und wieder abwärts, bei einem Gittermast erklärt uns Fredy die Landschaft. Wir blicken gegen Norden, links der Glaubenbergpass, der Brünig, die Alp Älggi, der geographische Mittelpunkt der Schweiz ( Groupie - Tour 1991 ), weiter das Skigebiet Melchsee - Frutt, das Stanserhorn, der Pilatus. Jetzt steil einen Schneehang runter, viel Spass, Stürze und Gelächter, alles ab jetzt in eitlem Sonnenschein. Man tourt über einen Bach, wir wollen Moorhühner jagen, die meisten Stürze gelingen Stephan und Daniela, auch Iris liegt ein paar Mal flach. Das Moorhuhn wird heute zum Tier des Tages, es wird flacher, Fredy lacht lautstark bei jedem Spruch von uns. Nach 2 Stunden schönstem Schneeschuhwandern erreichen wir das Bergrestaurant Schwendi - Kaltbad inmitten eines grossen Moorgebietes, daneben steht eine Kapelle. Wir hängen die Schneeschuhe und die Stöcke in der Sonne auf, es ging super, trotz etwas Sulzschnee. Nun haben wir alle mächtig Hunger, in der rustikalen Berghütte brennt ein Feuer im Cheminée, an der Wand hängt ein riesiges Elchgeweih. Wir nehmen Platz, über unserem Tisch hängt die Groupie - Fahne. Bald kommen zwei Caquelons gefüllt mit bestem Fondue, dazu Brot, Fendant und Kirsch. Der Wirt hier schenkt nach wie in einem 4 - Stern - Hotel, wir lassen es uns gut gehen, Fredy sitzt oben am Tisch. Er ist im Sommer auch ein begeisterter Skater, meint er. Als die 2 Pfannen leer sind, wird zur Hälfte jeweils nochmal aufgefüllt, wir sind am Anschlag. Fredy sagt, das sei hier normal. Sandra gibt einen Kommentar zur Tour ab. Nach 90 Minuten packen wir zusammen und geben dem Wirt auf dem Teller ein schönes Trinkgeld. Besten Dank, wir kommen sicher wieder einmal hierher. Vielleicht zur Tour "Wildschwein" oder der "Nachttour" oder zum Mondscheinlaufen oder auch zum Iglu bauen, das wird hier auch angeboten. Unsere Tour heute heisst "Schneehase". Kaum draussen vor der Hütte, regnet es kurz wieder, doch bald nehmen wir den nächsten Aufstieg in der Sonne in Angriff. Wir queren Bäche und brechen manchmal ein, auch unser Führer, am grossen Hang stöhnen einige, die definitiv zu viel gegessen haben. In Kehren hoch, auf Wunsch unserer Frauen hängen wir nun nur noch eine Stunde dran, Fredy lacht. Stephan verdreht die Augen, Iris, Kilian und Nadja stürzen dann und wann, es folgen weitere Rutschpartien, ich hatte heute Morgen auch meinen Sturz, zusammen mit der Videokamera. Jetzt wieder in den Wald hinein, ein auf und ab, um Baumgruppen herum, das Wetter hält sich gut. Als wir offenes Gelände erreichen, liegt unter uns schon das Berghaus Langis, bald sind wir da, die Stunde ist vorbei, die herrliche Schneeschuhtour zu Ende. Es war super, wir hatten alle grossen Spass. Die Fahne steckte in letzter Zeit hoch in meinem Rucksack, nun die Schneeschuhe ausziehen und Material einsammeln. Ein riesiger Hund trottet auf uns zu, später im Laden fachsimpeln wir mit Irène und Fredy. Unser Führer öffnet nun eine Flasche Champagner, sie ist spendiert von den beiden und wir stossen an auf die 100ste Groupie - Tour, filmen noch ein paar Szenen. Danach bezahlen wir das Schneeabenteuer und danken nochmals. Fredy übergibt mir eine Autogrammkarte von

Und schon drückt die Sonne durch.

Ein tolles Fondue mit einem Olympiasieger von Calgary 1988, Fredy Glanzmann.

Calgary 1988 und einen Kleber seines Geschäftes. Dann ab in den Bus, Fredy hat um 18 00 h nochmals eine Tour, er fährt uns ins Tal nach Sarnen zurück. Auf ein anderes Mal, Danke. Ich werde ihm später ein paar Fotos mailen von der Tour. Wir sind früh in der Zeit, es reicht für ein Bier im Wipi`s Pub in Sarnen, eine Stunde früher nehmen wir den Zug. Eric holt ein paar Bierchen aus dem Rucksack, Daniela übernimmt das Zepter und lässt über unsere ersten, kleinen Zinnbecher abstimmen, die beiden von Iris und mir. Es sei an der Zeit, dass das O.K. ALPENGROUPIES nach 15 Jahren und zur 100sten Tour, neue, gleich grosse Zinnbecher wie alle anderen erhalten soll. Es wird mit grossem Mehr angenommen, wir werden im Laufe des Sommers 2 Stück machen lassen. Um 19 40 h treffen wir schon in Laufen ein, es war wirklich super und wir haben die Tour gebührend gefeiert.


Geologische Wanderung Bärschwil SO

Auffahrt, 24. Mai 2001 *

Versteinerungen und wandern im Schwarzbubenland.

Dabei sind: Eric, Daniela, Rahel, Robin, Stephan und Monika mit Diana und David, Markus und Patrizia mit Dominik, Tina und Michel, Jackie, Pascal und Giusi mit dem Auto ( Giusi verletzt ), ihr Hund Timo, seit Jahren wieder einmal Marianne Burkhalter mit Raphael und Joel Lukas, Tommy und Maya Harder mit Hund Zora, Toni und ich. Wir sind 23 Personen, doppelt so viele wie an der letzten "Suurchrutt - Tour". Leider fehlt Iris, sie hat sich gestern Abend im Garten den Fuss verstaucht und humpelt!!! Das ist Pech, sie hat sich auf diese Tour sehr gefreut. Um 09 30 h treffen wir uns alle am Bahnhof Laufen. Der Wettergott meint es schon die ganze Ferienwoche gut mit uns, heute wird es 24 Grad warm. Nun mit dem Postauto über Wahlen - Grindel nach Bärschwil und weiter zum Hölzlirank. Nach einer Begrüssung verteile ich Prospekte vom Geologischen Wanderweg Bärschwil. An der ersten Infotafel hat es noch mehr davon, wir diskutieren über die Gebirgsfaltung und das Jurameer. Diese Wanderung ist eine Zeitreise über 200 Millionen Jahre durch Wüsten, Korallenmeere, Urwälder und Eiszeiten. An 15 Stationen werden auf farbig gestalteten Informationstafeln eine Übersicht über die verschiedenen Gesteine, die Faltung des Juras, die Entwicklung der Landschaft, den Gipsabbau, die Glasherstellung, die Wasserversorgung von Bärschwil sowie das Wirken des Geologen Amanz Gressly gegeben. Die Tour dauert etwa 3,5 Stunden, dazwischen werden wir Versteinerungen suchen und am Mittag grillieren. Wir starten in den kühlen Wald, 400 Höhenmeter liegen vor uns. Man hat auch viel Zeit, miteinander zu quatschen, vor allem ist es schön, dass Marianne und die Jungs wieder einmal dabei sind. Bald erreichen wir den Waldausgang bei der Waldhütte, es wird nun recht üppig. Auf dem Mergelweg hinauf zum Hof Wasserberg, 1 Stunde ist vergangen. Es wird immer heisser, riesige Cumulus - Wolken türmen sich auf, ein Gewitter wurde für heute gemeldet. Im Fahrzeugunterstand, einer riesigen Halle neben dem Hof Wasserberg, können wir, wie uns Elsi schon sagte, Getränke aus dem Kühlschrank beziehen, eine tolle Sache. Wir sind durstig und machen regen Gebrauch davon. Unterwegs hat Stephan eine erste Versteinerung gefunden, die Suche bei den Kindern geht sofort los. Giusi ist mit seinem Mercedes eingetroffen und hat ein paar Rucksäcke mitgenommen, nun weiter aufwärts, zum Steinbruch ist es nicht mehr weit. Rechts oben steht der Hof Misteli, wir wandern zum Hof Vögeli, wo meine Schwiegermama Elsi aufwuchs, ihr Bruder Ernst wohnt hier auf dem Hof. Etwas weiter vorne kommt der Steinbruch, die Vorhut ist schon zu weit gewandert, wir sammeln uns. Kurzer Aufstieg in den Steinbruch, man trifft sich bei einer Feuerstelle, es wird Holz gesucht und angefeuert. Es ist nach 12 00 h. Das Feuer lodert und die Kids suchen wie verrückt nach den Muscheln und finden viele verschiedene Arten. Vor Jahren war ich mit Iris hier oben, wir fanden viele Muscheln und mussten sie mit dem Auto abholen. Raphael und Joel fanden auf dem Weg schon welche und freuen sich sehr, bald schon können alle am Feuer grillieren. Hier kann ich die nächsten Groupie - Programme verteilen vom Canyoning Massaschlucht und der Rhonegletscher - Tour. Eine bedrohlich schwarze Wolke hängt über dem Steinbruch, es sieht nicht allzu gut aus. Wir bilden nach dem Essen mehrere Gruppen, um die Versteinerungen zu suchen: Raphael und Joel Lukas, Tina, Michel und Dominik, Rahel und Robin, Diana und David. Stolz zeigen sie ihren Eltern die neusten Funde. Alle schreiben noch ein Autogramm ins Tourenbuch, gegen 14 00 h räumen wir langsam zusammen, es wurden sehr viele Muscheln gefunden. Mit allen Kindern mache ich je ein Foto mit der heutigen versteinerten Ausbeute, Papi wird`s im Rucksack tragen. Als dann alle zum Abmarsch bereit sind, spüren wir plötzlich ein paar Regentropfen und schon prasselt der Gewitterregen stark und heftig auf uns nieder. Alle rennen zum Weg hinunter, ziehen Bergjacke oder Regenschutz an und stehen unter die Bäume. Es schüttet heftig, der Himmel wird dunkel, wir verschieben uns 300 Meter zum Hof Vögeli rüber und stehen unter das Stalldach. Ein ganz Schlauer hat auch einen Schirm dabei, sechs Mal donnert es heftig und Blitze zucken, dann ist das Gewitter vorbei. Am Vögeli vorbei wandert die Gruppe in 30 Minuten zum Ober Fringeli hoch, der Steinbruch war toll und die fünfte Station der Tour. Nass und dreckig erreichen wir das Ober Fringeli, ich war lange nicht mehr hier. Es ist bald 15 30 h, wir möchten ein späteres Postauto für den Heimweg nehmen und stimmen ab. Markus und Patrizia wollen heute noch an ein Grillfest, doch Giusi wird sie dann runter fahren, damit es reicht. Giusi und Pascal sind schon auf dem Fringeli eingetroffen, mussten noch über Bärschwil und den Hof Hasel rauf fahren. Somit haben alle genügend Zeit, im Restaurant etwas zu trinken und uns zu trocknen. Nach einer gemütlichen Zeit verabschieden sich Markus und Co. vom Rest und fahren mit Giusi nach Laufen. Etwas später starten auch wir ins Tal und haben noch den Schlussabstieg vor uns. Bald kommt die nächste Infotafel, danach das Wasserreservoir von Bärschwil, auch die Sonne hat uns wieder. Raphael und Joel haben mir unterwegs viel zu erzählen von früher. Nach 45 Minuten mitten durchs Dorf, an der Kirche vorbei und in den nächsten Wald, auf diesen letzten Abschnitt freue ich mich besonders. Ein schöner Waldweg, kleine Bäche, Moos und üppiges Grün verzaubern im Mai den Wald. Dann erreichen wir die alte Brücke und das wiederhergestellte Trassee der früheren Gipsbahn mit ein paar Geleisen. Die Anlage wurde durch den Zivilschutz vor der Verrottung gerettet. Auf der Tafel vor der Brücke sehen wir ein Foto der Bahn mit Waggons, die zur Station Bärschwil ( Firma Carlo Bernasconi AG, Bärschwil ) führte. Hier in der Nähe, bei der "Stritteren", befinden sich auch die alten, restaurierten Kalköfen, die in diesen Tagen für das Publikum eröffnet werden sollen. Bald schon weicht man auf die Strasse aus, die Tour dauert noch 25 Minuten. Nach ein paar Kurven kommen schon die Gebäude der Carlo Bernasconi AG, der Gipsfabrik, in Sicht, es reicht uns gerade noch. Als alle restlichen 17 Groupies die Birsbrücke am Bahnhof überqueren, fährt schon das Postauto von Liesberg her zur Haltestelle, hier steht die letzte Tafel der Wanderung an der Birs. Es reichte auf die Minute, kurze Fahrt nach Laufen, wo wir uns verabschieden. Marianne und ihre Kids sind mit dem Auto hier und treffen am Abend Ändel, schöne Grüsse an den Ur - Groupie. Es war eine gute Gruppe und ein schöner Tag, trotz Gewitter, meine Ferien gehen nun sommerlich weiter. Toni fährt Familie Purtschert und mich nach Erschwil, mal sehen, wie es Iris geht.

Übrigens: Gestern Mittwoch, den 23. Mai 2001, stand Bergführerin Eveline Binsack aus Beatenberg als erste Schweizerin auf dem Dach der Welt, dem Gipfel des Mount Everest ( 8850 M. ü. M. ) Sie brillierte schon extrem in der SF DRS - Sendung "EIGER LIVE" im Jahr 1999.

Die Kids zeigen stolz ihre Ausbeute.

Geologische Wanderung Bärschwil 2001.

 

 


Canyoning Massaschlucht! Ganze Durchquerung mit Bergführer, 2. Teil

16. Juni 2001 *

Dabei sind: Eric, Christoph, Stephan Brunner, sein Sohn Markus Brunner, erstmals Dorothea Bauhofer aus Kaiseraugst, Marcel Angehrn aus Ettingen und ich. Es ist soweit, nach 6 Jahren führen wir wieder ein Canyoning durch. Die Leitung übernimmt heute das Bergführerzentrum Aletsch in Fiesch, Yvan Volken. Christoph holt uns ab, um 05 11 h fährt der erste Zug ab Laufen, in Basel treffen wir Stephan, Markus, Doro und Marcel. Ich verspreche mir viel vom heutigen Tag, um 06 17 h fährt unser Zug in Basel ab, es ist ein Cisalpino. Die Fahrt geht über Olten - Bern - Lötschberg nach Brig, das wir um 08 52 h schon erreichen. Weisse Wolken und blaue Löcher prägen den Himmel, das Wetter ist etwas besser als gemeldet. Vor dem Bahnhof Brig fährt der Bus vom Bergsteigerzentrum Aletsch um 09 15 h vor, der Fahrer erwartet uns, er heisst Hansi und ist im Moment Bergführer - Aspirant. Bald fahren wir zu acht steil hoch Richtung Belalp - Blatten und erreichen die riesige Staumauer "Gebidum", der See ist ziemlich gross und wird vom Gletscherwasser des Aletsch gespiesen. In den Sommermonaten wird Wasser abgelassen und dann ist es lebensgefährlich, die Schlucht zu betreten. Hansi hat sich heute Morgen noch bei den Massa Kraftwerken AG erkundigt, so wie auch ich 1995 während unserer Wanderung im oberen Teil der Schlucht. Er parkiert den Bus auf einer Wiese, die Brücke davor verspricht einen imposanten Tiefblick. Dann ziehen wir uns um, jeder fasst seinen Neopren - Anzug, Helm, Gschtältli und Gummischuhe. Drei Wegwerf - Unterwasserkameras von Kodak sind heute mit dabei, von Doro, Christoph und mir. Hansi erklärt uns die Tour, nun beginnt das Abenteuer, wir zotteln los um 10 00 h, ein kurzes Stück auf dem Weg, dann steil in den Tannenwald hinein bis runter zum Flussbett. In einem Spezialplastiksack transportieren wir Getränke, Esswaren und - Zigaretten. Nun hinein ins Gletscherwasser, das vom Regen noch sehr trüb ist. Bald kommt der erste "Taucher" an einer tiefen Stelle, man muss sich ans Wasser gewöhnen. Ich schätze, die Temperatur beträgt etwa 5 Grad Celsius. Dann hoch auf einen Felsen, der erste Sprung in eine tiefe Stelle, ca.3 Meter, Hansi macht es vor, es ist saukalt. Weiter durch riesige Findlinge, die Zeichnungen der Natur und des Wassers im Gestein und die Farbenpracht sind genial. Noch ist es trocken, die Schlucht biegt sich in eine Linkskurve, dann erreichen wir die grossen, blauen Blöcke, die im Bett herum liegen, man trifft sie nur hier an. Erinnerungen werden wach an dieser Stelle, fantastisch. Hoch über uns liegt der Höhenweg auf der linken Seite, ein Bächlein fliesst durch den Wald, vor 6 Jahren stillten wir hier unseren Durst. Weiter unten wandert eine andere Canyoning - Gruppe, dann treffen wir auf 10 Kinder, die hier "trocken" wandern. Ich frage, ob es ihnen gefällt, sie sind restlos begeistert. Jetzt links durch ein kleines Wäldchen auf riesige Blöcke zu, der "Wunderstein", die Kugel von 1995, den Iris so gern hätte, ist nirgends mehr zu finden. Bald treffen wir auf den ersten Abseilhaken, an dieser Stelle kehrten wir damals um. Um die Blöcke herum, in kleine Höhlen hinein bis zu einem Seil, das nicht sehr vertrauenswürdig aussieht. Es beginnt langsam zu regnen, doch das berührt uns recht wenig.

 

Das Team von der Massa - Schlucht macht sich bereit.

Nun kommt die erste Abseilstelle, Hansi lässt einen nach dem anderen hinunter, die Höhe beträgt 10 Meter. Darüber befindet sich ein kleiner Klettersteig, ein paar Seile hängen in der Luft. Hier liegen herrlich geschliffene Felsen und Steine, rechts davon am Wasser sehen wir schöne Gletschermühlen. Ein fest montiertes Seil hilft beim Abstieg, darunter hängt ein stehender, grosser Holzstamm. Als Doro drauf steht, rutscht der Klotz ab und sie erschrickt, die nachfolgenden Kletterer haben nun mehr Mühe, runter zu kommen. Etwas später erreichen wir einen Stollen mit einer Eisentüre, rechts davon einen zweiten Eingang. Auf unserer Seite des Flussbettes, wo wir in Einerkolonne unter riesigen Brocken durchklettern, sehe ich am Felsen plötzlich eine junge, tote Gämse im trockenen Steinbett liegen. Das arme Tier wurde von den Wassermassen in den letzten Tagen oder Wochen mitgerissen. Als nächstes kommt eine 20 Meter Abseilstelle, hier geht es dann überhängend abwärts. Doro und Marcel machen toll mit und fürchten sich vor nichts. Ich gehe als letzter, weit unter mir hört man Freudenschreie. Es ist wirklich hoch, unten angekommen, werde ich vom Wasser angespritzt, lande blöd und schlage mit dem rechten Unterarm auf. Aua! Zwei andere Extreme schwimmen rechts von mir aus einem Loch heraus, im Ganzen befinden sich etwa 25 Leute in der Schlucht. Man watet durch den Fluss, die Felsformationen werden immer wilder, hier ist die Natur extrem schön. Im Moment regnet es recht stark, links unter einem Felsvorsprung gehen wir ins Trockene, machen eine kleine Pause und essen etwas. Unser Führer will wissen, was wir denn so arbeiten. Auf einer glitschigen Platte rutsche ich rapide abwärts, schon viele entrindete Bäume haben wir gesehen, die in den Blöcken verklemmt sind. Manchmal ist es auch gefährlich, da unten durch zu klettern. Hansi macht seine Sache sehr gut, über uns senkt sich der Nebel in die Schlucht wegen dem Regen, es ist 14 00 h geworden. Das Gelände wird noch wilder, noch bizarrer, nun kommt der zweite Sprung, wir hüpfen mit Anlauf rein und schwimmen durch ein Felsloch. Mit mehr Wasser und klarerer Sicht hätte man hier einen super Jump gemacht. Die Schlucht wird nun immer enger, über uns berühren sich die Felsen sogar. Da vorne ist eine Wand, ein Becken, in der Mitte fliesst das Wasser ab und es rauscht mächtig, wir haben die sogenannte "Kathedrale" erreicht, der Höhepunkt auf der Massa - Tour. Der Blick in die Tiefe lässt einen erschaudern, ein grosser Wasserfall ergiesst sich in die "Kathedrale", es ist ein riesiger, runder Raum, nach oben offen, das Wasser spritzt auf die Felsen und unten liegt ein kleiner See. Die Felsen sind aalglatt, wunderbar fein und vom Wasser geschliffen, ich schätze, es sind über 30 Meter Höhe. Die Gruppe ist bereit, Hansi ist eingerichtet und hat seine Standsicherung. Ich gehe als erster runter, klicke mich mittels Karabiner am Seil ein und Tschüss zusammen. Langsam rutsche ich über die glatten, ausgewaschenen Felsen, es ist gewaltig. Rechts donnert der Wasserfall in die Tiefe, der Boden kommt langsam näher. Am liebsten würde ich hier 100 Meter abseilen, dieser Raum ist wirklich sehr schön. Unten angekommen, klinke ich mich aus, das Seil wird hoch gezogen, der nächste bitte. Hier schiesse ich meine letzten Fotos, als Eric und Christoph bei mir sind, rauchen wir genüsslich eine Zigarette, bald sind alle da. Der Führer seilt sich rechts vom Wasserfall ab, es war super. Nun noch eine tolle Stufe, ein kleiner Wasserfall, ca. 8 Meter zum nächsten Pool, Hansi hat wieder gesichert, wir seilen wiederum ab. Zum letzten Mal hat die Gruppe nun Gelegenheit, den Kopf nochmals so richtig in den Strahl zu halten, dann lässt uns der Führer runter.

Sprungbereit in der Massa - Schlucht!

Unten abseilen und ein weiterer Sprung ins Wasser, als Stephan an der Reihe ist, driftet er nach links ab und verschwindet mit seiner Brille kurz in der weissen Gischt. Wir wussten alle, warum auch der letzte das Neoprenkäppi über die Rübe zieht. Man wartet aufeinander, das war das letzte Abenteuer. Von hier nehme ich einen schönen, grünen Stein mit. Die Schlucht weitet sich langsam und der Himmel wird auch heller. Wieder schichten sich grosse Blöcke übereinander, man klettert durch, rechts in ein Wäldchen hinein, hier liegt der Schädel eines Tieres im Unterholz. Da und dort liegt von früher her Müll in der Gegend herum, die Zivilisation ist nicht mehr weit weg. Später zu einer alten Wasserleitung, die am Hang rechts abwärts führt, auf dieser kurze Zeit hinunter. Tief unten rauscht die Massa, die restlichen 100 Meter bis zum Schluchtenende sehen wir nicht mehr. Denn wir treffen auf einen Tunnel, er ist ca. 100 Meter lang und recht klein, nun den Kopf einziehen und dunkel durch, heisst hier die Devise. Danach haben wir es geschafft, 5 Stunden und 30 Minuten dauerte unser Canyoning Massa - Schlucht, es war wirklich super. Der Regen hat aufgehört, über eine Wiese zu einer alten Brücke, unter uns liegt das Kraftwerk Massa AG. Nebenan lässt uns Hansi stehen, wir warten über 30 Minuten, während er oben den Bus holt. Es regnet wieder, wir frieren und die Zeit geht nicht um. Dann kommt er zurück und Doro fragt ihn, ob er uns den eventuellen Spitalaufenthalt bezahlen würde, weil wir nass sind und kalt haben. Da müssen wir nun noch kurz durch. Vor dem Bürogebäude des Kraftwerks ziehen wir uns um und sind froh, trockene Kleider zu haben. Dann bezahlen wir Hansi das Canyoning, er fährt uns zurück ins Zentrum von Brig, wir verabschieden unseren Bergführer. Danke, Hansi, es war genial. Im Laufschritt auf den Dorfplatz und hinein ins Restaurant Commerce, es ist nun 17 00 h, wir brauchen jetzt Wärme und Essen. Drei Stunden haben wir noch Zeit, kaum drinnen, sehe ich Margrith und den Koch, Claude Simonet, sie empfangen uns herzlich, es hat wenige Leute hier. Nun ein kühles Bier, dann bestellen wir ein feines Essen. Vor 18 Monaten haben sie das Restaurant Kreuz in Erschwil verlassen, ich schwärme immer noch von dieser Küche, auch vom Kräuterbutter. Im März dieses Jahres waren Iris und ich schon hier im Commerce, als wir Skiferien machten auf der Bettmeralp. Jetzt haben die beiden mehr Zeit für uns, wir essen wiederum sehr gut heute Abend. Einen Applaus gibt es noch für Doro als einzige Frau auf dieser Tour. Beim tollen Salatbuffet spricht mich plötzlich eine Frau an wegen dem Groupie - Signet auf meinem Pulli. Es ist die Schwester von Edgar Bischof vom Dielenberg in Oberdorf BL. Sie wohnt hier in der Nähe von Brig, die Welt ist klein. Am Schluss kann ich von Margrith noch 3 Kugeln feinste Kräuterbutter mit nach Hause nahmen, besten Dank! Vor 19 00 h verlassen wir das Restaurant Commerce in Brig und besteigen eine Stunde früher den Zug. Nach langer Fahrt treffen wir um 22 40 h treffen wir wieder ziemlich müde in Laufen ein.


Bergweekend Rhonegletscher 2300 m. ü. M.

7. / 8. Juli 2001 Die 1. Tour, mit Video! *

Das Highlight dieses Sommers, dabei sind diesmal: Tommy und Maya Harder, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Madeleine, Kilian und Nadja, Toni, Paul G. ( ist zuständig für den Film ), und ich. 10 Personen, eine schöne Gruppe, leider hat Stephan Purtschert an der Tourenbesprechung vom Donnerstag abgesagt wegen dem Wetter, es ist ihm nicht ganz wohl dabei. Das Wetter ist für den Samstag nicht toll gemeldet, Sonne am Sonntag und heute, nach dem grossen Gewitter in der letzten Nacht, der Durchzug dieser Front von West nach Ost. Wir kehren das Programm um und wollen Morgen auf den Gletscher, heute möchten wir die Gletschergrotte besuchen und etwas klettern. Um 08 00 h starten wir bei der EPA Erschwil mit drei Autos, wollen via Gotthard - Furka zum Belvedere fahren. Das Radio meldet 18 km.

Ein Apéro mit Eisbären zuerst in der Gletschergrotte.

Am Sonntag Nachmittag nach dem Gletscherabenteuer.

Stau und auf der Nordseite bis zu 5 Stunden Wartezeit, denn es ist Ferienbeginn. Wir fahren durch bis zur Brünig - Passhöhe und machen einen Kaffeehalt, es regnet, hoffentlich bessert es über Mittag. Nun Richtung Grimselpass, hier stoppt uns ein Felssturz im unteren Teil der Passstrasse. Das heisst nun, 45 Minuten warten, bis es über eine Nebenstrasse weiter geht Richtung Urbachtal. Es regnet sehr stark, während wir in einer Kolonne langsam durch die Wälder fahren, dann auf die Grimselstrasse einbiegen und zum Grimsel Hospiz hochfahren. Es blitzt und donnert furchtbar auf 2000 Meter. Runter nach Gletsch und den Furkapass hoch zum Hotel Belvedere am Rhonegletscher, ich war bereits 10 Jahre nicht mehr hier. Wir treffen beim Hotel ein nach 4 Stunden Autofahrt um 12 30 h und es regnet noch immer. Material packen, dann ins Hotel, Frau Carlen begrüsst uns und zeigt uns die vier Zimmer. Wir haben 3 Mal ein Dreierzimmer und unser Pauli nimmt das Einzelzimmer. Das Hotel Belvedere wurde 1893 erbaut, der alte Kasten versprüht unglaublich viel Nostalgie. Drinnen verteilen wir Gschtältli, Steigeisen, Pickel und Reepschnüre, heute Nacht penne ich bei Jackie und Giusi im Zimmer, der Hund wird auch da sein. Jetzt fängt es draussen sogar an zu schneien, es wird extrem. Um 13 30 h treffen wir uns im Restaurant, für kurze Zeit ist der Gletscher zu sehen, nun einen Kafi Fertig zum aufwärmen. Viele Touristen sind hier und einige Gruppen Bergsteiger, das Klettern heute können wir aber vergessen. Es schneite einige Zeit stark, dann wird plötzlich der Blick ins Goms hinunter frei. Toni bestellt einen Fendant und vier Gläser und der Kellner bringt uns ein Fanta mit einem Glas. Nach 15 00 h hat es aufgehört zu regnen und wir besuchen drüben die Touristenfalle, den Bergkiosk, bezahlen Fr.4.50.- im Kollektiv und wandern zur Gletschergrotte rüber. Der Rhonegletscher liegt vor uns, die Treppe und der Holzsteg zum Loch hat sich weiter nordöstlich verschoben. Wir treten ein in das azurblaue Reich des Gletschers, in seinem Innern herrscht eine Temperatur von 2 Grad Celsius. Nach 100 Metern treffen wir auf zwei Eisbären und den Fotografen, im Raum steht ein Zelt und hier geniessen wir sogleich den "Gletscherwein", diesmal ein Ermitage Spätlese 1998 für Fr.8.- das Glas. Er schmeckt sehr süss, es ist ein Dessertwein und eisig kalt. Er lagert nun seit 8 Monaten hier im Gletscher drinnen, wie wir erfahren und vor ein paar Jahren hatten die Betreiber hier mit 6 Weinfässern sogar einen Weltrekord aufgestellt. Wir machen Fotos, obwohl es verboten ist ( Touristenfalle ), und Paul filmt hier auch. Dann stossen wir an und machen ein Gruppenbild mit den Eisbären, es macht Spass. Und nun zurück nach draussen, man betritt kurz den Gletscher zum üben für Morgen, 20 Bergsteiger steigen die Zunge hoch, sind aber nicht gesichert. Ich mache einen kleinen Kurs über Glaziologie und die Eisgrotte, danach zurück auf die Zimmer. Umziehen, ein Treff in der Beiz und um 18 30 h die Verschiebung in den Weinkeller im tiefen Fels, wo wir das Essen bestellen. Ein schöner Ort, der Raum gehört uns an diesem Abend. 2 Serviertöchter schauen nun für unser leibliches Wohl, jetzt ein Weisser zum Apéro, es ist frisch hier unten. Oben geht die Ausstellung "Kunst am Rhonegletscher" über die Bühne, heute ist Vernissage mit 60 geladenen Gästen, mit Apéro, Brötli und einem Streichkonzert mit 4 Geigen. Nicht unser Stil. Eine heisse Tomatensuppe wird aufgetischt, wir essen alle sehr gut und viel, mein Entrecote mit Frites ist ein Traum auf sehr heissen Tellern. Dazu Dole von Adrian Mathier, Salgesch, später Dessert und Kaffee. Dann kommt der Hammer: Gemäss der Weinkarte gibt es hier einen "Bordeaux 1979" für nur Fr.47.- und wir bestellen gleich 2 Flaschen. Dann verkündet Tommy, dass er heute seinen 31. Geburtstag feiert, wir wussten es nicht. Nun ein "Happy Birthday" für Tommy von allen. Die beiden Serviertöchter lesen uns jeden Wunsch von den Augen ab und holen einen Rekorder, es gibt nun Musik, James Brown, Pink Floyd usw. Dazu den 79er, ein genialer Wein. Langsam kehrt Wärme ein, die Musik wird lauter, es wird getanzt, eine tolle Stimmung herrscht nun hier. Wir bezahlen die erste grosse Runde um 22 00 h, dann ist das abgeschlossen. Nun einen Eintrag im Tourenbuch von Jackie: "Heute haben wir gefroren an Händen und an Ohren, doch im Weinkeller nach Essen und Wein, haben wir noch geschwungen das Tanzbein!" Tommy, Paul, Kilian und Toni übernehmen den Rotwein, herzlichen Dank! Weiter wird geschwungen, es gibt eine Bierrunde, der Würfelbecher ist im Umlauf und wir spielen das "Bösi". Bald ist Mitternacht, die Harder`s ziehen sich zurück, dann Jackie und Giusi, der Rest verschiebt sich in die Lobby. Toni holt einen Chateauneuf - du - Pape 1995, Paul filmt und wir stürmen die Treppe hoch ins Zimmer Nr.9. Fellino`s liegen schon in den Betten, der Hund gleich nebenan und wir machen es uns hier gemütlich, die Party geht weiter. Alle hoffen, dass Morgen das Wetter für uns gut wird. Um 01 15 h löscht das Licht, ich schlafe hier oben sehr gut. Vor 07 00 h bin ich wach und sehe schon Sonnenlicht unten im Goms vom Bett aus, es wird super heute. Das Sidelhorn zeigt sich in den Wolken, auch ein paar Berner Viertausender rund ums Lauteraarhorn kann man sehen. Um 08 00 h treffen wir uns im Speisesaal zum Frühstück, dann packen wir zusammen, räumen die Zimmer und verstauen, was auf dem Gletscher nicht gebraucht wird, in den Autos. Durch den Souvenirladen Richtung Gletschergrotte, heute allerdings, ohne zu bezahlen. Rechts der Grotte über geschliffene Felsen in 20 Minuten zum Gletscher hoch, es ist 09 30 h. Gschtältli und Steigeisen anziehen, 7 von 10 Groupies haben Eisen, dann 7 Pickel verteilen, Paul filmt die Szene und vieles mehr. Ich seile die Gruppe an, noch ein paar Instruktionen, dann sind wir bereit. Die Sonne scheint, das Eis glitzert, alle sind happy, die Seilschaft setzt sich in Bewegung. Madeleine, Maya, Paul und Kilian haben heute ihre Gletscherpremiere. Ich gehe voraus, am Schluss steht Toni, jetzt langsam flach den Gletscher hinauf, das Eis ist sehr gut zu begehen. Paul und Madeleine staunen, dass man auf aperem Eis mit dem Sand und den kleinen Steinchen im Eis absolut nicht rutscht. Es ist herrlich, hier aufzusteigen und die Sonne scheint und wärmt uns. Die Kamera wird ausgetauscht, aus verschiedenen Perspektiven gefilmt, wir weichen den wenigen, kleineren Schneefeldern aus und bleiben in der Mitte des Rhonegletschers. Der Dammastock oben am Anfang des Gletschers zeigt sich, die Wolken verschwinden fast ganz für einige Zeit, viel blauer Himmel und Cumulus im Süden. Im Westen viel Neues. Nach 45 Minuten Aufstieg eine Pause mit Geographie, ausruhen und Verpflegung. Über uns steht der Galenstock, rechts das Furkahorn, im Norden der breite Dammastock. Einige Bergsteiger sind dorthin und zum Galenstock unterwegs. Wir sind mitten im herrlichen Eisfeld, wo es fast keine Spalten hat. Hier auf diesem schönen Platz mache ich mit den Leuten und der Videokamera ein paar lustige Interviews für den Film mit Nadja, Kilian, Madeleine, Tommy, Maya und Paul. Seine neue Zahnlücke ist unübersehbar, sagenhaft auch seine Aussprache, wir gröhlen. Dann wieder weiter, etwas links ansteigend, unter uns trekkt eine Gruppe mit einer Bahre, vielleicht ist in der Nähe etwas passiert. Eine weitere Zweiergruppe wandert ganz allein übers Eis ohne irgendwelche Ausrüstung. Weiter oben haben wir erstmals tolle Einblicke in grössere Gletscherspalten, Hund Timo hat Schiss beim überqueren, wir springen und sichern in der Gruppe und der Hund springt verzögert nach mehreren Anläufen über die Spalten. Sieht sehr lustig aus, mit dem armen Tier. Da und dort hört man im Bauch des Eises das Wasser rauschen, es ist aber nicht ganz so spektakulär wie auf dem Aletsch oder dem Morteratschgletscher. Den Eisabbruch linker Hand lassen wir aus und wechseln auf etwa 2500 m. ü. M. nach rechts zum Galenstock rüber. Ich suche nach einer grösseren Gletscherspalte, bald gibt es interessante Fotosujets. An einer offenen, breiten Spalte mit etwa 10 Meter Tiefe verweilt die Gruppe nun einige Zeit, hier bohre ich eine Eisschraube in den Gletscher, ziehe das Seil durch den Karabiner und hänge bei Toni ein. Als dritte Sicherung steht Giusi hinter Toni. Mit 2 Eisgeräten in der Hand und die Frontzacken der Eisen in Stellung, steige ich in die Spalte ein. Sie lassen mich am Seil ab und ich demonstriere einen Verletzten nach einem Spaltensturz, arbeite mich am Seil gesichert langsam hoch. Schlage dann die Steigeisen und die Eispickel voll ins Eis, dahinter schaut die Gruppe gespannt zu. Paul filmt diese Szene auch, dann ist es geschafft, ich bin wieder oben angelangt, es war eine gute Übung. Toni und Kilian probieren dasselbe sogleich aus, danach packen wir zusammen und treten den Rückweg an. Dunkle Wolken ziehen nun auf, die Sonne ist verschwunden. Eine halbe Stunde abwärts zu einer Ansammlung von Felsbrocken, dann rüber zur linken Seitenmoräne. Endlich tauchen ein paar Gletschertische auf und weitere grössere Spalten, die ein Foto wert sind. An dieser Stelle gibt es nochmals eine gemütliche Pause, Verpflegung und zu guter Letzt ein Gruppenfoto. Drei Tourenfahrer kommen rechts das Schneefeld hinab, einer fährt ganz oben ohne, eine richtige Wildsau. Nun pressiert es, vom Goms her wird es trüb, erste Tropfen fallen. Wir geben etwas Tempo, kommen schnell vorwärts, es ist nicht mehr weit bis zum Gletscherende. Jetzt drückt die Sonne wieder durch, im Tal unten erstrahlt das Gelände in sattem Grün. Den unteren Teil des Gletschers erwandern wir nun geradewegs durch die Mitte, erblicken kleine Seen, klaffende Spalten und schon von weitem die Touristen auf dem Holzsteg vor der Eisgrotte. Hier machen wir die letzten Aufnahmen, andere Gruppen sind auch da und beenden ihre Tour. Die Sonne brennt wieder, als wir ankommen, es hat auch viele Ausflügler hier. Wir seilen ab, gratulieren einander und nun zurück zum Laden, zur Touristenfalle. Vor dem Belvedère parkieren gerade 2 Cars, gefüllt mit einer Horde Japanern, die alle mit mindestens einer Kamera herum rennen. Es herrscht wieder super Wetter, richtig heiss zum Schluss. Als Andenken an den Rhonegletscher nehme ich einen grösseren, grünen Stein mit. Als Paul sieht, wie ich ihn in den Kofferraum lege, flippt er fast aus. Wir räumen ein und sortieren das Material, es ist 15 00 h geworden. Im Restaurant wird noch etwas getrunken und ich ziehe die Übernachtung mit Frühstück und den Beitrag ein. Punkt 16 00 h verabschieden wir uns, fahren hier ab und treten die Heimfahrt an über die Furka - Passhöhe nach Andermatt und weiter nach Göschenen. Stau herrscht nun auf der anderen Seite der Gotthardroute. Kaum im Kanton Uri, hängt der Nebel sehr tief über dem Land, unter uns dampft ein Zug der schönen Furka - Bergstrecke vorbei. Im Seelisbergtunnel überkommt Toni, Paul und mich der Hunger und wir legen einen Halt ein in Beckenried. Um 17 00 h sitzen wir im Restaurant Rössli am See, das leisten wir uns jetzt. Wir geniessen die Kalbsschnitzel, alle drei kennen diese tolle Beiz schon von früher her, vom Wohnwagen Sand aus und auch als Zwischenhalt an diversen Groupie - Touren. Um 20 00 h sind wir wieder daheim, es war ein intensives, tolles Wochenende, vielleicht kommen wir schon in 2 Wochen wieder zum Rhonegletscher zurück, denn ich habe für das Verschiebedatum gleich nochmals 13 Anmeldungen. Die Nachfrage ist jedenfalls da. Mein Bruder Paul ist halt schon ein harter Kerl. Er filmte das ganze Weekend, verlor vorher einen Zahn, ( Schaufel ) und verletzte sich diese Woche noch mit einem Stapler bei der Arbeit. Und das Beste: Er muss heute Abend in 2 Stunden in die Nachtschicht. Ein harter Kerl. Na Bravo!


Erlebnis Rhonegletscher 2. Tour! ( Familientour )

21. Juli 2001 *

Dabei sind diesmal: Stephan und Monika mit Diana und David, Markus und Patrizia mit Dominik, Michel, Tina und ich. Um 06 30 h fahren wir vor dem Pick Pay Erschwil weg Richtung Luzern - Brünig, nach 1,5 Stunden machen wir einen Kaffeehalt. Das Wetter wird heute sehr gut, weiter nach Meiringen, wieder durchs Urbachtal wegen dem Feslsturz und zum Grimsel hoch. Nach den Staumauern strahlt schon das Sidelhorn zu uns herunter, am Totensee vorbei und runter nach Gletsch. Vor uns liegt in der Passkurve die Zunge des Rhonegletschers, danach wieder hoch auf den Furkapass zum Hotel Belvedère. Wieder dauerte die Fahrt fast 4 Stunden zum Gletscher wegen der Umfahrung und ich bin wieder hier, mit 2 Familien. Wir parkieren die Autos, verteilen Gschtältli und weiteres Material. Monika und Patrizia haben nicht im Traum daran gedacht, heute je den Gletscher zu betreten. Sie wollen nur auf den Felsen auf uns warten und zuschauen. Noch nie hatten sie mit unserer Hilfe so schnell den Klettergurt an und staunen nur noch ungläubig, Markus und ich haben alle eingekleidet. Alle Erwachsenen haben auch Steigeisen und Pickel dabei, wir sind bereit und laufen durch den Touristenladen zur Kasse, bezahlen als Tourengeher mit der Ausrüstung nichts. Sofortige Verschiebung zum Gletscher und rein in die Grotte. Kaum drinnen, erkennt mich der Fotograf und der Gletscherwein - Verkäufer wieder. Ich bedanke mich für die 3 Gruppenfotos von ihnen, die ich kürzlich erhalten habe.

Gruppe Zwei kommt zwei Wochen später auf den Rhonegletscher.

 

Bestelle dann 5 Gläser Gletscherwein, er hat ein neues Fass angestochen vom höchstgelagerten Gletscherwein der Welt, es ist nun 1999er. Er mundet uns prima und auch die Eisbären sind wieder da. Als wir danach den Wein bezahlen wollen, gibt mir der Maestro das Geld zurück mit der Bemerkung, ich solle wieder mal vorbei schauen. Herzlichen Dank! Nun retour nach draussen an die Sonne, am Gletscherrand die Steigeisen montieren, alles kontrollieren und die Groupies ans Seil nehmen. Da findet doch Dominik am Boden neben dem Gletscher in der Nässe einen 200 Franc - Schein, etwa 50 Franken, unglaublich. Und dies eine Woche, bevor Familie Häner nach Frankreich in die Ferien fährt, das nenne ich einen Treffer. Es wurde nun 12 30 h, kurze Instruktion im Steigeisen laufen, dann starten wir. Ich gehe voraus, Markus am Schluss, die Kids mittendrin, alle 5 Erwachsenen haben Steigeisen. Langsam wandern wir den Gletscher hoch, es geht gut, das erste, steilste Stück ist vorbei, die ersten kleinen Spalten werden erreicht, hier üben wir die Sprungtechnik am Seil. Hunger kommt bald auf und das Wetter könnte nicht schöner sein, zwischendurch gibt es einen kleinen Fotohalt. Wir bewegen uns dem Dammastock zu, wechseln dann nach rechts. Mit den alten Steigeisen von Giusi hat Stephan nur Probleme, sie halten nicht, ich binde sie am Rucksack fest. Nach 30 Minuten sind wir schon bei den Felsen auf der rechten Seite, geniessen die Landschaft und machen hier Mittagspause. Tina rutschte etwas auf dem Eis, doch am sicheren Seil kann nichts passieren und Patrizia geht hinter ihr. Es ist 13 15 h und zum Essen spendiert Markus einen kalten Dézaley 1999. Die Aussicht ist super hier, wieder wandert ein Paar den Gletscher hoch, unangeseilt. Im Tiefflug brummt ein REGA - Heli über den Eisstrom und verschwindet rechts des Dammastockes, die Kinder spielen im Gletscherbach. Die Groupiefahne ist schon lange gehisst und mit ihr gibt es zum Abschluss noch ein Gruppenbild. Auch Monika und Patrizia hat es bis jetzt sehr gefallen, sie verarbeiten ihre Eindrücke. Nach 90 Minuten Mittagspause brechen wir auf, der Aufstieg erfolgt rechts des Gletschers bei den Felsen, nun in die Schräge der Eisbuckel hinein, es wird steiler. Die schönsten Gletscherspalten warten auf uns, im zickzack hoch, immer wieder umwandern wir die grösseren Spalten. Ein Blick nach hinten und ein weiterer Sprung, ich suche die gleiche Spalte wie vor 2 Wochen, finde sie aber nicht, wir sind noch zu tief. Patrizia hat langsam etwas Angst, als wir unseren höchsten Punkt heute erreichen, jetzt etwas nach rechts abwärts. Links und rechts schöne Spalten, die obere gefällt mir, hier setze ich eine Eisschraube. Wir klinken uns an der Reepschnur ein, so haben alle eine Standsicherung. Mit Markus nun auf die andere Seite der Spalte, das eindrehen und setzen der zweiten Eisschraube, Karabiner rein und Sicherung mit Halbmastwurf durch Markus. Nun die Eisgeräte in die Finger, diesmal mit den eigenen Handschuhen. Langsam lässt mich Markus herunter, diese Spalte ist noch etwas tiefer als die letztes Mal. Es geht abwärts, etwa 10 Meter, die zweite Üebung der Spaltenrettung folgt. Nun bin ich unten, eben leicht verletzt, hänge am rettenden Seil und kralle mich fest. Die Frontzacken und die Pickel voll rein, Markus sichert, Kameras klicken, langsam geht es wieder hoch und die Kinder schauen staunend zu. Nur Patrizia nicht, sie kann es absolut nicht mit ansehen. Nach kurzer Zeit bin ich wieder oben in Sicherheit, die Üebung ist erfüllt. Niemand sonst möchte noch hinunter, nun zusammen packen und Tschüss. Wir sind etwa auf 2500 m. ü. M. an diesem Punkt, die Gruppe ist bereit. Dann langsam abwärts, Tina rutscht, fällt auf den Hintern und weint. Nach kurzer Verarztung weiter, man kommt schnell voran, es wird eben, zurück zu den Felsen. Markus wechselt an die Spitze, vorbei an riesigen Löchern und Spalten, tolle Eindrücke, dieses ewige Eis. Zum Schluss das letzte Stück, hinunter zur Gletschertreppe, viele Touristen schauen zu und fotografieren und filmen. Unter uns ein letztes klaffendes Loch, ein Hohlraum, nichts wie weg. Direkt am Holzsteg verlassen wir den schönen Rhonegletscher und mischen uns unter die Touristen. Noch den Geröllweg hoch, alle bleiben am Seil. Auf der Ebene vor dem Souvenirladen abseilen, verpflegen und einräumen, es ist leider schon wieder vorbei. Stephan öffnet hier zum Schluss der Tour einen herrlich kalten St. Saphorin, zum Wohl auf diesen super Tag. Es ist nun 17 00 h geworden, wir waren heute 4,5 Stunden auf dem Eis, reine Wanderzeit etwas über 2,5 Stunden. Ich gratuliere allen zur Gletscherpremiere, es war toll, wir waren eine gute Gruppe. Bald räumen wir die Autos ein und fahren um 18 00 h ab. Markus fährt voraus, dann folgen wir, Stephan hat 40 Grad im Auto und ein Schiebedach, das tut gut, doch die Air Condition will nicht richtig. Wir drei hinten drin vergehen fast vor Hitze, die Fahrt geht über den Furkapass nach Andermatt - Göschenen und zur Autobahn. Es geht reibungslos, kein Stau, nichts. Nach 2,5 Stunden treffen wir vor 21 00 h zu Hause ein, auf mich wartet nun Iris mit einem feinen Raclette. Diana Purtschert hat mir heute gesagt, dass sie bald einen Bericht über diesen schönen Tag auf dem Rhonegletscher schreiben will!


Hochtour Lagginhorn 4010 m. ü. M. Privattour mit Raphael Wellig

28. / 29. Juli 2001

Privattour! Die Alternative zum Allalinhorn - Nordwändli! Dabei sind Raphael Wellig und ich. Vor 6 Wochen haben wir die Tour aufs Allalinhorn abgemacht, dreimal telefoniert und verschoben. Nun ist es soweit, das Wetter ist sehr super seit 8 Tagen, jeweils um die 30 Grad. Ich bin bereit, doch diese Hitze ist wiederum ein Problem. Meine erste kleine Nordwand steht mir nun bevor, so war es abgemacht mit Raphael vor 9 Jahren in Nepal. Inzwischen wurde er im Dezember 2000 sogar Wettkönig bei "Wetten, dass…" und dadurch recht prominent. Raphael wird am nächsten Tourenausklang sogar dabei sein und seine tolle Diashow im Schützenhaus zeigen. Nun aber zur jetzigen Tour, das Wetter ist superschön, endlich haben wir Hochsommer, so kurz vor unseren Ferien. Aber für eine Nordwand ist es schon zu heiss, null Grad auf 4000 Meter über Meer reicht nicht mehr aus, um diese Tour zu verwirklichen. Es ist zu warm und zu gefährlich, die Alternative heisst nun das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es ist schon gepackt, die 2 Eisgeräte bleiben aber zu Hause, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mein Führer wird sich wieder mal die Zeit nehmen für mich und das Nordwändli, vielleicht im Juni 2002. Ich verlasse Laufen um 13 22 h mit dem Schnellzug über Biel - Bern nach Brig, dann mit dem Postauto in einer Stunde nach Saas Fee, Ankunft im Dorf um 18 23 h. In Bern wurde der Himmel pechschwarz, zwischen Bern und Saas Fee fahre ich durch 3 heftige Gewitter hindurch, in Spiez kam fast eine Sintflut von oben. Kurz vor 19 00 h treffe ich im Hotel Mistral bei Heidi Supersaxo - Borer ein, wie auch schon früher. Die Wirtin stammt aus Beinwil SO, das Kloster Beinwil in Öl hängt noch immer an der Wand in der Bar. Ich beziehe mein Einzelzimmer und bereite mich in der rustikalen Gaststube auf das Abendessen vor. Raphael treffe ich dann morgens um 07 00 h in Saas Grund bei der Talstation der Hohsaas - Bahn. Vor drei Jahren waren wir das letzte Mal hier in Saas Fee anlässlich der Hochtour Allalinhorn mit 20 Groupies und 16 Leuten auf dem Gipfel. Wir hatten damals mächtig Spass hier im Mistral. Das Zimmer buchte ich diesmal im Internet, sie haben hier vom Mistral eine tolle Homepage. Mein Abendessen heute ist vom Feinsten: Zuerst ein kühles Feldschlösschen, dann Schnecken, 6 Stück an einer Knoblauchbuttersauce, dazu Kalbsschnitzel an einer Steinpilzrahmsauce mit Pommes Frites. Brauche ja schliesslich Kraft für den Berg Morgen. Dazu noch einen halben Pinot Noir 1999 der Stadt Leuk. Es ist so göttlich. Bestelle noch das Elektrotaxi für Morgen Früh und geniesse den gemütlichen Abend. Die Vorfreude ist gross, es dunkelt ein und es fallen noch ein paar Tropfen. Jetzt noch das Dessert, herrlich in dieser heissen Zeit. Habe Melita noch ein SMS geschickt, denn sie feiert heute ihren 24. Geburtstag, sowie ein Telefon zu Iris, sie feiern jetzt in Wahlen zusammen. Das Zimmer ist bei Frau Supersaxo bezahlt, habe ihr noch meine neue Homepage - Adresse www.alpengroupies.ch gegeben, die ja bald aufgeschaltet wird. Dann erhalte ich noch Kaffee, Früchte und 2 Sandwiches für die Tour. Tagwache ist um 05 15 h, dann laufe ich um 06 00 h durch das ruhige, menschenleere Saas Fee. Bald erreiche ich im Parkhaus das Postauto, mit diesem hinunter nach Saas Grund, zur Station "Unter dem Berg". Hier steht die Seilbahn nach Hohsaas hinauf, vor 8 Jahren waren wir auf einer Groupie - Tour hier und bestiegen das Weissmies 4023 m. ü. M. Auf dem Parkplatz warte ich auf Raphael, studiere die Karte und da kommt er schon. 9 Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen, ein tolles Wiedersehen, er sieht genauso aus wie bei Thomas Gottschalk. Seine Art eben ist speziell, ein Unikum, das dachte ich schon in Nepal 1992. Endlich treffe ich ihn wieder, wir lösen das Billet, quatschen und fahren nach Kreuzboden hinauf. Das Nordwändli vom Allalinhorn, das wir nun aus der Gondel betrachten, kann warten, es ist zu heikel, zu warm dafür. Jetzt lockt das Lagginhorn, ein weiterer Viertausender für mich. Die Mittelstation Kreuzboden liegt auf fast 2400 Meter, links oben stehen die Weissmieshütten auf 2726 Meter, wo wir 1993 nächtigten. Nun weiter hinauf nach Hohsaas auf 3100 Meter, wo unsere Tour beginnt, es ist genau 08 00 h. Raphael war vor 15 Jahren das letzte Mal auf dem Lagginhorn, er nahm damals eine etwas andere Route. Hinter der Bergstation queren wir ein Schneefeld und steigen abwärts ins Geröll. Rechts des Weges liegt der Hohlaubgletscher, über uns steht das Lagginjoch auf 3499 Meter. Wir übersteigen eine Moräne, dann weiter unterhalb der Südwestrippe in schöner Kletterei in die Felsen und auf den Westgrat zu. Schnell erreichen wir den Lagginhorngletscher und steigen über diesen auf. Später in die Felsen zum Westgrat, es herrscht eine minime Steinschlaggefahr, hier seilen wir uns an. Etwa 50 Bergsteiger zieht es heute über den Westgrat ( die Normalroute ) zum Gipfel hoch. Es ist eine unterhaltsame, leichte Kletterei in kompaktem Fels, wir haben es mit Saaser Gneis zu tun, wie mir Raphael sagt. Den Helm lasse ich jetzt noch im Rucksack, die Temperaturen steigen rasch und es wird warm. Im T - Shirt weiter aufwärts im Westgrat, zwischendurch auch mal einen kurzen Fotohalt. Auf dem Grat klettern wir um schöne, scharfe Türme herum, es ist ein Vergnügen. Raphael muss kurz austreten, seilt sich ab und verschwindet hinter den Felsen. Er schickt mich auf der Route langsam voraus, ich gehe mit dem Seil in der linken Hand weiter. Ein deutscher Alpinist, der vom Gipfel her kommt, meint, so was hat er noch nie gesehen, ein Mann allein mit dem Seil in der Hand. Darauf antworte ich ihm: "Mein Führer verrichtet gerade ein grosses Geschäft." Er lacht und steigt weiter ab. 5 bis 6 Gruppen kommen vom Gipfel schon zurück, das Wetter ist noch gut, doch die Wolken bauen sich immer mehr auf. Wir haben einen schönen Blick zum Allalinhorn, Alphubel, Täschhorn, Dom und die Lenzspitze. Darunter liegt winzig klein das Gletscherdorf Saas Fee. Im Norden erkennen wir das Bietschhorn, das Wildhorn und den Wildstrubel nebst 100 anderen Gipfeln. Am Fletschhorn drüben kleben auch einige Bergsteiger, das ist der Fast - Viertausender mit 3996 m. ü. M. Sie wollten den Berg früher um diese 4 Meter sogar aufstocken. Links unter uns liegt der schaurige Eisabbruch des Fletschhorngletschers, wir befinden und nun auf ca. 3500 Meter über Meer. Seit 2 Stunden sind wir unterwegs, nun ein kurzes Telefon nach Hause, dann essen wir unseren Lunch, dazu Tee aus dem eigenen Garten. Gestärkt geht es weiter, dem Gipfel zu, ein kleines Firnband,

"Wettkönig" Raphael Wellig und ich auf dem Lagginhorn. Wir haben uns seit Nepal 1992 9 Jahre lang nicht mehr gesehen.

dann wieder Felsen. Die nächsten Bergsteiger frage ich, ob oben die Beiz schon geöffnet ist, Grinsen überall. Raphi sichert mich immer um die Blöcke herum, er meint, ich sei ein sicherer Kletterer. Weiter so, wir reden viel, haben auch keinen Stress. Die Route wird steiler und wir erreichen ein grösseres Firnfeld. Von oben her läuft ein Bergführer in der Spur mit seinen Gästen, ich muss nach links im Firn ausweichen, damit die vier vorbei können. Der Mann nimmt keine Rücksicht, er hätte ja 15 Meter höher bei den Felsen warten können. Beschämend, wir regen uns ein wenig auf. Nun durch Gestein, dann in Firn übergehend weiter, es ist nicht mehr so weit bis zum höchsten Punkt. Es wird nun noch steiler, der Gipfel ist schon eingenebelt, das strahlende Weissmies nebenan verschwindet in den Wolken. Jetzt montieren wir die Steigeisen, ein längeres Firnfeld wartet auf uns. Raphael geht direkt durch den Schnee, geradewegs rauf, recht steil hoch, die Frontzacken hinein und weiter. Dann sehe ich schon das Gipfelkreuz, vier Bergsteiger sitzen beim Znüni, wir sind eingenebelt, doch die Sicht ist nicht unbedingt schlecht. Noch ein paar Meter, dann erreichen wir um 11 40 h den Gipfel des Lagginhorns und stehen auf 4010 Meter über Meer. Raphael gratuliert mir, die anderen Alpinisten auch. Ein neuer Viertausender wird in meine Sammlung aufgenommen, der Dreissigste, es ist der Niedrigste aller Viertausender der Schweiz. Wir haben überhaupt nicht kalt und sitzen im T - Shirt auf dem Berg. Einer der Gruppe macht von uns Gipfelfotos, alle quatschen französisch miteinander. Nun hole ich einen 3/8 Calamin 2000 vom Demierre aus dem Rucksack und stosse auf diesen Gipfelsieg mit Raphael an, der Wein aus dem Lavaux schmeckt ihm sehr gut. Plötzlich wird im Norden auch der Blick frei auf den Grossen Aletschgletscher. Diese Tour war herrlich, wir brauchten zu zweit 3 Stunden und 40 Minuten für den Aufstieg. Nun ein Telefon zu Iris und meinen Eltern, ich komme schlecht durch. Wir trinken den Wein aus, machen noch ein paar Bilder und verlassen dann den Gipfel nach 40 Minuten Aufenthalt. Nie hatten wir kalt, es war super. 50 Meter weiter unten komme ich besser durch, Iris spricht kurz mit Raphael. Während des Abstiegs fragt er mich, was ich noch für Ziele habe: Den Mont Blanc, den Dom, das Finsteraarhorn, das Schreckhorn, den Piz Bernina mit dem wunderschönen Biancograt und natürlich die Besteigung des Kilimanjaro in Afrika. Er wird mir eine Liste schreiben mit interessanten Gipfeln für kommende Groupie - Touren. Unter uns steigt eine Vierer - Gruppe ab, sie klettern komisch durch Türme und Geröll, plötzlich stürzt der eine mit den Stöcken in der Hand. Rutscht, stolpert, dreht sich und fällt auf den Arm, Glück gehabt, das hat schlecht ausgesehen. Bald einmal erreichen wir wieder den Lagginhorngletscher, rutschen das Schneefeld hinab und profitieren so von einigen Höhenmetern. Die Sonne drückt jetzt wieder durch. Der Abstieg verläuft jetzt anders, wir gehen ja nicht zurück zum Hohsaas, sondern steigen direkt zu den Weissmieshütten ab. Am Ende des Gletschers durch die Üeberreste einer Lawine, zu geschliffenen Felsen und durch schöne Bergbäche. Er weiss viel über die Gesteinsarten und wir begutachten winzige Flechten am Fels. Raphael erzählt mir von "Wetten, dass…?" und von Thomas Gottschalk, wie das so war, vom Botschafter Thomas Borer, der aus unserem Nachbardorf Büsserach stammt, seiner Frau Shawne Fielding und all den Leuten hinter den Kulissen. Nach genau 3 Stunden Abstieg treffen wir auf den Weissmieshütten auf 2726 m. ü. M. ein. Der letzte Besuch ist schon 8 Jahre her, daneben steht die alte Hütte. Pause ist angesagt. Wir geniessen 2 Walliser Biere, ich besorge für uns Prospekte über den neusten und höchsten Klettersteig der Westalpen, der steht gleich nebenan, nämlich den auf das Jägihorn auf 3200 Meter. Diesen Klettersteig nehme ich nächstes Jahr gleich ins Jahresprogramm, dann werden wir hier übernachten. Ich weiss erst seit 2 Wochen von diesem neuen Klettersteig, später verkauft mir die Hüttenwartin noch ein T - Shirt. Zum Schluss verdrücken wir unser restliches Essen, dann beginnt es zu regnen, aber nur für ein paar Minuten. Nach 45 Minuten auf der Weissmieshütte wandern wir nach Kreuzboden hinunter in 25 Minuten, es ist 16 30 h. Rein in die Gondel, hier endet diese schöne Tour mit Raphael. Heute waren wir genau 7 Stunden und 10 Minuten unterwegs und bewältigten rund 2525 Höhenmeter bis nach Kreuzboden retour, eine anständige Tour. Die Sonne scheint bald wieder, es wird drückend heiss. In Saas Grund nun zum Auto von Raphael, er nimmt mich mit bis Bern. Wir fahren über Visp nach Vevey an den Genfersee und weiter nach Bern. Während der Fahrt erzähle ich ihm von der Alpengroupie - Homepage und bezahle nur Fr.200.- für die Tour. Er zeigt mir an der Loristrasse 14, wo sie wohnen, daneben liegt ein grosser Schrebergarten, wo er Gemüse anbaut. Danach fährt er mich zum Bahnhofparking, wo wir uns verabschieden. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal, es ist 19 00 h geworden. Heimfahrt nun mit dem Zug, um 21 15 h komme ich in Laufen an, wo mich Iris abholt. Ich freue mich schon auf die Fotos und in einer Woche beginnen unsere Sommerferien, wir beide fahren ein paar Tage nach Ascona mit unserem neuen, süssen Geheimnis.


Die Alpengroupie - Homepage ab Sommer 2001:

Nach 3 Monaten intensiver Arbeit ist die Alpengroupie - Homepage bald fertig: Wir sind nun im Internet präsent! Immer online, immer aktuell, mit tollen Fotos, verschiedenen Tourenberichten, vielen Info`s, dem Jahresprogramm sowie die neusten Touren. Darüber hinaus auch viele Links und weitere Gag`s.

Unsere Homepage wird aufgeschaltet am 14. August 2001 unter der Adresse www.alpengroupies.ch

Viel Spass beim surfen wünscht Euch allen das O. K. ALPENGROUPIES
Gago und Iris

Soweit also unser Homepage - Schreiben an den Club. Ich schenke mir diese Page gleich selber zu meinem 38. Geburtstag. Philipp Borer alias Fips, mein Homepage - Erbauer, hat wirklich eine super Arbeit geleistet. Am Montagabend, den 13. August 2001, ist es um 23 00 h endlich soweit: Die Alpengroupies sind im Netz! Was nun kommt, überrascht mich selber. In den ersten 12 Stunden hatten wir schon 29 Besucher, nach 20 Stunden 53 Besucher, nach 48 Stunden 89, nach 3 Tagen 111 und nach 7 Tagen bereits 145 Besucher. Dazu wurden in unserem Gästebuch in wenigen Tagen 15 Einträge geschrieben. Schon über 300 Fotos zieren die Seite in den Fotogallerien, nach 22 Tagen waren es 300 Besucher, nach einem Monat 350, nach zwei Monaten waren es bereits 600 Besucher. Es läuft wie geschmiert, ist sehr informativ und macht grosse Freude.


DAS HOMEPAGE - GÄSTEBUCH:


Philipp Borer schrieb am 13.08.2001 :
Hi Gago, Heute ist ja für dich wirklich ein absoluter Glückstag! Erstens gratuliere ich dir recht herzlich zum morgigen Geburtstag! Zweitens hast du Ferien, drittens ist momentan Superwetter und viertens ist ab sofort die Alpengroupie Homepage online. Also: Happy Birthday and " good feeling on the web...klick" Fips

Marco Ferrini schrieb am 14.08.2001 :
Ciao Gago Alles Gute zu deinem Geburtstag -
Super Homepage.... Gruss Marco

Johannes Spaar schrieb am 15.08.2001 :
Hallo Gago danke für deinen tip am Openairkino. ich habe mir deine Homepage soeben angeschaut, und ich muss sagen: SPITZENLEISTUNG...
mach weiter so gruss johannes

Ändel Burkhalter schrieb am 15.08.2001 :
Tolle Site mit vielen interessanten Infos, so richtig ein Platz zum verweilen - wieso also noch in die Berge gehen? Hier am Compi ist man in Sicherheit, kriegt keinen Sonnenbrand und stürzt nicht ab. So richtig Action virtuell. U de no härzlichi Gratulation zu Dim Geburtstag.

Schmidlin-Fringeli Bruno schrieb am 15.08.2001 :
Gratuliere Dir für die schöne und schnelle Hompage und wünsche Dir einen guten Start am kommenden Montag !

Toni Borer schrieb am 14.08.2001 :
Salü Gago Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag. Die Homepage ist wirklich super erstellt. Gratulation an dich und Philipp für das gelungene Werk. Macht weiter so! Ich wünsche euch weiterhin noch schöne Ferien. Prost!!! Man sieht sich. Gruss Toni

Gago schrieb am 14.08.2001 :
Hallo Leute: Danke für die Blumen, wir sind auch happy, ist eine tolle Page geworden. Fips machte seine Sache sehr gut. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier.... Ich glotz Homepage.....

Dani Altermatt schrieb am 14.08.2001 :
Hallo Nachbar Super Homepage! Es ist wirklich beeindruckend, was Du in diesen 15 Jahren geleistet hast! Gruss Dani

Nadja schrieb am 14.08.2001 :
Happy Birthday! Ich wünsch Dir alles gueti zu Dim Geburtstag!
D'Homepage isch würklich super!! Grüessli Nadja

Marcel schrieb am 14.08.2001 :
Happy Birthday to your 18th birthday;o) *g* wow du wirst ja immer wie jünger:o) schöne Website (Kritik: die Navigation vermisse ich auf den andern Seiten.
Gruss Marcel

Christoph.wehrli@stg.ch schrieb am 14.08.2001 :
Salü Gago D'Familie Wehrli wünscht Dir alles Gueti zum 25.....? Geburtstag!...Prost Gratulation au an Fips...das isch wirklich ä super Page! Das meint au dr STG Webmaster! Gruss aus Büsserach Christoph und Grace Wehrli, Fionna + Stefany Wehrli

Uli Bieler, Bärschwil schrieb am 28.08.2001 :
Eure Hompage ist Spitze. Grosses Kompliment an alle Alpengroupies. Macht weiter so....Herzliche Grüsse Uli Bieler

Jürgen schrieb am 24.08.2001 :
S` Denise +dr Jürgen gratuliere zur mega Homepage, super gmacht!! TIP:SM-RUNDE Korbball.25.8.01 in Erschwil,ab 12Uhr.

Christoph Altermatt schrieb am 23.08.2001 :
Super Gruppi diä Alpägroupies! Und Super Homepage!

Bea & Martin bei Colette zu Hause schrieb am 22.08.2001 :
Also die Photos von der Bettmeralp,........Ansonsten habt ihr eine spitzenmässige Homepage zusammengezaubert. Gruss von den Gempener Alpen

Paul Grolimund schrieb am 21.08.2001 :
Hallo, hier ist Horror Pauli. Ich bin zum ersten Mal in der Groupie - Homepage. sehr gut, super.

Stefan Bieli schrieb am 21.08.2001 :
GANZ tolli Website!!!!!!! Gruessli Judith und Stefan

Matteo schrieb am 20.08.2001 :
Hallo Georges, SUPER Homepage, da wird man ja nie fertig mit lesen.......brrrrrrrrrrr Gruss Matteo (Visiteur SBB Cargo)

Kikione schrieb am 20.08.2001 :
Salut Gago ! En effet, ta page internet est vraiment bien, félicitations avec un peu de retard pour ton birthday !!! meilleures salutations du Jura!

Roger Schwyzer schrieb am 17.08.2001 :
Hallo Sehr gute Homepage, gratuliere !!!!!! Gruss Roger

MEX schrieb am 17.08.2001 :
vom alptraum zum alpentraum.. verfolgt von der internetpolizei hetze ich durch virtuelle welten-- wollte doch bloss meinen mitgliederbeitrag beim roten kreuz elektronisch einzahlen-- habe mich irgendwie verklinkert und mir auf einer xxx-seite dieses lausige virus eingefangen-- geschwächt und entnervt werfe ich das rettungsseil. `ALPENGROUPIES.CH`das muss der neue silberstreifen am cyberhimmel sein--ich klicke den karabiner ein... ah... frische alpenluft umsäuselt mich. keine passwörter, keine kreditkarten nur ehrenwerte links und buntbebilderte erinnerungen. danke georg und iris

Edgar schrieb am 22.09.2001 :
Hoi Gago supper Sach Gruss Edgi

Kurt Hartmann / alias Hurti schrieb am 22.09.2001 :
Hallo Gago .. Super gelungen .. Ich guck ab und zu mal rein Kurt

Yvonne Altermatt schrieb am 20.09.2001 :
Coole Homepage, liebe Grüsse Yvonne

Schenker Andrea schrieb am 17.09.2001 :
Hallo zäme, danke für die Post und den Hinweis auf eure glatte Seite. Es macht wirklich Spass, hier herumzusurfen und dieses Werk zu bewundern. Ich werde wohl ab und zu mal einen Blick reinwerfen. Also, mach euch darauf gefasst, ich grüsse alle Abenteuer-Wander- und Spass-Vögel, d' Andrea

Raphael Wellig schrieb am 11.09.2001 :
Gedanken zum Bergsport Was bedeutet für uns Bergsteigen. Kurz fallen mir die Schlagwörter ein, Leidenschaft, Kampf, Romantik, Neugierde, entdecken, Sport, Lebenslust, einfach ein besonderes, nicht nachvollziehbares Erlebnis.

Wenn ich auf Eurer Homepage bin, kommen Erinnerungen auf. Interessant auch nach Jahren kann man sich noch genau erinnern, wie die Tour ablief. Das zeigt auch, wie intensiv wir in den Bergen leben.

Eure Hompage ist einfach Klasse. Ich fühle mich direkt in eine andere Welt versetzt. Es kommen auch neue Ideen, Wünsche und Träume auf. Geben wir den Träumen eine Chance, sie zu verwirklichen.

Diese Hompage ist mit viel Liebe und Herz gestaltet worden. Allen die mitgeholfen haben, ein herzliches Danke schön.

Menschen, die die Berge lieben, sind in tiefster Seele frei, jene die im Tal geblieben, kennen Ihre Sprache nicht.

Andreas (Lälä) & Mel mit Robin schrieb am 07.09.2001 :
Hallo Gago & Iris SUPER-GENIALE Homepage! Gratuliere - mir wärde beschtimmt no vieli churzwiligi Stunde uf Eure Site verbringe. Wer wäiss, viellicht chönne mir gli emol en Tour miterläbe! Euise Junior isch jetz doch scho rächt flink uf de Bäi! Machets guet ond bis bald! Vieli Grüässli Laelae & Mel

Stephan Ankli schrieb am 31.08.2001 :
sali iris, sali gago euri 'zwüschewelt'-site isch dr hit. wirklich ä glungeni sach. au ä kompliment an webmaster. e so chunnt euri ganzi begeischterig für unseri schöne schweizer berge in die grossi witi welt use. ich hoff mir chönne mit euch no ganz viel toure unternäh und freue uns scho uff die nöggschti.

Cheyenne,aus dem fernen Westen schrieb am 28.08.2001 :
Hey u to Ich hab mich gerade mal durch eure Homepage geklickt. Kompliment. Echt Super. Da werden noch viele Alpenfreaks Deine Seite besuchen. Gruss von Tom"Cheyenne"Wallace


Hochtour Jungfrau 4158 m. ü. M. ( Rottalsattel, Normalweg )

25. / 26. August 2001

Eine Privattour! Heute mit dabei sind die drei Schweinepriester Toni Borer, Markus Häner und ich. Die Tour zu dritt auf den Mönch ist nun schon 2 Jahre her, im Jahr 2000 hatten Toni und Markus Unfälle, so mussten wir die Jungfrau um ein Jahr verschieben, nun ist es soweit. Der Sommer 2001 zeigt sich schon seit Wochen von seiner allerbesten Seite, es herrschen immer Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Unsere Ferien sind vorbei, aber auch für dieses Wochenende sind bis zu 31 Grad angesagt. Schon 10 Jahre ist es her, als ich zum letzten Mal auf dem Gipfel der Jungfrau stand. Am Freitagabend treffen wir uns bei mir zur Tourenbesprechung und stellen die Steigeisen ein. Am Samstagmorgen der Start in Laufen, unser Zug fährt um 09 44 h ab. Über Biel - Bern nach Interlaken Ost, weiter nach Grindelwald, zur Kleinen Scheidegg und hoch auf das Jungfraujoch. Die Fahrzeit beträgt über 5 Stunden, dies ist meine 19. Fahrt zum Jungfraujoch. Es wird ein cooler erster Tag, Eingeklemmte und einen kleinen Apéro genossen wir schon im Doppelstöckerzug. Bis jetzt habe ich all die Fahrten Kleine Scheidegg zum Jungfraujoch bezahlen müssen, retour mit der JB also Fr.70.-. Seit April 2001 haben wir mit dem FVP ( für Nichteisenbahner = Fahrvergünstigung Personal ) freie Fahrt bis auf`s Joch, das gab es in 20 Jahren noch nie. Bis natürlich auf die Skisaison. Find ich gut so. Toni und Markus bezahlen mit dem ½ - Tax Abo Fr.124.50.- retour. Um 15 00 h treffen wir auf dem Joch ein, nun durch den Stollen hinaus in die weisse, herrliche Gletscherwelt. Nach 45 Minuten wandern auf der "Firnautobahn" erreichen wir die Mönchsjochhütte auf 3650 m. ü. M. Während dem Aufstieg beobachteten wir 8 Bergsteiger im Eisbruch, die vor der Mönch - Südwand hochklettern, dies begreifen wir wegen der Hitze und der Tageszeit nicht ganz. Die Mönchsjochhütte ist heute ausgebucht, logisch, bei diesem super Wetter. Wir melden uns an und beziehen bald das Massenlager, danach gemütliches Verweilen in der Gaststube, wir trinken dreimal eine stärkende Bouillon. Von hier schreibe ich 2 Karten, eine an meine Eltern und eine an Raphael Wellig, dazu gibt es noch ein blaues Hütten - T - Shirt. Um 19 00 h zügeln wir an den Tisch, bald kommt das Abendessen. Es gibt Tagessuppe, Salat und Spaghetti Bolognese, also Spaghetti mit Kohlenhydraten, das ist hier oben schon wichtig. Das Essen ist fein, dazu ein Glas Rotwein, während der Dämmerung mache ich ein paar Fotos vom Schreckhorn und Lauteraarhorn. Es wird 20 30 h, Hüttenleben, die Stirnlampe laden, packen, die Thermosflasche für den Marschtee bereitstellen. Die Toiletten hier am Mönchsjoch, es sind chemische, sind sehr sauber. Draussen etwas üben in Sternkunde, die Milchstrasse strahlt. Noch einen Roten, Toni organisiert auch Schlaftee, danach trinken wir Grüntee. Wir lachen viel und freuen uns sehr auf Morgen, mit Sabbele und Bobbele ab auf die Jungfrau. Wie vor 2 Jahren unterschreiben wir im Hüttenbuch wieder mit "Alpengroupies / Schweinepriester". Ivan Saner aus Büsserach wird Morgen mit Freunden den Eiger über den Mittellegigrat besteigen. Nun ist der Natelwecker gestellt, es wird 22 00 h, wiederum sind wir die letzten Gesichter, die in der Gaststube sitzen. Danach ziehen auch wir die Wolldecken über unsere Köpfe. Toni gibt mir eine halbe Schlaftablette, zum ersten Mal, diese Aufregung immer. Ich hoffe nun auf Schlaf, 5,5 Stunden Zeit müssen reichen, es wird aber eine schlechte Nacht. Böse Träume, rülzen, schnarchen, wieder aufwachen und immer die Vorfreude auf Morgen. Um 03 00 h schaue ich auf die Uhr, um 03 30 h, als sich einer im Licht der Stirnlampe anzieht, stehen wir auf. Das Natel läutet, packen, Frühstück in 15 Minuten, Decken zusammenlegen und los. Die ersten Gruppen machen sich schon auf den Weg und draussen vor der Hütte sammelt sich auch das "Schweinepriester - Team". Es ist eine herrliche, sternenklare Nacht, nebenan über dem Trugberg leuchtet das Sternbild Orion, die Milchstrasse zieht sich über das Firmament. So muss es sein vor einer grossen Bergtour. Nun verlassen wir die Mönchsjochhütte bei 2 Grad plus und wandern den Firn hinunter zum Stollenloch des Jungfraujochs in 25 Minuten. Im gleissenden Licht einer Halogenlampe ziehen wir unsere Gschtältli an und hängen uns am 30 Meter langen Seil ein. Ich gehe voraus, Markus in der Mitte und Toni bildet den Schluss. Es ist jetzt 05 10 h, nun über den schönen Jungfraufirn zum eigentlichen Ziel hinüber, längere Zeit abwärts, 5 Gletscherspalten zieren die Route und danach wandern wir stetig im gefrorenen Schnee hoch. Die Dämmerung setzt langsam ein, nach einer halben Stunde über einen heiklen Abriss mit Spalten und Blankeis auf schmalem Pfad in die Felsen. Hier waren wir vor 10 Jahren nicht aufgestiegen, sondern gingen links um die Felsen herum und waren auf dem Firn geblieben. So ändern sich eben die Routen mit der Zeit, wegen Steinschlag oder Gletscherschwund. In herrlichem Gneis klettern wir langsam hoch, die Jacke in den Rucksack, so macht es Spass. Es wird Tag, man löscht die Stirnlampen, nun etwa 10 Meter fast senkrecht hoch, weiter nach links auf ein Felsband und nun rüber zum Firnfeld. Nach 45 Minuten verlassen wir die Felsen, sind 100 Minuten unterwegs. Hier ziehen wir im Eis unsere Steigeisen an, am Fels vorhin gab es schon etwas Stau. Relativ schnell gewinnen wir im Firnfeld an Höhe, über einen Schneebuckel, dann noch einer, es ist ganz toll hier, bald sind wir auf einem grossen Plateau. Weiter schön langsam aufsteigend, Bergspitzen lugen hervor, vor uns der Gipfelaufstieg zur Jungfrau, links das Rottalhorn. Darunter abgehängte Stellen und Wächten, der Eisabbruch, in der Mitte des Panoramas der Sattel. Toni stöhnte vorhin ob diesem Anblick. Zwischendurch etwas Tee, eine kleine Rast, es wird 07 00 h.

Kurz vor dem Rottalsattel an der Jungfrau.

Gipfelglück auf 4158 m. ü. M.

 

Der heikle und steile Abstieg im oberen Teil der Jungfrau.

Nun beginnt der Gipfel der Jungfrau zu leuchten, zuerst orange, dann leuchtend rot. Im Osten geht hinter dem Finsteraarhorn die Sonne auf, es wird nun immer steiler, wir geben etwas Tempo wegen den Wächten am Rottalhorn. In kurzer Zeit nähern wir uns dem Rottalsattel, gegen 08 00 h befinden wir uns unmittelbar vor dem Sattel, 3 Gruppen rasten dort unterhalb des "Überganges". Jetzt noch über eine Spalte und dann der erste Blick über diese Lücke hinunter ins Lauterbrunnental mit Äbeni Flue und dem Gschpaltenhorn, auch ein sehr schöner Berg. Wie schon vor Jahren bläst einem hier der Wind voll ins Gesicht, unsere Jacken sind im Rucksack und wir steigen weiter im Hemd auf. Es zieht hier aber immer heftiger, schnell kühlen wir ab, Markus hat kalt. Hier auf 3900 Meter nach einer kleinen Stärkung über den schmalen Rottalsattel, es sieht ziemlich spektakulär aus. Vor uns steht der riesige Gipfelaufschwung der Jungfrau, es ist steiler und bestimmt eisiger als früher. Das Blankeis an solchen Stellen ist recht gefährlich. Auf kleiner Firnspur hinauf, ein gewaltiger Anblick, dann links gehend eine steile Eiswand hoch. Vor uns Gruppen von Bergsteigern, sie sichern einander, es gibt bald Stau. Noch etwa 45 Minuten bis zum höchsten Punkt, es ist hier nun ziemlich ungemütlich. Unter mir steckt die erste Eisenstange zum sichern im Eis, danach weiter in die Felsen übergehend, hier weitere Stangen und Sicherungsmöglichkeiten. In den Felsen nun immer höher steigend, nebenan fluchen und rufen ein paar Welsche, das nervt mit der Zeit. Direkt über uns in der Falllinie wird ins Eis geschlagen und schon fliegt ein Eisstück auf uns zu und knallt auf meine Uhr und das Handgelenk. Es wäre wohl besser gewesen, die Helme doch anzuziehen. Gemächlich weiteres Klettern im Fels, sichern um Blöcke und Stangen, es ist 09 00 h geworden. Man sieht viele Leute auf dem Gipfel sitzen, bald ist es soweit. Und dann nochmals Stau, wir weichen nach links aus in kombiniertes Gelände. Noch ein Firnstück, über die Gipfelfelsen, es wird ebener, noch ein kleines Stück und dann stehen wir drei auf dem Gipfel der Jungfrau auf 4158 m. ü. M. Geschafft, es ist gewaltig, die Aussicht genial, genau um 09 10 h sind wir ganz oben. Wir brauchten für den Aufstieg 3 Stunden und 40 Minuten, im gesamten also 4 Stunden, inklusive der 2 kürzeren Pausen. Es ist gut gelaufen, wir gratulieren einander und setzen uns auf den Gipfel. Es ist mein 27. Viertausender, für Toni der Dritte und für Markus der Zweite. Gegen 30 Bergsteiger teilen hier oben mit uns die Aussicht, es ist extrem, aber natürlich auch eine fantastische Weitsicht. Bei solchem Wetter sind die berühmten Berge halt etwas überlaufen. Nun etwas Verpflegung und Tee, wir sind absolut happy, doch ich sehe Toni auch an, dass ihm nicht absolut wohl ist. Es gibt keinen Gipfelwein hier, das verschieben wir lieber um 2 - 3 Stunden. Dann wird die tolle Rundsicht fotografiert, schnell noch 2 Phones zu Iris und meinen Eltern, auch Markus und Toni verständigen ihre Frauen über unseren grossartigen Gipfelsieg. Danach packe ich noch einen Gipfelstein ein. Zu guter Letzt noch das obligatorische Gruppenbild, ein anderer Bergsteiger knipst uns mehrere Male mit verschiedenem Hintergrund, auch mit dem herrlichen Grossen Aletschgletscher, der sich ins Wallis zieht. Jetzt ist es Zeit abzusteigen, etwa 80 weitere Alpinisten kraxeln hier den Berg hoch. Wir winken zum dunklen Eiger rüber, auf dessen Haupt jetzt bestimmt Iwan Saner und seine Gruppe stehen. Nach 40 Minuten verlassen wir die Jungfrau, Adieu! Die nächste Stunde wird heikel, nun in die Felsen, Toni geht jetzt voraus, ich gehe am Schluss. Wir sichern von oben, jetzt in die Blöcke, kurz in den Firn und dann bis zur nächsten Stange. Es ist ein Horror jetzt, ein Stau wie fast am Matterhorn, überall sind Leute, links und rechts, vor und hinter uns. Vor allem liegen kreuz und quer Seile um uns herum, die unser Seil auch kreuzen, eine krasse Sache. Immer wieder wird gewartet, sonst wären wir schnell. 3 Gruppen sind vor uns im Abstieg, und noch immer kommen welche herauf. Der Schnee wird nun auch immer sulziger mit der Zeit und der Erwärmung. Dann gelangen wir zur gefährlichsten Stelle, hier setze ich eine Eisschraube und hänge das Seil im Karabiner ein. Toni geht vorsichtig über die gehauenen Stufen, Markus sichert ihn bis zur Stange, nun klettert Markus, dann ich, gesichert von unten. Das 30 Meter Seil ist hier etwas zu kurz, na ja, wir haben uns so entschieden. Eine zweite Eisschraube wäre nun nicht schlecht an dieser Stelle, die erste wird herausgedreht und weg hier. Der Sattel ist nah, noch einmal anstehen, rüber in die Stufen, vorsichtig zur nächsten Stange, beide sichern nun mich. Das Gröbste ist vorbei, jetzt runter auf den Rottalsattel, eine Stunde brauchten wir vom Gipfel. Über den Firnrücken in kurzer Zeit weiter abwärts, unter der Wächte vorbei, ein Blick zurück, es sieht heftig aus. Im Sulz stürzen wir später mehrmals und fallen, es schlägt mich auf den Bauch, abwärts liegend. Aber hier kann nichts passieren, jeder macht seine Kapriolen, später bei einem Felsen gibt es die wohlverdiente Rast. Hier stossen wir drei mit dem Calamin - Gipfelwein auf die Jungfrau an und liegen an der Sonne. Das Jungfraujoch befindet sich nun wieder auf gleicher Höhe, etwa 2 Kilometer entfernt. Es wird nun immer heisser, die Sonne brennt extrem. Weiter zum "Felsbödeli", rechts davon vorbei, im Schnee dann steil bergab. Wir umlaufen die Felsen von heute Morgen und nehmen aussen rum die Normalroute wie vor 10 Jahren. Danach über zwei mächtige Spalten, ein paar Freaks kommen auch in unsere Spur. Die Kletterpartie von heute früh kann man von hier sehr gut erkennen, noch ein grosser Abriss, dann bewegen wir uns unter dem Felsvorbau auf den Jungfraufirn zu. Diesen nun eben querend, und dann später leicht ansteigend hoch. Ich habe fast einen Hitzekollaps und muss mein Hemd ausziehen. Noch einmal haben wir uns eingecremt, jetzt kommt das Schlussstück, ein rechter Türk, es macht einen müde und schlaff. Noch 150 Meter an Höhe, stetig steigend und steiler werdend, zuletzt auf die Spur vom Pistenfahrzeug, diese steil hinauf und dann stehen wir am Ziel, vor dem Stolleneingang nach 4 Stunden und 10 Minuten Abstieg. Das ergibt heute eine gesamte Zeit von 8 Stunden und 50 Minuten für die Jungfrau - Tour auf der Normalroute. Wir wollen ja auch gar nicht die Schnellsten sein, sondern das Abenteuer auch richtig geniessen können. Wir sind in Sicherheit und gratulieren einander, es ist 14 10 h, unser Zug fährt im höchstgelegenen Bahnhof Europas in 50 Minuten ab. Die Steigeisen an der Sonne trocknen und das Seil aufnehmen, Gschtältli versorgen. Stolz blicken wir drei zum Berg zurück und nun ab in die Kühle des Jungfraujochs. Durch den Stollen zum Restaurant, hier kaufen wir Sandwiches. Markus kühlte vorhin im Schnee einige Zeit seinen Weissen, der natürlich auch mit auf dem Gipfel war. Hier lässt Toni seine Groupie - Mütze beim Händewaschen auf dem WC liegen und schon ist sie weg. Bald stehen wir im Bahnhof an und warten auf unseren Zug, doch zuerst sind die Japaner dran mit ihrem Extrazug. Und wer kommt nun auf uns zugelaufen? Ivan Saner mit seinen Kumpels, direkt retour vom Eiger über den Mittellegigrat - Gipfel - Eigerjoch und der Mönchsjochhütte herkommend. Ich wusste, dass wir uns heute noch sehen. Es gibt ein grosses Hallo, auch sie hatten alle eine wunderbare Tour erlebt, waren zum ersten Mal auf dem Eiger. Sie nehmen die nächste Bahn und dann fahren auch wir mit dem Zug hinunter auf die Kleine Scheidegg. Dort treffen wir sie noch einmal, sie geniessen gerade ein Coupe. Wir ziehen es vor, weiter zu reisen, wollen nach Hause. Vom Joch sind es wieder über 5 Stunden bis nach Laufen, nun wieder umsteigen, ein paar Kühe stoppen den Zug und trampeln in der Lawinengalerie auf den Geleisen herum. Nun erreichen wir Grindelwald und geniessen im Zug den Dézaley von Markus, der noch herrlich kühl ist vom Schnee. In Interlaken wird wieder umgestiegen, alle haben Kohldampf. Da sehe ich den Speisewagen, nichts wie rein, aber mit kalten Getränken läuft hier leider gar nichts in dieser Hitze. Diese Bistros heutzutage haben einfach einen schlechten Ruf. Wir bestellen dreimal Wurstsalat, tolle Teller. Der Salat kommt jetzt gerade richtig, nur etwas zuviel Zwiebeln für Markus sind drin. In Bern angekommen, hole ich kaltes Bier, es wird auch langsam kühler, die Hitze geht weg. Um 20 14 h erreichen wir Laufen und wir haben die Jungfrau bestiegen, haben erfüllt. Wir werden abgeholt von Iris, Patrizia, Dominik, Tina und Michel, hier endet wie immer eine Tour, für uns drei eine grosse Tour bei genialem Wetter. Für dieses Jahr bin ich nun geheilt von Hochtouren, es folgt noch die 3. Weintour ins Lavaux, das Fallschirmspringen in Reichenbach und der 11. Tourenausklang Alpengroupies am 24. November mit Raphael Wellig und seiner Diashow als "Gaststar". Freuen wir uns also darauf, danach gibt es bei uns einige Veränderungen zu Hause, denn wir erwarten unser erstes Kind! Freude herrscht! 5. September 2001.


Mail an den Club:

 

 

E - Mail / Internet - Anschluss

Hallo Groupies

Rund zwei Drittel unseres Clubs haben nun schon Internet - Anschluss. Bitte beachten: Durch die Aufschaltung der Alpengroupie - Homepage am 14. August 2001 kann man sich für eine Tour online anmelden und nebenbei toll herum surfen. Deshalb werden ab Januar 2002 keine Programme mehr versendet. Bitte meldet uns Eure E-Mail - Adressen, falls sie in unserem Adressbuch noch nicht vorhanden sind. Danke! Groupies ohne Web erhalten die Touren weiterhin per Post.

Gut Klick ! Gago und Iris 09.2001

 


Erstes Tandem Sky Diving *

Fallschirmspringen aus 3500 m. ü. M. ( Sky Dive X Dream )

Sonntag, 14. Oktober 2001 Reichenbach im Kandertal

Diesmal sind mit dabei: Kilian, Nadja, Toni und Eveline, Paul, Edgar, erstmals Hansueli Bürgin und Laurent Hofmann, Beatrix und ich. Als Zuschauer dabei sind auch Martin und Björn. Am 22. September waren wir schon einmal hier in Reichenbach am Flugplatz, das Wetter war veränderlich und es klappte nicht. Ich war zu optimistisch. Wir wollen blauen Himmel. Enttäuscht sahen wir uns dann einen tollen Video bei Stefan Heuser im Hangar von Sky Dive X Dream an, fuhren später nach Reichenbach ins Bahnhofbuffet. 2 Stunden später, als Hansi und Laurent schon wieder Richtung Waadtland unterwegs waren, kommt das Telefon von unserem Jumpmaster Stefan, wir könnten jetzt springen, denn es wird nun sonniger. Tatsächlich besserte sich das Wetter. Doch das Team ist nicht mehr beisammen, wir stimmen darüber ab und vergessen es. Es sind ja 2 neue Daten abgemacht, der 7. und der 14. Oktober, beides Sonntage. Der zweite Anlauf haut auch nicht. Nun scheint es zu klappen: Seit letztem Mittwoch hat der Altweibersommer in diesem goldenen Oktober voll zugeschlagen. Das Wetter ist prächtig, der Himmel seit Tagen stahlblau, wir sind alle 10 bereit. Es ist der 14. Oktober: Treffpunkt ist bei uns um 10 30 h. In 2 Autos fahren wir nach Reichenbach im Kandertal. Um 12 30 h erreichen wir den Flugplatz und treffen auf das Team von Stefan Heuser. Der Himmel ist und bleibt blau, ein paar Wolkenbänder stören kaum, Temperatur 22 °C. Alle 10 angemeldeten Groupies sind hier. Meine Bergschuhe sind fürs Fallschirmspringen nicht geeignet, meint Stefan, ich springe deshalb mit Halbschuhen. Nun kommt die Instruktion, wir trainieren auf dem Spannteppich die Fluglage, schauen uns das Flugzeug an, eine Pilatus Porter mit 9 Plätzen. Im Hangar nun die Trockenübungen, die wir während des Fluges beherrschen sollen. Martin fotografiert uns, letzte Details. Es kann losgehen. Nun wird es ernst, wir haben Fr. 380.- bezahlt, um uns aus einem Flugzeug zu stürzen, den Vertrag mit den Bedingungen haben wir bereits unterschrieben.

Trockenübungen im Hangar.

Kurz vor dem Absprung.

Die Gruppen werden eingeteilt, Paul fliegt als erster mit drei Amis. Sie steigen ein, die Maschine startet und hebt ab Richtung Thun, fliegt am Niesen rechts vorbei und zieht eine Schlaufe über Spiez. Nach etwa 12 Minuten erreicht das Flugzeug 3500 m. ü. M. Und nun raus. Wie kleine Silberbälle stürzen die Tandemspringer aus der Maschine, rasen mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h auf den Erdboden zu. Gruppe 2 sind wir vier: Nadja, Kilian, Edgar und ich, wir fassen unsere Kombis. 40 Sekunden dauert der freie Fall, etwa 5 Minuten lang schwebt Paul der Erde zu und landet gediegen. Strahlt, als er zu uns rüber läuft. Bravo! Schon sind wir vier bereit, laufen zum Flieger und steigen ein, mit einem Kribbeln im Bauch. Rein in die enge Maschine, es ist nun 14 22 h. Ready for take off! Jetzt kann uns nichts mehr halten. Mein Pilot Stefan sitzt hinter mir, ich habe gemischte Gefühle. Die Maschine startet rassig mit ihren 1000 PS Kraft, im Nu sind wir in der Luft, das Kerosin stinkt. Rechts am Niesen vorbei geht es Richtung Thun, über dem See fliegen wir eine Drehung, unter uns blaues Wasser und das Niederhorn. Die stolzen Viertausender strahlen uns an: Wetterhorn, das Schreckhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Breithorn, die Blüemlisalp. Es ist gewaltig schön. Dazu der blaue Himmel mit weissen Wolkenbändern da und dort. Das Herz schlägt heftiger, bin ziemlich aufgeregt. Wir fotografieren einander im Flugzeug, eng wie wir nun beieinander sitzen. Was kommt jetzt? In 12 Minuten erreichen auch wir unsere Sprunghöhe von 3500 m. ü. M. Ein Blick in die Tiefe lässt erahnen, dass wir bald soweit sind. Der Divemaster sitzt jeweils hinter dem Gast, das Käppi habe ich angezogen, die Brille ist bereit. Wir quatschen über die Alpengroupies und die Berggipfel, über schon erlebte Touren. Mein Divemaster ist der Chef hier, Stefan Heuser. Er gibt mir nun letzte Instruktionen. Jetzt geht die Türe auf, mein Herz schlägt schneller. Es ist nicht gerade kalt hier auf 3500 m. ü. M. Gestern war die Nullgradgrenze sogar bis auf extreme 4200 Meter geklettert. Edgar und sein Pilot springen als erste, keine Zeit mehr, um Fotos zu machen. Sie hoppeln zum Ausstieg, halten kurz inne und weg sind sie. Schon ist Nadja dran, alles geht recht schnell, und Tschüss. Nun sind wir an der Reihe, Stefan hat mich vierfach gesichert und eingeklickt, ein hoppeln zur Türe, ein letztes Lächeln zu Kilian, die Beine hängen in der Luft. Die Hände liegen gekreuzt auf der Brust, Rücken durchbiegen, das hohle Kreuz, den Kopf nach hinten. Was kommt jetzt? Ich kann nicht mehr klar denken. Und los geht das Abenteuer Tandem Sky Diving. Von hinten nur ein kleiner Schubs von Stefan, der Flügel hängt noch kurz über uns. Die Beine anwinkeln, dann fallen wir in die Tiefe, beide kopf voran, es ist unglaublich, die grüne Landschaft des Berner Oberlandes unter uns, schnell fliegen wir nun gerade im Raum, das Zeichen von Stefan auf meinen Schultern, den Daumen hoch, die Hände sind nun ausgebreitet, die Arme gestreckt. Wir stürzen nicht, wir fliegen, fliegen richtig während 35 - 40 Sekunden im freien Fall auf die Erde zu, legen in dieser Zeit eine Strecke von ca. 2300 Höhenmeter zurück. Es ist laut, ich will schreien, tue es auch, höre mich aber nicht. Ein wahnsinniges Gefühl, das ist Leben, erleben. Ich werde nie mehr Bungy Jumping betreiben, fünfmal ist genug. Das hier ist viel geiler. Es kommt mir vor, als stünde die Zeit still, während wir auf den Boden zu rasen, irgendwie kommt optisch die Erde gar nicht näher. Und es dauert eigentlich noch lange, habe Zeit, die Berge zu betrachten und die grünen Hügel, Häuser, Strassen. Die Daumen von Stefan zeigen O.K. ich quittiere das Zeichen. Dann macht es wooooaaaafffffff, ein kurzer Zug, der Schirm geht auf und wir stehen still, im blauen Himmel, kein Geräusch ist mehr zu hören. Jetzt schweben wir, war das ein geiles Erlebnis, unbeschreiblich. Das war der Wahnsinn des Fallschirmspringens, der ganz normale Wahnsinn. 9 Jahre habe ich seit dem Trip nach Neuseeland darauf gewartet. Doch das Abenteuer ist noch nicht zu Ende. Wir segeln durch die Lüfte, noch sicher 5 - 6 Minuten, wie ein Gleitschirm, ich darf links ziehen und wir fliegen nach links, dann nach rechts. Vor uns segeln Edgar und Nadja, über uns schwirrt irgendwo Kilian herum. Man erkennt die Flugpiste, das Dorf Reichenbach, die Kander. Ein paar herrliche Kreise, Zeit zum Fotografieren, so viel wie möglich. Wir nehmen uns auch selber auf, hoffentlich werden die Fotos was. Jetzt bereiten wir uns langsam auf die Landung vor, eine kurze Lektion von Stefan. Nun sehe ich die Kumpels am Boden, winke, mein Divemaster nimmt mit mir die "Todesspirale", ein geiles Gefühl. Nun über den Hangar, in eine Kehre neben Bäumen vorbei. Vor uns liegt die Wiese, wir setzen zur Landung an, wollen auf dem Hintern landen. Es kommt so gut und fein in den letzten Metern, dass wir beide sehr sanft auf den Füssen landen können. Es ist geschafft. Danke, Stefan, es war ein unglaublich schönes Erlebnis. Kilian kommt auf uns zu und macht noch mal ein Gruppenbild. Mit grosser Euphorie, einem breiten Grinsen und vielen Glücksgefühlen kehren wir in den Hangar zurück. Man gratuliert einander, wir ziehen unsere Kombis wieder aus. Die nächsten drei sind nun dran: Beatrix, Hansi und Laurent. Auch sie sind startklar, schnell hebt der Flieger ab, wir verweilen bei den T - Shirts. Ich darf als Organisator der heutigen Tour einen Pulli von Sky Dive gratis mit nach Hause nehmen. Ein Pulli für Fr.55.-, Danke vielmals, Stefan. Alexis händigt mir den Pulli aus, es werde noch weitere Leibchen gekauft. Jeder Springer erhält danach ein Zertifikat. Jetzt wieder nach draussen, unsere Freunde springen schon. Weit oben die Pilatus Porter und kleine Bälle, was für ein Gefühl. Bald gehen die Schirme auf und tummeln sich am herrlich blauen Himmel. Sie geniessen es sichtlich, noch ein paar Schlaufen und feine Landungen. Die Glückshormone fliessen, die drei sind happy und begeistert. Hansi und Laurent würden gleich noch einmal springen, wenn es im Flugzeug Platz hätte. Gratulationen und nun einen Schluck Wein. Die zwei Letzten sind auch bereit, Toni und Eveline. Der letzte Flug hebt ab mit unseren Leuten, es sind fünf Schirme, nach einer Weile der unsäglich tolle, freie Fall, in weiss und violett schweben Toni und Eveline sanft auf die Erde zu. Als Toni eine schöne Landung hinlegt, fliegt Eveline noch weit oben. Dann ist es auch für sie vorbei. Als sie zurück im Hangar sind, gibt's einen Souriex 2000 von mir, immer noch eiskalt. Wir stehen alle mit unseren Zinnbechern um den Tisch, ich rufe Stefan zu uns herüber. Gemeinsam stossen wir auf das eben Erlebte, das tolle Feeling des Tandem Sky Diving an, und auch auf diesen schönen Herbsttag. Es war einsame Spitze hier bei Stefan und seiner super Crew. Ich gebe ihm das Groupie - Programm mit unserer Homepage - Adresse. Wir werden wiederkommen. Stefan macht mir noch einen Eintrag ins Tourenbuch und zeichnet einen Fallschirm. Drüben auf der Strasse herrscht schon Stau. Es ist nun 16 40 h. Wir verabschieden uns vom Sky Dive Team und fahren vor 17 00 h los, Stau auch in Bern und bei Kirchberg. Dann war da noch Paul's Szene mit dem Blaulicht blinkenden Polizeibus hinter uns, den er einfach nicht vorbei liess, weil die Musik etwas zu laut war. Hatte der Tschugger einen miesen Blick drauf. Nach 2 Stunden treffen wir in Erschwil ein, müde und glücklich, Stolz zeige ich Iris mein Sprungzertifikat. Es war so genial und ein krönender Abschluss im Herbst 2001 im 15. Jahr der aktiven Alpengroupies.

 

 

Die Himmelstruppe vor dem Flugzeug.

 

Bereits am Montagmorgen kommt ein E - Mail und ein Gästebucheintrag in unserer Homepage von Stefan. Hier der Auszug:

Stefan & Alexis Heuser-Peters schrieb am 15.10.2001 :
Hallo Georg und Alpengroupies Vielen Dank nochmals für die Organisation und der tollen Idee, sich bei mir aus einem Flugzeug zu stürzen. Ich denke, dass dieser Tag, mit dem super Wetter, der tollen Aussicht auf Eure Alpenwelt, sowie dem unvergesslichen Feeling, sich frei wie ein Vogel durch die Luft zu bewegen, Euch noch lange in Erinnerung bleiben wird. Euren Club finde ich echt stark. Es ist schön zu sehen, dass es solche Clubs mit gut gesinnten und fröhlichen Menchen auch noch gibt.

Nachdem ich mich mit grossem Interesse in Eurer tollen Homepage herumgewühlt hatte, kam ich zu einer entscheidenden Erkenntnis: So verschieden sind wir beide Gruppen gar nicht. Wir alle lieben es in die Höhe zu gehen, in die Weite zu schweifen und einfach unter "Kumpels" zu sein!! Ich wünsche Euch allen noch viele unvergessliche Touren. Berg Heil und Blue Skies Skydive Xdream Geschäftsführer Stefan Heuser


Nadja Hunziker schrieb am 04.11.2001 :
Hallo Gago Die Alpengroupies-Homepage ist echt mega spitze!!! Ich surfe ab und zu in Deiner Homepage, da man immer wieder etwas Interessantes findet zum Lesen. Es ist kurzweilig, spannend, vielseitig und vieles mehr. Besten Dank für Deine Spitzenarbeit mit Fips!!! Gruss Nadja Hunziker


11. Tourenausklang Alpengroupies *

24. November 2001, Letzte Tour im 15. Jahr

Diashow mit dem Wettkönig Raphael Wellig Schützenhaus Erschwil

Anmelderekord: 58 Gäste

Heute mit dabei: Kilian und Nadja, Eveline Borer, Eveline Heim, Elsi, Bruno, Alex, Kevin, Iwan Borer, Thomas und Maya, Manuela, Daniel und erstmals Nico Borer, Beatrix, Martin, Christoph und Grace, Markus und Patrizia, Leo, Heidy, Paul, Eduard Pflugi, Dieter und Nadja, Jackie und Giusi, Toni Borer, Fritz und Bethli, Adrian und Melita, Eric und Daniela, Stephan und Monika, Jacques Jermann, Oli Blessinger, Madeleine Übelhard. Toll finde ich, dass heute alle kommen konnten, die im Juli dieses Jahres auf der Tour Rhonegletscher / Belvedere und somit auf dem heutigen Groupie - Film mit dabei waren. Die letzten Wochen waren recht anstrengend, es gab für dieses Fest viel zu schreiben und zu organisieren. Die Liste wird diesmal riesig, haben wir doch mit Raphael ein Zugpferd und ein besonderes Highlight heute Abend, deshalb sind auch noch spezielle Gäste mit dabei. Am Freitagabend beginnt der Aufbau im Schützenhaus mit der Schlüsselübergabe von Josef Saner. Bald trudelt Paul ein sowie etwas später Kilian, Nadja und Christoph mit seinem super Projektor von der STG, den wir schon zum zweiten Mal benutzen dürfen. Paul hat viele Stunden vor dem Computer verbracht, um die Ausschnitte von "Wetten, dass....?" und den Film vom Rhonegletscher / Belvedere zusammen zu stellen. Den ganzen Abend überprüfen wir die Technik, damit alles rund läuft und schmücken das Schützenhaus. Iris ist hochschwanger im 9. Monat und muss sich schonen, ohne andere Hilfe wäre ich schon am Anschlag. Am Samstagnachmittag kommt Jean - Claude Bologna vorbei und liefert die Getränke. Gegen 16 00 h trifft Raphael Wellig mit seiner Frau Margret aus Bern ein. Zur Begrüssung trinken wir einen Souriex in unserem schönen Weinkeller und um Nervosität abzubauen. Dann machen wir uns auf den Weg zum Schützenhaus. Ab 17 30 h laufen die ersten ein, bald sind wir schon vollzählig. Wir sind extrem viele, mit unseren Gästen nehmen 57 Personen an diesem Ausklang teil. Um 18 30 h beginne ich mit der Begrüssung und der Orientierung über unsere Touren 2001:

"Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 11. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 15. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 15 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit genau 10 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Begrüssen möchte ich auch unsere Gäste an diesem Abend: Nämlich Stephan Wanner, Pascal Grolimund, Luggi Müller, Claire Altermatt, Daniel Altermatt, Nadine Altermatt, der jüngste Groupie jetzt im Moment, Nico Borer, Sohn von Daniel und Manuela Borer, Hugo Vogt, Vreni Vogt, Bruno Sutter und Annemarie Sutter, Lars Wyss und Urs Stegmüller, und im speziellen unseren Stargast aus Bern, der Walliser Bergsteiger und Wettkönig Raphael Wellig und seine Frau Margret. Hier dazu eine kleine Geschichte: Wir haben im Oktober 1992 Raphael Wellig in Nepal kennen gelernt, als er im Aufstieg am Mount Everest wegen Kälte mit schwarzen Zehen zurückkehrte. Das war im Thyangpoche im Sherpaland. Damals versprach er mir, die Nordwand des Allalinhorns mit mir einmal zu besteigen. Nach unserer Weltreise schrieben wir einander ein paar Mal und 1993 kam eine Karte von Raphael, er hatte soeben einen Siebentausender bezwungen, den 7168 Meter hohen Baruntse. In dieser Zeit bestieg er viele Berge auf der ganzen Welt sowie alle 42 Viertausender der Schweiz. 1996 sahen wir seine Werbung für Diaschows in der Bahnhofstrasse in Brig. 4 Jahre später, am 9. Dezember 2000 guckten wir uns "Wetten, dass...? aus der Joggelihalle in Basel per Zufall im TV an und dann haute es uns fast vom Stuhl, als da plötzlich Raphael Wellig neben Thomas Gottschalk stand. Er kam mir seiner super Wette in die Sendung, anhand eines kleinen Bildausschnittes einen Viertausender zu bestimmen und er hat es tatsächlich geschafft. Es wurden Bilder von Viertausendern gezeigt aus diesem Buch hier. Es war einfach unglaublich. Zum krönenden Abschluss wurde Raphael sogar Wettkönig vor 17 Millionen Zuschauern, es war gewaltig. Ich schrieb ihm sofort und gratulierte ihm, prompt kam nach 5 Tagen ein Brief zurück. Raphael war zweimal auf der ersten Seite vom Blick, sie nannten ihn den König der Viertausender. Dann ging alles recht schnell: Wir telefonierten einander und machten im Frühling ein Datum ab fürs Allalinhorn. Als es Sommer wurde, war es aber schon zu heiss für eine kleine Nordwand. Am 29. Juli 2001 traf ich Raphael Wellig nach 9 Jahren in Saas Grund wieder, wir bestiegen dann zusammen erstmals einen Berg, das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es war eine super Tour mit ihm, wir hatten es ganz toll zusammen. Dann habe ich ihn gebucht für den heutigen Abend und ich bin sehr stolz, dass es wirklich geklappt hat. Seine Frau Margret ist heute auch zum ersten Mal dabei. Heute ist er nur für uns da und zeigt uns bald eine tolle Diashow mit dem Titel: Zu den Bergen der Welt, erleben und entdecken. Ich bin wirklich froh und stolz, dass das mit Deiner Diashow geklappt hat. Wir alle freuen uns auf Dich, Raphael.

Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2001. Es war wiederum ein sehr erfolgreiches Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren und 4 Privattouren durchgeführt. An diesen 8 Touren haben sich 98 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 41 Alpengroupies und 16 Gäste, das macht zusammen 155 Personen im Jahr 2001, die mitgemacht haben. Es ist schön, dass Ihr da seid. Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 10. Mal durchgeführt am 27. Januar 2001. 11 Personen waren dabei gewesen. Dieses Jahr wurden wir auch wieder mal von der Sonne verwöhnt und durften einen herrlichen Alpenblick von der Hohe Winde aus geniessen. Das war übrigens die 99. Tour. Als Privattour gingen wir am 10. Februar mit einer Digitalvideokamera ins Erschwiler Schemelloch und erforschten die Höhle. Die 2. Tour war die Schneeschuh - Tour Langis / Obwalden am 10. März 2001. Als 100.ste Tour seit der Gründung 1986 hatten wir ein kleines Jubiläum zu feiern. 8 Personen waren hier dabei. Unser Leiter am Schneeschuhkurs war Fredy Glanzmann, Olympiasieger Nordisch von Calgary 1988. Mit Wetterglück und gutem Fondue haben wir das verschneite Obwalden erlebt. Im April wollten wir ins Pelzli zum Sportklettern, aber an beiden Daten war das Wetter sehr schlecht, es hatte sogar noch heftig geschneit. Diese Tour wurde abgesagt und dieses Jahr nicht mehr wiederholt. Die Skitour Lauchernstock auf 2655 m wurde privat durchgeführt am 12.Mai bei bestem Wetter. Die Leitung an dieser schönen Tour übernahm SAC - Tourenleiter Urs Stegmüller aus Bärschwil. Am Auffahrtstag, den 24. Mai erforschten wir auf der 3. Tour den Geologischen Wanderweg Bärschwil. Bei bestem Wetter inkl. Gewitter konnten wir das Jurameer erahnen mit 23 Personen. 4. Tour: Am 16. Juni war es wieder einmal soweit für extremes: Canyoning in der Massaschlucht hat uns gefordert, es galt, 600 Höhenmeter in 6 Stunden zu bewältigen mit wandern, klettern, springen und schwimmen. 10 Personen waren hier mit dabei. Als dann der Hochsommer kam, war es Zeit für die Gletscher: 5. Tour: Der Rhonegletscher rief uns am 7. / 8. Juli und wir besuchten ihn. Zuerst bei Schneefall das ehrwürdige Hotel Belvedere bezogen, ein Besuch in der Gletschergrotte mit Degustation des Gletscherweines und Abendessen mit Tanz im Weinkeller auf 2300 m. ü. M. rundeten den ersten Tag ab. Am Sonntag genossen wir mehrere Stunden eine Gletschertour inklusive Spaltenrettung als Übung bei gutem Wetter. Paul filmte dieses Bergwochenende und heute Abend werden wir das Ergebnis noch sehen. Auf diese Gletschertour kamen 10 Groupies mit. 6. Tour: Nur 2 Wochen später hiess es nochmals Erlebnis Rhonegletscher für 1 Tag am 21. Juli wegen grösserer Nachfrage mit wiederum 10 Personen. Das Wetter konnte an diesem Tag gar nicht besser sein. Man kann es auch Kinderbergsteigen nennen, waren doch Dominik, Tina, Michel, Diana und David auch mit von der Partie. Acht Tage später traf ich in Saas Grund zum ersten Mal nach 9 Jahren unseren Wettkönig Raphael Wellig wieder und bestieg mit ihm das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es war eine super Tour, auf dem Gipfel hatten wir ein tolles Feeling. Am 25. / 26. August fand wieder eine Privattour statt, mit Toni und Markus bestieg ich nach 10 Jahren wieder die Jungfrau. Nach 5 Stunden Aufstieg standen wir bei allerbestem Wetter auf dem Gipfel der Jungfrau auf 4158 m. ü. M. Es war auch etwas heikel am Berg und es hatte viel zu viele Alpinisten, man nutzte halt das super Wetter. Die 7. Groupie - Tour war dann die 3. Weintour Lavaux am 8. September. Das Wetter war auch bedeutend besser als vor 2 Jahren, es kamen 16 Groupies mit. Kurz: Wandern, Reben, Eglifilets in Epesses, der See und 3 Weinkeller rundeten den schönen Tag ab. Die 8. und letzte Tour war das Fallschirmspringen im Berner Oberland, das Tandem Sky Diving. Am dritten Wochenende klappte es dann endlich, es war der 14. Oktober. Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite und dieser Tag war absolut genial. 10 Personen sprangen aus dem Flugzeug, im freien Fall rasten wir auf die Erde zu und stürzten während 40 Sekunden durch den blauen Himmel. Danach schwebten wir gediegen auf den Boden zu. Es war ein unglaubliches Abenteuer, ein super Abschluss in diesem tollen Jahr. Während des Abends könnt ihr wie immer Fotos der vergangenen Touren anschauen, in Büchern blättern oder auch die neuesten Tourenberichte lesen.

Das Geschenk am heutigen Tourenausklang ist in erster Linie der Besuch und die Diashow von Raphael Wellig und natürlich die Alpengroupie - Homepage, die seit dem 14. August 2001 im Internet steht, mit grossem Erfolg übrigens. Man kann darin herum surfen während 24 Stunden am Tag. Sie ist bereits gefüllt mit 380 Fotos unserer Touren und wir hatten in den ersten 3 Monaten schon über 750 Besucher zu verzeichnen. Den Werdegang der Homepage kann man auch im Ordner begutachten. Die Homepage wird es immer geben, jedes Jahr wird sie auch von einem neuen Sponsor finanziert. Unser Webmaster und Schöpfer dieser tollen Homepage ist Fips, er kommt heute Abend zum musikalischen Teil zu uns.

Gebannt schauen wir die tolle Diashow von Raphael Wellig.

Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende zwei Groupies nach vorne bitten: Manuela Borer und Markus Häner. Manuela erhält den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 Touren, Markus hat heute Abend 16 Touren erreicht. Herzliche Gratulation und Applaus für die beiden. An der Schneeschuhtour Langis / Obwalden am 10. März 2001 wurde beschlossen, dass Iris und ich nach 10 Jahren zwei neue Zinnbecher erhalten. Sie werden heute eingeweiht. Herzlichen Dank. Beschlossen haben das an der Schneeschuhtour Langis die Mitglieder Eric, Daniela, Stephan, Sandra, Kilian und Nadja. Jetzt geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb. Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Danke, ich habe geschlossen".

Das Programm: Schätzwettbewerb, Abendessen, Ausschnitt aus "Wetten, dass...?" mit Raphael Wellig, Diashow von Raphael Wellig, Film "Bergweekend Rhonegletscher / Belvedere" vom 8. / 9. Juli 2001 von Paul Grolimund, Kaffee und Kuchen, Vorschau 2002, letzter "Pink Fröyd" - Auftritt an einem Tourenausklang, Programm Suurchrutt - Tour 2002, Auflösung Wettbewerb.

Dies also sind die wichtigsten Highlights dieses Abends. Martin und Beatrix sind schon unterwegs und holen im Restaurant s`Zäni in Breitenbach den Party - Service ab. Jetzt beginne ich mit dem Schätzwettbewerb: Ich habe dazu 3 Gipfelsteine in der Hand, sie stammen von den Gipfeln des Eiger ( 1998 ), des Matterhorns ( 1990 ) und des Blüemlisalphorns ( 1995 ). Es gilt nun, das Gewicht dieser 3 Gipfelsteine zu schätzen auf ein Gramm genau. Die Liste ist bereit, los geht's und viel Spass dabei. Ab 19 00 h wird das Essen serviert, einen herzlichen Dank gebührt schon jetzt der Küchenmannschaft mit Elsi, Iris, Melita, Kevin, Bea und Heidy. Zum Essen gibt es Schweinsgeschnetzeltes mit Nüdeli, Gemüse und Brot. Wer will, kann auch noch ein zweites Mal schöpfen. Das Essen war sehr gut und wird mehrmals gelobt. Nach 20 00 h ist alles Geschirr auch schon wieder gewaschen und versorgt. Nun bleibt etwas Zeit für Spontanes. Christoph hat sein Laptop mitgebracht und mittels Natel - Verbindung sind wir hier oben im Schützenhaus plötzlich online im Internet, eine tolle Sache. Interessant für die, die unsere Groupie - Homepage noch nie gesehen haben. Mit einem 2 Meter Bild können wir nun die Page anschauen, Christoph surft über die Frontseite und klickt sich in verschiedene Links, zeigt Texte und Fotos wie die Tour im Gasterental, wo wir im Naturschutzgebiet in Paul`s Zelt eine Gummipuppe versteckten, ich kommentiere das Ganze. Wir surfen zum Bungy - Jumping, in die Vorschau, zum Wettkönig, in den Everest - Treck, auf die Mitgliederliste, zum O.K. Alpengroupies vor dem Allalinhorn, ins virtuelle Pink Fröyd - Probelokal, zu den Fotogallerien, Tourenlisten 1986 - 1996 und 1997 - 2001 und zum Schluss in unseren Garten und auf die Bettmeralp. War lustig, Danke, Christoph. Gegen 20 30 h heisst es dann Vorhang auf für den Auftritt von Raphael Wellig in "Wetten, dass....?" mit einem Riesenbild und einem guten Ton. Wir geniessen während 12 Minuten seine tolle Wette, die ihn am Schluss zum Wettkönig macht. Gespannt warten wir auf die kleinen Bildausschnitte und fragen uns wie auch Thomas Gottschalk, wie Raphael das wohl macht. Es war einfach unglaublich, wie er das bewerkstelligte. Wir kommen wie vor fast einem Jahr 17 Millionen Fernsehzuschauer, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Er muss dieses Bergbuch auswendig gelernt haben. Applaus für unseren Wettkönig, das war der Hammer. Wir helfen beim Aufbau der 2 Projektoren mit Überblendtechnik und kurz darauf beginnt Raphael mit seiner unglaublich schönen Diaschau über die Berge der Welt / erleben und entdecken. Es ist einfach grossartig, herrlich klare Bilder zuerst vom Mont Blanc, aus den gesamten Alpen, aus dem Himalaya, den Anden, Europa und Afrika. Der Vortrag dauert eine ganze Stunde. Raphael erzählt spannend und ruhig seine Bergtouren, dokumentiert super und seine Frau Margret blendet dann und wann Musik ein. Zwischendurch ist mein CD - Player am Arsch, doch das tut diesem genialen Vortrag keinen Abbruch. Zum Schluss ein grosser Applaus für unseren "König der Viertausender", wie der "Blick" ihn nannte. Schön war`s. Nun ist es Zeit für Kaffee und Kuchen, Elsi`s herrlich frische Schwarzwälder und Rüeblitorten, alles auch im Preis dieses Abends inbegriffen. Ein grosser Dank an meine Schwiegermutter. Die Vorschau 2002 wird verteilt, in welcher auch die Besteigung des Mont Blanc steht, höchstpersönlich geführt von Raphael. Zum ersten Mal überhaupt an einem Tourenausklang herrscht heute Abend striktes Rauchverbot. Die Idee wurde sowohl von Rauchern wie auch von Nichtrauchern sehr gut aufgenommen. Es hängen keine Rauchfahnen im Raum herum, es danken alle, vor allem Baby Nico, dessen Eltern, unsere älteren Zuschauer und auch 2 schwangere Groupie - Frauen. Wird eine ganz gute Sache. Die Raucher, ja, immer auch noch ich, treffen sich zwischendurch vor der Türe. Um 22 30 h sind wir soweit für den Film "Bergweekend / Rhonegletscher" vom 7. / 8. Juli 2001. Dauer ca. 30 Minuten. Auch er gefällt dem Publikum mit unserem Essen und Fest im Weinkeller, der Gletschertour, der Gletschergrotte, Spaltenübungen, Kommentaren, den Interviews und nicht zuletzt der zahnlose Kommentar von Paul zur Lage auf dem Eis. Hier wird das Gegröhle des Publikums recht laut. Die Arbeit an diesem Film hat sich mehr als gelohnt, Dank auch an Paul. Die drei Bilder und Filmshows sind nun erlebt. Das Programm "11. Suurchrutt - Tour 2002" wird von Kevin verteilt und findet einige Leser. Das Publikum ist auch langsam etwas müde geworden in diesem Schlag auf Schlag - Programm. Dieser Ausklang wird auch auf Video festgehalten, wir filmen quer durch. Es ist nun Zeit für die Auflösung des Wettbewerbes: Diese drei Gipfelsteine hatten zusammen ein Gewicht von genau 591 Gramm, abgewogen auf der Briefwaage der Poststelle Erschwil. Auf dem dritten Platz mit -6 Gramm daneben gewinnt Pascal Grolimund einen Karabiner, er ist ein junger Beinwiler, uns verwandt und ein begeisterter Kletterer, wie ich hörte. Im zweiten Rang mit -4 Gramm daneben strahlt Grace Wehrli in die Runde, sie gewinnt eine Flasche Groupie - Schnäpsli. Und im ersten Rang, -1 Gramm daneben, Annemarie Sutter. Sie gewinnt 1 Flasche "Los Monteros" 1998, heisst übersetzt Die Berge. Allen dreien dafür herzliche Gratulation. Später sagt mir Annemarie, dass sie noch nie im Leben etwas gewonnen hätte, und jetzt das am Groupie - Fest, wie nett. Nach 23 00 h fetzen Pink Fröyd los mit Mundartrock, Ländler und Schlager, wir bringen Stimmung in die Hütte, wie schon immer seit 1991. Zum elften Mal spiele ich nun hier mit Fips, es war immer schön. Nach gerissener Saite spielen wir auf zum Alpengroupie - Song, seit Jahren nicht mehr gespielt und getextet von Fips. Viele singen mit, der Text liegt schon auf den Tischen, Paul filmt. Das wird nach 11 Ausklängen, nach 15 Jahren Groupie - Touren das letzte Mal gewesen sein, hier live zu spielen. Wir haben`s lange gebracht. Für Raphael sage ich "Alperose" an, weil er Margret hoch oben auf dem Hohtürli, in der Blüemlisalphütte, kennen gelernt hat. Sie stammt aus Nürnberg und ist auch begeisterte Alpinistin. Nach 40 Minuten Pink Fröyd spielen wir beide noch 2 Zugaben und setzen uns dann verschwitzt unters Volk. Merci Fips, für die vergangenen 10 ½ Jahre Pink Fröyd. Margret hat fast Angst um meinen Zustand, meine Stimme. Nun ist der offizielle Teil des Tourenausklangs 2001 eigentlich vorbei, die ersten verabschieden sich, draussen wird geraucht. Bald schon ist Mitternacht im Anmarsch. Ich finde, fühle und höre, dass dieser Abend der beste Tourenausklang sein wird, den wir jemals durchführten. Mehrere Stimmen bestätigen dies, das ist etwas anderes, als wenn es böse Zungen behaupten würden............Päärchenweise gibt es Abschiedsküsse, Raphael hat noch viele Zuhörer, wir werden noch lange bleiben, es gibt Freinacht bis 03 00 h. Nun kurz nach draussen zu den Rauchern, endlich Zeit für ein Bier und diverse Gespräche. Um 00 45 h machen sich Raphael und Margret langsam auf den Heimweg. Wegen dem Schnee am Passwang fahren sie über Basel, Morgen um 10 00 h trifft er auf Bergführer in seinem neuen Laden, der am 8. Dezember in Bern eröffnet wird. Schon einige wollen an diesem Datum mit nach Bern kommen. Wir wünschen gute Reise und weg sind sie. Es war ein genial schöner Vortrag, der beste Ausklang, meint auch Paul. Langsam lichtet sich das Schützenhaus. Um 02 30 h eine Autoladung voller Material nach Hause, dann verabschiedet sich auch Iris. Sie hat lange durchgehalten. Die vielen Pickel, Bilder, Karabiner, Gschtältli, Seile und Eisschrauben sind vom Aufbau - Team schon verräumt. Ab 03 00 h gibt's Freibier für die Helfer. Eine Stunde später sind noch 10 Groupies hier. Toni hat mit seiner Digitalkamera auch noch Pink Fröyd gefilmt, eine tolle Maschine. Die werde ich mir bald kaufen. Gegen 05 45 h verlassen die gleichen drei Sumpfhennen wie schon letztes Jahr das Schützenhaus, nämlich Oli, Paul und ich. Jetzt wird erst einmal geschlafen, am Sonntagnachmittag dann geputzt. Auf die Alpengroupies, bald beginnt das 16. Jahr unseres Club`s und unser Kind kommt auf die Welt. Diese vergangenen 15 Jahre waren einfach grandios!!!

CHECKLISTE TOURENAUSKLANG 2001

( So viele Kleinigkeiten, die es halt so braucht.........)

Schützenhaus reservieren O.K. seit 26. November 2000 ( Josef Saner )
Hütte schmücken am Freitagabend, 23.11.01. 19 00 h, Abendessen bestellen bei Rita, s'Zäni, Breitenbach, O.K. am 6. September 2001, Bestellt am 18.11.2001
Videoprojektor bei Christoph Wehrli ( STG ) bestellt am 18. September 2001
Teilnahme von Raphael Wellig mit seiner Diaschau O.K. im August 2001
Musik mit Pink Fröyd O.K. Fips Anfang September 2001 4 Zinnbecher bestellt am 16.10.01 ( Markus und Manuela, Gago, Iris ) bei Jeker Gravuren, Büsserach. Abgeholt am 14.11.01, 2 Filme über Raphael Wellig via Casablanca / Paul fertig stellen, Ausschnitt aus "Wetten, dass...?" und den Groupie - Film "Belvedere / Rhonegletscher" und vertonen. Alles abgeschlossen am 3.11.01, Tourenbuch fertig schreiben O.K. am 22.11.01, Alle Fotoalben fertig machen O.K. am 19.11.01, Tourenliste / Albumliste fertig Anfangs November 01 Mitgliederliste fertig mit Stand 20. November 2001 O.K., Orientierung über unsere Touren 2001 / Begrüssung, Wettbewerb schätzen fertig O.K. am 10.11.01. 3 Geschenke für den Wettbewerb besorgen ( 1 Karabiner, 1 Flasche Los Monteros, 1 Groupie - Schnaps ) O.K. am 22.11.01, Vorschau 2002 fertig, O.K. am 11.11.01, Neue Groupiekleber fertig von Copy 2000. O.K. 23.11.01, Suurchrutt - Tour 2002 fertig ( Programm ) O.K. am 11.11.01, Bei Paul Bologna diverse Getränke bestellen, O.K. am 7.11.01, Lieferung Sa.24.11 um 15 00 h. Abendessen wird in Breitenbach geholt um 19 00 h durch Paul und Martin. Ausrüstung / Material: Evtl. Videorecorder, Stativ, Casablanca Paul, Projektor Christoph, diverse Kabel und Anschlüsse, Verstärker alt ( Technics ), 2 Bose Boxen, CDs, Kabel, Scart, Chinchstecker, Licht von Kilian, farbige Lampen, Strahler, Spiegelkugel. Rucksack, Harrassen, diverses Bergmaterial, Seile, Karabiner, Expressschlingen, Steigeisen, Helm, Reepschnüre, Jungfraukalender, Ordner Homepage, diverse Bergbücher, Liste T-Shirts - Bestellung, alle Fotoalben, Tourenbücher, Klebeband, Reissnägel, Hammer, Kugelschreiber, Block, Filzer, Messer, Schraubenzieher, Handorgel, Text, Pfeife, Örgeli klein, Songauswahl, Programm, Canon Kamera, Filme, Batterien, Digitalvideokamera von Paul, Fahne, Zinnkrug, Zinnbecher, Groupie - Kleber, Groupie - Stempel, Preisliste Getränke, Liste Nicht rauchen. 28. November 2001, Georg Grolimund


Besuch an der Eröffnung des Bergsportladens von Raphael Wellig in Bern

8. Dezember 2001

Dabei sind: Christoph, Grace, Paul, Kilian und ich. 5 Groupies sind der Einladung von Raphael Wellig gefolgt, da sind wir natürlich dabei. 2 Wochen nach dem 15. Tourenausklang ist es so weit. Wir finden einen grossen, tollen Bergsteigerladen an der Freiburgstrasse 68 in 3008 Bern in einer ehemaligen Metzgerei vor. Das Geschäft hat beidseits Schaufenster, davor spielen Alphornbläser. Der Samichlaus aus "Wetten, dass...?" ist auch da sowie natürlich Margret Wellig und einige Helfer. Ich schenke Raphael eine Magnum - Flasche Rotwein mit vielen Grüssen von den Alpengroupies, dem Groupie - Signet drauf und einem Foto von uns beiden auf dem Gipfel des Lagginhorns. ( Juli 2001 ) Wir kaufen diverse Artikel ein, erhalten 10% und Gutscheine. Einen Apéro und Wettbewerb gibt es auch. Hier lerne ich Stefan Tüscher aus Lyss kennen, auch er ist ein grosser Bergfreak. Paul ziehen wir ein Gschtältli an sowie Karabiner und Abseilachter. Wir wünschen den beiden für die Zukunft Glück und vor allem viel Erfolg.

 


Mitgliederliste Alpengroupies 15 JAHRE!!! Stand 21.12.01


Adrian Schmidlin 14
Alex Schmidlin 9
Alexandra 2
Alfred Müller 1
Ändel Burkhalter 27
Andi Schindler 5
Andi Lutz 3
André Borer ( Chrütter ) 2
Andrea Spaar 5
Andreas Halbeisen ( Lälä ) 3
Angela Rommler 2
Anita Stiefelmeyer 29
Beatrix Schmidlin 6
Bernadette 1
Bethli Häner 7
Bettina Walther 12
Bölla 36
Bruno Schmidlin 10
Bumi 2
Carmen 1
Cedrik Häner 1
Christian Stadler 1
Christine Stadler 34
Christoph Wehrli 24
Clarissa Humair 3
Claude Hautle 2
Conny 1
Daniel Altermatt 8
Daniel Borer 25
Daniel Bu. 1
Daniel Erzer 11
Daniel Stirnimann 5
Daniela Hunziker 19
David Purtschert 6
Denise Borer 5
Diana Jermann 4
Diana Purtschert 6
Didier Borer 4
Dieter Hunziker 38
Dieter Messerli 2
Din Martin Thomann 2
Dominik Häner 6
Dorothea Bauhofer 1
Edgar Bischof 7
Edi Pflugi 3
Ellen Sager 1
Elsi Schmidlin 19
Enno D 2
Eric Hunziker 52
Eveline Heim 2
Eveline Borer 45
Fiona Wehrli 1
Fips Borer 12
Florian Eggli 1
Frank D 1
Franz Halbeisen 2
Franz Spaar 1
Fredy Jeger 6
Fritz Häner 7
Gago 107
Gisella Müller 1
Giusi Fellino 33
Glasi 6
Hansueli Bürgin 1
Grace Wehrli 10
Heidi Grolimund 23
Henning D 2
Hilda Messerli 2
Ines Schindler D 5
Ines Rommler D 2
Iris Grolimund 80
Ivan Saner 1
Iwan Borer 6
Jackie Fellino 32
Jacqueline Jeger 2
Jsa Burkhalter 1
Jack Jermann 5
Joel Burkhalter 2
Judith Hänggi 2
Judith Hockenjos 1
Judith Jeger 2
Kevin Schmidlin 4
Kilian Wehrli 22
Kurt Wasmer 1
Laurent Hofmann 1
Leo Grolimund 22
Leo Dobler 1
Lilly Hänggi 1
Lucie Sager 10
Madeleine Übelhard 7
Manuela Borer 15
Marcel Angehrn 1
Marco Fellino 13
Margret Wellig 1
Marianne Burkhalter 21
Mario Dobler 1
Mario Rommler D 6
Markus Brunner 3
Markus Häner 16
Martin Grolimund 13
Maya Harder 6
Melanie 1
Melissa Borer 1
Melita Zguric 7
Mex Spaar 8
Michel Häner 5
Misli 2
Monika Purtschert 11
Nadine Spiellmann 2
Nadja Hunziker 17
Nadja Müller 21
Nathalie Imber 1
Nico Borer 1
Nicolas Demierre 2
Nicole Fellino 13
Noemi Hunziker 1
Oliver Blessinger 7
Oliver Schwob 1
Oswald J. 4
Pascal Karrer 18
Patrizia Häner 12
Paul Grolimund 35
Paul Stadler 30
Pesche Burkhalter 1
Peter Borer 1
Peter Rüegg 1
Petra Borer 7
Priska 1
Rahel Hunziker 6
Raphael Burkhalter 3
Raphael Schmidlin 1
Raphael Wellig 1
René Stiefelmeyer 22
René Zuber 1
Robert Sager 1
Robin Hunziker 2
Rocky 1
Roger Luginbühl 6
Roger Humair 7
Rolf Lutz 1
Ruth Rommler D 5
Sabina Spaar 1
Sandra Grolimund 1
Sandra Jeger 6
Sandra Ankli 6
Sandra Christ 1
Sina Borer 6
Sonja Grun 1
Stefan Bieli 3
Stefan Brunner 3
Stephan Ankli 6
Stephan Purtschert 12
Stephanie Wehrli 1
Tamara Altermatt 1
Tanja Rüegg 1
Thierry Altermatt 1
Timo ( Hund ) 11
Tina Häner 6
Tommy Harder 9
Toni Borer 46
Toni Grolimund 17
Ueli Hänggi 30
Ueli Hürbi 2
Urs Schaffner 6
Veronique Steffen 10
Yvan Clos 5
Yves Halbeisen 1
Yvonne Altermatt 7


Spezielle Gäste am 24.11.2001 am 11. Tourenausklang wegen Wettkönig Raphael Wellig:

Hugo Vogt
Vreni Vogt
Luggi Müller
Claire Müller
Dani Altermatt
Nadine Altermatt
Pascal Grolimund
Stephan Wanner
Lars Wyss
Bruno Sutter
Annemarie Sutter
Urs Stegmüller
Marietta Borer
Gerhard Borer


November 2001 / Dezember 2001 / Januar 2002


Hans Grolimund-Hänggi 4227 Büsserach schrieb am 07.11.2001 :
Mein erster Versuch wurde vermutlich durch eine Fehlmanipulation unterbrochen. Jetzt also erst recht: Herzliche Gratulation zur hervorragenden Homepage! Sie ist äusserst einladend gestaltet und in allen Bereichen ein wahrer Schuss mitten ins Schwarze. Vielen Dank auch für das spontane und beeindruckende Fotoalbum zu meinem 50.Geburtstag. Der schöne Abend zusammen mit den Pink Fröyd wird mir in bester Erinnerung bleiben.

Lieben Dank, alles Gute und herzliche Grüsse aus Büsserach! In kollegialer Verbundenheit Hans Grolimund

Franz Halbeisen schrieb am 29.11.2001 :
Hallo Seit langem wieder einmal in Kontakt mit den Alpengroupies. Die Homepage gefällt mir gut

Kilian Wehrli schrieb am 03.01.2002 :
Hallo Ich wünsche allen Groupies im Neuen Jahr viel Glück und "Hals- & Beinbruch" für die Touren 2002. Damit ich es auch einmal gesagt habe: "Gago, ich finde die Homepage auch super!"

Gago schrieb am 06.01.2002 :
Hallo Groupies: Wir wünschen Euch allen viel Glück, Freude, Zuversicht und Gesundheit im neuen Jahr 2002. Bald einmal haben 900 Personen in die Alpengroupie - Homepage hinein geschaut seit der Aufschaltung vor 4 1/2 Monaten. Eine stolze Zahl, hoffen wir nun auf weitere tolle Touren in der Zukunft, und daneben Fotos, Tourenberichte und Highlights hier im Internet. Der Geist unseres Clubs lebt weiter, wenn wir alle zusammen am selben Strick ziehen. Die Zukunft beginnt Morgen! Nach dem genialen 11. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil am 24. November 2001 mit dem Wettkönig Raphael Wellig und 57 Gästen und zurückblickend auf die vergangenen, intensiven 15 Jahre Alpengroupies mit über 100 Touren rutschten wir beide gediegen ins neue Jahr.

Allen, die an diesem gelungenen Abend mitgeholfen haben, nochmals ein grosses Dankeschön. Der Berg ruft........Nun aber stehen uns neue Aufgaben bevor, die es zu meistern gilt. Freude herrscht!!

Viele Grüsse und Berg Heil wünscht Euch Das O.K. ALPENGROUPIES
Gago und Iris Blume


Geburt von Baby Bianca:

Am 16. Januar 2002 wurde unsere Tochter Bianca Melita Grolimund geboren. Ein neues Jahr ist angebrochen und wir haben Nachwuchs bekommen. Wir sind sehr stolz auf unseren neuen Erdenbürger. Nach 9 Tagen im Frauenspital Basel ( Neonatologie ) durfte ich am 24. Januar 2002 meine beiden Frauen nach Hause holen. Unser Baby ist nun da und wir sind sehr glücklich. Das jüngste "ALPENGROUPIE" - Mitglied ist nun auf die Welt gekommen. Am gleichen Tag sind wir bereits seit 5 Jahren in unserem Eigenheim. Ein Groupie - T - Shirt wird Bianca schon bald erhalten. Iris und ich freuen uns sehr auf unsere neue, gemeinsame Zukunft zu dritt.


Christoph Wehrli schrieb am 22.01.2002 :
Gago und Iris ! Die Familie Wehrli gratuliert euch für den Nachwuchs und wünscht euch alles Gute! Bis bald Christoph, Grace, Fionna und Stefany

Ueli schrieb am 24.01.2002 :
Berg heil! Wir gratulieren zum Nachwuchs, weiter so. Danke für die Karte und für die immer wiederkommende Post von euch. Jetzt gehts los mit dem Windeln wechseln und Schoppen geben. Und vergesst nicht, euren Schoppen einzunehmen! Grüsse von Ueli und Anja


11. Suurchrutt - Tour - Rothlachen - Hohe Winde

23. Februar 2002 *

Heute sind mit dabei: Kilian, Nadja, Paul, Tommy und Maya Harder ( ziehen heute die Hochzeits - Suurchrutt - Tour ein, vom Mai 2001 ) ich und ab Rothlachen Heidy und Leo. Zum zweitenmal findet diese Tour nach 1997 im Februar statt wegen der Geburt von unserem Baby Bianca Melita. Das Wetter ist absolut krass gemeldet, vor 3 Tagen hatten wir Sturm und gestern Freitagabend viel Regen. Wir rechnen heute den ganzen Tag leider nur mit Regen. Der Wetterbericht schreckte einige ab, deshalb sind wir nur 8 Personen, so wenig waren wir noch nie auf der Suurchrutt - Tour. Doch wir sind eine flotte Gruppe und ziehen das durch. Zum erstenmal ist meine neue Digitalkamera Canon Power Shot G2, die ich im Dezember 2001 kaufte, mit auf einer Groupie - Tour dabei. Ab jetzt gibt es keine Fotoalben mehr, kein einkleben, keine Negativstreifen, kein Einschicken, keine Kosten mehr und keine Batterien. Alles einfach Digital. Um 07 30 h treffen wir uns vor der EPA in Erschwil. Danach Fahrt ins "Bachmättli", wo wir unsere Autos parkieren. Die Temperaturen heute: zwischen 0° und 8°. Es ist noch trocken, der Start ist geglückt, wir erwarten aber katastrophales Wetter. Nun Richtung Rotmatt, am Haus von Radrennfahrer Stephan Mutter vorbei, hinauf in den Wald, über das Bachbett zur Schnapskurve. Hier einen ersten kurzen Halt, ein Fläschchen Groupie - Schnaps macht die Runde, wie immer. Weiter den steilen Weg hinauf, es ist angenehm zu wandern. Wiederum haben wir alle auch viel Zeit zum quatschen bei einer solch kleinen Gruppe. Im Tourenbuch habe ich schon ein Foto von Baby Bianca Melita eingeklebt. Nach einer Stunde erreichen wir die Mittlere Rotmatt, die Weitsicht ist bei diesem verhangenen Himmel nicht mal schlecht. Maya und Tommy sind heute das erste Mal auf der Suurchrutt - Tour dabei, ich zeige ihnen unser erstes Ziel, den Hof Rothlachen am gegenüberliegenden Hang. Der Wind wird stärker hier auf der Rotmatt. Abstieg ins Scheltental, nur weg von hier. Weiter unten wird's ruhiger und Paul kramt einen Apéro aus seinem Rucksack. Eine Stärkung kann nicht schaden. Hier weihe ich meinen neuen Groupie - Zinnbecher ein, nun haben alle das gleiche "Fassungsvermögen". Dann fängt es an zu regnen, aber nur 10 - 15 Minuten für uns, denn wir treffen alsbald bei der Scheltenmühle ein. Es soll doch regnen, rein in die gute Stube. Wir sind toll im Zeitplan, seit wir um 07 30 h starteten. Gemütlichkeit und Wärme macht sich breit. Tommy und Maya geniessen heute alles gratis, hier im Restaurant Scheltenmühle fängt es schon an. Nach einiger Zeit treten Heidy und Leo im Restaurant ein, draussen regnet es immer noch. Mit meinen Eltern trinken wir noch einen Spezial - Kafi "Dolce Vita" und kaufen Schweinsbratwürste vom Hof. Danach brechen wir auf nach 11 00 h. Der Regen hat schon wieder aufgehört. Eine gute Stunde Aufstieg liegt vor uns, die Teerstrasse ist frei von Schnee und es war hier auch schon mühsamer zum laufen. Der Bauer von Rothlachen, Hans Spahni, fährt herunter und holt meine Eltern in der Scheltenmühle ab, um kurz danach hoch zu fahren, Heidy winkt unserer Gruppe zu. Vier langgezogene Kurven weiter oben blinzelt einen Moment die Sonne durch die Wolken, es ist noch immer trocken, kaum zu glauben. Um 12 15 h treffen wir im Restaurant Rothlachen ein, werden herzlich von Celine und Hans Spahni begrüsst und nehmen in der warmen Gaststube bei meinen Eltern Platz. Die Groupie - Fahne hängt bald über unseren Köpfen. Kurze Zeit später kommt Celine mit der riesigen Bernerplatte herein, die wie immer reichlich überfüllt ist, ein Wahnsinn. Mama schöpft und guten Appetit allerseits. Jetzt wird es ruhig. An der Wand hängt noch immer Papa`s Foto aus den siebziger Jahren, das die Rothlachen mit Abendrot zeigt. Da war ich auch mit dabei gewesen. Wir essen, bis wir nicht mehr können, doch die Platte ist noch immer halb voll. Draussen schneit es ein wenig. Nach der urchigen Suurchrutt - Platte genehmigen wir uns einen Kaffee Avec. Ich schreibe Einträge ins Gästebuch des Restaurants, wie fast jedes Jahr. Dazu natürlich ins Groupie - Tourenbuch und zu guter Letzt nehme ich eine Geburtstagskarte hervor, die für Raphael Wellig bestimmt ist. Er feiert am nächsten Dienstag, am 26. Februar, seinen 37. Geburtstag. ( Jahrgang 1965 ) Wir schicken Grüsse nach Bern von der Suurchrutt - Tour. Celine schenke ich ein paar Fotos vom letzten Sommer, als wir im August hier oben waren. Danach zahlen wir langsam und verabschieden uns herzlich vom Wirtepaar, besten Dank. Es ist nun 14 30 h geworden, um diese Zeit sind wir normalerweise schon unterwegs, aber im Februar hat ja der Erzberg geschlossen und das Wetter ist wegen dem Alpenblick nun auch nicht gerade toll. Am Nordhang über der Rothlachen liegt noch heftig Schnee. Es hatte schon mehr vor Jahren, doch es reicht uns völlig. Kilian spurt voran, später ich. Wir sinken tief ein, von jetzt an werden wir spuren bis ans Ende der Tour. Draussen zeigt das Thermometer 0° C und plötzlich kommt Nebel auf beim Aufstieg. Nach kurzer Zeit haben wir aber auch wieder freien Blick auf Basel. Im Wald sind die Fussstapfen besonders tief, man sinkt gehörig ein. Oben bei den 3 Gittermasten angekommen, zieht es uns auf der Krete gleich weiter zum Matzendörfer Stierenberg. Hier auf der Ebene zieht Kilian einen Vinzel 2000 vom Obrist aus dem Rucksack. Ein längerer Halt ist angesagt inklusive Gruppenfoto. Nirgends sind weitere Spuren, als es abwärts geht, kämpfen wir uns die Wiese runter durch den hohen Schnee. Jetzt durch den Wald, an den Bunkern vorbei, bis hierher hat es einer geschafft. Gegen 16 30 h erreichen wir die Scheltenpasshöhe, weiter auf schneefreier Strasse Richtung Restaurant Erzberg. Und siehe da: Die Beiz hat doch tatsächlich offen und zwar deshalb, weil die Fasnacht dieses Jahr so früh war, wie ich später höre. Normalerweise ist der Erzberg ja den ganzen Februar durch geschlossen. Nichts wie rein, man braucht nicht mehr auf den Sonnenuntergang zu warten. Wohlig die Wärme in der gemütlichen Stube, die Familie sitzt am Küchentisch. Wir sind die einzigen Gäste weit und breit. Nun eine Runde Kafi Christine, wie jedes Mal. Nadja schüttet ihren Kafi bald einmal auf das Tischtuch, ein Grund, eine weitere Runde zu bestellen. Dazwischen ein Mohrenkopf vom Richterich, es sind einfach die besten im Land. Es tut gut, dass wir uns hier aufwärmen können. Viel zu schnell geht die Zeit vorbei, nach 50 Minuten brechen wir auf. Weiterhin spurt unsere Gruppe im neuen Schnee, es geht langsam aufwärts zur Hohen Winde. Der Wind nimmt nun stetig zu, wir brauchen lange, über 30 Minuten, bis zur Skihütte. Der Antennenmast ist umgeknickt und völlig am Arsch. Weiter dem Gipfel zu, der Sturm dreht auf. Wir torkeln zum höchsten Punkt, es windet nun voll extrem, so wie auf der Suurchrutt - Tour im Jahre 1995, nein, noch stärker. Es ist nicht zu glauben. Beim Signal oben filme ich einen kleinen Videoclip, um die Stärke des Sturms aufzunehmen. In diesem Moment reisst mir eine Böe die Groupie - Mütze vom Kopf, Kilian rennt hinterher, kann sie gerade noch einfangen, bevor dieser Orkan voll aufdreht. Nun wird es wirklich extrem, das ist das schlimmste Wetter bisher, einfach unglaublich. Es wird eine Windstärke von etwa 100 - 150 Stundenkilometern sein, also bald in Lothar - Nähe. Es hält uns nicht auf dem Dreieck, am höchsten Punkt. Nun ist es noch hell, wir haben Weitsicht bis nach Basel, doch der Schnee peitscht erbarmungslos über den Gipfel der Hohen Winde hier auf 1204 m. ü. M. Manche von uns werden mehrere Meter mitgerissen und können sich dann mit einem Sprung in den Schnee stoppen. Nichts wie weg von hier, runter zum Stall, der beste Schutz hier oben. Ab in den schützenden Raum, etwas ausruhen. Das war ein Kampf, muss man erlebt haben. Tommy spendiert seinen Gipfelwein, einen Souriex 2000 von der Weintour Lavaux 2001. Die Stirnlampen werden eingestellt, der Schnee liegt hier im Stall drinnen bis ans andere Ende des Gebäudes, solche Verwehungen herrschen hier. Zeit nun zum verweilen, es dunkelt jetzt ein. 90 Minuten Abstieg liegen noch vor uns. Gegen 18 30 h brechen wir auch hier auf, stapfen als erste durch den hohen Schnee. Hier im Wald liegt viel mehr als auf dem ausgesetzten Hangrücken. Wiederum ist neu zu spuren, in den Wald, bald zur Wiese und weiter zu den Gittermasten. Dann über das Zickzack - Wägli stetig abwärts. Der Sturm hat hier nachgelassen, mache nun ein paar Fotos beim Abstieg in der Nacht. Es leuchten unsere Stirn- und Taschenlampen, im hohen Schnee raus aus dem Wald. Nun kommt die Stelle, wo man sich so schnell verlaufen kann, also aufgepasst, Leute. Auf dem offenen Gelände, ein Stück vor der Mittleren Rotmatt, peitscht der Orkan von Süden her nochmals voll auf uns herab. Wir hören unsere Stimmen kaum, es ist buchstäblich die Hölle. Es reisst uns fast auseinander, diese Gewalt ist wirklich sagenhaft. Wir müssen schauen, dass wir zusammen bleiben, man wird effektiv herumgeschleudert. Es ist tatsächlich fast wie im Film "Twister", die Natur spielt jetzt völlig verrückt. Weiter in den Wald, hier gibt es Schutz, dann erreichen wir die Mittlere Rotmatt. Endlich wird es ruhiger. Mann, war das extrem für Verhältnisse auf den Jurahöhen. Zu diesem Zeitpunkt gab es in den Alpen sogar Gewitter mit Blitz und Donner, wie man später hört. Das ist nun wirklich sehr selten, mitten im Winter. Ein letztes Stück liegt noch vor uns, der Sturm legt sich endlich, es geht uns gut. Abstieg im Wald über die Aufstiegsroute von heute Morgen, bald einmal bei der Schnapskurve. Ein kurzer Halt und sammeln. Wir schauen uns das Video vom Orkan im Display meiner Kamera an, es war wirklich voll extrem. Weiter durch das Bachbett den Weg runter, bald einmal kommen wir auf die Teerstrasse. Nach kurzer Zeit erreichen wir zufrieden und müde im "Bachmättli" unsere Autos. Das war es wieder einmal auf unserer Suurchrutt - Tour, dieses Jahr ohne Sonne und Alpensicht, dafür alles andere wie gehabt und gewohnt und vor allem ein heftiges Zeichen der Natur mit diesem Orkan, der uns zeigt, wie zerbrechlich und klein wir Menschen eigentlich sind. Einmal mehr ist die Tour voll erfüllt mit einer kleinen, gemütlichen Gruppe. In einem Monat zieht schon der Frühling ins Land. Zuhause kommen noch kurz Kilian und Nadja zu Besuch, mal schauen, wie es unserer kleinen Bianca und Iris geht. Nun bin ich seit 5 Wochen Vater, und es ist schön, nach Hause zurück zu kehren.


Neue Alpengroupie - T - Shirts und Pullis:

Vor einer Woche sind 23 Alpengroupie - T - Shirts und Pullis eingetroffen, nun lassen wir die bestellten raus. Die Groupie - Kasse kauft noch 5 Stück dazu als Reserve. Dies ist schon die 6. Bestellung seit 1991, 165 T-Shirts und Pullis wurden seither schon verkauft.

Am 30. Juli 1991 = 30 T - Shirts
Am 11. Mai 1992 = 26 T - Shirts und die 1. Fahne
Am 28. Februar 1995 = 29 T - Shirts und Pullis
Am 5. Juli 1996 = 27 T - Shirts und Pullis
Im November 1997 die 2. Fahne
Am 11. Juni 1999 = 30 T - Shirts und Pullis

 

Klettern Egerkinger Platte

Karsamstag, 30. März 2002 *

Übung macht den Meister!

 

Heute sind mit dabei: Markus, Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Didier, Marcel Angehrn ( vom Canyoning Massa, Juni 2001 ) und erstmals seine Freundin Nicole Haller, Christoph, Grace, Fionna, Stephany, erstmals die Japanerin Rie Imasato aus Tokio, ( Freundin von Grace ), Kilian und ich. Es wird ein strahlendes Osterweekend, hiess es, vor allem gestern am Karfreitag, doch die Meteorologen haben uns verarscht am heutigen Karsamstag, der Himmel ist bewölkt, von Italien bis nach Norddeutschland hoch. Deshalb herrschen nur etwa 11° C. statt 17° C. wie angekündigt. Machen wir nun das Beste daraus am heutigen Klettertag. Zuerst hole ich Didier, meinen Göttibueb, in Breitenbach ab. Um 08 30 h treffen wir uns vor der EPA in Erschwil, Fahrt über den Passwang nach Egerkingen in 40 Minuten. Christoph fährt voraus, deswegen befinden wir uns plötzlich auf der Autobahn. Macht nichts, von hier aus hat man eine gute Sicht auf die Platte. Als wir vor der Wand unsere Autos parkieren, suchen wir zuerst alle mal kräftig Holz, bald brennt ein schönes, warmes Feuer. Dann beginnt der Klettertag mit Knotenlehre für alle, besonders die 6 Kinder haben Spass deswegen. Wir üben den VP / Halbmastwurf, den gesteckten Achterknoten und den Führerknoten, verteilen Reepschnüre. Dann werden die Gschtältli angezogen, zum Glück konnte ich wieder einmal 5 Stück auslehnen von Jackie und Giusi, besten Dank. Wir bewegen uns zum Platz vorne rechts an der Wand, wo wir zwei Routen benützen werden. Richtiges Kinderbergsteigen, es macht Spass, obwohl es noch kühl ist. Alle hängen sich mal ins Seil, die Kinder, dann auch Rie aus Japan mit einer Heidenangst, Stephany, die, ganz oben angekommen, anfängt zu weinen und auch Marcel und zum ersten Mal Nicole Haller, ( war an der Miss Schweiz - Wahl vor 4 Jahren mit dabei. ) Die Zeit verrinnt, es ist wirklich schöner Fels hier zum üben. Währenddessen rauscht plötzlich, für uns alle ungewohnt, ein Nokia - Natel 20 Meter die Wand herunter und schlägt unten auf. Es gehört Christoph, scheinbar funktioniert es noch. Das kommt ins Buch, wie ich schon sagte. Wir haben es hier lustig, sind voll im Einsatz und machen ein paar gute Fotos. Die Sonne will sich nicht mehr zeigen. Gegen Mittag kehren wir zum Feuer zurück. Es hat eine schöne Glut und es wird alles Mögliche gebraten. Didier und ich haben Würste, Brot und Chips dabei. Christoph und Kilian sind in der Nähe der Feuerstelle am klettern in einer schönen Route, Kilian macht den Vorstieg, hat viel gelernt diesen Winter in der Kletterhalle. Solche Jungs braucht das Land. Dann geniessen wir alle die Siesta und das Mittagessen, grillieren am grossen Feuer. Nach dem Essen, gegen 13 00 h, wollen wir uns an die Wand wagen. Markus, Didier und ich bilden ein Dreier - Team. Wir möchten mal die halbe Wand durchklettern mit Didier und dann wahrscheinlich wieder abseilen. Am Wandfuss sichert mich Markus, ich mache den Vorstieg. Als die erste Seillänge verbraucht ist und ich Stand habe, kommt Markus nach. Habe heute meine Scarpa - Schalenschuhe ( Bochlä ) anbehalten, um mehr Schwierigkeiten zu haben. Ist ein gutes Training. Meine Kletterfinken bleiben beim Depot unten. Nun nimmt Markus Didier nach, der Junge hat von mir Finken und klettert wie früher im Pelzli recht gut für sein Alter. Jetzt weiter in die zweite Seillänge, die Platte ist durchzogen mit schönen Rissen und Bändern, alle 10 Meter kommt ein Haken. Wir wählten die blaue Route. Der zweite Stand, Markus und Didier kommen schnell voran, ein paar Fotos, Tiefblicke, immer wieder Seil nachholen, sichern, Expressschlingen im Vorstieg einhängen. Die Kumpels versuchen sich an Kili's Route, Marcel und Christoph, Nicole schaut zu, die Kinder spielen, die Frauen tratschen. Vor mir nun ein Aufschwung, eine Kante von 1.50 m Höhe, darunter eine Sicherung. Wir sehen ins Mittelland hinein, trotz diesem Dunst. Jetzt über diese Kante, ächzend hoch, ich finde immer weniger Tritte mit den Schalenschuhen, eine heisse Stelle. Neben uns zwei weitere Kletterteams, der eine im Vorstieg staunt wegen meinen Scarpa. Schon ist über 1 Stunde vorbei, die dritte Seillänge kommt. Danach möchte Markus den weiteren Vorstieg übernehmen, alleweil darf er das. Er klettert voraus, in der Mitte ich und zuletzt Didier, der sich heraufkämpft. Es geht gut, sagt er. Längst haben wir die Hälfte hinter uns, es gibt kein zurück, kein abseilen mehr. Das Ziel ist schon nah, die vierte Länge, der Wald steht über uns. Einhängen, sichern, warten und den Moment geniessen. Schon läuft Markus die Wand hoch, dann nehme ich wiederum die Expressschlingen aus den Haken, Didier kommt langsam nach. Er kann sich nicht mehr lange halten, wird müde in den Armen und Beinen. Einfach hinsitzen, sage ich zu ihm und ausruhen. Dann geht's weiter bergwärts in der fünften Seillänge, die anderen Teams sind schon oben. Nach 1 Stunde, 45 Minuten und 5 Seillängen später steigt Markus oben aus in den Wald, rechts von uns rauscht der Bach die Platte hinab. wir schätzen die Wand auf etwa 150 Höhenmeter oder etwas mehr. Ich hinten nach, Didier noch und dann haben wir es geschafft: Wir haben die Egerkinger Platte wieder mal bezwungen, gratulieren einander, es war eine super Leistung für Didier, er ist sehr stolz. Zum Schluss gibt's noch ein Erinnerungsfoto vom "Gipfel" mit uns dreien. Cheese! Geschafft! Nun ein Stück hoch, das Seil aufnehmen und durch den Wald, wo seltsame Büsche wachsen, links der Platte wieder hinunter in 12 Minuten. Bei der Gruppe angelangt, gibt's erst mal einen Schluck Cola, wir sind durstig, ausgetrocknet. Die Kumpels sind auch schon weiter oben, Marcel steht bei Kilian im unteren Teil, kommt dann zurück. Christoph und Kilian durchsteigen die Platte zu zweit, kommen schnell voran. Nun mal ans Feuer sitzen, die Kids spielen am Bach. Einen Schluck Rotwein mit Freunden. Marcel und Nicole bedanken sich und packen zusammen für die Heimfahrt. Mit Rie kann man gut englisch und deutsch sprechen, sie fliegt in einer Woche zurück nach Japan und kommt im Sommer wieder. Wie ich höre, zur Hochzeit von Christoph und Grace. Die beiden heiraten am 20. Juli in Büsserach und die Alpengroupies werden dort natürlich spannen. Auf unserer Homepage ist schon ein Eintrag deswegen. Die Gebrüder Wehrli befinden sich schon weit oben links in der Platte. Nach einer Weile macht sich auch Familie Häner zu fünft auf den Heimweg, sie haben noch einen Termin beim Pfarrer. Eine halbe Stunde später sind wir noch 8 Leute, Christoph und Kilian sind zurück. Es war trotz des kühlen Wetters ein toller Klettertag. Kilian spendiert einen Apéro aus Neuchatel, einen Weissen naturtrüb, also ein "sans filtre." Etwas spezielles, kann man da nur sagen. Beim fachsimpeln und quatschen geht die Zeit vorbei. Nach 18 00 h packen auch wir zusammen und fahren gemeinsam ins Schwarzbubenland zurück. Bei uns in Erschwil besuchen wir noch Iris und Baby Bianca, bevor wir den Wein von der MUBA 2002 - Bestellung für Wehrli`s in die Autos laden. In 5 Wochen ist die nächste Alpengroupie - Tour, so richtig im Frühling. Dann begeben wir uns auf die Spuren der Dinosaurier bei Moutier und geniessen wandern, klettern, Pflanzenkunde mit Mex Spaar und vieles mehr.


Bergsport-Treffpunkt R. Wellig schrieb am 08.06.2002 :
Hallo Georg ! Die Alpengroupies Homepage ist einfach super! Man könnte sich Tag und Nacht darin verweilen. Mit bergigen Grüssen Raphael Wellig.

Stephan Tüscher schrieb am 13.04.2002 :
Bi dr Kolleg usem Bärgspport Träff vom Raffi! Wi geits de Alpengroupies? I muess säge, äs isch ä super Site, wo euch darsteut!!!!!! Auso bis im Sept. ä bergkameradschaftliche Gruess Stef

Schwyzer Rolli + Maggie schrieb am 08.04.2002 :
Hallo Wir haben in Eurer Homepage herumgeschnäugget. Diese ist originell. Gratulation. Wir werden Eure Vorhaben weiterhin mitverfolgen. Good luck aus der beinahe Nachbarschaft. Rolli + Maggie mit Kids

Didier schrieb am 01.04.2002 :
Hallo zusammen Das Klettern an der Egerkinger Platte hat mir super gefallen. Nur schade, dass es kein sonniger Tag war. Macht nichts, die Egerkinger Platte habe ich auf jeden Fall geschtürmt! Bis bald Didier Borer


Jurassic Path Moutier *

15. Juni 2002

Endlich ist es Sommer! Diesmal sind mit dabei: Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Toni, Dieter und Nadja, erstmals auf einer Tour mit dabei sind Bruno und Annemarie Sutter aus Pratteln, als Leiter der Tour Mex Spaar, seit 13 Monaten wieder erstmals dabei ist Iris und dann noch ich. Dies ist die 110. Alpengroupie - Tour gemäss Programm. Um 08 30 h treffen wir uns alle am Bahnhof Laufen. Am 1. Mai waren Mex und ich schon auf der Dino - Platte gewesen, im Regen. Nun haben wir diese Tour um rund 6 Wochen verschoben und man darf sagen, es hat sich gelohnt. Schon fährt der Regionalzug ein mit Bruno und Annemarie an Bord. Um 08 44 h fährt danach unser Schnellzug ab. Nach 09 15 h erreichen wir Moutier. Von weitem erkennt man den Aréte speciale - Grat. Wir sammeln uns am Bahnhof und marschieren an der ziemlich gefährlichen Strasse entlang Richtung Delémont. Nun am Aréte speciale vorbei, alte Erinnerungen kommen bei mir, Iris, Christoph und Dieter hoch. Nach 25 Minuten erreichen wir rechts der Strasse einen kleinen Parkplatz, wo die eigentliche Tour beginnt. Nun ein Stück den Waldweg steil hinauf, nach rechts zieht sich bald der Wanderweg zum Mont Raimeux hoch, auf welchem sich Gruppe 2 nachher bewegt. Schon sind wir an der grossen, schrägen Dino - Platte angelangt. Hier zieht sich Gruppe 1, die Kletterer, das Gschtältli über. Im oberen Teil der Wand kleben 2 andere Kletterer. Prompt lösen sie zweimal

Viele Informationen von Mex über Pflanzen und die Dinosaurier inm Jura.

Steinschlag aus, wir gehen sofort in Deckung. Mit den Augen suchen wir in der Platte nach Tritten, machen schon einige aus, auch auf der rechten Seite. Dann bewegen wir uns aufwärts in einem kleinen Weg, der zum Riss wird, auch die Kinder Fionna und Stephany kommen mit. Mex beginnt zu erzählen über die Geschichte der Dinosaurier, der Faltung des Juras, um dann die Tritte näher zu begutachten. Wir finden hier sicher 20 Abdrücke, teils recht tiefe, teils nicht so ausgeprägt. In einen grossen, besonders schönen Tritt setzt sich Iris geradewegs hinein. Es ist schon sehr speziell hier. Mein Rucksack findet problemlos in einem Tritt über mir Platz. Auf der rechten Seite suchen wir weiter. Iris und Nadja klettern schon auf dem Normalweg links gegen den Grat. Wir kommen von rechts nach. Gruppe 2 mit Bruno, Annemarie, Grace, Fionna und Stephany wechseln auf den Wanderweg und sind weg, in 1 ½ Stunden wollen wir uns per Natel wieder melden. Wir sind nun 7 Kletterer und beginnen die Tour am Anfang des Grates. Es ist ein herrlicher Fels, Kalk wie im Pelzli, man hat sehr gute Tritte und Griffe. Etwas weiter oben informiert uns Mex über die Pflanzenwelt, diverse Sträucher, den Aufbau der Felsen und der Hügel hier im Jura. Er blendet zurück um 150 000 000 Jahre, als die Dinosaurier hier lebten, das Jurameer existierte und diese Platte ebener Boden war. Es handelt sich um die grossen Dinosaurier mit den langen Hälsen, alles Pflanzenfresser, wie man auch in Filmen sieht. Ein paar Steine poltern weiter oben und schon sehe ich 2 Gämsen, die mich anstarren und sich schnell aus dem Staub machen. Man staunt immer wieder, schon das zweite Mal sehen wir welche. Nun klettern wir weiter, 600 - 700 Höhenmeter liegen noch vor uns, wir brauchen ungefähr 2 ½ - 3 Stunden. Nach wenigen Metern in einer Rinne kriecht neben meiner linken Hand eine Schlange über den weissen Kalk, ich erschrecke kurz. Es muss eine Juraviper sein, ca. 80 cm. lang, gelb - braun. Der Kopf verschwindet schon in einer Nische, als ich ein Foto machen kann. Schnell hat sie sich versteckt. Was wir heute so alles antreffen. Und da sind noch die Felsprimel, die vor 6 Wochen noch in voller Blüte standen. Bald kommt die erste Abseilstelle, einer nach dem anderen geht langsam runter, gesichert von oben mit Halbmastwurf / VP oder auch mit dem Abseilachter. Weiter umlaufen wir Blöcke, um wieder auf den Grat zu gelangen. Hier essen wir kurz ein Znüni. Auf der anderen Seite des Waldes sehen wir eine kahle Stelle im Wald, wo vor Jahren ein Militärjet abgestürzt ist. Jetzt folgt die zweite Abseilstelle, Iris und Nadja haben leicht Respekt, weil sie schon so lange nicht mehr geklettert sind. Christoph sichert Dieter, Nadja und Toni. Hier knipse ich auch tolle Bilder. Es ist 11 45 h und wir wollen uns per Natel bei der Gruppe 1 melden, doch hier oben gibt's keinen Empfang. Später ruft mich Bruno an, sie sind noch mitten im Wald, wandern dann nach links auf den Grat zu. Wir sind noch weit voneinander entfernt. Wichtig ist, dass wir uns in der nächsten Stunde wieder treffen. Nun ein kurzer Halt, wir wollen uns den nächsten Felsen anschauen, der mit Eisenstiften gesichert ist, ich klettere mal hoch wie schon am 1. Mai, es ist wie ein kleiner Klettersteig. Doch hier gehen wir nicht mehr rüber, wer möchte, kann nun raufklettern. Niemand will, der Durst ist stärker im Moment. Nun retour zu den Rucksäcken, links hinab in den grünen, herrlich kühlen Wald. Pause, ausruhen, ich spendiere hier einen kalten Apéro. Nun geht's wieder besser, doch der Wein fährt schnell in die Beine. Kurz danach erreichen wir die 3 Gedenktafeln, von abgestürzten Kletterern aus den Sechziger Jahren. Die Luft heizt sich auf, es wird immer wärmer. Das Gelände wird steiler und Bruno hat nochmals zweimal angerufen, auch Grace. Vor uns ein weiterer Grataufschwung, Mex meint, es ist noch ein Kilometer bis zum Ziel, zu dieser Wiese. Iris hat keine Kondition mehr durch die ganze Schwangerschaft, aber nicht nur sie leidet. Die ersten Flüche fallen, Frust und Hitze. Erste Blasen machen sich zusätzlich noch bemerkbar. Wir hoffen langsam alle auf das Ziel, die Grillstelle oder die SAC - Hütte. Mex joggt in einer unglaublichen Geschwindigkeit voran über den Berg und trifft schon auf Gruppe 2, wie das Natel soeben meldet. Nochmals in einen Aufschwung, über Wurzeln, Steine, einen Wald steil hoch, dann wird es langsam ebener. Es kann nicht mehr weit sein. Alle haben nun Hunger, Durst und Hitzestau. Es herrschen schon lange 30 °C. Plötzlich ist Mex wieder da und schon hört man die Kinder rufen. Nach einer Weile treffen wir auf Gruppe 1, Bruno hat schon ein Feuer entfacht, die Wiese liegt vor uns. Es ist 13 30 h, wir sind eigentlich nur 45 Minuten über der Zeitplanung. Die Groupiegruppe ist nun wieder vollkommen. Absitzen, relaxen, T - Shirts auf den Tannenästen in der Sonne trocknen, und Würste braten ist nun angesagt. Gruppe 1 ist auch erst seit 20 Minuten hier. Der Rucksack von Toni beherbergt auch eine flüssige Weintraube, noch sinnlos kalt, einen Chasselas, Souriex 2000 von Maurice Demierre. Wir geniessen den Moment, das Nichtstun, nach 45 Minuten löschen wir das Feuer und wandern gestärkt durch die grüne Juralandschaft in 15 Minuten zur SAC - Hütte. Hier in der heimeligen Stube freuen wir uns auf 3 Liter kältestes Mineralwasser. Mex spendiert danach 2 Flaschen Weisswein, herzlichen Dank! Nochmals sind wir einfach auf der Suche nach Kühle und Schatten. Um 14 45 h verlassen wir das Hüttenwartpaar und wandern ins Tal nach Moutier zurück. Der Wegweiser zeigt 1 ½ Stunden bis zum Bahnhof an, sollte kein Problem sein. Fionna trägt ein Stück weit die Alpengroupie - Fahne. Durch Ferienhäuschen und Kuhweiden hindurch geht es stetig bergab, dann weiter durch den Wald auf schönem Weg. Hier zieht sich der Berglauf hoch, meint Mex. Iris ist auch wieder sehr happy, die Kinder laufen super gut mit. Gemütliches Gequatsche während des Abstiegs, später im Zickzack steil den Wald hinab. Es sind auch hier wiederum etliche Höhenmeter. Der nächste Wegweiser zeigt noch 15 Minuten an, schnell sind wir in der Zivilisation zurück, im Stadtgebiet, am Bahnhof. Die ganze Gruppe erfrischt sich an einem kühlen Brunnen, ehe es zum Bahnhof geht. In 20 Minuten schon fährt unser Zug. Der faule Jurassier - Wirt will anscheinend kein Geld verdienen, er sagt nur: Mon Dieu! Die Kids bekommen ein Eis und wir alten Knackis laben uns an kühlen Bierstangen und Kübeln. Zeit, um für ein schönes Gruppenfoto zu posieren. Dieter kann sich fast nicht entscheiden, ob er nun eine Stange oder einen Kübel will. Er hat auch noch warmen Weisswein im Rucksack, den eigentlich niemand mehr trinken will. Toni bezahlt einmal mehr die ganze Runde Bier, merci. In diesem Moment gibt's einen kleinen Platzregen der schwächeren Art, der Teer fängt an zu stinken und wir geniessen es richtig, uns mit dem kühlen Nass berieseln zu lassen. 3 Digitalkameras waren heute mit auf der Tour dabei, das gabs noch nie. Zum Abschluss gibt es noch ein Gelächter, weil Didi seinen warmen Weissen aus der kühlen Glacebox zieht, den er dort versteckt hat, und die vereinsamt ohne Verkäufer vor dem Expressbuffet steht. Schon besteigen wir den Zug, haben es lustig und erreichen um 17 15 h den Bahnhof Laufen. Ich glaube, auch Annemarie und Bruno hat es heute mit uns toll gefallen. Und es wurde auch Zeit für ein Lauftraining, die Suurchrutt - Tour ist schon lange her. In einem Monat spannen wir Alpengroupies bereits an der Hochzeit von Christoph und Grace. Schon endet auch diese Tour und alle gehen wieder ihres Weges. Nochmals herzlichen Dank für die interessanten Schilderungen von Mex über die Pflanzenwelt und die frühgeschichtliche Zeit der Erde, eben der Zeit der Dinosaurier vor über 150 000 000 Jahren. That`s the Way: THE JURASSIC PATH MOUTIER!

 

 

Klettersteig Jägihorn 3206 m. ü. M. *

Weissmieshütten / Saas Grund

29. / 30. Juni 2002 Leitung:

Raphael Wellig

Diesmal sind mit dabei: Toni, Paul ( Horror ) filmt die Tour, Eric, ich, ab Bern unser Tourenleiter und Wettkönig Raphael Wellig und erstmals Franziska Aebischer aus Münsingen, sie ist eine Sportkletterin und steigt ebenfalls in Bern zu. Einige Groupie - Kletterer fehlen, Kilian und Nadja sind im Moment in Kanada, schade, dass auch gewisse andere Kumpels dieses Highlight verpassen müssen. Sowas kann sich aus diversen Gründen fast nicht mehr wiederholen. Zu sechst werden wir aber auch schneller vorankommen im Fels. Paul klettert zum ersten Mal im alpinen Gelände und hat seine Digital - Videokamera dabei, das ergibt dann den diesjährigen Groupie - Film. Auf uns wartet nun der Panorama - Klettersteig der Superlative, der höchste in den ganzen Westalpen. Das Wetter meldet schön und warm im Wallis. Entgegen dem Programm starteten wir 1 Stunde später als geplant und treffen uns am Bahnhof Laufen. Als Paul mich vorhin daheim abholte, zerschellte sein Gipfelwein auf meinen Stellriemen und es ward darum geschehen. Um 08 44 h fährt der Zug, Eric, Toni, Paul und ich fahren nach Bern. Um 10 15 h treffen wir auf dem Perron beim Gleis 5 auf Franziska, kurz darauf ist Raphael auch da. Nun sind wir komplett für diese Tour aufs Jägihorn. Sofort verteilt Raphael 5 Testuhren von der Firma Suunto, zum ausprobieren für 2 Tage, eine super Sache. Auf der Fahrt ins Wallis spendiere ich alsbald einen eiskalten Calamin 2001, alle haben Becher dabei, für Franziska und Raphael gibt's 2 Goldene. Um 12 00 h treffen wir in Brig ein, weiter in 45 Minuten mit dem Postauto nach Saas Grund. Es ist heiss im Wallis, gegen 28 ° C. Bald erreichen wir die Talstation der Luftseilbahn nach Hohsaas, lösen ein Ticket für alle bis zur Mittelstation nach Kreuzboden ( 2397 m. ü. M. ) Hier oben auf der Gartenterrasse lassen wir die Seele baumeln, die Probleme des Alltags sind vergessen, es ist ja erst früher Nachmittag. Nun ein Mittagessen in der Sonne mit tollem Panorama, man hat es einfach gut zusammen. Paul beginnt hier seinen Videofilm. Nach 1 ½ Stunden weiter nach Hohsaas auf 3100 m. ü. M., wo wir einen Crash - Geographiekurs auf die umliegende Bergwelt der 18 Saaser Viertausender von Raphael eindrücklich geniessen dürfen. Ueber uns glänzt das herrliche Weissmies, links davon Lagginhorn und Fletschhorn. Im Süden ganz links die Monte Rosa - Gruppe mit der Signalkuppe ( Capanna Margherita ), die Zumsteinspitze, Dufourspitze, Nordend, weiter rechts Strahlhorn, Fluchthorn, Egginer, Allalinhorn, Rimpfischhorn, Feechopf, Alphubel, die Mischabelgruppe mit Täschhorn, Dom, Lenzspitze, Nadelhorn, Stecknadelhorn, Hohberghorn bis zum Dürrenhorn. Eine fantastische Aussicht. Danach wandern wir gemütlich in einer Stunde über Schneefelder, Geröll und Moränen hinunter zu den Weissmieshütten auf 2720 m. ü. M.

Glücklich auf dem höchsten Punkt des Klettersteiges Jägihorn.

Hier entwickelten Raphael und ich die Idee, den Klettersteig zu begehen, das war im Juli letzten Jahres nach der Besteigung des Lagginhorns. 1993 war ich zum ersten Mal hier, als wir die Groupie -Tour auf das Weissmies durchzogen. Es ist nun bald 18 00 h, Zimmerbezug in der schönen Hütte, die 1989 / 1990 umgebaut wurde. Es ist sagenhaft, wir 6 haben ein Zimmer mit 14 Plätzen ganz für uns alleine, es hat wenig Leute hier oben, denn die Saison fängt gerade erst an. Jetzt machen wir es uns auf der Mauer bequem vor der alten Hütte, hocken in der Sonne und warten auf das Abendessen. Gegen 19 00 h gibt es Suppe, Teigwaren und Gulasch auf den Tisch, ein gutes Essen, danach aber geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen wieder auf der Mauer. Um 20 30 h geht die Sonne neben dem Jägihorn unter, die Saaser Viertausender strahlen zu uns herüber. Gediegen sitzen wir in der Beiz und geniessen den Hüttenabend, der Rotwein, ein Goron, schmeckt uns. Es gibt viel zu erzählen, auch der morgige Final der Fussballweltmeisterschaft 2002. Paul`s Erzählungen über sein Leben, die Videokamera, die zu Boden ging. Raphael kennt überall Bergsteiger, schon am Tag kommt er viel ins Gespräch mit Kindern, Senioren, Alpinisten, es ist unglaublich, diese Vielfalt. Und er verbreitet alleweil Stimmung und Gelächter. Unten im Tal leuchtet das Gletscherdorf Saas Fee. Später machen wir ein Spiel mit dem Würfelbecher ( von Enno und Regina ) der Groupies, der schon auf vielen Hütten seit 1994 dabei war. Paul macht den ersten und einzigen Sechshunderter, aber Eric gewinnt. Nun haben wir Schwarzbuben Franziska auch etwas besser kennen gelernt. Ich kaufe mir eine Postkarte für meine Eltern und das Panorama von den Weissmieshütten. Schnell vergeht die Zeit, um 22 30 h verabschieden wir uns als letzte ins Massenlager, ich stelle den Natelwecker auf 04 30 h. Schnell kann ich heute Nacht einschlafen, vom schnarchen merke ich nichts. Der Morgen beginnt rassig, draussen leuchten Sterne. Das Natel klingelt und schon mache ich Licht, die Hüttenwartin braucht uns nicht mehr zu wecken. Die meisten anderen Bergsteiger, die zum Weissmies oder Lagginhorn hoch wollen, sind schon weg, es hat ein neuer Tag begonnen. Bald trifft man sich beim Frühstückstisch. Heute kann auch ich etwas mehr essen als sonst. In der Lenzspitze - Nordwand macht Raphael 10 Alpinisten aus, bald erreichen sie schon das Sonnenlicht. Für uns normale Bergsteiger ist so was voll extrem. Nun den Rucksack packen, das Zimmer aufräumen und bald schon geht es los. Um 06 00 h marschieren wir bei der Weissmieshütte ab. Die Mischabelgruppe strahlt in der Morgensonne, als wir hinter der Hütte zum Bach gelangen. Die Steine und Brocken im Bachbett sind mit einer Eisschicht überzogen. Es ist recht heikel, hier rüber zu kommen. Dann verläuft der Weg die riesige Moräne hinauf. Ich nehme Paul die Digitalkamera ab, der Rest der Gruppe steht schon vor dem Jägihorn. Nach 45 Minuten erreichen wir den Klettersteig. Dieser neue Panorama - Klettersteig auf das Jägihorn bietet Klettersteiggenuss pur in herrlichem Fels: Gegen 1000 Meter Stahlseil, 400 Haken, Tritte, Griffe, 5 Leitern, er ist absolut genial. Das erste Stahlseil hängt vor uns, der Einstieg. Raphael führt und die Tour beginnt, ich fange an zu filmen. Jeder benützt 2 Bandschlingen oder 2 Reepschnüre und hängt sie mit 2 Express ein. Immer bei einem Eisenpfosten hängt man um, das Click - Click begleitet uns den ganzen Morgen. Schnell wird es steil am Berg, die Informationstafel hängt an der Wand. Schön sanft fängt die Route an, dann kommen bald die ersten Tritte und Eisenstifte, gut verteilt und an jeder heiklen Stelle zu finden. Es ist feinste Kletterei in herrlichem Gneis, ein Hochgenuss, das zu erleben, hier zu sein. Raphael kommt zur ersten Leiter, es ist bald acht Uhr, die Sonne holt uns ein. Die Temperatur ist perfekt, wir klettern und haben keinen Stress, denn nur wir sind hier. Links steht ein Steinbock auf der Wiese, rote, violette und gelbe Bergblumen leuchten am Berg. Zwischendurch warten wir auf die anderen, Paul und Franziska erreichen die erste Leiter, die Tiefblicke sind gewaltig. Nun klettern wir alle voll in der Sonne, dann kommt die zweite Leiter, Raphael verschwindet über mir im herrlichen Blau des Himmels, lässt zwischendurch einen Juchzer raus, er filmt mich im Grat nach der ersten Leiter, das gibt tolle Bilder. Nun gehe ich voraus, Raphael schaut zu Paul und filmt weiter. 5 Groupies bewegen sich im einzigen geraden Gelände. Nach der Leiter im 45 Grad - Winkel warte ich oben, trinke etwas, ziehe den Pulli aus. Es wird warm, Zeit zum relaxen und um die Natur zu bestaunen. Um die Ecke mache ich mein Depot, warte auf die Groupies. Einer nach dem anderen kommt dann die Leiter hoch, es gibt lustige Fotos. Paul, leicht am Anschlag, aber zufrieden, kommt als letzter. Die Videokamera ist voll im Einsatz. Ich muss sagen, dass ich fitter bin als eigentlich angenommen, mir geht es sehr gut. Alle geniessen die herrliche Kletterei. Hier oben bin ich eigentlich auf dem Vorgipfel, als alle da sind, steigen wir ab in die Lücke über die dritte Leiter. Hier kommt eine heikle Stelle, der Felsgrat ist sehr dünn und spitz, Franziska ist es hier nicht besonders wohl, doch das Stahlseil ist allgegenwärtig. 20 Minuten später stehen wir im Sattel am tiefsten Punkt und machen eine Znünipause. Es ist jetzt bereits 10 15 h, die Zeit vergeht extrem schnell. Das ist immer so, wenn etwas besonders Spass macht. Vor uns steht das Jägihorn, steil wie ein kleines Matterhorn. Der Schlussgang ist sehr gut zu erkennen anhand des Stahlseiles, wir freuen uns sehr darauf. Raphael führt wieder nach der Pause, wir melden einander, wenn irgendwo in der Route lose Steine herumliegen. Über mir ein luftiger Grat, mitten auf der Kante sind eng aneinander Tritteisen im Berg verankert, wie eine Leiter in den Himmel, es ist ein Traum, hier hoch zu gehen. Daneben grüsst ein Busch violetter Bergblumen. Noch weitere heisse Stellen gilt es zu meistern, luftig und herrlich, im zickzack weiter hoch, wieder ein Freudesschrei von oben. Hier wird das filmen langsam schwierig. Eric kommt jetzt zu den Eisentritten, dann Paul, Toni, Franziska. Es ist ein wahres Abenteuer, und wir sind noch immer die einzigen hier oben am Berg. Raphael steht 30 Meter vor dem Gipfelkreuz, bald ist der super Klettertrip auch schon vorbei. Noch ein kurzes Stück hoch, noch ein paar Mal die Expressschlingen ein - und aushängen, dann erreiche ich den langgezogenen, ebenen Gipfel des Jägihorns. Das erste, was ich oben sehe, ist das wuchtige, hölzerne Gipfelkreuz, dahinter glänzt im Tal unten Saas Fee und rechts vom Kreuz schaut der Dom aus den Wolken. Wir stehen auf 3206 m. ü. M. und brauchten für diesen Aufstieg genau 5 Stunden. 4 Stunden sind angegeben, der Rest ist die Zeit für die Filmerei und die Pausen. Um genau 11 00 h gratuliert mir Raphael auf dem Gipfel, der Rest kommt bald nach. Das Gipfelbuch in der Eisenbox wurde von Raphael schon ausgefüllt, nun werden bei Fränzi Küsschen verteilt, gratuliert, fotografiert und gefilmt. Es war ein tolles Abenteuer mit einer super Truppe. Danke, Raphael, für die sehr gute Leitung am höchsten Klettersteig der Westalpen. Die Groupiefahne wird nun gehisst und beim Kreuz eingesteckt. Jetzt öffne ich das kleine Dreiachteli Gipfelwein, einen Souriex 2000 von Maurice Demierre, wir stossen mit den Zinnbechern auf diesen fantastischen Tag an. Zwei weitere Bergsteiger haben sich nun auf dem Gipfel eingefunden, nach einer Runde kurzer Interviews für den Film machen die beiden ein paar Fotos mit zweimal Canon G2 und dem Apparat von Franziska. Herzlichen Dank. Nun versagen die Batterien der Videokamera das erste Mal. Um 11 30 h steigen wir durch Geröll auf dem Bergweg ab, Paul sucht hier den Weg. Man kann ja keine Teerstrasse erwarten. Der Wegweiser gibt 2 Stunden an bis nach Kreuzboden. Nach kurzer Zeit in den Blöcken bessert sich der Pfad, ein Schneefeld noch und schon wird es normal, aber nicht für Paul. Wir warten immer wieder, doch wir sind ja ganz gut in der Zeit. Beim Abstieg treffen wir drei Leute an, es sind Verwandte von Raphael. Als die Frau erfährt, dass diese Tour der erste Berg für Paul ist, meint sie: "Hut ab vor dieser Leistung." Paul sollte sich Tourenhosen und anständige Schuhe zulegen, meint Raphael. Wieder sehen wir zwei Steinböcke, machen alsbald Fotos und schon rennen drei hinter uns durch den Hang. Im gesamten zähle ich 10 Steinböcke, sehr nahe bei uns und ohne Furcht. Ein toller Anblick. Der Abstieg geht in die Knie, aber jetzt gehen wir auf schönem Wanderweg und sind recht schnell unten auf der Ebene. Warten auf Paul, ausruhen, relaxen und nun bringt Raphael noch ein Schlusswort mit auf den Film. Die Luftseilbahn ist nicht mehr weit, Paul hat Mühe, ein letztes Mal den Bach zu überqueren. Genau 2 Stunden vom Gipfel sitzen Eric, Raphael und ich schon in der Gartenbeiz Kreuzboden. Für Paul bestelle ich gleich eine Stange mit. Es ist erst 13 30 h, wir besprechen die Heimreise, als alle da sind und das Abenteuer Jägihorn einen krönenden Abschluss fand. Nachdem der Durst gestillt ist, nehmen wir die Luftseilbahn nach Saas Grund unter die Räder und sind somit ganze 2 Stunden früher im Tal. Das gabs fast noch nie. Es ist jedem recht, auch 2 Stunden früher zu Hause zu sein. Um 14 45 h fährt nach einem Besuch in der Dorfbäckerei unser Bus, in Brig können wir etwas früher den Entlastungszug über den Lötschberg nehmen. Im Zug kommt ein müdes Strahlen nach dem Erlebten zurück, schnell erreichen wir Kandersteg. Im Oberland hängen noch ziemlich Wolken am Doldenhorn herum. In Thun verlässt uns bereits Franziska, in Bern haben wir 20 Minuten Zeit zum umsteigen und verabschieden uns von Raphael. Es war einfach genial, wir freuen uns schon auf die Bilder und den Film. Zu viert, mit einem kühlen Bier, fahren wir im Doppelstöcker der SBB am runden Tisch nach Biel. Soeben erfahren wir, dass Brasilien Weltmeister geworden ist. Bereits um 19 15 h erreichen wir Laufen, wo fast immer die Touren enden. Es war genial und ein mancher hat mit dieser Tour etwas vom schönsten verpasst, was wir klettermässig bisher durchführten. Ein ruhiger Abend mit Iris und Baby Bianca erwartet mich, in 2 Wochen fahren wir schon wieder ins Wallis, um das Strahlhorn zu besteigen. Es war ein geniales Kletterabenteuer und wir befinden uns mitten im UNO - JAHR DER BERGE!!


Der Matterhorn - Lauf in Zermatt / Treffen mit Ulrich Inderbinen

17. / 18. August 2002


An diesem Wochenende gehe ich endlich einmal als Tourist nach Zermatt, um den berühmten Matterhornlauf einmal Live mitzuerleben. Iwan Borer checkt den Ablauf des Wochenendes, bucht das Hotel Antika, einige Erschwiler Läufer sind mit ihren Frauen hier dabei. Nach dem eintreffen habe ich durch Iwan die grosse Ehre, endlich Ulrich Inderbinen kennen zu lernen. Er war schon 1995 mit Inderbinen ( war damals 95 ) auf dem Breithorn. Dann ist es soweit in der Galerie Capricorn: Besuch bei Ulrich Inderbinen in Zermatt!! Ein Mann der Berge !! Der älteste Bergführer der Welt! " Ich bin so alt wie das Jahrhundert!" So heisst sein im Jahr 2000 erschienenes Buch. Am 3. Dezember 2002 wird er 102 Jahre alt. Eine Sensation! Dieses Treffen in diesem Sommer mit ihm beim signieren seines Buches war wie eine Audienz beim Papst! NEIN! Viel schöner!! Das Treffen ist sehr speziell, ich rede ein paar Worte mit ihm, schenke Inderbinen eine Flasche Wein, Iwan hat Mohrenköpfe vom Richterich aus Laufen mit dabei. Iwan zeigt mir auch sein Haus. Ich bin sehr beeindruckt und kaufe ein Buch mit Widmung für meine Eltern Heidy und Leo. Darin steht: "Für Heidy und Leo, Ulrich Inderbinen, Bergführer, Zermatt, 17. August 2002". Am Abend essen wir im Restaurant Chez Heini sehr speziell, der Wirt, Dan Daniell, legt nach dem Essen eine Show hin. Matterhorn! - Der Song. Sein Song. Auch er ist ein ganz spezieller Mensch. Am Sonntag dann der Matterhorn - Lauf Live, auch ein tolles Erlebnis bei bestem Wetter. Was will man eigentlich mehr? Ich gehe nun mit meinen Freunden vom Alpengroupies - Club schon über 15 Jahre in die Berge und sammle seit 1990 alles über Ulrich Inderbinen. ( Ab Matterhorn - Besteigung Live 1990 SF DRS. ) Doch es hat bisher noch nie geklappt, ihn jetzt nun zu treffen war genial und in diesem Sommer waren wir gleich zweimal bei Ulrich Inderbinen. Wir hoffen, dass ihm noch ein paar gemütliche Jahre geschenkt werden. Ulrich Inderbinen ist geistig noch recht rüstig.

Endlich darf ich Ulrich Inderninen treffen, in der Galerie Capricorn, Zermatt.

 

Hansueli Bürgin schrieb am 20.06.2002 :
Hoi zäme, Habe wieder einmal in die Homepage reingeschaut. Besonders der Bericht über den Tandem-Sprung hat mir gut gefallen, da ich selbst gesprungen bin. Grüsse aus Estavayer sendet Euch Hansi


Franziska Aebischer schrieb am 12.07.2002 :
Hallo Georg Die Klettersteigtour am Jägihorn war genial! Die Leute, das Wetter, die Tour, einfach alles war ein super Erlebnis, merci! Liebe Grüsse Franziska


wanner stephan schrieb am 23.08.2002 :
sali gago isch e sau luschtigs wucheend gsi in zermatt. dr ivan het gseit, d`foteli sige super worde, könnsch mir die nit au schigge. hoffentlich klapts nägscht wuche mitem strahlhorn, wünsch euch viel spass und merci im vorus. griessli steffi

Bichsel schrieb am 09.08.2002 :
Super!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Georg Gago Grolimund schrieb am 14.08.2002 :
Hallo Freunde Zum einjährigen Bestehen unserer Homepage:

Heute, am 14. August 2002, ist die Alpengroupie - Homepage bereits 1 Jahr alt, heute, an meinem 39. Geburtstag. Das war cool, als wir vor einem Jahr im Internet präsent waren, zum ersten Mal, nach 3 Monaten Arbeit. Dank unserem super Webmaster Fips.
Viele Grüsse, Freude, E - Mails, Eintragungen, Begeisterung und Ansporn durften wir seither erfahren. Nun waren schon über 1500 Besucher auf unserer Seite, jetzt ist die Homepage absolut randvoll mit ihren 20 Megabites, mit 400 Bildern, neuen Touren, neuen Fotos und immer wieder brandaktuell. So macht es Spass. Am Groupiebuch wird auch gearbeitet. Und die Alpengroupies leben weiter. 111 Touren wurden schon durchgeführt seit 1986, mit über 150 Mitgliedern. 4 Touren sind in diesem Jahr schon vorbei, unvergesslich auch das Jägihorn mit Raphael Wellig, das Strahlhorn kommt hoffentlich zum Ende dieser Sommerferien, in diesem verregneten Sommer 2002. Dran bleiben ist alles!! Danke fürs Mitmachen und Eure Initiative!!

Wir geniessen diesen ersten Sommer mit unserer Tochter Bianca Melita und erfahren neue Werte, die das Leben ausmachen. Unser Sonnenschein begleitet uns in dieser neuen, sehr interessanten Zukunft. Viele Grüsse an alle Groupies und Berg Heil!!
Das O. K. ALPENGROUPIES Gago und Iris mit Baby Bianca



Hochtourenweekend in Zermatt *

Besteigung Castor 4228 m. ü. M. und Pollux 4092 m. ü. M.

13. - 15. September 2002

Alternative Tour zur Hochtour Mont Blanc

Dabei: Iwan Borer, Dieter Hunziker, erstmals Stephan Tüscher als Führer und ich. Am Freitag um 12 00 h holt mich Iwan mit dem Auto ab. Wir holen in Brislach noch Dieter und los geht's. Es herrscht nun das Hoch "Kilian", das Wetter ist und bleibt fantastisch. Über den Passwang - Bern - Kandersteg fahren wir zum Autoverlad am Lötschberg, mit dem Zug ins Wallis und weiter nach Täsch, das wir um 15 30 h erreichen. Mit dem Bus vom Garage St. Christophe nun nach Zermatt, ein Elektromobil fährt uns direkt zum Hotel Antika, wo wir vor 4 Wochen schon nächtigten. Nach dem Hotelbezug genehmigen wir uns einen Apéro, besorgen uns im Alpine - Center bereits die morgigen Tickets für die Luftseilbahn. Nach 17 00 h stehen wir wieder in der Galerie Capricorn beim alten Mann der Berge, es gibt ein weiteres Treffen mit Ulrich Inderbinen, eine tolle Chance für Didi, ihn auch noch zu sehen. Unermüdlich wie vor einem Monat, schreibt Ulrich Inderbinen Autogramme in sein Buch oder auf eine Karte. Didi entscheidet sich für eine Karte für Nadja und sitzt zu ihm. Dann gibt es noch ein paar Fotos, als Iwan auch in die Papeterie kommt. Ich habe ein Foto 13 x 18 cm. dabei vom letzten Besuch im August 2002 und schenke ihm dieses für die Besuchersammlung, die an der Decke hängt. Es sind Hunderte von Bildern. Es war wiederum ein schönes Erlebnis, noch keine 4 Monate mehr, dann wird Ulrich Inderbinen 102 Jahre alt. Mittlerweile ist er schon präsent in der Groupie - Homepage. Danach trinken wir was im Grampis - Pub um 17 30 h und treffen dort auf unseren neuen Führer Stephan Tüscher. Ein herzliches Hallo und dann besprechen wir die Tour. Mit Stephan nun zum Hotel zurück, er deponiert seinen Rucksack in unserem Zimmer, dann sind wir bereit für den Ausgang in Zermatt. In der Little Bar auf Geheiss von Iwan noch ein kurzer Halt bei Anni. In der Zwischenzeit reserviere ich einen Vierertisch im Walliserhof, wo ich 1999 mit Iris, Toni und Eveline fantastisch gegessen habe. Später nehmen wir dort Platz, es ist eine noble Beiz. Hirschfilet zum Herbstanfang verwöhnt meinen Gaumen, wir dinieren grossartig. Dazu eine Flasche Chateauneuf - du - Pape 1999 vom Barolet, den ich spendiere. Wir haben es super zusammen, nach dem Essen schleift uns Iwan in eine Schwyzerörgeli - Combo - Beiz. Um 22 00 h geht' s ab ins Dancing Simi, wie schon letztes Mal, dieses Mal sind wir noch früh dran. Hier treffen wir wieder auf Christina, die Barfrau. Gemütliches Zusammensein. Neue Girls spielen zum Tanz auf. Ich freue mich so richtig auf unsere 2 Viertausender Castor und Pollux. Hier habe ich auch Zeit zum schreiben, das Tourenbuch und die Kamera ist halt immer dabei. Dieter will bald ins Hotel, Iwan hat noch Durst. Eigentlich habe ich bis jetzt noch nie in einer Discothek im Tourenbuch rumgekritzelt. Dieter zeigt den Rückwärtssalto zu unserer Belustigung, wie immer an den unmöglichsten Orten. Kurz vor 01 00 h suchen wir die Nachtluft und gehen zum schlafen zurück in unser Hotel. Tagwache am Samstagmorgen um 06 15 h, ich klopfe bald bei Didi und Iwan an. Um 07 00 h sitzen wir beim Morgenessen und räumen dann das Zimmer. Kurzer Marsch zu den Matterhornbahnen. Wir wollen etwas früher da sein, jetzt, wo die erste Bahn erst um 08 00 h hochfährt. Das wird auf jeden Fall eng mit der Zeit. Bis am 1. September konnte man mit Voranmeldung bereits um 06 00 h fahren. Die letzte Bahn fährt ab Klein Matterhorn um 16 15 h. Nun machen wir grosse Augen, vor uns stehen 200 Sommerskifahrer an, es ist nicht zum glauben, dieselben werden wahrscheinlich im Winter nach Punta Cana fliegen. Hier stehen wir geschlagene 45 Minuten an, was für eine Scheisse. Endlich kommt Bewegung auf, erst um 09 45 h können wir auf Klein Matterhorn ( 3850 m. ) starten. Nun wird angeseilt, das Gschtältli montiert und in 2 Seilschaften ziehen wir los Richtung Osten zu den Zwillingen. Etwa 2 Stunden nun über das Gletscherfeld, hinter dem Breithorn vorbei, zweimal absteigend, die Sonne brennt schon heftig, bald ist Mittag. Wir sind schon viel zu spät dran wegen den Matterhornbahnen. Im Süden sehen wir tief nach Italien hinein, da leuchten Richtung Breuil schon grüne Wiesen. Nach 2 Stunden stehen wir vor dem Castor in seiner ganzen weissen Pracht und Grösse. Nun ziehe ich Iwan die Steigeisen an, es klappt dann beim zweiten Anlauf, der Schnee ist schweinisch kalt und meine Finger frieren fast ab, könnte man meinen.

Das Matterhorn am frühen Morgen, unten der Gipfelgrat am Castor.

 

Vier Groupies auf dem Gipfel des Pollux.

Iwan, Ulrich Inderbinen und ich, September 2002.

Eklig das Gefühl vom "Hornneglä", es ist extrem bitterkalt an meinen Händen. Iwan lässt sich gerne bedienen. Bin ich die Barmaid? Hier machen wir ein Rucksackdepot und steigen dann recht leicht auf. Südöstlich gehen wir die Normalroute hoch und brauchen dazu etwa 1 ½ Stunden. Steffi führt Iwan, als zweites Team hinterher ich und Didi. Man versinkt im Schnee, es wird mühsam. Nachdem wir die Hälfte des Aufstiegs hinter uns gebracht haben, haut es mir wie mit einem Blitz einen Rheumaschub in den Rücken, der sich jeweils kalt und heiss unter der Bergjacke abwechselt. Das zweite Mal in diesem Jahr. Gleichzeitig geht mir die Puste aus, ich habe schon Atemprobleme, ein Horror. Und das jetzt hier am Berg. Husten macht sich bemerkbar und eine laufende Nase. Alles Böse miteinander. Noch nie war ich so schlecht drauf. Was ist das? Wirklich ein Rheumaschub? Oder eine Kolik? Didi stürmt zum Gipfel, ich brauche Zeit zum atmen, habe Schmerzen. Links vor uns schaut man in eine mächtige Spalte hinein, Eiszapfen hängen darüber. Doch der Gipfel ist nicht mehr weit, bald erreichen wir den Gipfelgrat, vorher eine Gletscherspalte quer über die Route und nun die steilste Aufstiegsstelle. Dann erreichen wir den Grat. Oben zieht es vom Lyskamm her. Nun rechts zum Gipfel hoch, ich mache wieder ein paar Fotos. Es sieht absolut fantastisch aus, Iwan und Steffi wandern auf dem schmalen Firngrat zum höchsten Punkt. Bald stehen sie oben, wir kommen nach. 3 Stunden 45 Minuten seit dem Abmarsch am Klein Matterhorn stehen wir auf dem Gipfel des Castors mit 4228 m. ü. M. Nun ist es bereits 13 30 h. Es ist wunderbar, wir gratulieren einander. Dann gibt's einen kleinen Calamin von mir zum anstossen. Witzig ist hier die angegebene Höhe des Berges, auf der alten Karte noch mit 4228 Meter, entspricht es genau der Postleitzahl unseres Heimatdorfes Erschwil. Der Castor wird mein 29. Viertausender. 15 Minuten bleiben wir auf dem Gipfel, dann Abstieg in umgekehrter Reihenfolge, etwa 60 Minuten. Über den schmalen Grat und steil absteigend zum Gletscherriss. Ich schliesse zu Didi auf, gebe etwas Seil, er kann einen Sprung über den Spalt wagen. Steffi gibt das okay, Didi springt, aber nicht 2 Meter, sondern 4,5 Meter. So wie es sich für einen ehemaligen Kunstturner gehört. Mich reisst er deshalb fast aus dem Stand. Zurück zu den Rucksäcken und weiter zu den Aufstiegsfelsen des Pollux. Hier möchte ich wegen den Schmerzen am liebsten auf die warmen Felsen liegen und nichts mehr tun, doch das liegt nicht drin. Wieder machen wir ein Depot für die Rucksäcke, zum Glück, kann man nur sagen. Geht ja nicht überall. Die Steigeisen behalten wir an, nun folgt schönstes Klettern in wunderbarem Gneis, es macht Riesenspass. Nun geht es mir auch etwas besser. Iwan hat wenig Klettererfahrung ausser seiner Matterhornbesteigung, vor allem kratzt er jetzt mit den Steigeisen über die Felsen. Als wir zu einer Doppelkette gelangen, die zur Sicherung dient, rutscht er beim aufwärts kommen über die Platte. Steffi klettert souverän voraus und sichert Iwan. Beim zweiten Anlauf kommt das alles sehr gut. In einer kleinen Höhle mit Ausblick fotografiere ich Dieter, im Hintergrund leuchtet der Lyskamm und die Monte Rosa - Gruppe. Nach der Kette gewinnen wir weiterhin schnell an Höhe und erreichen ebenes Gelände, verlassen die Felsen und stehen vor einer Madonna aus Blech. Darunter liegt die Schachtel des Gipfelbuches. Von hier in 30 Minuten über den schneeweissen Firngrat hinauf zum Gipfel, den wir nach weiteren 90 Minuten seit dem Depot erreichen. Unser zweiter Viertausender heute, wir stehen auf dem Gipfel des Pollux auf 4092 m. ü. M. Dieser ist nun gleichzeitig mein 30. Viertausender, ich bin stolz darauf, mache weitere Fotos und natürlich von unserer Gruppe. Im kleinen Calamin hat es noch immer für jeden einen Gipfelschluck. Es ist nun schon bereits 16 40 h. Die letzte Luftseilbahn nach Zermatt fuhr vor einer halben Stunde ab. Nach kurzer Glückseligkeit und vor der Kamera posieren verlassen wir den Gipfel, zurück zur Madonna und schon sind wir etwas windgeschützt in den Felsen. Hier richtet Stephan für uns eine Abseilstelle ein, Iwan geht als erster, schön langsam lässt er ihn am Seil herab, über die Platten. Bald gibt er das okay retour. Didi und ich sind die nächsten, in kurzen Interwallen geht's runter zu Iwan, ist ein tolles Abseilerlebnis hier. Dann kommt Steff zu uns, Seil aufnehmen und nun weiter abwärts. Nach 70 Minuten kommen wir wieder beim Rucksackdepot an. Hier trennen wir uns endgültig von den Steigeisen. Die Luft kühlt sich langsam ab, es ist schon 18 00 h. Was jetzt nach den zwei Gipfel - Highlights kommt, müsste nicht sein. In 2 Stunden wandern wir nun zurück zur Station Klein Matterhorn, mit zwei Steigungen drin und Firnschnee, der weich ist und in dem man immer mehr einsinkt. Vor allem Iwan mit seinen 90 Kilo Lebendgewicht. Hier im Aufstieg keucht meine Lunge wieder und ich stoppe mehrmals die Gruppe, das Rheuma plagt mich mit und ohne Bergjacke. Es ist heiss und dann wieder kalt. Und in der Hütte sind wir noch lange nicht. Dafür werden wir belohnt mit einem super schönen Sonnenuntergang in der letzten halben Stunde, in orange - rot - gelb leuchtet der Fixstern zu uns durch feine Nebelschwaden hindurch. Rechts leuchtet das Breithorn, hinter uns Castor und Pullux im Abendrot, fantastisch. Die grünen Matten in Italien werden überzogen von der Nacht. Um 20 00 h erreichen wir die Seilbahnstation, natürlich sind wir hier auf 3800 m. ü. M. schon längst mutterseelen allein. Kein menschliches Wesen hält sich hier noch auf. Stephan kommt nun mit dem Natel endlich durch und meldet uns in der Gandegghütte an. Zielstrebig führt er uns über die italienische Seite kurz Richtung Rifugio Testa Grigia, wo ich noch nie war, auch nicht zum Skifahren und dann abwärts über die Skipiste. Nun tschalpen wir hier halt die Piste herunter, ein neues Erlebnis. Es ist bitterkalt geworden und Dieter hat auch langsam genug, wird müde. Es dunkelt nun schnell ein, Iwan und Stephan sind 10 Minuten vor uns, wir sehen Schatten. Müssen auf die Drahtseile achten, damit wir zur Hütte finden. Stephan leuchtet zurück, Didi hat keine geographischen Kenntnisse mehr in dieser Dunkelheit, liegt völlig falsch. Nach einer Stunde Abstieg, wo wir Sprüche klopfen und es lustig haben, scheint uns plötzlich eine Lampe an und es dröhnt ein Motor. Da kommt doch tatsächlich ein Skischlitten mit 2 Personen und Anhänger und holt uns ab. Es ist der Hüttenwart, sensationell. Zuerst denke ich an eine Notübung, aber scheinbar will die französische Servierdüse nicht erst um Mitternacht Feierabend haben, wie sich später heraus stellt. Wir bedanken uns, steigen in das Gefährt und düsen noch 2 - 3 Kilometer die Skipiste hinunter durch das Dunkel, es ist ein Gaudi. Unter einem Mast hält der Wart an, über die Felsen erreichen wir in wenigen Minuten die Gandegghütte auf 3000 m. ü. M. oberhalb der Station Trockener Steg. Es ist nun 21 30 h geworden. Jetzt haben wir es geschafft, werden herzlich empfangen, gehen schnell in die Wärme, aus den Schuhen raus und rein in die Hüttenfinken. Dann geht's ab in die heimelige Gaststube, ich bestelle sogleich 4 Büchsen Bier. Die haben wir uns heute auch redlich verdient. Der Wart tischt uns noch ein komplettes Nachtessen auf, bestehend aus Suppe, Salat, Käseschnitte und Dessert. Dazu Rotwein und Kafi Gandegg mit integriertem Pickel, den ich später meiner Tochter Bianca heimbringe. Einen Eintrag muss auch sein im Gästebuch der Hütte. Wir haben im Sinne dieser Bergtour schon eine rechte Leistung vollbracht am heutigen Tag. Wir gehen von 12 Kilometern Marsch zwischen 3800 m. ü. M. und 4228 m. ü. M. aus sowie etwa 1000 Höhenmetern. Meine Waden sind noch etwas wund gelaufen, weil ich statt Bergsocken im Innenschuh weisse Tennissocken anhabe. Morgen wäre noch die Überschreitung Roccia Nera / Breithorn auf unserem Programm, aber ausser Stephan verspürt jetzt im Moment keiner grosse Lust darauf. Wir sitzen in der warmen Stube und geniessen den Hüttenabend, haben ein Fest zusammen. Leider nur zu kurz, denn die Serviertochter will uns ins Massenlager bugsieren um 23 30 h. Wir leisten dem Aufruf auch Folge und probieren bald einzuschlafen. Mit schlafen, schnarchen, niesen und weiteren Geräuschen zieht die Nacht vorbei. Schnell ist es 08 00 h morgens, das Frühstück und der Kaffee lockt. Dazu herrlicher Sonnenschein, fantastische Aussichten auf die Berge und den Breithorngletscher. Die Luftseilbahn beginnt zu dröhnen, die erste Gondel schwebt vor dem Matterhorn vorbei. Dieter öffnet seinen eisgekühlten St. Saphorin, die Bergtour für heute ist somit beendet, wir nehmen es jetzt gemütlicher, denn dieser Apéro erstreckt sich über den halben Morgen. Man geniesst einfach, über Zermatt und dem Mattertal liegt ein fantastisches Nebelmeer. Mitten im Vormittag bezahlen wir die Halbpension, wandern in 20 Minuten hinunter zum Trockenen Steg, wo sich das "Horu" im Seelein super spiegelt. Iwan erzählt hier Geschichten vom schmusen mit einer früheren Freundin in dieser Gegend, ganz genau geschah dieser Akt am sogenannten Leichenbrettersee. Auf der Sonnenterrasse der Zwischenstation Trockener Steg ist weiteres relaxen, bestaunen und Gipfel erkennen im Monte Rosa - Gebiet angesagt. Dann verlassen wir die Bergwelt endgültig und fahren hinunter ins Tal. In Zermatt begleichen wir noch die Rechnung des Hotel Antika, sitzen hinten im Garten, packen und bestellen ein Elektrotaxi. Am Ende des Dorfes steht da wieder der Bus von der Garage St. Christophe in Täsch. Bald erreichen wir Iwan`s Auto. Hier trennen wir uns von Stephan Tüscher, er fährt über den Grimselpass nach Hause. Nochmals herzlichen Dank für alles und die tolle Führung. Der angehende Bergführer - Aspirant Stephan ist nun auch ein Alpengroupie. Auf bald im Herbst. Nun weiter nach Goppenstein, wo wir auf dem Zug den zweitletzten Platz erwischen. Während der Fahrt habe ich immer wieder Probleme mit Husten und meiner Nase. Über das Berner Oberland in gemütlicher Fahrt nach Hause zurück. Ein super Bergwochenende hat nun seinen Abschluss gefunden. Am Montag haben wir alle vier ja frei verlangt, ich gehe zum Arzt um 08 00 h und decke mich mit Pillen ein, melde mich krank für fünf Tage, geniesse heisse Bäder, Fango - Einlagen, Schnupforgien und anderes mehr. Sechs Tage nach dieser Tour, heute am 21.09.2002, höre ich mit dem rauchen auf. Das war am 37. Geburtstag von Iris, der Blume der Prärie!

 

Herbstwanderung im Kaltbrunnental *

28. September 2002

Eine Familienwanderung soll es heute werden. Dabei: Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Dieter, Nadja, Joelle, Noemi, Iris und ich. Der Herbst hat begonnen, nach 10 Tagen Regen kommt heute endlich für mehrere Tage die Sonne zurück. Beim Busbahnhof von Breitenbach starten wir zu unserer Tour ins "Gebirge". Abfahrt um 08 52 h, in wenigen Minuten zur Meltingerbrücke, wo wir auf Familie Häner treffen. Nun gemütlich um 09 00 h dem Ibach folgend abwärts in den Wald. Sicher 12 Jahre waren wir nicht mehr hier im Kaltbrunnental, es ist eine Schande. Das Tal ist einzigartig romantisch, der Bachlauf, die Höhlen, die Atmosphäre am Wasser, Mini - Schluchten im Doppelpack. An der Kläranlage vorbei tauchen wir in den Wald ein. Manche Brücke erwartet uns, viele Quellen zeugen noch immer vom starken Regen der letzten Woche. Nun wandern wir zu dem Platz, wo gleich 4 Gemeindegrenzen aufeinander treffen, nämlich Breitenbach, Nunningen, Fehren und Himmelried. Direkt vor uns, hinter dem Bach, befindet sich dieser Grenzpunkt, als weisses Kreuz auf den Felsen gemalt, daneben die Markierung. Dies ist die erste völlig rauchfreie Groupie - Tour überhaupt, die Nummer 113 seit Beginn 1986. Nach einer Stunde erreichen wir die Schneeglöggliweid, wo im Sommer manchmal Konzerte stattfinden, mit Kühen bevölkert. Die Wiese ist sehr feucht, nun in den Wald und ein Stück weiter unten rasten wir am Wasser. Jetzt ist es Zeit für einen Apéro, eine halbe Stunde Aufenthalt. Danach in kurzer Zeit ein Stück Richtung Grellingen, links des Weges vor einer Brücke hinunter zum Bach zu einer geschützten Stelle unter Felsen. Hier verbringen wir den Mittag. Das Holz ist furchtbar nass und aufgesogen, sogar das an den Bäumen. Mit Mühe, Not und ohne den "Blick" bringen wir doch noch ein Feuer hin. Es hat sehr schlecht ausgesehen. Rauch erfüllt die nähere Umgebung. Nach einer Stunde können wir endlich unsere Würste braten. Gediegen verköstigen wir uns, nach dem Essen präsentieren Dieter und Nadja 5 kleine Liköre auf einem Tablett. Passend zur allgemeinen Wald - Stimmung. Nach 2 Stunden brechen wir auf und verschieben uns weiter dem Fluss folgend. Bald erreichen wir die Teerstrasse, die Breitenbach mit Himmelried verbindet. Kurzer Halt und weiter geht's, noch 1 Stunde bis Grellingen. Steile Stellen, wo die Gischt spritzt und donnert, wechseln sich ab mit Waldlichtungen, Felsen, Moos und die Höhlen. Dann erforschen wir eine Höhle mit den Kindern, Dominik, Tina und Michel, auch Didi kommt mit, ausgerüstet mit Stirnlampen. Ein paar Meter geht es in den Berg hinein, das wars dann, lustig für die Kids. Hier war ich das letzte Mal vor 12 Jahren, im Sommer mit Ändel, mit den Bikes.

Bei den Wappenfelsen im "Chessiloch". Einzigartig in der Schweiz.

Damals badeten wir an den tiefsten Stellen und später im Chessiloch. Nun gemütlich weiter abwärts, am Bach entlang, man hört schon den Zug pfeifen. Bald einmal erreichen wir das Chessiloch, wo der Ibach in die Birs mündet. Die 2 grossen Eisenbahnbrücken über dem Fluss, Romantik im Laufental. Seit der Eggfluh - Tunnel eröffnet ist, geht es ruhig zu und her auf der Strasse. Etwas über 2 Stunden waren wir jetzt unterwegs. Weiter vorne, bei den historischen Chessilochwappen, machen wir nochmals einen kurzen Halt und ein Gruppenfoto. Im 1. Weltkrieg wurden diese Wappen auf den speziellen Fels gemalt, als Erinnerung. Die Anlage ist einzigartig in der Schweiz. Danach wandern wir weiter am Gleis entlang bis zum Einfahrsignal von Grellingen und warten dort auf die Durchfahrt des nächsten Regionalzuges. Als unsere Tour dann am Bahnhof Grellingen endet, waren wir 3 Stunden in reiner Laufzeit unterwegs und hatten es super gemütlich. In der Gartenwirtschaft vom Storchen trinken wir noch etwas, bevor Patrizia und die Kinder das nächste Postauto nach Hause nehmen. Der Rest fährt mit dem Zug nach Zwingen, ein kurzer Halt noch in meinem Güterdienstbüro vom Bahnhof Zwingen, wo wir auf den nächsten Anschluss warten. Dann zurück mit der Post nach Brislach, respektiv Breitenbach zu unserem Auto. Ein gediegener Wandersamstag findet hier sein Ende. Die nächste Tour findet bereits in 3 Wochen statt, wenn wir uns zum Bättlerloch aufmachen. Nun ist es Zeit, am PC zu Hause den Tourenausklang 2002 zu schreiben, zu organisieren, drucken, im Internet einzufügen und zu verschicken. Schon bald drängt die Zeit, zum Glück habe ich bald noch eine Woche Ferien.


Höhlentour ins Bättlerloch bei Zwingen *

19. Oktober 2002

Heute sind mit dabei: Eric, Christoph, erstmals Patrick Klotz und ich. Dieses Mal sind wir nur vier Leute, im Herbst 1998 waren es 12, aber nur sechs gingen dann wirklich rein. Ende September habe ich bis zu 10 Neoprenanzüge bestellt bei Markus Heizmann / Ocean Drive, Laufen, einem ehemaligen Schulkollegen. Am letzten Montag schrieb ich an ihn ein E - Mail, keine Antwort. Dann 7 Telefonate und zweimal auf Mailbox gesprochen, keine Antwort. Am Samstag um 09 00 h stehe ich vor dem Laden in Laufen und auf der Tür steht: Betriebsferien vom 12. Oktober bis 30. Oktober 2002. Super, so was nenne ich Kundendienst, wegen der Kälte und dem Wasser wollte ich ja extra Taucheranzüge. Nun machen wir die Tour halt in alten Kleidern, Christoph hat eine Gummihose und Neopren. Um 10 30 h starten wir vier vor dem nicht gerade einladenden Höhleneingang ins Bättlerloch. Dabei sind mehrere Taschenlampen, Stirnlampen, Batterien, einen Wein, Zinnbecher und meine Canon Powershot G2 für Fr. 1800.-, ganz neu. Die längste Höhle der Region Nordwestschweiz öffnet sich vor uns, das Ziel ist es heute, bis 465 Meter ab dem Höhleneingang vorzudringen. Werden wir es diesmal schaffen? Heftig gebückt gleich am Eingang durch eine Kolonie von Fröschen und Kröten, die sich hier ihr Winterquartier ausgesucht haben. Die nächsten 20 Minuten werden die härtesten, hier muss man einfach durch, auf gut Deutsch den Finger aus dem Arsch nehmen und den inneren Sauhund frei lassen. Von Beginn weg ist und bleibt es eng bis sehr eng, manchmal nur 50 cm. Breite und 1.60 Meter Höhe. Der Gang schlägt Haken, nach rechts und links, permanent stehen wir in 40 - 50 cm. tiefem Wasser. Meine Stiefel sind schon ein erstes Mal gefüllt, man gewöhnt sich schnell daran. Das grösste Problem ist der Rucksack mit dem fragilen Inhalt. Hinter mir stöhnt Christoph durch den Hauptgang, dann kommen Patrick und Eric. Wir kommen alle schnell voran, manchmal glaubt man, es geht unmöglich weiter, so eng und krass sieht das aus, was noch kommen wird. Vor 4 Jahren sind die meisten nach wenigen Metern wieder nach draussen geflüchtet. Eine Stufe liegt vor mir, wo das Wasser hinabplätschert, davor ein Wasserloch, das mir schon bis zum Bauchnabel reicht, es ist voll krass. Hier kommt man nur mit den Füssen voran zum Ziel. Korpulente Personen würden hier schier verzweifeln. Endlich dürfen wir ein paar Meter aufrecht gehen, um uns dann wieder bückend der Höhle anzupassen. Heikel wird das Fotografieren mit der Digitalkamera, meine Hände sind feucht und schon sandig, das ist Gift für die Elektronik. Ich hätte doch auf Iris hören sollen. Tief im Wasser watend geht es weiter, vor mir ein kleines Loch, hier muss ich durch. Unten Felsen, oben Felsen, die Schönheit der Natur zeigt sich immer mehr in Form von kleinen Stalagmiten und Sintergebilden, Kalkgestein, das seit Jahrtausenden durch das Wasser wächst. Schon um dies zu sehen, lohnt es sich, das hier durchzustehen. Jetzt warte ich auf die Kollegen. Danach wird der Gang für einige Zeit trocken, was für eine Wohltat, die Knie auf Sand und Felsen aufzuscheuern. Bald hat uns das Wasser aber wieder. Es wird enger, ein kleiner See, dann ein grosser, längerer See. Hier neigt sich die Decke langsam dem Wasserspiegel zu, der Schlupf beginnt, bald sind wir durch. Ich verständige darüber meine Kumpels, schiebe mich auf dem Rücken liegend vorwärts, Rucksack und Kamera in der Händen an der Felsdecke haltend. Nun hören wir das Plätschern des Wassers. Bald wird es gemütlicher, aber es ist eine Strecke von etwa 15 Metern, dieses Stück im Schlupf. Nun geht der Raum auf, es ist geschafft. Ich rutsche über eine grosse Sinterterrasse zu Boden. Endlich frei, darf man hier sagen. Im grossen Raum angelangt, kommt einer nach dem anderen aus dem Schlupf hervor. Wir befinden uns nun etwa 150 Meter ab dem Höhleneingang. Zurückblickend geht es nun links in den Westgang, von wo aus uns ein Bächlein entgegen fliesst. Dieser Platz hier, diese Grösse ist einfach fantastisch. Der Raum ist riesengross, der Hauptgang zugleich der Ostgang, nun weiter ins Innere hinein. Nach der nächsten Kurve erblicken wir den gewaltigen Stalaktiten, der von der Decke hängt. Er ist etwa 50 cm. dick und 1.70 Meter lang, einzigartig in der ganzen Höhle, ein Unikat wahrscheinlich in der gesamten Nordwestschweiz. Der grosse Sinterzapfen hier im Bättlerloch ist wirklich speziell. Wegen des Baches ist nie eine ganze Säule daraus entstanden. Man nennt diesen Raum das "Bad der Erdmännlein". Hier posieren wir für ein Gruppenfoto, bevor wir weiter wandern. Somit haben wir 180 - 200 Meter ab Eingang erreicht, und das in einer halben Stunde, denn es ist erst 11 00 h. Christoph und Patrick staunen nur noch, gleich folgt der wunderschöne Terrassengang, Patrick meint dazu nur, es sei sensationell. Links und rechts steht der Fels aus der Wand hervor, eben wie Terrassen. Übrig blieben beidseitig schmale Felsplatten, die in zwei Niveaus bis zu einem Meter tief in den Gang hineinragen. Es gibt schon eine erste und eine zweite Ebene, der Bach arbeitet momentan an der dritten. Ein Stück weiter gelangt man links aufsteigend in die sogenannte "Znünihalle", 245 Meter ab Eingang. Die nächsten hundert Meter sind kurvenreich und recht interessant, hier endete die Tour vor 4 Jahren. Jetzt forschen wir weiter, Eric geht voran. Kurze Zeit später treffen wir auf einen roten Draht, der weiter hinten in einem Bohrloch in der Decke verschwindet. Hier erreichen wir eine Kreuzung, nach rechts geht der Südgang ab, von dem Eric bald wieder zurückkommt. Das Wasser wird tiefer. Hier machen wir eine kurze Pause, während Eric den Hauptgang untersucht. Dann ruft er, wir sollen kommen, ich wate im Wasser hinten nach. Nun nach 15 Metern die Abzweigung zum ungastlichen "Sauschluf", wir erreichen hier 430 Meter. Geradeaus im Hauptgang weiter, da ruft Eric, er habe das Ende gefunden.

Der riesige Stalagmit im unglaublichen Bättlerloch bei Zwingen / Brislach.

Tatsächlich gelangen wir nach weiteren 30 Metern zu einer kleinen Kammer, die plötzlich endet, bei welcher sich jetzt die Decke bis knapp über den Wasserspiegel senkt. Hier erreichen wir also 465 Meter ab dem Eingang, nur mit Taucherausrüstung geht es weiter, etwas für die Extremen. Hier endet unsere heutige Höhlentour, wir haben es geschafft und gratulieren einander. Wie ein kleiner Tunnel im oberen Profil sieht der weitere Weg aus, das Wasser strömt ganz langsam hervor. Das ist wirklich das Ende für uns, den "Sauschluf" wollen wir eigentlich nicht weiter kennen lernen. Die Kamera und den Rucksack habe ich vorne beim Knick deponiert. Nun kehren wir zurück zu Christoph und Patrick, der erstere probiert verzweifelt, sich eine Zigarette anzuzünden. Nach einem Gruppenbild kehren wir um, es ist schon nach 12 30 h. In gutem Tempo nun raus in Richtung des Einganges, es wird kalt, ich friere und meine Knie sind auch schon etwas demoliert. Nach einer Weile wandern wir unter der "Znünihalle" durch, steigen in diese auf und machen eine halbstündige Pause, es ist angenehm trocken hier, etwa 4 Meter hoch ist dieser Raum mit Blöcken in der Decke. Hier spendiere ich endlich meine Flasche Wein, einen Heida 1999, wir stossen auf diese erfolgreiche Höhlentour ins Bättlerloch an mit den Zinnbechern, feiern und haben es lustig. Dann wird nur noch gearbeitet bis zum Ziel. Waten, laufen und robben, der Stalaktit kommt in Sicht von hinten, dann in die grosse Halle. Weiter über die Sinterterrasse in den engen Schlupf, auf zum fröhlichen robben. Wenn man hier hinein schaut, glaubt man kaum, dass dies unser Weg ist, dass wir uns hier schon mal durchquetschen mussten. Nachdem der Schlupf geschafft ist, geht alles sehr schnell, hinein in die fürchterliche Enge des Ganges, in die tieferen natürlichen Pools, die zwei, drei extremen Knicke und Richtungsänderungen schaffen wir nur noch mühsam. Man wird müde, hat bald kein Zeitgefühl mehr, alles tut weh und wir sind froh, dass wir an das Ende gelangen. Alle stöhnen ein letztes Mal, dann sehe ich Tageslicht. Die letzten Kurven, noch ein paar Meter und ich bin draussen. Stehe im Wald, kann mich aufrichten, endlich. Dann fotografiere ich Christoph, Eric und Patrick, wie sie sich erlösend aus dem niederen, kleinen Eingang quälen. Es ist geschafft, wir sind gesund draussen wieder angekommen, gratulieren einander, sind sehr zufrieden. Fast drei Stunden befanden wir uns jetzt in der Höhle und eigentlich auch immer im Wasser. Christoph holt das Auto, mich schüttelt es vor Kälte. In meinen Gummistiefeln habe ich Kälteschmerzen, "Hornneglä" an den Füssen. Das ist nun wirklich neu. Schnell ins Badetuch, in warme, frische und vor allem trockene Kleidung. Ist das herrlich, und sofort geht's los zum Holz suchen, Zeitungen und Reisig und ein paar Bretter zum anzünden reichen gut aus. Wir vier waren eine tolle Truppe und Patrick ist jetzt ein Alpengroupie geworden. Stolz auf das Erlebte ist er auf jeden Fall. Bald lodert unser Feuer, wir braten Würste und genehmigen uns einen Apéro von Christoph, zum Würste braten dann einen Rotwein von Eric. Von der hintersten Kreuzung habe ich einen Stein mitgenommen als Andenken. Plötzlich rennen drei Rehe durch den Wald, später Jagdhunde und eine Truppe Jäger, die staunen, als sie uns sehen. Hugo Binz aus Zwingen ist auch mit dabei. Wir erzählen von unserer Tour. Gegen 15 30 h packen wir zusammen und fahren die Strasse zurück zu den anderen Autos. Nun kann Patrick nach Hause und sich auf seine Fahrt nach Bulle vorbereiten. Er wird im nächsten Frühling Vater, wie wir hören. Dann verabschieden wir uns und ich fahre Eric noch nach Hause. Es war einfach genial, dieser Abenteuertag heute im Bättlerloch. Für mich war es das dritte Mal seit 1994, jetzt habe ich genug gesehen und erlebt. Das nächste Mal vielleicht wieder mal eine trockene Höhle, das wäre angenehm.


Schenker Andrea schrieb am 21.01.2003 :
Guten Tag Iris und George, Ich habe mal wieder bei euch rumgesurft - diese Hompage ist lässig und toll und macht ganz gluschtig zum mitmachen.
E Gruess & weiter so! Andrea

Paul+Christin Stadler schrieb am 19.01.2003 :
Hallo Ggo Iris,eure Homepage ist ja mega!! Wir wünschen Euch weiterhin viel Freude Lebe Grüsse Paul

Georg "Gago" Grolimund schrieb am 30.12.2002 :
Hallo Alpengroupies, Natur - und Bergfreaks, Freunde und sonstige Kumpels:

Zum bevorstehenden Jahreswechsel grüssen wir Euch alle und wünschen viel Freude, neue Ziele, Gesundheit und Zuversicht für das kommende Jahr 2003!

Ein weiteres, schönes Jahr in der Natur und in den Alpen geht zu Ende, viele Highlights wurden erlebt, fast 100 Groupies haben im Jahr 2002 wiederum mitgemacht und auf dieser Page haben uns schon fast 2000 Surfer besucht! Unsere Homepage ist nun seit 16 Monaten im Netz! Das 17. Jahr in den Bergen beginnt.....Ein neues Jahr mit einem tollen Jahresprogramm und einer stetig wachsenden Homepage erwartet Euch, sobald wir noch mehr Speicherplatz erhalten. Danke fürs Mitmachen und Euren Einsatz!

Schon bald feiern wir mit unserem Baby Bianca Melita ihren 1. Geburtstag
am 16. Januar 2003. Es war ein Jahr mit vielen neuen Errungenschaften, Glück und Erfahrungen! Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2003 und machts gut. Viele Grüsse senden Euch Das O. K. ALPENGROUPIES Gago, Iris Blume mit Baby Bianca


Ulrich schrieb am 01.12.2002 : e
Tolle Seite mit guten Fotos! Wünsche viel Spass bei weiteren Bergtouren.
Ich bin auch gern in den Bergen und im Bergwald, mehr dazu mit Fotos auf meiner Homepage...Viele Grüße Ulrich


Mick Jagger schrieb am 19.09.2002 :
Sali Gago!


12. Tourenausklang Alpengroupies 2002

16. November 2002, im Schützenhaus Erschwil

Dieses Jahr sind mit dabei: Christoph, Grace, Dieter, Nadja, Martin, Beatrix, Kilian, Iwan, Markus, Patrizia, Heidy, Leo, Stephan Tüscher, erstmals seine Freundin Michelle Christen, Paul, Annemarie Sutter und Bruno Sutter, Jackie, Giusi, Toni Borer, Elsi, Bruno, Franziska Aebischer und erstmals ihr Freund Sascia Cavallaro, Edi, Eric, Daniela, Robin, Rahel, Tommy, Maya, Iris und ich. 33 Groupies haben sich dieses Jahr angemeldet. So wenig waren wir eigentlich noch nie. Ab 10 00 h heute Morgen wird mit der Hilfe von Christoph, Kilian, Paul und Toni aufgebaut und das Schützenhaus geschmückt, wir sind noch gerade rechtzeitig fertig geworden. Um 17 30 h hole ich vor dem Rest. Kreuz Stephan und Michelle, etwas später Franziska und Sascia ab. Rphael Wellig fehlt leider, er zeigt heute Abend im Wallis seine Diashow, wie letztes Jahr hier bei uns. Doch das Programm kann sich wiederum sehen lassen. Schon wie letztes Jahr beginnen wir den Abend bereits um 18 00 h. Auch Edi habe ich abgeholt, seine Keyboards sind eingerichtet, er macht bereits Musik zum Beginn des Abends ab 17 45 h. Um 18 20 h sind alle eingetroffen, so dass ich mit meiner Begrüssung beginnen kann. Das Essen wird in einer halben Stunde bereits geholt. Begrüssung am 12. Tourenausklang der Alpengroupies im Schützenhaus Erschwil, den 16. November 2002: "Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 12. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 16. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf 16 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 12 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2002. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren durchgeführt. An diesen 7 Touren haben sich 61 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 33 Alpengroupies, macht zusammen 94 Personen im Jahr 2002, die mitgemacht haben. Es ist schön, dass Ihr da seid.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 11. Mal durchgeführt am 23. Februar 2002. 8 Personen waren dabei gewesen. Das Wetter war winterlich und trüb, doch gab das der Tour keinen Abbruch. Die Berner Platte war spitze und am Abend dann auf der Hohen Winde erlebten wir einen extremen Orkan, der es wirklich in sich hatte. Die 2. Tour war ein schönes Klettern an der Egerkinger Platte inklusiv Kinder - Klettern, Knotenlehre, Vorstieg, Durchquerung der Platte und grillieren am Feuer, das war am Karsamstag, den 30. März. 15 Personen waren hier dabei. 3. Tour: Der " Jurassic Path" von Moutier am 15. Juni mit 12 Personen. Unter der Leitung von Mex Spaar erfuhren wir viel Wissenswertes über das Jurameer, Geologie, Pflanzen und natürlich die vielen versteinerten Fussabdrücke der Dinosaurier, die wir in der schrägen Platte gefunden haben. Mit klettern am Grat, wandern und grillieren bei grosser Hitze erlebten wir diesen tollen Tag. Auch sahen wir Gämsen und sogar noch eine Schlange. 4. Tour: Der grossartige Klettersteig am Jägihorn 3206 m. ü. M. Die Leitung dieser Tour hatte Raphael Wellig inne, nach dem relaxen auf der Weissmieshütte starteten wir in die Wand und brauchten 4 Stunden bis zum Gipfel. Das Klettern mit absoluter Sicherheit und dem durchgehenden Stahlseil war fantastisch und hier entstand auch der Film dieses Jahres, der heute Abend gezeigt wird. Paul hat wieder einmal mehr ein tolles Video gedreht. Hier waren 6 Groupies mit dabei. Am 20. Juli gaben sich Grace und Christoph Wehrli das Jawort in der Kirche Büsserach, dabei spannten am Ereignis bei bestem Wetter 18 Groupies, wir alle wurden zum Apéro aufs Schloss Thierstein eingeladen. Herzlichen Dank! Dem Brautpaar wurde wie immer die nächste Suurchrutt - Tour geschenkt. 5. Tour: Statt der Hochtour Mont Blanc reisten 4 Groupies am 13. - 15. September nach Zermatt und bestiegen die Zwillinge Castor und Pollux unter der Leitung von Bergführer - Aspirant Stephan Tüscher aus Lyss. Bei genialem Wetter durften wir die beiden Viertausender nacheinander besteigen und das Hochtouren - Erlebnis 2002 erleben. Vor der Tour ein besonderes Erlebnis: Zum zweiten Mal in diesem Sommer konnten wir den ältesten Bergführer der Welt, Ulrich Inderbinen, besuchen. Es war eine kleine Sensation, er wird am 3. Dezember 2002 bereits 102 Jahre alt. Auch dieses Bild tummelt sich nun im Internet, Dankeschön, Iwan! Die 6. Tour: Herbstwanderung im Kaltbrunnental am 28. September mit 10 Personen. Gemütlich, romantisch, mit Höhlen und viel Wasser erwanderten wir nach Jahren wieder einmal das schöne Kaltbrunnental. 7. Tour: Höhlentour ins Bättlerloch zum zweiten Mal am 19. Oktober mit 4 Personen. Kurz gesagt: Voll extrem, nass, sensationell, geil, eng, spektakulär mit Sinterterrassen und Stalaktit, einfach unglaublich für unsere Region, ein absolutes Naturwunder. Nun könnt ihr in Büchern blättern, im Wettbewerb hirnen oder auch die neuesten Tourenberichte lesen. Die Programme Hochtour Strahlhorn und Hochtour Mont Blanc werden verschoben aufs Jahr 2003.

Auch ein Highlight ist die Alpengroupie - Homepage, die seit dem 14. August 2001 im Internet steht, mit grossem Erfolg übrigens. Man kann darin herum surfen während 24 Stunden am Tag. Sie ist bereits gefüllt mit 400 Fotos unserer Touren und wir hatten in den ersten 15 Monaten schon über 1800 Besucher zu verzeichnen. Den Werdegang der Homepage kann man auch im Ordner begutachten. Die Homepage wird es immer geben, jedes Jahr wird sie auch von einem neuen Sponsor finanziert. Im Moment ist das die Möbelschreinerei Dieter Hunziker in Büsserach.

Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende Groupiefrau nach vorne bitten: Patrizia Häner. Patrizia erhält den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 14 Touren, eine Tour fehlt ihr noch, aber wir wollen nicht kleinlich sein, im nächsten Frühling holt sie sich diesen Strich. Herzliche Gratulation und Applaus für Patrizia. Nun geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb: Ich habe eine Liste mit 11 Gipfeln, nun muss man die Höhe dieser Berge schätzen, danach alles zusammenzählen und das wiederum ergibt eine Zahl so um die 53 000 m. ü. M. Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Danke, ich habe geschlossen"!

PROGRAMM: Begrüssung um 18 15 h , Zinnbecher - Ehrung Patrizia
Schätzwettbewerb 18 30 h Homepage - Vorstellung 18 45 h. Abendessen ab 19 00 h - 20 00 h Erstmals Aquasoftware - Diashow der digitalen Fotos in 2 Teilen, je ca. 30 Minuten. 20 00 h - 20 30 h und dann kleine Pause, Teil 2 um 20 45 - 21 15 h Premiere Video - Film "Klettersteig Jägihorn 3206 m." vom 29. / 30. Juni 2002 von Paul Grolimund, ca. 30 Min. Um 21 45 - 22 15 h Kaffee und Kuchen. "Schmunzelgeschichten" von Dorforiginal Walter Studer, ca. 45 Min. um 22 30 h - 23 15 h, Vorschau 2003, Musik mit EDI. Ab 23 15 h Programm Suurchrutt - Tour 2003, Auflösung Wettbeweb, Freinacht bis 03 00 h.

Jetzt kommen wir zum heutigen Geschenk, es ist ein Winterset vom Interdiscont, bestehend aus Mütze, Handschuhe und Schal, alles in schwarz. Das Winterset kommt gut an, kann man gleich an der nächsten Suurchrutt - Tour ausprobieren. Dann die Überraschung: Iwan sponsert 35 kleine Karabiner als Schlüsselanhänger, auch diese lassen wir verteilen, eine tolle Sache, herzlichen Dank und einen tollen Applaus an Iwan. In der Zwischenzeit hat sich Mama Heidy schon mit Schal, Mütze und Handschuhe zurecht gemacht und eingedeckt, an ihr sehen wir das Ergebnis als kleine Modeschau. Kurz vor 19 00 h baut Christoph übers Natel eine Verbindung auf, wir sind online und präsentieren ein zweites Mal die Alpengroupie - Homepage als ein riesiges Bild an der Wand. Schauen zusammen nun die Neuerungen an, die Vorschau 2003, die Site mit Ulrich Inderbinen, die Fotos vom Fallschirmspringen Tandem Sky Diving vom Oktober 2001, Sponsor der Homepage ist wiederum Dieter Hunziker, wir zeigen einen Zeitungsbericht und Bilder von diversen Küchen und Türen. Weiter in die Site "In letzter Minute / aktuell", die Schneeschuhwanderung Gurnigel am 15.12.2002 mit Franziska Aebischer und Raphael Wellig und zu guter Letzt unter Privates 4 versteckte Fotos von Baby Bianca Melita vom letzten September 02. Sie wird heute gehütet von Gotti Melita und Götti Adrian.

So, das war die Präsentation, schon geht die Türe auf und Martin und Bea bringen das Essen vom Partyservice s`Zäni herein. Heute gibt es Pouletgeschnetzeltes Casimir mit pikanter Curryrahmsauce, Reis, Fruchtgarnitur und Brot. Ein weiteres Mal ist das Essen von Rita sehr gut, wer will, darf später nochmals schöpfen. Dank auch an die Küchenmannschaft Elsi, Bea, Iris und andere Helfer. Grossen Dank auch an Christoph Wehrli und die STG, der seinen super Beamer wieder mitbrachte, ein Laptop und einen Flachbildschirm. Nach dem feinen Essen sehen wir zum ersten Mal die Aquasoftware - Diashow unserer Touren, Teil 1 vom Tourenausklang 01, Suurchrutt - Tour 02, Klettern Egerkinger Platte 02 und den Jurassic Path 02. Dauer 30 Minuten. Es erscheinen riesige Bilder, es ist super, die Fotoalben von früher sind nun definitiv out. Nach kurzer Pause kommt bereits der 2. Teil der Diashow mit dem Klettersteig Jägihorn 02, Besteigung Castor und Pollux 02, Wanderung Kaltbrunnental 02 und zum Schluss die Höhlentour Bättlerloch 02. Es ist genial, die erlebten Touren einfach so ablaufen zu lassen, mit einem Titel zu jeder Tour und Texten, dazu Musik im MP3 - Format. Doch geht es auch lange, die Leute werden müde, das ist klar. Ich habe auch zu viele Bilder eingefügt, weil ich digitalmässig bis zu hundert Fotos pro Tour habe. Das nächste Mal werde ich die Anzahl auf 50 Fotos pro Tour reduzieren, so dass beide Diashows im gesamten nicht länger als 30 Minuten laufen, also die halbe Zeit von heute. Nun gibt es eine weitere Pause, Kaffee und Kuchen werden serviert, Elsi`s Schwarzwäldertorten sind wie immer sehr gut, ich bin deswegen voll des Lobes. Wir geniessen nun das Dessert. Edi unterhält uns mit einem Block Musik. Um etwa 22 00 h beginnt die Premiere des Films "Klettersteig Jägihorn" vom 29. / 30. Juni 2002 auf Grossbild. Wieder einmal mehr ist das Video von Paul sehr gut angekommen, es ist bereits sein vierter DV - Film von den Alpengroupies. Spass, Gelächter und tolle Kletterbilder prägen die nächste halbe Stunde, untermalt mit toller Musik und Texteinblendungen. Zum Schluss ein grosser Applaus für Paul. Das Programm ist heute wieder sehr dicht, Walter Studer ist um Punkt 22 30 h eingetroffen und kriegt noch fast den ganzen Film mit, wir sind 30 Minuten im Rückstand. Unterdessen verteile ich die neuen Programme Vorschau 2003 und die 12. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde, die im nächsten Jahr am 22. Februar 2003 stattfindet. Danach komme ich zur Auflösung des heutigen Wettbewerbes: Die magische Zahl aller zusammen gezählten Gipfel beträgt genau 53 358 m. ü. M. Martin hat während des Abends alle ausgerechnet. Auf Platz 3 liegt Stephan Tüscher mit 73 Meter Differenz bei 53 292 m., Stephan erhält eine Flasche Los Monteros 1999, im 2. Rang liegt, man höre und staune, der 3 - jährige Robin Hunziker mit 58 Meter Differenz auf 53 292 m., Robin gewinnt einen Schraubkarabiner, und im ersten Rang hat sich platziert: Martin Grolimund mit 56 Meter Differenz auf 53 421 m. ü. M. Er gewinnt einen Groupie - Schnaps. Herzliche Gratulation und einen Applaus für Martin! Alles kann eben auch Zufall sein. Nach 23 00 h beginnt Walter Studer aus Breitenbach mit seinen "Schmunzelgeschichten" und es gibt wirklich einiges zu schmunzeln, er liest Sprüche und Gedichte vor, Erlebtes und Gehörtes aus der Region. Ich buchte ihn für 45 Minuten. Er ist wirklich lustig, Paul grölt am Tisch, aber mit der Zeit macht der Vortrag auch langsam müde. Nach 1 Stunde sollte er nun abbrechen, ich gebe ihm ein Zeichen, doch Walter erzählt weiter und weiter und blättert in seinem Ordner. Er hätte nun aufhören müssen, nach 90 Minuten muss ich ihn stoppen und die Übung abbrechen. Es war zuviel des Guten. Danke, Walter. Es wurde bereits 00 30 h, die Leute sind teilweise eingenickt, ich hätte den Erzähler früher stoppen sollen. Dann ist der programmmässige Teil beendet, es gibt Freinacht bis 03 00 h. Jetzt beginnt Edi wieder zu spielen. Müde vom Zuhören der Schmunzelgeschichten raffen sich einige Gäste auf, wollen langsam nach Hause und in kurzer Zeit herrscht eine grosse Aufbruchstimmung. In 3 Autos kann ich noch Material für nach Hause mitgeben, da bin ich froh. Die Getränke brauchen wir diese Nacht nicht zu zügeln, das ist eine grosse Hilfe. Iris ist auch total müde, will heim mit Bruno und Elsi, um Adi und Mel abzulösen. Um es nicht zu vergessen, wird nun der Zinnbecher von Patrizia mit dem Alpengroupie - Zinnkrug eingeweiht, so wie jedes Jahr, wir stossen gemeinsam mit unseren Bechern und Weisswein an. Um nach 01 00 h sind wir nur noch gegen 14 Leute, soeben ist Jack noch bei uns reingeschneit. Edi soundet wieder, wir heizen ihn an, es wird auch noch getanzt. Gemütlich wird langsam aufgeräumt, wir müssen das Bergsteigermaterial wieder an der Decke abmontieren, die Böden aufnehmen, putzen, WC kontrollieren, Geschirr waschen und so weiter. Bea ist dabei eine grosse Hilfe. Danach spendiere ich noch eine Runde. Gegen 03 30 h bewegen sich die letzten drei Groupies Richtung Dorf und so findet auch dieses Fest sein endgültiges Ende.


12. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde

22. Februar 2003 *

Bei der ersten Tour im Jahr 2003 sind folgende Teilnehmer mit dabei: Dieter, Nadja, Kilian, Oliver Blessinger, erstmals seine Freundin Sandra, Christoph und Grace, die beiden ziehen heute die Hochzeitstour ein, erstmals auch Rolf Jeger aus Kleinlützel, Musiklehrer, Pianist und Bassist am Sängerabend 2003 MCB und ich. Ab Rothlachen Heidy, Leo, Paul und noch Tommy Harder ( Fussprobleme ) und Maya. Diese fünf sind dann beim Mittagessen dabei. Also insgesamt 14 Personen. Auf dieser Suurchrutt - Tour haben wir fantastisches Traumwetter wie schon seit 6 Jahren nicht mehr. Zum dritten Mal nach 1997 und 2002 wird die Tour wiederum im Februar durchgeführt. Es lohnt sich einfach, schon wegen der Kälte. Um 07 30 h treffen wir uns auf dem Pick - Pay Parkplatz in Erschwil. Christoph und Grace übergeben mir ein eingerahmtes Poster von ihrer Hochzeit im Juli 2002, mit allen Alpengroupies darauf, die beim spannen dabei waren. Herzlichen Dank an die beiden, sowas gab es noch nie. Kurze Fahrt zum Bachmättli, das Thermometer zeigt -5 Grad. Nach 08 00 h beginnt die Tour mit dem Aufstieg zur Mittleren Rotmatt. Unterwegs ist das Bachbett extrem mit einer dicken Eisschicht überzogen. Nach einer halben Stunde gibt's einen Halt in der Schnapskurve und der Groupie - Schnaps macht die Runde. Kilian hat seine High - Tech - Schneeschuhe mit dabei und wandert ab hier auf diesen weiter. Kurz darauf erreicht uns im Wald die Sonne. Petrus sei Dank, wir haben grosses Glück mit dem Wetter. Seit 2 Wochen herrscht ein riesiges Hoch über der Schweiz und auch nächste Woche wird sich nicht viel verändern. Durch die Bäume schimmert der blaue Himmel und der Schnee, wir werden noch stampfen heute. Nach einer Stunde Aufstieg erreichen wir bei schon warmen Temperaturen die Mittlere Rotmatt, sitzen auf die Holzstämme und geniessen einen Apéro. Wir sind gut in der Zeit, ich erkläre Sandra die umliegende Geographie. Es ist herrlich hier, wir machen ein Gruppenfoto. Im gesamten sind heute mit Paul gerechnet 4 Digitalkameras im Einsatz. Nach einer Weile steigen wir ab ins Scheltental, die Fahne wird gehisst, in 25 Minuten im hohen Schnee runter zur Scheltenmühle, wo wir auf meine Eltern warten. Kaum nach 5 Minuten treffen Heidy, Leo und Paul hier ein. Nach gediegener Pause kaufen ein paar von uns noch Bratwürste und dann geht's ab. Der Wirt von Rothlachen kommt auch schon, um die drei abzuholen. Wer will, kann seinen Rucksack gleich im Auto mitgeben. Ich tue es auf jeden Fall. Und schon sind sie unterwegs. Bei wärmender Sonne nun die Bergstrasse hoch, als auch schon Tommy und Maya inklusive Hund mit dem Auto vorbei fahren. Die Kurven ziehen sich etwas, doch es ist angenehm zu wandern. Durch den Wald hindurch und schon erblicken wir die Rothlachen. Neben riesigen Schneebrettern am Hang vorbei, treffen wir im Restaurant Rothlachen nach 1 Stunde Aufstieg ein. Es ist nun 12 30 h geworden. Eine herzliche Begrüssung kommt von Celine Spahni in der Küche, nun sind wir alle beisammen. Die riesigen Bernerplatten mit Kartoffeln, Sauerkraut, Würstchen, Speck, Suppenfleisch und dem Beinschinken lassen nicht lange auf sich warten. Es ist einfach jedes Mal super urchig hier, zum Essen gibt es Fleurie. Der Aufenthalt hier beträgt 2 Stunden, wir hauen voll rein und geniessen es. Erst jetzt merke ich, dass Sandra Vegetarierin ist, doch sie wird trotzdem satt. Eine Autogrammrunde für das Tourenbuch folgt, Fotos, Kafi Rothlachen und so weiter. Die Fahne hängt über dem Tisch. Celine meint, die Groupie --Flasche, die sie von uns zur 10. Suurchrutt - Tour vor zwei Jahren erhalten hat, habe ihr seht gut gemundet. Die Magnumflasche mit Text steht nun leer auf dem verzierten Bauernschrank. Celine wird dieses Jahr 60 Jahre alt und ihr Mann fragt mich heimlich für einen Pink Fröyd - Auftritt im April, nachdem sie den Bericht mit Foto im Wochenblatt / Anzeiger vom Sängerabend 2003 gelesen haben. Wir machen mal provisorisch ab.

Auf der Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde bei bestem Wetter.

Unser Wirteehepaar auf der Rothlachen, Celine und Hans Spahni.

Die fantastische Bernerplatte von Celine Spahni.

Abends auf der Hohen Winde.

Gegen 15 00 h packen wir zusammen und verabschieden uns. Der härtere Weg liegt noch vor uns. Kilian stampft wieder voraus, durch hohen Schnee mit tollem Ausblick wandern wir zur Krete hoch und brauchen diesmal etwas länger. Bei den drei Gittermasten eine kurze Pause, danach weiter zum Matzendörfer Stierenberg, dessen Wirt nun auch im Winter neuerdings offen hat. Leider ist die Sicht auf die Alpenkette noch sehr trübe, doch das wird sich schon noch bessern. Ein paar Besucher mit Autos sind hier sowie Skitourenfahrer, die Christoph kennt. Deshalb wurde die Strasse auch gepflügt und geputzt, was unseren weiteren Weg sehr erleichtert. So sind wir viel schneller, als im tiefen Schnee über die Wiesen zu stolpern. Nun abwärts Richtung Wald, bei den Bunkern vorbei zur Scheltenpasshöhe. Hier warten wir aufeinander. Danach weiter zum Erzberg hoch, in leuchtendem Weiss und unter stahlblauem Himmel. Dieter und Christoph eilen voraus und bestellen im Bergrestaurant Erzberg 9 Kafi Christine, die wir sogleich vor der Beiz in den Schneewällen geniessen dürfen. Das Ganze übernehmen Rolf und Kilian, herzlichen Dank. Eine ganze Herde Pferde überwintert hier oben und tummelt sich auf dem Hof. Um 17 00 h ziehen wir weiter, der letzte Aufstieg steht uns bevor. Der Weg auf die Hohe Winde ist gut gespurt, als wir aufsteigen, kommen die Alpen immer mehr hervor. Sie strahlen wie schon lange nicht mehr zu uns herüber. Das Versprechen mit dem Alpenblick habe ich bei Sandra nun eingelöst. Oben am Waldrand angekommen, gibt es nun einen kurzen Geographiekurs, Richtung Mont Blanc wird es allerdings immer trüber. Die mit den Adleraugen erkennen auch das Matterhorn über der Gemmi. Ganz besonders schön sehen wir Säntis, Sustenhorn, Titlis, Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Grosshorn, Breithorn und die Blüemlisalp. Wir machen Fotos, ich zoome mit Toni`s Objektiv der Canon G2 die Berge heran. Nun bei der Skihütte vorbei, in raschen Schritten hinauf zum Gipfel der Hohen Winde auf 1204 m. ü. M. Es sieht fantastisch aus, der Wiesenrücken in glänzendem Weiss, die Sonne strahlt über Delémont, das Signal, die Umrisse der Groupies, es ist eine super Stimmung. Es wurde nun 17 30 h. Oben auf dem Gipfel gratulieren wir einander, der Gipfelwein steht schon parat auf der runden Eisenplatte. Nun geniessen wir einen der schönsten Sonnenuntergänge der letzten Jahre hier oben und genehmigen uns einen Schluck. Blutrot versinkt die Sonne hinter dem Horizont in den Wolken, ein geniales Bild. Eine halbe Stunde stehen wir hier und machen nochmals Gruppenfotos. Jetzt folgt der Abstieg, doch es ist noch immer hell. In 90 Minuten werden wir wieder im Bachmättli bei den Autos sein. Durch viel Schnee langsam abwärts, am Stall vorbei in den Wald. Der Gittermast, die Krete, im zick - zack Wägli durch den Pulverschnee rechts runter auf die Ebene und weiter über den Pfad zur Mittleren Rotmatt. Hier müssen wir die Lichter einschalten. Weil noch diverse Leute ihren geschüttelten Wein loswerden wollen und uns noch Zeit bleibt, legen wir einen Stop ein. Eine Weile bestimmen wir die Sterne am Firmament. Mit Altpapier, das den Wein schützte, entfachen wir ein kleines Feuer im Schnee. Danach nehmen wir die letzte halbe Stunde unter die Füsse. In den Wald hinein, beim gefrorenen Bach vorsichtig das Eis umlaufen, auf dem Teerweg müssen wir auch aufpassen, damit sich der Fall wie vor ein paar Jahren nicht mehr wiederholt. Um 20 15 h erreichen wir die Autos und unsere diesjährige Suurchrutt - Tour endet sehr gemütlich im Bachmättli. Danach Fahrt nach Erschwil, wo wir uns dann trennen. Kilian hat noch Bratwürste von Paul zugute und trifft diesen im Rössli. Ein paar gehen noch mit, ich freue mich nun auf ein wohlverdientes Fondue mit Iris.

An diesem Abend passiert noch etwas Seltsames: Ein recht starkes Erdbeben schüttelt in Mitteleuropa. Nach dem Fondue liegen wir beide vor der Glotze und schauen "Wetten, dass...?", als plötzlich alles zittert. Die Wand, der Verputz bewegt sich, die Palme neben dem Fernseher beginnt zu wedeln und eine Welle geht durch den Körper, durch die Polstergruppe. Gleichzeitig schwankt auf der Glotze eine Tube Nivea Baby Créme, fällt fast herunter. Es war unglaublich, und dauerte ziemlich lange. Es war exakt um 21 41 h und hatte die Stärke 5,3 - 5,5 auf der Richterskala. Wir rennen hinauf zu Bianca, sie schläft ruhig. Anders aber Bethli gegenüber. Um 21 54 h dann das zweite Beben, schwächer, mit der Stärke 3,5. Der PC zitterte. Das letzte Beben vor 2 Jahren war im November 2001, das war ziemlich schwach gewesen. Die Natur meldet sich wieder mal zurück.


Schneeschuhwandern Lombachalp ( Habkern, Berner Oberland )

15. März 2003 *

Heute sind mit dabei: Eric und Daniela, Rolf Jeger, Edgar Bischof und ich. Der Wetterbericht meldet stahlblauen Himmel wie schon vor drei Wochen an der Suurchrutt - Tour. Eigentlich hatten wir 8 Anmeldungen für diese Tour, aber Kilian musste absagen, weil seine Freundin aus Berlin nach Yverdon kommt und Toni und Rie hat die momentane Grippe mit Fieber gepackt, er sagte am Freitagmittag ab. So ein Pech, da kann man nur gute Besserung wünschen. Die drei verpassen einen wunderbaren Tag mit Sonne und Schnee. Einen Tag, um die Hektik des Alltags zu vergessen und die Stille des Winters zu geniessen. So steht es im Groupie - Programm. Nun fahren wir zu fünft ins Berner Oberland. Als ich die Türe zu Hause abschliessen will, läutet das Telefon und Edgar ist am Apparat. Er hat verschlafen und fährt nun mit dem Auto nach Interlaken Ost. Um 06 30 h treffe ich am Bahnhof Laufen auf Rolf, Eric und Daniela, um dann in den Interregio nach Biel einzusteigen. Über Bern - Thun - Spiez fahren wir nach Interlaken Ost, wo uns am Bahnhof schon Edgar erwartet. Seit der Abfahrt tummeln sich noch Wolken am Himmel, für die nächsten 5 Tage wurde eigentlich Sonne pur gemeldet. Hier steht der Bus der Firma Outdoor - Interlaken AG mit dessen Fahrer. Er heisst Felix und ist heute unser Führer auf der Schneeschuhtour. Nun eine kurze Fahrt zur Basis, wo wir die Schneeschuhe und Teleskopstöcke fassen und die Tour bezahlen. Wir haben ein Pauschalangebot für Fr.108.-, es beinhaltet Ausrüstung, Führung durch unseren Guide Felix sowie Fondueplausch mit einem Glas Weisswein sowie einem Kirsch auf der Lombachalp. Dann kann die Fahrt losgehen, in etwa 20 Minuten hinauf nach Habkern, wo bei mir alte Erinnerungen aufkommen und weiter auf einer gebührenpflichtigen Strasse hoch zur Lombachalp. Neben der Beiz parkieren wir und machen uns bereit. In Habkern haben ab 1990 die Ur - Groupies Ändel und Marianne ein paar Jahre in einem Chalet gelebt, wir waren damals des öftern hier. An den Hardergrat mit Suggiture und Augstmatthorn habe ich schöne Erinnerungen, weil Iris und ich damals auf 1800 m. ü. M. Openair auf dem Grat übernachtet haben, den Suggiture bestiegen und dann nach Habkern hinunter wanderten. War eine schöne Tour mit viel Gepäck. Als die Schneeschuhe montiert sind, starten wir unsere Tour. Die Bise ist noch immer eisig kalt, man sieht am Himmel nur ein paar blaue Fetzen und die Wolken stören noch. Leider habe ich meine Mütze vergessen, der Wind bläst, es ist nicht angenehm. Sobald wir unterwegs sind, wird es etwas besser. Gemächlich wandern wir über den herrlich gefrorenen Schnee stetig aufwärts, zwischen Gruppen von Tannenbäumen hindurch, es ist herrlich, die Sonne drückt. Hier kann man abschalten. Wir haben gute Gespräche mit Felix. Zwei Tourenskifahrer kreuzen uns, unter uns befindet sich noch ein Einzelgänger, sonst sieht man nirgends Menschen.

 

Die Tannen sind teilweise gefroren und die Wolken verwandeln sich in Hochnebel, ziehen rasch ab, um uns dann wieder einzuhüllen. Jetzt kommt ein steileres Stück, die Harscheisen halten sehr gut und wir steigen voll in den Hang ein, um dann auf eine Krete zu gelangen. Im Hintergrund blitzt ein grosser Berg hervor, der Hohgant. Auf dem Grat zieht es furchtbar, der Wind hat wunderschöne Spuren in den Schnee gezeichnet, hier pfeift es aber mächtig. Die Strukturen sind das Ergebnis von Schneeverfrachtungen. Wir steigen weiter auf, befinden uns nun auf etwa 1800 m. ü. M. und schon öffnet sich einen Moment lang der Blick aufs Tal, auf Habkern. Auf dem höchsten Punkt wird die Sicht nun immer besser und wir steigen etwas ab und wandern Richtung zweier Ställe. Nach lockeren 2 Stunden touren legen wir beim ersten Stall im Windschutz des Hauses eine Pause ein. In diesem Moment der Ankunft reisst der Himmel auf und innert weniger Minuten kommt die Sonne voll rein, es öffnet sich die Sicht und eine weisse Traumlandschaft befindet sich um uns herum. In rascher Folge zeigen sich auch schon die ersten Viertausender, als ich zu Ehren Edgar`s eine Flasche "Baccus 2000" öffne. Hier geniessen wir längere Zeit diesen Apéro, sprechen über viele Dinge sowie auch über Weinbau. Felix ist sehr interessiert und es macht auch Spass, ihm zuzuhören. Er lebte während 5 Jahren in Korsika und hat schon manches erlebt, nicht nur in den Bergen, auch lange Zeit auf dem Meer. Es wird nun auch windstiller. Der mächtige Block des Hohgant zeigt sich in seiner ganzen Grösse mit seinen Felsbändern, im Norden leuchtet das Niederhorn, vor uns im Süden der verschneite Hardergrat, dahinter die Krete des Faulhorns / Schynige Platte und mächtig dann das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Links daneben die Spitze des Ochs und weiter östlich die Pyramiden des Finsteraarhorns und des Schreckhorns. Zwei grosse Ziele für die Zukunft, diese Berge, die ich noch besteigen möchte. Was für eine Aussicht. Gegen Interlaken leuchtet der Thunersee, das Dorf selbst ist vom Harder verdeckt. Hier sollte man bleiben können. Hunger kommt auf, wir freuen uns auf das Fondue. Nach über 2 ½ Stunden seit dem Start neben der Beiz ist es nun 12 30 h geworden und wir posieren noch für ein Gruppenfoto, um dann diesen schönen Ort zu verlassen. In gediegenem Tempo nun zum gegenüberliegenden Hang an einem Haus vorbei, durch Wälder an eine steile Stelle, wo wir spielerisch auf den Schneeschuhen herunter rutschen. Schon erblickt man weiter unten das Restaurant, das eigentlich ein Stall ist und im Sommer scheinbar geschlossen hat. Man hat sich hier viel zu erzählen, vor allem Edgi habe ich bald seit 18 Monaten nicht mehr gesehen. Dann treffen wir beim Restaurant ein, deponieren die Ausrüstung auf dem Schneewall und nehmen auf der Sonnenterrasse an einem Tisch Platz, neben 10 anderen Gästen. Es ist sehr ruhig hier, Ländlermusik läuft und das freundliche Personal bedient uns rassig. Der grosse Hunger ist also da, wir verschieben uns an einen windgeschützten Tisch an der Wand und schon werden zwei Brenner aufgestellt, Brot gebracht und das Fondue in zwei grossen Caquelons serviert. Ein sehr gutes Fondue geniessen wir nun zusammen in der strahlenden Märzsonne, dazu gibt es Weisswein und jeweils ein Kirschli. Mit Alufolie wird die Flamme rundherum geschützt, trotzdem müssen wir ein paar Mal anzünden. Doch wir haben ja Zeit genug. Am Schluss würden Eric und ich noch gerne ein paar Brotstücke im Käse drehen und bekommen prompt noch eine Portion Fondue dazu, mit viel Knoblauch. Es war fantastisch. Edgar übernimmt hier alle Getränke, herzlichen Dank! Nach 1 1/2 Stunden Aufenthalt kaufen manche noch ein Stück Bergkäse und dann verabschieden wir uns. Die Schneeschuhe montieren und ab geht's an den anderen Hang, im Aufstieg durch den schönsten Schnee Richtung Hardergrat / Suggiture. In 30 Minuten stetig aufwärts, quatschen wir noch viel über die Berge, über Abenteuerweekends, die Anbieter Outdoor - Interlaken, die Geschichten um Adventure World, Alpin Raft und so weiter. Wir erfahren hier einiges Neues über den Todessprung am Schilthorn im Mai 2000, über die Saxetbachtragödie und die Medien, mit ihrer teils unsauberen Art zu recherchieren. Nach 45 Minuten treten wir dann den Rückweg an und somit endet diese super Tour so gegen 16 00 h. Mit dem Bus nun wieder ins Tal, wir nehmen Abschied von der Lombachalp. Felix fährt uns direkt zum Ostbahnhof, beim Abschied schenkt ihm Edgar eine Flasche vom "Dielenberger Himmellüpfer". In einer nahen Bar begutachten wir Fotos im Display der G2 und trinken noch etwas. Der Abschied kommt auch für Edgar, er verschwindet in seinem Auto und wir verlassen um 17 38 h den Bahnhof Interlaken Ost. Zu viert erreichen wir Laufen pünktlich um 20 15 h. Hier lernen wir die Frau von Rolf kennen, Claudia, und ihr Baby Chiara. Somit endet diese Tour wieder im Laufental.


Team Cargo Kleinhüningen Hafen schrieb am 04.04.2003 :
Hallo ehemaliger MA des Monats. Tolle Homepage, aber wo sind die Bilder des Cargo-Festes? Bist Du dieses Jahr auch wieder im OK dabei? Leo wollte unbedingt, aber ich habe es ihm verboten! ;-)) Gruess aus den Rheinhäfen (10% Umsatz von SBB Cargo) und schöne Ferien! Dani & Leo

Ronnie Wood schrieb am 29.04.2003 :
HomepageHallo Gago wie geht es Dir, ich hoffe, dass wir dich und Iris an einem unserer Konzerte begrüssen dürfen! Mit besten Grüssen Ronnie, Mick, Keith und Charlie.


Josef schrieb am 25.04.2003 :
Hallo Gago War im Schemelloch. Toll. Gruss Josef


Ändel Burkhalter schrieb am 09.04.2003 :
Wieder mal gesurft bei den Groupies und all die fiten, braungebrannten, kerngesunden Typen bestaunt (kurzer Seitenblick in den Spiegel - bleich, Bierbauch und Wabbelwaden) Darum mein Vorsatz: Sollte es einmal eine Tour geben von meinem Parkplatz die Treppe hoch bis zu meinem Fernsehsessel, so melde ich mich hiermit offiziell an. (Führung möglich) Wo ein Wille ist, ist auch eine Fernbedienung. Üble Sache! (bezieht sich nicht auf die Groupies) Bin wieder mal dabei! Griasst sans Ändel


Klettertag am Rüttelhorn ( SO )

18. Mai 2003 *

Heute mit dabei sind: Eric, Daniela, Rahel, Robin, Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Kilian, erstmals seine Freundin Annika Kreide und ich. Am Samstag war Regen gemeldet, so verschieben wir auf heute Sonntag. Der Wetterbericht ist gut, ich bin gespannt auf das Rüttelhorn. Von uns hier war noch keiner dort. Morgens um 04 00 h regnet es in Strömen. Um 08 00 h treffen wir uns in Erschwil und fahren über den Passwang Richtung Solothurn. Nach Wiedlisbach ein wenig verfahren, dann über Rumisberg und Farnern hinauf zum Restaurant Vordere Schmiedenmatt. Gegen 09 15 h sind wir da. Kurz vorher hat es wieder zu regnen begonnen und wir fahren auf einem Bergübergang voll in dicken Nebel hinein. Die Felsen müssen total nass sein. Im Restaurant suchen wir zuerst einmal die Wärme, dazu einen Kaffee und warten ab. Nach 45 Minuten hellt es auf, doch tobt ein starker Wind über die Wiesen. Wir sind hier fast auf 1000 m. ü. M. Nun ab nach draussen, ein kleines Stück mit den Autos hoch zu einem Parkplatz. Der Regen hat aufgehört. Wir packen unsere Rucksäcke und wandern über die Wiese zum Waldrand, auf schönem, ausgebautem Waldweg an einer Feuerstelle zu den Felsen hoch, ca. 15 Minuten. Schon tauchen andere Gruppen auf, etwas Geschicktes für die Kinder ist gerade besetzt, weiter hoch zum Routen suchen. Der Kletterführer "Jura Vertical 2" leistet wertvolle Dienste. Wir kehren um, wollen auf die andere Seite, da rutscht Robin auf Daniela und sie stolpern über nasse Baumwurzeln. Das gibt Tränen, ist aber bald vorbei. Im Sektor A finden wir eine einigermassen geschützte Feuerstelle, im Sektor B gleich nebenan gute Kletterrouten. Während ich diese suche, wird eifrig Holz gesammelt und Christoph wagt sich im Vorstieg an ein 7 minus links des Feuers, in der Route Track oder so, Kilian sichert. Christoph hat sich Zwillingsseile gekauft. Der Wind bläst sehr stark in Abständen, unser Feuer hat aber Erfolg dadurch. Glut, Asche und Sand fliegt uns um die Ohren. Ich habe in der "Ameisenplatte rechts" im Schwierigkeitsgrad 4c eine tolle Kletterei im Vorstieg gefunden. Daneben befindet sich die Route "Heugumper", die wir auch noch im unteren Teil probieren. Als das Feuer richtig lodert und Eric da ist, quetsche ich meine Füsse in die Finken und steige in die Wand ein. Oben das Seil einhängen und abseilen, das tut gut. Der Himmel wird inzwischen immer blauer. Nach mir kommt Eric, dann Daniela, sie meistert die Route sehr gut. Ihr Problem ist wohl nur der Rückweg. Dann warten Rahel und Robin auf ihren Klettereinsatz und ziehen ihn durch, auf jeden Fall Rahel. Robin weiht heute seinen Karabiner ein, den er am letzten Tourenausklang von mir erhalten hat, er ist stolz darauf. Die Gebrüder Wehrli hängen ein weiteres Seil in der Wand ein, ein 5+. Um 12 30 h haben wir eine schöne Glut, machen Mittagspause und braten Klöpfer, Poulet, Bratwürste uns so weiter. Grace hat ein Salatbuffet dabei. Es ist herrlich, wieder einmal in den Felsen zu grillieren und danach gleich wieder zum Klettern zu gehen. Der Wind bläst noch immer ordentlich, es ist unser Glück. Dadurch wurde der Fels in Rekordzeit trocken. Die Sonne bescheint uns jetzt, als wäre es der schönste Frühlingstag. Nach dem gediegenen Essen um 13 30 h geht es weiter mit Elan. Nach den Kindern kommt Grace zu meiner Route, dann Fionna und Stephany, das ist Kinderklettern. Fionna klettert sehr gut, da geht es ab, das Kind. Grace ist auch sehr gut unterwegs. Annika hängt sich bei Kilian rein, will aber danach nicht mehr viel vom klettern wissen. Währenddessen geht Eric im Vorstieg eine schöne Route hoch, ich sichere von unten, nun haben wir drei Seile drin und üben auch wieder das abseilen, den gesteckten Achterknoten sowie runter lassen im Halbmastwurf oder Achter. Dann habe auch ich Zeit, um Eric`s Route zu erklettern und die von Christoph. Es ist ein ganz schöner Fels hier am Rüttelhorn, Jurakalk, und sehr wenig abgegriffen. Dieser Klettertag ist nun auch wettermässig gerettet, haben wir ein Glück. Mit vier Kindern ist es gerade recht und gut aufgeteilt und auch Grace war ziemlich am üben sowie auch am fotografieren. Dasselbe gilt für Daniela, sie darf auch etwas mit meiner Canon G2 üben und die Kids aufnehmen. Das gibt schöne Erinnerungen. Scheinbar wünscht sich Daniela eine Digitalkamera zu ihrem 30. Geburtstag im Dezember, höre ich. Mein Gott, wie die Zeit vergeht, in 3 Monaten bin ich auch schon vierzig. Immer mehr Gruppen mit Kindern kommen zum Rüttelhorn. Ein paar Extreme klettern im 7. Schwierigkeitsgrad hoch oben im Fels, als ich die ersten Tropfen verspüre. Noch eine Route bei den Kumpels drüben, danach ziehen wir die Seile ab. Rahel weint, sie möchte noch mehr und gibt erst Ruhe, als ich ihr Fotos im Display zeige. Wir hocken uns noch eine Weile ans Feuer, als das rieseln aufhört, noch ein paar Unterschriften ins Tourenbuch, Fotos, Gespräche. Danach steigen wir zum Waldrand ab. Es war genial schön hier am Rüttelhorn, wir werden bestimmt wieder einmal her kommen. Nächte Woche sollte in der Basler Zeitung ein Bericht über die Alpengroupies erscheinen, geschrieben von Esther Ugolini - Hänggi. Warten wir es ab. Am Rand der Wiese gibt es noch gewisse Kameraeinstellungen von Christoph und mir, kurz darauf noch ein paar Gruppenfotos. Zurück zu den Autos, einräumen und noch auf einen Schluck zur Bergbeiz Vordere Schmiedmatt, die aber restlos überfüllt ist. So haben wir es draussen eine halbe Stunde gemütlich, bevor wir losfahren. Kilian und Annika fahren nach Yverdon zurück, ich kann bei Eric und Daniela mitfahren, hinten auf dem Sitz zwischen den Kindern, das war echt lustig. Auf den Rat der Serviertochter schlagen wir einen anderen Weg ein, Christoph fährt voraus. Wir hätten es lieber bleiben lassen. Waldstrasse, Felsen, Löcher und Viehgatter warten auf uns. So erreichen wir Aedermannsdorf schlussendlich doch noch. Heimfahrt über den Passwang zu Iris und Bianca nach Hause. Schön war`s!

Am 14. Mai 2003 kommt Peter Walthard nach Erschwil und will von mir ein Interview übers Trekking im Schwarzbubenland. Er schreibt eine Serie in der BZ. ( Basellandschaftliche Zeitung / Nordschweiz ) Nach einer Stunde kommt ein Profifotograf der Zeitung vorbei und ich muss dann im Wander - Outfit im Wald ( im Gebiet der "Geissestägä" unterhalb vom Schemelloch ), posieren. Der Bericht erscheint in der BZ dann am Dienstag, 27. Mai 2003. Der Journalist Peter Walthard findet mich per Zufall über das Internet.


Basellandschaftliche Zeitung ( BZ ) vom 27. Mai 2003

Ein kleines Trekker - Paradies

OUTDOOR ( III ) / Für Trekker hat jede Landschaft ihren ganz eigenen Reiz. Der Erschwiler Georg Grolimund war schon auf dem "Everest - Trek" - und schwärmt trotzdem noch vom Schwarzbubenland.

ERSCHWIL. Georg Grolimund sieht man die unzähligen Touren, die er schon gemacht hat, an. Sein Gesicht ist wettergegerbt und braungebrannt, die Augen schimmern hell und schweifen immer wieder in die Ferne. Sich draussen zu bewegen ist seine grosse Leidenschaft. Die grandiosen Gebirgslandschaften der Welt faszinieren ihn immer wieder aufs Neue.

Unzählige Male war der erfahrene Trekker in den Hochalpen unterwegs, in Nepal wanderte er auf dem "Everest - Treck" bis an den Fuss des höchsten Berges der Welt, wo schon die Talböden höher als die extremsten Gipfel der Alpen liegen. Grolimund`s Augen leuchten, wenn er von seinem grössten Treck erzählt. Aber so grossartig die Bergriesen des Himalayas und die legendären Gipfel der Alpen auch sein mögen Grolimund kommt immer gern zurück nach Erschwil.

Grolimund: "Langweilig wird es im Schwarzbubenland nie"

"Es gibt hier einfach traumhafte Landschaften", schwärmt er. Für ihn ist das Schwarzbubenland ein kleines Trekkerparadies. Wenn es hier auch keine Schneeberge gebe, so biete der Jura mit seinen steilen Kalkfelsen, den unglaublich grünen Wäldern und den geheimnisvollen Höhlen dem Trekker immer wieder neue Seiten. "Langweilig wird es hier nie", meint er.

Seit Jahren leitet Grolimund einen Trekking und Bergsteigerclub, auf dem Programm stehen neben Touren in den Alpen und Events wie Canyonning oder Bungee - Jumping auch immer wieder Wanderungen im Jura. Dieser habe auch den Vorteil, dass man zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung unterwegs sein könne. Es gebe kaum etwas Schöneres, als im Winter auf der verschneiten Hohen Winde den Sonnenuntergang und das ferne Alpenglühen zu geniessen, schwärmt er.

Besonders für Familien und Anfänger sei der Jura ein ideales Trekkinggebiet. Fast überall biete sich Gelegenheit, ein Feuer zu machen und Würste zu braten. "Das gehört für mich einfach zu einer Jurawanderung", meint Grolimund.

Eine seiner liebsten Touren ist die "Suurchrutwanderig", die ihn jeden Winter von Beinwil ins Bergrestaurant Rotlachen führt. Gut sieben Stunden dauert der Marsch über die Rotmatt ins Guldental und über den Erzberg und die Hohe Winde zurück ins Schwarzbubenland. Eine Schlachtplatte schmecke nie so gut wie nach einer Wanderung im Schneetreiben, ist der Tourenleiter überzeugt.

Um mit Trekking anzufangen, brauche es eigentlich nicht viel, erklärt Grolimund. Wichtig seien vor allem gute, stabile Lederschuhe und eine dichte Regenjacke. Auch eine Notapotheke gehöre in den Rucksack. "Ich selbst habe meistens auch einen Zinnbecher und einen Schluck Wein dabei", verrät er. Als erfahrener Trekker ist er sich aber schwerere Rucksäcke gewohnt: Auf seinen Touren in den Alpen schleppt er jeweils bis zu 25 Kilo.

In einer Serie widmet sich die bz den Outdoor - Sportarten im Schwarzbubenland. Nächste Woche: Running.

 

Trekking heisst eigentlich latschen"

Den Begriff "Trekking" könnte man in etwa mit "latschen" übersetzen. Bergsteiger im Himalaya, dem Hindukusch oder den Anden bezeichneten damit die langen Anmärsche bis an den Fuss ihres Wunschberges. Als sich immer mehr Nicht Alpinisten für die unerschlossenen Gebirgslandschaften in fremden Kontinenten begeisterten, wurde Trekking zu einer eigenen Sportart. Anfangs sprach man nur bei mehrtägigen Zelttouren ausserhalb Europas von Trekking. Heute versteht man darunter aber Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade: vom anstrengenden Marsch im Jura bis zur Gletschertour auf 4000 Metern Höhe. (vvap)

Auf der "Geissestägä" bei Erschwil. ( Foto: BZ )

Tags darauf, am 15. Mai 2003 besucht mich Esther Ugolini aus Laufen, ich kenne sie von früher her. Sie schreibt für die BaZ ( Basler Zeitung ) und will mich auch interviewen. Wir treffen uns um 16 00 h bei mir zu Hause und dann erzähle ich 90 Minuten über die Alpengroupies, wie alles begann, das Jubiläum 50 Jahre Mount Everest, über den Everest - Treck, die Groupies allgemein. Dieser Bericht erscheint dann am Dienstag, 20. Mai 2003 in der Basler Zeitung auf der Seite Aktuell, mit Foto Eiger - Gipfel / Homepage Index. Auch sie fand die Alpengroupies übers Internet.


In der BaZ vom 20. Mai 2003


Als "Alpengroupie" auf den Gipfel

Touren auf das Wildhorn, den Aletschgletscher oder das Doldenhorn organisiert der Erschwiler Georg Grolimund für seinen alternativen Alpenclub, die "Alpengroupies". Bereits ist ein Buch in Vorbereitung.

Schwarzbuben-Bergführer: "Alpengroupie"-Gipfelstürmer Georg Grolimund auf der Eiger-Spitze. Demnächst plant er eine Mont-Blanc-Tour. Foto zVg

Erschwil. Wenn in den nächsten Tagen die Jubiläums-Live-Besteigung des Mount Everest durch ein Team des Schweizer Fernsehens über die Mattscheibe flimmert, wird Georg Grolimund garantiert jeden Schritt aufmerksam verfolgen - sei es auch nur, um sich mental bereits ein bisschen auf seine eigene Bergtour im September einzustimmen. Dann nämlich will er den Mont-Blanc bezwingen. Jetzt joggt er sich in Form. "Der grösste Gipfel der Alpen ist nicht zu unterschätzen", sagt er.

Er wirds wissen: An Praxis im Fels mangelt es dem passionierten Bergsteiger nämlich nicht. Seit er im zarten Alter von 13 Jahren mit Eltern und Schwester das Wildhorn als ersten Dreitausender bestieg, erkletterte sich Georg Grolimund 30 Viertausender und unternahm mehr als 130 Bergtouren - unter anderem auch in Nepal, beim Mount Everest. Und weil er nachgerade auch ein sehr geselliger Mensch ist, organisierte er die Touren auf Wildhorn, Doldenhorn und Mönch, auf den Aletschgletscher, die Schynige Platte oder das Breithorn gleich für Freunde und Bekannte mit. "Ich bin vielleicht schon ein Organisationstalent", sagt er von sich, "ich mache das einfach gern."

Freude an der Natur

Ganz gern springt er offensichtlich auch an Bungee-Seilen in die Tiefe, stürzt sich mit einem Fallschirm am Rücken aus Flugzeugen und wirbelt in Gummibooten auf reissenden Flüssen talwärts. Und immer sitzen Gleichgesinnte mit ihm in Boot und Gondel, stossen mit ihm auf den Gipfeln ihre Zinnbecher zusammen und stehen ohne zu murren um drei Uhr morgens in Berghütten auf, um einen anstrengenden Aufstieg unter die Füsse zu nehmen. Rund 100 Personen unternehmen so jährlich insgesamt acht Touren und das seit 1986. Georg Grolimund legt Daten fest, erstellt und verschickt Tourenprogramme, bucht Berghütten und Tourenführer, reserviert Zugtickets und fasst alles in einem abschliessenden Tourenbericht zusammen - das alles tut er rund fünf Stunden pro Woche. Dazu kommen die Tourenfotos, die mittlerweile 121 Alben füllen und seit kurzem digital verwaltet werden. "Alpengroupies" nennt er die Vereinigung von Kletter- und Wanderbegeisterten liebevoll, den eigens kreierten Schriftzug mit Signet ist nicht nur auf T-Shirts verewigt, sondern prangt sogar auf Grolimunds Oberarm - eintätowiert.

Die "Alpengroupies" sind aber weder Verein noch Reisebüro. Geld verdienen nämlich will der Rangiergruppenleiter bei den SBB mit seiner Leidenschaft keines. "Freude an der Natur, Kameradschaft und kein Stress", sagt der Alpengroupies-Manager über die Leitsätze für ihn und seine Gleichgesinnten. Der alternative Alpenclub umfasst mittlerweile rund 140 Mitglieder, 40 Personen bilden den harten Kern. "Jeder darf mitkommen", betont Georg Grolimund, "aber ich will keine Werbung machen und von Mitgliedern überschwemmt werden."

Alpengroupie-Buch kommt

Seine Erlebnisse mit den "Alpengroupies" will der Schwarzbuben-Bergführer jetzt in einem Buch zusammenfassen. Zehn Bände dick sind die Tourenberichte seit der Gründung der Groupies mittlerweile - bereits verhandelt Georg Grolimund mit einem Druckunternehmen und sucht nach einem Sponsor. "Die Berge sind ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich bin wohl ein Abenteurer", sagt der Aktiv- sportler und wünscht sich auf den dieses Jahr anstehenden vierzigsten Geburtstag ein Gipfelweinchen auf dem Kilimanjaro. Er will eben - buchstäblich - hoch hinaus. Für die nötige Bodenhaftung sorgt aber neben Ehefrau Iris, Alpengroupie-Mitglied und Mit-Managerin der ersten Stunde, seit 16 Monaten vor allem Töchterchen Bianca. "Jetzt lasse ichs etwas ruhiger angehen", sagt Georg Grolimund. Allerdings: auf dem Alpengroupie-Programm für 2004 steht bereits "Kinderklettern".

Esther Ugolini

http://www.alpengroupies.ch

 

E - Mails:

Hallo Georg Hier der Presse Artikel. Falls Du Änderungen machen musst für Internet, könnte ich diesen Text bearbeiten mit Adobe. Melde Dich wenn dies nötig wird. Gruss G-Papapapa

Hoi zämä Heute erschien in der BaZ ein Artikel über die Alpengroupies 2003. Er liegt im Anhang zu Eurer Verfügung. Viel Spass beim Lesen Gruss Gago

Super, jetzt wirst du noch berühmt.Wann kommt ihr jetzt mal zu uns? In ca. 2 Wochen sind hoffentlich die Gerüste um unser Haus weg, dann können wir wieder Familie und Freunde einladen. Lucie

Sali George, We goht's au eso? Hoffe gäng guet! Merci für die regelmässige News.
Danke schön und e gueti Zyyt; bis gliiiii Andrea

Hallo Georg Habe ich heute Morgen um 05.30 Uhr in der BAZ gelesen Gratuliere Gruss Ewald

Salü Georg, Danke für Deine Mitteilung. Ich habe heute nach dem Frühstückstisch die BaZ gelesen und nicht schlecht gestaunt. Bravo - weiter so, jetzt ist das Buch vom Georg nicht mehr weit. Gruss Uli

Hoi Gago Gratuliere!!! Sehr guter Bericht. Ja, Du bist halt ein verrückter Kerl! Wünsche Dir auf jeden Fall noch viele tolle Erlebnisse mit Familie und Kollegen und wer weiss, irgendwann treffen wir uns auch mal wieder. Wäre wirklich toll. Also dann, alles Gute, viel Glück beim Mont-Blanc und wir bleiben in Kontakt. Grüessli aus dem Oberland Stefan

Hallo Georg Danke für e Artikel. Wie geits euch äch eso? Liebi Grüess, Marianne

Hi Trekking-Gago, hatte nicht viel Zeit. Zeitungsbericht ist im Anhang als Word-Dokument. Musst Korrekturen noch selber vornehmen. Gruss Fips

Hallo Gago Warst du beim Interview bekifft? Der folgende Satz lässt fast keine andere Schlussfolgerung zu "die Augen schimmern hell und schweifen immer wieder in die Ferne. " (Zitat BZ) Das tönt ja fast wie; Seine trüben Augen waren nicht in der Lage, etwas in der Nähe zu fixieren ? ! ? Na ja, du kannst ja tun und lassen was du willst, hauptsache wir machen endlich mal was ab. Kommst du mal nach Bern ein Bier kippen? Gruss Ändel

Hallo Georg Ausschnitt im Anhang. Gruss Bruno

Hallo Gago
Thomas und ich haben deine beiden Berichte in der BAZ und der BZ natürlich sofort beim Durchblättern der Zeitungen gesehen und uns sehr darüber gefreut. Echt super! Zusammen mit diesem Mail sende ich dir die ersten beiden Berichte aus dem Tourenbuch 3. Da ich Anfang Mai eine Schule begonnen habe, komme ich leider nicht so schnell voran, wie ich gedacht habe. Und der Bericht über die Tourenwoche im Wallis (derzeit in Bearbeitung) ist halt eben wahnsinnig lang…Üebrigens habe ich die Berichte einfach abgeschrieben, unsichere Stellen rot markiert, sonst jedoch keinerlei Formatierungen (Schrift, Abschnitte, etc.) vorgenommen. Ich denke, so ist die Weiterbearbeitung für dich am einfachsten. Wünschst du für die weiteren Berichte irgendwelche Äenderungen? Es liebs Grüessli a die ganzi Familie Maya

Hi Gago
Hab den Bericht über die Alpengroupies in der Zeitung gelesen. Und, bist du nun von neuen Mitgliedern schon überschwemmt worden? Nun ich hätte da ne Frage. Grundsätzlich wäre ich an einer Mitgliedschaft interessiert, nur bin ich nicht sehr erfahren in Sachen Hochtouren. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbiebergsteiger ohne Seil und Steigeisen. Ich habe aber auch schon früher ein paar wenige Skitouren mal gemacht und vor ca 5 Jahren war ich zum letzten Mal auf einer Hochtour mit dem Firmen Sportclub. Das heisst also...würdet ihr auf einer Hochtour auch einen unerfahrenen Bergsteiger mitnehmen? Unternehmt ihr auch leichtere Bergtouren? Lieber Gruss Patrick

Als der Bericht über die Alpengroupies in der Basler Zeitung erschien, gingen während 3 Tagen über 100 Personen auf die Alpengroupie - Homepage, ich hatte deswegen mehrere Mails, eine Anfrage, um auf das Bishorn zu führen von unerfahrenen Baslern, eine Mail - Anfrage eines Lesers, der mitkommen möchte. Dazu bin ich ziemlich viel angehauen worden. Aber keine neue Mitgliederschwemme, und das ist gut so. Nur einen Sponsor für mein Groupiebuch sollte sich noch finden, das wäre toll.


Wanderung Creux du Van - Die Perle im Jura

15. Juni 2003............*

Diesmal mit dabei: Eric, Daniela, Robin, Rahel, Kilian, Annika, Nadja Müller, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Bruno und Annemarie Sutter, Daniel Borer, Christoph, Grace, erstmals Simon Thies aus Bern und ich. Eine schöne Truppe findet sich hier im Neuenburgerland zusammen. Am 21. Pfingstfest letzte Woche haben wir alle entschieden, dass diese Tour wetterunabhängig am Sonntag stattfindet. Frühmorgens holt mich Christoph und Grace zu Hause ab, Besammlung ab 06 30 h am Bahnhof Laufen. Endlich wieder mal eine Tour mit Kollektiv. Der Sprecher OBZ SBB sagt in der Lautsprecheransage: "Für die Gruppe Alpengroupies ist im vordersten Wagen reserviert, einen schönen Tag, trinkt nicht zuviel, wir brauchen Schorsch am Montag noch". Unser Zug fährt um 06 44 h in Laufen ab, um 07 45 h treffen wir in Neuenburg ein. Hier gesellt sich Nadja zu uns. Plötzlich fragt hier einer, ob er bei den Alpengroupies richtig sei. Es ist Simon Thies, ein Studiumkollege von Kilian, der letztes Jahr schon auf das Strahlhorn mit wollte. Nun klappt seine erste Groupie - Tour. Simon stellt sich der Gruppe vor und freut sich auf den heutigen Tag. Nach kurzer Zeit Weiterfahrt mit der Privatbahn Richtung Val de Travers, in die Heimat des Absinth. Um 08 31 h erreichen wir das Dörfchen Noiraige, unseren Endpunkt. Das Wetter ist herrlich, der blaue Himmel strahlt und es war eine schöne Fahrt mit dem Zug in dieser wildromantischen Landschaft. Am Bahnhof begrüsst uns die grüne Fee als werbewirksame Comicfigur. Von weitem schon sah ich die mächtige, halbrunde Felsformation des Creux du Van. Hier am Bahnhof treffen wir auf Kilian und Annika, die Gruppe ist nun komplett. Sie waren kürzlich schon oben, Annika macht für uns heute Taxidienst wegen den Kindern oder wenn Probleme auftauchen würden. Kilian ist heute unser Tourenleiter, es war seine Idee. Um 09 45 h starten wir im Dorf unsere Tour am Bahnhof auf 729 m. ü. M. Dann bald einmal in den Wald hinein und stetig ansteigend auf dem Waldweg in die Höhe, schnell kommen wir ins schwitzen. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Creux du Van. Im kühlen Wald hier ist es schön zu wandern, die frischen Blätter sind noch nass vom gestrigen Gewitter. Wenn wir die Tour am Samstag gemacht hätten, wären wir voll ins Gewitter rein gelaufen. Nach 45 Minuten Aufstieg erreichen wir eine Beiz, "Les Oeillons" auf 1014 m. ü. M. Im kühlen Garten geniessen wir etwas Tranksame und hören dem Vogelgezwitscher zu. Der Hof hat richtigen Freibergecharakter. Beim kühlen Bier am langen Tisch hat man Zeit für Gespräche. Nach 40 Minuten Aufenthalt folgt der zweite Teil, Aufbruch und nun über den Platz, sogleich in den Wald und hier beginnt der Weg der 14 Kurven. ( Les 14 Contours ) Das Herzstück des Aufstiegs ist dieser Weg der 14 Kurven, ein schmaler Pfad mit eben genau so vielen Haarnadelkurven. Jackie und Grace fahren mit Annika zum Creux du Van hoch. Schatten und Sonne wechseln sich beim Aufstieg ab, es ist heiss, heute werden bis 26 Grad gemeldet. Der Waldpfad ist gut zum laufen, immer wieder diese Kehren, mit Blick nach Travers und in die nähere Umgebung. Es wird immer schweisstreibender und nach einer guten Stunde erreichen wir den Creux du Van, die 14. Kurve liegt hinter uns. Ein atemberaubender Tiefblick tut sich auf, senkrechte, riesige Wände stehen rechts von uns, hier werden wir nun entlang wandern. Der Feldstecher wird hervorgeholt und die Wälder und Felsen nach der Steinbockkolonie abgesucht. Noch ist kein Tier in Sicht. Der Creux du Van ist eigentlich kein Krater, er ist ein Felsgebilde im Halbrund, ein markantes Zeichen geschaffen durch die Erosion. Im Internet findet man viele Informationen über dieses Gebiet: "Hier am Eingang zum Val de Travers erheben sich die gigantischen Felsformationen des Creux du Van. Bis zu 100 Meter hoch türmen sich die Felsen und bilden dabei einen hufeisenförmigen Bogen von gut einem Kilometer Durchmesser. Der Creux du Van ist eine lange, durch Erosion entstandene, halbrunde Felsenklippe mit bis zu 100 Meter hohen, steil abfallenden Felswänden. Er ist eine der interessantesten Naturschönheiten im Neuenburger Jura. Seine energetische Kraft strahlt mit 26`000 Boviseinheiten und wirkt erfrischend auf jeden, der sich ihm nähert. Die besondere Magie des Ortes lässt sich am besten in den Stunden um Sonnenaufgang oder - untergang erfahren. Mit etwas Glück entdeckt man in den Felswänden fast schon zutrauliche Kletterer, die hier ansässigen Gämsen und Steinböcke. Die Natur im ganzen Gebiet zeichnet sich durch ein kräftiges Wachstum aus und lädt auch den Erholungsbedürftigen auf eine beruhigende, sanfte Weise auf. Die tiefe, friedliche Ruhe dieser Gegend wirkt heilend auf das Energiesystem, belebt es mit neuer Kraft und erzeugt ein Gefühl von Gelassenheit, Heiterkeit und Verbundenheit mit der Welt. Auf einer Anhöhe des Creux befindet sich eine urchige Gaststätte ( mit Schlafsaal ), die den hungrigen Besucher mit hervorragendem Fondue oder hausgemachten Wurstwaren verwöhnt. Ein Besuch des Creux du Van lohnt sich auf jeden Fall und ist auch für Kinder oder Personen mit leichter Gehbehinderung zu empfehlen. - Fallen Sie nicht hinunter, die Begehung des Felsrundes geschieht auf eigenes Risiko". Aus: www.magic-places.ch, Magic Places of Switzerland und www.seelandjura.ch. An diesem schönen Ort offeriere ich einen eiskalten Calamin 2002, fast frisch ab Presse. Zinnbecher und Gläser werden eingesammelt, so ein kalter Schluck Weisswein tut halt einfach gut. Nun wandern wir der Krete entlang, zuerst auf Wiesenland, im Hintergrund eine Beiz, die wir links liegen lassen, dann direkt am Abgrund vorbei. An einer Stelle hat man sensationelle Einblicke in die Tiefe und die Wand, mit einem Felsvorsprung, überhängend.

 

Das super Fondue neben dem Felsenkessel des Creux du Van.

Hier sind sicher schon ein paar Base - Jumper runter gesprungen. Es ist einfach phänomenal. Weiter oben ein Schild, an dieser Stelle sprang im letzten Jahr ein Mensch in den Tod. R.I.P. Bevor wir den höchsten Punkt erwandern, nun weiter über Wiesen, etwas abwärts und dann erreichen wir gegen 12 30 h das Restaurant La Baronne, wo wir essen werden. Nun ist die Gruppe wieder komplett. Kilian hat hier das Fondue reserviert, wir sind zwar nass und verschwitzt, doch das spielt eh keine Rolle. Fondue kann man immer essen. Es lässt nicht lange auf sich warten, dazu gibt es Neuenburger Weisswein, diverse Kirschli, Wasser und Tee. In 4 orangen, altertümlichen Caquelons wird das Fondue serviert, los geht's, wir haben mächtigen Hunger. Und ich muss gestehen, es ist hervorragend, dieses Neuenburger Fondue, eines der besten, die ich je hatte. Und das bei 26 Grad. Wenigstens ziehen Wolken auf, es wird schattig. Ein wohliges Plätzchen ist das hier, nur das Natel hat kein Signal, macht aber nichts. Dann sticht mich die erste Bremse dieses Jahres, während ich am Haustelefon mit Iris spreche, und in der gleichen Minute passiert ihr zu Hause in Wahlen dasselbe. Seltsam? Aber so steht es geschrieben. Beim anderen Ende des Tisches wird noch ein Caquelon Fondue bestellt, wo wir oben am Tisch schlussendlich auch noch mithelfen. Man geniesst und relaxt, am Schluss wollen wir noch 2 Eier für den Rest des Käses, es war genial. Der Hauskaffee kommt noch zu Besuch, dann möchten wir zahlen, und staunen nicht schlecht. Die Wirtin will für Fondue, Wasser, Kirsch und Tee unglaubliche Fr.26.60.- pro Person, es ist nicht zu glauben. 90 Minuten später marschieren wir ab, mit der Groupie - Fahne in der Hand. Rahel und Robin und Grace sind auch Fahnenträger. Nun noch kurz hinauf zum höchsten Punkt auf etwa 1450 m. ü. M., wo wir beim Wanderschild innehalten. Somit haben wir heute während des Aufstiegs 800 Höhenmeter hinter uns gebracht. Grace und Jackie staunen nun auch nicht schlecht. In weiteren 10 Minuten auf die rechte Seite des Creux mit neuen Einblicken, alle staunen, dann den "Gipfelwein" degustieren und relaxen. Die Wolken vermehren sich, werden langsam dunkler. Das einzige, was heute fehlte, ist ein Steinbock. Hier machen wir zum Schluss noch das Gruppenfoto mit Fahne vor der Felsenkulisse. Kilian meint, in einer Stunde sind wir beim "Ferme Robert", einer Gaststätte mit kleiner Ausstellung über das Gebiet hier. Nun verabschieden wir uns von diesem grossartigen Naturwunder und tauchen in den kühlenden Wald ein. Weit entfernt hört man schon das erste Donnern. Da sagt ein Mann zu Bruno, man soll still sein. Unter uns im schrägen Hang stehen 3 kapitale Steinböcke mit riesigen Hörnern, dann noch ein Vierter. Was für ein Glück, sie heute noch zu sehen. Die Tiere haben keine Angst, sehen hier oben halt viele Menschen, wir fötelen wie die Japaner. Auch Hund Timo hält sich still. Das sind die ersten Steinböcke, die ich im Jura sehe, ein toller Anblick. Mehrere Minuten lang beobachten wir sie. Nun hat alles geklappt, das Naturwunder des Creux du Van, das sensationelle Fondue und zum Schluss sogar noch die Steinbockkolonie. Zufrieden steigen wir ins Tal ab, teils auf Waldstrasse, teils auf kleinem, steilem Pfad. Das Donnern kommt näher, die Wolken sind schwarz. Nach genau 60 Minuten treten wir aus dem Wald und treffen beim "Ferme Robert" ein, geniessen in der Gartenbeiz noch etwas Kühles und dann kommt das Gewitter. Hier beschliessen wir, einen Zug früher heimzukehren als geplant, wir haben noch so viel Zeit. Flucht nach vorn, wir nutzen die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen mit seinen Karten, Tieren und Erläuterungen. Bruno und Annemarie gehen schon mal langsam vor, wir wandern nach Noiraige hinunter in 35 Minuten. Dann sind wir die letzten und werden im Dorf, kurz vor dem Bahnhof, vom heftigen Gewitter überrascht. Es schüttet lange wie aus Kübeln, teils noch mit Hagel, wir stehen bei der Go Kart - Bahn unter. Annika holt die restlichen Groupies hier ab, kurze Fahrt zum Bahnhof. Die gesamte Marschzeit betrug heute 3 Stunden und 50 Minuten. Jetzt ist es 17 10 h, unser Zug fährt um 17 22 h ab. Abschied von Kilian und Annika, besten Dank für alles. Zugsfahrt nach Neuenburg, wo wir uns von Simon und Nadja trennen. Es hat allen sehr gut gefallen, bald also wieder am Strahlhorn. In Neuenburg haben wir etwas Aufenthalt, einige decken sich bei Mc Donalds ein, so auch Daniel und ich. Weiter mit dem Schnellzug nach Laufen, wo wir also bereits um 20 15 h eintreffen. Es war ein wunderbarer Tag mit einer tollen Gruppe.

P.S.: Am 25. Juni 2003 hatte bereits der 3000ste Surfer unsere Homepage besucht.


Hochtour Strahlhorn 4190 m. ü. M. ( Britanniahütte / Saas Fee )

19. / 20. Juli 2003 *

Am ersten Hochtourenhighlight 2003 sind diesmal dabei: Toni, Christoph, Grace, Kilian, Annika, Rolf, Iwan, erstmals Mirella de Lorenzo aus Muttenz, erstmals Mario Clausen aus dem Wallis, er ist ein Kumpel von Simon Thies, Dieter, Nadja Müller, Franziska Aebischer und Sascia Cavallaro, Simon Thies und ich. Volle 15 Leute, recht viele für eine Hochtour. Die Mont Blanc - Anwärter Rolf, Dieter, Iwan und ich sind natürlich alle mit dabei, ist ja obligatorisch heute. Das Wetter ist seit Wochen sensationell, es wird alles klappen. Doch die grosse Hitze macht auch extrem den Bergen und Gletschern zu schaffen. Letzte Woche ist am Matterhorn ein Stück des Hörnligrates abgebrochen, der Berg der Berge musste einige Tage gesperrt werden. Am Oberen Grindelwaldgletscher gab es Eisschlag und dann zwei Flutwellen auf der schwarzen Lütschine. Bis jetzt gab es 35 Bergtote dieses Jahr, es wird einen brutalen Sommer geben. Nun zu uns zurück: Zu fünft gibt es im Rössli am Freitagabend eine Tourenbesprechung mit der Einteilung der 3 Gruppen. Gruppe 1: Gago, Rolf, Toni, Mirella und Iwan, Gruppe 2: Christoph, Grace, Kilian, Annika, Simon, Gruppe 3: Franziska ( Frauenpower ), Sascia, Dieter, Mario, Nadja. Am Samstagmorgen, nicht zu früh, treffen sich 6 Groupies um 08 30 h am Bahnhof Laufen, in Bern steigen Franziska und Sascia auf unseren Zug, in Brig gesellen sich Mario und Nadja zu uns. 10 Groupies sind nun in der halben Schweiz zusammen getroffen, die restlichen fünf fahren mit dem Auto, Christoph und Co. bleiben 2 -3 Tage länger hier. Unser Zug hat wegen einer Fahrleitungsstörung 15 Minuten Verspätung erhalten, somit fährt unser reserviertes Postauto in Brig ohne uns ab. Doch bald ist Ersatz da und wir erreichen Saas Fee um 13 45 h. In der Gartenwirtschaft vom Hotel Mistral treffen wir die Wirtin, Frau Heidi Supersaxo - Borer aus Beinwil wieder und lassen Grüsse von daheim ausrichten. Vor 2 Jahren war ich letztmals hier ( Lagginhorn mit Raphael Wellig ), zum sechsten Mal besuche ich Saas Fee. In den Stühlen sitzt bereits Gruppe 2, Christoph, Grace, Simon, Kilian und Annika. Nun sind wir komplett. Etwa 1 ½ Stunden haben wir hier gemütlich Zeit, essen und trinken etwas. Durch Frau Heidi Supersaxo - Borer kann Rolf seine Steigeisen mit neuen Muttern versehen, damit alles gut geht auf der Tour. Unterdessen hat uns Dieter schon verlassen, er wandert in 3 Stunden vom Dorf hoch zur Britanniahütte. Didi ist unser extremer Mister Jogger. Ich selbst brauche jetzt das nicht vor der morgigen Bergtour. Um 15 30 h verlassen wir das Dorf und fahren mit der Gondel hinauf nach Felskinn. Abmarsch hier oben zur Britanniahütte um 16 10 h, in 45 Minuten sind wir bei der berühmten Hütte auf 3030 m. ü. M. angekommen. Hier spielte das Leben ab und die Abenteuer des Gletscherpiloten Hermann Geiger, der im August 1966 in Sion tödlich verunglückte. Auszug aus einem Text über die REGA und Hermann Geiger:

"Vor 50 Jahren wurde die Schweizerische Rettungsflugwacht gegründet. Aus einer kleinen Gruppe von Pionieren ist sie seither zu einer professionellen, weltweit tätigen Organisation herangewachsen und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch der Einsatz von Rettungsflugzeugen, vor allem im Gebirge, war lange ein riskantes Unternehmen. Hermann Geiger, Walliser Gletscherpilot von Weltruf, der im August 1966 bei einem Flug tödlich verunglückte, gehörte zu den Mitbegründern der REGA. Er flog während vieler Jahre mit seiner einmotorigen Piper waghalsige Einsätze, um in Not geratene Bergsteiger in Sicherheit zu bringen. Im halbdokumentarischen Schweizer Spielfilm "SOS - Gletscherpilot" spielt Geiger sich selber, Seite an Seite mit Stars wie Anne-Marie Blanc, Annemarie Düringer, Robert Freitag und Hannes Schmidhauser. Kameramann Emil Berna gelangen prachtvolle und dramatische Schwarzweiss-Aufnahmen der Walliser Bergwelt."

Nun die Gruppe anmelden, relaxen, geniessen, Zimmer checken und morgige Tour anmelden. Dann üben wir draussen vor der Hütte das Anziehen der Steigeisen und Gschtältli. Um 16 45 h trifft Didi bereits auf der Hütte ein, er brauchte genau 3 Stunden für den Aufstieg, eine gute Leistung. Jetzt geht's zum Zimmerbezug, der Hammer ist, dass wir 15 Leute ein eigenes Zimmer für unsere Gruppe erhalten, super. Darüber hinaus sind nur drei von uns SAC - Mitglieder, der Hüttenwart rechnet es aber allen an. Das bedeutet eine Reduktion von Fr.9.-. Da dürfen wir schon ein bisschen Rotwein trinken heute Abend. Fröhliches Beisammensein draussen mit einigen Kübeln Bier. Um 19 00 h werden wir zum Abendessen gerufen, hier nochmals ein Highlight, guter Salat, Nudeln und Pouletschenkel, hab ich in 20 Jahren noch nie auf einer Hütte erlebt. Das Essen ist sehr gut und danach folgt das Dessert. Und der Hüttenwein, ein Goron, wird genossen. Ein lustiger Abend beginnt, bald schon geht es ab nach draussen zum Steinbock gucken. Neben der Hütte ist ein Leckstein an der Mauer montiert. Wir fotografieren den Steinbock, später sind sie gar zu viert. Und die Resten der Pouletschenkel liegen neben dem Leckstein. Gegen 22 00 h verziehen wir uns alle ins Massenlager in die blauen Duvets, ( ist eigentlich auch ungewohnt ) und wollen so schnell wie möglich einschlafen. Alle, die ein Natel haben, stellen den Wecker auf 02 30 h. Das ist eine halbe Stunde früher als die Weckzeit der Hüttenwartin. Vielleicht gibt es bis zu 4 Stunden Schlaf, wer weiss. Die Britanniahütte wurde übrigens 1997 umgebaut und hat im Internet eine tolle Homepage. Um 02 30 h klingeln mehrere Natels und draussen glitzern die Sterne. Sehr diszipliniert steht die ganze Gruppe schnell auf, wir können ohne Stress und Drückerei auf dem WC oder im Schuhraum uns für die Tour bereit machen. Ab 03 15 h gibt es Frühstück. Ich habe gegen 4 Stunden geschlafen, manche nur 2 Stunden. Nun gilt es ernst, was nicht mitgenommen werden muss, wandert in Plastiksäcke und dann in den Trockenraum.

 

Pause im Adlersattel unterhalb des Strahlhorns.

Der Spaltenspprung von Iwan.

Besammlung vor der Hütte, Gschtältli an, Stirnlampe anzünden und los geht's um 03 55 h. In 10 Minuten den Weg hinab zur Geröllhalde, über grosse Blockwerke, durch diese hindurch und schon stehen wir auf dem Hohlaubgletscher knapp unterhalb 3000 m. ü. M. Es ist recht warm und es weht ein laues Lüftchen. Die Stirnlampen blitzen in die Nacht hinaus. Mit unserer grossen Truppe sieht das aus, als ob Bergsteiger am Matterhorn unterwegs wären. Vor uns befinden sich 2 kleine Seilschaften, wir wandern stetig den Hohlaubgletscher hoch und es ist extrem schön, hier durch die Nacht zu gehen. Noch längere Zeit bleibt das Seil im Rucksack, als die Gletscherspalten grösser werden, legen wir einen Halt ein und montieren die Steigeisen. Die drei Gruppen werden aufgeteilt und danach wird angeseilt. Es ist noch nicht mal 05 00 h. Der abnehmende Halbmond spendet uns auch etwas Licht. Der Gletscher hier ist sehr einfach zu überschreiten, wir folgen etwas der Zweierseilschaft und bleiben dann links. Vor uns ein Felsklotz, den wir umgehen müssen. Die Normalroute führt an ihm links vorbei, auf einen Tipp des Hüttenwartes hin werden wir aber rechts rum wandern. Das heisst, mehr Aufstieg, Firnfelder und 2 Geröllhalden. Bald kommen wir am Uebergang an und müssen nach dem einen Schneefeld hier die Steigeisen wieder abmontieren. Kurze Pause hier oben, die Dämmerung hat begonnen. Der Himmel im Osten färbt sich rot - orange - gelb - grün, es ist herrlich. Auf diese Momente freue ich mich am meisten, wenn eben der Tag kommt mit all seinen Farben. Schatten und Berge, Silhouetten treten langsam hervor. Das Strahlhorn hat eigentlich noch eine ziemliche Entfernung von hier. Jetzt den Pfad durch die Felsen suchen, grosse Platten einer Geröllhalde, dann wieder ein Schneefeld, um danach abermals in einem Bollwerk aus zusammen gestürzten Blöcken herum klettern zu dürfen. Dann endlich betreten wir den Allalingletscher und freuen uns auf seine ganze Länge. Ich liebe die Berge. Nun ganz sanft den Gletscher hoch, schön gemächlich. Spektakuläre Spalten wechseln sich ab mit kleinen Bächen und Schneefeldern, die gefährlich und heikel sind. 2 Stunden sind wir nun unterwegs, die Sonne lässt Fluchthorn und Strahlhorn rot erglühen, es dauert nicht mehr lange, bis sie uns erreicht. Um 06 15 h ist es soweit, die warmen Strahlen berühren uns von hinten. Es wird noch sehr heiss werden heute. Rechter Hand der Aufbau des Allalinhorns, an diesem führt die Reise vorbei. Aber an Höhe gewinnen wir noch nicht viel, es geht immer sehr sanft bergan. Auf der rechten Seite des Eisfeldes stehen schöne Gletschertische, ein Stück weiter hinten machen wir eine kleine Pause. Vor uns liegt nun der eigentliche Aufstieg zum Strahlhorn, endlich geht's in die Höhe. Rechts führt die Spur zum Rimpfischhorn, zur Normalroute, welche über Firn zum Gipfelschneefeld und weiter zum imposanten Gipfel, zum Felsgrat, führt. Jetzt merken wir beim atmen, dass man in höhere Regionen kommt, wir befinden uns etwa auf 3700 m. ü. M. Böse Spalten gilt es zu überqueren, die Aufstiegsspur ist gut zu sehen. Ich schätze, noch etwa 1 ½ Stunden bis zum Adlerpass. 3 Italiener wandern vor uns, es nervt, dass sie ewig anhalten und ich überhole. Später eine Pause, um zu trinken. Links über uns sieht man den Vorgipfel, hier kann ich tolle Fotos schiessen, und den langen Gipfelgrat. Nun wandern wir steil den Berg hoch, das Weglein schlägt Haken, der Pass kommt nur langsam näher, die Zeit verrinnt. Ich frage immer wieder bei Iwan die Zeit nach. Es ist bereits 08 30 h. Es wird immer heisser, wir freuen uns auf den Adlerpass, denn von dort machen wir den Gipfel in einer guten Stunde. So steht es im Führer und auf der Homepage der Britanniahütte. Denkste! Doch alles der Reihe nach. Gegen 09 15 h erreichen wir den Uebergang, den Adlerpass. Ein atemberaubender Ausblick tut sich hier auf: Das stolze Matterhorn steht einsam vor uns da, rechts Obergabelhorn und Zinalrothorn, links Breithorn, Pollux, Castor, Lyskamm bis hinüber zum Monte Rosa mit der Dufourspitze. Ein toller Ausblick. Wieder braucht der Mensch Flüssiges. Nun den Gipfelweg hoch, einige Bergsteiger kommen uns schon entgegen. Der Weg ist steil und ich sehe den Vorgipfel wieder, einer sagt, es gehe noch länger als 1 Stunde. Wir werden immer langsamer, brauchen mehr Zeit, um durch zu atmen. Auch Toni hat Mühe mit der dünnen Luft. Jetzt sind wir bestimmt auf den magischen 4000 Meter über Meer und sind bereits über 6 Stunden unterwegs, als in meiner Gruppe Mirella sagt, sie könne nicht mehr und werde es nicht schaffen. Wir reden ihr gut zu, machen wieder eine kurze Pause, trinken und erholen uns. Auch in den anderen 2 Gruppen kommen einzelne an ihre Grenzen. Ich darf die Leute jetzt ja nicht verheizen und die Sache voll durchziehen, sonst stehen nicht alle 15 ganz oben. Dieter will es durchziehen, doch das kann ins Auge gehen. Wir machen ganz langsam weiter, wenn ich zurück schaue, erinnern mich diese Bilder ans Fernsehen, als ob wir am Mount Everest wären, die langsamen Bewegungen, die Stopps. Dann sehe ich den Gipfel mit dem Felsaufbau. Wir motivieren alle noch ein letztes Mal, es ist unsäglich heiss. Noch ein halbes Stündchen, denke ich. Und hopp, langsam weiter, trinken, Schnee essen, ich leide natürlich auch, obwohl ich diesen Aufstieg recht gut vertrage. Schliesslich joggen wir ja für den Mont Blanc schon seit Anfang März. Nun handelt es sich noch um Minuten, ich motiviere die Leute und mit letzter Kraft kommt auch Gruppe 2 und 3 hoch. Genau um 11 30 h erreicht meine Gruppe den Gipfel des Strahlhorns auf 4190 m. ü. M., vom Firn auf den Felsgrat hoch, der Steinmann ist der höchste Punkt. Es ist geschafft, die Groupies schliessen auf und alle 15 Leute stehen auf dem Gipfel, super! Es ist heute mein 31. Viertausender. Ich gratuliere Rolf hinter mir, Küsschen für Mirella, Freude, Strahlen, Glück. Doch es ist hier etwas ungemütlich im Fels, ich nehme noch schnell einen Gipfelstein mit, dann gehen wir zurück. Franziska und Christoph verschieben sich ein paar Meter abwärts, während ich warte und Fotos mache. 100 Meter weiter unten sitzen wir in den weichen Schnee und kommen wieder etwas vom Puls herunter. Man gratuliert einander, überall sehe ich zufriedene, aber auch müde Gesichter. Es ist genial, wir sind endlich oben nach 7 ½ Stunden Aufstieg, ist doch noch ziemlich lang geworden, die Tour. Christoph und Grace feiern hier und heute ihren ersten Hochzeitstag und er holt nun eine Magnumflasche (1 ½ Liter) Barolo aus dem Rucksack, die Zinnbecher werden hervor geholt und damit angestossen, auf sie und auf das Strahlhorn. Folgende Groupies haben heute ihre Viertausender - Premiere: Franziska, Sascia, Simon, Newcomer Mario Clausen, Kilian, Annika und Nadja. Und schweizmässig eigentlich auch unsere Newcomerin Mirella. (Sie war im Mai 2003 in Peru auf 4200 m. ü. M.) Das sind nun also 8 Personen, super. Ich spreche allen Lob und eine super Leistung aus, danke für den tollen körperlichen Einsatz. Vor allem unsere 4 Frauen sind zu bewundern. Alle auf dem Gipfel, das war mein Ziel gewesen, und nichts riskieren. Alles ging gut, bis jetzt. Zur gleichen Zeit steht Raphael Wellig mit seinen Kunden auf dem Gipfel des Allalinhorns, gleich nebenan hinter dem Rimpfischhorn. Er hat uns gesehen, wie er mir später in einem Mail schreibt. Nachdem wir uns verpflegt haben, müssen wir uns an den Abstieg gewöhnen. Das Schlüsselwort dazu sagt Sascia: "Die letzte Bahn ab Felskinn fährt bereits um 16 45 h". Wir brauchen aber zurück zur Hütte sicher 4 Stunden. Wir sind so geschafft und müssen nun weiter, dass keine Zeit mehr bleibt für ein Gruppenfoto mit Fahne. Alle 3 Gruppen verlassen den Gipfel um 12 15 h, ich gehe wiederum voraus. Nun kommt der legere Abstieg, wir kommen gut voran, sind recht schnell wieder unten auf dem Sattel, beim Adlerpass. Hier gilt es, eine grosse Spalte zu überspringen beim Schneegrat, ich mache nun ein tolles Action - Foto von Iwan, wie er in der Luft mit Seil und Pickel einen Jump ausführt. Nun weiter in der Aufstiegsspur, immer wieder sind Spalten zu melden zum nächsten Teilnehmer in der Seilschaft. Doch wir kommen schnell voran. Aber die Hütte ist noch sehr weit entfernt, das kann dauern. Wir rechnen noch mit 3 Stunden, es wird knapp. 10 Leute von uns müssen es ja unbedingt auf die letzte Bahn schaffen, Gruppe 2 von Christoph braucht nicht zu pressieren. Hier zwischen dem Adlerpass und dem ebenen Allalingletscher verabschieden wir uns bereits von Gruppe 2 provisorisch, damit wir einen Zahn zulegen können. Auf bald, Freunde, macht`s gut weiterhin. So ziehen wir von dannen. Der Sulz wird langsam eklig, gewisse neue Spalten sind zu erkennen und zu umlaufen oder zu überspringen, es wird teilweise ziemlich heikel. Einige Schneebrücken sind eingestürzt, wir müssen konzentriert gehen. Besonders in den Schneefeldern wird es gefährlich. Dann endlich erreichen wir die Ebene und kommen zu unserem Rastplatz vom Morgen bei den Gletschertischen, der heute früh umlaufene Berg nähert sich langsam. Danach treffen wir beim ersten Bollwerk ein, durch die Blöcke hindurch zum kleinen Schneefeld. Franziska hat Schmerzen im Fuss von einer früheren Verletzung, ich gebe ihr ein Contra - Schmerz, welches einige Zeit später bereits wirkt. Nun geht es ihr etwas besser. Danach die Geröllhalde hinauf in kurzer Zeit, zum höchsten Punkt, durch ein Schneefeld rasch absteigend auf den Hohlaubgletscher, das schlimmste ist nun vorbei. Gruppe 3 ist schon weit hinten auf dem Allalingletscher, sie nehmen es gemütlich. Hier ist der Eisfluss nur noch aper, wir können Gas geben. Aber die Zeit drängt, es ist bereits 15 15 h. Nun habe ich eine Idee: Ich möchte Didi als Meldeläufer zur Hütte schicken, als Vorhut, damit er die Hüttenwartin informiert, dass wir spät dran sind und eine Verletzte haben. Rolf übernimmt seinen Rucksack, Didi zieht den Auftrag durch und joggt nur mit Steigeisen und Pickel ausgerüstet über den Hohlaubgletscher hinab. Das ist der richtige Mann dafür, bald ist er schon verschwunden. Wir ziehen weiter, viele Groupies leiden Durst, Mirella hat den letzten Schluck Mineralwasser und ich fülle mein leeres Coca Cola - Fläschchen mit Gletscherwasser aus dem nächsten Bächlein. Es ist sauber genug und auch gut trinkbar. Nun um ein paar grosse Spalten herum, zum ersten Blockwerk, rüber zum Hüttenweg. Noch ein paar Schritte, dann verlassen wir den Gletscher und stehen unten am Hüttenweg, seilen uns ab und versorgen die Steigeisen im Rucksack. Das grosse, letzte Stück ist vorbei. Didi flitzt um die Kurve und rennt den Weg zu uns hinunter. Seine Botschaft ist klar: Wir müssen durchlaufen bis zur Felskinnbahn, sonst verpassen wir unsere letzte Möglichkeit. Die Bahn meinte, ein Extrafahrt kostet Fr.1000.- und das ist einfach eine Frechheit. Und die Hüttenwartin meint, wir sollen zuerst etwas trinken. Sie braucht eben weitere, zahlende Gäste. So schnaufen wir den Weg hinauf, holen unser Deposit im Heizungsraum und stressen an der Hütte vorbei, ohne etwas zu trinken. 30 Minuten später sind wir bei der Felskinnbahn angelangt und haben noch ein wenig Zeit, was für ein Stress. Hohe Gewitterwolken türmen sich über den Bergen auf, sie sehen von allen Seiten bedrohlich aus. Nun sind einige ganz kaputt wegen der grossen heutigen Leistung an diesem Berg. Während wir zu Tale fahren, fallen schon die ersten Sprüche, es wird gelacht. Um 16 35 h fährt unser Postauto, halt eine Stunde später. Mirella meint, sie war noch nie so kaputt in ihrem Leben. In einer Stunde hinunter nach Brig, in Visp gibt es die ersten Regentropfen. Am Bahnhof in Brig herrschen hoch tropische Temperaturen von bis zu 35 Grad, es schlägt uns fast zurück. Nach kalten Getränken in der Beiz verabschieden wir uns von Nadja Müller und Mario Clausen. Nach 19 00 h fährt unser Zug über den Lötschberg nach Bern, wo uns schon in Thun Franziska und Sascia verlassen. Auf bald wieder einmal. Iwan spendiert von der Minibar eine Runde Bier. Dann erreichen wir glücklich und müde den Bahnhof Laufen mit einer Stunde Verspätung um 22 15 h. Die restlichen Groupies wollen am Montag noch das Rimpfischhorn beglücken, doch es regnet auf der Hütte schon am Abend, wie wir später hören und der Plan fällt ins Wasser. Es ist viel zu gefährlich, auch das Weissmies liegt nicht mehr drin. Wir haben jetzt ja mit dem Strahlhorn einiges erlebt. Fazit: Die grosse Leistung am Strahlhorn zeichnet sich aus mit dem Höhenmeter - Durchschnitt am Sonntag, es waren fast 2400 Höhenmeter und wir waren gesamthaft 12,5 Stunden unterwegs. Das war die härteste Groupie - Tour der letzten Jahre.

3 Tage später bekomme ich Schmerzen im Hals auf der rechten Seite, eine Sonnenallergie, grober Schmerz, grosse, eitrige Punkte, darin bis zu 4 Mal in der Minute Stiche, das kenne ich doch schon, diesen Schmerz vergisst man nicht. Ja, am Sustenhorn 1987 war`s, und nach dem Allalin, und jetzt passiert mir das wieder. Ich halte es fast nicht mehr aus und der Hals sieht aus wie bei einem Leprakranken. Bekomme Schmerzmittel und Salbe vom Arzt für die nächsten 10 Tage. Mein Fehler, habe völlig vergessen, den Hals einzustreichen. Das Gesicht war okay, dafür bei anderen Freunden verbrannt.


Huber Daniel (alias Hammel Daniel ) schrieb am 24.07.2003 :
Hallo George und Iris Bin sehr angenehm überrascht von eurem Tun. Brauche etwas Zeit, um eure Homepage anzuschauen. Im Sommer hat bei mir das Motorrad allererste Priorität. Und wenn es dunkel und kalt wird, so rückt mein iMac in den Vordergrund. + Grüsse vom Däni

Patrick Furrer schrieb am 15.08.2003 :Hey George Herzlichen Glückwunsch zum gestrigen Geburi! Ich hoffe, du hast den gestrigen Tag genossen! Und wie wars auf dem Strahlhorn? Leider konnte ich nicht dabei sein. Aber ich denke, ich werde dann bald mal bei einer Tour dabei sein. Lieber Gruss Patrick

Georg "Gago" Grolimund schrieb am 13.08.2003 :Hallo Freunde: Am morgigen Tag, am 14. August 2003, werde ich bereits 40 Jahre alt. Es ist nun Zeit für eine Besinnung und über das Leben nachzudenken. Ich hoffe selbst auf weitere 40 gesunde Jahre, privat und auch in der Bergwelt, meinen Hobbies, der Musik usw. Ich grüsse hiermit alle meine Freunde, Groupies, Bekannte und Verwandte, die morgen Abend im Schützenhaus mit mir feiern und natürlich auch all jene anderen Freunde, die nicht dabei sein können. Mit diesem Tag ist nun auch unsere schöne Alpengroupies - Homepage bereits 2 Jahre alt geworden. Viele Grüsse sende ich an Euch und Prosit auf uns alle, speziell an Iris und unseren Sonnenschein Bianca Melita..........Euer Gago!!



Weintour ins Mandement ( GE )

30. August 2003 *

Auf dieser vierten Weintour seit 1997 sind heute mit dabei: Jackie, Giusi, Hund Timo, Martin, Beatrix, Paul, Mirella, Kilian, Annika, Nadja Müller, Iris, Eveline Heim, Hansueli Bürgin, Laurent Hofmann, Lucie, ihr Bruder Robert, erstmals ihre Mutter Leni Sager, Toni Grolimund ( der Nudist vom Lavaux ), Véronique, organisiert die heutige Tour, Yvan Clos, erstmals Bernard Blondel, der Freund von Véro und ich. 21 Groupies und ein Hund, gar nicht so schlecht. Sicher 10 Leute sind heute verhindert, die eigentlich auch mit wollten. Mitgegangen, mitgehangen. Paul dreht heute seinen Video für den nächsten Tourenausklang. Der Hund macht wieder mal einen Strich für sich, irgendwann gibt es einen Napf aus Metall mit Gravur für ihn. Iris ist dieses Jahr zum ersten Mal on Tour, wir haben unsere Bianca Melita für 2 Nächte bei Bruno und Elsi abgegeben. Um 06 15 h fährt uns Mama Heidy nach Laufen, wo wir auf eine kleine Schar Groupies treffen. Der Zug setzt sich um 06 44 h in Bewegung, Mirella sitzt wie schon das letzte Mal bereits im reservierten Wagen. In der Region von Grenchen wird der erste Apéro bereits von Martin und Bea spendiert, weitere werden folgen auf dieser langen Reise nach Satigny. Ein Regenbogen erstrahlt über den Rebhängen am Bielersee. In Neuenburg sollten Kilian und Annika zusteigen, tun sie aber nicht, weil 2 Schneezüge, heisst heutzutage Interregio, hintereinander fahren und die Zeit in meinem Mail nicht ganz stimmte. So sind sie im ersten Zug und treffen in Yverdon auf Hansueli und Laurent. Die Weltstadt Genève erreichen wir um 09 12 h und prallen mit Herzlichkeit und strahlen auf Nadja und Eveline. Nach 20 Minuten Aufenthalt in Genf besteigen wir den Regi, ein kleiner netter Zug mit Triebwagen, fast eher ein Tram, mit dem schönen Namen "Le Mandement". Das Tram gehört aber der SBB und es setzt sich auch in Bewegung. Der Himmel war, ist und bleibt Wolken verhangen, doch erst jetzt beginnt es zu regnen. Das war schon das letzte Mal so, als wir am Lac Léman weilten. Um 09 45 h treffen wir in Satigny ein, einem kleinen, netten Bahnhof und werden herzlich von Toni, Lucie, Robert, Leni, Véro, Yvan, Bernard und Hund Laila empfangen. Nun zeigt uns Véro ein wenig ihr Dorf Satigny und führt uns zu einem Café, wo wir an gemütlichen, alten Holztischen einen ersten Schluck Weissen aus der Region geniessen. Es ist ein feiner, leichter Wein, vielleicht nicht ganz so lieblich wie ein Lavaux, sind wir doch jetzt endlich einmal im La Cote. Unser Toni, der Stripper aus dem Lokomotivdepot, übernimmt die ganze Runde, besten Dank!

Sein Stripbild, das ich mitgebracht habe, wird mit lautem Getöse von uns allen aufgenommen. Der Schlachtruf ertönt: "Juppie, juppie Alengroupie." Danach beginnt die Tour mit einer Wanderung, sie dauert eine gute Stunde und führt uns durch die Reben, wo weisse und rote Trauben an den Rebstöcken hängen. Dicke, gut gereifte, süsse Trauben, aber auch Felder mit Apfelbäumen, Pfirsichen usw. Der Regen hat längst aufgehört und war nur von kurzer Dauer. Die Sonne erhellt die Landschaft, beim wandern über die Felder kommen wir an kleinen Weilern vorbei, auf der linken Seite fliesst die breite Rhone vorbei, daneben beginnt gleich Frankreich. Hier steht ein grosses Kraftwerk und wir befinden uns nun im untersten, westlichsten Zipfel der Schweiz, mitten in der Grenzregion. Dann erreichen wir das erste Ziel, das kleine Dorf Russin, an der Route des Molards 21 finden wir unseren ersten Weinbauern, Michel und Claire - Lise Desbaillet. Freundlich lädt er uns in seinen schönen Keller ein, zeigt sein riesiges Fass, erzählt über seinen Stammbaum, seiner Familie, ( es sind 21 Generationen ), die Erde des Weinberges, die Bodenbeschaffenheit, wovon ich sprachlich selbst das wenigste verstehe. Monsieur Desbaillet bittet uns zu Tische und stellt draussen neben den Hunden einen Aschenbecher auf ein Holzfass. Wir degustieren nun seine Weine, Der Weisse ist Chasselas, Pinot blanc, Chardonnay, Riesling X Sylvaner, Merlot Blanc, einen Rosé, beim Roten haben wir die Auswahl zwischen Gamay, Pinot Noir und Merlot. Natürlich haben wir die Zeit nicht, um alle zu probieren, und auch nicht den Magen dazu. Es gibt auch etwas Snacks, dann, nach einer Stunde, bestellen wir und alles wird später nach Erschwil zu uns geliefert. Ein wenig filmen, Fotos und das war`s. Wir bedanken uns und verlassen den Weinkeller, jeder bezahlt Fr.10.- für die Degustation. In der wärmenden Sonne laufen erhellte, fröhliche Gesichter durch das Dorf, ein paar Gassen weiter erreichen wir das erlesene Restaurant, von dem Véro schon lange gesprochen hat. Da der Morgen etwas feucht war, dinieren wir drinnen in einem länglichen Sääli. Zum Glück sind wir nicht mehr als 21 Leute. Dieses Restaurant trägt den Namen "Restaurant Le Vignoble Doré" in 1281 Russin und befindet sich an der Route du Mandement. Hier haben unsere Genfer Groupies getestet und vorgekostet. Ich sitze oben am Tisch, wie an meiner Hochzeit, umrahmt von 2 Frauen. Das Essen in drei Gängen kennen wir gemäss Programm schon lange. Es lässt auch nicht lange auf sich warten. Zur Vorspeise geniessen wir einen garnierten Chefsalat mit Gemüse und Terrine, danach kommt ein ovaler Teller mit fantastischen Eglifilets gebraten, dazu Frites und Gemüse, schön verziert. Dieses Essen ist ein Gedicht und der Preis der Hammer, mit dem nachfolgenden Dessert, einen Fruchtsalat mit Vanilleglace, bezahlen wir nur sagenhafte Fr.35.- und mit Wein und Mineralwasser deren Fr.47.-, es ist schier unglaublich. Alle geben Fr.50.- und wir lassen hier einen Tausender liegen, Toni später einen Lappen für den Schnaps. Dafür zeigen wir wieder mal sein ausgedrucktes Foto, nackt, wie Gott ihn schuf, in unserem Garten. Nach 2 Stunden gemütlichem Dinner ruft Toni von draussen, wer in die Gartenbeiz geht, dem zahlt er einen Schnaps. Als wir alle draussen sind, beginnt es zu regnen. Nun wieder rein und Toni muss sich fügen. Wir wählen zwischen eiskaltem Grappa und Vieux Prune, die Damen des Hauses servieren und schenken ein in schöne Kelche. Zum Schluss stellt sich noch die Chefin vor und Véro holt auch noch den Koch, beide begrüssen wir mit einem frenetischen Applaus. Es war herrlich hier, Danke. Hier halte ich eine kurze Rede und danke auch Véro für die tolle Organisation des heutigen Tages und nun gibt es für sie nochmals einen grossen Applaus. Ab heute werden wir auch jedes Jahr eine Weintour durchführen statt alle 2 Jahre nach 1997, 1999, 2001 und 2003, verkünde ich zum Schluss. Das Ganze wird auch sehr gut aufgenommen. Nun wieder zurück zur Natur. Es ist schon 16 30 h. Draussen rieselt es noch ganz leicht, als wir uns auf den Weg machen. Ein Stück der Strasse entlang, bevor wir in die Weinberge und Obstplantagen zurückkehren, diese Wanderung soll 1 Stunde dauern. Bald kommen wir an weiteren Höfen vorbei, warten aufeinander an grösseren Kreuzungen, dann kommt die Sonne wieder. Lucie und Co. hängen wie immer etwas hinten ab, Mirella wird heute zur Fahnengotte erkoren. Das Wandern ist des Groupies Lust, wir haben es ja auch wirklich lustig. Paul muss uns manchmal stoppen, damit er filmen kann. Wir wandern an einem Wasserturm vorbei, nach Genf wären es noch 13 Kilometer. Ein riesiges Feld verblühter Sonnenblumen zeugen von diesem extrem heissen Sommer, der mit dieser Tour wenigstens vorübergehend sein Ende fand. Ein Brunnen sorgt für etwas Abkühlung, obwohl es nicht heiss ist. Nun ins nächste Dorf, nach Choilly, wir haben plötzlich einen super Ausblick auf die Weltstadt Genf mit seinen riesigen Gebäuden. Von weitem sieht man die Fontäne im See, den Jet d`Eau. Nach 75 Minuten Wanderzeit kehren wir beim zweiten Weinbauern ein, es begrüsst uns die Familie René und Bernadette Desbaillets in 1242 Chouilly. Die Reben der Domaine des Abeilles d`Or liegen im Anbaugebiet der kontrollierten Herkunftsbezeichnungen ( Appellation d`origine controlée ) Chouilly und Peissy, die wiederum zur Appellation der Gemeinde Satigny gehören. Gleich nebenan steht ein alter Zollposten hart an der Schweizer Grenze. Die Familie wohnt an der Route du Moulin - Fabry 3, er zeigt uns seine Weintanks, danach einen anderen Raum mit wunderschönen Eichenfässern. Jetzt nehmen wir über eine steile Treppe im geräumigen Weinkeller Platz und degustieren in netter und gemütlicher Atmosphäre seine Weine. Dazu laben wir uns an einigen, sehr schön dekorierten Käse - und Fleischplatten. Wir erfahren weiteres Wissen: Das aus Molasse bestehende Muttergestein ist porös genug, damit sich die Wurzeln der Rebstöcke einen Weg bahnen und das unterhalb des Anbaugebietes Chouilly befindliche Wasser aufnehmen können. Stimmt, die Wege im Berg sind auch lehmig, ich sehe es an meinen Schuhen. Monsieur Desbaillet schenkt uns sehr feine Weine ein, wir beginnen mit Chasselas aus beiden Gemeinden, Pinot Blanc, den wir bestellen und Pinot Gris. Danach Chardonnay, Sauvignon blanc, der Paul gut gefällt, weiter mit Oeil de Perdrix, Gamay rosé, roten Gamay und Pinot Noir. Die Zeit läuft auch schnell vorbei, damit es kein Gehetze gibt, will der Weinbauer uns nach Satigny runter fahren. Er schenkt uns noch 2 Flaschen Weissen zur Verpflegung im Zug, dann verabschieden wir uns von ihm. Und auch von den 7 welschen Groupies und steigen in den kleinen Bus ein. Auf Wiedersehen, Land und Leute, in wenigen Minuten sind wir 14 Groupies schon am Bahnhof Satigny. Der Zug lässt nicht lange auf sich warten, um 19 08 h fährt er ein. Kurze Fahrt nach Genf, meinen Kopfhörer nun auf die Birne und Eveline ist ausser sich: Ihr knallt im Zug "I`m a Bitch" von Alanis Morisette in die Birne, ein super Sound, sie singt und wir gröhlen, danach gibt es hier in Genf einen Aufenthalt. Wir bleiben auf dem Perron und öffnen eine Flasche von René Desbaillets. Hier verlassen uns auch schon Nadja und Eveline, wir wünschen weiterhin gute Heimreise. Pünktlich um 19 48 h fährt unser Schnellzug ab, wir strecken die Beine. Da kommt wieder mein iRiver MP3 - Player zum Einsatz, wir sounden und haben eine gute Stimmung im Zug. Der Mann an der Minibar ist ein Schwarzer, also ein Farbiger, sehr aufgestellt, möchte aber nicht gefilmt werden. Ich stelle mich vor: "I`m Georg!" Er: "George W. Bush?" Ich: "No, George Grolimund, not fucking George W. Bush. I`m the President of the Alpengroupies Club, not from United States!" Alle lachen, weiter: "I would like a fucking Beer, Feldcastle Beer or this fucking Claustaler Beer." Er: "Youre a crazy Man." Ich: "And I will this fucking Nüssli, very nice, this bloody fucking Nüssli and cold Beer." Paul filmt, wir grölen wie die Affen, Iris hat Tränen in den Augen vom Lachen. Das war toll, er kommt später noch einmal bei uns vorbei. In Yverdon steigen Kilian und Annika aus, nun startet er zu seiner grossen Reise am nächsten Montag, die ihn nach Singapur und Australien führt für sieben Monate. Good Luck, Kili, und weg sind sie. Die Zeit geht schnell vorbei, um 21 30 h sind wir in Biel, um 22 15 h kommen wir pünktlich in Laufen an. Der kleine Rest trennt sich und Jackie und Giusi fahren Paul, Iris und mich nach Hause. Besten Dank! Freuen wir uns also auf einen tollen Groupie - Film am nächsten Tourenausklang am 29. November, Paul hat noch viel Arbeit vor sich. So endet die Weintour 2003 feucht fröhlich und bald schon ruft uns der grosse, weisse Berg, der Mont Blanc in den Savoyer Hochalpen.



Besteigung des Mont Blanc 4810 m. ü. M.

Höchster Berg der Westalpen, das absolute Gipfelhighlight 2003

12. / 13. / 14. / 15. September 2003 *

Unser Aufstieg zur zweiten Hütte.

Bei dieser kleineren Expedition als 3 - tägige Alpengroupie - Tour sind heute dabei: Iwan Borer, Dieter Hunziker, Sascia Cavallaro, Franziska Aebischer, unser Führer Stephan Tüscher und ich. Wir alle haben schon am Strahlhorn gelitten. Rolf Jeger, der siebte im Bunde, musste leider absagen, er konnte nicht frei nehmen. Am Mittwochabend treffen wir uns zu fünft in einer Beiz in Oensingen, um alles nochmals durchzusprechen. Stephan ist in Zermatt und arbeitet. Am Donnerstag wird gepackt, denn das Wetter hat sich schon in den Prognosen super angehört. Am Freitagmorgen gibt es kein zurück mehr. Das Wetter ist genial, die Nullgradgrenze liegt bei 2300 Meter und letzte Woche hat es auch geschneit. Iwan fährt uns nach Chamonix, zuerst holt er Didi in Brislach ab und dann mich. Nun heisst es Abschied nehmen von Bianca und Iris für die nächsten 4 Tage. Über den Passwang zur Autobahn und über Bern - Fribourg zur Autobahnraststätte Gruyère. Hier treffen wir Franziska und Sascia um 09 30 h, Kaffehalt und noch Diverses einkaufen. Dann weiter nach Vevey - Martigny zum Col de la Forclaz hoch, einem Pass nahe der Schweizer Grenze. Hier entdecken wir eine sehr schöne Landschaft, ich war noch nie hier. Stephan erwartet uns hier auf dem Pass. Jetzt sind wir komplett, es ist 11 30 h. Nun über den Zoll nach Chamonix, schon bald erreichen wir diese Stadt in den Alpen. Da steht er, der grosse, weisse Berg, die Gletscher, Nadeln, die Aiguille du Midi mit der Spitze zuoberst. Zuerst suchen wir eine Pizzeria auf und geniessen Kohlenhydrate in Form von Spaghetti Carbonara und Spaghetti Bolognese, in grossen Töpfen serviert, super, dazu eiskaltes Bier. Danach vom Dorf Les Houches ( 1007 m. ) mit der Luftseilbahn zur Station Bellevue auf 1790 m. ü. M. und umsteigen auf die "Tramway du Mont Blanc", welche uns hoch fährt zum Le Nid d`Aigle ( Adlernest ) auf 2373 m. ü .M. Es ist bereits 14 45 h und hier beginnt diese dreitägige Tour, es gilt ernst. 1 ½ Jahre haben wir nun davon gesprochen. Wir wandern auf schönem Bergweg in 2 Stunden auf die untere Hütte. Am Anfang des Hüttenweges steht eine Warntafel, es ist verboten, diese Tour durchzuführen, datiert vom August 2003. Am 7. August starben auf dieser Route im Couloir 4 Bergsteiger durch Steinschlag. Es war extrem gefährlich hier in diesem wahnsinnig heissen Sommer, der die Gletscher schmelzen liess und der Permafrost die Berge nicht mehr zusammen halten konnte. Auf 2400 Meter steht ein Eisenkreuz am Weg, hier verunglückte ein Deutscher 1981. Auf 2700 Meter treffen wir auf den ersten Neuschnee, der den Pfad weiter oben etwas heikel macht. Der Tiefblick auf Chamonix ist genial, in vielen Kehren immer höher und höher. Noch ein paar gefährliche Stellen und schon sehen wir die Tete Rousse - Hütte, unser heutiges Ziel. 2 Stunden später und 900 Höhenmeter weiter oben erreichen wir die Hütte auf 3167 m. ü. M. Zu Beginn hatten wir Bekanntschaft mit 5 Steinböcken gemacht und Didi, das Tier, marschiert so meistens 100 Meter über uns. Die Hütte ist klein und eng, dahinter wird gerade an einer zweiten gebaut. Unsere Rucksäcke müssen draussen im Gang bleiben, nicht nur die Pickel und Steigeisen. Mit Bier beginnen wir unsere Ruhezeit mitten im Nachmittag, die Sonne scheint, eine super Aussicht geniesst man hier. Helikopter landen und nehmen Touristen und Bergsteiger mit ins Tal hinunter.

Unsere Mont Blanc - Gruppe auf der Gouter - Hütte, 3800 m. ü. M.

Geschafft, der höchste Gipfel ist erreicht.

Das Abendessen wird um 19 00 h aufgetischt. Es gibt kühle Suppe, absolut ungesalzen, Kartoffeln und Rindssuppenfleisch, nichts Spezielles. Dann feiern wir, ich spendiere meinen Las Aldeas 2002, den ich hier rauf getragen habe. Danach fliesst der rote Hüttenwein, es gibt nichts Besseres zum müde werden. Jetzt kommt mein iRiver IFP 252 MB MP3 - Player zum Einsatz, winzig klein mit Kopfhörer und ein sackstarker Sound. Ein Geburtstagsgeschenk zum Vierzigsten. Davon können sich in der Hütte alle überzeugen. Wir hören Plüsch, AC / DC, Rumpelstilz, Klassik ( Morgenstimmung ) usw. Die Stimmung draussen ist super, die Sonne verschwindet und wir erleben ein schönes Abendrot. Gegen 22 00 h ist Nachtruhe, man erholt sich bestens und wir schlafen in diesem Sinne aus, ich penne fast 7 Stunden. Am Samstagmorgen um 07 45 h zum Frühstück, gemütliches packen, menschliche Bedürfnisse nicht vergessen, draussen bläst der Wind eisig kalt. Ab 09 20 h wird angeseilt, die Steigeisen montiert und los geht es in voller Montur, denn jetzt kommt die gefährlichste Stelle der ganzen Tour, die Felswand mit dem Couloir. ( Grand Couloir ) Diese Stelle ist im Sommer extrem Steinschlag gefährdet, jetzt aber zum Glück gefroren. 600 Höhenmeter liegen vor uns, eine steile Wand, zuoberst steht die Gouter - Hütte auf der Aiguille du Gouter. Abmarsch um 09 30 h, über Firnschnee und einen kleinen Gletscher alsbald zum Couloir, das mit einem Drahtseil gesichert ist, in welches wir uns einbinden, das Kabel hängt in der Luft. Danach in die Wand hinein. Es macht hier Spass zu klettern, etwa im zweiten Grad, wir sichern uns mit Reepschnüren und Bandschlingen und hängen den Karabiner nach jedem Wechsel ein und aus. Schon kommt das zweite Drahtseil, so wie am Jägihorn, dann ein Pfad im Schnee, alles braucht seine Zeit. Das klettern ist schön, die Felsen sind griffig und schräg nach oben gerichtet. Schon kommen Alpinisten von oben und kreuzen uns, dazwischen machen wir Fotos, trinken etwas und essen Schoggi. Die Gouter - Hütte ist schon nah, wir sind seit 1 ½ Stunden unterwegs, nun auf 3600 m. ü. M. Dann auf einen weiteren Grat, tolle Felsen, erinnert mich ans "Willsgrätli" am Wetterhorn oder auch an das Matterhorn. Von unten überholen uns 2 Bergsteiger, wahrscheinlich Franzosen, rempeln uns an und verletzen Franziska unter mir beinahe am Hals mit dem Pickel. Das sind fertige Idioten. Wir rufen aus in verschiedenen Sprachen, sie aber reagieren nicht. Solche gibt's zum Glück wenige, warum pressieren, die Hütte ist auch für die das heutige Ziel, nehme ich mal an. Weiter aufwärts klettern, bald sind wir da, noch ein paar Kehren, ein paar Meter. Gruppe 1 ist schon oben und grinst auf uns herab. Um 12 30 h erreichen wir die Gouter - Hütte auf 3817 m. ü. M. Gratulationen, Händedruck, ein Gruppenbild mit Sonne und Berge. Wer hier in dieser 600 Meter hohen Wand beim klettern mit oder ohne Schnee grössere Probleme bekommt, hat auf dem Mont Blanc nichts zu suchen. Stephan hat für uns sehr gute Nachrichten, wir haben im Lager unsere 6 Plätze, alles ist okay. Er konnte sie ja nicht wirklich reservieren. Material verräumen, Zimmerbezug und umziehen. In der Beiz geniessen wir eine tolle Suppe mit Croutons, Didi hat extrem viel Essen mit dabei, dazu etwas Bier, gute Gespräche, wir sind alle sehr happy. Wir können von Glück reden, dass wir nicht auf dem Fussboden schlafen müssen oder auf den Tischen, so wie drei andere. Wir freuen uns auf den morgigen Tag. Die Aussicht ins Tal von Chamonix ist gewaltig. Nun spendiert Didi seinen Weissen, dann ein Telefon zu Iris, die Verbindung klappt von hier. Draussen strahlt das schönste Wetter, etwas später geniessen wir die Sonne und steigen hinter der Hütte auf den Grat hoch. Super Blick zur Aiguille du Midi, Mont Maudit und natürlich die nächsten 500 Meter hoch zum Dome de Gouter von Morgen früh. Die Aufstiegsspur ist deutlich zu sehen, das ist schon die halbe Miete. Rechts davon die Aiguille du Bionnassay, darunter der Glacier de Bionnassay. Es wird 17 00 h. Wir sehen russische Bergsteiger, Freaks, mit uralter Ausrüstung, unglaubliche Sachen, Vollpack mit 40 kg, Jeansjacke, rosarote Stoffhosen, unten mit durchsichtigem Klebeband zusammen gehalten. Dann auch noch eine harte Frau aus der Ukraine. Das Abendessen findet um 18 00 h statt, es gibt Reis, Suppe, Speck und Dessert, dazu einen Gamay 2002 Hüttenwein, akzeptiert! Der Abend kommt, doch die Sonne steht noch sehr hoch. Es wird gepackt für die grosse Tour Morgen, vieles bleibt hier als Depot in der Kiste liegen, denn ich will und muss wenig Gepäck tragen am grossen, weissen Berg. Wir richten uns danach ein, um 01 00 h aufzustehen und um 02 00 h zu starten. Kein Frühstück für uns, dieses gibt es erst um 03 00 h. Die Gouter - Hütte ist in allen Belangen gut, um 19 30 h genehmigen wir uns noch einen Gamay, diesmal spendiert von Iwan, besten Dank. Um 19 57 h geht Mitte September die Sonne unter auf 3817 m. ü. M. Wir geniessen ein gewaltiges Abendrot und machen Fotos. Es ist 20 30 h. Ein paar Wahnsinnige montieren die Bergschuhe und starten jetzt wohl zum Gipfel oder zur Nothütte Vallot auf 4362 m. ü. M. Wenn sie dann irgendwo dort oben sind um 01 00 h, stehen wir auf. Nachtruhe bei uns um 21 00 h. Ich kann nicht einschlafen, im Zimmer haben wir zwar genügend Platz, aber es ist stickig, zu trocken und zu warm. In 3 Stunden starten wir endlich zur dritten Etappe dieser grossen Tour, der Besteigung des Mont Blanc, der auch "Der Monarch" genannt wird. Viele Dinge gehen mir durch den Kopf, wie steil ist das Gelände, wie schlimm die Höhe, der Wind, die Bise? Werden wir es schaffen? Dann schlafe ich ein, trotz störendem Neonlicht, das aus der Gaststube strahlt. Es wird Sonntag, den 14. September 2003, das Natel läutet um 01 00 h. Sofort erheben sich alle, wir ziehen uns in Ruhe an, niemand stört, alle anderen schlafen noch, wir haben Platz, packen und verzichten eben auf das Morgenessen. Dann nach draussen, anseilen, 2 Seilschaften bilden, Herzklopfen. Der Mond spendet das erwartete Licht, wir steigen hinter der Gouterhütte auf zum Grat, über diesen zu einer Senke, wo 5 Zelte in einem Biwak stehen, eingemauert und geschützt mit gesägten Eisblöcken, ein jeder Maurer hätte seine Freude daran. Vor uns steht der erste Viertausender, der Dome de Gouter 4304 m. ü. M. Dies wird mein 32. Viertausender. Nun steil in dessen Flanke hinein, im zickzack den Berg hoch schnaubend, schön langsam, damit es für Franziska gut kommt, hinter ihr habe ich noch Dieter am Seil. Gruppe 1 besteht wie gehabt aus Stephan, Iwan und Sascia. Noch ist es ruhig, es ist herrlich, mitten in der Nacht im Mondschein und unter dem Sternenhimmel zu wandern. Der extrem helle Planet Mars strahlt im Süden zu uns herüber.

Eisiges Gipfelglück von Dieter und Gago auf dem Mont Blanc 4810 Meter über Meer. Auch die Alpengroupie - Fahne wurde gehisst, ohne Handschuhe.

In Chamonix zeigen wir wie die Erstbesteiger hoch zum Mont Blanc.

Nachdem wir in der Spur die Eisblöcke links sichten, erreichen wir erstmals die Grenze von 4300 Meter über Meer. Eine Bise zieht von links heran, der Wind nimmt rasch zu und schon fängt es auf dem Firnfeld an zu stäuben, die Eispartikel schmerzen im Gesicht. Das Ganze entwickelt sich zu einem Sturm und als wir beim Übergang links des Gipfels eine Ebene erreichen, bricht das absolute Inferno los. Es ist die Hölle, fast unmenschlich. Diese als Höhenstürme bezeichneten starken Winde verlangen von uns das allerletzte. Er peitscht uns voll ins Gesicht, als wir zur Gruppe 1 aufschliessen, können wir uns nicht einmal verstehen und auch nicht mehr sehen. Mit dem Rücken zum Sturm stehen wir beieinander. Nun weiter, es ist extrem, wie der Wind heult, die Sicht aber ist wieder gut. Dann etwas abwärts übers Schneefeld, im Licht des abnehmenden Mondes steht er da, der Mont Blanc. Gewaltig sein Aufbau, seine Flanken, der Weg da hinauf zeichnet sich ab. Wir erkennen das Notbiwak, die Vallothütte auf 4362 m. ü. M. vor uns und wollen so schnell wie möglich dort hinein kriechen, um vor diesem Inferno, dieser Kälte, geschützt zu sein. Leicht absteigend auf 4200 Meter, dann hinauf zur rettenden Hütte. Nach 2 Stunden und 15 Minuten erreichen wir unsere Notunterkunft und gelangen von unten angeseilt in die blecherne Biwakschachtel. Drinnen ist es still, kalt und ungemütlich, 8 Bergsteiger liegen in ihren dicken Daunenschlafsäcken auf dem Boden. Aber so verdreckt und schlimm wie ich die Hütte in anderen Berichten im Internet vorgefunden habe, ist sie nicht ganz. Draussen herrscht eine Temperatur von sicher 20 Grad Minus und hier drinnen kann man auch nicht von Wärme sprechen, vielleicht 10 Grad Minus. Dieses Inferno hat uns stark abgekühlt und wir probieren, uns warm zu halten durch Aerobic, Bewegung, Schuhe ausziehen und wärmen, zudecken und kuscheln. Natürlich kuscheln hier nur Sascia und Franziska. Iwan und Franziska haben schweinekalt, wir alle schlottern. Zum ersten Mal habe auch ich in meinen Scarpa - Schalenschuhen kalte Zehen, Schmerzen, das sogenannte "Hornnegeln". Noch nie hab ich das erlebt bisher, muss das kalt sein heute Nacht. Iwan bekommt von einem Alpinisten dicke Schlafschuhe aus Gore Tex - Material, doch es nützt nichts mehr, er will abbrechen, die Kälte ist zu gross. Alle haben kalte Füsse und Franziska stöhnt ob den Schmerzen an den Zehen. Stephan zieht seine Bergschuhe aus, bläst warmen Atem in seine Handschuhe und stülpt diese wiederum über seine Füsse. Das will etwas heissen. Die Moral liegt im Moment bei uns allen auf dem Boden. Schon hocken wir eine Stunde hier drin und müssen nun handeln. Wie wird wohl das alles enden? Nun gibt es drei Möglichkeiten. 1: Wir ziehen die Sache durch und besteigen alle sechs den weissen Berg, falls überhaupt noch möglich. 2: Stephan als unser Führer steigt mit der halben Gruppe ab, der Rest probiert den Gipfel zu erreichen. 3: Wir brechen die ganze Tour ab und flüchten alle zur Gouterhütte zurück und vergessen den Gipfelsieg. Nun diskutieren wir den weiteren Verlauf und wenn Didi mitmacht, probieren wir den Aufstieg zu zweit und können somit den Berg besiegen. Didi ist dabei und wir verabschieden uns von Stephan, Sascia, Iwan und Stephan. Gutes Gelingen, macht`s gut. Nach 2 Stunden in der Vallotschachtel starten wir beide mit gemischten Gefühlen um 06 00 h und beginnen den Aufstieg zum Mont Blanc, genügend Zeit haben wir immer noch. Ich führe auf den Berg, Didi ist Seilzweiter. Dann sagt der kleine Dieter zu mir: "So, du Hüenerfützi, jetz jag di dört ufä". Und so gingen wir, kommen gut voran. Nun befinden wir uns schon auf 4400 Meter über Meer. Der Sturm hat ziemlich nachgelassen und plötzlich wird es fast windstill, nur ein paar kleine Böen erfassen uns. Links im Osten färbt sich der Horizont blau - grün - gelb, dann orange. Ein neuer Tag bricht an, es ist herrlich. Der Mond steht noch hoch oben. Über dem Mont Blanc leuchtet das Sternbild des Orion. Nach dem ersten Firnfeld steigen wir voll in den Berg ein, das Gelände wird steiler und steiler, ich schätze, die extremste Neigung des Aufstiegs beträgt etwa 35 Grad Steilheit, wir erreichen 4500 Meter über Meer. Nun sehen wir Blitze oder Wetterleuchten vom Wallis her. Als wir zurückblicken, sehen wir die Stirnlampen leuchten von über 10 Gruppen, es sieht aus wie eine Schlange aus Glühwürmchen. Jetzt liegen die zwei sogenannten "Kamelhöcker" vor uns, nämlich der Grands Bosse 4513 Meter und der Petit Bosse 4677 Meter Vor uns klettert eine Gruppe und eine Einzelperson den Firn hoch. Bald ist es so hell, dass ich ohne Blitz fotografieren kann. Jetzt erfasst uns der Höhensturm von Osten her wieder mit voller Wucht und drückt uns in der Spur herum. Die Eisstückchen schmerzen furchtbar im Gesicht, es peitscht und pfeift und rauscht wie in der Hölle, wir ziehen noch zusätzlich die Kapuzen unserer Bergjacken über, aber es nützt nicht viel. Dann gelangen wir zu einem ebenen Stück, rechts gähnt eine riesige Gletscherspalte, ein schmaler Pfad führt uns durch Eisblöcke, so genannte "Serracs." Nun sind wir schon auf der Höhe der Dufourspitze, 4634 Meter, wir haben die Schweiz unter uns gelassen. Der Blick auf meinen Suunto - Höhenmesser wird immer interessanter. Weiter aufwärts, wieder ebener, bevor es uns voll in die grösste Steilheit der Route zieht. Das atmen wird schwer, ich muss immer wieder halten, um durch zu atmen. Mensch, ist das steil, und weiter, immer weiter. 4700 Meter, über mir steht der Vorgipfel, der keiner ist, bald einmal auf einer Kuppe, ein breites Schneefeld, das dann immer enger wird und jetzt zum berühmten Bossesgrat führt. Von hier liest man viele schlimme Geschichten, der Wind bläst ja auch, doch es ist viel angenehmer als bisher. Die laufende Nase von Dieter hat sich in einen 2 cm langen Eiszapfen verwandelt, so was habe ich noch nie gesehen. Vor ein paar Tagen las ich einen Tourenbericht im Internet. Dort stand:

Den Mont Blanc besteigt man nicht, man muss ihn bezwingen!

Da ist was Wahres dran. Danach beginnt der Bossesgrat, er ist wunderschön, leicht ansteigend und etwa 100 - 150 Meter lang. Schritt für Schritt weiter, 4750 Meter, der Puls rast, wir haben warm, keine Kältegefühle mehr, ausser im Gesicht, es kann nicht mehr lange dauern. Mitten auf dem Grat müssen wir der ersten Gruppe ausweichen, da sie schnell wieder absteigen. Etwas später kommt die bekannte 40 cm. breite Stelle, hier wäre ein ausweichen nicht so lustig. Ein Blick auf mein Handgelenk, 4800 Meter, ich flippe fast aus. Noch ein paar Minuten Schinderei. In diesem Moment bricht das Sonnenlicht von Osten her durch, genau über dem Grat, es scheint mir ins Gesicht. Noch ein paar wenige Schritte, der gewölbte Gipfel liegt vor mir, dann ist es geschafft: Ich stehe auf dem höchsten Punkt Frankreichs und der gesamten Westalpen, 4810 Meter über dem Meeresspiegel. Didi schliesst auf, ein Traum wird wahr, wir beide stehen auf dem Gipfel des Mont Blanc. Es ist genau 07 45 h und es ist schweinekalt, ich schätze bis minus 25 Grad. Der Sturm wütet noch immer, aber schwächer. Der höchste Berg der Westalpen, höchster Gipfel Europas, ausser, da wäre nicht noch der Elbrus. Ein kräftiger Händedruck, hier oben in dieser Kälte, beschienen von der gelben Sonne, stehen wir da, endlich ist es geschafft. Heute, am 14. September 2003, genau einen Monat nach meinem 40. Geburtstag, was für ein nachträgliches Geschenk. Nach 1 ½ Jahren warten und 2 Jahren Planung für diese Alpengroupie - Tour. Das Glückshormon im Körper läuft hier oben auf 300 Prozent. Wir sind rundum zufrieden und glücklich, ich schluchze hier oben wie eine Memme. Es hat mich umgehauen. Ich denke an unsere 4 Freunde unten auf dem Gletscher, sie sind gefühlsmässig auch hier bei uns auf der Spitze. Top of Europe, das ist hier, nicht das Jungfraujoch. Lächerlich! Wir brauchten genau 4 Stunden im Aufstieg von der Gouter - Hütte bis zum Gipfel. Die Kälte und der Wind waren brutal heute, da sehnt man sich wieder mal an ein warmes Plätzchen. Wir machen Fotos, 360 Grad Rundsicht, super Wetter, atemberaubend, fantastisch, einfach genial. Wir hüpfen und springen vor Freude auf dem Gipfel herum, reissen die Pickel in die Höhe. Alle Mühen sind vergessen, doch der Weg zurück in die Zivilisation ist noch weit. Jetzt machen wir Bilder, nach allen Seiten. Nun stehe ich also auf dem Mont Blanc, es ist mein 33. Viertausender. 2 Bergsteiger in gelb - schwarzer Bekleidung sitzen auf dem Gipfel, Didi übergibt ihnen seine Kamera, Gruppenbild mit Groupiefahne, bei mir ein Batteriewechsel, es muss schnell gehen. Wir beide sind hier nah bei Gott, oder auch nicht. Danach filme ich noch 2 Videoclips à 30 Sekunden, den Gipfelwein vergessen wir natürlich. Aber nicht die zahlreichen Fotos. Wir stehen links in Frankreich, dann wieder mal rechts in Italien, die Grenze verläuft mitten durch den Gipfel. Die Finger frieren schon lange, da merke ich, dass mein rechter Daumen weiss geworden ist, ich zeige ihn Didi. Gefällt mir gar nicht. Schnell noch ein Foto, einfach die Aussicht geniessen, es ist unglaublich. Ich suche das Matterhorn, irgendwo in den Walliser Alpen, finde es aber nicht, bin viel zu viel aufgeregt, überdreht, euphorisch. Die Natelverbindung zu Iris funktioniert nicht, ich probiere später wieder. Eine kleine Babysocke von Bianca habe ich im Rucksack dabei, das Söckchen ist mein Talismann und jetzt auch auf dem Gipfel dabei. Schnell ist eine halbe Stunde vorüber, viel zu lange eigentlich, rasch packen wir und steigen ab, genau um 08 15 h. Wieder über den Bosses - Grat, schnell verlieren wir an Höhe, über die beiden Kamelhöcker, dazwischen eine Fotosession auf schmalem Pfad zwischen riesigen Spalten. Weit unten glänzt die Vallothütte. In der Sonne machen wir eine erste Pause, ich habe Kontakt zu Iris und melde mich. Sie hat noch immer Angst zu Hause. Endlich habe ich wieder warm. Es geht steil bergab, 4500 m. ü. M., viele Gruppen kreuzen uns, dann auf die Ebene, rechts am Notbiwak Vallotschachtel ( 4362 m. ) vorbei. Danach einen leichten Gegenanstieg zum Dome de Gouter 4304 m. hoch, der mir voll in die Beine geht. Die Strukturen, die hier der Wind im Firnschnee geschaffen hat, sehen fantastisch aus. Beim raschen Abstieg vom Dome de Gouter legen wir nochmals eine Pause ein, trinken und essen etwas. Mein Mineralwasser ist zu 80 Prozent in der Plastikflasche eingefroren. Erst jetzt merke ich, dass ich während der gesamten Tour heute seit 9 Stunden gar nichts getrunken habe, das ist gefährlich. Mit Blick auf die Gouterhütte und die dahinter liegenden Voralpen latschen wir zufrieden und müde den Berg hinab. Heute steht uns noch ein Gewaltsabstieg bevor. Ich staune aber auch, dass in den letzten 3 Tagen kein Kopfweh den Tag oder die Nacht trübte, auch heute nicht, auf dem Gipfel. Bald einmal sind wir beim Zeltbiwak, dann über den Grat. Kurz vor der Hütte kommt Stephan auf uns zu, gratuliert uns zum Gipfelsieg und "eskortiert" uns beide zur Gouter Hütte und zu unseren Freunden zurück. Franziska macht Fotos, wir werden empfangen wie kleine Helden für einen Tag. "Juppiiee, juppiiee Alpengroupie". Es ist geschafft, wir haben 2500 Meter in den Beinen, aber es ist noch lange nicht fertig. Didi und ich brauchten vom Gipfel zur Gouter - Hütte zurück ziemlich genau 3 Stunden mit den Pausen. Ab in die Hütte, ich freue mich auf eine Suppe und Cola. Danach packen wir das Depot in die Rucksäcke, bezahlen die Halbpension und sagen "Au Revoir." Steigeisen montieren, anseilen und schon starten wir ins "Grand Couloir" hinein, glücklich und motiviert. Von hier nehme ich noch einen Stein mit, da es auf dem Gipfel keine gab. Wieder müssen wir stoppen, warten, es herrscht ein Gedränge, doch man kommt vorwärts, Grüsse hier, Gespräche da, und wieder drücken ein paar Spinner. Eine Stunde ist vorbei, bald verlassen wir den Grat. Später noch das Couloir durchschreiten am Stahlseil, weiter zu den Felsen, jetzt sind wir in Sicherheit. Beim letzten Abstieg auf Firn haut es mich über die Steigeisen und auf die Schnauze, nichts passiert. In wenigen Minuten zur unteren Hütte, hier endet dann eigentlich diese grosse Tour. Wir gratulieren einander, machen ein Gruppenfoto, trinken etwas und packen zusammen. Wir brauchten genau 1 ½ Stunden für den Abstieg durch diese Wand. Es ist nun 14 00 h geworden, Stephan, Iwan, Sascia und Franziska steigen ab zum Adlernest. Didi und ich machen das Schlusslicht, schwatzen noch ein bisschen und geniessen. Danach starten auch wir, den Hüttenweg runter, aus dem Schnee raus, sehr nahe an 10 Steinböcken vorbei, die ich noch fotografieren kann. Die Zeit drängt, um 15 35 h fährt die zweitletzte Bahn ab dem Adlernest. Auf die Minute kommen wir in Nid d`Aigle an, der Zug fährt aber eine Minute zu früh ab. Naja! Wir haben unsere Kumpels fast eingeholt. Es ist endlich geschafft, wir beide haben am heutigen Tag satte 3500 Meter in den Beinen, ich glaube, das ist mein neuer Rekord. Gegen 16 00 h fährt ein Extrazug, aber die Kondukteurin, diese Billet - Tussi, will uns zuerst gar nicht in den Zug lassen. Was für ein blödes Volk, ich möchte nur noch sitzen. Dann fahren wir ins Tal nach Bellevue, hier steigen wir um und nehmen die Luftseilbahn nach Les Houches. Wir sind wieder im grünen Bereich, in der Zivilisation. Es war einfach genial, die Besteigung des Mont Blanc. Zum Glück haben wir es geschafft, denn für den heutigen Tag haben Dieter und ich 7 Monate lang in den Wäldern des Schwarzbubenlandes gejoggt, das Strahlhorn im Juli als Training bestiegen und den Laufner Lauf "10 Meilen Laufen", also 16,9 km. in 89 Minuten am 24. August bei über 30 Grad absolviert. Jetzt kann ich sagen, es hat sich gelohnt, wahrscheinlich war ich noch nie so fit wie in diesem Sommer. Unten dann zu unseren Autos, umziehen und nun in die nächste Gartenwirtschaft zum grossen Bier, um hier von Stephan Abschied zu nehmen. Er muss heute Abend in Zermatt eintreffen und morgen arbeiten. Tschüss, und eine gute Zeit. Danke vielmals, Stephan, für alles. Da schenkt er uns 50 Euro, um heute Abend einen trinken zu gehen, Merci, Steff. Er händigt uns noch die Einzahlungsscheine für die Tour aus, jeder zahlt nächste Woche Fr.500.- ein. Diese vier, die den Gipfel heute nicht erreichen konnten, machen bereits für die Tour wieder ab, wahrscheinlich im Juli 2004. Dann sind wir noch zu fünft, fahren nach Chamonix und finden sehr schnell ein freies 3 - Stern Hotel mit 2 Zimmern, es heisst "L`Oustalet". Endlich aus diesen Klamotten raus, duschen, Haare waschen, ausräumen, das tut alles so gut. Der Abend beginnt, wir gehen in die Altstadt zum Fondue essen mit grünem Salat, Wein, Schwarztee und Kirsch, wir geniessen und feiern, schlendern später herum in den Gassen und dann noch in eine Bar, wo wir es wie immer recht lustig haben. Wir sechs sind halt einfach eine tolle Gruppe, erlebten zusammen auch sehr gute Kameradschaft am Berg. Um Mitternacht sind wir im Hotel zurück und schlafen endlich wieder in einem richtigen Bett ein. Mein Daumen ist noch immer weiss und weil das Blut wieder zirkuliert, schmerzt er noch lange in der folgenden Nacht. Im Jahre 1786 erreichen Jacques Balmat und Dr. Michel Paccard als erste Menschen den Gipfel. Gegen 09 00 h am nächsten Morgen geht es dann in die Stadt, wir posieren vor dem Kupferdenkmal des Zweitbesteigers des Mont Blanc, nämlich Horace - Benedict de Saussure, das war im Jahre 1787. Horace - Benedict de Saussure und ein Bergführer zeigen mit dem Finger hoch zum Mont Blanc, dasselbe tun auch wir, als uns eine Touristin fotografiert. Auf dem gleichen Platz steht auch das Denkmal vom Erstbesteiger Dr. Michel Paccard.

Hier nun ein Auszug aus dem Internet über die ersten Besteigungen des Mont Blanc:

Chronik:

1581 Der Montblanc wird erstmals erwähnt als "Les Glaciers"
1606 In einer Karte der "Montagne Maudite" findet sich die erste Einzeichnung der Montblanc-Gletscher
1727 Der Prinz von Sulzbach ist einer der ersten Touristen in Chamonix. Um diese Zeit ergibt eine trigonometrische Messung des Montblanc von Genf aus umgerechnet 4276 m.
1745 Eine Genfer Forschergesellschaft unter dem Gletscherforscher Pierre Martel erkennt im Montblanc den höchsten Berg Europas.
1760 Die trigonometrische Messung des Montblanc durch die Brüder de Luc ergibt umgerechnet 4660 m. Während seines ersten Aufenthaltes in Chamonix ersteigt der Genfer Gelehrte Horace Bénédict Saussure (1740-1799) den Mont Brévant. Sein Wunsch, den Gipfel des Montblanc zu erreichen, wird sich erst 26 Jahre später erfüllen, obwohl er eine hohe Belohnung für die Erkundung eines möglichen Aufstiegsweges in Aussicht stellt.
1775 Bei einem Versuch auf den Montblanc erreichen 4 Führer aus Chamonix (F. u. M. Paccard, V. Tissay und der junge Wirtssohn) die Grand Mulets.
1783 Zweiter Versuch auf den Montblanc durch Einheimische (J.M.Couttet, L. Meunier und J. Carrier) und dritter Versuch durch M. Th. Bourrit und Dr. M. Paccard.
1784 Beim vierten Versuch auf den Montblanc durch Bourrit erreichen zwei seiner Führer, J. M. Couttet und F. Cuidet, den Dôme de Goûter und den Fuß der Bosses du Dromedaire. Bei zwei Versuchen auf den Montblanc erreicht Dr. Paccard (mit H. Pornet, P. Perreaux jun. und J. B. Jaquet von St. Gervais aus) die Höhe der Aiguille du Goûter und (mit Pierre Balmat, Richtung Tacul) Jardin und Couvercle.
1785 Als erste hochalpine Unterkunftsstätte wird eine einfache Hütte im Gletschergebiet des Montblanc, bei der Pierre Ronde, errichtet. De Saussure und Bourrit, die den Bau veranlaßt hatten, unternehmen von hier den fünften Versuch auf den Montblanc unter Führung von Pierre Balmat und J. M. Couttet.
1786 Nach einem sechsten Versuch auf den Montblanc (Jacques Balmat mit fünf Einheimischen, Bosses du Dromedaire) erreichen Jacques Balmat und Dr. Michel Paccard als erste den Gipfel.
1787 Nach einer zweiten Besteigung des Montblanc durch J. Balmat, J. M. Cachat und A. Tournier im Juli gelangt auch Horace Bénédict de Saussure mit den 19 Mitgliedern seiner Expedition im August unter Führung Balmats zum Gipfel. Colonel Mark Beaufoy, der wenige Tage später die vierte Montblanc-Begehung durchführt, wird "der erste englische Hochtourist in den Alpen" genannt.
1809 Erste Frau auf dem Montblanc-Gipfel ist Marie Paradis aus Chamonix.
1820 Die Führer Pierre Carrier, Pierre Balmat und Auguste Tairraz verunglücken durch eine Lawine auf dem Grand Plateau am Montblanc.
1835 Im Montblanc-Gebiet werden die letzten freilebenden Steinböcke erlegt.
Franz Liszt in den Alpen (Montblanc-Umrundung).
1838 Henriette d´Angeville, die "Montblanc-Braut", ersteigt den Montblanc mit sechs Führen und sechs Trägern.
1855 Erste touristische, zugleich führerlose Besteigung des Montblanc von St. Gervais durch die Brüder Smyth, E. S. Kennedy und Hudson.
1874 Projekt eines Montblanc Tunnels Chamonix - Courmayeur
1877 Ersteigung des Montblanc de Courmayeur durch J. Eccles mit M. C. und A. Payot.
1887 In Chamonix wird das Saussure-Balmat-Denkmal eingeweit. Seit 1787 wurde der Montblanc von 1219 Touristen erstiegen.
1888 Vier Brüder Sella, die drei Maquignaz, É. Rey und fünf Träger überschreiten im Winter den Montblanc von Courmayeur nach Chamonix.
1893 Die Begehung des Peutereygrates des Montblanc durch Dr. P. Güßfeld mit Chr. Klucker, É. Rey und C. Ollier vom 14. bis 17.8. wird als eine der schwierigsten, längsten und grandiosesten Bergtouren im gesamten Alpenraum verzeichnet.
Whympers Biwak auf dem Gipfel des Montblanc.
Bau des Montblanc-Gipfelobservatoriums Janssen, das 1909 im Firn verschwindet.
1914 Der Schweizer A. Parmelin überfliegt den Montblanc.
1926 Mit einem Kleinflugzeug überfliegt der Franzose Thoret den Montblanc (Genf-Turin)
1927 Erste direkte Durchsteigung der Brenvaflanke des Montblanc durch F. S. Smythe und T. G. Brown.
1965 Eröffnung des Montblanc-Tunnels Chamonix-Courmayeur - Länge 11.96 km.

Kopiert aus: Literatur: Der große Alpenführer in Farbe: Westalpen; Weltbild-Verlag, Augsburg, 1980

Nach dieser Fotosession dann bald einmal zum Frühstück, es gibt Continental Breakfast mit Kaffee, Orangensaft, Gipfeli, Baquettes, Butter, Konfi, Schinken und Spiegeleier. Mann, tut das gut. In der wärmenden Sonne frühstücken wir gediegen, shoppen dann später etwas und ich kaufe mir ein Mont Blanc T - Shirt, eine Schneekugel mit Steinbock für Bianca sowie ein tolles Poster vom Mont Blanc - Massiv. Das Hotel wird per Karte bezahlt und alles ist erledigt, wir besuchen noch den Bergsteigerfriedhof von Chamonix und finden sehr schnell das Grab von Edward Whymper, dem Erstbesteiger des Matterhorns am 14. Juli 1865. Mit Iris war ich schon mal vor 15 Jahren hier, an meinem Geburtstag. Damals fuhren wir mit dem Zug von Riex VD / Martigny her und wollten mit der Seilbahn auf die Aiguille du Midi. Leider standen da etwa 300 Personen an, ja, so ist das hier im August, wenn alle Franzosen Ferien haben. Das Wetter ist herrlich, wir spazieren zurück zum Hotel und verabschieden uns bei den Autos von Franziska und Sascia. Sie shoppen noch ein wenig in Chamonix, unser Ziel heisst nun Col de la Forclaz. Bald erreichen wir die Schweizer Grenze und haben nichts zu verzollen. Auf der Passhöhe geniessen wir im Schatten ein kaltes Bier, als ein gelbes Emmentaler Käse - Auto an uns vorbei fährt, es sind wieder Franziska und Sascia. Schon sind wir wieder beisammen und höcklen noch eine Weile. Bald wird es 15 00 h. Nun ist es Zeit, um nach Hause zu fahren. Tschüss zusammen. 3 Stunden später kommen wir in Brislach an und laden Didi aus, Iwan fährt mich nach Hause, wo mich schon meine 2 Blondinen erwarten. Hier essen wir mit Iwan zusammen ein paar belegte Brote und lassen die Tour nochmals geistig ablaufen. Meinen Daumen zeige ich am Dienstag dem Arzt, es wird wieder gut, aber es dauert mehrere Monate, bis das Gefühl wieder da sein wird. Der rechte Daumen ist jetzt von der Spitze her mehr als zur Hälfte taub. Glück gehabt.

Es leben die ALPENGROUPIES!! Wir grüssen die Berge!!

So endet die wohl härteste und höchste Bergtour in der siebzehnjährigen Geschichte der Alpengroupies!


Hier noch die verschiedenen Gehzeiten:

Le Nid d` Aigle ( Adlernest ) ( 2373m. ) - Tete Rousse Hütte ( 3167 m. )
= untere Hütte = 2 Stunden.

Tete Rousse Hütte ( 3167 m. ) - Aufstieg durch das Grand Couloir - Gouter Hütte
( 3817 m. ) = obere Hütte = 3 Stunden.

Gouter Hütte ( 3817 m. ) - Dome de Gouter ( 4304 m. ) - Vallotbiwak ( 4362 m. )
= Notbiwak = 2 Stunden 15 Minuten.

Vallotbiwak ( 4362 m. ) - Gipfel Mont Blanc ( 4810 m.ü.M. ) = 1 Stunde 45 Minuten.

Gipfel Mont Blanc ( 4810 m.ü.M. ) - Gouter Hütte ( 3817 m. ) = 3 Stunden.

Gouter Hütte ( 3817 m. ) - Abstieg durch das Grand Couloir - Tete Rousse Hütte
( 3167 m. ) = 1 ½ Stunden.

Tete Rousse Hütte ( 3167 m. ) - Le Nid d` Aigle ( Adlernest ) ( 2373m. )
= 75 Minuten.

Höhenmeter: Gouter Hütte - Gipfel Mont Blanc 4810 m. und zurück ins
Adlernest = 3500 Meter.

Gesamtzeit der Tour in 3 Tagen = 12 Stunden 45 Minuten.

An diesem Tourenbericht schrieb ich etwa 7 Stunden. Für den Bericht:
Georg Grolimund - Schmidlin. Beendet am 20. September 2003


FEEDBACK nach der Tour du Mont Blanc:

Per E - Mail:

hallo gago ich will dir noch einmal danken für diese absolut geniale mont blanc tour! es war einfach ein unvergessliches erlebnis, auch wenn es nicht ganz gereicht hat für den gipfel. Ich werde diese 3 tage nie vergessen. erst jetzt im nachhinein, wo ich langsam diese 3 tage verdaue, stelle ich fest wie fantastisch es dort oben war. ich vermisse diese aussicht, die berge, die groupiegruppe und chamonix. hier noch der link vom hotel l'oustalet www.hotel-oustalet.com hoffe, dass du schon bald wieder nach chamonix gehen kannst und dieses hotel geniessen mit der iris zusammen. wüsche dir eine kurze woche und gute besserung für deinen daumen franziska

hallo georg unsere gruppe war am montag von der italienischen seite oben von der gonell. am montag war viel weniger sturm. die tour hat ueli beisel für den bergsport-treffpunkt geführt. Grüsse rafael Der Bergsport Treffpunkt R. Wellig

hallo! das glaube ich, dass es windig war. auf der italienischen seite ist man mehr geschützt. meine leute waren froh, dass sie daunensachen gemietet haben.
grüsse rafael Der Bergsport Treffpunkt R. Wellig

Hoi Georg Gratuliere Dir noch vielmals zu diesem sicherlich absolut super mega geilem Erlebnis, auf dem höchsten Berg Europas zu stehen!!!! Super, ganz toll gemacht. Irgendwie beneide ich Dich ja schon! Grüessli und viel Blue Skies Stefan der Skydiver & Family

Ihr sieht aber mitgenommen aus!! Es war sicher schwierig, nicht? Hattest du mein E-mail nicht erhalten, wir waren auf der Aiguille du Midi als Empfangskomitee. Lucie.


Per SMS:

Gago. Bianca und ig wünschä euch vill Glück bim Mont Blanc. Chumm wieder hei mir vermissä di. Si redet vill vo Dir und em Iwauuu...Iris.

Bravo, wir feiern mit Dir, ich bin bei Toni und Lucie, von Véro Steffen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung. Gruss Toni Borer.

Gratuliere allen, die diese Meisterleistung vollbracht haben, von Martä.

Ich gratuliere, konnte leider nicht mitkommen, bin am Trauben lesen auf 600 m. ü. M., Mit freundlichen Grüßen Edgi.

Gratulations to all, Kilian.

Toll, ich gratuliere! Wie hast Du das geschafft: Bist Du rauf zum Gipfel, oder ist er zu Dir runter gekommen? Ändel.

Gratuliere! Adi.

Super! Gratulation! Nadja Müller.


Heute, 2 Wochen später, muss ich dankbar sagen, zum Glück konnten wir unser erstes Datum für den Mont Blanc nützen, denn jetzt regnet es hier, der Herbst ist da und in Chamonix herrscht auch nicht mehr eitel Sonnenschein. Eine Besteigung wäre nun unmöglich geworden und wieder wäre ein Jahr vorbei.


Gleitschirmfliegen im Wallis ( Kühboden / Fiescheralp )

11. Oktober 2003 *

Beim zweiten Gleitschirmlen mit den Groupies nach 1999 sind diesmal dabei: Nadja Müller, Nadja Hunziker, Eveline, Philipp / Fips ( sein 40. Geburtstagsflug ) und auch ich
( 40. Geburtstagsflug ). Nadja Müller schenkte mir diesen Flug am Fest vom 14. August 2003 und sich gleich selber und meldet sich natürlich auch an, Fips hat letzten Dezember den Flug von Denise erhalten als Gutschein von den Alpengroupies. Das Meteo meldet schönstes Herbstwetter, also klappt auch hier das erste Datum. Ich hole frühmorgens Fips, Nadja Hunziker und Eveline ab, um 06 30 h sind wir am Laufner Bahnhof. Bald schon fährt der Schnellzug ein, Nadja war bei ihren Eltern und sitzt bereits im Zug. Nun kann die Reise ins Wallis beginnen, wir sind aber nur noch zu fünft. Paul wollte mit, hatte aber Nachtschicht und Beatrix, die sich schon Monate lang darauf freute, muss bei Claude in der Beiz einspringen, ein schöner Scheiss. Entweder man kann sich etwas vornehmen und dies tun, oder eben nicht. Pech für die beiden, wir aber werden fliegen. Wir fahren über Biel - Bern, kaufen dort Sandwiches und Brezeln ein und geniessen wieder einmal den Lötschberg. Im Doppelstöcker haben wir wiederum Platz am runden Tisch gefunden, und schon ist ein Apéro bereit. Gemäss des Groupie - Programmes läuft der heutige Tag folgendermassen ab: " Mit dem Zug geht es um 06 44 h in Richtung Biel - Bern - Lötschberg nach Brig. Danach weiter nach Fiesch, das wir um 11 04 h erreichen. Hier treffen wir die Crew vom Flying Center Oberwallis. Dann beginnt das Flugabenteuer, Fahrt mit der Gondel auf die Fiescheralp, die Instruktionen erfolgen direkt am Startplatz". Folgender Text stammt aus dem Internet: "EIN TRAUM WIRD WAHR: Erlebe das unbeschreibliche Gefühl eines Gleitschirm - Passagierfluges! Ohne spezielle Flugkenntnisse können wir uns jetzt den Traum vom Fliegen erfüllen. Mit einem speziellen Gleitschirm und einem erfahrenen, brevetierten Biplace - Piloten ( Fluglehrer ) starten wir am Hang, rennen hinaus und fliegen frei wie ein Vogel in die Walliser Bergwelt. Höhendifferenz = 1100 Meter, Flug von Fiescheralp - Fieschertal. Nach diesem Flughighlight gleiten wir sanft zur Erde zurück. Der älteste Passagier war 81, die jüngste Passagierin gerade 3, und alle waren begeistert". Wir können also je nach Thermik mit einem Flug von 20 - 30 Minuten rechnen. Vor 10 00 h erreichen wir also Brig, eine halbe Stunde gemütliches Shopping und dann weiter nach Fiesch mit der Furka Oberalp Bahn. Im Heimatdorf von Raphael Wellig treffen wir um 11 03 h ein.

 

Nach den sensationellen Flügen: Das Gruppenbild mit Damen und Fahnen.

Bald werden wir vom Team des Flyingcenter Oberwallis an der Talstation der Luftseilbahn abgeholt. Der Chef, Hansi Zeiter, stellt sich vor, dabei ist auch seine Frau Marietta sowie sein Kumpel Armin und noch eine Frau. Nun kann es losgehen. Geduldig warten wir, bis die Gondel abhebt. Vor dem Mittag sind wir auf der Fiescheralp angekommen, der frühere Kühboden, wie diese Alp noch in den Skilagern hiess. Heute bin ich zum vierten Mal auf der Fiescheralp, vor 2 Jahren verbrachten Iris und ich schöne Tage beim Skifahren auf den drei Alpen Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp. An der Beiz der Bergstation vorbei, in welcher es 1999 nach einer Gletschertour Aletsch diese riesigen Cordon Bleu gab, und sofort zum Startplatz gleich unterhalb der Häuser. Das Gelände ist steil, in wenigen Schritten werden wir bereits schweben. Wir rechnen so mit "garantierten" 20 - 25 Minuten Flugzeit, es ist nun doch Herbst, und im Hochsommer ist die Thermik natürlich auch viel besser. Unsere beiden Nadja`s werden als erste starten. Vor 4 Jahren hatten wir von Grindelwald First aus eine Flugzeit von 13 Minuten, da über dem Dorf ein Nebelmeer lag. Heute wird es länger dauern. Dies wird mein dritter Flug nach 1990 ( Breitlauenen / Schynige Platte, zum Geburtstag auf dem Aletschgletscher von den Groupies erhalten ) und 1999 ( Grindelwald ). Den Piloten, in unserem Fall Hansi und Armin, wird noch der Flugschein unterschrieben und schon geht es los. Ab ins Gschtältli, Karabiner einhängen, kurze Anweisungen und schon fliegen die zwei Nadja`s in der Walliser Bergwelt herum, mit einem Jauchzer heben sie ab. Marietta, die ihren Schirm rechts von uns ausbreitet, fliegt alleine. Hoch in die Lüfte, sie steigen etwas auf, drehen sich und werden auch rasch kleiner. Es sind zwei gelbe Schirme, bald sieht man nur noch einen farbigen Tupfer am Himmel. Über Italien ist es leicht bewölkt, es kann nur noch besser werden. Je mehr Sonne, desto mehr Aufwind, mehr Thermik, lernen wir heute. Fips, Eveline und ich spazieren zur Bergstation zurück, setzten uns in die Sonne, laben uns am Bier und Fips geniesst einen gemischten Salat. Relaxen, bis die Crew landet und wieder hochfährt. Das dauert eine gute Stunde. Es ist richtig warm hier oben, und das Beste kommt ja noch. 2 schöne Huskies geniessen auch die wärmenden Strahlen der Sonne, direkt im Neuschnee auf der Terrasse. Gegen 13 00 h ist es dann soweit, die zweite Gondel fährt auf die Fiescheralp mit Marietta, Hansi und Armin. Sie schlurfen an uns vorbei, ruhig machen wir uns auf den Weg, sind ganz minim aufgeregt. Eveline muss nun wieder zuschauen und nochmals eine Stunde warten, Fips und ich sind soweit. Armin fliegt mit Fips, Hansi mit mir. Das Gschtältli montieren, einhaken, sichern, ein paar Anweisungen und dann könnten wir starten. Der Helm ist auf dem Kopf, Hansi gibt mir dünne Mammut - Handschuhe, die kann ich sicher gebrauchen mit meinem kalten Daumen vom Mont Blanc. Der Himmel ist jetzt fast stahlblau, die Sonne brennt mit aller Kraft, das kann nur gut kommen. Wir gehen in Startposition, ich lehne mich etwas nach vorn. Los geht's, wir rennen die steile Wiese runter, nach 5 - 6 Schritten zieht schon der Gleitschirm, wir sind in der Luft und fliegen, sooo guet, frei wie ein Vogel, endlich. Was habe ich mich gefreut auf diesen Flug, als Abschluss dieses genialen Alpengroupie - Jahres 2003. Schnell gewinnen wir beide an Höhe, ein weiterer Jauchzer, es ist super schön. Wir drehen uns hoch, fliegen schon über der Fiescheralp, die so einsam da liegt in diesem ersten, dünnen Schnee. Die Strahlen der Sonne werden stärker, man merkt es sofort, es gibt Thermik, Aufschub. Immer höher und höher, ich staune, Fips und Armin warten am Boden auf einen günstigen Moment, um zu starten. Marietta fliegt an uns vorbei, dreht ihre Runden vor dem Eggishorn, der Blick aufs Weisshorn und Matterhorn ist noch besser geworden, die Walliser Eisriesen strahlen zu uns herüber. Im Osten liegt das Goms Richtung Oberalppass, rechts vom Eggishorn zieht sich der Fieschergletscher gegen das Tal. Der Grosse Aletschgletscher hinter dem Berg lässt sich nur erahnen, Hansi sagt, im Hochsommer drehen sie in grosse Höhen und blicken auf den Aletschgletscher herunter, das muss super sein. Nun starten auch Fips und Armin, die beiden haben auch gute Thermik, aber wir erwischten scheinbar den günstigsten Moment. Etwa 10 Flieger schwirren um uns herum, ich mache eine Menge Fotos und geniesse es einfach, dieses wunderbare fliegen hier in der Walliser Bergluft. Schon sind wir 20 Minuten in der Luft, es ist toll. Mein Rekord war 13 Minuten in Grindelwald 1999. Selbstverständlich kennt Hansi auch Raphael Wellig, unseren Wettkönig, vielleicht sind sie sogar zusammen zur Schule gegangen. Wir quatschen viel hier oben, ich erzähle die Geschichte unserer Mont Blanc - Besteigung und anderes. Sie machen hier im Winter auch Schneeschuhtouren, erfahre ich. Langsam entfernen wir uns von der Fiescheralp und fliegen Richtung Fieschergletscher, dann über das Dorf Fieschertal. Nun bin ich schon 35 Minuten am fliegen, genial. Ein schöner Blick ins Goms, die Häuser des Dorfes nähern sich, Wälder liegen unter uns und der Fluss mit dem Gletscherwasser des Fieschergletschers. Jetzt kreisen wir über der Kirche, dem Dorfkern, sinken langsam, 45 Minuten in der Luft. Fips und Armin nähern sich, aber wir kommen nicht zu nah ran, sie fliegen immer unter uns, dann vor uns. Hansi beginnt zu trudeln, wir sinken rasant und drehen uns heftig in der Spirale, wow, das ist heiss, es hört fast nicht mehr auf, super. Volle Pulle runter, über die Baumspitzen und übers Dorf, Fips ist vor mir und ich filme die beiden, mache einen kleinen Videoclip von 30 Sekunden. Auf einer Ebene mit wenigen Häusern zeigt mir Hansi den Landeplatz, wo alles enden wird. Dann schweben wir über den Dächern und nähern uns von hinten dem Haus, rechts daran vorbei, Schirm anziehen und schon landen wir sehr sanft auf einer grossen Wiese, es ist vorbei. Ganze 52 Minuten war ich in der Luft, das Abenteuer des Fliegens war einfach unglaublich. An einem Tisch sitzen die beiden Nadja`s und winken, ich bin voll aufgedreht und danke Hansi für den super Flug. Wir drei gratulieren einander, weit oben dreht der Schirm von Armin und Fips durch die Lüfte, sie sind auch recht lange oben. Ich fasse es kaum, mein dritter Flug und ein absoluter Rekord, fast eine Stunde da oben. Wir nehmen nun einen Schluck Weissen und prosten auf das Erlebte. Unsere Frauen flogen wegen der schwachen Thermik nur 20 - 25 Minuten, doch sie genossen es auch sichtlich. Langsam schwebt Fips auf das Tal zu, vorhin in der Luft, da läutete mein Natel, Markus war dran, wie sich jetzt herausstellt. So ein Störenfried. Nun kommen die beiden, schwenken aus und machen sich zur Landung bereit. Fips kommt hinter dem Haus hervor, im Hintergrund Berge und Gletscher, fantastisch, dieses Bild. Mit einem Jauchzer landet er und strahlt, es gibt Fotos, wir gratulieren. Er bringt es auch auf sagenhafte 50 Minuten. Das nennt man "Geburtstagsflüge". Hansi ist schon wieder weg, um Eveline runter zu holen. Dann stossen in der herrlichen Sonne alle vier mit dem Zinnbecher an inklusive Armin. Man geniesst es, hier rum zu hängen, Herbst im Wallis, schön. Hier quatschen wir, machen Bilder, relaxen. Schon wieder ist eine Stunde vorbei. Viele Gleitschirme sind noch oben, die Zeit verrinnt. Da entdecken wir Eveline mitten drin, auch sie erlebt einen längeren Flug, so frei wie ein Vogel. Könnten das doch auch Paul und Beatrix erleben, so ein Pech für die beiden. Eveline nähert sich und landet auch vom Berg her, setzt zur Landung an. Bravo! Ganze 40 Minuten durfte auch sie geniessen. Nun sind wir wieder komplett, Hansi und Marietta verschwinden im Haus, hier haben sie ihre Flugschule und in Fiesch den Laden. Etwas später bringen sie unsere Flugzertifikate mit Namen, Datum, Höhenmeter, Start, Ziel, Flugcaptain. Besten Dank ans Team. Marietta erzählt uns von ihrer Begegnung mit einem Sechstausender und der unwirtlichen Kälte. Sie besteigt einen solchen Berg, kann dies aber in der Schweiz nicht, also Bergsteigen, da sie nicht schwindelfrei ist. Aber fliegen mit dem Gleitschirm auf 3000 Meter, das geht, es ist unglaublich. Beim fliegen macht ihr die Höhe nichts aus. Es wird Zeit für die Heimreise, wir stellen uns vor die Berge für ein schönes Gruppenbild mit der Crew, besten Dank! Nachdem wir bezahlt haben, wird die Zeit knapp. Hansi hat noch Kunden und Marietta fährt uns mit dem Bus nach Fiesch zum Bahnhof, denn wir wollen ja noch in Brig ein Fondue essen. Kurz vor 16 40 h kommt die FO, in 30 Minuten durchs Goms nach Brig, schon dunkelt es ein, es war ein herrlicher Tag. Wir entscheiden uns, dass unser übernächster Zug 2 Stunden später um 20 07 h in Brig abfährt, alle sind damit einverstanden, so können wir unser Fondue geniessen. Wir bummeln auf direktem Wege in die "Walliser Kanne", wo wir schon einige Abende verbrachten. Gleichzeitig beginnt das Länderspiel Schweiz - Irland, wir hören die Ergebnisse via iRiver - Player am Radio mit und geniessen ein tolles Fondue mit Kartoffeln, Silberzwiebeln, Gurken, Tee, Wein und Schnaps. Stossen an auf diesen herrlichen Flugtag. Dann gibt es das 1:1 für die Schweiz, gegen Schluss ein 2:1, ( Hakan Yakin ) die Schweiz gewinnt gegen Irland im St. Jakob Park. Um 20 07 h verlassen wir Brig und fahren über den Lötschberg zurück nach Bern. Hier hole ich noch eiskaltes Bier. Dann geniessen wir noch einmal den Doppelstockzug mit Tisch, quatschen viel und kommen um 23 15 h pünktlich in Laufen an. Die Gruppe teilt sich, Eveline und Nadja Müller fahren nach Basel weiter, Dieter holt Nadja ab und ich werde mit Fips von Denise und Didier nach Hause gebracht. So endet ein unglaublich toller Flugtag im herbstlichen, schönen Wallis.


Kilian aus Australien schrieb am 05.11.2003:
Hallo Alpengroupies? Wie Ihr vielleicht wisst, bin ich in Australien. Es ist etwa 30 Grad Celsius und immer blauer Himmel ( nur so als Information!! ). Ah, auch die Straende sind wundervoll. Wie auch immer, ich wuensche Euch einen schönen, "feuchten" Tourenausklang. Nochmals Gratulation den Mont Blanc Besteigern. Supper!! Liebi Gruess vo DOWN UNDER.


13. Tourenausklang Alpengroupies

Schützenhaus Erschwil

29. November 2003 *

Heute ist es mal wieder soweit, der Tourenausklang steht vor der Tür. Diesmal sind folgende Groupies dabei: Franziska Aebischer, Sascia Cavallaro, Markus Häner und Patrizia Häner mit den Kids Tina, Dominik und Michel, Eveline Karrer, Dieter und Nadja Hunziker, Stephan Purtschert, Jacques Jermann, Toni Grolimund und Lucie Sager, ihr Bruder Robert Sager, Jackie und Giusi Fellino, Martin Grolimund, Heidy und Leo Grolimund, Bruno und Elsi Schmidlin, Alex und Kevin Schmidlin, Véronique Steffen, Paul Grolimund, Christoph und Grace Wehrli mit Fionna und Stephany, Nadja Müller und erstmals ihr Schatz Stefan Schwarz, Eveline Heim, Rolf Jeger und erstmals Claudia Jeger und Baby Ghiara, Edi Pflugi, Iwan Borer, Iris und ich. Krank gemeldet sind heute Bruno Sutter und Annemarie, sie wären sehr gerne gekommen, und Annika Kreide, wurde auf der Hinreise krank, schade. Das sind 40 Groupies am heutigen Abend. Am Freitag Abend habe ich mit Christoph die Technik eingerichtet, heute Nachmittag deckten Iris und Bianca die Tische, Edi und sein Keyboard ist geholt und aufgestellt. Gotti Melita ist schon am hüten bei Bianca. Edi spielt bei uns wieder auf, gleich von Beginn weg. Heute Abend hat er viel Zeit zum spielen, die Leute sollen auch Zeit haben zum reden, es ist kein gespanntes Programm, keine "Special Guest" und so weiter. Um 18 00 h beginne ich mit der jährlichen Begrüssung, den Touren und Zahlen. Begrüssung am 13. Tourenausklang der Alpengroupies im Schützenhaus Erschwil, am 29. November 2003: "Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 13. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 17. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 17 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 13 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2003. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren durchgeführt. An diesen 8 Touren haben sich 96 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 40 Alpengroupies, macht zusammen 136 Personen im Jahr 2003, die mitgemacht haben. Es ist schön, dass Ihr da seid.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 12. Mal durchgeführt am 22. Februar 2003. 14 Personen waren dabei gewesen. Das Wetter war absolut genial, Sonne und stahlblauer Himmel. Einer hatte sogar seine Schneeschuhe dabei. Schöner kann es gar nicht sein. Nach der Bernerplatte erlebten wir auf der Hohen Winde einen super Alpenblick, bevor wir im Schnee in der Nacht abstiegen.

Wie immer gibt es am jährlichen Tourenausklang auch etwas zu gewinnen!

Die 2. Tour war eine Schneeschuhtour auf der Lombachalp bei Habkern im Berner Oberland am 15. März 2003. 6 Personen waren hier dabei. Am Anfang der Tour war es bitterkalt, es stürmte und hatte bis auf die Alp hinauf Nebel. Nach kurzer Zeit riss die Decke auf und der Nebel verschwand innert Minuten, es folgte stahlblaues Wetter und die Tour genossen wir sichtlich im herrlichen Schnee, bevor wir ein tolles Fondue auf der Lombachalp zu uns nahmen.

3. Tour: Das Klettern am Rüttelhorn vom 18. Mai 2003. Auf der Autobahn regnete es noch und es stürmte, aber als wir zum Rüttelhorn aufstiegen, hatte das Wetter erbarmen und der Wind trocknete die Felsen schnell ab. Tolle Kletterfelsen und grillieren am Feuer mit vielen Kindern erwarteten uns danach. Glück gehabt, am Rüttelhorn waren 11 Groupies mit dabei.

4. Tour: Die Wanderung am Creux du Van im Neuenburgerland fand am 15. Juni statt. Die hufeisenförmige Felswand ist sehr speziell, es gibt nichts Vergleichbares in der Schweiz. Das Wetter war spitze und diese Tour haben Kilian und Annika bestens organisiert. In der Bergbeiz genossen wir ein geniales Fondue bei fast 30 Grad Hitze, bevor wir beim Abstieg noch stattliche Steinböcke an der Felswand entdeckten. Hier waren 17 Groupies mit dabei.

5. Tour: Die Hochtour auf das Strahlhorn mit 4190 m. ü. M. klappt im zweiten Anlauf am 19./20. Juli 2003. Wiederum bei bestem Wetter starteten wir ins Wallis mit 15 Mitgliedern, recht viel für eine Tour auf einen Viertausender. Nach einem Halt in Saas Fee und einem schönen Abend in der Britanniahütte starteten wir mitten in der Nacht Richtung Strahlhorn. Stundenlang traversierten wir 2 Gletscher, bevor es endlich aufwärts ging. Wir kämpften alle und einige wollten kurz vor dem Gipfel aufgeben, doch nach 7 ½ Stunden Aufstieg schafften alle 15 den Gipfel, es war genial. Darunter vier Frauen, namentlich Nadja Müller, Grace, Mirella, Franziska und Annika. Von diesen 15 Groupies hatten auch 8 davon ihren ersten Viertausender bezwungen. Eine grosse Leistung.

Die 6. Tour: Die Weintour ins Gebiet Mandement ( GE ) am 30. August 2003. Es war nach 2 Jahren wieder mal soweit, diesmal ging es zu den Genfer Weinen, in die Heimat von Véronique Steffen. Sie organisierte diesen Tag super toll, wir besuchten 2 Weinbauern in der Region und durften uns fürstlich kulinarisch verwöhnen lassen. Man erinnert sich auch an die Zugsfahrt und an den nackten Lokführer, der sich als meinen Bruder ausgibt. Von dieser Tour sehen wir heute Abend auch den Film, wie immer in den letzten Jahren von Paul gefilmt und bearbeitet. An der Weintour haben wir beschlossen, dass nun jedes Jahr eine Weintour ins Programm aufgenommen wird, das zieht einfach.

7. Tour: Die extremste: Hochtour auf den Mont Blanc 4810 m. ü. M. Endlich hat es geklappt, 1 ½ Jahre Planung und hoffen, verschieben, 7 Monate Training und manches mehr lief im Vorfeld zu dieser Tour. Am 12. September durften wir zu sechst starten und fuhren nach Chamonix. Während drei Tagen stiegen wir auf zum Gipfel, zuerst zur Tete Rousse Hütte auf 3200 m. dann klettern über 600 Höhenmeter im Grand Couloir und auf die Gouter - Hütte auf 3800 m. Am 3. Tag dann der Start um 01 00 h in der Früh, über den Dome de Gouter zur Vallothütte, zum Notbiwak auf 4300 m. Hier sind wir im Höhensturm fast erfroren, im Schutz der Hütte harrten wir fast 2 Stunden aus. Um 06 00 h die Entscheidung, es geht nicht mehr, es ist zu kalt und der Sturm extrem brutal. 4 steigen ab zur Hütte und Dieter und ich wagen den Aufstieg, die letzten 2 Stunden. Im furchtbaren Sturm und Kälte zuerst, dann der Aufstieg bei immer schönerem Wetter. Um 07 45 h erreichen wir den Gipfel auf 4810 m. ü. M. Das Dach Europas. Es ist geschafft. Gemütlicher Abstieg, zurück zu den Kollegen und hinunter ins Tal. Ins Dreisternhotel und ab in den Ausgang zum Fondue, wo wir feierten. Mein Daumen bleibt kalt. Die extremste Groupie - Tour wurde so Geschichte. Die vier Kumpels schaffen es im nächsten Jahr ganz bestimmt.

8. Tour: Gleitschirmfliegen im Wallis am 11. Oktober 2003 über Fiesch. Schönstes Herbstwetter, geniale Thermik und der erste Neuschnee begleiten uns fünf auf dem wunderbaren Gleitschirmflug. Frei wie ein Vogel, der krönende Abschluss dieses Jahres. Besser kann man es gar nicht haben. Effektive Flugzeiten von 20 - 52 Minuten, es war unglaublich. Abschluss war dann ein tolles Fondue in Brig.

Nun könnt ihr in Büchern blättern, am Wettbewerb hirnen oder auch die neuesten Tourenberichte lesen. Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende Groupies nach vorne bitten: Grace und Martin erhalten den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 Touren. Herzliche Gratulation und Applaus für Grace und Martin. Jetzt geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb. Die Welt besitzt 14 Achttausender. Was ist die Summe in Meter aller 14 Achttausender zusammen gezählt?"

Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Die Blätter des Wettbewerbes werden verteilt, und los geht's mit dem hirnen. Unterdessen holen Paul und Martin das Essen in Breitenbach, wie immer vom s`Zäni. Diesmal gibt's Schweinsgeschnetzeltes mit Nüdeli, Erbsen und Schwarzwurzeln. Dazu zum ersten Mal jeweils auch einen grünen Salat, die Idee kam erst vor einer Woche. Den Salat bezahlt auch die Groupiekasse, es gibt somit keine Erhöhung des Preises heute Abend. Edi spielt für uns, auch immer gratis, er hat einfach seine heutige Verpflegung gratis, besten Dank an dieser Stelle an Edi. Nun kommt das Essen, unsere Frauen schöpfen, servieren den Salat und danach die Mahlzeit. Dazu Getränke zu billigsten Preisen. Der Tourenausklang muss auch herhalten für Wein - Verschiebungen, die Kartons sind noch von der Weintour 2003 und gehören Eveline Heim. Nach dem Essen, um 20 30 h, stellen wir die Technik zusammen für die erste Diashow, während Edi weiterhin musiziert. Mont Blanc - Berichte werden gelesen, Bergbücher und die Mitgliederliste angeschaut. Dann geht es los, ich präsentiere den ersten Teil der Diashow auf riesigen Bildern, von der Suurchrutt - Tour 2003 zur Schneeschuhtour Lombachalp und übers Klettern am Rüttelhorn bis zum Creux du Van. Es ist kürzer als letztes Jahr, die Bilder erscheinen auch nur 4 Sekunden lang, den letztjährigen Tourenausklang lassen wir aus, damit es nicht zu lange geht. Die Aquasoftware - Diashow dauert 24 Minuten. Und sie kommt auch sehr gut an. Danach machen wir eine Pause von 15 Minuten. Der Wettbewerb ist schon fast überall fertig ausgefüllt, was sind das für Zahlen. Jemand hat sogar einen Sechstausender auf der Liste. Nun der zweite Teil der Diashow, Dauer 19 Minuten, mit den genialen Fotos von der Hochtour Strahlhorn, Hochtour Mont Blanc, der Weintour Mandement und dem Gleitschirmfliegen in Fiesch. Es gefällt den Leuten gut, ist nicht langweilig, doch Eveline Karrer ist eingeschlafen. Die Leute klatschen, es ist wirklich toll. Jetzt der Einsatz mit Kaffe und Kuchen, ich lobe wieder mal die Schwarzwäldertorten von Elsi und schenke ihr für die Mühe einen Liter Kirsch, Applaus für Elsi. Und wenn ich schon daran bin, erhalten Paul und Christoph für die Technik, Beamer, Laptop, einrichten, die Filmgestaltung usw. noch je eine Flasche Wein, Rothschild 1998, und sie werden verdankt, die Groupies applaudieren. Bald ist es Zeit für den Filmvortrag von Paul. Edi macht eine solche Stimmung, dass plötzlich, durch die Kinder, eine Polonaise entsteht, die sich durchs Schützenhaus bewegt, mit einer super Stimmung. Das gabs noch nie, Polonaise am Tourenausklang. Martin hat der Wettbewerb schon gelöst und die Sieger festgestellt, Iwan hat wie letztes Jahr kurzerhand einen vierten Preis zur Verfügung gestellt, besten Dank auch an Iwan, er spendiert ein Six Pack Bier in einer Tragtasche aus Plastik, von Cardinal. Nun kommen wir schon zur Wettbewerbsauflösung: Die magische Zahl aller 14 Achttausender zusammengezählt heisst 115 972 m. ü. M., ein Raunen geht durch den Saal. Im vierten Rang mit + 28 Meter steht Sascia Cavallaro, er erhält das Six Pack, im dritten Rang mit - 24 Meter ist Iwan Borer, er bekommt den Los Monteros, im zweiten Rang ist eine Frau, Nadja Müller mit + 11 Meter, sie erhält eine Flasche Molard aus der Weintour Mandement, und im ersten Rang ist Giusi Fellino mit - 10 Meter und 115 962 Höhenmeter, Applaus für alle vier, Giusi drücke ich den Karabiner in die Finger, vielleicht fängt er wieder mal zu klettern an. So, das war`s, die Sieger sind gekürt. Nun wollen die Weiteren uns verlassen, Franziska und Sascia sind in Aufbruchstimmung, doch ich rate ihnen, noch den Film lang auszuharren, den sollten sie nicht verpassen und sie setzen sich wieder hin. Schliesslich haben sie eine Heimreise von 1 ½ Stunden Autofahrt. Paul verbindet die Geräte und wir erleben den diesjährigen Groupiefilm "Weintour Mandement" vom 30. August 2003. Der Film dauert 29 Minuten und kommt beim heutigen Publikum gut an. Schön vertont mit Musik und natürlich auch dem Originalton reisen wir ins Genfer Weingebiet, degustieren bei 2 Weinbauern und erleben ein göttliches Mittagessen, mit allem drum und dran. Auch die Heimfahrt im Zug ist nicht minder lustig. Applaus für Paul`s Video im Jahr 2003. Jetzt verteile ich das Jahresprogramm 2004, die Suurchrutt - Tour 2004 und das Programm vom ersten Skiweekend, das wir im März dann durchführen werden. All das steht natürlich schon online im Internet. 9 von 14 Plätzen sind für das Skiweekend bereits weg, ich denke, das zieht sehr gut, vor 2 Tagen konnte ich aber noch 6 weitere Plätze in Grindelwald ergattern. Es ist nach 23 00 h geworden, Zeit, um die neuen Zinnbecher einzuweihen. Gesagt, getan. Der grosse Zinnkrug von 1996 wird mit Weisswein gefüllt und dann fülle ich die Zinnbecher von Grace und Martin sowie meinen. Prost auf die beiden. Edi macht weiterhin stimmungsvolle Musik, es wird getanzt, Eveline holt Bruno zum tanzen, da wird sie wieder wach. Um 00 15 h verabschiedet sich auch Iris und die Familie Schmidlin, um Melita zu Hause abzulösen. Der Abend läuft rasend schnell, Zeit für Gespräche, Toni und Lucie übernehmen nächstes Jahr die Weintour ins Wallis, heisst es. Um 02 00 h sind wir noch 12 Groupies, Getränke sind ab jetzt gratis. Wir alle posieren in der Freinacht noch für ein Gruppenfoto. Um 02 30 h packt jeder etwas an, wir räumen auf in Rekordzeit, die Tische, Seile, das Gröbste ist schon erledigt. Dann lade ich alle noch hier gebliebenen ein, um bei uns zu Hause noch einen Schlummertrunk im Weinkeller zu nehmen. Wir spazieren ins Dorf, Véro, die heute bei uns übernachtet, geht schon mal vor und öffnet die Türe in der Waschküche. Dann sammeln wir uns im Weinkeller, wir müssen ruhig sein. Dabei sind: Toni, Lucie, Paul, Martin, Stephan, Jacques, Véro und ich. Später kommt noch das Handörgeli kurz zum Einsatz, wir festen hier im tiefen Keller von 03 00 h bis um 05 00 h. Dann ist es endgültig Zeit, um schlafen zu gehen, wir müssen am Sonntagnachmittag noch das Schützenhaus putzen und haben keine Zeit, um mit den anderen in den Roderis zum Mittagessen zu fahren. So endet auch dieses Fest ruhig, wie es begonnen hat.

 

Zinnbecher - Ehrungen für 15 mitgemachte Touren!
Jeweils am jährlichen Tourenausklang!


1991: Georg "Gago" Grolimund, Iris "Blume" Grolimund
1992: Christine Stadler, Marianne Burkhalter, Roland "Böllä" Jeger
1993: Ändel Burkhalter, Ueli Hänggi, Paul Stadler
1994: Anita Stiefelmeyer, Eric Hunziker, Dieter Hunziker
1995: Eveline Borer, René Stiefelmeyer
1996: Paul "Horror" Grolimund
1997: Christoph Wehrli, Toni Borer, Jackie Fellino, Giusi Fellino, Daniel Borer
1998: Papa Leo Grolimund, Mama Heidy Grolimund, Pascal Karrer
1999: Elsa Schmidlin
2000: Nadja Müller, Kilian Wehrli, Toni Grolimund, Daniela Hunziker,
Nadja Hunziker
2001: Manuela Borer, Markus Häner
2002: Patrizia Häner
2003: Martin Grolimund, Grace Wehrli
2004: Lucie? Stephan? Iwan? Fips? Adi? Véro? Tommy? Timo?
2005: ???
2006: ???

Bis heute haben 33 Groupies den Zinnbecher erhalten!

 

Tobias Bartmann schrieb am 09.12.2003 : Hallo! Hilferuf aus Deutschland!!! Ich möchte meinem Vater gerne die Autobiographie "Ich bin so alt wie das Jahrhundert" von U. Inderbinen schenken. Leider weiß ich nicht, wo / wie ich das Buch erwerben kann! Könnt ihr mir helfen?
Liebe Grüße in die Schweiz, Tobias

Gago chrieb am 19.12.2003 : Hallo Alpengroupies Wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende entgegen. Wir durften zusammen viele schöne Touren erleben in diesem extrem heissen Sommer 2003, 94 Leute machten dabei aktiv mit und es war uns sogar vergönnt, im September den Mont Blanc besteigen zu dürfen. Und das alles unfallfrei, das ist eben auch nicht selbstverständlich. Leider litten unter der Hitze Berge und Gletscher sehr stark.

Für unsere Homepage haben wir nun neu viel Speicherplatz erhalten, damit ihr noch mehr Bilder unserer Abenteuer anschauen könnt. Seit kurzem sind über 200 neue Fotos ins Internet gestellt worden. Auch wurden bereits für das Jahr 2005 einige Ideen in der Vorschau eingetragen. Ich selbst arbeite nun weiter am Groupiebuch, das spätestens im Jahre 2006 zu unserem Jubiläum 20 Jahre ALPENGROUPIES erscheinen soll. Noch immer suche ich einen Sponsor dafür. Der schöne Abend am 13. Tourenausklang kürzlich beendete nun dieses ereignisreiche Jahr. Es ist Zeit für Ruhe, Muse und um nachzudenken. Im Februar gehts wieder voll los mit der Suurchrutt - Tour 2004. Der Club lebt, unsere Kameradschaft und die Freude an der Natur auch.

Wir wünschen Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest, viel Gesundheit, Freude und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit den besten Grüssen Das O. K. ALPENGROUPIES Gago und Iris mit Bianca

Geissbärgchörli schrieb am 28.12.2003 : Liebe Alpengroupies, ganz herzlichen Dank für die Verlinkung unseres Chörlis. Wir wünschen Euch eine ganz schöne Zeit, ein gutes und unfallfreies Alpengroupies-Tourenjahr 2004 und ein "Prosit Neujahr"!jo-ho-lü-jo Mit lieben Grüssen Ruedi Saner und s Geissbärgchörli


Alpengroupie - Nachwuchs im 2004:

Wir gratulieren Maya und Thomas Harder zur Geburt ihres Sohnes Simon Florian, geboren am 10. Januar 2004. Herzliche Gratulation und allen dreien gute Gesundheit wünscht das O. K. ALPENGROUPIES.


13. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde

7. Februar 2004 *

Heute sind dabei: Nadja Müller und Stefan Schwarz, Iwan, Markus, Jack und Diana, sie ziehen heute nach 8 Jahren seit ihrer Hochzeit 1996 die Hochzeits - Suurchrutt - Tour ein, Mirella, ab Rothlachen Iris, Heidy und Leo. Es wandern also 8 Groupies, im gesamten sind wir 11. Heute findet bereits die 125. offizielle Alpengroupie - Tour statt, da gilt es etwas zu feiern. Die ganze Woche hatten wir stahlblauen Himmel und nun kommt aufs Wochenende diese Front. Doch es wird nicht orkanmässig wie auch schon auf der Suurchrutt - Tour. Man kann es halt auf der Suurchrutt - Tour nicht immer so haben wie im 2003. Urs, mein Lokführerkollege, ist der Freund von Mirella, die heute ihre dritte Groupietour bestreitet. Urs ist nicht so der Läufer und darum fährt er seine Mirella zu uns nach Erschwil zum abgemachten Treffpunkt, um 07 30 h beim Pick - Pay. Vor einer Stunde hat es noch geregnet, jetzt ist es mit Wolken verhangen und trocken. Alsbald starten wir und fahren nach Beinwil. Start wie immer um 07 50 h beim Bachmättli. Es kann gut kommen heute. Schnell kriegen wir beim Aufstieg Richtung Mittlere Rotmatt warm. Nach dem Teerweg die Steigung am Berg, das Bachbett. Hier kommt schon die Schnapskurve und wir verbleiben eine gute halbe Stunde an diesem Ort, um wie gewöhnlich den Groupie - Schnaps herum zu reichen. Markus öffnet einen herrlichen Aigle in dieser relaxten Stunde. Zeit haben wir ja genug, seit wir diese Tour schon um 07 30 h beginnen. Dann schnaufen wir gediegen den Berg hoch zur Mittleren Rotmatt, ein paar wenige Regentropfen fallen, das war es dann. Kurz zuvor hatten wir Schneekontakt und oben im Wind machen wir ein Gruppenfoto und ich spendiere einen Vinzel. Der Blick geht hinüber an den schneereichen Nordhang, zur Rothlachen. Mirella und Stefan staunen über die Entfernung. Dann marschieren wir in 20 Minuten hinunter zur Scheltenmühle, Zeit für Gespräche. Punkt 10 00 h treffen wir hier ein und auch Heidy mit Leo und Iris fahren von Delémont her kommend vor das Restaurant. Das Wetter hält sich gut. Gemütliches Beisammensein wird ausgenutzt, wir machen eine längere Pause in der Gaststube und schon trifft der Wirt von Rothlachen ein, Herr Spahni, der meine Eltern abholt. Iris fährt mit auf die Rothlachen sowie Diana, die sich spontan dafür entscheidet.

Gegen 11 00 h starten auch wir und wandern gediegen über die Strasse in diesen langen Kehren zum Restaurant hoch. Die Weitsicht ist gut und schon blinzelt die Sonne durch. Um 12 00 h erreichen wir die Rothlachen bereits zum 13. Mal, treten durch die Küche ein und begrüssen Celine Spahni und ihren Mann Hans. Da wir diesmal nur 11 Groupies sind, nehmen wir im hinteren Stübli Platz. Die grosse Gaststube ist von Welschen auch bald schon voll besetzt. Draussen scheint die Sonne in den hohen Schnee und die Groupie - Fahne hängt schon an der Decke. Vor dem Essen mache ich eine kurze Rede über diese 125. Groupie - Tour, diesen Magnum Morgon 2000 und über unser nicht mehr ganz taufrische Hochzeitspaar Diana und Jack, die heute alles gratis geniessen. Danach folgt sogleich ein kräftiger Applaus. Die herrliche Bernerplatte wird bald aufgetischt von Celine und wir schlagen zu. Es ist super wie immer und wir haben auch massig Hunger. Schöne 2 Stunden verbringen wir hier oben und Iris zieht eine 1 ½ Liter Magnumflasche aus dem Rucksack, verziert mit dem Groupie - Signet und der heutigen Tour, eben zur "125. Alpengroupies - Tour, 13. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde, am 7. Februar 2004", der Inhalt ist ein Morgon 2000. Diese Flasche liess ich hinauf fahren, der Apéro kommt später. Leo will sein Foto von hier aus dem Jahre 1976 wieder einmal sehen, die schöne Erinnerung mit dem Sonnenuntergang, die er damals fotografiert hat. Irgendjemand wirft die Besteigung des Kilimanjaro in den Raum, ein alter Traum von mir. Diesen Berg möchte ich erobern, solange auf seinem Gipfel noch Eis liegt. Vielleicht in den nächsten 5 - 10 Jahren. Er ist zwar nicht ganz ein Sechstausender, aber er ist magisch, und einer der "Seven Summits", einer der sieben höchsten Berge auf den sieben Kontinenten der Erde. Und dazu noch der einfachste. Also Mirella hätte Interesse, sie als Treckerin, und natürlich Nadja, und Christoph und ich. Mal sehen. In spätestens 20 Jahren ist das letzte Eis aus Afrika weg geschmolzen, meinen die Klimaforscher, durch die weltweite Erwärmung. Um 14 00 h ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Vielen Dank Celine und Hans. Heidy und Leo bleiben noch ein Weilchen, wir machen uns zu neunt auf den Weg. In ziemlich tiefem Schnee nun hoch zur Krete mit der Fahne in der Hand, es war schon viel extremer, wir verdauen und leiden ein bisschen, der Himmel lockert auf und es gibt einige blaue Löcher zu sehen, das tut gut. Man sieht es Jack an, dass er so was nicht jede Woche macht. Kaum bei den drei Gittermasten angekommen, ziehen wir weiter zum Matzendörfer Stierenberg, der nun den zweiten Winter geöffnet hat. Deswegen ist auch die Strasse wiederum schneefrei. Etwas weiter stoppen wir auf dem Weg und ich öffne die Magnumflasche auf unsere 125. Alpengroupie - Tour heute. Da darf man schon ein bisschen stolz darauf sein, es ist viel gelaufen seit 1986, in diesen bald 18 Jahren Alpengroupies. Wir geniessen diesen Rotwein und haben es einfach schön miteinander, die Aussicht ist gut und auch Zeit ist noch genug da, um zum quatschen und zu fachsimpeln. Gegen Abend ist dann auch wieder Schneefall gemeldet, geniessen wir also den Moment. Nach 15 00 h weiter die Strasse hinab, durch den Wald mit den Militärbunkern zur Scheltenpasshöhe und sofort weiter leicht ansteigend zum Restaurant Erzberg. Ich habe nicht telefoniert, sie werden wohl offen haben für einen kleinen Halt. Um 16 00 h laufen wir über den Vorplatz, als da eine Herde Pferde so richtig in Schräglage an uns vorbei rennt, sieht toll aus, fast wie in den Freibergen, das gibt ein gutes Bild. Drinnen haben wir jede Menge Platz, die Empfehlung heisst Kafi Christine, halt wie immer und plötzlich steht Dieter Hunziker vor uns mit seiner Familie. Per Zufall, höre ich, sie waren in Delémont und wussten genau, um welche Zeit wir hier eintreffen. Didi war letztes Jahr mit diesem Traumwetter dabei gewesen. Vorhin sahen wir, wie es langsam zumacht Richtung Balsthal, mit dem Alpenblick und dem Sonnenuntergang wird es 300 - prozentig nichts mehr. Was soll`s, wir haben es gut. Trotzdem starten wir nach einiger Zeit nach 17 00 h Richtung Gipfel Hohe Winde und sagen Adieu. Der Aufstieg in 20 Minuten zeigt uns schnell, dass wir in eine Wetterküche hereinkommen und als wir an der Skihütte vorbei marschieren, beginnt es heftig zu schneien. Bald auf dem Gipfel angelangt, wird der Wind immer stärker und es schneit wie verrückt mit dicken, grossen Flocken und das Ganze auch etwas schräg ins Gesicht. Iris trägt die Fahne auf den Gipfel, wir stehen neben dem Signal auf 1204 m. ü. M. Geniessen die Natur und den heftigen Schneefall, aber nicht lange. In solchen Momenten flüchten wir ja jeweils nördlich hinunter zum schützenden Stall, um etwas Wärme und Trockenheit zu finden. Ein letzter, lustiger Halt und etwas Tranksame, es dunkelt ein um 18 00 h. Schnell ist die Nacht da und unsere Stirnlampen und Taschenlampen brennen. Handschuhe und Gamaschen sind nun etwas Nützliches. Danach im tiefen Schnee durch den Wald, zur Wiese, weiter zur Krete, am Gittermasten vorbei rechts ab in den zick zack - Weg zur Ebene und über den kleinen Pfad zur Mittleren Rotmatt. Das ging eigentlich recht schnell. Der Schneefall nimmt ab. Als wir auf unsere Route von heute Morgen einschwenken, geht der Schnee leider in Regen über und zwar so heftig, dass wir die nächsten 40 Minuten zum Schluss noch richtig nass werden. Bei den Autos angelangt, tropfen wir von Kopf bis Fuss, sind plotschnass. Nadja und Stefan verabschieden sich von uns, der Rest flüchtet auch ins trockene Auto. Wir beschliessen, uns in Erschwil wieder zu treffen. Im Restaurant Rössli amüsieren wir uns bei einem kalten Bier über die vergangene Tour und sitzen hier gemütlich noch 1 ½ Stunden in der Beiz. Auch Edi und Paul verbringen ihren Abend im Rössli. Mirella wird bald von Urs Fiechter abgeholt, auch er setzt sich noch an den Tisch, um zu fachsimpeln. Mirella ist so begeistert, dass sie dieses Jahr jede Tour mitmachen will, meint sie erwartungsvoll. Und Jack und Diana haben endlich ihre Hochzeits - Tour hinter sich gebracht. So endet sie gediegen, in einem knappen Monat erleben wir dann schon das 1. Alpengroupie - Skiweekend in Grindelwald.


Cornelia Borer schrieb am 20.02.2004 : Hallo Gago und Co., grad geschtr hei mir a dr Fasnacht vo Eure Homepage gha. Jo, do hani natürlich grad miese go gügsle. SUPER! Viel Erfolg und Motivation o für d'Zuekunft und es liebs Griessli us Liesbrg Martin u. Cornelia Borer


1. Skiweekend Alpengroupies in Grindelwald

13. / 14. März 2004 *

Zum ersten Mal führen wir ein Skiweekend durch, bereits im Oktober 2003 war dieses Programm im Internet. Kurze Zeit später, noch vor dem Tourenausklang 2003, waren es schon 14 Anmeldungen, nun starten wir mit 17 Leuten. Dabei sind: Toni Grolimund und Lucie, Eric und Daniela, Stephan und Sandra, Markus mit Dominik, Tina und Michel, Fips und Didier, Christoph und Grace, Robert ( Röbi ) Sager, erstmals Benny Studerus und ich. Im Programm dieser Tour wollten wir, dass man frei wählen kann zwischen Auto und Zug für die Fahrt. Im nachhinein stellten wir fest, dass es der Zug einfach nicht bringt, da man sonst fast vier Stunden von Erschwil nach Grindelwald unterwegs ist. So treffen sich die Schwarzbuben und Laufentaler um 06 00 h in Erschwil vor dem Pick - Pay, den grossen Rest treffen wir um 08 30 h in Grindelwald, auf dem grossen Parkplatz der Männlichenbahn. Ich kann im Auto von Markus mitfahren. Nun sind wir alle vollzählig. Der Parkplatz ist nicht überfüllt, so dass sich ein Transport zum Hotel Wetterhorn und zurück mit dem Skibus erübrigt, wir sparen so auch viel Zeit. Röbi hatte eine geniale Idee im Vorfeld dieser Tour: Er arbeitet bei COOP und bringt dieses Weekend Fr.1000.- in REKA - Checks mit, bezahlt alle unsere Skipässe, braucht dafür nur Fr.800.- und schmeisst damit dann einen Mega - Apéro am Abend. Eine tolle Sache, schon jetzt einen grossen Dank an Robert. Er und Lucie holen die Tickets, nun die Skiausrüstung auspacken und schon kann es losgehen. Um 08 45 h stehen wir geduldig an, es dauert, aber die Menschenansammlung bewegt sich. Nun endlich stehen wir vor der Gondel und freuen uns auf die bevorstehenden Skiabfahrten. Jetzt in 30 Minuten mit der längsten Gondelbahn der Welt auf die Bergstation Männlichen auf 2230 m. ü. M. Das Wetter wird doch noch gut, haben wir gehofft deswegen. 19 Anlagen und Lifte stehen uns hier zur Verfügung, um 09 45 h stehen alle oben bereit und ich freue mich wie ein kleines Kind, um endlich meine brandneuen Carvingskis auszuprobieren. Los geht's, nach 12 Jahren auf meinen Atomic - Tourenskis, die Schwünge gehen wie von selbst, es ist herrlich. Kein Vergleich zu früher, super. Die Sonne scheint und Nebel hängt an Eiger, Mönch und Jungfrau. Die grosse Gruppe trennt sich, wir treffen einander wieder in 3 Stunden auf der Kleinen Scheidegg. Fips und Didier sind zum ersten Mal hier, ich zeige ihnen das Gebiet und erkläre die Berge, dann fahren wir, was das Zeug hält. Didier, Christoph und Grace haben die Snowboards auch dabei, Didier macht sich recht gut auf dem Brett, mein Göttibueb ist in letzter Zeit auch mächtig gewachsen. So fahren wir und geniessen. Vom Männlichen hinunter, an den Sessellift, ein paar Bügellifte, zum Tschuggen, Honegg, Gummi, Arven - Lift, der uns wieder auf die Kleine Scheidegg hoch bringt. Dann fahren wir mit dem Lauberhornlift oberhalb der Scheidegg zum höchsten Punkt auf 2400 m. ü. M, jetzt drückt die Sonne durch, es ist super. Zweimal Abfahrt, dann Richtung Wixi - Lauberhornabfahrt, schon habe ich sie verloren. Da sehe ich Toni und Lucie, mit ihnen zum Lift Fallboden, die Zeit vergeht gar nicht schnell. Es geht hier ab wie in Zeitlupe, ein komisches Gefühl. Uns soll`s ja recht sein. Um die Mittagszeit schnell ein Natel nach Hause, Iris sagt, es regnet daheim schon den ganzen Morgen. Dann sehe ich Fips und Didier wieder und fahre zur Scheidegg, um in der Beiz einen Tisch zu reservieren. Zeit für ein Bierchen im Tipizelt mit Rockmusik. Später treffe ich in der Schneebar des Arven - Liftes meine Verwandten in der Sonne sitzend, Zeit, um den Eiger über uns zu erklären, inklusive Glühwein. Danach wieder hoch zur Scheidegg, Richtung Tipi, ich zahle eine Runde. Langsam trifft man sich wieder, ein paar sitzen schon am falschen Tisch, wir zügeln und bestellen im altehrwürdigen, linken Raum des Restaurants Bahnhof auf der Kleinen Scheidegg. Hier bin ich immer gern, sicher schon zum 7. Mal auch mit den Ski`s. Es geht uns gut, das Essen mundet und ich bringe die REKA Apéro - Idee von Röbi für heute Abend. Applaus für den edlen Spender. Nach einer guten Stunde nun wieder ab auf die Piste. Jetzt sind wir über 10 Leute und fahren um 14 00 h gemeinsam teilweise die weltberühmte Lauberhornabfahrt, manchmal auf, manchmal neben der Piste, mit Blick zum Hundschopf und Brüggli, Zeit für Spass und Fotos, fahren, warten, relaxen. Markus und seine Kinder fahren vorbei, dann auch Familie Wehrli. Bis zum Zielschuss, leicht vereist, der Horrorendspurt, wo ich früher schon zitterte. Etwas Blankeis, kurz bremsen und runter. Es geht ja, mit dem carven. Ich bin sehr zufrieden mit meinen neuen Latten, auch die Schuhe drücken nicht. Hier sind wir jetzt in Innerwengen. Weiter zu einer Sesselbahn, ein paar hundert Meter hoch zur Allmend, um dann nach Wengen abzufahren, wo wir uns beim grossen, alten Hotel an der Schneebar zum Drink treffen. Hier in der Sonne gebe ich Tina, Michel und Dominik Fr.20.- für den kleinen Durst hier oben, und dasselbe erhält auch Göttibueb Didier, er hatte nichts bekommen kürzlich im Skilager von uns. Sollen die Kids es auch geniessen können. Danach stöckeln wir durchs Dorf, auf einen Hügel und zur Luftseilbahn in Wengen. Kurze Verschnaufpause, als Grace da ist, fahren alle mit der grossen Gondel hinauf zum Männlichen, unserem Ausgangspunkt, diesmal von der anderen Seite her. Die Zeit reicht für eine weitere Abfahrt, um mit den grossen Sesselliften Läger und Männlichen wieder hoch zu kommen. An einer Talstation fahren Fips und Didier durch und müssen bis zur Mittelstation der Männlichenbahn fahren, alles geht rassig und schnell. Dort kommen sie mit der Gondel wieder hoch. Bald einmal ist der Nachmittag gelaufen, Treffpunkt gemäss Programm um 17 00 h im Berggasthaus Männlichen, wo ich den Kafi Männlichen empfehle, alte Erinnerungen kommen auf. Eben wie diese Zeit mit Ändel hier oben, alles vor der Abfahrt ins Tal. Der Abend kündigt sich an, alle sind jetzt eingetroffen und Nebel zieht auf, blitzschnell. Gegen 17 45 h bezahlen wir und sind bereit für die gross angekündigte Abfahrt nach Grindelwald in 30 Minuten. Leider sehen wir gar nichts mehr da draussen, nur wenige Meter weit. Wir bleiben zusammen, ich fahre langsam voraus und schon über eine Kante und stürze fast. Man wartet aufeinander, sucht den Weg, die Bumps, allmählich sieht man mehr. Nach der Talstation des Lifts Läger fahre ich ziemlich rasant und habe Mühe zu bremsen, so dass ich fast in Lucie reinknalle. Sie erschrickt und lässt sich im Falle einer Kollision schon mal im Schnee nieder. Doch alles geht gut. Weiter unten dann ist die Sicht wieder gut, mit Tempo geht es weiter, zur Mittelstation Holenstein, ab durch den Wald, langsam runter nach Grindelwald. Der Sulz hier ist noch tragbar, wir können froh sein, dass man bis nach Grindelwald Grund fahren kann. Es ist unglaublich, wie gut und auch schnell unsere Groupie - Kids hier runterpreschen. Nun zu den ersten Chalets, Strassen, Gasthäusern. Eine kleine Hütte, genannt "Holdrio", lädt zur Rast ein und Toni will unbedingt eine Runde spendieren. Schon sitzen wir an den Tischen. Herrlich war er, unser erster Skitag. Etwas später, es ist schon 18 30 h, brechen wir auf, noch ein kurzes Stück Abfahrt, dann sind wir endgültig unten, laufen und schieben, über die Lütschine und erreichen dann die Talstation Männlichenbahn. Zu den Autos, der "Sarg", den Christoph auf dem Dach hat, verschluckt fast unzählige Skis, Stöcke und Snowboards. Jetzt in 15 Minuten durch Grindelwald Richtung Grosse Scheidegg, mit vielen Kurven in eine einsame Gegend, denn zuhinterst liegt es mitten im Wald, unser Hotel Wetterhorn, schön gelegen beim oberen Grindelwaldgletscher. Die Autos stehen im Sulz, ich melde unsere Gruppe an, das Restaurant ist bis auf den letzten Platz besetzt. Das gute Essen hat sich scheinbar herumgesprochen. Nach 1988 und 1991 auf einer Groupietour bin ich heute zum dritten Mal hier. In dieser Beiz feierten wir schon einen Geburtstag von Äendel, als wir den Eiskurs 1991 auf dem Oberen Grindelwaldgletscher durchführten. Dann werden unsere 2 Zimmer bezogen, ein gemütliches Touristenlager. Wer duschen will, kann dies nebenan tun und so warten wir in den Unterhosen auf den Stühlen sitzend. Ein paar sind schon in der Beiz, der Abend beginnt mit Röbi`s Apéro. Er gibt mir 200 Franken und nun wird bestellt. Die Fahne hängt schon, Prost auf die Alpengroupies mit weissem Epesses. Wir sitzen im schönen Gletscherstübli und 2 junge Burschen beginnen weiter vorne mit ihren Schwiizerörgeli`s Stimmung zu machen. Sehr deftig, heftig und sehr laut. Das Haus ist randvoll mit Gästen, die Serviertochter sagt mir, es kann länger dauern, macht ja nichts, wir bestellen eh à la Carte. Diese Karte kann sich sehen lassen, bestellen wir nun einmal und sehen dann weiter. Während des Abends ziehe ich Übernachtung, das Frühstück und den Groupiebeitrag ein. Es ist schon nach 20 30 h und wir werden langsam müde. Hinter uns wurde schon bestellt, dann sind wir dran.

Einige Zeit später kommt der garnierte Nüsslisalat, er ist einfach fantastisch. Toni bestellt 2 Flaschen Moulin a Vent zum Essen. Fast eine Stunde später kommen die ersten Portionen, jetzt gibt's das Abendessen, Wein wurde ausgeschenkt, nur Fips wartet noch immer auf sein Glas, als hinter uns ein kleiner Tumult herrscht. Daniela und Sandra rufen aus, weil sie schon seit 90 Minuten auf das Essen warten. Die arme Serviertochter ist im Clinch und es ist nun halt einfach so. Es ging ja wirklich lange, aber bei dem vollen Haus? Wir sind zufrieden, doch 2 Gäste neben uns kamen später und essen vor uns, es ist nicht okay so. Doch war der Aufruhr am hinteren Tisch gegenüber dem Personal schon etwas übertrieben. Nun haben ja alle einen vollen Teller. Doch der Hunger bei den Mädels nach der langen Wartezeit bleibt weg. Nach 15 Minuten beruhigt sich die Angelegenheit, wir haben es schön und das Geld von Röbi reichte bis kurz vor dem Rotwein, besten Dank noch einmal. Als wir schon satt sind, nerven die 2 Schwiizerörgeler in Lautstärke und Giftigkeit der Töne so sehr, dass einige von uns im gelichteten Restaurant vorne Platz nehmen. Ich möchte ja nicht davor sitzen, es ist fast eine Zumutung. Die Chefin ruft mich zu sich und klagt über diese Kritik, meint, dass die Küchenmannschaft alles gegeben hat. Sie ist einfach traurig darüber und ich beruhige sie etwas. Das Personal hat wirklich alles gegeben, die Sache ist gegessen. Wir bleiben zum Kaffee und Cognac hier und geniessen. Der kommt auch etwas später und die Musiker hören endlich auf. Bald wird es 23 00 h. Relaxen und quatschen, die Beiz leert sich langsam, als es Mitternacht wird. Christoph, Grace und ich sind die letzten, dann legen wir uns auch schlafen. Es war genug, man freut sich auf den Sonntag. Um 06 30 h klingelt mein Handy und ich wecke sofort beide Zimmer, nach einiger Zeit wird gepackt und der Tisch füllt sich im Restaurant, wo wir frühstücken. Die Auswahl ist wirklich riesig, vom Feinsten, es bleiben fast keine Wünsche offen. Draussen herrscht noch stockdicker Nebel, aber gegen Mittag sollte die Sonne zum Vorschein kommen, noch mehr als schon gestern. Wir geniessen das Morgenessen, hören den Wetterbericht im Iriver und wollen bald los fahren. Packen, Zimmer räumen und ab Richtung Dorf. Grace schlief weiter und frühstückt später, wir treffen sie wieder am Mittag auf dem Männlichen. Verlassen das Hotel Wetterhorn und fahren nach Grindelwald Grund. Es hat wenig Autos, wir sind sofort bereit für neue Taten und heute wird ganz bestimmt nicht angestanden. Es ist super, wir können durchlaufen und sitzen sofort in der Gondel, der Treffpunkt heisst Berghaus Männlichen, das wir nach 30 Minuten Fahrt wieder durch den Nebel erreichen.

Tolle Verhältnisse auf der Kleinen Scheidegg und dem Männlichen.

Es ist kurz nach 09 00 h und Fips und Didier fahren bereits los, während wir uns in der Beiz für eine halbe Stunde wärmen, der Nebel lässt noch nicht viel sehen. Danach ab auf die Piste, es beginnt zu schneien, macht auf und wieder zu, aber man sieht genug. Wieder wird das Skifahren mit Carving - Latten genossen, die Schuhe sind auch eine Sensation, ich brauche nichts anderes mehr. Heute fahre ich viel mit Christoph, zwischendurch ein Natel Anruf von Lucie oder Toni, sie haben wieder eine Schneebar entdeckt. Auf der Bergstation treffe ich sieben Erschbler an, Heinz und Fredy Wasmer, meine Nachbarn Toni Franz und Rita und so weiter. Gestern war Toni Erzer auf der Scheidegg. Christoph und ich brettern durch den Wald und wechseln zum Tschuggen Lift, wo wir auf die Familie Häner treffen, die rasenden Kids. Der Himmel erhält blaue Löcher, es tut immer mehr auf, genial. Kurz vor 13 00 h hängt der Grossteil in der Schneebar beim Männlichen Sessellift, die ich erst suchen musste. Um 13 15 h sind in etwa alle im Berghaus Männlichen, im hinteren Raum bei der Selbstbedienung. Draussen wird es immer heller, die Sonne kommt endgültig. Schon wieder kommt da ein alter Bekannter, Gysin aus Frenkendorf. Das Schnitzel mit Frites und Salat sind super hier oben, ein Kompliment in die Küche, Skifahren macht hungrig. In ein paar Stunden schon ist dieses erste Skiweekend vorbei. Fips und Didier verabschieden sich schon hier, fahren durch und driven noch einmal nach Wengen hinunter. Als wir nach 13 30 h aufbrechen, herrscht draussen schönstes Bilderbuch - Wetter, Eiger, Mönch und Jungfrau stehen da in voller Grösse und Glanz, es ist warm, die Menschen lachen und machen Fotos in der Sonne. Sogar das Wetterhorn gegenüber taucht endgültig aus den Wolken auf. Und ab geht's, der Nachmittag läuft. Immer wieder treffen wir Kumpels an und fahren, was das Zeug hält. Der Schnee ist nun Sulz, aber erst jetzt mitten im Nachmittag spüre ich langsam meine Beine, erst am zweiten Tag. Das war nicht immer so mit meinen alten Tourenski. Der nächste Treffpunkt ist um 16 30 h unten bei den Autos, ein paar wollen ganz runter fahren so wie gestern, der Rest geht auf dem Männlichen oder in der Mittelstation Holenstein auf die Gondel. Christoph und ich ziehen es vor, noch mal voll abzufahren, so wie die Welschen und die Luzerner auch. 15 45 h, es ist Zeit, an die Heimreise zu denken, es geht runter. Der Schnee kommt noch gut, wir brettern über Holenstein zur gestrigen Pinte, die hat zu und weiter nach Grindelwald. Anfangs Dorf bei einer Gartenwirtschaft treffen wir ein letztes Mal auf Toni, Lucie, Benny und Robert, wir trinken kurz etwas und verabschieden uns. Dann über die Lütschine zu den Autos, es ist noch niemand hier. Nun kommt der grosse Rest von der Gondel und wir sind fast vollzählig. Fips und Didier waren kurz vorher abgefahren. Hier endet ein schönes, sportliches Skiweekend mit den Alpengroupies, das bestimmt wiederholt wird im nächsten Jahr, an einem anderen Ort. Christoph lädt wieder die Ski`s in seinen "Sarg" ein. Vor uns liegen 2 ½ Stunden Fahrt inklusive 2 Staus bei Bern und Kirchberg - Oensingen, so wie immer halt an einem Sonntagabend. Die Kinder schlafen bald einmal ein, Markus fährt wieder und wir alle sind dankbar, dass sich das Wetter doch so gut hielt. Um 19 45 h sind wir in Erschwil angekommen, Danke, Markus. Meine Latten treffen 1 Stunde später ein mit Christoph und Grace, schön war`s, bis zum nächsten Mal. Die Idee dafür von Markus ist schon in Planung, es geht im 2005 nach Andermatt.


Sport - und Kinderklettern im Pelzli

17. April 2004 *

Inklusive Besteigung des "Daumen"

Dabei: Markus, Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Kilian, Mirella, Jackie, Giusi, Hund Timo, Iris, zum ersten Mal unsere Bianca und ich. 12 Groupies und der Groupie - Hund also, der bald seinen Zinnbecher ( Napf ) erhält, sind heute wieder mal im Pelzli, und es ist Frühling. Mirella hatte sich wegen heute ihr erstes Gschtältli gekauft und wurde von ihrem Freund Urs Fiechter zum Bahnhof Grellingen gefahren. Es herrscht schönes Wetter, die Sonne scheint und am Nachmittag werden Wolken aufziehen. Bald finden wir an der Strasse unten noch ein paar wenige Parkplätze und wandern dann übers Basler Mätteli hinauf in den Klettergarten Pelzli. Mit dem Rucksack voraus, um dann Bianca und Iris abzuholen. Puuuhhhh, Glück gehabt, die Feuerstelle unter den Felsen ist wieder frei. Die Quelle am Felsen ist wie immer sprudelnd in Betrieb. Nun packen wir gemütlich aus und ziehen die Gschtältli an. Alle klettern, ausser Iris, Patrizia, Jackie und Hund Timo, der rennt durch den Wald. Zuerst einmal gibt es eine kleine Knotenlehre wie immer, wir üben den gesteckten Achterknoten, den doppelten Achter sowie VP / Halbmastwurf und kontrollieren den Knoten auch, ob er sich drehen lässt. Nun ist alles klar. Mirella hat ihre Kletterpremiere vor sich. Kilian und ich richten uns am Grat oberhalb der Feuerstelle ein, links vom Wändli, wo wir sonst immer beginnen. Kilian sichert mich und ich mache mich an den Vorstieg. Die Route hat etwa 15 Meter Länge. Mit den Kletterfinken geht es alleweil leichter, doch komm ich auch ins grübeln und schwitzen, da mein letzter Vorstieg in einem Klettergarten schon bald ein Jahr her ist, es war am Rüttelhorn. Dazwischen war nur das "Grand Couloir" am Mont Blanc letzten September, als wir diese 600 Meter durchs Couloir aufstiegen. Aber deshalb sind wir ja hier. Nun ist die Hälfte geschafft und mein linkes Bein beginnt schon zu zittern. Mit etwas Mühe erreiche ich den höchsten Punkt der Route, geschafft. Von unten ruft mir meine Bianca zu: "Papi, uffpassä, heb di, Achtung." Unsere Kleine ist unglaublich, was denkt sie wohl, was der Spinner Papi hier oben macht? Kilian lässt mich runter, ich nehme die Expressschlingen aus den Haken, schon können wir wechseln. Danach klettern weitere Groupies, Kilian, die absolute Kletterpremiere von Mirella folgt, mit hartem Anfang, doch sie schafft es und lässt sich dann noch abseilen. Dann will Tina hinauf, sie alle werden von Markus gesichert. Patrizia, Iris, Bianca, Giusi und Jackie schauen dem Treiben zu. Inzwischen richte ich mit Kilian eine weitere Route ein, die leichte mit dem Baum darüber, dort, wo wir fast jedes Jahr zuerst üben. Kilian sucht wieder mal die schwierigsten Passagen rechts davon an der glatten Wand, während später die Kids und Mirella den Riss in Angriff nehmen. Gemächlich lassen wir sie wieder langsam hinunter, üben die Überwindung, den "Ängelitrick" und so weiter. Inzwischen wurde genug Holz gesammelt und unsere Frauen haben ein loderndes Feuer aufgeschichtet. Die Zeit vergeht schnell, kurz vor 12 00 h mittags treffen wir uns alle wieder am Feuer und braten Würste. Ein paar wenige Regentropfen machen der Stimmung keinen Abbruch. Kilian erzählt von seinem Trip in Australien. Links der Quelle ist der schmale Spalt, wo Tina und Bianca Versteckis spielen und ich ihr die Geschichte vom kleinen Kauz, der hier wohnt, erzähle. Sie ruft immer wieder in diesen Spalt hinein. 100 Minuten geniessen wir das grillieren und relaxen am Feuer, bevor wir alle gegen 13 30 h zusammen packen und uns zum grossen Daumen rüber verschieben. In dieser Zeit begleite ich Iris und Bianca zum Auto zurück, Bianca ist sehr müde und meine Frauen fahren nun nach Hause zurück. Schön war es, die Kleine zum ersten Mal dabei zu haben, auch ohne "klettern", das kommt vielleicht noch. Und schon sind die beiden weg. In der Zwischenzeit haben Markus und Kilian schon den Daumen erklommen. Als ich zurückkomme, stehen beide schon auf dem "Gipfel". Sie sichern nun von oben. Wer Lust hat, kann ihn jetzt bezwingen. Und wieder gibt's ein paar wenige Regentropfen, der Himmel ist verhangen. Hoffentlich hält das Wetter noch. Nun will Mirella auf den Daumen, hängt sich ein und los geht's. Mit diesen Griffen macht es sichtlich Spass, Mirella macht sich gut, ist in wenigen Minuten schon oben, um sich ins Gipfelbuch einzutragen, das in der Blechbox steckt. Die Alpengroupies vereint auf dem Daumen, mit den Jahren auch immer wieder mit anderen Kumpels. Danach kommt Tina an die Reihe, sie kämpft und will hoch, findet die Griffe noch nicht, aber gibt nicht auf. Um alles in der Welt will sie nicht runter, dann schafft sie es im zweiten Drittel und steht oben, Bravo. Applaus von allen. Giusi sichert die Kletterer nun von unten, aus dem Stand. Als nächster hängt Michel am Seil, auch er macht den Berg mit Bravour, jetzt dasselbe mit Dominik, für alle Kinder ist es die Premiere am Daumen. Und immer wieder Applaus, Applaus. Sie brauchen diese Motivationen und Emotionen. Jetzt bin ich an der Reihe, ein paar tolle Griffe, schönes Gefühl wieder mal, nicht zu heftig und nicht zu leicht, 3 - 4 Jahre waren wir nicht mehr hier gewesen. Noch ein paar Meter, dann bin auch ich oben, den Eintrag ins Gipfelbuch, ein Foto, auch eins nach unten in die Tiefe, und natürlich Gratulationen, ein Händedruck zu Markus und Kilian. Und natürlich Küsschen für Mirella. Auf ihren ersten Kletterberg. Patrizia und Jackie liegen auf den Felsen, so als ob sie sich anatomisch angepasst hätten. Nun fehlt nur noch Giusi, er will zuerst gar nicht, hat gesundheitliche Probleme gehabt und will sich nicht verletzen. Ich mache ihn an, das letzte klettern hier oder sonst wo ist für ihn schon ein paar Jährchen her. Nun ist er überzeugt und geht hoch, in drei Minuten ist er auf dem Gipfel, super. Er hätte es bereut, meint Giusi. Eigentlich sind wir Programm - mässig hier auch schon durch, Zeit nun zum quatschen. Die Kids sind noch immer mächtig stolz und Mirella hat ihrem Urs was zu erzählen heute Abend. 8 Groupies haben nun den Daumen erklommen, ein feines Erlebnis. Nun ist es 15 00 h geworden und der Himmel ist schon einige Zeit bedeckt. Etwas später stopfen wir unsere Rucksäcke und sagen dem Klettergarten Pelzli ein weiteres Mal Adieu. Hinunter mit Timo, der durch die Blätter schlittert im steilen Gelände und heute seinen 14. Strich erreichte. Bei den Autos verabschieden wir uns, Familie Häner ist heute Abend bei Eveline eingeladen, das volle Programm, und Tschüss. Zu sechst trinken wir noch was im Restaurant Storchen in Grellingen am Bahnhof, meinem zweiten Arbeitsplatz. Bald gesellt sich Urs wieder zu unserer Clique und ein Bier rundet das Ganze ab. Hat wieder mal gut getan, zu klettern und wir kommen allmählich jedes Jahr mehr ins Kinderklettern hinein. Das wird auch im Jahr 2005 nicht anders sein. Nun die nächste Trennung, Jackie und Giusi fahren mich noch heim nach Erschwil und es folgt ein ruhiges Wochenende für uns drei.

Impressionen Klettern im Pelzli, Grellingen, 17. April 2004

 

 


Mario Rommler schrieb am 24.05.2004 : Hallo ihr lieben Alpengroupies, hoffe, es geht euch allen gut. Habe euch nicht vergessen und ich denke oft an die schöne Zeit mit euch zurück.
m.f.G. Mario und Fam.

P. S.: Mitte Juni 2004 war bereits der 5000ste Besucher auf unserer Homepage www.alpengroupies.ch


Zermatter Bergführer Ulrich Inderbinen im 104. Lebensjahr gestorben

( 14. Juni 2004 )

Zermatt (AP) Der in Alpinistenkreisen legendäre Zermatter Bergführer Ulrich Inderbinen ist im 104. Lebensjahr gestorben. Der von ausländischen Touristen auch als "König der Alpen" bezeichnete Walliser entschlief am Montag in seinem Heim in Zermatt, wie der am Dienstag veröffentlichten Todesanzeige zu entnehmen ist. Mit seinen 103 Jahren war Inderbinen nach Informationen des "Walliser Boten" auch der älteste Mensch im Kanton Wallis.
Inderbinen wurde am 3. Dezember 1900 als eines von neun Kindern seiner Familie geboren. Im September 1921 stand er erstmals auf dem Gipfel des 4.478 Meter hohen Matterhorns. Vier Jahre später machte er seine erste Tour als Bergführer. Mindestens 370 Mal führte er danach Gäste auf den berühmtesten Gipfel der Schweizer Alpen - zuletzt als 90-Jähriger.
Mit 95 Jahren nahm er zum letzten Mal am Bergführerskirennen teil. Ein harmloser Sturz auf dem Rückweg vom Breithorn beendete schließlich die Bergführerkarriere Inderbinens. "Gelangweilt habe ich mich nie", sagte er einmal in einem Interview der AP. "Höchstens dann, wenn meine Kunden zu langsam marschiert sind."



Marinette Verdon schrieb am 15.06.2004 : Herzliche Gratulation für Ihre www.Seite ! Gruss aus der Westschweiz an die Familie Grolimund! mfG Marinette

Toni, Luana und Nicole Colaci schrieb am 26.06.2004 : Salü Gago Nach eusem Gschpräch geschter zobä bim Luggi hei mir hüt nomol schnäll uf d'Homepage inegügslet. Sie isch würklich top! - Gratulation und machet witer so! Äs schöns Wucheänd, vor allem ä schöne "Schprung" morn und vom Luana äs Grüessli fürs Bianca.



2. Tandem Sky Diving / Fallschirmspringen aus 3800 m. ü. M.

27. Juni 2004 *

Durch Sky Dive X Dream / Stefan Heuser, in Lauterbrunnen

Heute sind mit dabei: Stefan Schwarz, Nadja Müller, Eveline Karrer, Nadja Hunziker und ich. Nun ist es nach fast 3 Jahren wieder soweit, wir erleben bald das Abenteuer Fallschirmspringen, diesmal aus einem Helikopter. Ich freue mich schon lange, leider mussten wir schon verschieben. Aber nicht um 2 Wochen, sondern nur um eine und der Wetterbericht meldet Sonne pur, 30 Grad und am Abend Gewitter. Es wird heute mal ein ganz anderer Sonntag. Im Oktober 2001 waren wir 10 Groupies, eine super Zahl, diesmal nur fünf, Paul wollte ausschlafen, Beatrix hat keinen Stutz und Sabine Hänggi wäre zum ersten Mal dabei gewesen. Sie ist vor 8 Wochen vom Pferd gefallen und hat sich 3 Rippen gebrochen. Springen verboten. So treffen wir uns um 11 00 h in Erschwil, ich hole vorher Eveline und Nadja ab, Nadja Müller und Stefan kommen von Aesch her. Nach einem Kaffee auf dem Sitzplatz starten wir mit etwas Verspätung und fahren in 2 Autos. Ueber den Passwang, in Balsthal drüben verdichten sich schon die Wolken, was uns erstaunt. In Bern - Münsingen die ersten Tropfen, der Himmel wird dunkel, fast schwarz. Das darf nicht wahr sein. Wir bangen und hoffen, dass es besser wird. Schon letztes Mal mussten wir zwei Mal ins Berner Oberland fahren. Um 13 30 h erreichen wir Lauterbrunnen, Stefan Heuser, Chef der tollen Truppe von Sky Dive X Dream, ist schon am Natel. Auch ihm passt das Wetter nicht. Hier wird nur noch gelogen ( Wetterfrösche ) und gespuckt ( EM 2004 Portugal ). Frohen Mutes begrüssen wir uns und hoffen weiter. Auch seine Frau Alexis ist wieder hier und verbirgt noch ein süsses Geheimnis. Die kleine Skyler ist 2 Monate älter als unsere Bianca. Und da ist noch Lou, die organisiert und im Büro mithilft.

Hier ein Auszug aus dem Internet von Sky Dive X Dream: www.justjump.ch: "Du sitzst in der Türe und dies auf 3500 Meter. Eine absolut spektakuläre Aussicht auf das sensationelle Alpenpanorama. Dein Herz schlägt wild. Das Adrenalin schiesst durch Deinen Körper. Ein tiefer Atemzug, dann springst Du raus. Innert wenigen Sekunden erreichst Du die Endgeschwindigkeit von über 200km/h. Der starke Wind presst gegen Dich und es ist laut. Für ca. 40 Sekunden kannst Du das unbeschreibliche Gefühl, durch die Luft zu gleiten, geniessen. Du bist im Freifall! Dann, ein Klopfen auf die Schultern und Dein erfahrener Instruktor öffnet den Fallschirm. Ein überwältigendes Gefühl kommt in Dir hoch. Unter dem offenen Fallschirm gleitest Du nun zurück zur Mutter Erde. Sei stolz! Du bist soeben aus einem Helikopter gesprungen!! Du erhältst: Ein unvergessliches Erlebnis! Ausführliches Briefing, Passagiergurtzeug, Kombi, Lederkappe, Sprungbrille, Absprung-Diplom. Gutschrift für Vergünstigung von weiterem Jump".

Blaue Löcher erscheinen im Westen, die Sonne drückt durch. Neben der Wiese, wo wir landen werden, rauscht der schöne Staubbachfall herunter. Letztes Mal flogen wir noch vom Militärflugplatz Reichenbach im Kandertal mit einer Pilatus Porter der Scenic Air, nun läuft das Abenteuer auf ihrer Basis in Lauterbrunnen, direkt bei der Air Glacier. Daneben hat Sky Dive X Dream noch eine Basis in Zweisimmen mit einem Flugzeug. Stefan stellt uns seinen Kumpel Mick vor, der zweite Divemaster. Draussen auf der Wiese machen wir das Briefing, üben die Stellungen am Heli, vor und während des Absprungs und der Landung. Dann erklärt er uns das Gurtzeug, den Fallschirm, Notschirm, Brillen und seine Whistcam. Diese spezielle Digitalkamera wird Stefan mit einem Spezialhandschuh in der linken Hand halten. Dann erklärt er uns den Heli, eine sehr kräftige Maschine, die auch Zement und Baumstämme transportiert. Nur bestehend aus Motor, Rotor, Kabine, Armaturen, Turbo, keine Türe ist vorhanden, für was denn auch. Hier üben wir das sitzen während des Fluges und den Absprung, die Beine auf dem Tritt und der Kufe. In der kühlen Halle ziehen wir unsere roten und orangen Overalls an. Dann kann es bald losgehen. Einen Film auf DVD wünschen sich Eveline, Nadja Hunziker und ich. Stefan beginnt den Film mit einer lustigen Einleitung, der Jump ist in Reichweite und jede(r) macht seinen Spruch dazu. Langsam werde ich unruhig, die Kamera hängt um den Hals und das Gurtzeug ist sehr stark festgezurrt. Gegen 15 00 h steigen wir in den roten Helikopter, den "Lama" ein. Schon sitzt der Pilot vor seinen Armaturen, das Wetter ist wieder schön und die Maschine startet mit viel Gedröhne. Stefan Schwarz sitzt mit seinem Skymaster Mick hinter dem Piloten, Stefan und ich haben gerade noch Platz, uns längs reinzudrücken. Das rechte Bein hängt draussen.

Es ist wieder soweit: Wir stürzen uns aus einem Helikopter mit Sky Dive X Dream.

 

Das super Team vom Berner Oberland.

Er beginnt das Video, als wir abheben. Wir fliegen drehend rückwärts nach oben, so geil. Sehr schnell gewinnen wir mit dem "Lama" an Höhe, überfliegen schon bald eine Alp, Wiesen, Felswände, es wird kühler, windet aber nicht. Wir fliegen rückwärts und erblicken die Kleine Scheidegg im Osten, dann schrauben wir uns vor Mönch und Jungfrau hoch, der Eigergipfel steht im Nebel. Schroffe Wände, Abgründe. Der Jungfraugletscher schon ganz nah, fliegen wir extrem heiss an riesigen Gletschertürmen, den Séracs, vorbei, grosse Spalten klaffen aus den hängenden Gletschern von Mönch und Jungfrau. Jetzt befinden wir uns direkt vor den Silberhörnern der Jungfrau, so wie es im Programm steht. Es ist fantastisch, der Abstand zu den Eistürmen und Wänden beträgt etwa 30 Meter, unglaublich. Die Kühle des Eises wird spürbar, gewaltig. Die Gipfel der Viertausender stecken in den Wolken und Nebel zieht über den Gletscher. Es ist das ultimative Abenteuer, und das Highlight kommt ja erst noch. Ich gebe Stefan noch ein letztes Mal die Hand und ziehe die Brille an, mein Herz rast, mein Skymaster bewegt sich, wir rutschen etwas nach rechts, den linken Fuss auf das Treppchen und dann auf die Kufe. Der Blick nach unten ins liebliche Lautenbrunnental beträgt 2800 Meter, nun atme ich nicht mehr. Der letzte Blick auf die Uhr zeigt 3860 m. ü. M. Das Geräusch des Helikopters nehme ich fast nicht mehr wahr. Was tue ich nur hier? Die Hände nun auf die Brust. Ich schaue gerade aus, Stefan sagt okay, klopft auf meine Schulter, die Kamera filmt von links. JETZT!!!!!! Und Kopf voran in die unendliche Tiefe, das Herz bleibt stehen, es ist aus. Der Heli ist weg, wir stürzen auf die Erde runter, eine halbe Sekunde sah ich zwischen meinen Beinen durch. Der Freifall, ein absoluter Wwwwwaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnssssssssssssssssssiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnn, 40 Sekunden lang, ein Klopfen, ich breite meine Arme aus, so wie wir es geübt haben, die Beine werden nun angewinkelt, Stefan schreit und juchzt, ich auch, immer wieder und wieder. Freude, Angst, Geschwindigkeit, Feeling, Glücksgefühle, Adrenalinstösse noch und noch, was für ein Abenteuer! Der Lärm ist ohrenbetäubend, wir rasen mit 150 km/h, zum Schluss mit 200 km/h gegen den Boden zu. Jetzt spüre ich wieder ein Schulterklopfen, ein kleiner Ruck, Stefan lacht und schon hat sich der Fallschirm geöffnet und wir hängen im blau - weissen Himmel über Lauterbrunnen an unserem blauen Schirm. Was für ein Gefühl, was für ein Erlebnis. Er macht das bis zu 10 Mal am Tag. RESPEKT!! Jetzt befinden wir uns etwa 1500 Meter über Grund, das enge grüne Tal unter uns, Dörfer, Häuser, der Bach, Strassen. Ich geniesse voll und ganz, nun ein paar Pirouetten, ich kann fotografieren und relaxen. Weit unter uns der Staubbachfall, man erkennt schon den Heliport. Herrliche Drehungen, Spiralen über dem Fall. Jupie Jupie Alpegroupie! Was für ein geiles Gefühl, Danke, Stefan. Schon reden wir über die Landung, noch ein paar Kehren, Hände unter die Beine, hochziehen, die Wiese kommt, sanft runter, ganz langsam, Füsse strecken und jetzt landen wir auf dem Hintern, schleifen ein paar Meter über die Wiese. Schluss, Ende, es ist vorbei und erlebt. Ich bin extrem aufgedreht, ein Händedruck, wir gröhlen, lachen, filmen. Nun landen Stefan Schwarz und Mick auch schon. Glücksgefühle, Stefan bindet mich los. Die beiden grinsen, ich gratuliere Stefan zu seinem ersten Sprung, wir machen ein Bild zusammen. Nun zurück zu den anderen drei. Nadja Müller und Eveline machen sich bereit, da dröhnt schon der Heli von oben. Kurz darauf klettern Mick mit Nadja und Stefan mit Eveline in den Heli. Sie winken und weg sind sie. Stefan Schwarz und ich geniessen nun zuerst einmal eine Rauchpause. Nach wenigen Minuten springen sie raus, ganz klein sehen wir den Helikopter und schon sind die beiden Schirme sichtbar. Sie haben es bereits hinter sich und fliegen Figuren am Himmel. Allzu schnell werden sie grösser, drehen über dem Wasserfall, jauchzen und schreien und setzen dann allsbald zur Landung an. Strahlende Gesichter im Sonnenschein. Wir gratulieren unseren Frauen und verteilen Küsschen. Es ist bald 16 00 h. Nun gibt es eine Pause, da Mick und Stefan einige Schirme zusammenlegen müssen, wir gehen zurück in den Hangar, als ein Bus voller Mexikaner auf der Basis auftaucht. Nach einer halben Stunde nähert sich sehr schnell ein Gewitter, der Himmel wird schwarz und der Wind dreht auf. Das darf nicht wahr sein. Als sich Stefan, Mick, Nadja Hunziker und das Girl aus Dallas am Heli bereit machen, beginnt es stark zu regnen und es donnert. Hoffen wir auf ein kurzes Gewitter, wenn jeder von uns drei ein "Vater unser" betet, kommt es dann schon gut. Prompt wird es nach 30 Minuten wieder blau am Himmel und strahlend schön. Der Tag ist auch für die nächsten Jumper gerettet. Bald schon heben sie ab und wir vier machen uns am Tisch hinter dem Haus breit, wo das Cheminée steht. Schon sieht man farbige Schirme am Himmel auftauchen, der Heli kehrt zurück und freudige Schreie hallen durch die Luft. Dann landen auch sie. Nun ist unser Tandem - Abenteuer beendet, wir machen den Apéro bereit. Bald kommt Nadja zurück. 2 Stunden vorher konnte ich meinen Rosé und den Calamin von Eveline sowie Coke und Sprite in ein leeres Kühlfach stellen. Stefan und Mick nehmen sich nach einem weiteren Sprung mit 2 Mexikanern Zeit für uns. Wir stossen gemeinsam auf dieses fantastische Freifall - Erlebnis an. Nun beginnt es wieder zu regnen, der Tag ist gelaufen. Hier kaufe ich mir noch ein T - Shirt. Danach machen wir noch ein heiteres Gruppenfoto mit Fahne und Damen, die ganze Clique eben. Es ist nun 18 00 h geworden, die Mexikaner kommen Morgen wieder. Etwas später verabschieden wir uns von Stefan und Mick und fahren das Tal hinunter nach Wilderswil, wo wir im Restaurant Cristina ein feines Abendessen geniessen. Um 20 00 h trennen wir uns von Stefan und Nadja, er bringt sie auf den Zug in Interlaken Ost und fährt danach nach Aesch zurück. Wir blochen jetzt durch, via Brislach und Laufen treffe ich am Abend nach 22 00 h in Erschwil wieder ein, müde, völlig zufrieden und noch mächtig aufgedreht vom Absprung, so dass ich noch lange nicht einschlafen kann.

Das Abenteuer ist zu Ende und es hat einen Namen: Es heisst TANDEM SKY DIVING mit Sky Dive X Dream!!!


Eintrag im Gästebuch von www.justjump.ch vom 23. Dezember 2003:

Hallo Stefan, Alexis und das ganze Sky Dive - Team. Es war im Oktober 2001, wir 10 Alpengroupies durften mit euch springen, es war so obergenial, der Adrenalinschub befand sich in den höchsten Sphären, wir waren frei wie ein Vogel, einfach geil. Ich lebe noch heute davon, es war spitze. Nun, die Groupies kommen wieder, im nächsten Sommer, man braucht es halt irgendwie, wie das Bergsteigen, oder die Musik, oder ein feines Essen. Doch ein Jump mit euch hält sich Monate lang, im Gedächtnis jahrelang. Schöne Erinnerungen...... Wenn es klappt, dann sehr gerne vor der Jungfrau, und wenn möglich aus 4000 Meter oder mehr, wie es halt kommt. Ich bin schon jetzt scharf drauf. Wir grüssen die ganze Crew und wünschen euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen tollen Jump ins neue Jahr.

Beste Grüsse O. K. ALPENGROUPIES www.alpengroupies.ch

Gago und Iris mit Bianca


Eintrag im Gästebuch von www.justjump.ch vom 28. und 30. Juni 2004:

Hallo Stefan, Alexis und Mick
Noch einmal herzlichen Dank für den super Jump aus dem Helikopter vor der Jungfrau - Nordwand am letzten Sonntag. Diesmal über dem schönen Lauterbrunnental. Es war wie schon 2001 ein unbeschreibliches Gefühl, mit euch aus 3800 m. ü. M. abzuspringen, 40 Sekunden lang den freien Fall zu erleben und sanft zu landen. Wieder kann ich Monate lang von diesem Abenteuer leben und zerren. Hoffen wir auch auf ein nächstes Mal. Die Fotos sind super, ich freue mich nun besonders auf meine DVD. Besten Dank ans ganze Team von Sky Dive X Dream. Beste Grüsse aus dem Schwarzbubenland

O.K. ALPENGROUPIES Gago


Hallo Der Helikopterflug so nah am Gletscher ist gewaltig und beeindruckend. Der Blick vor dem Absprung nach unten hervorragend. Das Erlebnis vom freien Fall ist ein Gefühl, das man erleben muss. Das Manöver mit dem Fallschirm ein Muss und die Landung auf dem Allerwertesten ein echtes Gaudi.
Liebe Grüsse aus dem Baselbiet. Nadja Hunziker, Brislach



Hochtour Lagginhorn 4010 m. ü. M.

Übernachtung im Berghaus Hohsaas *

10. / 11. Juli 2004

Heute mit dabei: Iwan, Eric und Daniela, Kilian, Christoph, Markus, Mirella, Stephan Tüscher und ich. Am Freitagabend halten wir ausnahmsweise die Tourenbesprechung im Rest. Thierstein in Erschwil ab, wo wir einiges über das bevorstehende Wochenende diskutieren und ich Bilder von meiner Tour aufs Lagginhorn zeige, die ich im Sommer 2001 mit Raphael Wellig erlebte. Franziska Aebischer wollte auch mitkommen, doch sie musste sich entscheiden zwischen der Groupietour oder dem Dido - Konzert auf der Piazza Grande in Locarno. Sie entscheidet sich für letzteres. Deshalb planen wir 3 Seilschaften mit je drei Leuten. Der Sommer 2004 kommt noch immer nicht in Schwung, es ist absolut kein Vergleich möglich zum letzten Jahrhundertsommer 2003. Das einzig gute Wetter auch an diesem Wochenende findet im Tessin und im Wallis statt. Anhand der Wetterkarten mit Sonne, weissen Wolken und teilweise ein paar Tropfen am Sonntag entscheiden wir uns, zu gehen. Am Samstagmorgen besammeln wir uns um 08 30 h am Bahnhof Laufen und nehmen den Schnellzug, der heutzutage IR = Interregio heisst, nach Biel. Hier treffen wir auf dem Perron Kilian. Weiter über Bern - Spiez - Lötschberg nach Brig. Mit dem Postauto in 50 Minuten weiter nach Saas Grund, wo wir um 13 10 h eintreffen. Im Postauto hatten wir Probleme wegen den reservierten Sitzplätzen, im Zug falsch ausgestellte Billette vom Bahnschalter in Münchenstein, welche über Basel - Olten ausgedruckt sind. Dasselbe passiert Mirella am Schalter in Basel. An diesem Weekend gibt es nur Probleme mit dem öffentlichen Verkehr, doch dazu später noch mehr. Nun sind wir acht bei Sonnenschein und warmen Temperaturen in Saas Grund angelangt und in der Nordschweiz herrscht Aprilwetter. Es bleibt nun viel Zeit, um eine Gartenterrasse mit dänischer Bedienung zu besuchen. Ich möchte hier, diesmal im Restaurant Alpha, ein Raclette essen wie schon im Jahre 1993 vor der Tour auf das Weissmies. Daneben natürlich Salate, Käseschnitten und Weisswein. Wir lassen es uns gut gehen und verschieben uns dann zur Talstation der Hohsaasbahn. Wer möchte, kann ab Mittelstation Kreuzboden nach Hohsaas hochwandern, denken wir, aber bald bringt Christoph eine noch bessere Idee. Gletscherfeeling mit Üebungen gleich hinter dem Berghaus Hohsaas. Nix wie rein in die Gondel und Fahrt in der 1. Sektion nach Kreuzboden auf 2600 m. ü. M.

Aufstieg zum eiskalten Gipfel.

 

Das Neuner - Team vom Lagginhorn. Es war super trotz Kälte und Nebel.

Die gewaltige Mischabelgruppe sowie das Allalinhorn stecken in den Wolken. Umsteigen in die 2. Sektion, in uralten Vierergondeln geht es bergwärts nach Hohsaas auf 3100 m. ü. M. Es ist nach 15 00 h. Raus an die Sonne, bin jetzt zum vierten Mal auf Hohsaas, aber immer nur daran vorbei gelaufen. Unter der Walliser Fahne nun ein kaltes Bier, ich muss die Halbpension einkassieren, bevor wir die Zimmer erhalten. Da 2 Groupies abgesagt haben, können 4 in einen Schlag und Kilian und ich nehmen im Zimmer 5 Vorlieb bei Deutschen und Franzosen. Um 16 30 h ziehen wir die Gschtältli an und packen Steigeisen und Pickel. Innert 10 Minuten erreichen wir gleich hinter dem Haus das ewige Eis des Weissmiesgletschers, hier beginnt die Tour zum Weissmies. In 2 Gruppen nun rein in die blitzende Eisarena, Christoph unterrichtet über die Gefahren auf dem Gletscher und setzt mehrere Eisschrauben, seilt die Leute ab. Ich übe mit Eric, Daniela und Iwan das springen über Gletscherspalten, stochern und sichern mit dem Pickel, das Gehen mit Steigeisen am Berg und in geradem Gelände. Imposante Tiefblicke in tödliche Gletscherspalten fehlen hier nicht. Es ist toll, zum Glück haben wir diesen kleinen Kurs noch eingebaut. Nach einer Stunde ist es Zeit für das Abendessen und wir sind wieder richtig hungrig. Es gibt eine kräftige Suppe und Kartoffelstock, Gemüse, Gulasch mit Sosse und ein Dessert. Schon längere Zeit war das Essen nicht mehr so gut in einer Hütte wie hier auf Hohsaas. Es ist sehr heiss hier drinnen im Restaurant, die Heizung läuft auf Hochtouren und die Sonne knallt vom Dom her durch das Fenster hinein. Auch ist die Hütte voll besetzt mit 50 - 60 Personen. Nun folgt ein gemütlicher Abend, ich zahle eine Runde Bier, jede(r) an diesem Wochenende zeigt sich fast übermächtig spendabel. Stephan Tüscher taucht heute Abend nicht mehr auf, er hat drei Gruppen in seinem Hotel und muss abends arbeiten. Es tut ihm leid und er unternimmt jetzt alles, um Morgen früh auch dabei sein zu können. Er will doch tatsächlich um 07 00 h auf uns treffen und in der Nacht noch von Saas Grund her in 4 Stunden aufsteigen. Später läutet sein Natel und er meint, pünktlich zum Morgenessen hier zu sein. Draussen schauen wir uns noch einmal die morgige Route an, vergleichen den Berg. Um 22 00 h ist dann wie gewohnt Nachtruhe. Lange kann ich nicht einschlafen, obwohl niemand schnarcht, ausser vielleicht später ich selbst. Um 04 50 h bin ich wach, das Licht geht an und ich wecke unsere Leute im anderen Zimmer. Das Matratzenlager befindet sich im gleichen Gebäude wie die Bergstation. Im WC ist es warm und es gibt fliessendes Wasser, um wach zu werden. Schon treffe ich auf Stephan Tüscher. Er ist schon 1 ½ Stunden hier, hat sich noch etwas hingelegt am Haus. Dieser Mann ist wahnsinnig, er arbeitete, machte durch, kam mit dem Auto von Zermatt nach Saas Grund und stieg um 00 30 h in Turnschuhen den langen Weg hoch vom Tal bis nach Hohsaas, das sind 1540 Höhenmeter mitten in der Nacht. Stef brauchte dafür 2 3/4 Stunden, angegeben sind über 4 Stunden. Und das alles, nur um auf dieser Tour dabei zu sein. Jetzt sind wir vollzählig, antreten zum Frühstück, wir sammeln uns, machen das Deposit mit den Körbchen und packen für die Tour. Heute erleben wir eine kombinierte Hochgebirgstour mit wandern, Gletscherwandern, steilem Steigeisenlaufen, Firn und Blockklettern in gutem Fels. Alles, was das Herz begehrt. Aufstieg ca. 3 ½ - 4 Stunden, zu zweit brauchten wir 2001 nur 3 Stunden. Erst jetzt bemerke ich, dass etwas Wichtiges fehlt: Ich habe heute über 20 Kilo Gewicht im Rucksack, aber Mütze und Handschuhe hab ich vergessen. Das kann ja noch heiter werden. Oder eben auch kälter. Um 06 00 h geht es los, die Wolken sind noch dunkel und die Gipfel eingehüllt. Spezielles Licht dringt über dem Lagginjoch zu uns durch den Nebel. Gruppe 1 mit Eric, Daniela und mir geht voraus, dann folgt Gruppe 2 mit Christoph, Kilian und Mirella, zum Schluss Gruppe 3 mit Stephan, Markus und Iwan. Nun leicht absteigend übers Schneefeld und den Firn des Hohlaubgletschers, im Geröll ist die Route mit Steinmanndli gekennzeichnet. Als die kleine Gletscherzunge gequert ist, stehen wir vor unserem ersten Klettererlebnis. Nun wird angeseilt, Helm auf und Pickel auf den Rucksack. In den nächsten 45 Minuten queren wir aufsteigend den ersten Grat in den Felsen, zweimal mit Stahlseilen gesichert, schönes Plattenklettern in gutem Gneis. Wir haben warm und es macht Spass, die Rucksäcke sind auch leichter heute. Auf dieser Route halten wir die Höhe und die Blockkletterei ist ganz toll. Schon bald entdecke ich eine junge, zerstruppte Gämse vor mir, die gemütlich in den Felsen sitzt. Sie wird das einzige Wild bleiben am heutigen Tag. Jetzt erreichen wir auf 3300 Meter den Grat und vor uns liegt der Lagginhorngletscher. Die Steigeisen werden angezogen und der Gletscher gequert. Schön gemütlich über den Schnee, dazwischen Warnungsrufe wegen kleiner Gletscherspalten. Nun den Berg hinauf, mit den Eisen hat man guten Halt, es wird steiler und steiler, im zick zack hoch, immer links im Firn nahe der Felsen. Nach 2 Stunden befinden wir uns unter dem Westgrat. Hier machen wir nun eine Pause von 20 Minuten, die Steigeisen kommen wieder in den Rucksack. Danach weiter aufwärts in die Felsen, jetzt kommt das schönste, der Westgrat. Vor uns liegt herrliche Blockkletterei, wir müssen riesige Blöcke und Türme über - oder umklettern, dazwischen ein schmaler Grat, vor uns befinden sich gegen 10 Gruppen. Der Gipfel steckt im Nebel, obwohl die Mischabelgruppe vorhin von der Sonne beschienen war, will es hier nicht so recht aufmachen. Links ein Tiefblick auf einen anderen Gletscher und das Fletschhorn, die Sicht ist gut, auch am Grat. Manchmal drückt die Sonne durch und es wird wieder wärmer. 3 Stunden sind schon vorbei, wir erreichen die Höhe von 3500 m. ü. M. Vor dem grossen Gipfelaufbau noch ein Halt, Zeit, um etwas zu trinken und um Fotos zu machen. Christoph filmt, dann übergibt er die Kamera mir. Eric gibt mir seine blauen Unterhandschuhe, das tut gut, denn es wird nun doch etwas frisch. Nun weiter den Berg hoch, etwas steiler, teils auf gutem Pfad, teils kletternd, wir sichern immer wieder am Fels und legen das Seil um Blöcke, Felsnasen und Hörner. Einfach super, diese Gneis und Kalkfelsen. Schon längere Zeit kommen uns die ersten Gruppen entgegen, nach einiger Zeit kommt ein kleineres Firnfeld, so dass wir die Steigeisen wieder anziehen. Es ist 10 00 h geworden, die Zeit läuft, aber wir haben noch spatzig. Auch über die nachfolgenden Felsen bleiben die Eisen an den Bergschuhen. 3800 m. ü. M. sind erreicht, vielleicht noch eine Stunde bis zum höchsten Punkt. Von Zeit zu Zeit brauchen wir alle mal eine kurze Pause, um durch zu atmen. Daniela fragt, wie lange es noch geht. Ich sage 1 Stunde, dann noch 45 Minuten. Der Gipfel ist zu, voll im Nebel, das herrliche Weissmies daneben dafür fast völlig frei von Wolken. Eine Gruppe, die absteigt, frage ich, ob die Beiz oben schon offen hat. Ich möchte ein kaltes Bier. Eine Frau entgegnet, vielleicht doch lieber eine heisse Ovo. Denn diese Alpinisten haben weisse Augenlider, Haare und weisse Bärte. Es muss extrem kalt sein dort oben. Mit dem T - Shirt am Gipfelkreuz zu sitzen wie vor 3 Jahren liegt wohl nicht drin. Bald sind wir auf 3900 Meter angelangt. Die Luft wird dünner, es braucht immer mehr Pausen. Daniela und Mirella sind langsam am Anschlag, die Energie geht weg in den Beinen, das atmen wird mühsam. Alle 40 Meter halte ich an, damit wir durchatmen können. Nach den Felsen kommt jetzt das Gipfelfirnfeld, das wir links angehen und in einem schönen Bogen alsdann nach rechts gewinnen. Nochmals hauen wir voll rein mit den Eisen, es ist steil, es ist kalt und der Wind bläst. Die Gipfelfelsen stecken im Nebel, noch ein letztes Mal zusammen reissen. Daniela mag nicht mehr, sie ist am Ende ihrer Kräfte. Der beissend kalte Wind verschlimmert die Sache noch. Und nochmals Kräfte sammeln, weitere Meter und Minuten, dann sehe ich zum ersten Mal das Gipfelkreuz. Es ist ganz nah, noch 5 Minuten kämpfen. Hier im Nebel ist der Wind nun so arschkalt, dass ich das Gefühl habe, mir friert gleich das rechte Ohr ab. Ich schütze es unter dem Helm mit meiner rechten Hand. Auch mein im letzten September angefrorener rechter "Mont Blanc - Daumen" meldet sich zurück, er schmerzt wie damals. Das "Hoorneglä" ist wieder da. Doch so schweinekalt wie auf dem Mont Blanc ist es noch nicht, damals herrschten - 25 bis - 30 Grad, heute schätze ich einmal so um - 15 Grad, doch es reicht. Eigentlich brauchen wir das nicht. Den Finger zum Gipfelsieg ist erhoben, die letzten Meter liegen vor uns, wir keuchen. Punkt 11 00 h erreicht unsere Gruppe den Gipfel vom Lagginhorn 4010 Meter über Meer nach einem anstrengenden, kalten Aufstieg. Wir haben es wieder einmal geschafft, Bravo. Ich gratuliere Daniela, es ist ihr zweiter Viertausender, und Eric zum Gipfelsieg. Der Rest der Gruppe folgt sogleich, Gratulationen, Händedruck, alle strahlen in der Kälte hier oben. Es war perfekt, wir sind hier, das einzige, was noch fehlt, ist die grandiose Aussicht. Schade, aber wir können zufrieden sein, es kann nicht immer stahlblau sein. Alle neun Groupies stehen hier oben, das ist wichtig. Es wurde mein 34ster Viertausender. Wir sind glücklich, Christoph filmt, Daniela und ich machen Fotos, man posiert vor dem Kreuz, lacht. Aber den Gipfelwein kassieren wir dann später, weiter unten, ich habe extra einen Dézaley hier hinauf geschleppt. Manche haben gefrorene Haare, aber die rechte Seite in Mirella`s Gesicht ist schon der Hammer. Die braunen Locken sind weiss gefroren und stehen in der Luft. Nach maximal 15 Minuten verlassen wir in dieser harten Kälte den Gipfel wieder und steigen vorsichtig ab. Nun geht bei jeder Gruppe der Seilletzte voraus, bei uns also Eric, wir Leiter sichern von oben. Und schon ist der erste Sturz von Daniela fällig, später noch einmal, die Kraft und die Konzentration lässt nach. Selbstverständlich nehme ich wieder einen Gipfelstein vom Lagginhorn mit nach Hause. Ich selbst reisse mir weiter unten ein Loch ins linke Hosenbein, als die Steigeisen sich verklemmen. Es geht vorwärts und abwärts, die Kälte weicht langsam, die Luft wird wärmer und der Wind nimmt ab. Das Gipfelfirnfeld haben wir schnell hinter uns, nun wieder in die Felsen, der Firnschnee, der Gipfelaufbau ist schon geschafft. Es ist Mittag geworden und die Steigeisen kommen definitiv in den Rucksack. Noch immer kommen Bergsteiger von unten, manche sind alleine unterwegs, zum Beispiel ein Engländer. Sowas ist verantwortungslos. Hier machen wir eine kleine Pause, das Wetter hellt auf und ich verteile ein Gläschen Dezaléy 2003, eiskalt natürlich und wir stossen auf den Gipfel an, im kalten Zinnbecher. Danach weiterer Abstieg ins Tal. Nach einer Weile Platten rutschen, Blöcke umklettern, was ja eigentlich sehr schön ist und das Schienbein anschlagen treffen wir nach dem tollen Westgrat fast 2 Stunden später im oberen Schneefeld ein, wo wir heute Morgen die Pause machten. Nun geht alles schneller, abwärts durch den Lagginhorngletscher, im oberen Bereich rutschen wir durch den Sulz und sind nach 25 Minuten hier durch und bei den Felsen vom ersten Grat angelangt. Mirella mag nicht mehr, braucht Erholung. Eric übernimmt von sich aus ihren Rucksack und trägt ihn herunter, eine nette Geste. Das Berghaus Hohsaas ist schon nah und auf gleicher Höhe wie wir. Pickel auf den Rucksack und nun steht uns das letzte klettern bevor. Noch einmal sichern und durch bis zum Stahlseil, nach 20 Minuten haben wir es geschafft. Stephan`s Gruppe befindet sich schon kurz vor der Bergstation, Christoph, Mirella und Kilian 150 Meter vor uns. Nun in den Sulz vom Hohlaubgletscher, diesen schräg hinauf queren, weiter über die Felsen und diverse Schneefelder. Wir bleiben kurz auf der Höhe, Daniela motiviert ihre letzten Kräfte und nun noch in den letzten Minuten aufwärts zur Bergstation Hohsaas. Unser Ziel endet nach 4 Stunden Abstieg, die Hochtour Lagginhorn ist beendet, es ist genau 15 15 h. Der Aufstieg dauerte 5 Stunden, der Abstieg also 4 Stunden, macht gesamt 9 Stunden am Laggin. Eine erfolgreiche Tour ist Vergangenheit, Iwan läuft auf uns zu. Auf dem Platz vor dem Gebäude gratulieren wir einander, wir haben jetzt noch 40 Minuten Zeit, bis die letzte Gondelbahn von Hohsaas ins Tal fährt. Stephan muss sich verabschieden, er fährt ein paar Gondeln früher als wir. Also schenke ich noch den grossen Rest des Weines in die Zinnbecher, wir stossen an, packen dann unsere Rucksäcke und stellen uns auf für ein letztes Gruppenbild mit Fahne und den zwei Damen. Dann ist Stephan weg, bis bald in einem Monat in Zermatt, wenn ich dort mit Iris und Bianca Ferien mache. Der Rest verschiebt sich zur Gondelbahn, Adieu Hohsaas, in kurzer, entspannender Fahrt hinunter nach Kreuzboden, umsteigen in die moderne Gondel nach Saas Grund. Auf 1600 m. ü. M. angelangt, haben wir den Druck in den Ohren und Aussichten auf eine kalte Stange in der Gartenwirtschaft. Dann ist es Zeit für das Postauto, es ist diesmal eine Extrafahrt. Eine halbe Stunde später sind wir schon in Brig eingetroffen und setzen uns mit den schweren Rucksäcken in die nächste Beiz, in dieses Bistro am Bahnhof. Hier ist das Bier sogar noch kälter. Nun merke ich, dass ich am linken Fuss eine Blase oder eine aufgescheuerte Stelle habe und das in neuen Socken, es schmerzt beim laufen in den Bahnhöfen bis nach Hause. Um 17 59 h fährt unser Zug ab, in der Folge treffen wir auf einen Frauen - Wanderclub, der nicht fähig ist, den Zapfen aus der Weinflasche zu ziehen. So helfe ich zweimal bei ihren Aktionen. Nach dem Lötschbergtunnel regnet es in Kandersteg, schelmisch schauen wir dem Wetter zu. In Bern nochmals umsteigen. Zeit, um Bier zu holen und einen Big Mac für den Hunger zu posten. Zwischen Bern und Biel dann der Hammer: Daniela sagt dem Zugchef bei der Billettkontrolle, dass sie falsch ausgestellt und der Weg ja kürzer ist über Bern - Biel. Trotzdem rechnet das der Beamte aus, der Ordnung wegen. Nach fast 10 Minuten verlangt er doch tatsächlich von Christoph, Iwan und Markus eine Gebühr von je Fr.-50, auf gut Deutsch also 50 Rappen. Wir lachen, er aber meint es ernst. Wir drei schämen uns für die SBB. Es ist grauenhaft, er möchte das Geld einziehen. Dann geht er kopfschüttelnd weiter. Markus wäre um ein Haar aufgestanden und hätte ihn gepackt. Hier fehlt also der gesunde Menschenverstand, es ist ekelhaft. Das meinte ich mit den Problemen mit dem öffentlichen Verkehr, Teil 2. In Biel noch einmal umsteigen, Kilian verabschiedet sich von uns und ich schenke ihm meinen roten SBB - Ex - Rangierhelm. Um 21 15 h treffen wir müde in Laufen ein, Patrizia und Tina warten schon. Ein kurzer Abschied, dann fährt mich Iwan nach Hause. Hier endet die Hochtour 2004 auf das schöne Lagginhorn, wir erlebten einen intensiven Kletterkurs und trotz Nebel auf dem Gipfel ein tolles Wochenende zusammen.


mike schrieb am 25.07.2004 : Hallo Alpengroupies Coole Webseite. Schuert mal wieder meine Ambitionen. Gruss Mike


WEITERE ZEITUNGSBERICHTE VON 2004:

Im Wochenblatt für das Schwarzbubenland und das Laufental, am 29. Juli 2004:

Groupies der Alpen

Besteigung des Mont Blanc, Höhlenwanderungen oder Fallschirmspringen - die Touren der Alpengroupies sind sehr vielfältig.

Schon seit 18 Jahren organisiert Georg Grolimund unter dem Namen "Alpengroupies" Bergtouren und weitere Aktivitäten in der Natur. Zu seinem Club zählen inzwischen 160 Mitglieder.

Bergtouren, Höhlenwanderungen, Fallschirmspringen, Riverrafting - rund acht Touren organisiert und leitet Georg Grolimund im Jahr. Seine Leidenschaft für die Berge begann schon früh. Mit seinen Eltern und seiner Schwester unternahm er in seiner Kindheit viele Wanderungen und Ausflüge. Mit 13 Jahren bestieg er den ersten Dreitausender, das Wildhorn. Mit 23 Jahren begann er dann selber Touren für Freunde zu organisieren und zu leiten. 1988 entstand der Name "Alpengroupies". Ein Signet wurde kreiert und T-Shirts gedruckt. Die Anzahl von sieben hat sich in den Jahren zu 160 Mitglieder vervielfacht. Als Verein sieht Grolimund die "Alpengroupies" nicht. Es gibt keine Statuten und auch keinen Jahresbeitrag. Pro Tour zahlen die angemeldeten Personen nebst den Unkosten einen kleinen Betrag von zehn Franken. Verdienen will Grolimund mit seinen Touren nichts. "Kameradschaft, Freude an der Natur und Geselligkeit sind mir wichtig", meint Grolimund. Mitkommen darf jeder, doch er sucht nicht bewusst nach neuen Mitgliedern.

Bergsteigen und Fallschirmspringen

Ein Höhepunkt der Alpengroupies war letzten September die dreitägige Expedition auf den Mont Blanc. Gago, wie Grolimund von seinen Freunden genannt wird, bestieg zusammen mit zwei Männern, zwei Frauen und dem Führer Stephan Tüscher den mit 4810 Metern über Meer höchsten Berg der Westalpen. Der steile Aufstieg, Höhenstürme und die Kälte von minus 15 Grad Celsius machte den "Groupies" zu schaffen. Bei der Vallothütte auf 4362 Metern über Meer kehrten drei der Gruppe mit dem Bergführer um und nur Dieter Hunziker und Gago wagten den Aufstieg auf den Gipfel. Stolz erzählt Grolimund von dem überwältigenden Erlebnis, als sie schliesslich den Gipfel bei minus 25 Grad Celsius erreichten. Zwei Jahre hatte er für diese Tour geplant und nun hatte er das Ziel endlich erreicht.

Im Juli bezwang Grolimund seinen 34. Viertausender. Acht Personen führte er auf das Lagginhorn. Doch der begeisterte Bergsteiger bietet seinen Groupies nicht nur Hochtouren an. Im Juni organisierte er ein Sky Diving. Zu fünft begaben sie sich nach Lauterbrunnen. Mit der Truppe der Sky Dive X Dream flogen sie mit einem Helikopter auf 3800 Meter über Meer und genossen im Tandemsprung 40 Sekunden freien Fall. Neu im Programm befindet sich ein Kinderklettern. Beliebt sind die jährlich stattfindende Suurchruttour, eine Wanderung von Rothlachen auf die Hohe Winde mit Berner Platte als Mahlzeit und die Weintour. Am Ende des Jahres findet ein grosses Fest statt. Wer 15 Touren mitgemacht hat, bekommt als Belohnung von Gago einen Zinnbecher überreicht. Im Rucksack von Grolimund ist der Zinnbecher und eine Flasche Wein immer dabei, denn dass auf dem Berggipfel angestossen wird, gehört einfach dazu. Doch der Erschwiler betont, Sicherheit und Konzentration sei ihm sehr wichtig. In den 18 Jahren ereignete sich erst einmal ein kleiner Unfall.

Ein Buch zum 20-jährigen Jubiläum

Der Vater einer zweieinhalbjährigen Tochter pflegt viele Hobbies. Nebst dem Bergsteigen, Musizieren und Astronomie gehören auch das Fotografieren und Schreiben zu seinen Freizeitbeschäftigungen. 1050 Bilder sind auf seiner Website, www.alpengroupies.ch, archiviert. "Unter dem Titel ‹Impressionen Schwarzbubenland› sind 60 Fotos unserer schönen Gegend zu sehen", erzählt der Rangiergruppenleiter der SBB. Wie sein Vater schreibt er in einem ausführlichen Bericht seine Erlebnisse und Eindrücke nach jeder Tour auf. Mittlerweile ist er beim 10. Tourenbuch angelangt. Seit dem Jahr 2001 ist er dran, die schönsten Erlebnisse in einem Buch festzuhalten. Bis jetzt hat er bereits 130 Seiten geschrieben. Er möchte das Buch zum 20-jährigen Jubiläum im Jahre 2006 herausgeben. "Ich schreibe dieses Buch, um bei mir und meinen Freunden Erinnerungen zu wecken, um von Erlebnissen zu träumen, zurück zu denken oder einfach zu schmunzeln", erzählt er. Im Moment sucht er noch einen Sponsor. Ebenso möchte er auf seiner Homepage eine Seite einrichten, auf der man das Buch für 30 Franken bereits reservieren kann. Das würde ihm finanzielle Sicherheit geben, denn er rechnet mit Kosten um die 3500 Franken.
Aufhören mit seinen Alpengroupies möchte das Organisationstalent noch lange nicht. Zu seinen schönsten Erlebnissen zählt er die Gletschertouren. Sein grösstes Ziel wäre, irgendeinmal den Kilimandscharo zu besteigen.

Gaby Walther

Georg Grolimund und Dieter Hunziker auf dem höchsten Gipfel der Westalpen, dem Mont Blanc 4810 m. ü. M., 14. September 2003

Zufrieden posieren die neun Alpengroupies für das Foto am Lagginhorn, welches sie am 11. Juli 2004 auf ihrer Hochtour erklommen hatten.

Für den Tandemsprung flogen die Alpengroupies mit dem Helikopter auf 3800 Meter über Meer, 27. Juni 2004.

Georg Grolimund ist der Gründer und Organisator der Alpengroupies. 7. Februar 2004.



Weintour im Wallis ( Salgesch )

21. August 2004 *

Bei dieser fünften Weintour fahren wir erstmals ins Wallis mit folgenden Personen: Dieter, Nadja, Noemi, Joelle, Bruno und Annemarie Sutter, Mirella, erstmals ihre Kollegin Jrène Glaas, Véronique Steffen mit Yvan Clos und Bernard Blondel, nach 3 Jahren wieder mit Ellen Martinet, erstmals ihre Freundinnen Patricia Delvecchio und Brigitte Derungs, Martin, Paul, unser Tourenleiter Toni, Nicolas Demierre, Iris und ich. 20 Groupies, eine angenehme Zahl für eine Weintour. Leider musste Lucie als Leiterin wegen einem Kurs absagen, doch sie gesellt sich am späteren Nachmittag noch zu uns. Schon sehr, sehr früh müssen wir heute raus, wenn wir in einem Tag ins Wallis und zurück wollen. Das heisst, schon um 05 15 h am Bahnhof Laufen zu sein. Bruno, Annemarie, Mirella und die Neue, nämlich die blonde Jrène aus Muttenz sitzen bereits im Zug. Nun sind wir schon zwölf, die Fahrt geht über Biel - Lausanne nach Vevey, wo Toni und Nicolas einsteigen, Véro mit Yvan und Bernard steigen in Aigle zu. Dann haben wir einen Aufenthalt in Sierre und kehren im Buffet ein, im Dorf hängen sie Poulets auf eine riesige Wand und heizen mit Holzkohle auf. Um 09 52 h erreichen wir mit dem Regionalzug Salgesch. Nun sind wir wieder in der Deutschschweiz, direkt an der Sprachgrenze. Dann durch das schmucke Weindorf, der Himmel ist bedeckt, in wenigen Minuten sind wir bei der Firma Albert Mathier angekommen. Jetzt fehlen nur noch Ellen Martinet und ihre 2 Freundinnen. Bald schon sind sie auch da. Bruno und Annemarie werden ans Telefon gerufen und erfahren schlechte Nachrichten. Seine Stiefmutter ist gestorben und sie wurden nun von der Tochter erreicht. Doch was nützt es, jetzt heim zu fahren? Sie bleiben bei uns und die Führung mit dem Chef hier geht los, draussen fallen ein paar Regentropfen. Er zeigt uns die Lagerräume, erzählt von den Trauben, dem Boden, wir sehen die Stahltanks und einiges mehr. In einem schönen hellen Degustationsraum ist für uns gedeckt, Brot und Käse liegt bereit und er stellt nun seine Weine vor. Wir beginnen mit einem Fendant Pirouette 2003, Johannisberg 2003, Dole de Salquenen 2003 AOC Valais, einen Baccus 2000 Pinot Noir, Syrah AOC Valais und einen Cornalin AOC Valais und den ganz speziellen Strohwein. Gemütlich können wir hier 7 Weine während 90 Minuten degustieren, dann wird eifrig bestellt und die Scheine ausgefüllt. Draussen scheint die Sonne, der Himmel strahlt blau. Nun geht's ab, wir freuen uns auf die Wanderung. Der Chef schenkt mir zum Schluss an der Bar einen Malvoisie ein, ein toller Dessertwein, bald hängt schon die halbe Gruppe am Tresen, wir haben es sehr lustig, doch die Zeit drängt. Kurz vor Mittag danken wir der Familie Mathier und verlassen den Degustationssaal. Er schenkt mir noch eine Flasche Pinot Noir mit auf die Reise, herzlichen Dank. Draussen machen wir uns bereit für die Rebenwanderung bei schönstem Wetter, 6 Kilometer liegen vor uns, etwa 90 Minuten. Dann geht's los, Toni führt mit der Groupie - Fahne in der Hand. Nun aus dem Dorf und in die Reben, zu 80 % wird hier wegen dem Boden Pinot Noir angebaut. Der Weg führt durch wunderschöne Trockenmauern, durch kleine Weiler. An einem schönen Ort nach 3 Kilometern posieren wir für ein Gruppenfoto, nun etwas abwärts, Toni starrt immer auf seinen Wanderprospekt. Denn er hat die Tour im Frühling gar nicht vorgewandert, sondern nur virtuell erkundet. Trotzdem klappt es. Jetzt ein Stück abwärts, an sehr speziellen Felsblöcken und Wänden vorbei, es sieht aus wie eine Nagelfluh, extrem spitze Verformungen, geschaffen durch ständige Erosion. Nun über einen Bach, den Hügel hinauf in ein neues Weingebiet. Hier wird eine kurze Pause verlangt von Véronique, sie schenkt neben einer Suone ( alter Wasserkanal, im Wallis zwecks Bewässerung vor allem in den Bergen üblich ) auch gleich etwas Traubensaft in die Zinnbecher ein. Nach kurzem Halt ziehen wir weiter, die Fahne immer in der Luft. Es ist etwa 24 Grad warm und es weht ein feines Lüftchen. Hunger stellt sich langsam ein, wir sehen hinab auf Sierre und über uns thronen die schrecklichen Hochhäuser von Crans Montana. Von Zeit zu Zeit erinnern uns Informationstafeln an die jeweiligen Rebsorten, die Anbaugebiete und die Bodenbeschaffenheit. Auch finden wir viele Infos über das frühere Rebenlesen, die Vinivizierung und die Geografie. Bruno öffnet kurz seinen vorhin gekauften Marc und reicht das Fläschchen herum, um den Magen anzuheizen. In einem kleinen Dorf staunen wir, als die Gruppe neben riesigen Sonnenblumen auch an einem sonnenverbrannten, uralten Walliser Stadel vorbei zieht. Alles wie echt, wie in Zermatt, mit den runden Felsplatten, sehr wirksam gegen die Mäuse. Die Gruppe erreicht Sierre, schon bald erkenne ich das Schloss, kurz zuvor durchwandern wir ein Wohnviertel mit Blöcken. Um 13 30 h, nach 105 Minuten wandern, treffen wir im Chateau de Villa ein, wo wir unser Raclette und vieles anderes geniessen werden. Auf der Internetseite heisst es:

"CHATEAU DE VILLA, Sierre

Im XVI. Jahrhundert hat eine Patrizierfamilie aus der Gegend mit dem Bau dieser wunderschönen Gebäudegruppe begonnen. Der achteckige Turm und der Ostflügel bilden den ältesten Teil des Schlosses. Der westliche Baukörper mit dem grandiosen Eingangsportal wurde im XVII. Jahrhundert erstellt, als der Landsitz zur Hauptresidenz der Besitzer wurde. Diese haben während Generationen die Innenausstattung ihres Sitzes verschönert. In der Mitte des XX. Jahrhunderts wurde das Gebäude Teil der öffentlichen Baudenkmäler der Stadt.

STIFTUNG SCHLOSS VILLA

Ein wunderschönes historisches Gebäude zu erhalten und gleichzeitig eine Vitrine für die Walliser Produkte zu bieten: Die Ziele der Stiftung Schloss Villa bei der Gründung durch mehrere Persönlichkeiten aus dem Kanton im Jahre 1951 sind erreicht. Das Schloss steht im Dienste der Öffentlichkeit und der regionalen Produzenten. Es wurde zu einem einzigartigen Ort der Degustation und der Entdeckung und beherbergt heute ein charaktervolles Restaurant, eine Önothek und ein Degustationszentrum, das Liebhabern von Wein und Genuss Kurse und Seminare anbietet."

Vom Servierpersonal, welches blaue Trachten trägt, werden wir in einen Rittersaal mit einem sehr alten Ofen geführt, alles ist schön vorbereitet und gedeckt, vorne im Gang stehen die riesigen Käselaiber neben den Öfen. Wir nehmen Platz, es gibt Henniez, Fendant und roten Pinot Noir. Das Fest beginnt, wir starten mit einem herrlichen Walliserteller, dazu Brot, Butter, Gurken und Silberzwiebeln. Wer mag danach denn noch 10 Raclettes. Nachdem die Familie Hunziker ihren kleinen Familienstreit beendet hat, stossen wir alle an. Der Hauptgang beginnt: Walliser Raclette, 5 verschiedene Käsesorten, aus verschiedenen Tälern, nämlich dem Val de Bagnes, Val d`Hérence, Val d`Anniviers, Turtmann und Simplon, 12 Portionen können gegessen werden ohne Aufpreis ( !! ). Der Raclettekäse ist wirklich fantastisch, die Sorten schmecken tatsächlich recht unterschiedlich. Jedesmal stellt die Serviertochter den Namen und die Herkunft des Raclettes vor. Nach 5 Raclettes bin ich am Ende, Iris genehmigt sich noch ein Sechstes. Wir erfahren nicht, wer hier und heute den Rekord hält. Nach diesem speziellen Essen stelle ich der Gruppe die neuen Mitglieder vor: Jrène, Patricia und Brigitte, jedes Mal natürlich mit Applaus. Das tolle Mahl hat uns auch müde gemacht, wir gehen nach draussen an die Sonne, uns lockt der kühle Kiesplatz im Garten. Nach und nach leert sich der Rittersaal, draussen folgt das Dessert. Aprikosensorbet mit Abricotine, man kann es natürlich auch ohne Abricotine haben. Auch das schmeckt mächtig gut. Toni schäkert mit Mirella herum, es herrscht sehr gute Stimmung. Doch er ist eben unser Toni und heute auch unser Führer. Ich biege das hin, dass er wiederum eine ganze Runde Vieux Prune zum Kaffee Créme spendiert, genauso wie im letzten Jahr in Russin. Beim aufhängen der Fahne am grossen Sonnenschirm über der Bar stürze ich vom Stuhl und knalle mit der Brust voll auf ein Glas auf der Theke, das zersplittert, es ist nochmals gut gegangen. Nun kommt die Fahne in den Garten. Kurz darauf trudelt Lucie ein, sie reist direkt vom Kurs in Leysin an. Noch haben wir viel Zeit, der Weinkeller, die Oenothek öffnet um 16 30 h. Folgendes finden wir darüber im Internet:

"OENOTHEK: 500 erlesene Weine, die die Weinbaukunst von mehr als 70 Kelterern repräsentieren, lagern in einem einzigartigen Keller und geben einen umfassenden Überblick über die Walliser Produktion. Die Besucher können jede Woche neue Tropfen degustieren und alle angebotenen Weine zum Mitnehmen kaufen. Die Önothek bietet Interessenten auch eine Auswahl feiner Spirituosen aus dem Wallis. Darüber hinaus gibts hier noch ein sogenanntes SENSORAMA."

Hier lesen wir folgendes: "Der Wein ist eine Welt voller Farbe, Geschmack und Duft. Er lädt zur sinnlichen Entdeckungsreise ein. Ein moderner Degustationssaal und eine Öenothek mit mehreren hundert Weinen bilden den Rahmen des Sensorama. In sowohl spielerischen als auch seriösen Seminaren zur Sinneswahrnehmung lernt das Publikum, wie man Bukett und Gehalt prüft, die speziellen Eigenschaften jeder Rebsorte und jedes Weinbergs entdeckt und sich mit der gastronomischen Harmonie vertraut macht. Das Kurs- und Seminarprogramm richtet sich sowohl an Weinliebhaber als auch an Fachleute."

In einem Nebengebäude des Schlosses kann man auch ein Rebbaumuseum besuchen. Das ganze Essen mit Getränken kommt auf Fr.68.- zu stehen. Um 16 30 h öffnet die Oenothek, es hat schon reichlich Leute da, aber hier im Garten ist es einfach zu schön. Trotzdem trudelt man in diesem Keller ein. Wir probieren einen Heida für 6 Franken, später kommen auch Didi, Nadja, Iris, Bruno, Annemarie, Toni und so weiter. Noch 90 Minuten ist Zeit, bis unser Zug fährt. Als Lucie den Weinkeller betritt, meint Bruno: "Da kommt eine geballte Ladung Erotik herein, die Atmosphäre knistert, die Männer schauen"! Wir gröhlen und staunen ob der riesigen Menge Weine und Winzer, die hier ausgestellt sind. Später sammeln wir die Leute und verlassen das Schloss, es war genial schön und gut hier im Chateau de Villa. In 10 Minuten nun zum Bahnhof nach Sierre, einige verabschieden sich schon hier im Schloss. Dann kommen wir an diesem Pouletfest vorbei, da hängen sie, braungebrannt vor der Holzkohle, viel Volk ist unterwegs, es ist ein richtiges Dorffest hier. Um 19 04 h fährt unser Regionalzug in Salgesch ab, weiter nach Siders, hier haben wir 30 Minuten Aufenthalt und grüssen das Bahnhofbuffet. Weiter nach Lausanne, das wir um 21 00 h erreichen. Und hier, genau hier, passiert mir dasselbe wie vor 7 Jahren: Ich lasse die wichtige, teure Alpengroupie - Fahne wieder liegen. Wieder im Zug, wieder in Lausanne, wieder auf einer Weintour, wieder im reservierten Wagen auf der Gepäckablage. Wieder nicht eingepackt im Rucksack. Abschied von den Waadtländer Freunden, für 30 Minuten nun ins Bahnhofs - Pub. Die Kinder schlafen hier schon auf dem Perron ein. Hier weiss ich noch nichts vom Verlust der Fahne, die fährt schon lange Richtung Genf. Als es dann um 21 30 h Richtung Deutschschweiz geht, fällt mir endlich das Malheur auf. Die Stimmung wird bei mir bedrückt, es nervt, es ist mir nicht mehr gross zum festen zu Mute. Ruhig fahren wir nach Hause. Zwischendurch auch mal in den Speisewagen zu einem Kaffe Créme. Sie wird schon wieder zum Vorschein kommen, vor 7 Jahren hat das mit der ersten, kleineren Fahne leider nicht geklappt. In Biel verlassen uns Bruno und Annemarie, Laufen erreichen wir um 23 16 h mit dem letzten Zug. Es war schön und es war ein langer Tag. Besten Dank, Toni, für die gut organisierte Führung dieser Tour. Jetzt kommt unser Taxi, Hunziker`s kommen auch mit mir, Iris und Paul. Ihre Kinder sind todmüde. Martin möchte gerne von Markus Borer ( Regio - Taxi ) gratis in die Bleiholle gefahren werden, doch das läuft leider nicht. Das heisst, er ( Martin ) läuft dann schon. Es tut ja gut in der kühlen Nacht. Um 23 45 h sind die letzten drei auch zu Hause. Und morgen früh holen wir in Wahlen unsere Bianca wieder ab.

Am Sonntagmorgen gebe ich übers Internet eine Vermisstmeldung im Fundbüro SBB wegen der Fahne auf, hoffe und bange vier Tage lang und in der Fundzentrale in Bern hat es am Mittwoch dann geklappt. Die Fahne wurde gefunden, was für eine Freude. Am Freitag darauf kann ich sie in Laufen am Bahnhof abholen, gratis. Zu viele Erinnerungen stecken in dieser Fahne. Sie war schliesslich auf auf dem Mont Blanc mit dabei. Der Heilige Antonius bekommt bald einmal die versprochenen Fr.20.- von mir.

Unsere lustige Truppe von der Weintour Salgesch.

Impressionen vom Matterhorn 2004.



Wanderung Appenzeller Wildkirchli ( Seealpsee )

11. / 12. September 2004 *

Zur letzten Tour in diesem Jahr sind heute dabei: Kilian, Annika, Christoph, Grace, Fionna und Stephany, Mirella, Jrène, Toni, Lucie, Robert, Stephan und Sandra Ankli, erstmals ihre Tochter Celina ( 2 Jahre alt ), Stefan Schwarz und Nadja Müller, Eric und Daniela, Robin und Rahel und natürlich ich. Die Leitung dieser Tour haben Eric und Daniela, die Idee Aescher Wildkirchli kam von ihnen. Erst um 08 15 h versammeln sich die ersten am Bahnhof Laufen. Der Zug fährt um 08 24 h, mir winken meine kleine Bianca und Iris noch lange zu. In Zwingen steigt Familie Hunziker zu uns, in Aesch Stephan, Sandra und die kleine Celina, in Basel dann Mirella und Irène. Fahrt nach Zürich, Zeit für Gespräche. Zürich erreichen wir um 10 15 h und treffen auf Kilian und Annika. Weiterfahrt in die Ostschweiz nach Gossau, die grünen Hügel werden grösser, der Säntis naht. Mitten im Alpsteingebiet kommen wir an unseren Endpunkt, nach Appenzell um 12 00 h. Schon strahlen Toni, Lucie und Robert übers Perron, sie kamen mit dem Auto. Nun sind wir komplett. Unsere Rucksäcke verstauen wir alle in den Autos und jetzt schauen wir uns mal das Städtchen an mit seinen schmucken Häusern. Den Landsgemeindeplatz suchen wir nicht, dafür eine Gartenbeiz mit Kastanienbäumen. Hier beim Restaurant Sonne essen wir zu Mittag, der Service ist top und sehr schnell. Mich strahlt bald ein herrliches Hirschkalbsfilet mit Knöpfli an. Über die Appenzeller weiss ich nicht viel, die Kühe und der Alpenbitter sind mir aber schon immer irgendwo aufgefallen, vor allem durch die Werbung. In einem Dok - Film hörte ich mal den Satz: "Der Appenzeller ist ein kleiner Mensch in einem kleinen Haus, das fast von den Bergen erdrückt wird." So schlimm kann`s aber nicht sein. Eric und Daniela, die Leiter, führen uns nun zum Appenzeller Alpenbitter, zur Produktionsstätte des schweizweit sehr bekannten Naturproduktes. Der Alpenbitter ist die einzige Spirituose, die der Arzt empfiehlt und verschreibt. "Sönd Wöllkomm!!" heisst es hier an mancher Ecke, Gastfreundschaft wird im Appenzellerland gross geschrieben. Um 14 30 h stehen wir etwas verspätet vor dem Betriebsgebäude des Appenzeller Alpenbitters. Folgenden Text und eine gut gemachte Homepage finden wir im Internet unter http://www.appenzeller.com/

"Der Flaschengeist aus Appenzell.
Anno 1902 erfand Emil Ebneter den Appenzeller Alpenbitter. Bis heute, nach über 100 Jahren, ist sein Rezept streng geheim. Ein offenes Geheimnis dagegen ist, dass nahezu jeder erwachsene Schweizer das unnachahmliche Getränk aus 42 Kräutern und 29% Appenzeller Spirit kennt. So können wir mit gutem Gewissen behaupten, dass kaum ein anderes alkoholisches Getränk einen solch hohen Bekanntheitsgrad geniesst. Und wir sind zuversichtlich, dass das auch so bleibt.

Wissenswertes rund um den Appenzeller Alpenbitter:
1902 gründete der gerade 20 Jahre alt gewordene Emil Ebneter in Appenzell seine eigene Spirituosenhandlung. Angeregt durch die vielen Heilkräuter in seiner Heimat, begann er mit verschiedenen Kräuterauszügen zu experimentieren und brachte bald darauf einen herben Magenbitter auf den Markt. Bereits 1907 wurde der Markenname "Appenzeller" geschützt.
Im gleichen Jahr wurde der Appenzeller Alpenbitter an der "Exposition Internationale" in Paris mit einer Goldmedaille in der Kategorie "Sports, Hygiène, Alimentation" ausgezeichnet. Es war dies die erste einer ganzen Reihe noch folgender Ehrungen für den Appenzeller Alpenbitter. Der Appenzeller ist das Hauptprodukt der Emil Ebneter & Co. AG. Er geniesst nicht nur in Appenzell, sondern in der ganzen Schweiz einen fast 100%igen Bekanntheitsgrad, der auf zwei Gründe zurückzuführen ist, die gleichzeitig auch die Philosophie dieses Familienbetriebs widerspiegeln: höchstmögliche Qualität und die ausschliessliche Verwendung von natürlichen Rohstoffen.

Die Herstellung von Appenzeller Alpenbitter ist ein komplizierter Vorgang. Das Herzstück des Produkts bilden 42 Kräuter, Wurzeln, Blätter, Blüten, Samen und Rinden. Diese müssen voll ausgereift, getrocknet und sauber gereinigt sein. Auch hier gilt, dass nur mit erstklassigen Rohstoffen ein entsprechend hochstehendes Produkt entstehen kann. Die Lagerung der Kräuter erfolgt in kühlen, klimatisierten und trockenen Räumen. Um das volle Aroma zu gewinnen, werden möglichst frische Kräuter verarbeitet.
Was ist denn eigentlich Appenzeller Alpenbitter?
Nach der Definition der Lebensmittelverordnung ein Bitter. Die Eigenschaften würden aber auch den Begriff Aperitif zulassen. So sind auch die Konsumgewohnheiten sehr verschieden. Für die einen ist der Appenzeller ein idealer Aperitif, für die anderen ein wirksamer und angenehmer Digestif und Abschluss eines feinen Essens. Eines bleibt jedoch immer gleich. Der Appenzeller Alpenbitter wird eiskalt getrunken. Entweder pur, on the rocks oder aber gespritzt mit Mineralwasser."

Zusammen mit einer weiteren Gruppe erleben wir eine Führung, die mit einem brandneuen DVD - Film und über das Appenzellerland beginnt. Über das Brauchtum, Eigenständigkeit, höfliche, urchige Menschen, Traditionen, Tourismus, Produktion, Natur und Tanz, viele Info`s, viele schöne Bilder. Da hat es grosse Stahltanks, den originalen Kräuterraum, wo es sich lohnt, wieder einmal richtig durchzuatmen. Von den verschiedensten Kräutern bis zur Destillation und dem Verkauf sehen wir fast alles. Doch das Rezept bleibt natürlich Geheimsache. Das Gesetz ist heute hart, was Spirituosen betrifft, anders als bei Bier und Wein, denn Werbung ist hier heute verboten. Die Degustation hat es nun in sich. Zuerst probieren die 2 Gruppen den Appenzeller Alpenbitter mit Eis, herrlich bei diesen Temperaturen, dann den Rahmlikör, schmeckt wie Baileys, dann Vieux Prune, Cognac, etwas Rosarotes und die diversen "Weiberschnäpse." Alles in allem eine runde Sache. Und alles ist gratis, wir staunen. Ein schmuckes Holzhäuschen steht hier zum Ausschank sowie ein Verkaufsladen dieser vom Arzt empfohlenen Produkte in der Halle. Natürlich wird hier auch gekauft, die Firma läuft gut und die Führung, der Film und die Degustation macht sich bezahlt. Nach 1 ½ Stunden ist das Ganze vorbei, die Sprecherin meinte zu Beginn, hier gehen die Menschen glücklich heraus. Wie recht die Frau doch hat. Jetzt schlurfen wir zurück zu den Autos, lösen das Billet nach Wasserauen und steigen in den Zug. Nach kurzer Fahrt werden an der Endstation die Rucksäcke angeschnallt, das Tal wird sehr eng, Felszacken gucken hervor und der Säntis thront über der grünen Landschaft.

 

Aufstieg zum Seealpsee, wo wir übernachten werden.

 

Auf der linken Seite wandern wir aufwärts über eine Wiese, um dann in den Wald zu gelangen. Schnell steigt der Weg an und viele Wanderer kommen uns entgegen. An einem Bergbach vorbei linker Hand und immer wieder spitzkehren, der Weg ist gesichert mit Geleisen einer Schmalspurbahn, ich denke, es ist altes Material der Appenzeller Bahn. Wir kommen gehörig ins schnaufen, schwitzen scheinbar den Alkohol aus den Poren, auf jeden Fall bin ich bald einmal bachnass. Nach 50 Minuten auf offenes Gelände, Christoph und Robin sind zuvorderst, nun einen Halt im Schatten eines Baumes. Bei einem kleinen Weiler wird das Terrain eben, wir warten aufeinander. Vor uns steht der Säntis mit seiner Spitze, rechts blicken wir hinauf zum Aescher Wildkirchli, unserem morgigen Ziel. Es geht etwas abwärts, der Seealpsee taucht auf und schon erreichen wir das Berggasthaus Forelle am klaren See mit einer wunderbaren, malerischen Kulisse. Es erinnert mich etwas an Neuseeland, dieses Bild. Kurz vor der Beiz, mitten im Wald, entdeckt man extrem schöne Felsen, halb im Boden drin, super Verformungen, geschliffen von einem früheren Gletscher, der hier einmal alles überdeckte. In der Gartenbeiz mit Seeblick trinken wir etwas, bevor wir weiterziehen, gleich hinter einem Hügel steht das Berghaus Seealpsee, unser Nachtlager. In beiden Beizen hat es sehr viele Wanderer, um den Tag zu geniessen, denn heute Nacht kommt eine Kaltfront nach 10 Tagen schönstem Wetter herein gerauscht. Ich melde uns an und schon können wir unsere Zimmer beziehen, es sind sehr schöne Räume mit 4 - Bett bis 2 - Bett - Doppelzimmer, das heisst, die Alpengroupies haben alle 6 Zimmer in Beschlag genommen. Der Rest ist Massenlager. Nur wir vier, Mirella, Jrène, Röbi und ich sind im Lager und erhalten ein Sechser - Zimmer für uns alleine, super. Wer will, kann duschen gehen, wir haben keinen Stress hier. Das Abendessen wird angesetzt auf 19 30 h, solange nützen wir die Terrasse draussen. Auf beiden Seiten des Hotels hat der See seine Ufer, ein blaues Boot fährt in der Abendsonne herum. Idylle pur im Appenzöllerland. Als wir alle beisammen sind, geht es schnell mit dem Essen, wir hatten die Auswahl zwischen dem Holzfällersteak, Pommes Frites und Kräuterbutter mit gemischtem Salat und Suppe und dem Schweinsschnitzel paniert, Frites, grünem Salat, Suppe und Gemüse. Die Bestellungen habe ich schon um 15 00 h in Appenzell per Natel durchgegeben. Alles klappt, doch ich finde, der Chef hier ist etwas wenig flexibel. Am langen Tisch versammeln wir uns, die Suppe kommt, der Salat, die grossen Teller, tolle Portionen. Wir haben auch Hunger und geniessen das Essen und diesen gemütlichen Abend. Danach verteile ich ein paar Fotos zum anschauen von der Weintour Salgesch vor drei Wochen und verteile erstmals die Internetseite "Vorreservierung Alpengroupie - Buch", die ich nächste Woche im Netz aufschalten werde. Und siehe da, gleich 15 Groupiebücher werden vorbestellt, zum ersten Mal, diverse Leute bestellen gleich zwei oder sogar drei. Somit sind mit der Bank und den SBB schon 55 Bücher weg, bevor ich es überhaupt fertig geschrieben habe. Voller Stolz darf ich sagen, dass ich meinen Hauptsponsor vor 10 Tagen gefunden habe, es ist die Raiffeisenbank Lüsseltal. Mit ihnen zusammen habe ich noch Grosses vor. In den letzten 2 Wochen habe ich 25 Sponsoring - Anfragen, sprich "Bettelbriefe" abgeschickt. Das alles löste natürlich der "Wochenblatt" - Bericht "Groupies der Alpen" Ende Juli 2004 aus. Der Abend läuft, die Kids gehen bald einmal ins Bett, schnell ist es spät und eine Gruppe Jugendlicher singt und trinkt dermassen laut in der Gaststube, dass wir unser eigenes Wort fast nicht mehr verstehen. Die letzten sieben zügeln jetzt ins Berghaus Forelle rüber, wo es ruhiger ist, um Mitternacht müssen wir für eine Serviertochter ein Ständchen mitsingen. Der Abend findet seinen Abschluss im Massenlager mit Röbi, Mirella, Jrène und mir erst um 02 15 h. Das Frühstück am Sonntag erst gegen 08 00 h, seit 04 00 h regnet es draussen in Strömen, die Kaltfront ist da. Wir bedauern, dass die Route zum Aescher Wildkirchli zu gefährlich wird im Regen und wir alle absteigen nach Wasserauen und mit der Luftseilbahn Ebenalp halt rauf fahren. Packen, Zimmer räumen, zahlen und weg um 10 00 h. Der Regen hat abgenommen, wir starten und beschliessen, doch den Höhenweg zu nehmen, es geht auch gut mit den Kindern und Sandra, die Celina im Sitzli trägt. Jetzt durch den Wald aufwärts auf schönem Weg, wieder mit Geleisen gestützt, mit vielen Kurven und schönen Ausblicken, denn der Nebel nimmt auch etwas ab. Rechts geht es mächtig runter, vorsichtig weiter hinauf in diesem Hang, ein weiteres Mal durch den sattgrünen Wald. Erst jetzt kreuzen uns die ersten Wanderer, die grosse Felswand kommt näher, der Regen hört ganz auf. Nach einer guten Stunde stehe ich unter der riesigen Felswand, die Gruppe schliesst auf und das Ziel ist nah. Zuerst treffen wir auf 3 Geissen, einen kleinen Stall mit Kaninchen und Schweinen drin sowie 2 Esel vor dem Gebäude. Haben diese Tiere eine tolle Aussicht. Als ich zurückschaue, kommt der blaue Seealpsee zum Vorschein, der Säntis steckt im Nebel, auf der anderen Seite Richtung Hoher Kasten und Ebenalp reisst es aber auf. Eine Geiss frisst Lucie zum Schluss eine Banane aus dem Rucksack. In 2 Minuten zum sagenumworbenen Aescher Wildkirchli, dieser Beiz, genauso wie auf dem Prospekt oder auf der berühmten Etikette des Appenzeller Alpenbitters. Alle nehmen Platz an einem grossen, langen Holztisch, es ist erst 11 15 h und wir haben noch 3 Stunden Zeit. Und nun reisst der Himmel etwas auf, nicht gerade Sonnenschein, aber es gibt Weitblicke, ins Tal, nach Süden, zum Seealpsee und überhaupt.
Hier unterbreche ich kurz meinen Bericht, damit wir noch zusätzlich die Sprache etwas lernen können!

Appenzeller Dialekt:

o Aabechiich, m. Seufzer, tiefer Atemzug o aachse ächzen, wehklagen
o aadlig sonderbar, merkwürdig o Aahau, m. 1. Hackstock zum Holzspalten 2. Anschnitt des Brotes o ääpfoch! ach weh! wie ärgerlich! o Äbese, w. Ameise o Ageschte, w. Elster o Anigang, m. Art des Gehens o Äschemadlee, w. Aschenbecher o veläädelig langweilig, mühsam o vetaasered verflixt (auch Verstärkungswort) o vöörig übrig, überzählig o Vööteler, m. Egoist o Schnattere, w. offene Wunde o schnöchsle herumschnüffeln o Schronde, w. Riss in Holz oder Mauer o Schwäädlig, m. Langbrett o seelze seltsam, überraschend o Sproze, m. Leitersprosse o Stapfede, w. Überstieg über einen Zaun o Stierauge, Mz. Spiegeleier o strötte sich stark beeilen o Ooflood, m. unartige, hinterlistige Person o Oogföll, s. Unglück o oogwäälig gefährlich o Oonack, m. widerwärtige, unsympathische Person o ooweed schlecht verkäuflich o Ösehegedstag, m. Fronleichnam(sfest) o Lafette(re), w. Mund o Latschi, m. einfältiger, dummer Kerl o Laube, w. Toilette, Abort o Leuene, w. Lawine o goompe spielen, herumtollen o Gottere, w. Flasche o Gotzli, m. Person, die gratis etwas bekommen möchte o Gramülle, w. Kamille o groob grau o Gröz, m. Verstand, Geistesfähigkeito gschmoge knapp o Fegnescht, s. unruhiger Mensch o Feschene, w. Ferse o Fidibus, m. Feuerzeug o Flattere, w. Ohrfeige o Flickflaude, m. Schmetterling o Flitsche, m. Wunde, Beschädigung o föchelig furchtbar, furchterregend.

Quelle:
Joe Manser: Innerrhoder Dialekt - Mundartwörter und Redewendungen
aus Appenzell Innerrhoden. Innerrhoder Schriften Bd. 9, (2001)
Witze im Innerrhoder Dialekt:
De Chlinseepli het sini Frau agjoomered, e hei doch jetz e ooverockts Chopfweh.
D Frau het en tröschted: "Jo göll, du guete, ond denn no graad am tömmschte Oot."

De Pfarrer frooged i de Schuel a de Goofe, we deheem no s Tischgebet beti. E Meedli häbed uuf, eren Vater tües no öppenemol, grad hüt hei e wide luut gsäät: "Mein Gott, ischt daas wider en Fraass."
De Voobeter Fässler ischt mit eme Saag uf em Rogge em Obedoof zue. I Schwazenegg omme frooged e so e wönderigi Bäsi am: "Alewis, ischt nebed gstoobe?" Uf daas hee tröllt si de Fässler mit dem Saag omm ond säät: "Jo, hescht globt, i geng go husiere, du Chue? Em Hampedischt sim Chopf inne het nome gäär als gstimmt. Emool ischt de Landame uf Bsuech choo ond het gfrooged: "Chennscht mi, i bi de Landame?" Do säät de Hampedischt: "Graad e deweg hets bi meer au aagfange."

De Tokter ischt öbe de Chölcheblatz glauffe. Uf de Fredhofmuur obe hocked ase
trüebselege de Tootegreber. E het de Tokter aagjoomered, es lauffi di letscht Zit eefach nütz. Doo säät de Tokter: "Wells du bischt, bsoog de denn uf de Friitig zwee."

De Lehrer ekläät de Goofe d Reptilie. Das seiid Tiere, wo nüd chönid stoh ond lauffe ond gad ufm Bode ommechrüüchid, ond öb nebed ees chenni. "Minn andehalbjährige Brüeder", rüeft s Meianneli.

Mit Christoph sitze ich am Tisch. Wir reden übers Aeeescher Wildkirchli, dann meint die Serviertochter giftig: "Das heisst nicht Aeeescher, sondern Aescher Wildkirchli." Darauf sagt Christoph zu ihr: "Na, dann bringen Sie doch mal den Aescherbescher"! Nachdem wir rund ums Aescher Wildkirchli alles gesehen, gehört und die WC`s mit Direktkontakt zum Berg ( original Felswand ) bestaunt haben, packen wir zusammen. Tranksame gab`s genug, der Nebel kommt nach einer Stunde zurück sowie auch viele Touristen. Vor uns steht ein Holzsteg, sehr luftig mit super Tiefblick, sogar überdacht. Nun weiter zu einer Höhle mit Holzhaus, dies ist das Wildkirchli mit seinem Turm, wo früher Eremiten lebten, in der Höhle steht ein Altar und Kreuze, im Haus Infoplatten und Bärenknochen, und nun durchwandern wir diese Bärenhöhle. Sie ist recht gross, mit schönem Pfad und Geländer, in einem Bogen kommt man im Felsen wieder heraus, raus in den Nebel und den Regen. Hier kurz steil aufsteigend zum Berggasthaus Ebenalp, der Himmel reisst nicht mehr auf, es ist schade, wir hätten einen sehr schönen Ausblick von hier. Nichts wie rein in die gute Stube, die Wanderung endet hier. Im Sääli finden wir Platz und dann geniessen alle die Appenzeller Gaumenfreuden, eine Gerstensuppe zum aufwärmen und noch vieles mehr, volle zwei Stunden haben wir noch Zeit, um uns hier zu verköstigen. Gegen 15 00 h begeben wir uns bei starkem Regen und Wind in die Bergstation der Luftseilbahn Ebenalp. Zu sehen gibt es hier leider nichts mehr, schade, dass es nicht mehr aufhellt. Mit der Luftseilbahn durch den Nebel, in Wasserauen angekommen warten wir im Buffet auf den Zug, Abschied von den Waadtländer Groupies. Am Bahnhof fragt Christoph den Fahrdienstleiter, wo es denn hier zum reservierten Wagen für Gruppen gehe. Dieser meint in breitem Appenzeller - Dialekt: "Gönd se z`hönderscht höndärä!" Wie bitte? "Z`hönderscht höndärä!" Alles klar, wir verstehen, also zuhinderst nach hinten in den letzten Wagen. Unglaublich, dieser Dialekt, wir lachen bis nach Zürich hinunter. Langsam verabschiedet sich die Gruppe, wir werden immer weniger, bis der Rest nach 4 ½ Stunden Zugsfahrt um 19 28 h in Laufen eintrifft. Super war sie, diese Reise ins Appenzell, auch wenn es nur am Samstag richtig schön war. Merci Eric und Daniela für die reibungslose Organisation und Durchführung dieser Tour!


Mail von mir an die Teilnehmer der Wanderung Appenzeller Wildkirchli
( Seealpsee ) vom 13. September 2004

Höllö Alpägröppä

I möcht öch allnö nomöl dankö für diä Töur Wildkirchli, dass dör derbi gse sönd. Es isch so schö gsi, ou wenns chöttet het am Sonntig. Hötel Seealpsee, Aescher ( becher ) Wildkirchli, Bäröhöhli ond Ebenalp, alles söpper. Ond das Ässö, wonderbör öberall. Söckstark und möse de Degustatiön bim Ebneter AG z`Appezöll mit vill Appezöller Alpenbitter ond anderes Gsöff. Mir sönd Wöllkomm gsi. Achtöng: Im Anhöng föndet öhr drö Fötönö zum Erinnärö.

Grossö Dank im Organisierö und Leitö vom Eric ond Danielö, danka villmöll, söpper. O wenn mer nöd im Zug vö Wasserauen uf Appäzöll z`hönderscht Hönderö abghöcklet sönd. Zum Schloss juchzi nör: Jöppä Jopää Alpägröppä! Völlöcht schrieböd ihr mir zrögg? Sönd Wöllkomm!! Beschtä Grööss ond bis zum nöchschtä Möl. Dös Ö. KÖ. Alpägröppä
Dör Gögö


Danach ein Retour - Mail von Nadja Müller:

Hölö Gögö

Dö Fötölö sönd jö söpper!! Dönkö völ möl!! Dös Wöchenöndi isch jö wörklich töll gsi!! Dr Stöfön und ich hön das wörklich gnössö. Das Appäzöll isch wörklöch ön schönö Egge!! (Sönd WillkömM im Appäzöll!!) Schöd, dass es am Sönntög so chöttet het... aber öbö, me chö nit immer alles hö!! Alsö Gögö, mir gsöhn uns am Töreusklöng wieder. (ich glaub dr Stefan het dir es Mail gschickt?!?) Schöns Wöökönd!! Nadja


P.S. Mitte Oktober 2004 weilte der sechstausendste Surfer auf unserer Homepage, die am 14. August 2004 bereits seit 3 Jahren besteht!!


Nadine Suter schrieb am 15.10.2004 : Hallo Georg! Danke vielmal, dass du mer dini Homepage persönlich zeiget hesch: Be denn natürlich sälber nochli go umestöbere uf dinere Site und ich muess säge, es isch wörklich en geniali und informativi Site. Mach witer so, viel Spass und Glück bem Buech schriebe. Liebe Grüessli vo der Holcim Münchestei Nadine



14. Tourenausklang Alpengroupies

13. November 2004 *

Schützenhaus Erschwil, im 18. Jahr

Schon ist es wieder soweit, ein weiterer Tourenausklang steht vor der Tür nach einem turbulenten Jahr. Heute sind dabei: Nadja Müller, Stefan Schwarz, Martin Grolimund, Mirella de Lorenzo, Dieter und Nadja Hunziker, Edi Pflugi, Iréne Glaas und erstmals ihr Mann Max Glaas, Christoph Wehrli mit Fionna und Stephany, Toni Grolimund und Lucie Sager, Bruno und Annemarie Sutter, Iwan Borer, Paul Grolimund, erstmals Stefan und Alexis Heuser ( Sky Dive X Dream ), Véronique Steffen, Yvan Clos, Bernard Blondel, Stephan und Monika Purtschert mit Diana, David und erstmals Flavia, Heidy und Leo Grolimund, Elsi Schmidlin, erstmals Nicole Christ aus Therwil ( Sky Dive ), Alex und Kevin Schmidlin, Kilian Wehrli und Annika Kreide, Markus und Patrizia Häner mit Dominik, Tina und Michel, Tommy und Maya Harder und erstmals Baby Simon, Iris mit Bianca und ich. Edi spielt zum Auftakt, zur Begrüssung der Leute bis zu meiner jährlichen Rede. Um 18 20 h beginne ich mit der Begrüssung, Toureninformationen und Zahlen:

"Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 14. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 18. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 18 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 14 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2004. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 7 Groupie - Touren durchgeführt. An diesen 7 Touren haben sich 95 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 47 Alpengroupies, macht zusammen 142 Personen im Jahr 2004, die mitgemacht haben. Es ist wiederum schön, dass Ihr so zahlreich da seid.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 13. Mal durchgeführt am 7. Februar 2004. Bernerplatte, Schneefall, Wolken, Sonne, Regen, die ganze Palette erlebten 11 Groupies. Als Hochzeits - Tour von Jack und Diana nach 8 Jahren eingelöst. Heftiges Schneetreiben hatten wir zum Schluss auf dem Gipfel der Hohen Winde.

Die 2. Tour war das erste Groupie - Skiweekend Grindelwald am 13. / 14. März im Skigebiet Männlichen / Kleine Scheidegg mit 17 Leuten, mit Sonne, Wolken, Nebel und Schnee. Tolles Essen und übernachten im Hotel Wetterhorn, Carving - Feeling und Schneebars. Ein wunderbares Wochenende im schönen Berner Oberland. 20 Anlagen waren für uns da, das müssen wir unbedingt wiederholen.

3. Tour: Sportklettern und Kinderklettern im Pelzli am 17. April mit 12 Groupies, wettermässig Glück gehabt, grillieren am Feuer, am Nachmittag "bezwangen" wir den Daumen, 8 Leute oben, davon 3 Kids, super Leistungen für die Kinder, Gipfelbucheintrag.

4. Tour: 2. Fallschirmspringen / Tandem Sky Diving am 27. Juni in Lauterbrunnen, wiederum mit tollem Tandem Sky Dive X Dream ( Stefan Heuser ) Der Wahnsinn am Himmel, zweiter Jump nach 2001 mit 5 Groupies, Basis Lauterbrunnen, super genial. Absprung vom Lama - Helikopter aus 3860 m. ü. M. Direkt vor der Jungfrau - Nordwand, 40 Sekunden freier Fall, diesmal sogar mit DVD. Den Spezialfilm sehen wir heute Abend und jetzt möchte ich einen besonderen Gast hier begrüssen, und ich glaube, das ist ein Applaus wert, Stefan Heuser und seine Frau, Alexis. Die beiden lernten wir kennen im 2001 beim ersten Fallschirmabsprung über Reichenbach im Kandertal, als wir 10 Groupies waren. Im Juni dann das zweite super Highlight vor der Jungfrau - Nordwand. Vor drei Jahren hatten wir einen Wettkönig hier und jetzt einen Weltmeister ( in Deutschland ) Super, oder? Ich finde es toll, dass ihr den langen Weg von Interlaken unter die Räder genommen habt. Jetzt seid ihr Alpengroupies!!

5. Tour: Hochtour Lagginhorn 4010 m. ü. M. am 10. / 11. Juli 2004, Stützpunkt war das Berghaus Hohsaas 3100 m. Als Training Raclette und Gletscherwandern am Samstagnachmittag. Kombinierte Hochtour mit Blockklettern, niedrigster Viertausender, Gletscher und Firn, 9 Groupies auf dem Gipfel, eingenebelt bei ca. minus 15 Grad, trotzdem eine tolle Hochtour im 2004. Videofilm von Christoph Wehrli, den sehen wir heute Abend auch.

Die 6. Tour: Weintour Wallis ( Salgesch ) am 21. August. Eine Weintour, erstmals im Wallis, Degustation bei Albert Mathier, schöne Wanderung durch die Reben nach Sierre, super Raclette - Auswahl im Schloss Chateau de Villa, ein toller Tag mit viel Sonne und Glück. Toll organisiert von Toni und Lucie. 20 Groupies waren mit dabei.

7. Tour: Wanderung zum Appenzeller Wildkirchli am 11. / 12. September 2004. Schöne Wanderungen im Alpstein mit 21 Groupies. Degustation des Appenzeller Alpenbitter in Appenzell, Hotel am Seealpsee, Sonne und Regen, tolle Tour zum Aescher Wildkirchli, Bärenhöhle und Ebenalp. Der Dialekt war der Hammer. Diese Tour wurde organisiert von Eric und Daniela Hunziker.

Nun könnt ihr in Büchern blättern, im Wettbewerb hirnen und die neuesten Tourenberichte lesen. Nebst Alexis und Stefan haben wir heute noch mehr Neuzugänge, nämlich Max Glaas, der Mann von Jrène Glaas, aus Muttenz und Nicole Christ aus Therwil. Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgendes Groupie nach vorne bitten: Lucie erhält den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 Touren. Herzliche Gratulation und Applaus für Lucie Sager.

Jetzt kommt noch etwas Spezielles: Wieder einmal hat ein Groupie eine tolle Idee gehabt, diese Person sponsert einen weiteren Zinnbecher, einen speziellen, hier drauf steht "ALPENGROUPIE - HERO." Das soll eine Auszeichnung sein für überdurchschnittliche Leistungen, die in diesem Jahr über die Bühne gingen. Der Empfänger wird jetzt ausgezeichnet für die meisten mitgemachten Touren im Jahr 2004. Der Spender dieses "Alpengroupie - Hero" - Bechers will das nun an jedem Ausklang so machen, und zwar 21 Jahre lang. Und jetzt kommt er, der Sponsor, einen riesigen Applaus für Iwan Borer. Dazu eine irre schöne Zinnkanne für den Alpengroupie - Hero, das Groupie darf die Kanne ein Jahr lang zu Hause auf das Buffet stellen, so als Wanderpokal, und muss ihn am nächsten Tourenausklang wieder mitbringen, dann wird der nächste gekürt. Besten Dank, Iwan, sackstark! Ihr fragt euch jetzt, wieso 21 Jahre, das ist ganz einfach, nach 21 Jahren geht Iwan nämlich in Pension. And the Winner is: Heute gleich mal eine Frau, mit mitgemachten 6 Touren von 8 Touren im Jahr 2004, MIRELLA DE LORENZO! Applaus!!!

Ein Anliegen habe ich noch: Nehmt doch die Gelegenheit wahr und bestellt mittels Vorreservierung fürs Alpengroupie - Buch auf den Blättern eben das Groupie - Buch, das in 2 Jahren veröffentlicht wird. Auch übers Internet ist es seit Ende September möglich. Da leider alles viel teurer wird und sich das Buch im Preis verdreifacht, bin ich angewiesen, dass so viele wie möglich vorbestellt werden und ich noch mal neu rechnen kann. Es kommen Sponsoren, aber es ist hart und ich kämpfe weiter, aber Tatsache ist, dass der Druckpreis alles inklusive gegen Fr. 25 000.- bis sogar Fr.30 000.- geht für maximal 500 Bücher, es hat mich fast umgehauen. Aber ich ziehe das durch und zum 20. Jahr - Jubiläum in 2 Jahren geht das Groupie - Buch in Druck! MERCI!!

Jetzt geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb: Wie schwer sind diese 4 Gipfelsteine vom Strahlhorn, Lagginhorn, Pollux und Mont Blanc zusammen?"

Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Martin und Paul sind schon in Breitenbach und holen das Essen im Restaurant s`Zäni. Das Blatt zum ausfüllen und die Steine werden herum gereicht, das schätzen läuft den halben Abend über und die Gipfelsteine wandern von Tisch zu Tisch. Heidy, Iris, Diana und Elsi sind an der Theke bereit, Getränke werden bezahlt und der Abend läuft im gesamten für Fr.40.- pro Person alles Inklusive. Das Essen kommt in den Kisten und wird angeschleppt, dann geschöpft und serviert. Heute gibt es wieder einmal Knöpfli mit Schweinsgeschnetzeltem, Erbsen, Schwarzwurzeln und zum zweiten Mal mit einem grünen Salat. Bald herrscht Ruhe im Raum, en Guete. Bianca und Flavia sind heute Abend zum ersten Mal dabei und fuhren schon vorhin mit ihren rosaroten Trottinetts wild und schnell um die Tische herum. Es hat noch genug zum Essen, jeder darf noch mal schöpfen. Nach dem Essen bereiten wir die erste Diashow vor, sie dauert 15 Minuten und wir sehen schöne, riesige 2 Meter grosse Bilder an die Wand projiziert und umrahmt von Musik. Die Show handelt von der Suurchrutt - Tour über das 1. Skiweekend Grindelwald zum Klettern im Pelzli und weiter zum Tandem Sky Diving, dem super tollen Fallschirmspringen aus dem Helikopter über Lauterbrunnen. Dazwischen etwas Musik von Edi, bevor ich ein Highlight des heutigen Abends, den Fallschirmabsprung auf DVD von Stefan Heuser präsentiere. Während 12 Minuten zeigt dieser tolle Streifen den Start, den Flug über den Jungfraugletscher, die letzten Sekunden oben auf dem Trittbrett und dann recht viel von meinem 40 Sekunden - Freifall mit Stefan, die Angst im Nacken und übertrieben gesagt den Tod vor Augen. Man sieht mir meine Nervosität gut an, dann eine Drehung über dem Staubbachfall, bevor wir weich auf dem Hintern landen. Ein super Movie, mit toller Musik umrahmt, die Leute lachten wegen meinen Gesichtsausdrücken. Es war so fantastisch gewesen, zum Schluss des Films dann nochmals die schönsten Szenen in Zeitlupe. Applaus und dann danke ich Stefan Heuser für diese schöne Erinnerung. Nun verteile ich, etwas früher als sonst die Vorschau 2005, das Programm Suurchrutt - Tour 2005 am 26. Februar sowie das Programm vom 2. Skiweekend Andermatt Mitte März 2005. So gibt's News zu lesen und bei den Büchern, Karten, Zeitungsberichten und meinen Tourenbüchern wird im Laufe des Abends ziemlich viel gelesen und geschmökert. Wieder etwas Musik von Edi, bald schon entsteht zum Stimmungssound wieder eine Polonaise und Zeit zum diskutieren. Nach 21 30 h beginnt der Film von Christoph Wehrli, das digitale Vermächtnis "Hochtour Lagginhorn 2004", der schön gemacht ist und 25 Minuten dauert. Es ist sein zweiter Film und den Applaus hat er verdient. Die Einblendungen waren zum Teil recht speziell, danke Christoph, für den DVD, er arbeitete gegen 20 Stunden an dem Movie. Dafür und für den super Beamer der LGT jedes Jahr erhält er zum Schluss noch eine Flasche Wein. Bei Christoph kann man heute auch eine DVD vom Lagginhorn kaufen für 10 Franken.

Nun weiter mit der Diashow, zweiter Teil: Sie handelt von unseren bildlichen Erlebnissen am Lagginhorn, unserem diesjährigen Viertausender, der Weintour ins Wallis nach Salgesch und zum Abschluss die 2 Tage im Appenzell beim Seealpsee und dem Aescher Wildkirchli. Auch diese Show dauerte 15 Minuten. Nun ist es Zeit für Kaffee und Kuchen, wieder rühme ich die herrlichen Schwarzwäldertorten von Elsi, die besten weit und breit. Auch sie erhält für diesen Einsatz ein Geschenk. Die Zeit vergeht wie im Flug, viel Muse für Gespräche und immer wieder werden Tourenbücher und Mitgliederlisten studiert. Jetzt folgt die Auflösung des Wettbewerbs, die vier Gipfelsteine vom Mont Blanc, Lagginhorn, Strahlhorn und Pollux hatten zusammen ein Gewicht von 411 Gramm! Im dritten Rang sind gleich 2 Groupies, nämlich Tina Häner, sie erhält 1 Stirnlampe ( 407 Gramm ) und Ywan Clos, 1 Karabiner
( 415 Gramm ), im zweiten Rang Markus Häner, 1 Karabiner ( 408,5 Gramm ) und im ersten Rang steht ein ganz neues Mitglied, nämlich Max Glaas, er bekommt 1 Los Monteros 2000 mit ( 410 Gramm ) Gewicht. Allen vier gehört ein grosser Applaus. Der offizielle Teil des Abends ist nun beendet.

Es geht langsam gegen Mitternacht, als ich mit Lucie und Mirella die Zinnbecher einweihe. Sie werden mit Weisswein gefüllt aus der grossen Groupie - Zinnkanne, welche jedes Jahr dabei ist. Sie war das Geschenk zum Jubiläum 10 Jahre Alpengroupies im Jahre 1996. Dazu noch ein paar Bilder und Musik, es herrscht ja wie immer Freinacht. Langsam verabschieden sich die ersten Leute. Nachdem noch einige das Tanzbein geschwungen haben, greife ich bei Edi`s Orgel gleich selber noch kurz in die Tasten und spiele den Song Sympathy for the Devil von den Rolling Stones, Edi staunt fast ein bisschen. Gegen 01 30 h noch ein Gruppenbild mit den letzten 11 Groupies, dann geht`s ans aufräumen, das Gröbste einfach, Tische, Seile, Keyboard, Musikanlage, Poster usw. Dann schliessen wir das Erschbler Schützenhaus ab und verschieben uns mit den Gästen aus dem Waadtland zu uns nach Hause. Véro, Bernard, Yvan, Iris und ich genehmigen uns noch einen Roten im eigenen Weinkeller auf diesen Abend bis 04 45 h inklusive der Handorgel. Dann ist Nachtruhe angesagt, bevor das nächste Frühstück lockt und als Hit das Cordon Bleu auf dem Oberbergli, wieder mit Lucie und Toni. Später wird das Schützenhaus fertig geputzt, aufgeräumt und wieder der Schützengesellschaft Erschwil übergeben. Und Tschüss, bis zum nächsten Jahr, die Suurchrutt - Tour startet im 2005 am 26. Februar, bis dahin habe ich noch viel Zeit, am Buch zu feilen! Ein paar Wochen später beschliessen wir, dass dies der letzte Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil war. Wir gehen in Zukunft in die Beiz. Es gibt mit dem servieren, putzen und aufräumen doch immer sehr viel zu tun. Neun Jahre sind genug.


Steffen Véronique schrieb am 15.11.2004 :
Hello Gago, Der Tourenausklag vom Samstag, 13.11.04 war wieder einmal Spitze, wie immer. Wir haben einen mega guten Abend verbracht. Der Film, die Dias, die Musik, das Essen, und natürlich die gute Stimmung. Noch ein grosses Bravo und Danke für alles. Bis bald. Véro,Bernard und Yvan aus Crissier

Georg "Gago" Grolimund schrieb am 24.12.2004:
Liebe Freunde: Das 18. Jahr mit den Alpengroupies neigt sich dem Ende zu, bereits in 2 Jahren feiern wir unser grosses Jubiläum. Nach 20 Jahren Touren, Action und Geschichten wird das Alpengroupie - Buch in Druck gehen und im Frühling 2007 an einer Buchvernissage vorgestellt. Ich danke Euch allen schon jetzt für die Vorreservierung des Buches, denn das ganze Projekt wird extrem teuer. Das Buch selbst wächst und gedeiht stetig. 142 Groupies haben im Jahr 2004 mitgemacht, das ist eine sehr positive Bilanz. Hoffen wir, dass in der Zukunft unsere Touren und Abenteuer auch weiterhin so rege besucht werden. Unsere Homepage verzeichnete bis heute bereits über 6300 Besucher.

Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten, Gesundheit, Glück und einen guten Start ins neue Jahr. Mit den besten Grüssen Das O. K. ALPENGROUPIES
Gago, Iris und Bianca

 

14. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde 1204 m. ü. M.

26. Februar 2005 *

Erster Einsatz mit Schneeschuhen im Schwarzbubenland!

Heute sind 16 Nasen mit dabei: Mirella und Jrène, Kilian, Annika, Dieter und Nadja, Dani Erzer, Markus, Thommy Harder, erstmals Thommy "Stony" Steiner und Maya Steiner aus Erschwil, erstmals Patrick Bachmann aus Aesch, meine Eltern Heidy und Leo sowie Iris ab Rothlachen und ich. Treffpunkt um 07 30 h vor dem Pick Pay in Erschwil, diese Woche haben wir Schneeschuhe beim Sportshop Karrer in Laufen gemietet, das war eine geniale Idee von Iris gewesen. Denn noch nie in den letzten 10 Jahren hatten wir so extrem viel Schnee hier bei uns, in Erschwil vorgestern 32 cm, auf der Hohen Winde etwa 1 Meter, der Lift läuft schon ein paar Wochen. Man könnte meinen, eine neue Eiszeit bricht an. Im Bachmättli ziehen wir unsere Schneeschuhe an, Modelle XDL 225 und 227, einfach High Tech, eine ganz tolle Sache. Wir starten bei minus 6 Grad wie auf Wolken oder eben schwebend im Bachmättli und freuen uns auf eine ganz spezielle Suurchrutt - Tour mit diesen Dingern, das gab es noch nie. Wir können heute auf etwas Sonne hoffen, wenn sich der Hochnebel auflöst. Bald endet die Strasse, es folgt der Waldweg, dann das Bachbett, hier und nur hier haben wir Steine unter den Schneeschuhen. Weiter zur Schnapskurve, ein kleiner Halt und dann bergwärts in ein weisses Märchenland, hinauf zur Mittleren Rotmatt.

 

 

Es war wunderbar, die Tour bei uns auch mal mit Schneeschuhen zu absolvieren.

Die Schneemassen sind wirklich unglaublich, beim Blick auf die Rothlachen und fast windstill spendiert Kilian einen "Calamin" und anschliessend gibt es ein Gruppenfoto. Nach 20 Minuten abwärts zur Scheltenmühle in kurzer Zeit. Vor 10 30 h treffen wir hier ein und ziehen uns in die Wärme zurück, vor dem Haus liegen säuberlich unsere Schneeschuhe am Boden. Kurz darauf treffen Heidy, Leo und Iris hier ein. Meine Mutter kauft in der Beiz wieder eine Ladung Würste, nach etwas Verpflegung brechen wir nach 11 00 h auf, die drei bleiben noch sitzen und warten auf Hans Spahni. Ich selber gebe meinen Rucksack dem Wirt mit, für was soll ich immer die Flasche, die Fahne, den Teleskopstab und das Tourenbuch mit schleppen. Extrem leicht starten wir draussen und schon kommt der Bauer um die Ecke. 50 Minuten Aufstieg liegen vor uns, gemütlich die breite, verschneite Strasse hoch, um dann rechts abzubiegen und über die Wiese hoch zu steigen. Es ist mit Schneeschuhen viel schöner den Berg rauf zu gehen, als die 5 endlosen Kurven zu ziehen. Ich ziehe meine Spur in den noch jungfräulichen Schnee, es ist fantastisch. Weiter oben wieder auf die Strasse und rasch wandern wir hoch zur Bergbeiz. Den Leuten hat es sehr gut gefallen, nach einer Stunde treffen wir auf der Rothlachen ein und werden herzlichst begrüsst. Die nächsten 2 Stunden ist Ruhe angesagt und essen, essen, essen. Es wird 12 15 h, der Weisswein ist bereit und Kilian und Annika wollen den Apéro übernehmen, da sie im Juli dieses Jahres heiraten werden. Das nehmen wir gerne an, herzlichen Dank! Später kommt die gewaltige Bernerplatte auf die Tische und das schöpfen und essen beginnt, en Guete! Tommy und Maya Steiner sind Vegetarier und erhalten im Voraus noch einen grünen Salat. Als wir alle satt sind, schreibe ich noch Einträge ins Gästebuch der Rothlachen sowie ins Tourenbuch der Alpengroupies. Später wird noch Kafi Avec bestellt, bevor ich das Essen sowie den Groupiebeitrag und die Miete für die Schneeschuhe ( nur Fr.20.- ) einziehe. Nach 2 ½ Stunden ist es Zeit aufzubrechen, wir verabschieden uns von Celine und Hans Spahni und von meinen Eltern. Wie man hört, führen die beiden das Restaurant Rothlachen nur noch 2 Jahre, das heisst also, eine Epoche geht zu Ende. Draussen werden die Schneeschuhe wieder angezogen und Iris hat nun ihre Premiere. Das Wetter will noch nicht so recht, als wir gegen die Krete aufsteigen, im tiefen Schnee spure ich gegen den Wald, wir alle sind happy. Bei den ersten extrem gefrorenen Bäumen kommt der "Dreher", der Durchgang der Wanderer mit dem Drehkreuz. Dieses Drehkreuz schaut gerade noch 10 cm. aus dem Schnee heraus, als wir es übersteigen, das sieht unglaublich aus. Ich schätze, es liegen hier 120 cm Schnee, so viel wie noch nie in den letzten 14 Jahren. Auf der Krete dann gleich weiter zum Restaurant Matzendörfer Stierenberg, das den zweiten Winter nun offen hat. Deshalb ist die Strasse auch frei. Hier ein kurzer Stopp, bevor wir weiter ziehen. Beim Abstieg zum Scheltenpass drückt die Sonne etwas durch und der blaue Himmel zeigt sich an einigen Stellen. An den Bunkern vorbei zum Scheltenpass und weiter hoch zum Restaurant Erzberg, der seit dem 4. Februar dieses Jahres nach 23 Jahren mit der Familie Wüthrich geschlossen wurde, was sehr schade ist. Zu unserem Erstaunen bedient uns die Tochter der Familie mit 10 Mal Kafi Lutz vor dem Haus, während hier gezügelt wird. Was für eine Überraschung, eine sehr schöne Geste, wir staunen, danken und geniessen. Wünschen der Familie Wüthrich alles Gute für die Zukunft, auch die Pferde sind noch hier vor dem Stall. So endet eine Epoche auf dem Erzberg, eine grosse Tafel zeigt den Umzug und das Ende dieser Pacht an. Wir steigen nach 16 45 h nun auf zur Hohen Winde, an der Skihütte vorbei und weiter zum Signal auf 1204 m. ü. M. Oben angekommen, wird gratuliert und ein Gipfelwein bei schätzungsweise minus 10 Grad ausgepackt, später noch einer. Mein Verwandter Willi Grolimund aus Beinwil ist auch hier mit Tourenskis und 2 Kollegen, er macht von uns ein paar Gruppenfotos. Die Bäume sehen fantastisch aus in ihrem gefrorenen Winterkleid, das gibt ein paar tolle Bilder. Auf dem Gipfel schätze ich eine Schneehöhe von 1,20 Meter inkl. der Verwehungen, also ist es noch einiges mehr. Tief unten in Erschwil hat es doch immerhin 32 cm. Leider war nichts mehr mit Alpenblick und Sonnenschein, dafür kommt jetzt ein schöner Abstieg durch den Tiefschnee mit unseren Schuhen. Noch 90 Minuten stehen uns bevor und es wird noch lange nicht dunkel. Iris gefällt es sehr mit den Schneeschuhen, unten beim Stall wärmen wir uns wieder mal auf, doch seit der Hohen Winde friert Annika grässlich, vor allem an den Füssen. Schalenschuhe wären für sie jetzt etwas ganz tolles, da dringt keine Kälte ein. Danach weiter abwärts zur Weide und runter auf die Mittlere Rotmatt, Annika und Kilian bilden die Spitze, ab jetzt brauchen wir langsam Licht. Der Schluss wird durchgezogen, nun in den Wald, zur Schnapskurve und das letzte Stück jumpen wir den Hang runter zur Strasse. Noch vor 19 30 h treffen wir bei den Autos ein, wir brauchten genau gleich lang wie sonst im normalen Trekking. So ergeben sich auch wieder 6 ½ Stunden reine Laufzeit für diese Tour. Zusammenpacken der Schneeschuhe und dann die Verabschiedung. Mirella und Jrène, die sich sehr gut gehalten haben, fahren mit Patrick heimwärts. Der kleine Rest der Gruppe nimmt im "Rössli" noch einen Schlummertrunk, während andere das Finale von "Music Star" am TV verfolgen. Am heutigen Samstag wurde so nebenbei unser "Wettkönig" vom Dezember 2000, Raphael Wellig aus Bern, 40 Jahre alt, ich habe ihm gestern noch per E - Mail gratuliert. Thommy und Maya bringen ihre Schneeschuhe am Montag selber zum Sportshop Karrer zurück, sind davon hell begeistert und kaufen ihre Schuhe gleich am Montagbend. So kostet das Paar nicht mal mehr 140 Franken. Man muss sich das mal überlegen, wenn es auch hier in der Region in den nächsten Jahren weiter so tolle Winter gäbe. Auf jeden Fall werden wir bis am 12. März 2005 noch mächtig eingeschneit werden im Flachland, der Frühling ist also noch etwas entfernt. Wir reden im Geschäft in Laufen später darüber, denn auch der Sportshop Karrer hat kürzlich das Alpengroupie - Buch gesponsert, herzlichen Dank!


Urs Allemann schrieb am 27.02.2005 :
Hallo Georg. Es ist fuer mich ein Ehre als ehemaliger "Erschbler", meinen Namen in Euer Gaestebuch eintragen zu duerfen. Ich wuensche allen Alpengroupies schoene Erlebnisse in den Bergen, gute Kameradschaft und viel Freude an der Natur. Weinfrohe Gruesse aus dem schoensten Ende der Welt. Urs Allemann Kap Vino Stellenbosch Suedafrika

 

2. Skiweekend Alpengroupies, Andermatt - Gemsstock 2963 m. ü. M.

19. / 20. März 2005 *

Dabei sind an diesem Wochenende: Toni und Lucie, Véronique und Bernard mit Yvan Clos, Kilian und Annika, Christoph und Grace mit Fionna und Stephany, Markus und Tina, Dominik und Michel, Edgar Bischof, Fips, Sina, erstmals ihr Freund Astrit Bajrami, mein Göttibueb Didier und ich. 14 Leute treffen sich um 07 00 h in Erschwil, der Rest kommt aus anderen Landesteilen. Nachdem ich eine Woche Märzferien daheim mit stahlblauem Himmel genossen habe, rundet das kommende Alpengroupie - Wochenende diese Zeit bei schönstem Wetter ab. Im Oktober 2004 habe ich das Hotel Bergidyll gebucht und nur dort 11 Zimmer für eine Nacht bekommen. 10 Zimmer waren bereits Mitte November reserviert. Und nun dieses Wetterglück, die ganze Schweiz will nach diesem strengen Winter noch einmal Skifahren. Wir fahren über Luzern - Göschenen nach Andermatt, Markus und die Kids nehmen mich wieder mit, das Dorf erreichen wir nach 2 Stunden Fahrt um 09 15 h. Die Gruppe sammelt sich vor dem Hotel, ich melde uns an, beziehe die Schlüssel und wir können fast schon alle Zimmer in Beschlag nehmen. Um 09 48 h treffen Toni, Lucie, Véronique, Bernard und Yvan mit dem Zug in Andermatt ein. So sind wir bald komplett und verschieben uns zur Talstation der Gemsstockbahn, ich gehe voraus, um die Tickets für uns zu bestellen, wir profitieren von Fr.5.- pro Person, die Kinder bezahlen nur 37 Franken für die Tageskarte. Gemäss Abmachung mit Christoph werden Skis und Schuhe zur Gondelbahn transportiert, wegen Parkproblemen wird aber mit dem Skibus gefahren. Jetzt stehe ich da mit meinen Halbschuhen und der Skiausrüstung und muss die Halbschuhe mit auf den Berg nehmen, zum Glück ist der Rucksack mit dabei. Das kostet einen Spruch. Nun gilt es, in dieser Menschenansammlung brav anzustehen, es dauert und dauert, das ist das einzige Problem hier am Gemsstock. Nach einer ganzen Stunde fahren wir endlich los, um auf der Mittelstation umzusteigen. Hier wird noch einmal 30 Minuten angestanden. Kurz vor Mittag stehen wir endlich in der Bergstation des Gemsstock auf 2963 Meter, die oberen 150 Meter sind noch eingenebelt, aber nicht für lange. Ab auf die Latten und mit Fips und Familie runter, der Schnee ist super und griffig, die Temperatur minus 5 Grad. Hier im oberen Teil befahren wir auch den kleineren St. Anna - Gletscher auf der rechten Abfahrt vom Tal aus gesehen, und den Gurschengletscher auf der linken Seite, über den die schwarze Piste führt und über diese Strecke fährt man dann zum Bernhard Russi - Run und weiter zur Mittelstation Gurschen auf 2212 Meter. Etwas weiter unten hat es noch 2 Lifte, einer mit Sessel, die zur Mittelstation führen. Wir fahren und geniessen, das Wetter ist einmalig. Nach 13 00 h treffen sich die meisten zum Mittagessen in den 2 Beizen der Mittelstation. Am Nachmittag fahre ich mehrmals mit Markus am dritten Lift, der zum Lutersee hochführt. Hier gefällt es mir am besten, beim hochschleppen ertönt Reggae und Blues aus den Boxen der Schneebar, in welcher Lucie, Toni, Véro, Bernhard und Yvan sitzen. Die Zeit verrinnt zum Glück langsam, Toni und Co. waren schon wieder auf dem Gemsstock oben, während wir darauf verzichten. Immer wieder staune ich über die Fahrkünste der Kinder Dominik, Tina und Michel, vor allem auch Fionna und Stephany. Am späteren Nachmittag teilt sich die Gruppe, ein paar fahren mit der Gondelbahn nach Andermatt hinunter, der grosse Teil aber nimmt die Talabfahrt unter die Skis, obwohl sie nicht mehr sehr zu empfehlen ist. Sie ist steil, von Ästen und Steinen gesäumt, welchen man gezwungenermassen ausweichen muss, die Abfahrt wird auch noch als schwarze Piste eingestuft. Nach 30 Minuten erreichen wir ohne Unfälle Andermatt auf 1444 m. ü. M. Mit den Latten bis ins Dorf und vor die nächste Beiz, die Strassen sind fast vergletschert, dicke Eisschichten haben den Asphalt fest im Griff. Nun ein kühles Bier, im "Sternen" nebenan noch einmal, serviert von einer hübschen Serviertochter. Astrit bezahlt hier unaufgefordert eine Runde als "Alpengroupie - Neuling", besten Dank! Dann ziehen wir uns ins Hotel Bergidyll zurück, unsere gediegene Bleibe für zwei Tage. Zum besammeln an die Bar mit einem Ouzo oder so ähnlich, Toni studiert bald einmal die Weinkarte. Dann verschlägt es mir fast die Sprache, an einem Tisch sitzt ein Kind, das meiner Tochter Bianca zum verwechseln ähnlich sieht. Da stimmt einfach alles, die blonden Locken, das Gesichtchen, der orange Pulli, sogar das Goldkettchen an der linken Hand. Es ist unglaublich, ich frage die Mutter, ob ich ein Foto machen darf und zeige ihr danach Fotos von Bianca in meiner Kamera. Sie staunt nicht schlecht, so eine Ähnlichkeit sah sie auch noch nie. Gegen 19 00 h folgt das Abendessen, ein 4 - Gang Menu, im Preis inbegriffen. Die Groupiefahne hängt an der Wand, während wir geniessen und schlemmen. Hier ziehe ich den Groupiebeitrag sowie die Hotelübernachtung ein, Tisch für Tisch. Um 21 30 h zieht es die meisten in den Ausgang, im Hotel Gotthard empfiehlt uns der Kellner eine Disco, die wir auch schnell finden. Hier wird während 4 Stunden abgetanzt und gefeiert, manche bringen solch komische Drinks an den Tisch, deren Namen wir kaum aussprechen können. Das war wieder mal ein lustiger Abend, die letzte Disco ist doch schon ein paar Jahre her. Der wohlverdiente Schlaf übermannt uns, 5 Stunden später ist bereits wieder Tagwache und das Frühstück angesagt. Wie schon gestern ziehe ich wieder das Geld ein für alle Skipässe, ausser bei Kilian und Annika, sie wandern, schlitteln und geniessen das Wochenende, ohne Ski zu fahren. Die Zimmer sind geräumt und die Autos beladen, wir fahren zum Parkplatz und verabschieden uns von der Familie Gnazzo & Schumacher, es war wirklich ein guter Service hier. Vor der Talstation werden die Pässe verteilt und das lange anstehen beginnt von vorn, trotzdem wartet ein weiterer wunderbarer Skitag auf uns. Irgendwie hat es heute Sonntag weniger Leute und wir entschliessen uns, ganz hoch zu fahren. Auf dem Gemsstock relaxe ich mit Edgar und warte auf Véro und Co, habe Zeit, tolle Fotos zu schiessen und auch ein Panoramabild zu machen. Die Weitsicht über 300 Gipfel ist genial schön, wir steigen hoch auf das Dach mit 360 Grad Panorama. Der Blick ins etwas trübe Tessin ist super, der leichte Nebel zeigt die Konturen des Lago Maggiore. Andermatt muss auch ein sensationelles Skitourengebiet sein, wie mir Christoph versichert. Das Mittagessen findet wieder bei der Station Gurschen statt, diesmal für die meisten in der brennenden Sonne auf der Terrasse, es ist herrlich. Das Essen hier ist beide Male auch sehr gut, da gibt es nichts zu rütteln. Nach 15 00 h fahren wir noch einmal zum Gipfel hoch und über den Russi - Run runter, erst ab ca. 2300 Meter haben wir Sulzschnee, das Wetter ist und bleibt traumhaft. Wann hatten wir wohl das letzte Mal auf einer zweitägigen Tour solches Prachtswetter? Wir treffen uns beim Mammut Base Camp wie schon gestern wieder zu einem Gläschen Weissen und dann folgt der Abschied. Fips und Co. fahren schon mit der Gondel ins Tal, der Rest sammelt sich und unsere welschen Freunde geniessen hier noch Après Ski, während wir zum zweiten Mal nach Andermatt abfahren. Edgi fährt wie ein Henker und alle kommen nach 25 Minuten heil runter, wir fahren links am Dorf vorbei und können so direkt zum Parkplatz fahren. Hier treffen wir wieder auf Kilian und Annika. Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Kili, Annika, Markus, Tina, Dominik, Michel, Edgar und ich treten um 16 15 h die Heimfahrt an, ich fahre wieder mit Häner`s und in Christoph`s "Sarg" hat wieder jede Menge Material Platz. Nach 2 Stunden Fahrt und 2 kleinen Staus treffen wir wieder im Schwarzbubenland ein, ein fantastisches Weekend findet sein Ende, Danke, Petrus!


Steffen Véronique schrieb am 21.03.2005 :
Hello Gago, wir möchten uns recht herzlich bei dir bedanken für das super Skiwochenende in Andermatt. Wie immer machtest du das klasse, trotz dem langen anstehen verbrachten wir 2 wunderschöne Tage. veronique-bernard und yvan


21. April 2005: Der 7000ste Besucher war eben auf der Groupie - Homepage!



Wanderung Magglingen - Twannschlucht - Twann

23. April 2005 *

Dabei sind heute: Nadja Müller, Kilian und Annika, Toni und Lucie, Jackie, Giusi und Hund Timo, Jrène, Mirella, Bruno und Annemarie, Heidy und Leo ab 13 00 h, Martin, Iwan, Patrick Bachmann, erstmals seine Freundin Monika Hochreuter, Elsi, Markus, Patrizia mit Dominik, Tina und Michel, Iris, unsere Bianca zum ersten Mal auf einer Wandertour und ich. Eine grosse Gruppe von 26 Groupies und einem Hund, das Tier ist bald reif für den Zinnbecher, das ist kein Witz. Hund Timo erhält zu gegebener Zeit seinen Napf. Erst um 08 15 h versammeln wir uns in Laufen, der Zug ist reserviert und schon besetzt von Bruno, Annemarie, Mirella und Jrène. Fahrt im ICN nach Biel in 45 Minuten, 15 Minuten Fussmarsch durch die Stadt zur Talstation der Magglingenbahn FUNIC. Hier gesellen sich Kilian, Annika, danach Toni und Lucie in letzter Minute zu uns. Kurze Fahrt nach Magglingen hoch mit dem Bähnli, die Sonne scheint, was wir nicht mehr erwarteten, denn die Warmfront bringt bald Regen. Oben angekommen, bestaunen wir Kunst aus Chromstahl und Wasser und starten bei schönem Wetter noch vor 10 00 h. Hier beginnt unsere Wanderung, von der Terrasse der Eidgenössischen Sportschule Magglingen ist die Aussicht am schönsten. Bei klarer Sicht reicht das Panorama vom Pilatus bis zum Mont Blanc. Der alte Kurpfad führt Richtung Twannberg, wir geniessen einen gemütlichen Wanderweg. Mächtige Wettertannen, die hier vereinzelt vorkommen, sind eindeutige Zeichen für eine juraähnliche Vegetation. Es ist warm und man freut sich auf die Wanderung von 2,5 Stunden Dauer und die folgende Schlucht. Durch trockenen Wald auf schönem Wege trekken wir Richtung Westen zum Twannberg, unter uns die Stadt Biel und der See, nach 45 Minuten ein kurzer Halt. Fünfmal trage ich Bianca auf den Schultern für einige Zeit, sie läuft super und springt und hat in Nadja eine Wanderpartnerin gefunden. Der Blick auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau ist noch einigermassen frei, der Bielersee glänzt grün in leichtem Dunst. Der Rucksack und Bianca ergeben zusammen doch fast 30 Kilo, was für mich ein gutes Dom - Training ist und sich später an der Wirbelsäule bemerkbar macht. Der Weg bleibt eben, auf der rechten Seite zieht sich der schneebedeckte Chasseral gegen Westen mit der riesigen Antenne obendrauf. Nun ein kleiner Apérohalt bei schönen Felsen, es geht abwärts, teilweise über Teer, dann wieder auf Waldweg. Um 11 00 h verdunkelt sich der Himmel, die Sonne ist weg und erste Regentropfen machen sich bemerkbar, aber nur 15 Minuten lang. Haben wir doch ein Glück heute. Nach 100 Minuten erreichen wir das Hotel Feriendorf Twannberg, einem Hauptgebäude mit Hallenbad, Restaurant, Räume für Seminare und Bankette, Kinderspielplatz, Streichelzoo usw. Hier darf Bianca im kleinen Streichelzoo 2 Lamas bestaunen, bevor es weitergeht. Jetzt beim Hotel Twannberg Richtung Twannbachschlucht / Twann. Abwärts über einen steinübersähten Weg, ähnlich einer Römerstrasse, wo es rutschig wird. Dann an ein paar Häusern vorbei und zum Eingang der Twannschlucht. Am Bach dann ein längerer Halt, ich ziehe Bianca zum ersten Mal ein Gschtältli an, Sicherung mit Karabiner und verlängert mit einer Reepschnur und einer Bandschlinge für die Hand. Iris hat sie nun am "Zügel", es kann nichts mehr passieren. Nun in die malerische Twannbachschlucht: Meterhohe Felswände türmen sich links und rechts des Baches, dazwischen fein geschliffene Wasserrutschen, auf denen sich das Wasser zu rasanten Geschwindigkeiten beschleunigt, um am Schluss unter lautem Getöse in einen kleinen See zu stürzen. Die Schlucht ist wirklich sehr schön, so wie eine kleinere Ausgabe der Aareschlucht bei Meiringen. Unter tropfenden Felsen vorbei links des Baches, in den Fels geschlagene Stufen erleichtern den Abstieg. Hund Timo vergnügt sich im Wasser, dann taucht schon eine Brücke und der See im Hintergrund auf, die Twannschlucht ist zu Ende. Ganz am Schluss ein Tiefblick zum grossen Wasserfall über Twann, mit Blick zum bekannten Restaurant zur Ilge. Kurz vor dem Kassenhäuschen, wo man einen Franken bezahlt, fliesst tiefblaues Wasser aus einer Höhle. Dieses Wasser vereinigt sich hier mit dem Twannbach und ist scheinbar das Ergebnis der Schneeschmelze. Der Austritt ist im Sommer also trockengelegt, erklärt uns Kilian. Nach etwa 2 ½ Stunden wandern ohne die Pausen betreten wir das Weindorf Twann. Unsere Bianca hat sich super gut gehalten, ich musste sie vorhin nur 5 Minuten tragen, sonst hat sie ganz alleine die Schlucht begangen, und auch recht lange im Wald. Eine Top Leistung, wir sind stolz auf die Kleine. Sie wird sehr gut schlafen heute Abend. In wenigen Schritten nun zum Hotel Bären, wo wir auf Heidy und Leo treffen und im Sääli Platz nehmen, der Hund darf auch rein. Genau 2 Stunden haben wir hier Zeit, um Eglifilets, Rahmschnitzel, Salate und Desserts zu schlemmen. Das Groupiebuch geht für die Unterschriften umher und Bianca darf Comicfiguren ausmalen. Der Hunger ist da, die Egli schmecken toll wie immer, seit 20 Jahren komme ich mit Iris zweimal im Jahr hierher, als Kind war ich schon hier zu Gast und auf dem Spielplatz am See, als wir früher mit meinen Eltern und meinem Götti Germann Wiggli Wein holten bei Ulrich Römer in Tüscherz. Die Uhr läuft und bald ist es Zeit, aufzubrechen. Meine Eltern bleiben noch und die Gruppe verabschiedet sich Richtung Weindegustation. 100 Meter weiter treten wir in die Weinstube von Theo Tschanz ein, wo wir während einer Stunde 4 Weine aus seinem Eigenanbau für Fr.10.- kosten können. Der Rote liegt uns nicht, doch den weissen Chasselas und der Nobling ist ganz okay. Im gediegenen Keller schätze ich es, wenn ein Weinbauer wieder mal auf Deutsch seine Erzeugnisse vorstellt. Einige kaufen auch ein paar Kartons. Schon naht der Abschied und wir wandern zum Bahnhof zu Heidy und Leo, um dann um 16 50 h das Schiff "Stadt Biel" zu betreten. Bianca freut sich sehr auf die Schifffahrt, oben auf dem Deck sind die meisten Plätze nass, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch. Bruno holt eine Flasche Marc hervor, Iwan tollt mit Bianca rum und Toni, Lucie, Kilian und Annika sitzen unten in der Bar im Trockenen. Die Fahne hängt in der Blache, der Hafen kommt näher und nach 25 Minuten Fahrt erreichen wir schon wieder Biel, es war ein schöner Abschluss, auch wenn es jetzt leicht regnet. Da nach einem Kinderkonzert auf dem Schiff die Kids Ballone vom Personal erhalten, liegt auch einer drin für Bianca. Und auch für Hund Timo, der will rein beissen und springt in die Luft, Gelächter, und schon sind beide Ballone weg. Abschied von Kilian, Annika, Toni und Lucie, die Letzteren reisen jetzt nach Bönigen zu Ursi und Wolfi. In 15 Minuten zum Bahnhof Biel, unser Zug fährt ab um 17 50 h, Heidy und Leo sind auch wieder da, sie fuhren mit dem Regionalzug hierher. Gemeinsame Fahrt nach Laufen, wo wir schon um 18 34 h eintreffen, das Ende der Tour ist nah und der Abschied auch. Dankeschön fürs mitmachen, war eine tolle Idee.



Sport - und Kinderklettern am Bärenfels bei Aesch

28. Mai 2005 *

Dabei sind heute: Markus, Dominik, Michel, Dieter, Noemi, Joelle, Kilian und Annika, erstmals Annika`s Bruder Christian Kreide, ab 11 00 h beehren uns seit langer Zeit wieder einmal René und Anita, erstmals ihre Kinder Simon und Lars, Iris, Bianca und ich. Um 09 00 h treffen wir uns am Bahnhof Aesch, seit gestern ist es sehr heiss und heute gibt es einen neuen Hitzerekord, nämlich 31 Grad, und das Ende Mai. Gestern Abend hatten Fips und ich noch einen "Pink Fröyd" - Auftritt für die Raiffeisenbank Lüsseltal. An der Passwangstrasse in Brislach wurde ein Bancomat eröffnet und wir spielten dort im extrem heissen Zelt. Via Duggingen fahren wir zu einem Hof rauf und dürfen dort unsere Autos abstellen. In 15 Minuten ins Klettergebiet Bärenfels, wo wir uns dann zur Ostgruppe verschieben. Viele Kletterer aus Süddeutschland belagern schon die Routen im 4. Schwierigkeitsgrad. Wir wandern noch etwas weiter zur einzigen Route im 3. Grad, die aber gesperrt ist, weil ein Kauz dort oben seinen Nistplatz hat. So eröffnet Kilian die Route im 5. Grad und ich mache weiter links einen schweisstreibenden Vorstieg im 5. Grad, wo mich Markus sichert. Bianca spielt mit Iris im Schatten, es wird immer wärmer. Dann wird Bianca zum ersten Mal ein Gschtältli angezogen und ins Seil eingehängt, sie macht die ersten Griffe und Bewegungen am Fels und staunt etwas ungläubig zu uns zurück, Bravo Bianca! Gegen 11 00 h ruft jemand aus dem Wald zu uns hoch, es ist Anita. Sie gesellt sich mit René, Simon und Lars spontan zu unserem Klettertag dazu, direkt aus Gattikon. Schnell wollen die Kids auch klettern. Anita war schon lange nicht mehr in den Naturfelsen am üben, sie gehen viel in die grosse Halle in Schlieren. Dann suchen wir Holz und machen ein Feuer. Christian sichert Kilian, der schon mein Seil abzieht und im Vorstieg hochgeht. Nun ist es Zeit, um zu grillieren, Bianca ist müde und schläft dann eine Stunde unter einem grossen Felsen. Nach dem Essen werden neue Routen gesucht und versucht, Kilian fragt bei den Deutschen nach. Es kann nämlich nicht sein, dass eine 20 - köpfige Klettertruppe aus Lörrach den ganzen Tag die besten Vierer - Routen besetzt, wir finden dies eine Schweinerei. Er bekommt eine Route und später kann ich mit Didi zusammen noch eine weiter oben für uns beanspruchen, schnell sind auch an diesen beiden Seilen wieder unsere Kids am trainieren. Dominik bekommt meine Kletterfinken, um den grossen Unterschied zu erkennen, während René und Anita weiter vorne in der Route "Woodstock" dem Sportklettern frönen. Von den heutigen 8 Routen kennen wir deren 5 aus dem Kletterführer von Jürg von Känel, die Namen und Schwierigkeitsgrade wurden von Kilian zusammengestellt. Es sind dies:
1 Route--> Rampe 5a
2 Route--> Bel Ami (1 Route von mir) 5b
3 Route--> Dornröschen 4b
4 Route--> Alpha 4c/5a
5 Route--> Via Woodstock 5c

Die Zeit läuft schnell, es ist schon 15 00 h und die Hitze wird auch im Schatten langsam unerträglich. Gegen 16 00 h packen wir zusammen und verlassen die Bärenfelsen wieder, wandern zum Hof und treffen uns zum Schluss im Restaurant Sternen in Duggingen. Bier, Cola, Glacekugeln und Coupes sind jetzt gefragt, wir müssen uns fast hinter den Sonnenschirmen verstecken, so heiss brennt das Ding. Danach endet dieser sehr heisse Klettertag wie einst im Mai und nun schnell nach Hause, zum kleinen Pool mit Bianca und 2 Pizzas vom Pizza Leone. Schon bald muss ich packen für die morgige Tour ins Schemelloch.



Kletter - und Höhlen - Tour ins Erschwiler Schemelloch

29. Mai 2005

Eine private Tour mit meinen Sponsoren, dabei sind heute: Dr. Raphael Haberthür mit Sohn Nicolas, Daniel und Antonia Allemann mit den Kindern Céline und Jonas und ich. Wir treffen uns zum vierten Anlauf für diese schon lange abgemachte Tour ins Schemelloch vor dem Rest. Kreuz in Erschwil um 10 00 h. Hier begrüsse ich die Gruppe und erkläre kurz, was uns bevorsteht, wo sich in den Schemelfelsen das Loch befindet und wie sich das mit der alten Sage vom Silbersucher im Schemelloch, der eingeklemmt war und darin gestorben ist, ungefähr zugetragen haben muss. Anhand der Beschreibung handelt es sich aber bei diesem Fall um das Hintere Schemelloch, das sogenannte Schliffloch.

Denn in dieser Geschichte wird der Eingang zur Höhle als ebenes Loch beschrieben, an dem der Pfarrer, der Vogt von Thierstein und die halbe Bevölkerung stand. Genauso sieht das Schliffloch auch aus. Das Schemelloch hat etwas Mystisches, schon in der Primarschule bei unserem Lehrer, Paul Wyss, nahmen wir diese Sage durch. Die Geschichte vom Silbersucher, der im Loch eingeklemmt war und elendiglich starb. Der Dorfpfarrer, viele Einwohner und der Vogt von Thierstein waren also gekommen. Nachzulesen in einem früheren "Dr Schwarzbueb" sowie im neu erschienenen Buch "Die Hohe Winde". In der Schule hörten wir auch weitere spezielle Geschichten, die von der "Weinenden Fluh", vom "Narrebrünnli", dem Geist vom Schloss Thierstein oder auch der Spuk in der Neu Bechburg bei Oensingen. Oder auch das Gespenst in der Burg Alt Falkenstein bei Klus / Balsthal SO, das sich akustisch bemerkbar machte. Es gibt aber auch noch eine Erzählung über einen Geist beim Hof Ried zwischen Erschwil und Meltingen, als Kind wurde das mir so erzählt. Nun aber genug der Geister, jetzt wird geforscht. Wir fahren in 2 Autos nach Beinwil, übers Bachmättli Richtung Trogberg, um dann auf dem Feldweg zu parkieren. Mit dem ganzen Material in 25 Minuten über den Schemelhof steil und schweisstreibend zur Krete hinauf und rüber zur Feuerstelle, an dieses schöne Plätzchen. Es wird meine fünfte Tour ins Schemelloch und nun brauche ich 40 Minuten, um alle Sicherungen, Seile und die Strickleiter von René Jeker einzuhängen. Währenddessen die anderen sechs gemütlich die Gschtältli anziehen, Holz sammeln und sich bereit machen. Danach beginnt gegen 11 00 h die Höhlentour ins Schemelloch, Raphael und Nicolas seilen sich schon mal ab. Eine ( r ) nach dem anderen robbt rückwärts durch den engen Schlupf, wird runter gelassen mit Halbmastwurf, sucht die Tritte auf der Strickleiter und bekommt Tipps von unten her, von Raphael. Diese 8 Meter Höhe sind noch einfach mit dem Seil und der Leiter, als alle unten sind, folge ich als letzter. Der erste Schacht ist bezwungen und im grossen Raum sammeln wir uns. Gleich geht es weiter, mein 50 Meter Seil reicht auch durch den zweiten Schacht bis ins Wasser des ersten Sees. Wieder wird abgeseilt, Raphael geht auch als erster, die anderen folgen nach. Dieser Schacht hat eine Höhe von sicher 9 - 10 Meter und der Blick in die Tiefe kommt auch mir recht hoch vor, denn mein letzter Besuch hier war im Februar 2001. Es wird Mittag, als alle im grossen Raum sind, unter uns liegt der erste See mit seinem klaren Wasser, der Spiegel liegt höher als auch schon. Hier bewundern wir die Sinterformationen, die kleinen und grossen Stalaktiten, die an der hohen Decke hängen und zünden dann einige Kerzen an. Das ergibt eine schöne Atmosphäre. Jetzt seile ich zum Seeli ab und denke, wir klettern unten durch.

Der Stein in der Mitte liegt noch immer genau richtig, trocken über diesen und ducken, den Kopf einziehen. In den Gang nach hinten, Füsse, Arme und Ellbogen verkeilen, Tritte suchen und schon bin ich trockenen Fusses wieder auf dem Fels. Die Gruppe kommt nach, ein paar Tipps noch und es schaffen fast alle den Gang, ohne nass zu werden. Nicolas, Jonas und Céline klettern weiter nach hinten, die Stalaktiten werden immer schöner, ich schicke sie zum zweiten See, der klein, aber recht tief ist. Dann zieht Antonia vorbei, immer geradeaus. Der Holzstamm im zweiten See ist noch nicht zu morsch, er hält uns, in engen Kurven gehen sie weiter nach hinten zum dritten See, wo man nur noch sehr knapp durchrobben kann. Dann noch Daniel und Raphael, die beiden sind ziemlich begeistert. Daniel meint, es übertrifft alles, was er erwartet hatte. 2 Kameras sind auch hier im Einsatz, wir machen viele Bilder und ich drehe noch einen kleinen Clip. Nun hat niemand mehr Platz ganz hinten, sie kommen zurück, ich warte ab, rassig sind wir dann im Gang, über den zweiten See zum ersten, am Seil hochziehen und alle sind wieder im Trockenen. Das war`s im Grossen und Ganzen, was es mit dem Schemelloch auf sich hat, man muss es fast einmal gesehen haben, doch vom "Schlauchboot", wie mal ein Breitenbacher meinte, fehlt auch heute noch jede Spur. Zurück in der zweiten Halle mache ich die Gruppe auf die vielen Inschriften von früher aufmerksam, die älteste ist datiert von 1934. Da stehen bekannte Namen, Heiner Heizmann, Hans Borer, Allemann, Ferdi Humair, Kurt Wasmer, war 1996 mit uns hier, ich selbst, Roland und Oli Blessinger und natürlich die gesamten Alpengroupies von 1996. Die alten Inschriften sind alle mit Bleistift geschrieben und erhalten bis zum heutigen Tag. Noch ein paar Fotos, mit Kerzenlicht ohne Blitz, ein Gruppenbild, die Kerzen lassen wir hier. Dann geht es wieder retour, ich angle mich den Schacht hoch am Abseilachter, richte mich ein und sichere von oben. Später löst mich Nicolas dabei ab, wir werden langsam etwas müde und Antonia weiss bald nicht mehr, wie sie hier hoch kommen soll, es ist ein Krampf. Als Nicolas auch die letzten drei sichert, schnappe ich mir die Strickleiter und klettere hoch, würge mich über die Kante und robbe in den Schlupf zurück, geschafft. Es wird bald 14 00 h, als die ersten zwei wieder das Tageslicht erblicken, ich gratuliere meinen Höhlenforschern. Als Antonia die Leiter hochsteigt, findet sie den oberen Tritt nicht auf Anhieb, Raphael arbeitet mit Prusik - Klemmknoten von unten, hilft ihr und ich ziehe wie ein Stier, als sie auf der Kante liegt, das werden wir schon schaffen. In diesem Moment öffnet sich mein Klettergurt bei der rechten Schnalle an der Hüfte und fällt fast von mir ab, ich glaube, ich spinne. Für Antonia besteht keine Gefahr, doch ich staune nur noch, mein Gschtältli zieht sich ob der Anstrengung durch die Schnalle. Wenn mir das gestern während dem Alpengroupie - Klettern am Bärenfelsen passiert wäre, hätte ich abstürzen können, da wird mir ganz mulmig. Als Antonia und Daniel draussen sind, hole ich einen anderen Klettergurt und treffe vor dem Eingang auf Iwan Borer, der mich angrinst. Er wanderte vom Dorf her auf die Schemelkrete und auch Paul wird gleich hier sein. Die beiden bringen uns kaltes Bier mit. Mit Nicolas und Raphael sitzen die beiden letzten wieder an der Feuerstelle, die Gruppe ist komplett und das Abenteuer Schemelloch bestanden. Herzliche Gratulation an alle! Ich offeriere nun einen herrlich kalten, weissen Souriex 2003, den ich im Loch weiter gekühlt habe und verteile 4 Zinnbecher. Wir stossen auf das Erlebnis an, das Feuer brennt und später werden Würste und Speck gebraten. Iwan und Paul versorgen uns zusätzlich noch mit kalten Bierchen. So vergeht die Zeit, nach dem essen ziehe ich die Express, Karabiner und die Seile ab und verräume das Material. Es ist schön, auch wieder draussen im Wald zu sein, obwohl die Sonne nun heftig brennt. Zum Schluss machen wir noch ein paar Gruppenfotos, ich werde im Herbst wieder mit einer anderen Gruppe hierher zurückkehren. Nach 15 30 h verlassen wir über die Krete den Platz, geniessen die schöne Aussicht auf Erschwil und steigen zum Schemelhof ab. Hier beschliessen wir, im Restaurant Rössli noch etwas zu trinken und lassen den Tag ausklingen. Hohe Gewitterwolken ziehen auf und bald beginnt es kurz zu regnen. Ich denke, alle sind zufrieden über dieses Höhlenabenteuer im Schemelloch und ein paar werden sicher noch einige Wochen daran zurück denken und diese Sponsoren - Tour finden nun ein gemütliches Ende. Ich freue mich schon auf die Fotos dieser Tour.


Paul Siegrist schrieb am 22.08.2005:
Hoi Georg, nun komme ich mal dazu, in deine Homepage reinzuschauen, möchte dir danken und gratulieren für deine bisherige Arbeit, in der Hoffnung, dass es verwirklicht werden kann. Mit lieben Gruss Paul vom Rail Clean SBB

Klaudia schrieb am 25.08.2005:
Hallo, bin rein zufällig hier gelandet, nette Seite, weiter so.


Der verregnete Sommer 2005

Dieser Sommer ist nach 1997 und 2002 wirklich wieder einmal sehr unstabil und regnerisch. Wir freuten uns sehr auf den heissen Klettersteig Gemmiwand - Daubenhorn bei Leukerbad, mussten dann aber den 9. / 10. Juli sowie das Verschiebedatum 23. / 24. Juli absagen und auf Anfang September verschieben. Am 11. Juli verwüstet schwerer Hagelschlag grosse Teile der schönen Weinregion Lavaux, die wir dieses Jahr auch noch besuchen wollen. Dann, zu Beginn meiner Sommerferien, war der 6. August der Stichtag für Christoph, Kilian, Markus und mir. Christoph organisierte diese Privattour. Unser Traum war, das Nadelhorn, das Stecknadelhorn und das Hohberghorn in der Mischabelgruppe nacheinander zu besteigen, alle drei sind Viertausender. Als Highlight sollte der Abstieg ins Mattertal auf die Domhütte und die Besteigung des Dom auf dem Programm stehen. Dafür haben wir alle trainiert. Aber es sollte auch nicht sein, wir stiegen von Saas Fee zur Mischabelhütte 3340 m. ü. M. auf und mussten nach einer Nacht im Schneegestöber, Sturm und 50 cm. Neuschnee auf dem Nadelgrat wieder absteigen. Zur gleichen Zeit befinden sich Enno Burghard und seine Kumpels Gero und Rainer auf der Domhütte und warten auf uns, es sollte mit Enno ein Wiedersehen nach 8 Jahren sein. Wir wollten zusammen auf dem Dom stehen. Die drei haben das Glück, am Tag darauf den Dom, den höchsten Berg ganz auf Schweizer Boden, zu besteigen, dazu eine herzliche Gratulation. Tage später besuchen uns Enno und Gero drei Tage in Erschwil und erzählen ihre Geschichte. Nichts klappt in den Bergen für uns in diesem Jahr. Als nächstes steht die schöne Gletscherwanderung Diavolezza - Morteratschgletscher am 20. / 21. August mit 10 Anmeldungen auf dem Groupie - Programm und prompt muss ich das erste Datum absagen. Es wird pechschwarz gemeldet und ab Sonntag versinkt vor allem die Deutschschweiz 3 Tage lang in einer extremen Sintflut. Auch die Woche darauf wird es vor allem im Bündnerland nicht wirklich schön, so wird zum vierten Mal seit Anfangs Juli eine Groupie - Tour abgesagt. Erst am Montag kehrt der Sommer zurück. Die Woche darauf musste ich in letzter Minute wieder absagen, schlechtes Wetter im Engadin. Das war die fünfte Verschiebung. Am ersten September - Wochenende ist endlich gutes Wetter angesagt, der Klettersteig ruft.



Wiedersehen mit Hindernissen

Besteigung des Dom 4545 m. ü. M. 8. August 2005

( Tourenbericht von Enno, Gero und Rainer - Alpengroupie Sektion Deutschland )

Der Plan ist klar: Dieses Jahr soll es der erste 4000er sein. Nach einer Reihe 3000er und einiger Gletschererfahrung fühlen wir uns reif dafür. Stellt sich nur die Frage, mit welchem der 82 zur Auswahl stehenden Gipfel der Alpen sollen wir anfangen. Auch intensives Studium von Büchern bringt kein klares Ergebnis. Viele der Gipfel sind uns für den Anfang zu schwer, die leichten sind oft als öde oder gar touristisch überlaufen beschrieben. Da kommt Enno auf die rettende Idee, seinen alten Kumpel Gago anzurufen, den er seit vielen Jahren nicht gesehen hat. Der ist ja schließlich begeisterter Alpinist und kann uns sicher einen lohnenden Gipfel mit passendem Schwierigkeitsgrad nennen. Wie der Zufall es so will, plant Gago für exakt dieselbe Zeit eine Tour auf den Dom. Über viereinhalbtausend - so hoch wollen wir für den Anfang eigentlich gar nicht hinaus. Ein "knapper" 4000er war es, was uns vorschwebt. Aber als Gago hört, was wir in den letzten Jahren an Touren gegangen sind, meint er, der Dom sei durchaus drin. Und die Gelegenheit, diese Tour zusammen mit bergerfahrenen Freunden zu unternehmen, wollen wir uns letztendlich nicht entgehen lassen. Gago und seine Jungs wollen von Saas Fee aufsteigen, in der Mischabel-Hütte nächtigen und dann den Nadelgrat zur Domhütte überschreiten. Dort sollen wir zu ihnen stoßen, um tags darauf gemeinsam den Dom in Angriff zu nehmen.

Blick von unterhalb der Domhütte auf Festigletscher und Dom

Schon die Anreise ist ein Erlebnis, über den Furkapass bei dichtem Nebel, vorbei an Rhone- und Aletschgletscher das malerische Rhonetal hinunter. Nur das Wetter ist ungewöhnlich schlecht für Anfang August und drückt etwas auf unsere Stimmung. Als wir in Randa ankommen, ist es kurz nach 22 Uhr. In der Pension, die Rainer uns empfohlen hat, ist die Rezeption bereits geschlossen. Wir befürchten, schon im Auto übernachten zu müssen. Zu unserem Glück treffen wir zwei nächtliche Spaziergänger, die eine Pension betreiben und noch ein Zimmer frei haben. Unser erster Blick am nächsten Morgen gilt natürlich dem Himmel. Und tatsächlich, es sieht ein wenig freundlicher aus als gestern, aber stabil ist die Wetterlage beileibe nicht. Auf der Westseite des Mattertals hängen die Wolken bedrohlich tief über dem Weisshorn und über den Dom drückt es dunkle Wolkenwalzen aus dem Saastal. Von Gago erfahren wir, dass sie in genau diesen Wolken auf der Mischabelhütte festsitzen und an eine Überquerung des Nadelgrates nicht zu denken ist. Wir beschließen, trotzdem zur Domhütte aufzusteigen, denn dort wartet schon Rainer - unser dritter Mann. Er ist einen Tag früher angereist, um sich zu akklimatisieren. Sollte das Wetter morgen nicht mitspielen, steigen wir eben wieder ab. Im Saastal hat es unterdessen angefangen zu schneien und Gago und seine Freunde beginnen bitter enttäuscht den Abstieg.

Schon der Aufstieg von Randa zur Domhütte ist anspruchsvoll. Immerhin sind es gut 1500 Höhenmeter, zunächst durch lichten Lärchenwald bis zur Baumgrenze, dann über Almwiesen und die letzen 600 Höhenmeter richtig hochalpin - ausgesetzte Wege mit Kletterpassagen, teils mit Fixseilen gesichert. Als wir die letzte Kuppe unterhalb der Domhütte überschreiten, liegt er vor uns - der Dom, majestätisch und respekteinflößend. Als wir uns bei Laura - der Hüttenwirtin - nach Rainer erkundigen, reagiert sie gereizt. Unser sonst so friedlicher Freund hat es sich offensichtlich bereits nach wenigen Stunden mit Laura verscherzt. Und das nur, weil er ausschlafen wollte und damit Ihrem morgendlichen Putzwahn im Weg war. Wir erfahren, dass Rainer noch unterwegs ist und den Weg bis zum Festijoch erkundet, da dieser Teil des Weges beim eigentlichen Anstieg noch zu großen Teilen bei Dunkelheit zu gehen ist. Gegen Nachmittag reißt die Wolkendecke dann zunehmends auf und nährt die Hoffnung auf gutes Wetter für den Aufstieg. Am Abend genießen wir auf der Terrasse vor der Domhütte die letzten Strahlen der untergehenden Sonne und genehmigen uns passend zum Dom ein Cardinal. Als wir am Abend in der Stube über unseren Marschtabellen sitzen, drückt dichter Nebel aus dem Tal und auf unsere Stimmung. Sollte die Abendsonne nur ein Strohfeuer gewesen sein?

Morgenstimmung auf dem Festijoch mit Blick auf Matterhorn und Weisshorn

Am nächsten Morgen weckt uns Franz - der schrullige Hüttenwirt - unnachahmlich mit einem lauten: "Guetä Morgä, es isch hüt än wunderschönä Tag". Unnachahmlich vor allem für uns Flachlandtiroler, da in Schwitzerdütsch vorgetragen. Wir versuchen es dennoch oft in den folgenden Tagen und so wird dieser Satz der Running - Gag dieses Urlaubs. Franz hat ohne Zweifel recht, was den schönen Tag anbelangt: Es ist sternenklar und bei der klirrenden Kälte ist sogar der Brunnen vor der Hütte zugefroren. Kurze Zeit später beginnen wir den Aufstieg über die Schutthalden der Moränen, vorbei an einem Biwak oberhalb der Hütte zum Einstieg des Festigletschers. Bereits beim Anlegen der Steigeisen stellen wir fest, dass die Schläuche der Trinksysteme eingefroren sind und der Inhalt die Konsistenz eines Erdbeermargaritas hat. Der Gletscher ist weitgehend aper und die Spur gut zu erkennen - auch wenn sie für unseren Geschmack teils zu dicht an den Abbruchkanten der naheliegenden Steilwand entlang führt. Die Seilschaften vor uns schlängeln sich als Lichterwurm über den Gletscher in Richtung des Festijochs - der ersten Schlüsselstelle des Aufstieges - das nach knapp 1½ Stunden erreicht ist. Mittlerweile ist es so hell, dass die Stirnlampen für heute ihre Schuldigkeit getan haben. Für die Durchsteigung des Festijochs entledigen wir uns der Steigeisen und verzichten auf die trügerische Sicherheit des Seiles. Wegen den Temperaturen weit unter Null Grad bleibt der befürchtete Steinschlag zum Glück aus und wir kommen gut durch, auch wenn wir uns an manchen Stellen Fixseile wie im Aufstieg zur Domhütte wünschen. Als wir das Joch erreichen, schiebt sich gerade die Morgensonne über den Nadelgrat und lässt die imposante Kulisse des Matterhorns und die Weisshorngruppe in einem malerischen Licht erglühen. Ein absolut unvergesslicher Anblick.

Nach dem kurzen Abstieg aus dem Festijoch trennen sich die Wege zum Gipfel: Rechterhand die direkte Route über die 45 Grad steile Eisflanke des Festigrates und halblinks die Normalroute über den Hoberggletscher. Wir schlagen letztere ein und müssen zunächst durch die berüchtigte Serac-Zone, viele hundert Meter über uns die gewaltigen Eisbrüche. Bei dem Weg durch die PKW - großen Eistrümmer ist uns allen ziemlich mulmig und wir sind froh, diese hinter uns gelassen zu haben. Eine gute Stunde hatschen wir über den sanft ansteigenden Hoberggletscher, immer im Schatten des Nadelgrates. Hier wollte Gago mit seinen Jungs eigentlich rüberkommen, aber der Grat ist stark verschneit und bei diesen Verhältnissen sicherlich kaum passierbar. Je höher wir kommen, desto kälter wird es. Der Wind pfeift eisig über den frisch verschneiten Gletscher und wir sind froh, unsere Sturmhauben aufzuhaben, auch wenn sie später dem Gipfelbild nicht besonders zuträglich sind.

Gegen 08:00 h verlassen wir endlich den Schatten des Grates. In der Sonne sind die Temperaturen schon deutlich erträglicher und wir genehmigen uns eine kurze Frühstückspause, bevor wir den steileren Teil des Anstiegs beginnen. Wir haben die 4000 - Meter - Marke überschritten, das Wetter ist stabil und wir liegen gut in der Zeit. Noch heute Morgen war der Dom weit weg, ein fernes Ziel, schwer zu erreichen, fast irreal - doch jetzt nimmt er langsam Gestalt an, ist zum Greifen nah. Und mit jedem Schritt wächst unsere Zuversicht, diesen tollen Gipfel heute wirklich erreichen zu können. Der Neuschnee der letzten Tage ist tief und zum Glück ist die Spur schon gelegt. Die Monotonie der endlosen weißen Weite des Gletschers, des gleichbleibenden eisigen Windes wird immer wieder durchbrochen von riesigen Gletscherspalten und bizarren Eisformationen, schimmernd im strahlenden Sonnenschein. Die ersten Seilschaften kommen uns bereits entgegen, vermutlich jene, die den Weg über den Festigrat gewählt haben. Früher als geplant treffen wir ebenfalls auf den Festigrat, es sind noch gut hundert Höhenmeter. In respektvollem Abstand zur Wächte geht es auf blankem Eis steil Richtung Gipfel. Ganz plötzlich sind wir oben - fast unerwartet, weil der Gipfel von unten nicht genau einzusehen war. Wegen des Höhensturms riskieren wir den Weg zum Kreuz nicht, da die letzten Meter über einen schmalen Grat führen, neben dem sich jäh der 2000 Meter tiefe Abgrund nach Saas Fee öffnet.

Enno vor dem Gipfelkreuz des Dom 4545 m.

Den Gipfelgenuss teilen wir mit einer polnischen und einer Schweizer Seilschaft, viel Platz also, um die unglaubliche Fernsicht zu genießen. Zu schade, dass Gago und den anderen der Aufstieg über den Nadelgrat gestern nicht gelang - es ist ein nahezu perfekter Tag für die Dombesteigung. Wir verweilen nur knapp zehn Minuten auf dem Gipfel, dann zwingt uns der eisige Wind und Temperaturen unter minus 20 Grad, den Abstieg anzutreten. Euphorisch, aber konzentriert steigen wir auf gleichem Wege ab, der uns jetzt bis auf die ersten steilen Meter wie ein langer Schneespaziergang vorkommt, nur unterbrochen von der Kletterei im Festijoch. So erreichen wir müde, aber glücklich wieder die Domhütte. Zu unserem Erstaunen ist das Biwak oberhalb davon zu einer wahren Zeltstadt angewachsen und auch die Hütte ist jetzt voll bis unters Dach. Wir sind froh, dem morgigen Gipfelansturm knapp entgangen zu sein. Wir feiern diesen tollen Gipfel natürlich mit ein paar kühlen Bierchen, deren Wirkung uns - mit 1600 Höhenmetern in den Knochen - durchaus überrascht... Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zurück ins Tal nach Randa. Nach zwei entspannten Tagen in den Weinbergen um Sierre und Salgesch besuchen wir schließlich Gago, Iris und die kleine Bianca auf unserem Heimweg nach Deutschland. So kommt es doch noch zu dem Wiedersehen, welches uns auf dem Dom verwehrt geblieben ist.



Klettersteig Leukerbad - Gemmiwand - Daubenhorn 2941 m. ü. M.

3. / 4. September 2005 *

Dabei sind: Mirella, Markus, erstmals Raphael Haberthür aus Breitenbach und ich. Diese Tour sollte ja schon im Juli stattfinden, 5 Leute haben für das dritte Datum abgesagt. Wir starten zu dritt, denn Raphael ist hier verhindert, er wünscht uns am Donnerstag per SMS eine schöne Tour mit den Worten: "Leider nein, euch ein tolles Bergerlebnis."Mirella sitzt bereits im Zug, als Markus und ich in Laufen um 09 21 h einsteigen. Zu dritt über Biel - Lausanne nach Leuk. Weiter mit dem Postauto nach Leukerbad, Ankunft um 14 25 h. Am Samstagmorgen um 10 55 h halten wir gerade in Martigny, da schickt mir Raphael ein SMS mit dem folgenden Text: "Der Ruf des Bergs ist zu stark. Werde um 20 00 h ca. BMW besteigen. 3 - 4 Stunden bis Leukerbad Gemmiwand 2 h, Ankunft Hotel 01 - 02 Uhr. Wir sehen uns beim Frühstück." Wir spazieren durch das Dorf, stehen am Brunnen mit dem warmen Thermalwasser, nun etwas für den Magen. Das Wetter ist für beide Tage prima gemeldet. Wir haben Hunger und suchen ein Restaurant mit durchwegs warmer Küche. Im Restaurant City geniessen wir feine Rehschnitzel zu dritt, die allerdings aus Neuseeland stammen. Vom Sitzplatz aus haben wir direkten Blick auf die Gemmiwand, in der Mitte befindet sich die Daubenhornwand mit dem grossen Schweizerkreuz. In der Nähe dieses riesigen Kreuzes muss der Klettersteig vorbeiführen. Später mit der Gondelbahn auf die Gemmi hoch in 15 Minuten. Im 1998 neu erbauten wunderschönen Hotel Wildstrubel melden wir uns an, bezahlen die Halbpension, reservieren auch ein Bett für Raphael im Zimmer "Wildstrubel" und überziehen die Matratzen mit den Duvets im heimeligen, modernen Zimmer. Das Hotel ist der Hammer, topmodern, ein vierstöckiger Rundbau. Der Nachmittag wird gediegen, wir wandern hinunter zum Daubensee, relaxen dort und werfen flache Steine ins Wasser, auf dass sie hüpfen sollen. Danach zurück, gegen 18 30 h wird das Abendessen serviert, dasselbe Menu für alle, es gibt eine tolle Suppe, überall wird auch nachgeschöpft, gemischter Salat und Kartoffelstock mit Ragout und Sauce, perfekt. Ein Italiener, Signore Nicoletti, sitzt zu uns, er schwatzt viel mit Mirella und wohnt in Bern. Auch er will Morgen durch den Grossen Klettersteig. Unser Tisch ist so reserviert, dass wir bequem das Länderspiel Schweiz - Israel aus dem St. Jakobs - Park tonlos schauen können, welches unentschieden endet. Ein gemütlicher Abend wird erlebt, gegen 23 00 h ziehen wir uns ins Massenlager zurück. Raphael genoss heute zur Zeit mit seinem Sohn den Match Live, fährt dann nach Hause, packt und fährt sofort mit seiner BMW - Maschine über Bern - Lötschberg ins Wallis nach Leukerbad, das er etwa gegen 23 00 h erreicht. Dann steigt er den Gemmiweg auf in der dunklen Nacht, wandert fast 2 Stunden und trifft gegen 01 00 h morgens im Hotel Wildstrubel ein. Via SMS findet er uns sofort und hüpft ins Bett. Eine wahre Leistung, nur um hier dabei zu sein, das macht nicht jeder. Um 05 15 h läutet mein Natel und wir begrüssen einander und packen zusammen für die Tour. Im schönen Stübli mit Panoramafenstern nehmen wir alle vier das Frühstück ein, viele schlafen noch. Dann wird ein kleines Depot erstellt mit Utensilien, die wir wirklich nicht brauchen und draussen vor dem Hotel starten wir zu viert um 06 20 h ins Abenteuer Klettersteig Daubenhorn. Es ist recht mild, fast ohne Wind und die Bergjacke wird den ganzen Tag im Rucksack bleiben. Im Internet finden wir folgenden Text über den fantastischen Klettersteig Leukerbad:

Was ist ein Klettersteig? Ein Klettersteig, eine "Via ferrata", ist eine Steiganlage, die Felsgelände, gleich welcher Schwierigkeit, durch künstliche Sicherungen wie Drahtseile, Leitern, Eisenklammern und - stifte auch für unerfahrene Kletterer begehbar machen. Für den anspruchsvollen Bergwanderer, der "höher hinaus", dabei aber nicht frei klettern möchte.

Einstieg Untere Schmitte
Stahlkabel: 800m
Leitern Total 100m
Höhendifferenz ca. 1000m
Dauer ca. 8h (Gemmi - Gemmi)

Kleiner Klettersteig
Vom Gemmipass ( Bergstation der Seilbahn ) zunächst auf dem Gemmiweg etwa 20 Min. abwärts bis zur Unteren Schmitte (2070 m, grosser Strommast), wo rechts die Ferrata abzweigt. Sie quert (markiert) mit Drahtseilsicherungen auf Bändern die Daubenhornwand zur Unteren Freiheit. Nun spektakulär und steil über eine Serie von Leitern hinauf zur Oberen Freiheit (2303 m) einer grasigen Kanzel hoch über Leukerbad mit herrlich freier Aussicht. Hier gabelt sich der Steig; wer nicht weiter zum Daubenhorn will, kann über den Mieläss, mit kurzen gesicherten Stellen, absteigen zum "Geissweg", der zurückleitet nach Leukerbad.

Grosser Klettersteig
Von der Oberen Freiheit aufwärts zur Wand und in die gut 100 Meter lange Höhle. Anschliessend durchwegs steil, von nur einem grösseren Absatz unterbrochen (Biwakplatz), teilweise atemberaubend luftig durch die Daubenhornwand. Man entsteigt ihr zum Westgrat; nun rechts zum Gipfel mit grossem Panorama.
Abstieg
Vom Gipfel hinunter zum (spaltenfreien) Daubenhorngletscher. Über ihn zu einem auffallenden Markierungsblock, dann über die Geröllflanke weiter bergab zum Lämmerenboden und fast eben zurück zum Gemmipass.

Unglaublich heftig geht es auf den Leitern an enem riesigen Schweizerkreuz vorbei, mitten in der Steilwand. Einfach nicht so viel runter schauen.

In 25 Minuten nun den Gemmiweg hinunter, um dann rechts auf eine Wiese abzubiegen, hier beginnt der Steig. Eine Informationstafel im Gebiet Untere Schmitte klärt uns nochmals über die Schwierigkeiten auf. Ein paar Meter weiter montieren wir Gschtältli, Bandschlingen, Karabiner und den Helm, es geht los. Auf kleinem Pfad auf ein schmales Band, bald treffen wir auf die ersten Stahlseile. 5 Personen klettern vor uns, auf der Gemmiweg - Seite sah man 2 Gämsen. Das Abenteuer beginnt, wir klettern Richtung Untere Freiheit, einhängen, wechseln, aushängen, das klicken der Karabiner wird uns den ganzen Tag begleiten. Der Weg ist leicht ansteigend, um eine erste Wand herum, über uns die erdrückende Gemmiwand, dieses Gebiet nennt sich "Nase", dazu stahlblauer Himmel und eine super Aussicht. Um 07 45 h erreicht uns die Sonne, schnell wird es warm, tief unter uns das noch verschlafene Leukerbad im Schatten. Auf einer Wiese angekommen, erblickt man eine Steilwand mit farbigen Punkten, man staunt ehrfürchtig, macht Fotos. Hier müssen wir durch? Wir traversieren dort hinüber und meistern den senkrechten Aufstieg, dabei helfen erste Eisenstifte und das immer begleitende Stahlseil zur Sicherung, weiter "zum Lärch." Später über einen grasigen Hügel, genannt die Untere Freiheit, immer weiter in die Felsen hinein, da steht die erste Leiter, eine Himmelsleiter, kann man sagen. Auch hier verläuft rechts das Stahlseil, alle 2 - 3 Meter muss man umhängen, damit man im Falle eines Sturzes nicht zu grosse Blessuren davonträgt. Aber ich meine, ein dummer 2 Meter Sturz reicht schon lange aus, um die REGA zu kontaktieren. Für eine Notsituation hätten wir heute sogar erstmals "Dottore" Raphael dabei. Ich denke, meine Mutter Heidy hat zu Hause wieder vier Kerzen angezündet. Alle vier sind toll drauf und Mirella hält sich super, wie wenn das eine Wanderung wäre. Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit sind hier gefragt. Wir befinden uns wieder auf 2300 m. ü. M. Vor der ersten nun gleich rüber zur zweiten Leiter in sehr steilem Fels und da ist sie schon, die riesige Schweizerfahne aus Blech, gut 3 mal 3 Meter gross. Einen Meter daneben steigen wir hoch, ein tolles Bild, einzigartig in der Schweiz. Dann in schönem, griffigem Fels über viele Eisenstifte weiter hoch, um auf einem Bödeli auszusteigen. Wir befinden uns auf der Oberen Freiheit. Hier teilt sich der Steig, der grosse Klettersteig führt voll in die nächste Rinne links der Wand hinein, der Kleine Steig führt über steile Felsenbänder abwärts nach Leukerbad zurück. Ein paar Fotos, auf einem Steinhaufen weht die Walliser Flagge und darunter Info`s und eine Kasse zur Erhaltung des Steiges. Zum Daubenhorngipfel sind es noch rund 3 Stunden, heisst es hier. Ein paar Franken Unterstützung für die Erbauer können bestimmt nicht schaden. Eine kleine Pause haben hier alle verdient. Es ist 10 00 h geworden, ich telefoniere kurz nach Hause, 2,5 Stunden sind vorbei, also fast die Hälfte. Das Abenteuer Teil 2 beginnt sofort. Eine Schafherde säumt in der Sonne unseren Weg, und sie stinken, die Böcke. Voll in die nächste Wand, viele Eisenstifte erleichtern den Aufstieg, nun drückt eine weitere Gruppe von hinten, oder besser gesagt, von unten. Ich verletze mich etwas an der Hand wegen dem Stahlseil, meine Hand blutet ein wenig und wird vom Eisen immer schwärzer. Sehr schnell gewinnen wir an Höhe, bald muss die geheimnisvolle Höhle kommen. Zwischendurch lasse ich hier auch mal einen Fluch raus. 2 Girls wollen weiter oben an uns vorbei und fragen anständig. Sie sind recht schnell, da kommt schon die Höhle. Als ich die Höhle, die senkrecht im Berg liegt, betrete, wird es endlich kühl und auch dunkel, doch da ist auch Licht. Ein paar Wassertropfen, Eisengriffe und Stifte, links hoch, ein Blick nach oben und jetzt bleibt vor lauter Staunen mein Mund offen. Die Girls kleben über mir wie Spinnen auf einer Indiana Jones - mässigen kleinen Hängebrücke aus Pfählen und Seilen. Wie soll das gehen? Ich angle mich über verschiedene Eisenklammern hoch, dicht hinter mir klettert Markus, in der Höhle gibt es drei Routen, um weiter zu klettern, per Zufall wähle ich die schwierigste aus. Am fast überhängenden Fels nun hoch, das Stahlkabel über mir, weg nach links, unter mir schauen Raphael und Mirella hoch, nun über die kleine Hängebrücke. 6 Schritte da rüber und an die nächste Wand, die leicht geneigt ist, hänge ich mich an die nächsten Eisenklemmen. Um ein Haar hätte ich hier den Krampf im Oberarm bekommen, brauche etwas Zeit, um auszuruhen. Was für eine Wahnsinns - Höhle, und dieser Ideenreichtum der Erbauer, sagenhaft. Markus folgt mir, weiter hoch, die Wand wechseln und auf die zweite Hängebrücke. Mirella leidet zwischen den Brücken an der schlimmsten Stelle. Über diese zweite Brücke geradeaus weiter auf speziellen, quadratischen Tritten zu einer Leiter, über diese und ein paar Stifte rechts hoch, ins Licht, an die Sonne. Jetzt wird es einfacher, das war der absolute Hammer, aber auch etwas ein Krampf. Auf leichtem Weg weiter aufwärts, wie eine Spirale führt der Steig um diesen Berg herum. Als ich um die Ecke klettere, tönt Musik aus dem Dorf herauf, ein internationales Blasmusikfestival findet in Leukerbad statt. Der Wind leitet die Töne zu uns hoch, wir befinden uns auf 2700 m. ü. M. im "Hammer" und das Dorf liegt abgrundtief weit unter uns, der Tiefblick ist immer wieder gewaltig. Eine weitere Leiter, etwa die elfte, steht vor uns, ich warte auf meine Gruppe. Markus und ich hängen uns neben der Leiter ein, eine Gruppe junger Deutscher drückt herauf und will durch. So ein Stress, wir lassen sie vorbei, das brauchen wir nicht. Hinter den 12 Deutschen machen wir weiter, viele Stifte, noch eine Leiter. Ich balle die Faust und öffne sie, doch der Mittelfinger will nicht mehr, er bleibt, wie er ist, hoppla. Zwei, dreimal, dann geht es wieder. Ein Ort nennt sich auch Kanzel hier oben, wir erreichen den Biwakplatz, eine grössere Ebene mit Briefkasten und einem Gipfelbuch. Der Blick auf die Mischabelgruppe, den Dom, Monte Rosa und das Matterhorn ist sehr schön, einige Wolken türmen sich im Süden schon mal auf. Eine weitere Pause gibt es hier, auch den Italiener haben wir vorhin getroffen, er ruht sich auch aus. Seit langem sehen wir wieder den Daubensee mit der Ebene und dem Hotel Wildstrubel. Die Abgründe und Felsen der Gemmiwand haben unter der Seilbahn bizarre Formen aus diesem Blickwinkel angenommen. Unsere Gruppe befindet sich auf 2800 m. ü. M. Noch 140 Meter bis zum Gipfel. Ein paar Fotos zur Erinnerung, dann geht es weiter. Auf dem Wanderweg zum Gipfel hoch, das weisse Kreuz ist schon sichtbar, es dauert noch etwa 45 Minuten. Jetzt wieder steil in die Stahlseile, an Antennen vorbei in eine krasse Steilwand, vor uns steht die letzte Leiter, ich hab vierzehn gezählt. Das Seil links eingehängt, treten wir ihr entgegen, ich schätze, sie ist gegen 50 Meter hoch, mittendrin wieder etwas überhängend. Diese nun hoch, ich denke, noch eine Viertelstunde länger und ich bekomme den Krampf. Raphael folgt als Zweiter und macht ein Bild von Mirella zwischen seinen Beinen hindurch, das gibt tolle Fotos. Dann ist es geschafft, wir sind auf dem Gipfelgrat, unter uns liegt der kleine Daubenhorngletscher.

Die verdiente Gipfelrast nach 7 Stunden klettern in den Wänden, auf dem schönen Daubenhorn 2941 m. ü. M., es war extrem.

Noch 3 Minuten auf dem Wanderweg zum Gipfel hoch, ich betrete das Daubenhorn auf 2941 Meter über Meer nach 7 Stunden und 10 Minuten über den Steig von der Gemmi aus. Gleich kommt Raphael strahlend hoch, Lachen, Gratulationen, Zufriedenheit, Hände schütteln. Dann folgen Mirella und Markus, Küsschen für sie, wir haben es erlebt. Das war jetzt wirklich der Hammer, schnell ein paar Fotos, Nicoletti fotografiert uns, wir tauschen die E - Mail Adressen aus, es ist 13 30 h geworden. Ich hole meinen Rucksack und klaube eine Flasche Aigle 2003 hervor und die Zinnbecher, einen goldenen für Raphael. Dann wird angestossen auf den Grossen Klettersteig, auf den Berg und den Gletscher, wir haben alles gehabt. Ein Anruf zu Iris, ich habe mit meinem neuen Outdoor - Kamera - Natel Nokia 5410i drei Fotos gemacht unterwegs und eines auf dem Gipfel, die sende ich jetzt zu Iwan, Christoph und Adi, sie sind bisher die einzigen, die MMS haben. Wolken und Sonnenschein lösen sich ab, wir geniessen den Moment einfach, und auch die Aussicht und den Wein. Der Wildstrubel strahlt mit seinen Gipfeln hinter uns. Raphael wurde heute ein Alpengroupie. Der Moment dauert eine ganze Stunde, bis wir den Gipfel wieder verlassen, Adieu! Abmarsch um 14 30 h, leicht zum Gletscher hinunter, über diesen während 15 Minuten, kleine Bäche teilen das Eis, es ist hier wunderschön. Danach über die Felsen und zu den Steinmännchen, Gespräche, Spass, Sonnenschein. Runter auf die Ebene "Lämmerenboden", eine kleine Pause, wo wir die Getränke aufbrauchen. Auf der Ebene in 30 Minuten am Gletscherbach vorbei, der gespiesen wird mit dem Wasser vom Wildstrubel. Über Sand und Geröll zur Brücke und hinauf in weiteren 10 Minuten zur Gemmi. Wir erreichen das Hotel um 16 10 h, 100 Minuten waren es vom Gipfel. Die ganze Tour dauerte für uns also 8 Stunden und 50 Minuten. Vor dem Restaurant noch ein letztes Gruppenfoto mit Fahne und Dame, Raphael schreibt sein Autogramm ins Tourenbuch, das Depot wird aufgeteilt. Dann kurze Fahrt mit der Gondelbahn nach Leukerbad, wo Raphael seinen Töff besteigt. Im Restaurant City sehen wir uns wieder und verspeisen drei Teller Spaghetti. Weil der Wirt zu langsam arbeitet, bezahlt Raphael unsere Zeche und wir verschwinden zum Postauto, das um 17 40 h abfährt. Unterwegs überholt uns Raphi auf der Strasse, wir wünschen gute Fahrt. In Leuk mit dem Zug nun nach Lausanne, weiter über Biel nach Laufen, Ankunft um 21 30 h. Und in 25 Minuten ist Mirella auch wieder zu Hause. Die Wand war einfach der Hammer, so was vergisst man nicht mehr. Heute bin ich froh, dass wir nur zu viert waren, es war wirklich super!


Schorsch Gago schrieb am 21.09.2005:

Liebe Iris: Zu deinem 40. Geburtstag heute am 21. September 2005 wünsche ich dir alles Gute, Glück, Gesundheit und ein tolles Fest. Dein Gago



4. Weintour ins Lavaux, Villette, Grandvaux, Lutry

15. Oktober 2005 *

Dabei sind diesmal: Kilian und Annika Wehrli, Christian Kreide, Mirella de Lorenzo und erstmals ihr Freund Fritz Krähenbühl, Nadja Müller, Evelyne Heim, erstmals Adrian Roth, Raphael Haberthür, erstmals seine Frau Elisabeth Haberthür, erstmals Christiane und Gerd Kreide, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Martin, Véronique und Bernard Blondel ( frisch verheiratet ), Yvan Clos, Toni und Lucie, Heidy, Paul ( Film ), Christoph, Eric und Daniela, Markus, Iris und ich. 28 Groupies also inklusive dem Hund. Um 06 00 h trifft sich der Grossteil der Gruppe am Bahnhof Laufen, die Züge, die Weinbauern und das Schiff sind schon längst reserviert, die Tickets werden verteilt. Unser Zug fährt in der Dunkelheit um 06 21 h ab, so spät im Jahr waren wir noch nie auf einer Weintour. Ein paar Minuten nach Abfahrt öffnet Christoph einen weissen Neuenburger, womit wir bei Thema sind. Mirella und Fritz sind schon in Basel in den Zug gestiegen, weitere Mitglieder der Familien Wehrli und Kreide steigen in Biel zu. Am Neuenburgersee dämmert es schon, wir sind fast komplett. In Lausanne wird umgestiegen, 9 Minuten später erreichen wir Grandvaux. Hier warten Lucie, Toni, Véro, Bernard und Yvan. Unserem Toni fehlt seit kurzem ein Zahn, er sieht schrecklich aus. Nach der lauten Begrüssung starten wir unsere Tour, die Fahne weht und wir wandern etwas abwärts und dann am Gleis entlang durch die schönen, gelbgrünen Rebenhänge. Die Trauben sind im Fass und die Sicht ist super, nur über dem Genfersee hängt der Dunst. Wir haben prächtiges Herbstwetter und geniessen es. Nun abwärts wie im letzten Jahr mit meiner Schulklasse, an einem Bach entlang auf Steinplatten zu einem Teil von Grandvaux und weiter nach rechts ins kleine Dörfchen Aran sur Villette. Dort winkt schon von weitem unser Weinbauer vom Herbst 04, Joseph Hug, er begrüsst uns nach einer Wanderung von 30 Minuten vor seinem Haus. Später mit einem frischen Sauser in den Weinkeller, er erklärt seine Reben, die Weinpresse und lobt stolz den hohen Öchslegrad in diesem Jahr. Dann betreten wir sein schönes Carnozet und füllen den Raum bis auf den letzten Platz. Nun stellt sich heraus, dass Toni Joseph Hug schon länger kennt. Jetzt öffnet Joseph einen Lutry 2004 der Stadt Lausanne zum degustieren, später einen Grandvaux Domaine Corcelles de la Jorat 2004 seines Sohnes Emmanuel und darauf seinen eigenen Weisswein, einen Chatagny 2004 hier aus Villette. Er ist kräftig, spritzig mit Harmonie und angenehm im Munde. Ideal als Aperitif und Vorspeise, weissem Fleisch oder zu Fisch und Käsegerichten. Dazu geniessen wir feines Gebäck und weitere Spezialitäten aus dem Waadtland. Da die darauf folgende Gruppe nach uns sich abgemeldet hat, haben wir bei Joseph und seiner Frau Annick auch mehr Zeit, ruhig erklärt er seine Familiengeschichte, sein Leben als Weinbauer und erzählt auch vom schlimmen Hagelschlag im Juli, welcher seine Reben im Vergleich zu Riex oder St. Saphorin noch einigermassen gut überstanden haben. Es ist schön, wieder einen auch deutschsprechenden Weinbauern zu besuchen. Zwischendurch gehen die Raucher nach draussen, aber nicht nur die, auch Raphael und andere aalen sich in der Herbstsonne, wir haben jetzt schon 20 Grad. Plötzlich stehen Sonja und Sepp Altermatt aus Forel / Erschwil / Büsserach im Weinkeller, sie wussten von Joseph, dass wir hier sind. Es ist eine tolle Überraschung, wie schon letztes Jahr auf der Klassenfahrt sind wir nun hier wieder zusammen gekommen, die beiden müssen später auch mit aufs Bild. Die Groupiefahne hängt im Geländer und nun können wir auch Wein bestellen und die Familie Hug unterstützen. In der Preisliste von Joseph Hug finden wir folgenden Text über die Geschichte des Rebgutes Chatagny:

Isaac Mégroz, ehemaliger Besitzer, vermachte sein Gut im Jahre 1910 den Waisenkindern des Kantons Waadt. Ab 1970 nennt sich die verantwortliche Dienststelle "Service de protection de la jeunesse". Zwei Generationen - Constant und Ernest Dovat - pflegten das Gut von 1912 bis 1971 im üblichen Akkordvertrag des Kantons Waadt. Als Nachfolger wurde die Familie Joseph Hug - Guion Ende 1971 ebenfalls im Vertrag als "vigneron - tàcheron" angestellt. Dies wurde nach 22 Jahren geändert. Seit 1993 verbindet ein Pachtvertrag den Besitzer mit den Winzern Joseph Hug - Guion und Sohn Emmanuel Hug - Leeman. Die ganze Familie pflegt das Rebgut mit viel Sorgfalt und Liebe, besorgt darum, Ihnen edle Weine von bester Qualität zu präsentieren.

Ich sammle nun von jedem Fr.12.- für die Unkosten ein, zum Abschluss degustieren wir noch seinen Rotwein, einen Villette AOC 2004 Pinot Gamay mit feinem Geschmack. Iris und ich bestellen den Chatagny mit Deckelverschluss statt mit Korken. Gegen 11 30 h sammeln wir uns alle draussen, es ist der richtige Moment für ein tolles Gruppenfoto unserer Bande hier, inklusive Joseph und Annick, Sonja und Sepp und den zwei Hunden. Es sind so viele, dass ich und Christoph erst beim zweiten Foto merken, dass Lucie und Véro mit ihrem Auto noch fehlen. Paul macht heute wieder einmal seinen Film für den diesjährigen Tourenausklang. Nun verabschieden wir uns von Joseph und seiner Frau, sie haben uns das Duzis angeboten. Wir kommen wieder einmal nach Villette zurück. Einige Rucksäcke verschwinden im Auto von Lucie, wir wandern gut gestärkt die Teerstrasse hoch in den oberen Teil von Grandvaux, an der Kreuzung vorbei zum Restaurant Relais de la Poste, wo wir schon mehrmals waren. Kurz nach 12 00 h sind alle in der schmucken Beiz und nehmen Platz am extrem langen Tisch mit Blick auf den See. Nach dem Apéro bestellen bis auf drei Groupies alle Eglifilets, wie vorgeschlagen im Programm, wahlweise mit Frites, Salzkartoffeln oder Reis. 3 Stunden haben wir nun Zeit, uns hier zu verköstigen. Nach dem feinen Essen werden noch Desserts bestellt, das Programm "Tourenausklang 2005" sowie weitere Buchbestellungen verteilt. Der Groupiebeitrag und die Zugsbillette werden eingezogen, damit alles seine Richtigkeit hat. Nun behauptet ein gewisser Christoph Wehrli, der grosse, zackige Berg aus Fels und Eis, dem Namen nach der "Dent du Midi", der zum Sujet mit dem Schloss Chillon gehört, verstecke sich links von Montreux, aber ich behaupte rechts. Man sieht ihn von hier nicht, der See krümmt sich auch noch weiter nach rechts und links steht der Dent de Jaman da und die Rochers de Naye. Einer behauptet, der andere auch, ich wette 100 Franken, dass der Dent du Midi auf der rechten Seite versteckt ist, Christoph schlägt ein. Jeder hat seine eigene Unterstützung, wir werden sehen, wer nun recht hat. Der einzige weisse Berg ganz rechts ist nämlich der Grand Combin. Dann bezahlen wir und wandern wieder abwärts über die Strasse, unter Aran hindurch und weiter nach Lutry. Bei einer Kreuzung mit einem Schloss zieht Toni wieder Mal aus der Route weg nach rechts, wir geniessen unterwegs am Schluss etwas Tranksame von Heidy. Ein alter Winzer bestätigt uns unterwegs den Standort des Berges und ich gewinne die 100 Franken, besten Dank an Christoph. Somit wird er auch gleich ein Sponsor des Alpengroupie - Buches. 100 Meter über uns auf einer Terrasse wandert die Spitze der Groupies, sie laufen von oben her ins Dörfchen Lutry ein nach einer Stunde. Wir trekken über das Schwimmbad ins Zentrum und finden das Caveau de Lutry. Danach kommt auch der Rest, es ist 16 15 h. Sophie am Tresen hat extra für uns eine Stunde früher geöffnet. Hereinspaziert! Wir nehmen im hinteren Teil des Kellers in zwei Räumen Platz. Sophie bringt danach Weisswein und Sausisson, später Brot. Doch die Leute haben Durst. Etwas hat sie hier falsch verstanden, für den abgemachten Preis von Fr.15.- kann das nicht alles gewesen sein. Dann wird kurz gerechnet und diskutiert durch Lucie und Véro und nachgeliefert. 2 volle Stunden geniessen wir auch hier ein lustiges Beisammensein, alles stimmt, auch die Fahne ist noch da. Einmal war heute Eric und dann Crissie der Fahnenträger.

Eine grosse Gruppe kehrt ein beim Weinbauern Joseph Hug in Aran / Villette.

Es wird immer lauter im Keller und neue Gäste kommen die Türe herein. Um 18 15 h kündige ich den Abmarsch an, in wenigen Minuten nun zum See, wo uns das Schiff bald erwartet. Unterwegs wird schon mal eine Weinflasche herumgereicht, wie bei den Piraten der Karibik. Dann trauen wir unseren Augen nicht: Die Natur präsentiert uns einen Sonnenuntergang, wie ich ihn 15 Jahre lang noch nie am Genfersee erlebt habe. Die orange Sonnenscheibe überm Wasser, eine Möwe, ein Boot, Farbenpracht total wie auf einer Insel in der Karibik, fast unglaublich. Man staunt, wir werden rot vom Fixstern angeleuchtet, machen viele Fotos, eine tolle Stimmung ist das hier. Dann kommt um 18 39 h unser Schiff, schnell sind wir auf dem Oberdeck und geniessen eine Fahrt von 25 Minuten, die Sonne versinkt im See, es dämmert. Ein wunderbarer Abschluss war das hier. Schnell wird es auch kühl, die Fahne weht im Wind. Es sich alle da und bald steigen wir in Lausanne - Ouchy aus, gehen zur Metrostation, der einzigen in der Schweiz. Mit dieser nun hoch zum Bahnhof Lausanne, wo ich im altehrwürdigen Bahnhofbuffet mit dem riesigen Matterhorn- Ölbild noch eine Stunde eingeplant habe. Schnell haben wir ein grösseres Sääli in Beschlag genommen und freuen uns auf eine kalte Stange und anderes, zwischendurch wird auch gesungen. Vor 20 30 h verabschieden sich Toni, Lucie, Véro, Yvan und Bernard und gehen auf ihren Zug. Wir zahlen und fahren eine Viertelstunde später ab. Alles wird gut, auch die Fahne ist noch unter uns. Unterwegs gibt es da und dort etwas Wein aus dem Zinnbecher, Iris schneidet auf der Girolle Tete de Moine, den ich unter die Leute bringe. In Biel verlassen uns Kilian, Annika, Christian, Gerd und Christiane, wir werden langsam weniger. Um 22 35 h erreichen wir Laufen, nur Mirella und Fritz fahren noch weiter. Am Bahnhof nun die letzte Verabschiedung, bis zum nächsten Mal, vielleicht am Tourenausklang vom 26. November. Bis auf ein paar wenige, die noch ins Städtli ziehen, gehen alle nach Hause. Martin, Heidy, Paul, Iris und ich haben ein Taxi bestellt, denn der Promillepegel ist nun doch etwas zu hoch, sicher ist sicher. Man freut sich auf einen ruhigen Sonntag, wir uns auf Bianca und schon kommt die Planung des nächsten Anlasses auf mich zu. Es war wieder ein sehr schönes Erlebnis mit einer grossen Gruppe. 9 Tage später wird von Joseph und Annick Hug der Wein ins Schwarzbubenland geliefert.


Blondel Véronique schrieb am 17.10.2005
Hello Gago, herzlichen Dank für die wie immer gute Organisation bei der Weintour 2005, wir haben einen super Tag erlebt. Bei gutem Wetter. Bis zum nächsten Mal, tschüss Véro, Bernard und Yvan aus dem Waadtland.


Alpengroupie - Nachwuchs: Am 31. Oktober 2005 werden Stephan und Sandra Ankli glückliche Eltern ihrer zweiten Tochter Livia Zoe! Auch ihnen spricht das O.K. Alpengroupies die besten Glückwünsche aus!



15. Tourenausklang Alpengroupies im Restaurant Kreuz in Brislach

26. November 2005 *

Dabei sind diesmal: Gago, Iris, Christian Kreide, Kilian, Annika, Eric, Daniela, Rahel, Robin, Véronique, Yvan, Toni, Lucie, Raphael Haberthür, Elisabeth Haberthür, Iwan Borer, Martin, Mirella, Fritz Krähenbühl, Heidy, Leo, Elisabeth Kunz ( neu ), Stephan, Monika, Diana, David, Paul, Tommy, Maya, Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Bruno, Annemarie, Markus, Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Elsi, Alex, Kevin, Jackie, Giusi und Hund Timo, Enno Burghard, Gero Schmalenberger( neu ), Jack und Diana Jermann. Genau 50 Leute mit dem Tier sind hier, das ist genial. Zu Hause hüten Gotti Melita und Remo unsere Tochter Bianca und geniessen dort einen Pizzaabend. Um 18 20 h sind alle im Saal eingetroffen, Raphael und Elisabeth Haberthür schenken mir ein Steinmannli - Spiel aus den Bündner Bergen, herzlichen Dank! Zu Beginn stelle ich Enno und Gero den Groupies vor, begrüsse sie und spreche dann meinen Bericht praktisch in Hochdeutsch, was beim übersetzen da und dort auch einige Lacher verursacht. Das Servierpersonal hier im Saal ist bereit, um 18 30 h begrüsse ich die vielen anwesenden Groupies mit folgendem Bericht:

8 Personen und Hund Timo erhalten am Tourenausklang 2005 den Zinnbecher resp. Napf!

 

"Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 15. Tourenausklang im 19. Jahr, seit 10 Jahren erstmals wieder einmal im Restaurant Kreuz in Brislach. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 19 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 15 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte orientieren über das vergangene Jahr 2005. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 6 Groupie - Touren durchgeführt, weil es ein furchtbarer Sommer war und wir die Gletschertour Diavolezza - Morteratschgletscher auch im dritten Anlauf nicht durchführen konnten. Diese Tour wird verschoben ins Jubiläumsjahr 2006. An diesen 6 Touren haben sich 112 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 50 Alpengroupies, macht zusammen 162 Personen im Jahr 2005, die mitgemacht haben. Es ist wiederum schön, dass Ihr so zahlreich da seid.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, durchgeführt am 26. Februar 2005. Zum 14. Mal auf der "Suurchrutt - Tour" mit 16 Groupies, wie immer die super Bernerplatte auf der Rothlachen, dazu extreme Schneeverhältnisse wie noch nie, zum ersten Mal waren wir mit Schneeschuhen unterwegs, zwar ohne Sonne, aber tolle Landschaften, ganz speziell und genial. Schneehöhe auf der Hohe Winde = 120 cm. Temperatur auf dem Gipfel minus 15 Grad.

Die 2. Tour war das zweite Groupie - Skiweekend in Andermatt am 19. / 20. März. Zwei Tage Sonne ohne Ende, toller Schnee am Gemsstock, super Verhältnisse, stahlblauer Himmel und eine Rekordzahl fürs Skiweekend mit 21 Groupies. Übernachtung und Halbpension im ** Hotel Bergidyll, das Essen war überall gut. Ausgang im Dorf, in die Disco Gotthard. Da gab es nichts zu husten.

3. Tour: Die Wanderung Magglingen - Twannschlucht - Twann BE am 23. April. Schöne Wanderung hoch über dem Bielersee, Twannberg, tolle Twannschlucht, mit Sonne und Regen auf dem See, Eglifilets im Hotel Bären, Besuch beim Weinbauer Tschanz, Schifffahrt, grosse Gruppe mit 26 Groupies und Hund Timo. Und wegen dieser Tour bekommt der Hund seinen Becher, Entschuldigung, den Napf.

4. Tour: Sport - und Kinderklettern am Bärenfels bei Aesch BL am 28. Mai. Gemütliches Klettern an den Bärenfelsen ( Ostgruppe ) oberhalb von Duggingen / Aesch im 3. / 4. / 5. und 6. Grad, mit 10 Erwachsenen und 7 Kindern bei extremen 31 Grad, mit grillieren am Lagerfeuer.

5. Tour: Klettersteig Leukerbad - Gemmi - Daubenhorn 2941 m. ü. M. am 3. / 4. September. Man nennt es eine Via Ferrata. Es war das absolute Klettersteig - Highlight, der längste, schwierigste und atemberaubenste Klettersteig der Schweiz, einfach maximal und unglaublich. Mit der tollen Höhle, 14 Leitern, 1000 Meter Höhe, 2100 Meter Stahlseil, über 7 Stunden Gemmi - Gipfel Daubenhorn, 4 harte Groupies waren dabei. Hut ab! In der Seilschaft erstmals mit dabei: Raphael Haberthür aus Breitenbach, der nach dem Match Schweiz - Israel im St. Jakobs Park in Basel mit dem Töff über das Berner Oberland ins Wallis fuhr und den Gemmiweg in der Nacht 2 Stunden mit der Stirnlampe aufstieg, nur um hier dabei zu sein. Um 01 00 h morgens traf er oben auf der Gemmi im Hotel Wildstrubel ein. Das nenne ich voll Einsatz.

Die 6. Tour: 4. Weintour Lavaux VD. Villette - Grandvaux - Lutry. Mit 28 Groupies sehr gut besucht war diese Tour inklusive genialem Wetter, tollen Weinen, feinem Mittagessen und zuletzt mit einem MEGA - Sonnenuntergang in Lutry, einer Schiffahrt und dem gemütlichen Hock zum Schluss im Bahnhofbuffet Lausanne.

Für Enno und Gero, ihre Domtour im Sommer 2005! Der verregnete Sommer 2005

Dieser Sommer ist nach 1997 und 2002 wirklich wieder einmal sehr unstabil und regnerisch. Wir freuten uns sehr auf den heissen Klettersteig Gemmiwand - Daubenhorn bei Leukerbad, mussten dann aber den 9. / 10. Juli sowie das Verschiebedatum 23. / 24. Juli absagen und auf Anfang September verschieben. Am 11. Juli verwüstet schwerer Hagelschlag grosse Teile der schönen Weinregion Lavaux, die wir dieses Jahr auch noch besuchen wollen. Dann, zu Beginn meiner Sommerferien, war der 6. August der Stichtag für Christoph, Kilian, Markus und mir. Christoph organisierte diese Privattour. Unser Traum war, das Nadelhorn, Stecknadelhorn, Hohberghorn in der Mischabel - Gruppe nacheinander zu besteigen, alle drei sind Viertausender. Als Highlight sollte der Abstieg ins Mattertal auf die Domhütte und die Besteigung des Dom auf dem Programm stehen. Dafür haben wir alle trainiert. Aber es sollte auch nicht sein, wir stiegen von Saas Fee zur Mischabelhütte 3340 m. ü. M. auf und mussten nach einer Nacht im Schneegestöber, Sturm und 50 cm. Neuschnee auf dem Nadelgrat wieder absteigen und nach Hause fahren. Zur gleichen Zeit befinden sich Enno Burghard und seine Kumpels Gero und Rainer auf der Domhütte und warten auf uns, es sollte mit Enno ein Wiedersehen nach 8 Jahren sein. Enno ist der nördlichste Groupie seit 1996, war dreimal bei uns am Pfingstfest Käsel, damals noch mit Autostopp fast von Hamburg her, war in Brislach, auch mal im Wohnwagen Sand und auf dem Aletschgletscher dabei. Die Jungs warten noch einen Tag länger. Die drei haben das Glück, am Tag darauf den Dom, den höchsten Berg ganz auf Schweizer Boden, zu besteigen, herzliche Gratulation. Wir waren vorher immer in Kontakt via Natel. Tage später besuchen uns Enno und Gero drei Tage in Erschwil und erzählen ihre Geschichte von der Besteigung des Dom. Nichts klappt in den Bergen für uns in diesem Jahr. Als nächstes steht die schöne Gletscherwanderung Diavolezza - Morteratschgletscher am 20. / 21. August mit 10 Anmeldungen auf dem Groupie - Programm und prompt muss ich das erste Datum absagen. Es wird pechschwarz gemeldet und ab Sonntag versinkt vor allem die Deutschschweiz 3 Tage lang in einer extremen Sintflut. Auch die Woche darauf wird es vor allem im Bündnerland nicht wirklich schön, so wird zum vierten Mal seit Anfangs Juli eine Groupie - Tour abgesagt. Erst am Montag kehrt der Sommer zurück. Die Woche darauf musste ich in letzter Minute wieder absagen, schlechtes Wetter im Engadin. Das war die fünfte Verschiebung. Am ersten September - Wochenende ist endlich gutes Wetter angesagt, der Klettersteig klappte endlich.

Nun könnt ihr in den Büchern blättern, später im Wettbewerb hirnen und die neusten Tourenberichte lesen. Neu dabei ist heute Elisabeth Kunz aus Bärschwil und Gero Schmalenberger aus Deutschland. Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende Groupies nach vorne bitten: Iwan, ( 16 Touren ) Stephan, ( 15 Touren ) Dominik, ( 16 Touren ) Tina, ( 15 Touren ) Michel, ( 15 Touren ) Véro, ( 17 Touren ) Thommy ( 15 Touren ) und Hund Timo, er hat 17 Touren. Der heutige Ausklang wird wie immer mitgerechnet, ihr erhaltet den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 oder mehr Touren. Herzliche Gratulation und Applaus für die 8 Groupies. Fotos werden von allen gemacht plus ein Gruppenbild. Die Kids sind total happy und als der Hund an die Reihe kam, legte ich den Groupie - Napf auf den Boden und mit einer kleinen Wurst aus dem Beutel ging das Ganze an Timo, der sofort alles verschlang. Die Einweihung des Bechers verschieben wir auf 23 00 h. Jetzt erzähle ich noch kurz dasselbe wie letztes Jahr, für die, die nicht dabei waren. Jetzt kommt noch etwas Spezielles: Wieder einmal hat ein Groupie eine tolle Idee gehabt, diese Person sponsert einen weiteren Zinnbecher, einen speziellen, hier steht drauf "ALPENGROUPIE - HERO." Das soll eine Auszeichnung sein für überdurchschnittliche Leistungen, die in diesem Jahr über die Bühne gingen. Der Empfänger wird jetzt ausgezeichnet für die meisten mitgemachten Touren überhaupt, ohne das O. K., der Spender dieses "Alpengroupie - Hero" - Bechers will das nun an jedem Ausklang machen, und zwar 21 Jahre lang. Und jetzt kommt er, der Sponsor, ein riesigen Applaus für Iwan Borer. Dazu eine irre schöne Zinnkanne für den Alpengroupie - Hero, der Groupie - Hero darf die Kanne ein Jahr lang zu Hause auf das Buffet stellen, so als Wanderpokal, und muss ihn am nächsten Tourenausklang wieder mitbringen. Dann wird der nächste gekürt, besten Dank, Iwan, das war wiederum sackstark! Ihr fragt euch jetzt, wieso 21 Jahre, das ist ganz einfach, nach 21 Jahren geht Iwan in Pension. And the Winner is: heute beim zweiten Mal, ein Mann, der Grund der Auszeichnung ist die höchste Zahl an mitgemachten Touren im Jahr 2005, das waren 6 Touren und an allen 6 war er dabei! Applaus!!! Für MARKUS HÄNER!

Und heute hat dieser Alpengroupie - Hero 2005 auch noch seinen 41. Geburtstag. Happy Birthday! Wir singen ihm ein Ständchen! Eine Weinflasche wird nach dem Becher übergeben, und seine 3 Kinder erhielten heute den Groupie - Becher, das ist der Hammer! Markus ist heute der Mann des Abends. Es fehlt nur noch, dass er im Wettbewerb noch gewinnt. Heute kann man via Bestellschein auch wieder Groupie T - Shirts und Pullis bestellen, es gibt ab jetzt nun ganz neue ärmellose Shirts, solche mit der Internetadresse darauf. Aber nur, wenn ca. 15 Stück vorbestellt werden, kann man den Druck in einem normalen finanziellen Rahmen machen lassen, sonst wird in kleiner Auflage alles viel teuerer." Jetzt geht es los mit dem Schätzwettbewerb: Wie viel Geld in Franken und Rappen befindet sich in diesem Glas?? Ein Raunen geht durch den Saal, den ganzen Abend über ist Zeit zum schätzen, in einer Liste werden die Ergebnisse eingetragen. Bald kommt der Service mit dem Abendessen, es geht weiter im Programm.

Unser Wirt, Remo Grolimund, meint, ob es uns etwas ausmache, statt grünem Salat Nüsslisalat zu servieren, er habe soviel davon. Und dies zum gleichen Preis, das nehmen wir aber dankend an, toller Service. Um 19 15 h kommt der Nüssli schon, en Guete. Kurz danach das Abendessen, Schweinssteak mit Frites oder Rahmschnitzel mit Nüdeli, diverse auch gemischt. Das Essen ist bei Remo wie immer sehr gut und auch üppig. Schnell ist abgeräumt und bald ist es Zeit für die erste Diashow. Christoph macht seinen Beamer bereit, der PC und die Boxen sind angeschlossen. Hier haben wir ein extrem riesiges Bild wie noch nie, nämlich 2,5 m. auf 3 m., super. Die erste Show beinhaltet die 14. Suurchrutt - Tour, das Skiweekend Andermatt und die Wanderung Twannschlucht - Twann. Sie dauert 16 Minuten und kommt bei den Leuten sehr gut rüber, die Musik passt, alles ist schön. Währenddessen trudeln Jack und Diana im Kreuz ein. Nun verbindet Paul seinen Film mit der Technik, der Streifen dauert 30 Minuten und ist wie immer gut geschnitten, im Saal wird auch gepfiffen und gegrölt, es war eine schöne Erinnerung an die 4. Weintour Lavaux bei schönstem Wetter und einer tollen Gruppe, und dann noch dieses riesige Bild, besten Dank und Applaus für Paul und Christoph. Man hat Zeit, miteinander zu diskutieren, eine Kaffeepause ist angesagt, aber so richtig Kaffee und Kuchen will fast niemand, die Bäuche sind noch immer gestopft. Gegen 22 45 h zeigen wir den zweiten Teil der Aquasoftware - Diashow mit den Touren Sport - und Kinderklettern Bärenfels bei Aesch, der geniale Klettersteig Daubenhorn Leukerbad mit fantastischen Bildern aus der Vertikalen mit vier Extremen sowie zum Schluss neue Eindrücke mit Bildern von der 4. Weintour Lavaux, umrahmt mit toller Musik, das gefällt, wie ich höre und sehe. Somit ist nach 23 00 h der Showteil für heute Abend fast beendet. Viertausender werden in den Büchern bestaunt, alle meine Tourenbücher liegen bereit, die Kleber, die T - Shirt - Bestellungen, Poster, mit Eispickeln umrahmt.

Es ist nun an der Zeit, den Groupie - Wettbewerb aufzulösen, für diesen Fall ist immer mein Bruder Martin zuständig. Er hat es in der Zwischenzeit ausgerechnet. Im Glas befinden sich genau Fr.412.65.-. Es gibt heute vier Preise zu gewinnen: Im 4. Rang steht Kilian Wehrli, er bekommt einen Schraubkarabiner, im 3. Rang Elisabeth Haberthür, sie erhält eine Stirnlampe, die kann sie gleich an der nächsten Suurchrutt - Tour ausprobieren, Robin Hunziker ist an Bethli sehr nah dabei, deshalb gratuliere ich ihm auch. Im 2. Rang steht Alex Schmidlin, für ihn gibt es einen spanischen Rotwein Don Mendos. Und dann der Sieger, das ist keine Schummelei, im 1. Rang mit Fr.1.75.- daneben, Martin Grolimund. Danach übergebe ich Christoph Wehrli das Wort, er macht mit einigen Flyer`s Werbung für eine neue Firma von Patrick Klotz und ihm, namentlich EDV Service Center Klotz, http://www.esc-klotz.ch/ im Bereich Support, Verkauf von Laptops, WLAN, Navigationsgeräte etc. Diese Firma wird ab nächstem Jahr neuer Sponsor der Alpengroupie - Homepage. Dank und Applaus an die beiden. Als letzte spontane Diashow zeige ich nun die fantastischen Gipfelbilder von Enno und Gero vom Dom 2005, die Fotos sind grossartig, man kann richtig mitstrahlen beim anschauen. Danach noch ein Applaus an unsere deutschen Groupies. Zu guter Letzt werden nun um 23 30 h die Zinnbecher eingeweiht, die Grossen mit Weisswein und die Kids mit Cola, eingeschenkt wie immer aus der Groupie - Zinnkanne, allen zum Wohl und der Hund, der hatte schon. Für Paul und Christoph gibt es auch noch je einen Rotwein als Dankeschön für die Unterstützung im technischen Bereich und dem Film. Mit diesem Akt endet der offizielle Teil dieses Ausklangs, die ersten verabschieden sich und eine Gruppe von 25 Leuten sitzt noch gemütlich beisammen bis um 01 15 h. Der Grossteil des Materials und die Technik wurde schnell zusammengeräumt und in diversen Autos verteilt. Danach fahren die welschen Freunde schon mal nach Erschwil, Enno, Gero und ich nehmen das Taxi, wie schon andere vorher. Hier treffen wir Gotti Melita und Remo, die ja Bianca gehütet haben und im Verlaufe der Nacht landen die hier Schlafenden noch im urchigen Weinkeller, wo auch die Handorgel noch zum Einsatz kommt. Um 04 00 h ist dann fertig lustig, wir legen uns zur Ruhe nach diesem schönen Abend und es hätte nicht mehr sein müssen, dass meine Wenigkeit wegen einem Ausrutscher auf gefrorenen Gartenplatten eine tiefe Schnittwunde im Gesicht davon - und 5 Stunden später ins Spital nach Laufen trägt, wo die Wunde mit 5 Stichen genäht werden musste. Dies musste nicht wirklich sein. Doch am Sonntagnachmittag sind wir alle neun bei meiner Mutter zum Essen eingeladen und es herrscht wieder eitel Sonnenschein. In knapp einem Monat beginnt bereits das Jahr 2006, unser 20 - jähriges Jubiläumsjahr. Ich freue mich darauf!


Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 26. November 2005 werden Daniel und Manuela Borer glückliche Eltern ihrer dritten Tochter Fiona! Auch ihnen spricht das O.K. Alpengroupies die besten Glückwünsche aus!


Gago schrieb am 20.12.2005:

Hallo Groupies

Am 26. November 2005 fand im Restaurant Kreuz in Brislach der 15. Tourenausklang Alpengroupies statt, der Abend war mit 50 Leuten sehr gut besucht. Es wurden sogar 8 Zinnbecher inklusive den Napf für Hund Timo vergeben, was einen neuen Rekord bedeutet. Danach gab es die Ehrung mit dem zweiten ALPENGROUPIE - HERO - Becher, der nach Mirella de Lorenzo im Jahr 2004 in diesem Jahr an Markus Häner ging. Auch genossen wir den Film und 2 Diashows in einer fantastischen Bildgrösse im Saal. Bald beginnt das Jahr 2006, unser 20 - jähriges Jubiläum kommt in greifbare Nähe, im Sommer besteigen wir dann das Wildhorn, wo 1986 alles begann. Zwei neue Touren sind bereits jetzt online.
Der 16. Tourenausklang, das grosse Jubiläumsfest 20 Jahre Alpengroupies, findet am 25. November 2006 im Restaurant Weisses Rössli in Erschwil statt. Das Alpengroupie - Buch wächst und gedeiht, in einem Jahr wird es fertig sein und dann in Druck gehen. Mit Eurer Hilfe und weiteren Sponsoren werde ich das Projekt zu Ende führen können. Die Buch - Vernissage ist auf den Frühling 2007 in Erschwil geplant. Somit wünschen wir Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Beste Grüsse O.K. ALPENGROUPIES Gago mit Iris und Bianca

 

15. Surchrutt - Rothlachen - Hohe Winde

28. Januar 2006 *

2. Tour mit Schneeschuhen!

Dabei sind: Mirella und Fritz, Markus, Raphael und Elisabeth Haberthür, ab Rothlachen Heidy, Leo, Iris und Bianca, erstmals Erich und Georgette Stebler, Jacques, Diana und ich. 14 Nasen wagen es also wieder, zugleich ist dies die 140ste Alpengroupie - Tour nach Programm seit 1986. Unser 20stes Jahr im 2006 beginnt mit dem heutigen Tag. Wir treffen uns wie gewohnt um 07 30 h vor dem Pick Pay in Erschwil, Iris hat gestern 9 Paar Schneeschuhe bei Sportshop Karrer in Laufen gemietet, diese kosten pro Person nur Fr.20.-. Wir fahren nach Beinwil ins Bachmättli und machen uns bereit, vor 3 Tagen hat es endlich geschneit, doch mehr als ein Fläumchen liegt auch hier nicht drin. Die Schneeschuhe werden an die Rucksäcke gebunden, um 08 00 h beginnt unser Aufstieg. Die Strasse hoch bis zum Schlössli, um dann steil aufzusteigen, über das gefrorene Bachbett bis hinauf zur Schnapskurve. Hier ein kurzer Halt, ich reiche eine kleine Flasche mit Groupie - Schnaps herum, Erich Stebler darf als Neumitglied den ersten Schluck probieren. Nun weiter aufwärts zur Mittleren Rotmatt, an vielen Stellen ist es ungewohnt eisig, dann und wann ein Sturz, auch mich knallt es aufs Eis mit dem Fotoapparat in der Hand. Über dem Laufental liegt ein Nebelmeer, der Himmel ist leicht bewölkt. Am Horizont Richtung Feldberg und Vogesen sieht man den bräunlichen Streifen, ernste Zeichen der Luftverschmutzung. Das Thema Feinstaub wird in diesen Tagen zur Debatte, in einer Woche fahren die Autos auf Autobahnen nur noch Tempo 80. Als wir 1988 zum ersten Mal auf dem Mönch standen, sah man noch bis zum Passwang hinüber. Auf der Mittleren Rotmatt erkläre ich den Neulingen den weiteren Weg und zeige rüber zur Rothlachen. Dort hat es später genug Schnee für uns. Eine Stunde ist vorbei, nun etwas abwärts an eine windgeschützte Stelle beim Wald, wo wir einen Apéro geniessen. Raphael zieht sogleich einen feinen Dézaley aus seinem Rucksack, Danke und Prost! In 15 Minuten hinunter zum Restaurant Scheltenmühle, wo wir uns gemütlich eine Stunde lang aufwärmen. Wir sind super in der Zeit und bald treffen mit dem Auto auch Iris, Bianca, Heidy und Leo hier ein. Später kommen Elisabeth Haberthür und erstmals Georgette Stebler in die Beiz, bald sind wir komplett. Eine ganze Stunde bleiben wir hier und meine Mutter Heidy spendiert die ganze Runde, besten Dank! Nachdem ich den Bauern und Wirt Hans Spani von der Rothlachen bestellt habe, ziehen die meisten die Schneeschuhe an und um 11 20 h starten wir hier am Scheltenpass. Gemächlich nun aufwärts, bald in den Hang hinein, im leicht gespurten Schnee macht das Schneeschuhlaufen richtig Spass. Unterdessen überholt uns mit dem Auto Hans mit seiner Fracht, auch Diana fährt heute mit und schenkt sich diesen Abschnitt. Georgette hat ihre beiden Hunde mit dabei, sie heissen Vincent und Miro. Die lang gezogene, öde Kurve lassen wir wiederum aus, geniessen einfach den Aufstieg, machen Fotos und warten aufeinander. Auch Jacques und Elisabeth gefällt unser Fortbewegungsmittel, nur Erich, Georgette und Fritz laufen ganz normal. Danach wieder auf die Strasse, schon sieht man das Haus, noch eine Kurve und nach einer guten Stunde ab Scheltenmühle erreichen wir das Restaurant Rothlachen. Es wird das zweitletzte Mal sein, bei Celine Spahni diese besondere Atmosphäre zu erleben, im April 2007 ist hier oben fertig lustig, wie es scheint. Auch die Wirtin der Scheltenmühle wird 2007 aufhören. Alles hat einmal ein Ende. Nun wie gewohnt durch die Küche in die Gaststube, wir werden von Celine und Hans herzlich begrüsst und treten ein zu Heidy, Leo, Iris und Bianca und Diana. Die Fahne wird gehisst, an die Stange geklickt und über den Tisch an die Lampenkabel gehängt. Bald werden die riesigen Bernerplatten von Celine aufgetischt, mit grossem Hunger geniessen wir Sauerkraut, Beinschinken, Würstli, Speck, Siedfleisch und Kartoffeln. Es ist fantastisch, wie jedes Jahr. Das alte Foto mit Abendrot von Leo wird herumgezeigt, datiert vom November 1976 mit schönem Sonnenuntergang. Über 2 ½ Stunden bleiben wir auf der Rothlachen und haben viel Zeit, um zu quatschen, mit Bianca und Tamara, die hier wohnt, besuche ich die Schweine neben dem Hof sowie die vielen Kühe im mächtigen Stall, wir sehen 15 junge Kälber im Heu stehen. Auch hat die Kleine grosse Freude an den beiden Hunden von Georgette. Später ziehe ich den Groupiebeitrag von 10 Franken ein sowie die Miete der Schneeschuhe. Einen Eintrag ins Gästebuch will ich noch schreiben und das neue Tourenbuch macht wegen den Unterschriften der Teilnehmer auch die Runde. Dann bezahlen wir, alles durch alle, macht nur schlappe 45 Franken pro Person mit Essen, Wein, Henniez und Kaffi Schnaps. Es ist ein Hammerpreis! Um 14 45 h brechen wir wohlgenährt auf und verabschieden uns von der Wirtefamilie. Heidy, Leo, Iris und Bianca bleiben noch in der Rothlachen, meine beiden Frauen werden später die Strasse hinab schlitteln und noch viel Spass haben. Georgette kehrt mit ihren Hunden auch zur Scheltenmühle zurück. Jetzt also haben alle die Schneeschuhe montiert, wir nehmen den Nordhang in Angriff, es geht leicht und super voran, ich höre Bianca noch immer rufen, die Distanz zur Rotmatt hinüber scheint uns weit. Im Walde angekommen, liegt beim Drehkreuz fast doch 1 Meter Schnee, das ist einer der schönsten Abschnitte, weiter durch den Wald zu den Gittermasten. Die Sicht ist sehr gut, kein Nebel, klare Bilder und erste Blicke auf die Westalpen und in den Osten, immerhin. Erich, Diana und Markus sind schnell voran und es zieht sie bereits in die nächste Beiz, den Matzendörfer Stierenberg. Hier ist seit 2 Jahren ja auch im Winter geöffnet, der Rest der Gruppe versammelt sich unter dem Haus, windgeschützt, wir warten auf die drei. Dann öffne ich zur Feier des Tages einen Souriex 2004 mit Spezialettikette, die Aufschrift lautet:

 

20 Jahre Alpengroupies 15. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde 28. Januar 2006 PROST!

 

Den geniessen wir jetzt, ich freu mich auf den Start im 2006, unserem Jubiläumsjahr. Hätte nie gedacht, dass das Ganze so lange funktioniert und einmal so gross wird. Darauf bin ich stolz. In einem knappen Jahr ist dann auch das Buch fertig und geht in Druck. Nun weiter über die Wiese mit herrlichem Schnee, auf den Weg zurück, weiter zu den Bunkern und schon erreichen wir die Scheltenpasshöhe. Weiter am Vorderen Erzberg vorbei, die alte Hütte droht nun einzustürzen, ein neuer Hof mit Einfamilienhaus steht weiter hinten. Den Teerweg hoch, auf einem Schild steht, dass es dieses Wochenende Metzgete gibt. Schnell sind wir beim Erzberg angelangt, die Beiz läuft seit Mai 2005 unter neuer Leitung, fertig lustig also mit Kaffi Christine und Konsorten. Auch hier ging eine Epoche zu Ende. Reine Marschzeit bis jetzt 4 ½ Stunden. Alles läuft nach Plan, die Sonne wird uns nicht mehr beglücken, doch es ist trotzdem schön. Zeit für einen Besuch? Wir gehen kurz rein, eine halbe Stunde. Es sind fast keine Leute hier und natürlich neues Personal, wir trinken etwas in der warmen Gaststube und testen den neuen Kaffi Erzberg.


Die Alpengroupies auf der Hohen Winde zu Beginn des Jubiläumsjahres 2006.

Als ich mit Diana anstosse, reklamiert sie sofort und fragt, wo der Schnaps ist und bringt die zwei Gläser gleich wieder in die Küche zurück. Es kommt ein Echo von dort, danach stimmt das Gemisch und man ist zufrieden. Erich und Diana bestellen sogar noch eine Blutwurst, der Gluscht ist zu gross. Danach bezahlen wir und ziehen draussen wieder die Schneeschuhe an. Der letzte Aufstieg steht uns bevor, der Hang ist super zum laufen. Mit der Zeit kommen die Alpen hervor, die Sicht ist gut, wir sehen den ganzen Alpenkamm vom Glärnisch bis zum Wildhorn, mittendrin die schwarze Eigernordwand, haben wir doch ein Glück. Darüber drückt bewölkter Himmel und im Westen leuchtet der Abend orange über den Gipfeln. Bald stehen wir neben der Skihütte Hohe Winde, die seit kurzem eine eigene Homepage hat. Sie ist bereits via Mario Dobler auf meiner verlinkt. Und nun durch den verschneiten Wald hoch zum Gipfel der Hohen Winde auf 1204 m. ü. M., zum Signal, wo wir einander gratulieren. Es ist nun kurz vor 17 30 h, als ein Gruppenfoto geschossen wird. Und es ist noch lange nicht so kalt wie im letzten Jahr, als der Weisswein im Becher einfrierte. Doch der Wind ist da und wir beschliessen, weiter unten noch den Stall zu besuchen. Hier werden die Stirnlampen angezündet, Batterien gewechselt und zur allgemeinen Freude hat Markus noch Rotwein im Rucksack, den er nicht mehr runter tragen will. Hier lassen wir den Tag Revue passieren, diskutieren und freuen uns auf den Rest. Später Abmarsch gegen 18 00 h nach Beinwil, ich gehe voraus, Markus macht das Schlusslicht. Die Nacht ist da, der Abstieg beginnt herrlich durch den hohen Schnee, beim Gittermasten wie immer rechts auf den Pfad und über die Kurven zur Wiese runter, die man schnell mit der Mittleren Rotmatt verwechselt. Weiter zum Drehkreuz in den Wald zur Mittleren Rotmatt, rechts über den letzten schönen Schneehang, das geht viel sicherer als über den vereisten Weg. Als wir auf die Aufstiegsroute treffen, sind wir noch sehr gut in der Zeit, müssen etwas aufpassen und betreten den Wald. Via Natel reserviere ich im Rössli einen Tisch für uns. Nach 2 Kehren sind wir schon bei der "Schnapskurve" und Elisabeth hätte nun genug für diesen Tag, wird müde und ist froh um ihre Stöcke. Doch es ist nicht mehr weit, durch das Bachbett, am "Schlössli" vorbei auf die Teerstrasse. Kurz vor dem "Bachmättli" noch mal richtig in einen steilen Hang, diesen springend runter und schon treffen wir bei unseren Autos ein. Es ist 20 00 h geworden, Schneeschuhe verpacken, einräumen, die 15. Suurchrutt - Tour ist zu Ende. Wir beschliessen, nach Erschwil zu fahren und im Rest. Rössli noch was zu trinken und etwas zu essen. Dann wird die Gruppe kleiner und jeder geht wieder seinen Weg. Bis zum nächsten Mal, vielleicht schon in einem Monat, am 3. Skiweekend in Torgon.


Steffi Klitzke vom Bahnhof Zwingen schrieb am 02.02.2006:
Hallo Chlättermax. De Bahnhof isch scho leerer worde, sit du nümmi do bisch! I hoff, dass me dich trotzdäm wieder emol gseht! Bis dänn.. ..Lecker... Steffi


Saner Pascal schrieb am 14.02.2006:
Hallo Gago. Kenne Dich nur vom Erzählen durch meinen Bruder Ivan aus Büsserach. Habe mich bei ihm über die aktivsten Berggänger unserer Gegend erkundigt; der "Einstieg" auf Eure Homepage wurde dadurch fast gar zur Pflicht und schlussendlich zum Vergnügen. Super Sache und Gratulation, vielleicht melde ich mich mal für eine "voralpine" Route resp. Tourenteilnahme. Gruss aus Röschenz von Pascal



3. Skiweekend in Torgon ( VS ) Port du Soleil, Chalet du Croix

25. / 26. Februar 2006 *

Dabei sind am dritten Skiweekend: Nadja und Stefan, Raphael, Fips, Didier, Sina und Astrit, Toni und Lucie, Véronique und Bernard Blondel und Yvan Clos, Iwan Borer und ich. 5 Leute haben wegen Unfällen leider absagen müssen und das Wetter ist uns nicht wirklich freundlich gesinnt. Doch wir hoffen auf ein paar Sonnenstrahlen am Sonntag und treffen uns um 06 00 h vor dem Pick Pay in Erschwil. Iwan und ich können mit Raphael fahren, alle sind bereit. Über den Passwang auf die Autobahn, ein Kaffeehalt wird in der Autobahnraststätte beim Lac de la Gruyère eingelegt. Dann fahren wir durch bis Torgon. Als Raphael den Ausführungen über meine Matterhorn - Besteigung lauscht, verpassen wir die Ausfahrt in Aigle und fahren bis Bex. Danach die steile und kurvenreiche Bergstrasse hoch nach Torgon, an den grossen Chalets vorbei, wo Véronique und Lucie 2 Wohnungen besitzen. Am grossen Parkplatz angekommen, treffen wir um 09 00 h auf Toni, Lucie, Yvan, Véro und Bernard, jetzt sind wir komplett. Wir schultern Rucksäcke und Taschen, Toni besorgt alle Skipässe für je 40 Franken und schon hängen wir im Nebel am ersten Sessellift. Plötzlich wird es heller und man fasst es kaum, oben scheint die Sonne, ein fast blauer Himmel mit Schleierwolken begrüsst uns. Was für ein Glück haben wir, denn ganz Mitteleuropa steckt in einem riesigen Tief. Mit strahlenden Gesichtern nun auf die Piste, vor 6 Jahren war ich letztmals hier und sah nur Schneefall und dicker Nebel. Bald zum nächsten Lift, einem Tellerlift, von diesen werden wir noch viele antreffen. Nun eine erste Abfahrt, mitten auf der Piste, an einem Hang, liegt das Chalet du Croix, das Clubhaus des SC Torgon, extrem zugeschneit. Hier sind unsere welschen Freunde Mitglieder, die Küchenmannschaft, bestehend aus drei Leuten, René, Jacques und Gigniola, begrüssen uns. Nachdem das Material im Haus verstaut ist, geht es los ins Skiabenteuer. In den nächsten 5 Stunden haben wir einen Riesenspass, die Liftanlagen sind wahnsinnig, der Schnee super und die Sonne lacht. Plötzlich sind wir auf einem anderen Hügel oder Berg und wieder kommt ein neuer Lift, viele weitere Pisten, es ist schier unglaublich. Am heutigen Tag fahren wir im Gebiet Torgon - Lift Panoramique, Tour de Don, Onne, Chermeux, Super Chatel, einmal runter ins Dorf Morgins, weiter nach Chalet Neuf, Morclan, Epervier und Tronchet. An irgendeinem Sessellift erblicken wir dann den Mont Blanc, mit 4810 Metern höchster Berg der Westalpen, strahlend weiss in seiner vollen Grösse, daneben der Mont Blanc du Tacul und Dom de Gouter. Herrliche Erinnerungen werden bei mir wach. Das Mittagessen nehmen wir in einem kleinen, netten Restaurant ein, es gibt Weisswein, Käseschnitten und ein sehr gutes Fondue. Immer wieder geniessen wir die Sicht auf das riesige Nebelmeer über dem Genfersee. Dann fahren wir und fahren und fahren, wissen bald nicht mehr, wo wir sind. Um 16 00 h einen Apéro im Panoramique, wo wir auf Jacques und Josette treffen. Dann nach einem fantastischen Skitag in das Skihaus Chalet du Croix zurück. Nun wird das Massenlager bezogen, tolle Zimmer haben sie hier, heisse Duschen und grosse Räume. Wir gehen nicht in die riesige Gaststube, sondern werden den Abend in der Küche verbringen. An zwei mächtigen Holztischen lassen wir uns in der grossen Küche nieder, das Thermometer zeigt 28 Grad. Nach einer ausgiebigen Dusche fühle ich mich wie neu, die Fahne wird gehisst, der Apéro ist da und die Vorspeise bereit. Es gibt eine feine, spezielle Suppe, voraus schon ein Häppchen Calamares, danach, unglaublich, Gänseleber mit Salat oder nur Salat, das Gericht heisst auf französisch Foie gras poèlle und das hier oben auf 1750 m. ü. M. Dazu für einen unschlagbaren Preis. Das dritte Gericht ist ein sehr feiner Schweinsbraten mit Reis. Auch einen halben Roten kriegt man hier für 10 Franken. Astrit will das Clubhaus mieten für einen Geschäftsausflug, es ist wirklich sehr zu empfehlen. Später halte ich eine kurze Rede zur Lage dieses Wochenendes und ich danke Toni, Lucie, Véro, Bernard und Yvan für die tadellose Organisation und die Führung auf den unendlichen Pisten. Danach auch einen Dank an die Küchenmannschaft und das sehr feine Essen. Der Abend läuft, bald einmal wird der CD - Player angedreht, wir haben alle viel Zeit zum diskutieren. Es ist erst 21 00 h, als schon getanzt wird zur Musik von Joe Cocker, den Beatles usw., vor allem die "harten Weiber" aus Torgon, Véro und Lucie. Als dann später der Hüttenwart die Hosen runter lässt, können wir es einfach nicht fassen, ein Softstrip im Clubhaus, unglaublich und originell. Es ist aber auch heiss hier drin. Der Abend vergeht, man hat viel Zeit miteinander. Das Groupie - Buch wurde ausgefüllt sowie das Hüttenbuch von hier von uns verziert. Dann ziehe ich den Groupiebeitrag ein und zusätzlich die einbezahlten Fr.300.- vom Oktober 2005, geteilt durch 14 Leute. Bald ist Mitternacht, wir feiern weiter, diskutieren und gegen 02 00 h sind es noch fünf Leute, die dann langsam Richtung Matratze schleichen. Wir erwachen erst um 08 30 h, ich hab super geschlafen und jetzt geht es zum Frühstück, Toni zieht die Skipässe noch ein und Lucie das Essen und den Rest für die Hütte. Für Fr.150.- haben wir hier oben absolut alles gehabt, das war ein super Preis. Bald sind die Zimmer geräumt, Toni und Véro staubsaugen und putzen, es bleiben uns nun noch 5 Stunden fürs Skifahren. Vor 11 00 h starten wir und verabschieden uns von der Küchenmannschaft. Zuerst einmal direkt zum Parkplatz runter, um die Rucksäcke und Taschen in den Autos zu verstauen. Nun an den nächsten Lift, ab in die Höhe. Als der Skispass bei bestem Wetter weitergeht, sprechen zwei junge, welsche Mädchen unseren Toni an. Sie fragen, was los ist mit seinem zahnlosen Lächeln und kichern dabei, so guet. "Logisch, wenn dä nä sonigs Loch i dr Schnurä hesch"!, meine ich dazu. Gelächter! Wieder lernen wir neue Liftanlagen kennen, neue Hügel, neue Abfahrten. Iwan erzählt mir am Skilift amouröse Episoden aus seinem Leben, so ein Schelm. Zum Mittagessen gehen wir zur Beiz "La Burri", hier habe ich vor sechs Jahren mit der Handorgel gespielt und wir hatten im dichten Schneetreiben einen tollen Abend. Aber von der Landschaft sahen wir drei Tage lang gar nichts, so sehr hat es geschneit. Im "La Burri" kommen wir alle auf unsere Kosten und sitzen gediegen in der herrlichen Sonne. Jetzt sollte die Zeit stehen bleiben. Zum Abschluss des Tages versammeln wir uns alle 14 im Restaurant L`Aiguillette ( Chez Monique ) um 15 45 h, um hier in der Bar noch einen zu nehmen, bevor es mit der letzten Abfahrt losgeht. Jacques und Josette sind auch wieder da. Heute fuhren wir auf den Liftanlagen von La Jorette, Dieux de tete, Conche, Le Lynx, L`Autoroute, Recon. Via Natel erfahre ich, dass die Vogelgrippe die Schweiz erreicht hat, und zwar in Genf und am Bodensee. Hoffentlich kommt das alles wieder gut, die Leute sind verunsichert. Am blauen Himmel fliegt ein grosser Vogelschwarm verschiedene Formationen, es ist wie ein Zeichen. Dann die letzten Fotos und die Abfahrt zum Parkplatz nach Torgon, runter in den Nebel. Dieses Skigebiet war einfach der absolute Hammer, nicht nur der Grösse wegen. Wir werden wiederkommen. Ich denke, an diesen 2 herrlichen Tagen fuhren wir an 25 - 30 verschiedenen Liftanlagen. Ein Mitglied, das hier nicht genannt wird, musste sich am Sonntagvormittag auf dem Sessellift noch übergeben, als seine Liftpartnerin Lucie auch nur schon die Gänseleber von gestern Abend erwähnte. Jetzt heisst es Abschied nehmen, vom Erlebten zehren, einpacken und schon sind wir weg. Alle kommen gut nach Hause, Raphael setzt Iwan und mich nach 2 ½ Stunden in Erschwil ab, am Passwang musste er schon etwas vorsichtig fahren wegen dem Schneefall zu Hause. Bevor es März wird, ist nun in den nächsten Tagen nochmals viel Schnee angesagt, wir hatten ja Pech bisher. Dann kann ich endlich unsere Bianca erstmals auf die Ski stellen.


Anfangs April 2006 haben wir sehr schlechte Nachrichten erhalten:

Unser Freund und Bergsteigerkollege Simon Thies ist während einer Tour auf das Morgenhorn ( Blüemlisalpgruppe ) am Samstag, den 8. April 2006 mit einem Kollegen 15 Meter in eine Gletscherspalte gestürzt und verschüttet worden. Simon wurde dabei getötet, sein Kollege ist schwer verletzt. Simon war Alpengroupie - Mitglied seit 2003 und auf der Tour Creux du Van und auf der Hochtour Strahlhorn mit dabei gewesen. Simon Thies wurde erst 9 Tage später geborgen. Ein Trauergottesdienst ist am Dienstag, den 25. April um 14.00 h in Bern und die Beerdigung findet am Mittwoch um 14.00 h in Grindelwald statt. Von uns wird eine kleine Delegation Alpengroupies zur Beerdigung fahren, um Simon die letzte Ehre zu erweisen. Dabei sind Christoph, Grace, Kilian und Annika und ich. Wir machen eine Trauerkarte und die Alpengroupie - Kasse spendet Fr.100.- für späteren Grabschmuck. Zur Information die Medienmitteilung über das Unglück. Daheim zünden wir beide für Simon im Garten eine Kerze an.

Ruhe Simon in Frieden! Das O. K. ALPENGROUPIES Georg und Iris


Kandersteg: Sturz in Gletscherspalte - ein Toter und ein Verletzter pkb/S.

Zwei Alpinisten waren laut einer Medienmitteilung am Samstag 8. April 2006 mit den Skis vom Tschingel via Griesalp in Richtung Morgenhorn aufgestiegen. Auf dem Morgenhorngletscher - auf zirka 3400 Meter über Meer - liessen sie nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland und der Kantonspolizei die Skis zurück, um angeseilt zum Gipfel zu gelangen: "Um zirka 11 Uhr brach einer der Männer durch eine Schneebrücke ein, worauf die beiden zirka 15 Meter in eine Gletscherspalte stürzten." Einer der Männer sei von den nachstürzenden Schneemassen begraben worden: "Der andere blieb auf einer tiefer liegenden Schneebrücke liegen und konnte am Nachmittag über Mobiltelefon die Rettungskräfte alarmieren." Während drei in die Gletscherspalte abgeseilte Bergführer nach Angaben der Untersuchungsbehörden daran waren, den verschütteten Alpinisten auszugraben, löste sich oberhalb der Rettungsmannschaft eine Eislawine: "Die Retter entkamen nur knapp den herabstürzenden Eisbrocken. Teile des Materials seien jedoch mitgerissen worden: Angesichts der grossen Eigengefährdung und der Tatsache, dass der Verschüttete bereits sieben Stunden unter einer bis zu zwei Meter dicken Schneeschicht lag, wurde die Rettungsaktion abgebrochen; beim Opfer handelt es sich um einen 30jährigen, in der Region Bern wohnhaft gewesenen Schweizer." Insgesamt sieben Bergführer, ein Helikopter der Rettungsflugwacht und ein weiterer der Berner Oberländer Helikopter AG (Bohag) hatten laut Medienmitteilung sofort eine grossangelegte Rettungsaktion eingeleitet: "Dabei gelang es, den verletzten Alpinisten zu bergen: er wurde ins Spital geflogen und befindet sich nach Auskunft der Ärzte nicht in Lebensgefahr."

Ein 30jähriger Bergsteiger aus der Region Bern ist am Samstag am Morgenhorn (Gemeinde Kandersteg) nach dem Sturz in eine Gletscherspalte ums Leben gekommen. Ein zweiter Bergsteiger konnte verletzt geborgen werden.



Rundwanderung Weissenstein Familienwanderung auf der Aussichtsterrasse

30. April 2006 *

Dabei sind diesmal: Eric, Daniela mit Rahel und Robin, seit Jahren wieder einmal Edi Pflugi, Jackie, Giusi und Hund Timo, Elsi, Stephan, Monika mit David und Flavia, Kilian und Annika, Christian, Melita, Gotti von Bianca und erstmals ihr Freund Remo Dubacher, Paul, Iwan, Iris, Bianca und ich. 23 Groupies mit dem Hund, eine schöne Zahl. Der grosse Teil der Gruppe besammelt sich um 08 15 h am Bahnhof Laufen, es lohnt sich der Anzahl wegen, wieder mal ein Kollektiv zu bestellen, die Züge hab ich reserviert. Um 08 21 h fahren wir in Laufen ab, fahren bis Moutier und steigen dort um in die RM ( Regionalbahn Mittelland ), die früher Solothurn - Moutier - Bahn hiess. Mit der Privatbahn durch den Tunnel nach Oberdorf SO, das wir um 09 08 h erreichen. Hier stossen noch Kilian, Annika und Chrissie zu uns. Ich kann für die Sesselbahn auch ein Kollektivbillett haben, so sparen wir etwas. Bei Sonnenschein begeben wir uns zur nostalgischen Sesselbahn, die wir drei kürzlich im Januar auch benutzten, als wir auf dem Weissenstein schlittelten. Hier erfahren wir, dass Melita und Edi Angst vor Sesselbahnen und Gondelbahnen haben. Der Mann am Lift zeigt an die Wand und jeder von uns darf einen Plastiksack mit Znüni drin mitnehmen, es ist wie auf der Schulreise, unglaublich. Wir bekommen je einen Apfel, Wurst und Brot und einen Apfelsaft. Wir bedanken uns, er sagt, das sei eine Aktion. Auf der Tasche steht "Herbstmesse Solothurn." Besten Dank! Nun gibt es auf dem "Bähnli" Zweiergruppen, ich mache von jedem Team ein lustiges Foto und hoch geht`s, in 16 Minuten via Mittelstation Nesselboden zum Kurhotel. Die Sonne scheint beim Kurhaus Weissenstein auf 1284 m. ü. M. Die Alpenkette strahlt zwischen Wolken hervor, es ist warm. Nun gesellen sich noch Jackie, Guisi und Hund Timo zu uns, wir sind komplett. Ich erkläre den Ablauf dieser kurzen Radiowanderung und heisse unser neues Groupie - Mitglied Remo Dubacher willkommen, Applaus. Von hier aus wandern wir beim Planetenweg an der Sonne vorbei, rechts haltend 40 Minuten hoch zum Aussichtspunkt Röti auf 1397 m. ü. M. Wir haben eine angenehme Temperatur, finden viele Krokusse und ein letztes Schneefeld vor einem Schopf liegen. Man könnte hier meinen, wir seien auf der Hohen Winde, der Aufstieg zum Hügel ist fast identisch und es steht dasselbe Dreieck ( Signal, Vermessungspunkt ) auf dem Hügel wie auf der Winde. Die Aussicht am höchsten Punkt ist sehr schön und grün, noch haben nicht alle Bäume ihr Blätterkleid entwickelt. Hier ein Halt von 20 Minuten, ein erster Apéro und Sandwiches. Östlich unter uns liegt der Balmberg und die Beiz dazu, ein Blick auf Welschenrohr, dahinter die Wanderroute Passwang - Gänsbrunnen. Gegen Westen erkennen wir die Hasenmatt, der höchste Punkt des Kantons Solothurn sowie dahinter der schneebedeckte Chasseral und links darunter der Bielersee. Im Süden die Alpen, auch die Hohe Winde und den Passwang sehen wir. Nun weiter gegen Süden, gegen den Schattenberg, an einer gefährlichen Krete entlang mit Blick zum Balmberg, rechts über eine Wiese, unser Ziel wäre das Balmfluechöpfli.

Doch vor dem Wald gefällt uns ein Platz sehr gut mit zwei Feuerstellen, genug Holz und einem Schneefeld nebenan. Hier wollen wir bleiben und machen uns sofort breit, suchen Holz und in kurzer Zeit raucht es schon. Beim zweiten Anlauf brennen die Feuer, es wird warm und gemütlich. Wolken ziehen nun auf und sogar ein paar Schneeflocken verirren sich in der Luft. Nun geniessen wir das Lagerfeuer, Würste, Wein und anderes und die Glut knistert. Edi hängt seine Jumbo - Wurst direkt in die Flammen, weil er nicht mehr warten kann. Es sieht hier aus, als wären wir am Pfingstfest auf dem Käsel, wenn man die Leute und die beiden Feuer anschaut. Wir bleiben ganze 3 ½ Stunden an diesem Plätzchen, bevor wir weiter ziehen, es ist sehr gemütlich. 45 Minuten vor Abmarsch bekommt Melita kalte Füsse, einige sammeln nochmals Holz. Iris sagt, Schuhe ausziehen, wir legen an, machen einen grossen Holzstoss und nochmals ein tolles Feuer. Melita hat schnell wieder warm. Bianca und Flavia haben mit Robin und Rahel viel Spass, klettern in den Bäumen und spielen im letzten Schnee. Zum Schluss gibt es noch ein Gruppenfoto mit der ganzen Bande. Jackie, Guisi und Timo verabschieden sich und wandern den gleichen Weg zurück zum Kurhaus Weissenstein, wo ihr Auto steht. Sie kamen per Auto, da Hund Timo nicht sessellifttauglich ist. Jetzt hat uns die Sonne wieder, auf schönem Pfad südlich abwärts in die Wärme, unter uns liegt Oberdorf und Solothurn. Remo muss jetzt hier im warmen Wald eine halbe Stunde lang die Groupie - Fahne tragen, da er heute Neumitglied wurde. Hier im Schattenberg verzichten wir bei einer Kehre auf den Aussichtspunkt Balmfluechöpfli und wandern weiter durch Tannenwälder voller kleiner Schneefelder und vom Winter umgestürzter Bäume, die es zu überklettern gilt. Die Kinder haben auch ihren Spass hier im Wald, zwischendurch gibt es eine Schneeballschlacht. Hier muss ich Bianca zwischendurch wieder mal tragen, Flavia wird nun auch sehr müde. Unser Ziel ist die Mittelstation Nesselboden auf 1093 Meter, unsere Zeit heute liegt nicht ganz bei 2 ½ Stunden Marsch. Wir haben noch viel Zeit und es wird immer schöner und wärmer, die Gruppe teilt sich hier auf. Etwa die Hälfte, auch Mütter, Kids und Edi, nehmen wieder die Sesselbahn ins Tal, der Rest wandert in 40 Minuten zur Station Oberdorf hinab. Es geht steil abwärts wie auf einer Römerstrasse, Elsi zieht allen davon. Die Fahrenden müssen am Schluss 100 Meter aufsteigen, denn oberhalb der Station befindet sich eine Beiz, in dessen Terrasse wir uns alle wieder treffen. Die letzten haben vorhin in den Felsen auch noch Gämsen gesehen. Noch eine gute Stunde Zeit, bis unser Zug fährt. Die Sonne scheint zu einem Bier, die Kinder geniessen Glace und man lässt den Tag ausklingen. Um 16 45 h fährt unser Zug in Oberdorf, Kili, Annika und Chrissie fahren mit dem Auto nach Biel zurück. Weiter über Moutier nach Laufen, wo die Tour um 18 34 h endet. Paul, Iwan, Edi, Iris, Bianca und ich wollen noch ins Rössli in Erschwil, um ein Schnitzel zu essen, denn Morgen am 1. Mai haben die meisten frei. In 4 Tagen absolviere ich noch 3 letzte Prüfungen bei SBB Cargo, so dass ich die super diesel - Lokomotive Am 843 auch fahren kann. Und dann Tags darauf fliegen wir drei für 8 Tage nach Ägypten und wollen uns wieder mal so richtig entspannen. Das ist genau das Richtige jetzt, heisses Wetter, Pool und Meer und unsere Bianca ist sowieso eine Bademaus.

Am 10. Mai 2006 war der 9000ste Besucher auf www.alpengroupies.ch.


Sport - und Kinderklettern im Tüfleten bei Hochwald SO

21. Mai 2006 *

Dabei sind: Christian Kreide, Eric, Daniela, Rahel, Robin, Christoph und Grace, Stephan und Sandra Ankli mit Celina und erstmals Baby Livia, dazu erstmals das Göttikind von Stephan, Jasmin Ulrich, erstmals Fränzi und Peter Bracher mit David und Jodok aus Blauen, Kilian und Annika, Iris, Bianca und ich. Dies ist unser erstes Kletterdatum, viele Kinder sind bereit und prompt regnet es um 07 00 h. Doch ich denke zurück ins Jahr 2003, als wir zum Rüttelhorn fuhren, da schüttete es mächtig. Eine Stunde später hatten wir wegen dem Wind und einigen Sonnenstrahlen wieder trockene Felsen. So soll es heute auch sein. Nach 09 00 h treffen sich die meisten am Bahnhof Grellingen, über Oberdornach fahren wir Richtung Hochwald, rechts ab ins Fahrverbot und schon sind wir im Klettergebiet Tüfleten. Hier treffen wir auf 39 Routen, vom 4. bis zum 8. Grad. ( Im Reich des Shogun, 8b+ ) Die Idee kommt von Christoph, ich war noch nie hier. Tolle Felsen und ein wunderbarer Grillplatz mit vielen Boulderfelsen und einem romantischen Bach hat es hier. Besser kann es nicht sein für die Kinder. Christoph hat über zehnmal aus dem Kletterführer alle Routen in Farbe kopiert, ein zweites Blatt mit den Namen, Schwierigkeit und Länge, alles mit Bostitch beheftet und darüber farbig das Alpengroupie - Signet, rechts und links davon steht 20 Jahre. Passend zum jetzigen Jubiläumsjahr, besten Dank. Mit dem heutigen Tag sind dieses Jahr schon 73 Leute mitgekommen auf den vergangenen vier Touren, wiederum eine beachtliche Leistung. Ein paar treffen dann etwas später hier ein, aber zuerst suchen wir mal Holz, um ein anständiges Feuer zu entfachen. Christoph, Kili und Christian richten eine erste Route ein, dann sind wir komplett und ich suche mit Eric etwas Leichtes für die Kinder. Leider sind die 2 Routen im dritten Grad gar nicht vorhanden, aber die Nummer 23 heisst "Kleines Riesenschwein" und passt uns ganz gut, es ist ein 4a. Hier mach ich mal den Vorstieg, Eric sichert mich von unten, aber viel mehr liegt nicht drin, da ich seit einigen Wochen rechts einen sogenannten "Tennisarm" habe, ein wirklicher Dauerschmerz, doof. Daneben klettert die andere Gruppe auf "Wolke 7", um dann später die tolle Wand, ein einzelner Felsen unterhalb der Gruppe, zu bezwingen. Die Jungs von Fränzi, David und Jodok, machen sich bereit für die Kinderroute. Vorher schon haben Eric und Daniela viel zu tun, da Robin und Rahel sich in die Wand hängen.

Vor allem Rahel wird immer besser und ist furchtlos. Bald schon hängt auch Celina erstmals in einem Seil und gibt ihr Bestes. Die Sonne kommt zusehends in den Tüfleten - Wald hinein, wir haben wirklich grosses Glück heute. Denn der ganze Mai war viel zu kalt und sehr ungemütlich und regnerisch. Fränzi und Peter haben noch ihr kleines Hündchen mitgebracht, das wiederum die Kinder erfreut. Vor allem unsere Bianca, sie ist ein richtiger Hundefan geworden. Nach 12 30 h rufe ich alle zusammen zum Mittagessen, es wird gemütlich grilliert und es ist auch wärmer geworden. Unsere Kinder spielen vergnügt am Bach und entdecken den Rosé - Wein im kühlenden Wasserlauf. In den nächsten 3 ½ Stunden nehmen wir uns viel Zeit, so dass alle Kids genug Abenteuer im Fels erleben dürfen. Später richten Christoph, Crissie und Kilian eine neue Route ein und lassen das Seil hängen in der grossen Wand. Alle Kinder können nun diese Route klettern, auch Eric und ich dürfen sie geniessen sowie Daniela, der das Sportklettern immer besser gefällt. Bianca fabrizierte heute schon einen Sturz von einem Felsblock, zum Glück ist es glimpflich abgelaufen. Es war wohl ihr erster Versuch im sogenannten "Bouldern." Als dann alle genug geklettert haben, will es Fränzi auch noch wissen. Wir hängen sie in den Karabiner ein und schon geht sie los. Zu guter Letzt will es auch Peter noch probieren und bezwingt den Felsen. Kann ja nicht schaden, ist bei ihm auch schon länger her, meint er. Um 16 30 h ziehen wir die Seile ab und stellen uns noch bereit für ein schönes Gruppenfoto. Etwas später fahren wir nach diesem erfolgreichen Sport - und Kinderklettern wieder nach Hause zurück.

Der kommende Juni wird nun ohne Groupie - Tour sein, denn ich habe drei Pink - Fröyd - Auftritte mit Fips, Anfang Juni findet bereits das 24. Pfingstfest auf dem Käsel statt und wir fahren noch für ein paar Tage nach Ascona und Brent ( VD ), um zu baden und auszuspannen. Die Wander - Tour ins Wallis mit dem Abenteuer Gorge Alpine bei Saas Fee wurde deshalb in den Herbst 2006 verschoben. Am 22. Juli klappt dann hoffentlich die Gletschertour Diavolezza - Morteratsch, das Programm Wildhorn ist auch schon im Internet bereit. Bald bearbeite ich die Spass - und Wein - Tour bei Edgi im Dielenberg, welche am 16. September mit den Schwerpunkten Rodelbahn fahren in Langenbruck und Wein degustieren in Oberdorf stattfinden wird. Diese wird bestimmt auch ein Hit. Am 10. Juni schenke ich Raphael Haberthür zum 50. Geburtstag eine Bergtour auf den Mönch, welche im Sommer 2007 durchgeführt werden soll. An seinem Fest haben wir auch einen "Pink Fröyd" - Auftritt. Am ersten Wochenende im September starten wir mit Markus, Christoph, Raphael, Kilian und mir zum zweiten Anlauf, um den Dom zu bezwingen. Daher gilt es, noch einige Trainings zu absolvieren, wir werden vor allem walken gehen. Dazwischen lassen wir nun nach 15 Jahren neue T - Shirts und Pullis drucken, neu mit blauem Schriftzug und der Internetadresse am linken Arm. Sie werden hergestellt von Stephan Lais, Copy 2000 in Büsserach. Sie sollten fertig sein bis zur Gletschertour. Auch ist der Jubiläums - Tourenausklang, 20 Jahre Alpengroupies am 25. November schon langsam in Planung. Daneben muss ich die Zeit nutzen, um weiter mit voller Kraft am Groupie - Buch zu schreiben, es fehlen noch einige Touren aus den Jahren 1991 bis 1993. Den grossen Rest bin ich laufend am korrigieren und ab August brauche ich noch viel Zeit, um 80 Bilder einzuscannen oder einzufügen. Auch suche ich noch immer weitere Sponsoren und erhalte neue Offerten von Druckereien. Da muss in diesem Jubiläumsjahr natürlich die Familie und der Beruf auch noch Platz haben. Ich bin nun seit 6 Monaten vom Bahnhof Zwingen weg, neu in Basel als Lokführer SBB Cargo tätig und arbeite in vielen Schichten. Deswegen musste ich während 5 Monaten in diesem Winter knallhart lernen, um alle Prüfungen zu bestehen. Jetzt habe ich aber wieder einen guten Job. Deshalb konnte ich die letzten vier Monate gar nicht am Buch arbeiten und bin nicht mehr ganz im Zeitplan. Es gibt noch viel zu tun, packen wir`s an!!


Christoph Sütterlin ( Sütti ) schrieb am 05.06.2006:
sali Gago / Iris. lange nicht gesehen / gehört. find dini arbeit um die wander / bergstigerei echt cool. wenni verdammt e bizzeli fitter wär, würdi glaub au mol uff so ne "easytour" mitcho. ja nu was nit isch, cha jo no werde. grüsse aus Laufen Sütti

Tamara Altermatt schrieb am 14.06.2006:
Ciao Gago! Isch jo dr Hammr die Page, ächt interessant do "ummezschnäugge"!
Hoff, dir heit no e super Pfingschtfescht gha, wär gärn no länger blibe, wird sichr widr mol cho dureluege... Liebs Grüessli Tamara

Gregor schrieb am 18.06.2006:
Ciao Gago Di HP isch saugut.ch und geschter am geburi vom Gido sit dr
( Pink Fröyd ) au saugut gsi. Wünsch dr no alles Gute für dini zukunft.
E liebe Gruss Gregor



Gletschertour Diavolezza - Pers - Morteratschgletscher Munt Pers 3207 m. ü. M.

22. / 23. Juli 2006 *

Dabei sind diesmal: Eric, Daniela, Rahel und Robin, Toni und Lucie, Mirella, Jrène und ich. Die Gletschertour 2006 beginnt glücklicherweise schon am ersten Datum, denn der Sommer 2006 heizt uns extrem ein. Am 24. Pfingstfest ( 4. / 5. Juni ) war es noch kühl, dann kam eine Woche später der Sommer. Seit 6 Wochen nun ist es heiss, seit 2 Wochen fast täglich über 30 Grad. Vor 3 Tagen war es in Basel fast sagenhafte 36 Grad heiss, die Schweiz stöhnt unter der Hitze und die Gletscher schmelzen weiter. Das Hoch "Bruno" bleibt weiterhin standhaft über Europa. Wir treffen uns um 07 20 h am Bahnhof Laufen, aus unerklärlichen Gründen fährt Max Glaas Jrène und Mirella von Muttenz nach Laufen. Das ist jetzt auch eine Stadt, und ein schöner Bahnhof. Abfahrt um 07 35 h nach Basel SBB und weiter nach Zürich HB. Dort steigen Toni und Lucie, von Montreux her kommend, in den Zug. Aber nicht zu uns, denn sie fahren 1. Klasse im Panoramawagen, ein schöner Moment. In Chur sind wir dann komplett. Nun weiter mit der RhB ins Bündnerland, über das wunderschöne Landwasser - Viadukt bei Filisur. Umsteigen in Samedan und Pontresina, in Bernina Diavolezza haben wir das Ziel erreicht. Mein Rucksack ist wieder mal viel zu schwer. Die Luftseilbahn zur Diavolezza kostet im ½ - Tax / FVP nur Fr.10.50.-, mit dieser hoch zum Berggasthaus auf 2970 m. ü. M. La Diavolezza heisst "die schöne Teufelin." Dieses Jahr feiert die Bahn ihr 50 - jähriges Bestehen. Ankunft kurz vor 14 00 h, das Wetter ist der absolute Hammer. Die letzte Groupie - Tour hier ist bereits 10 Jahre her, da wir im letzten Jahr nach 3 Anläufen verschieben mussten. Es ist mein sechster Besuch auf der Diavolezza und meine dritte Gletschertour Morgen Sonntag. Wir bezahlen beim Chef die Zimmer und ziehen ein. 1 x ein Vierer - Zimmer für Familie Hunziker, 2 x Doppelzimmer für Toni und Lucie sowie ein ( Frauenzimmer ) für Jrène und Mirella. Die teureren Doppelzimmer haben Dusche und WC inklusive auf fast 3000 Meter über Meer, super. Mein Einzelzimmer hat 2 Betten und kostet Fr.70.- mit 4 - Gang Menu und Frühstück. Jetzt gibt es Salatteller und Bündner Gerstensuppe, bevor wir gestärkt den "Berg" in Angriff nehmen. Auf dem T - Shirt von Jrène steht: "Schweiss. Tränen. Triumphe". Wegen Morgen? In einer guten Stunde wandern wir nun den Bergweg hoch zum Gipfel des Munt Pers auf 3207 m. ü. M. Dies in kurzen Hosen, es ist herrlich. Munt Pers heisst "der verlorene Berg". Für Jrène, Rahel und Robin wird es der erste Dreitausender. Oben angekommen, ist die Aussicht auf Piz Cambrena, Piz Palü, Piz Bernina ( einziger Viertausender in Graubünden ), Bellavista und Piz Morteratsch schlicht grossartig. Unter uns fliesst der Pers - und der Morteratschgletscher, der Unterschied zu 1996 ist extrem und traurig. Damals hatten wir hier oben ein heftiges Gewitter, so dass Jackie die Haare zu Berge standen, ein einmaliges Bild. Man liegt in der Sonne, geniesst einen "Gipfelwein" und wir bleiben 45 Minuten auf dem Munt Pers, machen ein Gruppenfoto und viele andere mehr. Wir erblicken von hier auch die Bovalhütte tief unter uns an der Moräne. Dazu gesellen sich Sonne und Blumenkohlwolken. Ein Stein vom Gipfel kommt mit. Im Osten wird der Himmel schwarz, wir steigen ab in 45 Minuten. Ein paar Regentropfen fallen, danach einräumen und duschen. Um 18 30 h kommt pünktlich das Essen an unseren reservierten 9er - Tisch. Eine feine Kresse - Suppe, gemischter Salat, Ragout mit Gemüse und Hörnli, ein Dessert. Zu unserem Erstaunen können die Kids Rahel und Robin gratis essen und schlafen, ein Dankeschön an den Wirt Daniel Kern. Draussen steht ein grosser Kupferbottich, gefüllt mit warmem Wasser. Die Werbung hier oben ist extrem: 3000 Meter, Luft - 25 Grad, Wasser plus 40 Grad, höchstes Sprudelbad Europas. Dies kann man tatsächlich für Fr.15.- mieten. Im Sommer wie im Winter. Es folgt nun ein feucht - fröhlicher Abend. Toni degustiert sich durch Bündner und italienische Weine hindurch, bestellt dann und wann 7 neue Gläser. Die Kinder können Trickfilme schauen auf der Grossleinwand. Ende Juli gibt's hier oben sogar ein Open Air - Kino. Die Tagesschau folgt und SF Meteo, es sieht nicht schlecht aus für den Sonntag. Draussen ziehen bald Gewitter auf, um 21 00 h regnet es. Eine Stunde später gehen die ersten, um die luxuriöse Nacht auf 3000 Meter über Meer zu verbringen. Um 22 30 h sind auch Jrène und Mirella weg, der beste Wein war der Hauswein mit einem Bild des rot angeschienenen Piz Palü auf der Ettikette. Der harte Kern bleibt noch, Toni, Lucie und ich. Noch 1 Kaffi Diavolezza und 1 Kaffi Lady. Toni bezahlt die 4 Flaschen Rotwein mit der Karte, es kostet Fr.205.- so nebenbei. Um 23 00 h ab in die Federn, draussen nun starker Regen, um 02 00 h Sternenhimmel. Mein Natel läutet um 05 30 h, die Sonne rötet kurz die Gipfel an. Ab 07 15 h gibt es Frühstück, fast wie im Hotel, wir packen die Rucksäcke und räumen die Zimmer. Um 08 15 h stehen alle draussen bereit vor den Panoramafenstern. Nun der Abmarsch hinunter zum Gletscher durch die grösser gewordene Geröllhalde in 45 Minuten. Die Moräne am rechten Rand ist riesig, der Gletscher dünn geworden und hat sich gesenkt im Vergleich zu 1996. Es sieht richtig elend aus, unsere Eisströme sterben. Auch die ganzen Berge wie auch die Gletscher sehen jetzt Mitte Juli so aus, als wäre es schon Ende September, völlig ausgeapert. Unten am Eis montieren wir die Gschtältli und die Steigeisen, seilen uns dann an. Gruppe 1 besteht aus Toni, Lucie, Mirella, Jrène und mir, Gruppe 2 aus Familie Hunziker. Alle haben Eisen ausser die Kinder. Jrène und Mirella sowie Toni und Lucie haben Pickel und Steigeisen gemietet, von Jackie und Giusi habe ich Gschtältli für Toni, Lucie und Robin. Um 09 30 h beginnt unser Gletschertrekking und führt uns über den mittleren Teil des Persgletschers Richtung Bellavista während 45 Minuten. Es ist herrlich, endlich wieder auf einem Gletscher zu wandern, Sonne und Wolken wechseln sich ab. Bald erreichen wir einen sehr grossen und schönen Gletschertisch und überspringen einen ersten Bach. So als Training, der Bach ist eine Gletscherspalte. Lucie nennt diese Übung "Gugus!" und flucht und schmeisst den Pickel rüber. Rahel, Robin, Daniela und Jrène erleben heute ihre Gletscherpremiere auf Blankeis. Sehr schön ist der Blick hoch zum Piz Cambrena links, vor uns der mächtige Piz Palü, in dessen Eisflanken viele kleine Punkte auszumachen sind. Eine Besteigung dauert von der Diavolezza ca. 4 - 5 Stunden. Daneben steht die leuchtende Bellavista, der Piz Bernina mit dem Biancograt und der Piz Morteratsch rechter Hand. Es macht viel Spass, hier zu sein, besonders unseren Neulingen. Jrène ist vom Feeling des Steigeisenlaufens sehr angetan. Wir steigen nun etwas auf zum Hängegletscher und machen hier eine erste Pause. Abseilen, Steine hat es hier genug, um drauf zu sitzen. In der Zwischenzeit schnappe ich mir das 30 - Meter Seil, eine Eisschraube und die mitgebrachten Eisgeräte, die uns die Alpengroupies zu unserer Hochzeit 1993 schenkten. Endlich wieder ein Einsatz damit. Genau wie vor 10 Jahren richte ich hier eine Stelle zum Eisklettern ein, nur viel steiler als damals. Drehe nun die Eisschraube ein, Karabiner einklinken und das Seil einhängen. Ich bin bereit und seile mich etwa 7 Meter ab. Einer nach dem anderen übt sich im Eisklettern, es macht grossen Spass. Zuerst Eric, dann Mirella, sogar Jrène und Toni probieren es. Lucie will nicht. Später auch Rahel, Robin und Daniela. Viele Fotos werden gemacht, die Pickel werden hinein geschlagen und natürlich die Frontzacken der Steigeisen. Dann lasse ich alle am Seil wieder herunter. Toni staunt, dass die Eisschraube hält. Ein tolles Gefühl, 40 Minuten haben wir es genossen, dann räume ich zusammen und wir geniessen auf dem Eisfeld in der Sonne meinen Apéro aus dem Zinnbecher, einen Riex 2005, herrlich. Danach wandern wir weiter, ein Stück abwärts, verlassen später den Persgletscher und steigen durch Geröll in 15 Minuten zur "Isla Persa" auf, dieser Felsinsel zwischen den zwei Gletschern. Hier hatten wir letztes Mal unseren Halt gemacht. Oben an einem kleinen See vorbei, der umringt ist von vielen Bergblumen. Wir haben inzwischen die Eisen eingepackt, bleiben aber am Seil. Toni und Lucie wandern nun voraus, danach wieder abwärts in rund 25 Minuten. Am alten Steinhaus und vielen Alpenblumen vorbei. Unter uns liegt der grüne See nahe des Morteratschgletschers. Familie Hunziker rastet schon am See, als wir bei einer Verzweigung anhalten. Hier essen wir etwas, es ist 12 30 h geworden. Die Route der beiden letzten Touren hier verläuft am See entlang, dann zum Morteratschgletscher, diesen überqueren und über die grosse Moräne dann zur Bovalhütte aufsteigend. Von dort in 100 Minuten über den Höhenweg zur Station Morteratsch. Entgegen dem Programm werden wir heute aber den Gletscher hinab wandern bis zur Zunge und die Bovalhütte links liegen lassen. Dies spart auch Zeit. Um 13 15 h starten wir zum Schlussspurt.

Ein neuer Weg führt hier diesen Krachen runter, durch eine riesige Geröllhalde, an dessen Ende sich die beiden Gletscher vereinigen. Man kann es keinen Weg nennen, vier Bergsteiger haben uns vorhin überholt. Langsam steigen wir ab, lösen Steine aus, stürzen und rutschen. Hier ist immer etwas Schutt in Bewegung. Es ist sehr steil und instabil, gefährlich. Weiter unten wird unter Sand, Geröll und grossen Blöcken Eis sichtbar. Da und dort ein Bächlein, es ist uns nicht ganz wohl hier. In dieser Hitze, wo es jetzt am Eiger und am Matterhorn bröckelt und es kürzlich am Obergabelhorn 2 Tote gab, weil einfach der Permafrost nicht mehr hält. Eric und Co. steigen weiter ab, als sich der Geröllhang etwas bewegt. Kleine Steine rutschen runter, ich warne. Dann ist es ruhig. Kurz darauf wieder und plötzlich noch mehr. Und dann kommt ein 500 Kilo - Brocken in Bewegung, wir erschrecken. Ich schreie: "Steinschlag, Steinschlag". Der Brocken rutscht abwärts, direkt in der Falllinie stehen Daniela und Rahel. Dann stoppt er wieder. Ein paar Sekunden hatten wir grosse Angst, es ist massiv gefährlich. Vorsichtig weiter, Lucie und Toni hinter mir haben das gar nicht mitbekommen. Nach 45 Minuten Abstieg sind wir endlich wieder alle in Sicherheit auf dem Eis. Über uns eine Gruppe Kinder mit Eltern und Führer, schräg auf dem Blankeis, ohne Seil und Steigeisen. So wie damals, als Eric 14 - jährig hier war, die Bergführer lösen bei uns Erstaunen aus. Das ist extrem unverantwortlich. Es ist 14 00 h, eine Stunde auf dem Morteratschgletscher steht uns noch bevor. Die Eisen montieren und weiter geht es Richtung Gletscherzunge. Endlich wandern wir auch hier runter. An einer grösseren Spalte bekommt Jrène kurz Panik, sie kann nicht rüber springen, wir umlaufen die Spalte. Wolken ziehen auf und nun gibt`s ein Gewitter. Während 40 Minuten verregnet es uns noch auf dem Gletscher. Richtung Zunge, runterschauen, ein paar Fotos, rechts etwas abwärts und zurück. Eric kehrt um, wir dann auch. Auf der linken Seite der Zunge geht es weiter, wir treffen auf die Gruppe mit den Kindern. Der Führer meint nur im Regen stehend, "geht noch gut mit den Steigeisen". Ich sage ihm, das würde sich bei seiner Gruppe auch gut machen, es sind 16 Kinder dabei ohne jegliche Ausrüstung. Es ist fast eine Schande, so schlecht ausgerüstet zu gehen. Noch 20 Minuten bis zum Gletscherende, die Zunge geht in graues Geröll über, Eric steht schon auf dem Weg. Wir geniessen die letzten Meter und seilen dann ab. Küsschen für die Frauen, Lucie flucht. Es ist schon wieder vorbei und der Regen hört langsam auf. Die Tafel zeigt noch 40 Minuten bis zum Ziel. Toni und Lucie geben Vollgas bis zur Beiz. Den Wanderweg runter, zusammen mit Mirella und Jrène schaue ich mir die Tafeln an, die den Stand der Gletscherzunge anzeigen. Der Stand 1990, 1980, 1970, 1960 und so weiter. Weiter vorne die Tafel von 1860, also ca. 100 Meter pro Jahrzehnt. Es ist extrem. Der Gletscherbach schäumt neben uns, als wir den Bahnhof sehen. In der Beiz dann Gratulationen, noch eine Stunde bleibt uns bis zur Abfahrt des Zuges. Die heutige Marschzeit auf den 2 Gletschern betrug 5 Stunden und 40 Minuten. Es reicht gut für ein grosses Bier, Pommes Frites und Glace. Um 16 45 h fährt unser Zug ab, einsteigen in den Bernina - Panorama - Express, wo uns der Kondukteur noch Fr.5.- pro Person abnimmt wegen den Panoramafenstern. Weiter nach Pontresina, Samedan, die Reise ist lang. Das Landwasser - Viadukt, 2 Stunden später treffen wir in Chur ein. Mit der SBB im Gruppenwagen nach Basel, nicht klimatisiert, die Hitze im Tal kehrt zurück. Wir verbraten fast in diesem Wagen, es ist wieder sehr heiss. Via SMS kommt vom Reisedienst Bahnhof Laufen die Information über die nächsten reservierten Züge mit der Wagennummer. Ein toller Service, das ist die Zukunft. In Zürich HB trennen sich Lucie und Toni von uns und fahren an den Genfersee zurück. Nach 21 30 h treffen wir in Basel ein, kurzer Abschied von Mirella und Jrène. Um 22 20 h erreichen wir Laufen nach fast 6 Stunden Fahrt, hier endet unser Abenteuer. Hunziker`s fahren mich noch nach Hause, es wird eine kurze Nacht, denn Eric und ich haben Morgen in Basel bereits wieder zusammen Frühdienst. Freuen wir uns also auf die Jubiläumshochtour Wildhorn in 3 Wochen, doch vorher ist noch der 1. August angesagt und am 5. August erleben ein paar von uns wieder einmal die grösste Rockband der Welt, ich bin bereits zum zehnten Mal dabei: The Rolling Stones Live in Dübendorf, das grösste Konzert der Schweiz!

Bettina Anklin schrieb am 06.08.2006:
Das Rolling Stones Konzert war super...Ganz toll war auch, Euch alle zufällig zu treffen. Wäre schön, wenn es einmal mit einem Besuch bei uns klappen würde...Würden uns freuen! Liebe Grüsse auch an deine Familie Bettina und Peter


Georg Grolimund / Alpengroupies schrieb am 14.08.2006:
Liebe Alpengroupies

Mit meinem heutigen 43. Geburtstag steht die Homepage der Alpengroupies bereits seit 5 Jahren im Netz. Wir verzeichnen über 9500 Besucher bis heute und die Fotogallerie ist auf 1400 Bilder angewachsen. Am 25. November feiern wir unseren Jubiläumstourenausklang 20 Jahre Alpengroupies mit einem schönen Fest. Ende Jahr sollte mein Buch fast fertig sein, es wird im Februar 2007 gedruckt und Mitte Mai wird dann die Buchvernissage hier in Erschwil stattfinden.

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung! Mit besten Grüssen O. K. ALPENGROUPIES
Gago, Iris und Bianca



Hochtour Gross Fiescherhorn 4048 m. ü. M. / Fieschersattel, erlebt mit Schneeschuhen

1. bis 3. September 2006, Alternative Dom - Tour, Mönchsjochhütte

Privattour: Dabei sind Christoph, Markus und ich. Wir haben diesen Sommer einige Trainings absolviert und Christoph hat zur Dom - Tour 2006 eigens eine Homepage gebastelt. Wir wären bereit für den grossen Berg. Aber auch im zweiten Versuch will uns der Dom nicht auf seinen Gipfel lassen. Das Wetter stimmt zwar, doch Anfangs Woche hat es in den Bergen geschneit, im Wallis bis 40 cm. und im Berner Oberland bis 25 cm. Als ich mich am Mittwochmittag beim Hüttenwart der Domhütte informiere, kommt der Schock. Der Mann sagt, er würde noch heute Nachmittag die Hütte schliessen, das Wasser sei eingefroren und er kann nicht mehr kochen. Darüber hinaus liegen auf der Domhütte auf 2900 Meter etwa 30 cm. Neuschnee, auf dem Gipfel gar 1,5 Meter. Auch die Normalroute sei seit 2 Wochen nicht mehr begangen worden, nur die besten besteigen den Dom über den Festigrat. Also gibt es wieder eine Verschiebung ins nächste Jahr. Die Alternative ist der Alphubel bei Saas Fee, meine Idee oder die Idee von Christoph, die Fiescherhörner im Oberland. Wir halten unsere Sitzung am Donnerstagabend ab, diskutieren und entscheiden uns für die Fiescherhörner 4048 m. ü. M. Ich reserviere die Mönchsjochhütte und die Hüttenwartin sagt, mit Schneeschuhen würde es noch besser gehen. Markus holt für sich und mich 2 paar Schneeschuhe im Skishop Karrer, Christoph hat eigene. Um 10 45 h fahren wir in Erschwil ab, Christoph ist der Chauffeur. In Münsingen einen kurzen Kaffeehalt an der Autobahn, per Zufall kommt mein Chef, Dieter Riester und seine Freundin die Türe rein. Sie wollen einen Ausflug nach Lauterbrunnen machen, die Welt ist doch so klein. Unterhalb von Grindelwald essen wir im Restaurant Stalden im Lütschental zu Mittag und parkieren dann in Grindelwald Grund. Der Himmel ist stahlblau und wolkenlos, viele Gleitschirme fliegen über dem Dorf. Im Intersport kaufe ich endlich wieder mal Gamaschen, wir werden sie Morgen brauchen. Ein Paar Mammut Gamaschen poste ich für Fr.69.- mit der Karte. Um 16 00 h fahren wir mit dem Zug auf die Kleine Scheidegg und weiter aufs Jungfraujoch 3454 m. ü. M. Es ist meine 20. Fahrt auf das Jungfraujoch und mein 7. Besuch in der Mönchsjochhütte. Als Eisenbahner fahre ich natürlich einmal mehr gratis in die Gletscherwelt hinauf. Bei bestem Wetter nun in 50 Minuten die "Autobahn" hoch zur Mönchsjochhütte auf 3650 m. ü. M. Ich schreibe uns im Buch ein, wir beziehen unsere Matratzen im Zimmer Nr.6. Das Nachtessen folgt um 19 00 h, wir lernen Kurt Müller aus Aesch kennen, er geht Morgen mit seinem Führer auf den Mönch. Noch ein Päärchen gesellt sich zu uns. Wie es scheint, sind wir die einzigen, die auf das Fiescherhorn wollen. Wegen dem Neuschnee ist die Route aber nicht gespurt. Es gibt nun Suppe, Salat und feine Pastetli, als ich mich umdrehe, sehe ich meinen Bergführer Marco Bomio aus Grindelwald. Er war mein Führer im Sommer 2000 und nahm mich mit auf das Wetterhorn. Schon 1999 lerne ich ihn kennen im Marmorbruch und dem "Spider Highway" in der Gletscherschlucht. Die Begrüssung ist herzlich und wir haben uns einiges zu erzählen. Marco gibt mir Tips über das Fiescherhorn. Entweder gehen wir über den Nordwestgrat ( Walkergrat ) oder über die Skitourenroute ( Südwestflanke / Südostgrat ) in den Fieschersattel zum Gipfel. Da nicht gespurt ist, entscheiden wir uns über die sichere, zweite Route. Mit Marco zusammen möchte ich einmal das gewaltige Schreckhorn bezwingen, dies haben wir schon am Wetterhorn im Jahr 2000 abgemacht. Er nimmt wie am Matterhorn und am Eiger - Mittellegigrat nur jeweils einen Gast mit und die Tour kostet Fr.950.- mit Führerlohn, HP und der Hütte. Im Internet finden wir von Marco Bomio, Bergführer aus Grindelwald, folgende Informationen über das Gross Fiescherhorn: "Gross -Fiescherhorn 4048.8 m; sechsthöchster Viertausender der Berner Alpen; Grenzgipfel zwischen Grindelwald BE und Fieschertal VS. Normalroute über den Fieschersattel vorwiegend aus Firn und Eis mit einigen Felspassagen; 7 bis 10 Stunden von der Mönchsjoch- oder von der Konkordiahütte und zurück; wenig schwierig. Im Fels II - III". Die Berge werden von der Sonne angeschienen und es dunkelt langsam ein. Die Mönchsjochhütte wurde modernisiert, an der Wand hängt ein LCD - Fernseher und wir schauen die "Tagesschau" und das "Meteo." Der Bucheli meldet einen sonnigen Tag und erst am Abend eine Störung und am Sonntag dann Regen. Zum Glück ist heute Freitag, wir sind bereit. In der "Tagesschau" kommt ein Bericht über die berühmte Bergführerin Evelyne Binsack, sie startete heute am Grimsel auf ihre gewaltige Tour, die sie in 16 Monaten zum Südpol führen wird, mit dem Velo. Man stelle sich das vor. Um 22 00 h gehen wir pünktlich ins Bett, ich schlafe extrem schlecht, das ist die Höhe und der Kafi Mönchjoch war natürlich einmal mehr ein Fehler. Mit schlimmem Kopfweh wache ich um 04 00 h auf, ausser Kaffee schlürfen mag ich nichts essen. Wir machen uns bereit uns marschieren um 05 30 h bei der Hütte ab, mit den Schneeschuhen an den Füssen. Es wird uns grosse Erleichterung bringen, weil wir nun nicht mehr einsinken. Alle rechnen mit 20 cm. Neuschnee. Dies ist die erste Hochtour mit Schneeschuhen, es war eine super Idee. Es geht zu Beginn nun steil bergab, zum ersten Mal betreten wir das "Ewigschneefäld." Es dämmert langsam, als wir einer Skispur folgend den Gletscher traversieren. Nach einiger Zeit zieht Christoph seine Spur etwas nach links gegen das Gross Fiescherhorn, jetzt müssen wir selber schauen und spuren. Der Gletscher ist in diesem Bereich fast spaltenfrei. Nach 100 Minuten, auf 3300 Meter, geht es links hoch, zu einer Mulde. Riesige Eistürme stehen drohend vor uns, Eisnasen und andere Gebilde scheinen jeden Moment umzukippen. Nun ein steiles Firnstück zwischen grossen Spalten, das ist die Aufstiegsroute der Skitourenfahrer. Nun diese hoch, sie ist etwa 45 Grad steil, wir atmen schwer. Doch es geht super mit unseren Schneeschuhen. Gemütlich weiter hoch Richtung Fieschersattel, es wird 08 30 h. Eine kurze Pause, um etwas Schokolade zu essen. Von Norden her ziehen dunkle Wolken auf, das passt uns weniger, denn den ganzen Samstag wurde noch schönes Wetter gemeldet. Auf 3600 Meter finden wir ein ebenes Plätzchen und beschliessen, hier ein Rucksackdepot zu machen. So sind wir frei von Gewicht und schneller unterwegs. Noch 300 Höhenmeter bis zum Sattel liegen vor uns. Der Sattel liegt auf 3900 Meter zwischen Gross Fiescherhorn und dem Hinter Fiescherhorn. Die Schneeschuhe stecken wir in den Firn und montieren die Steigeisen, mit dem Pickel geht es weiter. Den Weg zum Sattel hoch, ein Couloir rechts, durchzogen mit Felsen. Wir staunen ob dieser Steilheit, das ist krass. Hier müssen wir auch wieder runter. Und nun los, Christoph führt, das spuren ist mühsam. Über einen Gletscherschrund voll hinein in diese "Wand", es ist die Südwestflanke, wir erschaudern fast.

Harter Aufstieg am Fiescherhorn.

Also mit wenig schwierig, wie es im Führerbuch steht, kann ich mich nicht anfreunden. Die Steilheit in diesen 300 Höhenmetern beträgt jetzt etwa 45° bis sogar 50°. Für uns alle eine Premiere, Pickel rein, Frontzacken rein schlagen, Meter für Meter, immer höher. Noch mehr dunkle Wolken, am Mönch drüben schneit es kurz. Nach einer Stunde gibt mir Christoph die Führung ab, wir kämpfen uns links des Couloirs direkt in der Mitte weiter hoch, Richtung Gipfel. Mit grossem Kraftaufwand wird in den gefrorenen Firn gehauen, der Tiefblick ist heftig. Nicht auszudenken, wenn hier einer abrutschen würde. Dann erreiche ich die Felsen, nirgends ist ein Plätzchen zum ausruhen an den Felsen, meine Waden brennen richtig und die Lunge keucht. 3800 Meter sind erreicht, ein weiterer Blick zurück, es ist fürchterlich. Unsere Rucksäcke sind nur noch kleine, schwarze Punkte unten auf dem Gletscher. Nun weiter durch sehr steilen Firnschnee, dann und wann auf die Felsen, um ein wenig zu sichern. 3900 Meter über Meer, noch ein paar Meter, dann ist es geschafft. Ich erreiche den Firn zwischen dem Fieschersattel und dem Horn, meine Freunde kommen nach. Es ist bereits schon 11 30 h, dieser Aufstieg hatte es in sich. Meine Uhr zeigt 3950 Meter an, der Gipfel zieht sich links von mir hoch. Ich denke, noch 15 Minuten. Nun über Felsen weiter, 2 Reepschnüre weisen den Weg. Dann in Firn weiter, ein Kamin, hier runter, auf den anderen Seite sieht es nicht gut aus. Zurück, das Ganze sichern und umlaufen, unterhalb des Gipfelaufbaus zum Firn. Der Gipfelgrat ist durchzogen mit Firnfeldern, die Verhältnisse sind alles andere als super, zu gefährlich. 4000 Meter sind erreicht, es fehlen uns noch etwa 30 - 40 Meter. Christoph will hier beenden und umkehren, wir kommen auch langsam in Zeitdruck. Ich möchte unbedingt zum höchsten Punkt, höre aber dann auf meine Kollegen, es bringt nichts. Das Gross Fiescherhorn gilt hier an dieser Stelle für bestiegen, die Tour ist erfüllt. Wir wollen nicht noch mehr riskieren und denken an den Heimweg. Wir stehen am Gipfelgrat des Berges, es wird mein 35. Viertausender, das Gross Fiescherhorn wird in die Sammlung aufgenommen. Also retour an diesem Punkt, noch ein Gruppenbild um 12 30 h von uns. Hinter uns steht das gewaltige Schreckhorn und rechts davon das Agassizhorn und das Finsteraarhorn. Wir gratulieren einander und geniessen die Aussicht. Tief unten im Tal glitzern die Häuser von Grindelwald. Über dem Fieschersattel vis a vis steht das Hinter Fiescherhorn mit 4025 m. ü. M. Dass wir hier und jetzt umkehren, wird uns noch Glück bringen. Es ist noch ein langer Weg zurück. Christoph und ich nehmen noch Gipfelsteine mit, dann findet Markus den Weg zum schmalen Couloir direkt unter dem Hinter Fiescherhorn am Ende des Sattels. Ich gehe voraus, diese 300 Höhenmeter unter uns, ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Etwa 4 - 4 ½ Stunden brauchen wir von hier noch. Wir klettern Meter für Meter abwärts, unser Leben hängt an den Frontzacken, der Gletscher kommt langsam näher. Auf der rechten Seite entdecken wir immer wieder Reepschnüre und andere Sicherungen, ein ganzes Seil und weiter unten ein Kabel. Durch Felsplatten hindurch, im gefrorenen Firn ist es am sichersten. Jetzt zieht vom Konkordiaplatz her sehr schnell Nebel auf und bedeckt schon den Gletscher. Die Hälfte haben wir hinter uns, schön langsam weiter abwärts, die Kräfte schwinden. Etwas nach links wegen dem Schrund, dann haben wir die Flanke hinter uns gebracht nach einer Stunde um 13 45 h. Kaum auf dem Gletscher, hüllt uns der Nebel ein, wir bleiben sofort an Ort und verlieren so wertvolle Zeit. Christoph muss mal für grosse Jungs und hat das WC - Papier logischerweise im Rucksack. Unsere Rucksäcke sind nicht mehr zu finden, aber in der nächsten Umgebung. Wegen der Spaltengefahr bleiben wir hier, es fängt nun noch an zu schneien. Später erkennen wir die Silhouetten unserer Rucksäcke, man wechselt wieder auf die Schneeschuhe, die Steigeisen und die Pickel werden eingepackt. Jetzt kommt ein weiteres Problem, im stockdicken Nebel müssen wir unsere Aufstiegsspur suchen und verlieren sie immer wieder. Auch das kostet viel Zeit. Dann geht es besser, zum steilen Stück, dieses in kurzer Zeit runter zum "Ewigschneefäld". Das wäre mal geschafft. Noch etwa 3 Stunden zur Hütte. Hier fängt der Wind an zu blasen und mit der Zeit geraten wir ab hier in einen richtigen Schneesturm, der uns die nächsten drei Stunden begleiten wird. Unsere Spur ist schon zugeschneit, doch die Route ist uns klar. Wir müssen einfach bis zum Ende des Trugbergs weiter aufwärts trecken. Noch immer steht das Fiescherhorn rechts von uns, es ist noch weit. Jetzt schneit es heftig und der Sturm dreht von Zeit zu Zeit erbarmungslos auf, man sieht nichts mehr. Stossweise peitscht uns Graupel ins Gesicht, immer wieder Böen, immer wieder müssen wir stoppen, es ist krass. Es geht nur langsam den Gletscher aufwärts, noch ein Hübel und noch einer und noch einer. 3400 Meter, noch 250 fehlen. Alle 20 Meter müssen wir anhalten, der Sturm hat uns geschwächt, dazu die Kälte, die schlechte Sicht. Später wird es heller, es macht ein wenig auf, man sieht wieder Berge. Es wird schon 17 00 h. Im Normalfall hätten wir nun das Ziel erreicht. 17 30 h, noch weiter und noch langsamer. Die Mönchsjochhütte kommt nun endlich hinter dem Trugberg zum Vorschein, wir sind am Ende, an unseren Grenzen angelangt. Vielleicht auch bald überschritten, in diesem Sturm. Ich probiere anzurufen, habe aber keine Verbindung. 18 05 h, der letzte Zug im Jungfraujoch fährt los. Ich seile mich jetzt ab und gebe nochmals Gas, stampfe rauf zur Hütte, treffe hier ein um 18 30 h. Verliere noch kurz mein Natel und frage dann den Hüttenwart, ob noch ein Personaltransport runter fährt. Pech gehabt. Ganze 13 Stunden waren wir drei heute unterwegs, das ist wohl ein neuer Rekord. 15 Minuten später treffen auch Markus und Christoph auf der Hütte ein, völlig geschlaucht. Wir gratulieren einander zur erfüllten und harten Tour. Endlich hat man Verbindung, ich erreiche Iris mit dem Home - Handy der Hütte. Rein in die gute Stube, ich melde uns an. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Na ja! Nur die Übernachtung kostet Fr.26.-, mit HP Fr.56.-, ist eigentlich gar nicht so teuer in der höchsten, bewarteten Hütte der Schweiz. Man freut sich darauf, an einen Tisch sitzen zu dürfen. Die Angestellte gibt uns das Zimmer Nr.3, meinen "Gipfelwein" degustieren wir hier im Massenlager auf der Bank. Wir dürfen unsere Natel`s in der Küche aufladen lassen. Jetzt erstmal 3 Mal Bouillon mit und ohne Ei. Später etwas Merlot, Markus nickt kurze Zeit am Tisch ein. Und wieder "Meteo" und wieder falsche Prognosen. Schnell wird es 22 00 h und dann schlafen wir durch wie die Götter bis Morgens um sieben. Aufstehen, Box schnappen, zusammen räumen. Ohne einen Kaffee zu trinken verlassen wir die Mönchsjochhütte und schlurfen Richtung Jungfraujoch. Unterwegs findet Markus einen riesigen Totenkopffalter, der im Firn liegt und noch lebt. Neben der "Autobahn" klaffen 3 Spalten hervor, eine ist ca. 30 Meter lang und recht breit. Hier sah ich noch niemals Gletscherspalten, vor allem nicht so nah am Weg. Rein in den Jungfraustollen, in den Hallen des Bahnhofs leuchtet ein riesiges Bild von den Malediven, das würde uns jetzt auch passen. Die Bar im Joch ist noch geschlossen, der erste Zug fährt ein. Um 08 50 h fahren wir auf die Kleine Scheidegg zurück und im Restaurant Bahnhof ( die Röstizzeria ) geniessen wir ein absolut währschaftes Frühstück. Es kostet Fr.12.90.- und beinhaltet 2 Spiegeleier, Speck, Brot, Grindelwalder Bergkäse, 1 Gipfeli, Konfi und ein Mucheli Milchkaffee. Das tut gut! Nebenan im Souvenirladen kaufe ich für meine Tochter Bianca noch einen Bergkristall mit Holzsockel. Der nächste Zug der BOB fährt uns um 10 18 h zurück nach Grindelwald. Nach dem einpacken beim Auto nehmen wir uns noch die Zeit, um auf dem Friedhof das Grab unseres Freundes Simon Thies zu besuchen, der im letzten April am Morgenhorn verunglückt ist. Das Wetterhorn und die Fiescherhörner blinzeln auf sein Grab herab. Nun auf die Autobahn, unten in Interlaken findet das Unspunnen - Fest statt. Um 13 20 h sind wir drei wieder retour im Schwarzbubenland. An diesem Sonntagnachmittag geniesse ich dann Wärme, Blumen und den Garten mit meiner Familie.



Spass - und Weintour Solarbob Langenbruck / Edgi`s Dielenberg

16. September 2006 *

Dabei sind: Jacques und Diana mit Joel, Tanja und Sina, Raphael und Elisabeth, Eric und Daniela mit Rahel und Robin, Alex und Kevin, unser Weinbauer Edgar, erstmals seine Freundin Silvia Jäggin, Iris, Bianca und ich. 18 Nasen also, eigentlich 20, doch Götti Adrian und Sabine sind krank gemeldet, haben die Grippe geerbt von unserer Bianca. Sie übernachtete nämlich erstmals bei ihnen vor einer Woche und gab das Virus weiter. Unsere Gruppe trifft sich in Laufen um 08 30 h, mit dem Schnellzug, der viel zu kurz ist, nach Basel. Um 09 22 h fahren wir nach Liestal, währenddessen ich eine Flasche Baccus Dielenberger 2004 von Edgar Bischof im Doppelstöcker öffne und so diesen Wein unter die Leute bringe. Eiskalt serviert mundet er allen im Zinnbecher. Dies ist mal ganz was anderes als Chasselas aus dem Waadtland. Heute reisen wir ins Baselbiet und beginnen zuhinterst im Waldenburgertal. In Liestal umsteigen in die Schmalspurbahn nach Waldenburg, weiter mit dem Postauto hinauf nach Langenbruck. Nun zu Fuss in 5 Minuten zur Solarbobbahn von Waldenburg. Diese Rodelbahn ist sehr speziell. Im Internet findet man eine tolle Website darüber: "Weltweit einzigartig - Lift wird mit selbst gewonnener Sonnenenergie angetrieben. Europaweit einzigartig - 540° Kreisel. Über 1000 Meter Rodelspass inmitten der Natur. Tiefpreise der Schweiz. Rodelspass durchs ganze Jahr. Gratis Tempomessung auf der langen Geraden!" Als ich unsere Gruppe anmelde, gibt es zuerst Kaffee und Gipfeli zur Stärkung. Nachdem wir die Tickets gelöst haben, kann der Rodelspass beginnen. Der Aufenthalt dauert hier volle 2 Stunden, eh es weiter geht. Einige kaufen gleich 10 Fahrten und los geht`s. Bianca fährt zu Beginn mit Kevin den Lift hoch und braust dann strahlend mit ihm herunter. In den grünen Hügeln hängt noch Nebel, Kühe weiden neben der Bahn. Ich absolviere 2 Fahrten, filme auch und bremse nie. Dann schnappe ich Bianca und rase mit ihr herunter, gleich sechs Mal. Sie bekommt nicht genug. Raphael will uns einholen, geht nicht, klappt nicht. Es ist ein Heidenspass, mein Rekord liegt heute bei 56 km/h, als ich das erste Mal mit der SBB an einem Ausflug hier war, erreichte ich 62 km/h. Iris hat nach 2 Fahrten genug, andere holen sich bei der Kasse ein Bierchen. Sina Jermann getraut sich nicht und schaut lieber zu. Wir als Gruppe müssen eigentlich nie anstehen, später kommen noch mehr Leute dazu. Schreie und Gelächter auf und neben der Bahn. Die Extremste aber ist Bethli, sie nützt die Zeit vollends aus mit rodeln und zwar bis zur letzten Viertelstunde. Joel findet an den verschiedensten Orten am Boden immer wieder Geld. Gegen 12 00 h bedanke ich mich und wir packen zusammen, kurzer Fussmarsch zur Post Langenbruck, es war ein toller Spass. Nun zurück ins nächste Dorf, umsteigen auf die Waldenburgerbahn. Um 12 38 h treffen wir in Oberdorf Winkel ein, wo uns Edgar mit seiner Freundin Silvia abholt. Mitten im Dorf, direkt vor den Gleisen, steht das Restaurant Jägerstübli. Hier hat Edgar 2 Menu`s im Sääli bestellt. Alle entschieden sich für Rahmschnitzel und Co., die Kinder bekommen Schnipo. Draussen am Fensterladen prangt ein laminiertes A3 - Plakat mit der Aufschrift: 20 Jahre Alpengroupies, Weintour Dielenberg 2006. Edgi und Christoph Wehrli haben diesen Gag zum Jubiläum kreiert, das Groupie - Signet wird uns noch bis zum "Bischihüsli" den Weg weisen. Christoph selbst konnte leider nicht dabei sein, weil ausgerechnet heute das Abschiedsfest von Kilian und Annika in Biel über die Bühne geht. Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Die beiden haben Zeitdruck, verreisen für 2 Jahre nach Amerika und fliegen in wenigen Tagen ab. Wir wünschen ihnen einen guten Flug und eine schöne Zeit in den USA. Annika ist bereits hochschwanger und ihr Kind wird in Denver geboren werden. Nun zu uns. Nach einem Apéro geniessen wir Salat oder Flädlisuppe, danach feine Rahmschnitzel mit Nudeln, Champignonssauce und Gemüse, es wird auch nachgeschöpft. Unsere Fahne hängt an der Wand. Dann stelle ich Silvia den Leuten vor, sie wird heute auch ein Groupie. Danach danke ich Edgi für die tolle Organisation und für das, was noch kommen wird. Für seinen Einsatz erhält er eine Flasche Chateauneuf - du - Pape "Domaine de la Chartreuse". Zum Schluss gibt es gebrannte Creme mit Birnenschnitzli, Kaffee Créme und Williams. Vor 2 Jahren hatten wir diese Tour schon geplant und abgemacht. Das Mittagessen und der zuvorkommende, freundliche Service hier im Jägerstübli war wirklich toll. Nach 2 Stunden und 15 Minuten kommt Teil 2 des heutigen Tages. Wir schlendern durch das Dorf, am Bach vorbei, zum Winkel, wo Edgi sein Wohnhaus und seinen Keller umbaut. Hier prangt wieder ein Hinweis, das Plakat hängt am Schopf, 20 Jahre Alpengroupies. Nachdem viele Forellen im Bach gesichtet wurden, schwitzen wir 15 Minuten den Berg hoch. Bianca will getragen werden, wiederum für mich ein gutes Training mit dem gefüllten Rucksack am Rücken. Nach 20 Minuten erreicht man hier das Rebhaus der Weinbaugenossenschaft Dielenberg, eine andere Gruppe sitzt schon vor dem Haus am Apéro. Erst seit kurzem, so scheint mir, denn Raphael meint zu ihnen: "Was seid denn Ihr für eine traurige Bande?" Im ersten Stock zeigt uns Edgi nun eine schöne Diashow während 30 Minuten, sie handelt natürlich vom Dielenberg und zeigt uns die harte Arbeit von schneiden der Reben im Frühling, der Arbeit im Sommer, dem spritzen, zurückschneiden bis zum "Herbsten." Die Abfüllanlage wird gezeigt, die Flora und Fauna, Bilder von Schlangen, Blindschleichen, Glühwürmchen, Weinbergschnecken, Salamander, Spinnen, diversen Pflanzen, Schmetterlingen und verschiedenen Blumen im Rebberg. Hier blüht der Löwenzahn unter den Reben und es wird im Steilhang auch gemäht. Schöne Fotos vom Dielenberg im Wechsel der Jahreszeiten. Viel Wissenswertes ist zu hören, vom falschen und echten Mehltau, Nützlingen und Schädlingen, von Öchslegraden und die Bodenbeschaffenheit. Einen herzlichen Applaus für den interessanten Vortrag. Nun wandern wir auf den mittleren Weg, über 3 Treppen weiter hoch zum oberen Weg. Wieder das Groupiesignet, es ist nicht mehr weit. Um 16 30 h treffen wir in seinem Häuschen ein, dem "Bischihüsli." Es ist ein Paradies hier oben, eine super Lage mit Tiefblick auf Oberdorf. Die Reben sind alle mit blauem Netz vor den Vögeln geschützt. Sein Häuschen liegt auf ca. 660 m. ü. M. und er besitzt hier 23 Aren im Rebberg. Die Sonne scheint durch die roten Trauben, die an der Pergola hängen und ein Tisch ist geschmückt mit Weinflaschen, Schnäpsen, Gläsern und Trauben. Das Groupiezeichen hängt wieder an der Wand, wir sind am Ziel. Jede Wein- oder Schnapsflasche trägt nebst der Ettikette auch das Groupiesignet auf der Rückseite. Sieht toll aus, danke Edgi und Christoph. 20 Jahre sind es nun schon her, es ist nicht zu glauben. Wir setzen uns hin und degustieren zuerst den "Dielenberger Himmellüpfer 2005", einen Riesling Silvaner der Weinbaugenossenschaft Dielenberg.

Dazu erhalten wir ein "Zvieriplättli", ich würde eher sagen, 3 Zvieriplatten für Fr.8.- pro Person. Wunderbar, der Tag sollte nie enden. Als zweiten Wein probieren wir den eigenen Wein von Edgar, den "Baccus 2004." Edgi ist der einzige Winzer hier im Weinberg, der diese Trauben sein eigen nennen kann. Uns gefällt der "Baccus" am besten. Zum dritten erhalten wir seinen Rotwein, einen "Dielenberger Regent 2004" in der ½ Liter Flasche, vollmundig und frisch. Die Augen ertrinken in diesem Rot und die Nase riecht ein Bouguet, dessen Aroma an eine Blumenwiese auf der Schynige Platte erinnert. Zwischendurch erkundet man den Rebberg, probiert Trauben, stellt Fragen, fachsimpelt. Edgi weiss noch viel zu erzählen. Nun ist es 18 30 h geworden und wir haben nur noch eine halbe Stunde Zeit, da unser reservierter Zug um 19 05 h abfährt. Wir wollen abstimmen, das ist eine schnelle Sache. Niemand muss oder will heute noch in den Ausgang, alle sind dafür, dass wir eine Stunde überziehen. Klar doch, an einem solch schönen Abend. So geniessen wir weiterhin dieses Paradies hier, die Kinder spielen nebenan und haben es gut zusammen. Jetzt ist es Zeit für ein schönes Gruppenfoto, bevor ein paar von uns noch die Schnäpse probieren. Edgi präsentiert uns einen weissen Marc, einen gelben Marc, einen Lie und Burgermeister. Und immer wieder leuchtet das Logo der Alpengroupies auf der Rückseite der Flaschen in diesem Abendlicht. Dazu noch ein spezieller Tropfen in einem kleinen Weinfässchen. Die Sonne geht unter, es herrscht eine tolle Stimmung. Abendrot. Es dämmert schon bald. Edgar schneidet noch Trauben, die wir nach Hause mitnehmen können und ein grosses A3 - Plakat des Signets darf ich zur Erinnerung heim nehmen. Dann ist es wirklich Zeit für den Aufbruch, wir verabschieden uns von Edgar und Silvia und steigen ab Richtung Oberdorf. Herzlichen Dank für alles! In 15 Minuten erreichen wir schon die Haltestelle, es ist ein recht warmer Abend, wie im Sommer. Der Zug kommt, wir fahren nach Liestal und Eric zieht einen Rotwein aus dem Rucksack. Das passt, fahren wir doch mit dem öffentlichen Verkehr. Und die Preise waren auch der Hammer: Für jemand, der kein ½ Tax Abo hat, kostet die Reise nur Fr.14.-, da wir im TNW drin bleiben. ( Tarifverbund Nordwestschweiz ) In Liestal umsteigen, mit der SBB nach Basel und nach einem lustigen Aufenthalt auf dem Perron weiter nach Laufen. Hier treffen wir ein um 21 20 h. Abschied! Bald kommen unsere Postautos, Bianca schläft zuhinderst im Postauto ein, als wir wieder ins Lüsseltal rüber fahren. Es war schön, auch wieder mal eine Tour in der Region durchzuführen. Es war etwas schade, dass unsere Groupie - Weinfreunde aus dem Lavaux hier nicht dabei waren, es war mal ganz was anderes als Calamin und Dézaley und erst noch sehr speziell. Dies war übrigens die 145. offizielle Alpengroupie - Tour seit 1986, dem Gründungsjahr unseres Clubs.

Jubiläumshochtour Wildhorn 3248 m. ü. M. definitiv verschoben auf 2007

Am 12. August war alles geplant, doch das Wetter im August machte uns einen Strich durch die Rechnung, nach dem sehr heissen Juni und Juli 2006. Es war ein furchtbar nasser Sommermonat. Wir wollten in Lenk auch unsere deutschen Alpengroupies Enno, Gero und Björn treffen, die soeben vom Bishorn zurückkehrten. Zusammen das Wildhorn zum Jubiläum besteigen, das war die Devise. Seit 10 Jahren hatte Enno hier eine Rechnung offen. Mit uns hier oben zu stehen, das war sein Plan. Leider klappte es nicht, sie besuchten uns in Erschwil, wir hatten es toll zusammen und sie fuhren nach einem Fest und dem Besuch im Ober Bergli danach wieder nach Hause.

Wir verschoben eine Woche, wieder Regen, Sturm und Kälte, dann noch eine Woche. Weitere 2 Daten im September 2006 kamen hinzu, die Anmeldungen änderten sich, doch das Wetter war nie wirklich gut. Immer am Sonntag war Regen angesagt, es musste einfach nicht sein. Ich habe mich so gefreut, nach 20 Jahren zu unserem Jubiläum wieder auf dem Wildhorn zu stehen. Die Gipfelrede war bereits geschrieben, die Videokamera geladen, doch nützte alles nichts. So sagte ich die Tour schweren Herzens definitiv ab. Auch der Dom gelang uns als Privattour wettermässig nicht, wir bestiegen dafür das Fiescherhorn. Nächstes Jahr stehen beide Berge auch noch da.

So freuen wir uns noch auf die letzten zwei Touren in diesem Jahr und auf unser grosses Jubiläumsfest, den 16. Tourenausklang am 25. November 2006. Doch zuerst ruft uns noch ein ganz anderes Abenteuer.



Herbstwanderung Saastal / Abenteuer Gorge Alpine

14. / 15. Oktober 2006 *

Hotel Mistral, Saas Fee / Holzwurm - Bar Jubiläumsvideofilm 2006

Dabei sind diesmal: Mirella, Raphael, Elisabeth, Eric und Daniela, Jackie und Giusi, ich und ab Sonntag Früh Christoph. Wir besammeln uns um 07 00 h im Bahnhof Laufen, Mirella sitzt schon im Zug. Alles ist reserviert, aber nicht für 10, sondern für 30 Personen, war nicht mein Fehler. Abfahrt in Laufen um 07 22 h, Fahrt über Delémont - Biel nach Bern. Hier kaufen wir beim umsteigen Salzbrezeln, um unseren Hunger zu stillen. Die passen genial zu einem Apéro während der Fahrt durch den Lötschberg. In Bern ab 09 06 h, in Brig an 10 42 h. Weiter in Brig mit der Matterhorn - Gotthardbahn um 11 05 h, Ankunft in Stalden - Saas um 11 28 h. Hier bin ich noch niemals ausgestiegen. Wir lösen die Billette für die kleine Seilbahn, die sich über 2 Sektionen erstreckt. Der Fahrpreis beträgt nur Fr.3.90.-, das ist extrem billig. Das Weekend kostet ja schon genug. Mit der Seilbahn nun von Stalden - Saas nach Gspon. Bei herrlichem Wetter steigen wir aus und geniessen auf knapp 1900 Meter die Sonne und das Panorama. Im "Alpenblick" genehmigen wir uns etwas kaltes, von Raphael und Bethli spendiert. Herzlichen Dank! Hier beginnt unser Wanderweg, der uns in 4 1/2 Stunden auf schönem Walliser Höhenweg nach Saas Balen führt. Rechts strahlt die Mischabelgruppe mit dem Dürrenhorn zu uns herüber. Im Internet findet man folgenden Text über den Grossen Walserweg: "Die Wanderung von Gspon nach Saas Grund gehört zu den beliebtesten Höhenrouten im Saastal. Sie ist Teil des "Grossen Walserweges". Hoch über der Schlucht der Saaser Vispa verläuft die Route meist knapp über der Baumgrenze und bietet fantastische Ausblicke auf die Walliser- und Berner-Bergriesen. Höhepunkt ist der erhabene Blick hinüber auf die vergletscherten Viertausender der Michabelgruppe. Startort: Seilbahnstation Gspon. Zielort: Saas Grund. Wanderzeit: 4 h 10. Saison: Juli bis Oktober. Steigung/Kondition: 430 m Aufstieg und 770 m Abstieg. Verpflegung in: Gspon, Heimischgartu, Saas Grund". Also los geht`s, wir starten um 12 30 h, wandern leicht abwärts an alten Häusern vorbei, um dann in den Wald zu gelangen. Die Sonne taucht die Bäume in ein fantastisches Licht, die Lärchen leuchten wunderbar goldgelb - orange, ein schöner Anblick. Fast keine Wanderer sind unterwegs, es herrscht eine grosse Ruhe. Der Höhenweg ist wirklich sehr schön. Die Idee der Schluchtendurchquerung Gorge Alpine am Sonntagmorgen in Saas Fee stammt von Christoph Wehrli, ich habe mich beim Höhenweg nicht für Grächen - Saas Fee, sondern für Gspon - Saas Grund entschieden. Meine neue Videokamera ist auch mit dabei, da die Jubiläumshochtour Wildhorn nicht möglich war. Wir wandern nach einiger Zeit in einen richtigen Zauberwald hinein, es folgt ein Bergweg zu einer Alp, der kleine, nette Weiler heisst Oberfinilu auf 2039 Meter, daneben steht eine neue Kapelle aus dem Jahr 2003. Von hier aus sieht man erstmals das Allalinhorn. Später geht es steiler aufwärts, wir erreichen ein Bergsturzgebiet, das wir schnell queren müssen. Auf einem Steinschlagschild steht sogar "Halten verboten" drauf. Dann beginnt ein weiteres Couloir, als wir dies hinter uns haben, gibt es eine kleine Pause. Hoch über unseren Köpfen hängt eine dicke Wasserleitung aus Röhren in der Luft. 30 Minuten später wandern wir auf einer Hochebene, runter zu einem Bergbach, auf der Holzbrücke machen wir ein Gruppenfoto. Nach 2 ½ Stunden machen sich die Wolken breit und es beginnt langsam zu tröpfeln. Es wurde auch in etwa so gemeldet. Eine zweite, grosse Hochebene wird erreicht unterhalb des Simelihorns. Hier steht auf dem Wegweiser Siwibode auf 2244 m. ü. M. folgendes: Saas Grund über Heimischgartu 2 h 20 min. und hinunter nach Saas Balen 1h 30 min. Der Wind nimmt auch zu und auf den Gipfeln der Mischabelgruppe schneit es schon. Wir entscheiden uns für Saas Balen. Über Magerwiesen weiter abwärts und in den Wald hinein. Ein kleiner Weiler, die erste Strasse, ein paar Häuser. Und dort steht das alte Haus von Rocky Docky, so angeschrieben, wahrscheinlich sind das Ferienwohnungen. Noch ein Halt und hier beginnt oder endet ein Kreuzweg. Knapp über dem Dorf entdecken wir einen treppenartigen, wunderschönen Wasserfall und gleich daneben einen sehr hohen Fall, welcher gegen 40 Meter misst. Um 17 30 h erreichen wir das Dorf Saas Balen, fünf Minuten später fährt bereits unser Postauto. In 15 Minuten mit dem Bus hinauf nach Saas Fee, ich bestelle mit dem Natel im Mistral das Elektrotaxi. Pünktlich werden wir am Busbahnhof Saas Fee abgeholt, persönlich von der Chefin. Bald erreichen wir das Hotel Mistral, wo ich nach 1992, 1998, 2001 zum vierten Mal nächtige. Im Jahr 2003 waren wir auch kurz zum Apéro im Mistral, um danach die Britanniahütte zu besuchen und am Sonntag das Strahlhorn mit 15 Groupies zu bezwingen. Es wird mein achter Besuch in Saas Fee. Im Internet steht unter http://www.hotel-mistral.ch/ folgendes über das Hotel Mistral ***: "Die Zimmer sind geschmackvoll und gemütlich eingerichtet. Alle sind mit Bad oder Dusche, WC, Haartrockner, Kabel-TV mit Radio und Wecker, mit Fax- und Modem-Anschluss, Direktwahltelefon, Safe und Balkon ausgestattet. Inbegriffen: Uebernachtung, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Benützung des Dampfbades, Transfer Parking-Hotel-Parking, Alle Taxen und MWST. Im Haus befinden sich ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Hotelbar, Dampfbad und Solarium. Internet-Corner für Gratis-Benützung. Empfehlen möchten wir auch unsere Küche. Wir liegen sehr zentral nur ca. 200 Meter von den Bergbahnen entfernt. Auch das Dorfzentrum ist in 5 Gehminuten erreichbar." In der rustikalen Gaststube geniessen wir einen tollen kulinarischen Abend und essen à la Carte. Die Chefin, Frau Heidi Supersaxo, stammt aus Beinwil SO und wird uns auch heute Abend wieder kulinarisch verwöhnen. Doch zuerst werden die Zimmer bezogen, geduscht, ausgepackt und teilweise auch ein Sprudelbad in der Wanne genossen. Die Zimmer sind sehr schön renoviert, es fehlt uns an gar nichts. Eine Stunde später treffen sich alle in der Hotelbar, bevor wir uns an unseren sehr schönen Tisch begeben. Die Fahne hängt wie immer schon an der Wand. Um 20 00 h sind alle bereit zum Abendessen, jeder hat Kleider dabei für den Ausgang, ich noch meine schwarzen, tuntigen Schuhe fürs Dancing. Wenn schon, denn schon. 2 ½ Stunden lang werden wir nun verwöhnt, jeder bestellt, was er will, für mich und Eric je 6 Schnecken an Kräuterbutter und mein Hirschmedaillon mit allen Beilagen. Andere Darbietungen heissen Gemspfeffer, Mais Poularde, Schweinssteak, Kürbissuppe, div. Salate, Zürcher Geschnetzeltes, Desserts und so weiter. Dazu 3 Flaschen feiner Pinot Noir 2005 der Stadt Leuk für nur Fr.39.- pro Bouteille und 3 Liter Mineralwasser. Guisi hat in seinem gemischten Salat viel Peperoni, was ihm nicht zusagt. Er bekommt einen Neuen. Später beim Dessert fehlt ihm Schnaps auf dem Sorbet, wird auch erfüllt. Er motzt an diesem schönen Tische und wir grinsen. Es sind heute ja auch vier Frauen an der Tour dabei, aber Guisi bekommt hier einen Übernamen. Von heute an nennen wir ihn nur noch die DIVA! Kaffee crème und diverse Schnäpsli gehen auf Kosten des Hauses, herzlichen Dank! Wir bezahlen das Nachtessen und ich ziehe den Groupiebeitrag ein. Nach 22 00 h gehen wir alle in den Ausgang. 3 Pub`s sind rammelvoll von Einheimischen und Gästen, das ist nicht mehr unser Ding. Als wir etwas enttäuscht heimwärts ziehen, meint Daniela, da ist ja noch die Holzwurm - Bar. Hier unten finden wir endlich Platz, das Duo Twins sorgt für die Musik. Es sind zwei bildhübsche Zwillinge aus dem Osten und ihre Musik überzeugt. Ich bekomme hier einen Pina Colada, einige bestellen den Spezial Kafi "Flämmli" mit Kaffee, Zucker und Schnaps. Der Wirt Christian zeigt uns, wie es geht. Meine Videokamera ist auch hier mit dabei. Die Stimmung wird ausgelassener, bald schon hängt das Cognacglas in der Luft an Giusi`s Hand, angesaugt vom brennenden Williams, also ein Vakkum. Auch sein Finger brennt, später zündet er sich daran sogar eine Zigarette an. Jetzt wird getanzt, wir machen hier richtig Stimmung. Auch Mirella schwingt nach einigem Zögern mit, 2 Runden Bier werden noch bestellt. Als die Band den letzten Song spielt, wünscht sich Giusi "Alperose" und die Girls spielen den Song tatsächlich. Dann schnappe ich mir sofort das Mikrofon und gebe den Song zum besten, leider spielen sie auf A drei Töne höher. Nichts für meine Stimme, doch es kommt einigermassen gut. Die Groupies feiern ganz vorne mit, die Girls strahlen. Später bearbeite ich noch das Piano und spiele "Tschäggeti Chüeh" und gleich danach noch "Sympathy" von den Stones. War das der Hammer, ein wirklich tolles Fest. Dann posiere ich mit den Girls und später auch die ganze Gruppe. So endet ein feucht - fröhlicher Abend in der Holzwurm - Bar in Saas Fee. http://www.holzwurm-bar.ch/ Wir verlinken das Ganze mal später auf der Homepage. Weil es Jackie und Giusi hier so super gefallen hat, spendieren sie gleich alle Getränke hier an diesem Abend in der Bar, besten Dank den beiden. Um 03 00 h kehren wir dann endlich ins Hotel zurück. Noch 4 Stunden Schlaf haben wir zur Verfügung. Gegen 07 45 h treffen alle zum grossen Frühstücksbuffet ein. Bethli schläft aus und geht dann das Dorf anschauen und shoppen. Nun den Rucksack packen, Zimmer räumen, wir machen in der Hotelbar ein Depot. Unterdessen fährt Christoph von Büsserach nach Saas Fee und hat noch fast einen Unfall unterhalb des Dorfes. Er kommt ins rutschen und hat grosses Glück, nicht einen Abhang hinunter zu stürzen. Ein anderer Automobilist ruft sogleich den TCS, was Christoph dann gleich mal Fr.250.- kostet. Um 08 45 h steht er bereit auf dem Dorfplatz. Nun zum Busbahnhof, wo uns um 09 00 h unser Bergführer erwartet. Er heisst Xaver Bumann und ist etwa 62 Jahre alt. Er wird uns nun durch diese gewaltige Schlucht Gorge Alpine führen. Unter der Leitung dieses Bergführers begehen wir die Schlucht Gorge Alpine: Im Internet finden wir folgenden Text unter http://www.weissmies.ch/006sat_13_de.htm

"Gorge Alpine - der schönste Weg von Saas-Fee nach Saas-Grund
Das Abenteuer im Saastal: Gorge Alpine

Der dynamische Klettersteig, der alle begeistert. Der schönste, eindrücklichste Weg durch die Schlucht von Saas-Fee nach Saas-Grund, ein Weg zwischen Wasser, Luft und Fels - ein verstecktes Naturschauspiel. Stahlseile, Leitern, Eisenstifte und Hängebrücken bieten einen sicheren Durchstieg dieser einmaligen Felsszenerie. Höhepunkt sind die 3 Seilbahnen, der Pendelgang und als Highlight die nepalesische Hängebrücke. Die Tour kann allen bestens empfohlen werden. Sie ist das ganze Jahr machbar und bietet gerade auch im Winter besondere Reize. Auch eine Nachtbegehung ist etwas Besonderes und kann bestens empfohlen werden. Oberer und unterer Schluchtteil zusammen: Fr. 105.- ca. 5-6 Std."

Es regnet leider noch sehr stark, als Xaver Bumann sich vorstellt, mit uns Duzis macht und uns Helm und Gschtältli aushändigt. Die Tour bezahlen wir sogleich, nämlich nur Fr.105.- pro Person. Dabei ist am Schluss der Tour auch ein Apéro mit Wein, Roggenbrot und verschiedenen Käsesorten inbegriffen. Doch nun beginnt zuerst unser Abenteuer in der Gorge Alpine: Mitten im Dorf, unterhalb des Parkhauses, geht es beim Hotel La Gorge in einen turmähnlichen Bau hinein. Letzte Instruktionen von Xaver, dann starten wir. Plötzlich wird der Regen schwächer, die Videokamera läuft. Der obere Teil gleicht hier einem Klettersteig, an den Felswänden entlang sichern wir uns an den Karabinern. Jede ( r ) hat ein Klettersteigset am Gschtältli. Das dauernde "Klick, Klick" wird uns nun die nächsten vier Stunden begleiten. Xaver klettert voraus und zeigt mir eine tote Gämse, die letzten Winter hier abgestürzt ist. Von ihr ist nur noch das Hinterteil und 2 Beine übrig. Das arme Tier hängt in einer Astgabel. Auf schmalen Brettern bewegen wir uns in den Felsen, dann durch einen Spalt hindurch, Jackie und Giusi bilden den Schluss. Mit jedem Meter sehen wir etwas Neues, die Schlucht ist sehr schön. Bald erreichen wir die erste Tyrolienne, sie ist etwa 55 Meter lang, Xaver seilt uns an. Zusammen mit Raphael fahre ich luftig am Stahlseil über den Abgrund, es ist ein Heidenspass. Immer zu zweit, um Zeit zu sparen. Wir schaukeln schon zu einer Plattform, Raphael klettert weiter, ich warte auf die Groupies, hänge sie aus. Wieder rollen zwei mit Geschrei auf mich zu, Xaver sichert von oben die Fahrt. Der Regen hat nun ganz aufgehört, blaue Fetzen am Himmel, das passt. Der Fels ist vom früheren Gletscher sehr schön ausgewaschen, man sieht tolle Strukturen, klares Wasser und unter uns liegen riesige Blöcke. Als ich den Karabiner mit Kette von Giusi übernehmen will, lässt er ihn im selben Moment los. Und weg ist die Rolle. Xaver bügelt das Malheur mit einem Lächeln wieder aus.

Herbstwanderung Walserweg und die nepalesische Hängebrücke in der Gorge Alpine.

 

Das Team aus der Schlucht mit Bergführer Xaver Bumann.

Jeder Bergführer hat seine eigene Rolle im Rucksack und weiss genau, was er macht. Xaver arbeitet bei der Firma Mountain Life, wurde gebucht von Active Dreams und Bergsportschule Weissmies GmbH. Unser Führer holt uns wieder ein. Jetzt auf die andere Seite über ein Holzbrett, dazwischen immer wieder schöne Tiefblicke. Die Sonne wärmt uns auf, als sich die Schlucht ausbreitet und das Wasser in einem unterirdischen Stollen verschwindet. Die Lärchen und Birken leuchten jetzt im Herbst in den fantastischsten Farben, ein Traum fürs Auge, wie schon gestern auf der Wanderung. Die Schlucht ist offen, auf gemütlichem Wege zu einer Brücke, hier beginnt der untere Teil. Es ist strengstens verboten, die Schlucht ohne Bergführer zu begehen, steht auf verschiedenen Schildern. Wir verstehen das, denn alles hier ist harte Fronarbeit und ohne zusätzliche Sponsoren ginge gar nichts. Eine Walliser Gruppe befindet sich vor uns mit Einheimischen und einem Bergführer, wir warten etwas und schauen zu. Da passiert noch viel vor uns. Die zweite Tyrolienne hängt vor uns, ein langes Stahlseil, etwa 70 Meter lang, bald sind wir dran. Wieder runter mit Raphael, es ist genial, die anderen folgen. Gute Eindrücke zum filmen. Xaver hat immer sein rotes Seil dabei, um die Rolle zurück zu holen. Und diese Steine sind Gegengewichte, tolle Einrichtung. Am Ende dieser Seilbahn erspähen wir vier Leitern, die in die Tiefe führen. Das macht mächtig Spass und schon kommt das nächste Highlight. Eine erste lange Hängebrücke aus Holz, wir stehen dann wieder an. Die Walliser gehen voraus, wir schauen zu. Die dritte Tyrolienne hat am Anfang eine aufgeschnittene, halbe Plastikröhre, in die man sitzt und dann etwas in den Abgrund fällt. Wir gehen wieder zusammen, diesmal Christoph und ich, wir schweben an die andere Wand runter und sehen schon das Pendel und eine zweite Hängebrücke aus Holz. Hier warten wir auf die Kollegen und auf Xaver. Er richtet nun das nächste Abenteuer ein. Das Pendel ist genial, es geht voll über die Schlucht und etwa 30 Meter vom Fels entfernt ist der nächste Standplatz. Ich als erster muss nun rüber pendeln, man nennt es "Swing", wie schon 1991 auf der Brücke bei Worblaufen. Aber ich muss als einziger das erste Mal schon die Seile da drüben halten können. Alle anderen dürfen zweimal "swingen", weil ein Kumpel sie hält. Es ist weit und ich hoffe, es geht gut. Paff, und gehalten. Geklatsche drüben in den Felsen, sonst hätte ich mich noch blamiert. Der nächste ist Christoph, ich halte ihn und er übernimmt jetzt meinen Job, damit ich filmen kann. Weiter an einer Gletschermühle vorbei über die zweite, grosse Hängebrücke aus Holz, etwas aufsteigend an ein Plätzchen. Hier warten wir, schon bald klettert Xaver an der Wand entlang zu uns. Die vierte Tyrolienne hängt vor uns, sie führt direkt in eine Höhle hinein. Wir werden eingehängt und schon rauschen wir in die Tiefe, die anderen folgen. In der Höhle, so dachte ich, sei der Apéro, doch dies ist noch nicht das Ende. Daniela fragt mal nach bei Xaver, er gibt keine Abläufe mehr an sie weiter. Ist auch gut so, denn das Beste folgt sogleich. Aus der Höhle heraus klettern wir eine etwa 25 Meter hohe Aluleiter hoch und erreichen wieder Tageslicht mitten in groben Felsen. Oben angekommen, sagt Raphael zu mir: "Schau mal die Aluleiter da drüben". Und tatsächlich, ein silbriger Bogen spannt sich über die Schlucht, die nepalesische Hängebrücke. Sie endet mittendrin im blauen Himmel, 30 Meter über dem Bach, bestehend aus zusammen gehängten Aluleitern und zu Beginn mit 3 Baumstämmen, unglaublich. Vom Endpunkt führen die Stahlseile zur Felswand auf der anderen Seite. 100 Meter lang ist die Himmelsleiter der Nepalesen, und hoch ist sie, recht hoch. Xaver erzählt mir, hier gibt es einen Weg runter, durch ein Loch, für ganz harte Fälle. Das sagen wir Daniela natürlich nicht. Sie hat wegen ihrer Höhenangst nun wirklich langsam Probleme, Xaver kümmert sich um sie und sie gehen eingeklinkt ganz langsam auf die Brücke zu. Wie kommt man nur auf eine solche Idee. Die Bergführer müssen sich wegen dem Konkurrenzkampf immer wieder neue Abenteuer ausdenken. Uns soll es recht sein. Schön langsam bewegen sie sich gegen die Mitte, dort hängt Xaver Daniela ans Bergseil und lässt sie langsam runter. Das Schlimmste ist nun vorbei. Wir warten, bis sie dort sind. Ich filme die Szene, dann gehe ich auch. Die drei Baumstämme mit Kerben, es rüttelt, dann auf die Aluleiter, sie sind mit Stahlkabel verbunden. Oben sind wir am Tragseil eingehängt, leicht schwingt die Brücke. Hier ist es auch mir nicht mehr ganz wohl, alles ist in Bewegung, der Tiefblick ist super. Der Adrenalinspiegel steigt stetig an. Lächelnd steht da vorne Xaver, während ich ein Foto mache. Als ich ihn erreiche, hängt er mich sogleich ein, nun diese Szene noch kurz filmen. Es ist herrlich, langsam gleite ich diese 30 Meter hinab, schwebe dem Boden zu. Daniela lacht unten, dann ist es geschafft, es war gewaltig. Schon schreitet Christoph vorsichtig und langsam zu Xaver, dann Raphael, Mirella, Eric, zum Schluss noch Jackie und Giusi, gaaaannnnzzzzz nah beieinander. Jauchzer durchhallen die Schlucht, Eric schreit beim abseilen. Als der Führer runterkommt, gibt's einen Applaus. Alle sind wieder da und ein unglaubliches Abenteuer ist überstanden. Durch grosse Blöcke hindurch nun auf eine Wiese Richtung Saas Almagell, das Tal öffnet sich, Häuser kommen zum Vorschein. Nach 4 Stunden und 20 Minuten inklusive warten endet das Highlight Gorge Alpine. In voller Montur posieren wir für ein Gruppenfoto, an riesigen Tischen lassen wir uns nieder. Jackie geht mit Xaver hinter ein Holzhäuschen nebenan und sagt: "Hier kommt das Mann mit Wein"! Xaver packt seinen Rucksack aus und holt 4 Flaschen Weisswein, einige Sorten Käse und Walliser Roggenbrot heraus. Wir haben nun Hunger, noch mehr als eine Stunde bleibt uns für essen, Gemütlichkeit und Gespräche. Wir fragen Xaver, was er denn für einen Jahrgang hat. Stolz sagt er, dass er dieses Jahr 78 Jahre alt wurde. Uns schlägt es fast von der Bank. Man stelle sich das vor, 78 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Er sieht sicher 15 Jahre jünger aus, es ist unglaublich. Ihm macht so schnell niemand etwas vor. Er erklärt uns, dass er die Gorge Alpine heute zum 385. Mal durchquert hat, er bestieg das Matterhorn 80 Mal und erwanderte mit Gästen 1200 Mal das Allalinhorn in den letzten 40 Jahren. Hut ab vor Xaver! Gegen 15 00 h packen wir zusammen und anstatt 50 Minuten nach Saas Fee hoch zu wandern, fährt er uns in 2 Fahrten zurück, es ist eine kurze Strecke. Wir geben ihm etwas Benzingeld und verabschieden uns dann von Xaver beim Busbahnhof. Es war genial, wir danken ihm und ich sage, dass er auch in meinem Buch stehen wird. Jetzt zurück ins Mistral, wir trinken noch etwas, bezahlen Fr.85.- für die Zimmer, packen die Rucksäcke und verabschieden uns auch von Heidi Supersaxo. Ich erzähle ihr von meinem Alpengroupie - Buch Projekt und frage sie, ob sie auch als Sponsor mitmachen möchte. Sie ist dabei und hat die Gorge Alpine auch schon mal unter Gruppenzwang absolviert. Mirella bezahlt diese Zeche, weil sie letzte Woche 40 wurde, Merci. Auf Wiedersehen, Saas Fee, um 16 45 h fährt unser Bus ab. Abschied von Christoph, er fährt über Vevey nach Hause zurück. In Brig ein längerer Halt mit heissen Marroni und Sonnenschein, alles bezahlt wieder Raphael. Dann in unseren reservierten Zug nach Bern, wo wir um 20 04 h wieder abfahren. Hier erreicht mich Christoph auf dem Natel und sagt, heute sei einfach nicht sein Tag in Sachen Autofahren. Soeben sei ihm im Stau vor Oensingen einer hinten rein gefahren. So ein Pech. Aber er kommt noch nach Hause. Über Olten weiter nach Basel, wo uns Mirella verlässt. Um 21 20 h treffen wir in Laufen ein, wo dieses schöne Wochenende im Jubiläumsjahr 2006 sein Ende findet. Es war das Abenteuer dieses Jahres schlechthin. Jetzt findet in 2 Wochen noch das Trekking im Schwarzbubenland mit dem Fondue auf dem Meltingerberg statt, danach ist es in 6 Wochen bereits soweit für unser grosses Jubifest.

 

Trekking im Schwarzbubenland, Fondue auf dem Meltingerberg

Ruine Gilgenberg - Ibachfälle - Hirnichopf - Bergrestaurant Meltingerberg

29. Oktober 2006 *

Dabei sind an dieser letzten Tour im Jubiläumsjahr: Stephan und Sandra Ankli mit Celina und Livia, Eric und Daniela mit Rahel und Robin, Paul, Edi, Martin, Jackie und Giusi mit Hund Timo, seit Jahren wieder Adrian ( Zinnbecher erhalten ), erstmals seine Freundin Sabine "Biene" Hänggi, erstmals ihre Eltern Christian und Wally Hänggi aus Nenzlingen, Iris, Bianca und ich, und ab Meltingerberg Heidy und Leo, Fritz und Bethli und Iwan. Mit dem Tier also 26 Groupies, eine grosse Gruppe. Leider regnet es wieder einmal am Sonntag, es schüttet in Strömen um 09 00 h, als wir uns auf der Post in Zullwil treffen. Wir fahren mit den meisten Autos etwas unterhalb der Ruine Gilgenberg hoch, um dort zu parkieren. Hier beginnt die Wanderung. Nach der grossen Kurve, die zur Ruine hochführt, trekken wir links in einen kleinen Weg rein und erreichen über den Pfad die Ibachfälle. Eine Kette sichert den Aufstieg, danach über eine Holzbrücke zu den schönen Ibachfällen. Es ist eine kleine, romantische Schlucht, der Weg ist gut ausgebaut, das Wasser plätschert über die Felsen in natürliche, kleine Pools. Hund Timo nimmt hier ein kurzes Bad. Im Wald sind wir etwas vom Regen geschützt und legen einen Halt ein. Giusi will hier seinen Calamin loswerden, das heisst also, ein kleiner Apéro und 20 Minuten Pause. Dann weiter auf ebenem Weg Richtung "Foggel" auf 760 Meter und weiter nach "Chrüz", wo sich der Wanderweg trennt.

 

 

Das letzte Gruppenfoto von den Groupies, auf dem auch mein Vater Leo zu sehen ist.

Es ist auch eine beliebte Walkingstrecke hier. Später trennt sich der Weg erneut beim "Zingelenberg" auf 920 Meter, von hier sind es nur noch 25 Minuten bis zum "Hirnichopf". Nach wenigen Metern zieht sich der Pfad links hoch, er ist gekennzeichnet mit einem grossen Holzschild, wo "Hirnichopf" draufsteht. Es regnet immer noch, doch wir sind eigentlich alle gut ausgerüstet. Nun den schönen Pfad hoch, wir nehmen dann die linke Route durch einen Tannenwald und erreichen so von hinten den "Hirnichopf" und stehen nach 90 Minuten auf dem höchsten Punkt. Es ist 11 00 h geworden. Jetzt hat auch der Regen aufgehört, ein schöner Moment. Sogar eine Aussicht ist uns hier auf 1027 m. ü. M. vergönnt, zur Hohen Winde rüber, zum Skilift, ins Tal und zum Moretchopf oberhalb Erschwil. Unter uns liegt der Hof "Güpfi" und bei schönem Wetter sieht man sogar die Alpen der Innerschweiz mit Pilatus, Titlis und Co. Das weiss ich erst seit diesem Frühling, als ich hier mit Christoph herauf walkte. Nun gibt es eine halbe Stunde Pause, ich öffne zur Feier des Tages 2 selbst abgefüllte Rosé, der allen mundet. Hier begrüssen wir auch die Neumitglieder Biene, Christian und Wally. Danach Abstieg auf gleichem Wege, bei der Waldstrasse links hinab und via "Chastenchöpfli" in 35 Minuten zum Restaurant Meltingerberg. Hier spüren wir nochmals ein paar Tropfen, bevor uns Heidy vor dem Haus begrüsst. Ankunft hier um 12 15 h. Nichts wie rein in die Gaststube, fast das ganze Restaurant gehört uns die nächsten 3 Stunden. 13 Mal wurde Fondue bestellt, der Rest genehmigt sich Steaks, Speckteller oder Frites und Chicken für die Kinder. Nun sind wir alle komplett. Iris hat heute Morgen den Zinnbecher von Adrian mit eingepackt, nur so für den Fall. Zuerst wird von der Serviertochter Paula und der Wirtin Marianne Borer - Grolimund das feine Fondue serviert, es ist unglaublich gespickt mit Knoblauchzinken. Im Preis von Fr.19.- ist der Kirsch schon inbegriffen. Zwischendurch werden die Unterschriften ins Tourenbuch geschrieben, der Bericht aus Saas Fee gelesen und der Groupiebeitrag eingezogen. Die Fahne hängt und der Käseduft macht sich breit. Später werden die anderen Teller serviert. Vorgestern Abend spielte ich hier mit Fips einen "Pink Fröyd" - Gig von 90 Minuten für 25 Personen der Schweizerischen Mobiliar - Versicherung, Christian Borer hat uns gebucht. Dann haben wir kurz das Haus gerockt. Da wir heute wissen, dass Adi und Biene am Jubiläumstourenausklang nicht teilnehmen, weil sie an diesem Tag aus den Ferien heim fliegen, passiert jetzt etwas ganz Neues. Sein Becher liegt nun schon 4 Jahre in der Vitrine ( mein Groupie - Museum zu Hause ) und nun ist es Zeit dafür. Ich hole Adrian vor die Tische und übergebe ihm hier ausserordentlich an einer Tour seinen Zinnbecher für mitgemachte 15 Touren. Normalerweise gibt es den Becher ja nur am Tourenausklang. Jetzt einen Applaus von allen für Adi und ein paar Fotos, damit hat er jetzt wirklich nicht gerechnet. Später weihen wir ihn zusammen ein. Nach dieser Zinnbecherübergabe fragt mich Bianca: "Du, Papi, wann bekomme ich meinen Zinnbecher?" Später scheint sogar die Sonne durch das Fenster in die Stube hinein. Die Kinder spielen draussen mit Timo und dem Hund vom Hof, klettern an der Rutschbahn herum. Roger Humair und Clarissa besuchen auch den Meltingerberg, meine Mutter sponsert 3 Flaschen Weisswein, besten Dank! Gemütlich bezahlen wir dann, packen langsam zusammen und stellen uns draussen für ein Gruppenfoto auf. Alle sind bereit, die Schweizerfahne weht dahinter im Wind, der Hund und die Groupie - Fahne kommen natürlich auch mit aufs Bild. Daniela und ich betätigen die Selbstauslöser. 2 Rosé, die Iris im Auto von Heidy mitbrachte, hole ich noch aus dem Kühlschrank, bevor ich mich bei Marianne, Hans und Paula für alles bedanke. Fritz, Bethli, Heidy und Leo fahren nach Hause, Martin, Paul und Edi sitzen bei Iwan ins Auto. Für uns reicht die Zeit bestens, um noch den Hauskaffi zu probieren. Die Kinder Rahel, Robin, Bianca und Celina posieren von sich aus vor dem Haus mit der Groupie - Fahne. Ein tolles Bild, das ist unser Nachwuchs. Die 2 Varianten für den Abstieg lassen wir bleiben, wandern also nicht wie geplant über den Käsel ( Pfingstplatz ) und die Meltingerhöhe ins Tal, sondern bleiben zusammen. Der grosse Rest wandert also nach Zullwil hinunter zur Ruine, Abmarsch pünktlich um 16 00 h. Edi vergass hier seine Jacke und die Mütze, Iris packt seine Sachen in den Rucksack. Nun am Jagdhaus vorbei zum Weg Richtung "Seniorenweglein" und in 40 Minuten über "Mättli" und "Chrüz" abwärts. Unterwegs treffen wir auf unseren Ur - Groupie Mex Spaar aus Nunningen, der wie eh und je durch die Wälder joggt. Mex ist topfit wie immer, wir haben Zeit für ein kurzes Gespräch. Weiter unten halten wir für längere Zeit in einer Wegkurve, hier spendiere ich meinen Rosé für die vielen Groupies. Zeit zum quatschen, es ist gemütlich hier, das Wetter wird auch immer besser. Später weiter abwärts Richtung Dorf, es dämmert langsam, wir umlaufen rechts die Ibachfälle und wandern dann schon im Dunkeln unter der beleuchteten Ruine Gilgenberg vorbei. Abschied bei den Autos, es ist noch nicht mal 18 00 h. Die gesamte Wanderzeit betrug heute nicht mal 3 Stunden. In Erschwil nehmen wir im Rössli noch einen Schlummertrunk und bringen Edi seine Kleider zurück. Der Oktober 2006 endet nach 2001 als der zweitwärmste seit Beginn der Messungen, es war ein wirklich schöner Herbst. Nun folgt der November und in 27 Tagen findet bereits der 16. Tourenausklang statt, unser grosses Jubiläumsfest 20 Jahre Alpengroupies. Es gibt noch viel zu tun für diesen Abend und natürlich für das Buch.

Ich werde wegen unserem Fest noch einen kleinen Text für das "Wochenblatt" schreiben und in 2 Wochen wird das neue Jahr - und Heimatbuch "Dr Schwarzbueb" 2007 veröffentlicht, ich hoffe, wir sind drin.

An diesem Wochenende war der 10`000ste Besucher auf unserer Homepage www.alpengroupies.ch, dies in einem Zeitraum von 5 Jahren und 2 Monaten.

Am 7. November erfahre ich, dass mein vorgeschlagenes Datum für die Vernissage 2007 okay ist. Das Datum ist also definitiv der Samstag, den 12. Mai 2007.


Gästebuch - Einträge:

Jackie Fellino schrieb am 7. 11.2006:
Vieles haben wir schon gesehen, Berge, Schluchten und auch Seen.
Die Berge kann der Georg alle benennen, darum lernten auch wir sehr viele kennen.
Wir haben uns ins Gästebuch eingetragen, um Georg und Iris für alles Danke zu sagen.
Giusi & Jackie

Christian aus der Holzwurm - Bar in Saas Fee schrieb am 7.11.2006:
Ihr habt ne tolle Seite. Habt Ihr auch Fotos vom "Holzwurm-Abend" in Saas-Fee?
Ihr seid jederzeit gerne wiederum willkommen. Gruss, Christian, Franzl & Co.


Am 16. November 2006 findet in Laufen die Buchvernissage des Kalenders "Dr Schwarzbueb" 2007 statt. Dazu wurde ich kürzlich eingeladen, somit sind wir drin. Das ist sehr wichtig, denn dieses Jahr - und Heimatbuch lesen jedes Jahr etwa 50 `000 Leute, vor allem wegen den Verstorbenen. Dabei ist natürlich auch meine Mutter Heidy, die heute noch ihren 77. Geburtstag feiert. Sie verträgt den Kalender seit über 35 Jahren sowie auch Jost Wasmer aus Erschwil. Zusammen fahren wir an die Vernissage und werden begrüsst von Peter Hollenstein, Verlagsleiter, Dominique Oppler, Geschäftsführer, Martin Staub, Gaby Walther, Walter Studer und andere. Es ist gut herausgekommen, 2 Seiten nur über die Alpengroupies, die Homepage und das Buch. Dazu auch 2 Fotos.

3 Tage darauf helfe ich im Service mit am Tourenausklang des SAC Sektion Hohe Winde, bringe von Iris eine Schwarzwäldertorte mit und mache gleich noch vor 60 Leuten Werbung für das Alpengroupie - Buch mittels der Infotafel und des Kalenders.

Am 23. November 2006 erscheint ein kleines Inserat im "Wochenblatt" und weist auf unser Jubiläumsfest hin. 2 Tage später steigt dann das grosse Fest!



Erschienen am 16. November 2006 im Jahr - und Heimatbuch "Dr Schwarzbueb" 2007:

Inhalt u. a Georg Grolimund 20 Jahre Alpengroupies Seite 80/81
Von Ulla Fringeli

"Wussten Sie, liebe Leser und Leserinnen, dass die "Alpengroupies" seit 20 Jahren von hier aus die Berge der Welt "erobern"!?

20 Jahre Alpengroupies Georg Grolimund / Ulla Fringeli

Teilnehmer aus dem Schwarzbubenland an Expeditionen weitab in höchste Gebirge sind doch nicht so selten wie wir annahmen ( Hans Studer, SB 06 "Schwarzbubengipfelstürmer" ). Die heimatlichen Kletterwände - etwa im Pelzmühletal -, die Wanderpfande, die sich hierzulande durch Berg und Tal schlängeln, zum Teil steil hoch und steil herab sind offensichtlich eine genutzte Herausforderung, Trainingsmöglichkeit und Anregung für weitere Unternehmungen. So ist Georg Grolimund aus Erschwil schon seit 20 Jahren mit Kletter - und Wanderfreunden unterwegs.

Die "Alpengroupies" sind eine lockere Gruppierung, die vor 20 Jahren von Georg Grolimund aus Erschwil SO gegründet wurde. Seit der ersten Tour, im Sommer 1986, die Tour führte auf das Wildhorn, wurden über 145 verschiedene Touren durchgeführt, darüber hinaus noch gegen 20 private Events. Georg Grolimund, genannt "Gago", hat jeden Anlass lückenlos dokumentiert, organisiert, fotografiert und meistens geführt. Dieser private Club ist mittlerweile auf 200 Mitglieder angewachsen. Jedes Jahr werden 8 Touren durchgeführt, das laufende Jahr endet seit 1991 mit einem Tourenausklang, dem Schlussfest. Pro Jahr sind auf diesen Touren bis zu 120 Leute mit dabei. Zum 20 - jährigen Jubiläum möchte Grolimund sein Buch veröffentlichen mit dem Titel: "Unsere Jahre in den Bergen - Die Geschichte der Alpengroupies 1986 - 2006". Dieses Buch ist chronologisch aufgebaut, es beinhaltet die schönsten 100 Tourenberichte und 80 Fotos in Farbe aus den Alpen und dem Schwarzbubenland. Daran schreibt er jetzt mit viel Herzblut seit 7 Jahren. Seit 5 Jahren unterhält Grolimund auch eine Homepage mit vielen Informationen über die "Alpengroupies" und einer sehr grossen Fotogallerie.

"Auf unserer Homepage www.alpengroupies.ch erfahren Sie noch viel mehr über uns und unsere Aktivitäten. Sie ist ein Spiegelbild unseres Clubs, versehen mit allen Touren auf einen Blick, vielen Links, das O. K. Alpengroupies, diversen Themenbezogenen Sites, Jahresprogrammen, Vorschau, Tourenberichten, einem Gästebuch, Mitgliederlisten, online - Tourenanmeldungen über das ganze Jahr hindurch sowie einer riesigen Auswahl an Fotogallerien, von der Hohen Winde zum Matterhorn und über den Mont Blanc bis zum Himalaya.

Gründer Georg Grolimund, Erschwil

Am liebsten organisiert Grolimund verschiedene Wanderungen, Gletschertouren und Hochtouren auf leichte Drei - und Viertausender. Auch das Kulinarische und die Kultur kommen hier nicht zu kurz. Seine bald fünfjährige Tochter Bianca ist schon auf diversen Touren anzutreffen, vor allem das Kinderklettern zieht in den letzten Jahren immer mehr die Kleinen an. Mit seiner Frau Iris hatte er 1992 den Everest - Treck in Nepal erleben dürfen und den Kala Pattar 5545 m. ü. M., einen Wanderberg, bestiegen. Seine zukünftigen Ziele sind Besteigungen vom Schreckhorn, Finsteraarhorn, Piz Bernina, Piz Palü, Dom und den Kilimandscharo in Tansania, höchster Berg Afrikas.

Doch zuerst einmal wird im November 2006 mit vielen Freunden am Jubiläums - Tourenausklang "20 Jahre Alpengroupies" zünftig die zweite Dekade gefeiert!

Vorstellung des Buches:

"Unsere Jahre in den Bergen - Die Geschichte der Alpengroupies 1986 - 2006" Die Jubiläumsausgabe.


Ein Buch über unsere Leidenschaft, das Wandern und Bergsteigen! Das Abenteuer! Die Natur! Kameradschaft! Felsen, Berge, Luft und Wasser!
Erinnerungen der schönsten 100 Touren!

Die Themen: Bergsteigen, Hochtouren, Trekking, River - Rafting, Canyoning, Fallschirmspringen ( Tandem Sky Diving ), Skitouren, Höhlentouren, Gletschertouren, Klettersteige, Biken, Geologische Wanderungen, Tandem Gleitschirmfliegen, Sport - und Kinderklettern, Schneeschuhwandern, Bungee - Jumping, Weintouren, diverse Abenteuerevents.

Umschlag farbig, Hardcover, ca. 450 Seiten, gebunden, mit etwa 80 Fotos, Vorwort, mit den schönsten 100 Tourenberichten aus den Alpen und dem Schwarzbubenland, private Touren, Mitgliederlisten, alle Touren auf einen Blick, Gästebuch - Auszüge, wird nummeriert und signiert an der Buch - Vernissage in Erschwil.


Es werden schlussendlich 500 Bücher gedruckt und zu einem Stückpreis von 50 Franken verkauft. "Die Kosten belaufen sich somit auf fast Fr.30`000.- und deshalb suche ich weiterhin mögliche Sponsoren und Gönner, die mein Buchprojekt finanziell unterstützen möchten", so Grolimund.

Erscheinungsdatum: Im Mai 2007, nachdem auf Ende 2006 die ersten 20 Jahre Alpengroupies abgeschlossen sind!

Buchbestellungen werden gerne angenommen über die Homepage www.alpengroupies.ch

 

Die Index - Seite unserer Homepage am 22. November 2006




16. Tourenausklang Alpengroupies, Jubiläumsfest 20 Jahre Alpengroupies

Im Restaurant Weisses Rössli in Erschwil

25. November 2006 *

Dabei sind diesmal: Raphael und Elisabeth, Eveline, Dani Erzer, Eric, Daniela mit Rahel und Robin, Christian Kreide, Véronique, Christoph, Fips und Denise, Sina und Astrit, Paul, Edi, Alex und Kevin, Elsi und Bruno, Jackie und Giusi und Pascal, Mirella und Fritz, Iwan, Martin, Toni und Lucie, Heidy und Leo, Pascal Grolimund und erstmals Denise Bitterli, Stephan und Monika mit David und Flavia, Stephan und Sandra Ankli mit Celina und Livia, Jacques und Diana mit Joel, Tanja und Sina, Markus und erstmals Monika Schär, Patrick Klotz, aus Deutschland unser nördlichster Groupie Enno Burghard, Nadja und Stefan. 56 Groupies, der absolute Rekord, und das am 20 Jahr - Jubiläum, passt. Mit den Anmeldungen musste man auch gleich die Menuauswahl bestellen, es waren 19 Menu Rahmschnitzel, Nüdeli, Salat, 24 Menu Schweinssteak, Frites, Salat, 2 Mal Rahmschnitzel und Pommes, 1 Mal ein Speckteller für Papa Leo, 1 Mal ein parniertes Schnitzel und Nüdeli und 7 Mal Schnipo für die Kinder.

Die Infotafel fürs Buch steht auf einem Tisch plus alle von handgeschriebenen Tourenbücher, dazu auch ein paar Bilder und Pickel. Am Nachmittag wurde der Beamer von Christoph eingestellt, Paul brachte den Film und seine Geräte mit, Der Verstärker und die Boxen sind verbunden, bald ist alles bereit. Der Jubiläumswein steht in 4 Kisten bereit, die Etikette stammt von Christoph, darauf steht. "20 Jahre" 2 Mal das Alpengroupie - Logo, die Jahreszahlen 1986 und 2006, es ist ein "Las Aldeas" 2005 aus Spanien. Darunter steht "Apellation Controlée Gago und Iris". Dazu für alle Kinder je ein Samichlaussäckli mit Schoggi, Nüsse etc. von Iris. 2 Stunden vor Beginn des Festes gehen wir noch an den Weihnachtsmarkt der Primarschule und dem Kindergarten Erschwil. Unsere Bianca geht seit letztem August in den kleinen Kindergarten. Um 17 30 h sind wir im Rössli parat.

Das Servierpersonal hier im Saal ist bereit, Edi macht am Keyboard Musik ab 17 45 h, die Leute strömen herein, Begrüssungen. Plötzlich liegen da Geschenke vor der Infotafel: Eine 3 - Liter Weinflasche von Stephan und Sandra Ankli und Eric und Daniela. Mit einer Karte dazu, die Flasche ist speziell ettikettiert und auf dem Hals steht "Jupie Jupie Alpegroupie" geschrieben. Danke Euch allen, super. Zugleich schenken uns Jackie und Gusi noch einen Dessertwein mit einem Dankeskärtchen. Auch hier villmoll merci. Iris erhält dazu noch einen riesigen Blumenstrauss, von den Familien Ankli und Hunziker.

Unser Stargast Payaso Nuny hat Erschwil via Navigation gefunden und trifft hier ein. Wir tragen seine Utensilien in den Stock über dem Saal, hier kann er sich umziehen. Ihn habe ich bereits vor einem Jahr gebucht, seine Shows heute Abend kosten Fr.1200.- und dies bezahlt unsere Groupiekasse. Denn für das Jubiläumsfest habe ich keine Kosten gescheut. Um 18 15 h ist Nuny bereit und bringt sein erstes Programm, so wie an der Hochzeit von Kilian und Annika 2005, er ist als Strauss verkleidet und macht Zaubertricks. Der Mann ist einfach super, die Leute lachen. Nuny ist Kubaner und wohnt in Zürich mit seiner Frau Claudia und den zwei Kindern. Im Internet finden wir auf seiner Homepage folgenden Text:
"Payaso Nuny - COMEDY & VARIETE - der Profi aus Kuba!

Humorvolle, vielfältige Animation und Spektakel. Ein Mix aus Clownerie, Akrobatik, Jonglage, Zaubertricks und Pantomime. Von witzigen Mini-Showblocks über Walking-Acts oder Tanzanimation bis zur Tischzauberei. Seine Vielfältigkeit macht ihn einzigartig, seine Professionalität überzeugt: 5 Jahre intensives Studium an der Zirkusschule in Kuba. Abschluss als 'Payaso Rojo' ( Roter Clown, höchste zirzensische Ausbildung ). Über 10 Jahre Zirkustourneen in ganz Mittel- und Südamerika, der Schweiz und Frankreich mit der 'Compania Circo Habana Cuba'. Langjährige Erfahrung mit Anlässen jeder Art. Seit 2001 auch in der Schweiz! Payaso Nuny versteht es, mit seinem umwerfenden, kubanischen Charme auf sympathische Art das unterschiedlichste Publikum in seinen Bann zu ziehen. Zum lachen, schmunzeln, grinsen und staunen! Zum mitmachen oder zuschauen!
Bald auch bei Ihnen?" Die Kinder staunen gebannt vor Payaso Nuny. Um 18 30 h begrüsse dann ich die vielen anwesenden Groupies mit folgendem Bericht:
"Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 16. Tourenausklang im 20. Jahr, hier im Restaurant Rössli in Erschwil. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 20 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 15 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2006. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren durchgeführt. An diesen 8 Touren haben sich 133 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 56 Alpengroupies, macht zusammen 189 Personen im Jahr 2006, die mitgemacht haben. Es ist wiederum schön, dass Ihr so zahlreich da seid. Zum ersten Mal dabei sind heute Denise Bitterli und Monika Schär.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde am 28. Januar 2006. Zum zweiten Mal mit Schneeschuhen, mit 14 Leuten, 9 wandern die ganze Tour mit Schneeschuhen. Das Essen gewaltig, Sonne kaum, viel vereist, dafür mit Alpenblick. Scheinbar zum zweitletzten Mal durchgeführt.

2. Tour: 3. Skiweekend in Torgon ( VS ) am 25. / 26. Februar 2006. HP und übernachten im Chalet de Croix. Organisiert durch Toni, Lucie, Véronique, Bernard und Yvan. Am dritten Skiweekend in Torgon mit 14 Groupies, am Beginn der Portes du Soleil, das Wetter sonnig und viel besser als erwartet. Die Schneeverhältnisse waren super, über 30 Liftanlagen für uns, ein unendlich grosses Skigebiet, kein anstehen, tolles Abendessen und übernachten im Chalet du Croix des Skiclub Torgon.

3. Tour: Rundwanderung auf dem Weissenstein am 30. April 2006, eine Familienwanderung auf der Aussichtsterrasse. Fahrt mit der nostalgischen Seilbahn auf den Weissenstein, wandern bei kühlen 11 Grad, Wolken und Sonne, Grashügel und Schneefelder, 2 Feuer im Wald und grillieren. 22 Groupies und der Hund waren mit dabei inklusive 5 Kinder.

4. Tour: Sport - und Kinderklettern im Klettergebiet Tüfleten bei Hochwald SO am 21. Mai 2006. Es wird Frühling, es ist Kletterzeit. Trotz wenig Regen am Morgen verbrachten wir Oldies und die Kinder einen tollen Klettertag in den Felsen im Tüfleten. Zwischen grossen Boulderblöcken grillierten wir und frönten unserem Hobby bei 20 Grad in den Felsen. heute waren 21 Groupies mit dabei, davon waren 6 Neumitglieder.

5. Tour: Gletschertour Diavolezza - Pers - Morteratschgletscher GR am 22. / 23. Juli 2006! Luxus auf 3000 Meter über Meer. Das Gletscherhighlight 2006: Lustwandeln am Munt Pers auf 3207 m. ü. M. Ein schöner Abend und im Doppelzimmer. Gletschertrekking auf 2 Gletschern inklusive Eisklettern für alle, wunderbar! 9 Groupies waren hier mit dabei.

Zinnbecher - Ehrungen am Jubiläumstourenausklang 2006 im Restaurant Rössli, Erschwil.

 

Der Strauss - Payaso Nuny in Höchstform!

Die 6. Tour: Spass - und Weintour Solarbob Rodelbahn Langenbruck und Edgi` s Dielenberg ( BL ) am 16. September 2006. Viel Lustiges und Weinberge. Rodelspass mit Kindern in Langenbruck war der Kick, im Rebberg Dielenberg bei Edgar Bischof wird in der Sonne gewandert, genossen, probiert und gestaunt. Einfach die Seele baumeln lassen. 18 Groupies waren hier mit dabei

Die 7. Tour: Herbstwanderung Saastal / Abenteuer Gorge Alpine am 14. / 15. Oktober 2006, Übernachtung im Hotel Mistral, Saas Fee Wandern auf dem grossen Walserweg von Gspon nach Saas Balen, Kulinarischer Abend und Übernachtung im Hotel Mistral, Saas Fee, Ausgang Holzwurm- Bar mit Gago Polo, geniale Schluchtendurchquerung Gorge Alpine mit dem 78 - jährigen Bergführer Xaver Bumann. Mit Videofilm, den sehen wir heute Abend!
Die 8. Tour: Trekking im Schwarzbubenland ( Fondue in der Bergwirtschaft Meltingerberg ) am 29. Oktober 2006. Zwar Anfangs mit Regen, aber eine schöne Wanderung über die Ibachfälle zum Hirnichopf und viel Zeit in der Beiz. Sensationelle 26 Groupies sind hier dabei gewesen.

Jubiläumshochtour Wildhorn 3248 m. definitiv verschoben auf 2007

Am 12. August war alles geplant, doch das Wetter im August machte uns einen Strich durch die Rechnung, nach dem sehr heissen Juni und Juli 2006. Es war ein furchtbar nasser Sommermonat. Wir wollten in Lenk auch unsere deutschen Alpengroupies Enno, Gero und Björn treffen, die soeben vom Bishorn zurückkehrten. Zusammen das Wildhorn zum Jubiläum besteigen, das war die Devise. Seit 10 Jahren hatte Enno hier eine Rechnung offen. Mit uns hier oben zu stehen, das war sein Plan. Leider klappte es nicht, sie besuchten uns in Erschwil und fuhren später wieder nach Hause. Wir verschoben eine Woche, wieder Regen, Sturm und Kälte, dann noch eine Woche. Weitere 2 Daten im September 2006 kamen hinzu, die Anmeldungen änderten sich, doch das Wetter war nie wirklich gut. Immer am Sonntag war Regen angesagt, es musste einfach nicht sein. Ich habe mich so gefreut, nach 20 Jahren zu unserem Jubiläum wieder auf dem Wildhorn zu stehen, die Gipfelrede war bereits geschrieben, die Videokamera geladen, doch nützte alles nichts. So sagte ich die Tour schweren Herzens definitiv ab. Auch der Dom gelang uns als Privattour wettermässig zum zweiten Mal nicht, wir bestiegen dafür das Fiescherhorn. Nächstes Jahr stehen beide Berge auch noch da.

Noch etwas zum Groupie - Buch. Ich bin stolz zu sagen, dass bereits 230 Bücher von 500 Büchern vorbestellt wurden, ich muss nun noch 3 Monate voll dahinter, dann wird Ende Februar gedruckt. Das definitive Datum für die Buchvernissage ist im nächsten Frühling, und zwar am Samstag, den 12. Mai 2007. Ich hoffe, dass ihr Euch dieses Datum freihalten könnt. In Erschwil könnt ihr dann euer reserviertes Buch abholen. Vor einer Woche erschien das Jahr - und Heimatbuch "Dr Schwarzbueb" 2007, wo passend zum Jubiläum auch ich einen Bericht geliefert habe. Wer einen Kalender ergattern will, kann ihn für Fr.15.- bei Heidy kaufen. Ich hoffe, dass es eine tolle Werbung für das Buch wird, lesen doch den Kalender etwa 50 000 Leute. Vor zwei Tagen stand unser Fest noch im "Wochenblatt", leider machen diese Zeitungsfritzen immer wieder Druckfehler und somit bin ich halt der "Gogo".

Auch heute wieder ist Enno mit dabei, es hat für diesen Abend den langen Weg von Braunschweig mit ca. 800 km. pro Weg zurückgelegt, nur um heute hier dabei zu sein. Ein grosser Applaus für Enno Burghard.

Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgendes Groupies nach vorne bitten: Mirella, ( 17 Touren ) Monika, ( 15 Touren ) die kleine Rahel, ( 17 Touren ) Fips, ( 17 Touren ). Der heutige Ausklang wird wie immer mitgerechnet, ihr erhaltet den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 oder mehr Touren. Herzliche Gratulation und Applaus für die 4 Groupies. Adrian Schmidlin hat seinen Zinnbecher schon ausserordentlich erhalten und zwar am Trekking Schwarzbubenland, Meltingerberg am 29. Oktober 2006. Bald kommt das Abendessen um 19 40 h, und ich wünsche einen guten Appetit, dann geht es weiter im Programm. Danke, ich habe geschlossen".

Nun kommt zum dritten Mal die Wahl des ALPENGROUPIE - HERO: Heute zum 20-jährigen Bestehen wird der HERO - Zinnbecher vergeben an Iris und mich. Iwan umfasst das Ganze in schöne Worte, redet von 20 Jahren, vom Alpengroupie - Hero Becher, von der grossen Kanne. Und warum es heute zwei Becher geworden sind. Erst noch mit der Jahreszahl 2006 und unseren Namen drauf. Er erzählt, dass Iris in dieser langen Zeit am heutigen Abend per Zufall genau 100 Touren mitgemacht hat und ich deren 148 Touren. Nun übergibt uns Iwan diese Spezialbecher und den Wanderpokal, ein Küsschen für Iris darf auch nicht fehlen. Danach gibt's einen herzlichen Applaus und Fotos für uns. 20 Jahre sind erlebt! Währenddessen läuft im Hintergrund an der Wand ein Programm ab von der Firma ESC Klotz, also Patrick und Christoph. Sie gratulieren mit tollen Einblendungen zum Jubiläum und wünschen weitere schöne, unfallfreie Touren. Plötzlich erscheinen ihre Köpfe, Überblendtechnik, andere Gags und Bilder von Natel^s, PC` s, Multimedia usw. Ein Natel wird gezeigt und darunter steht "Der Alpengroupiepreis", also Fr.100.- billiger. Was für Ideen die Jungs haben, super. Nun zeigen wir die erste Diashow der Touren 15. Suurchrutt, das 3. Skiweekend Torgon, die Rundwanderung auf dem Weissenstein und das Klettern im Tüfleten. Die Musik haut gleich rein mit den Newcomern "Scissor Sisters". Die Show kommt gut an, dauert 17 Minuten und löst Gelächter aus. Vor allem auch wegen dem Hüttenwarts - Strip. Jetzt geht es weiter mit dem Grossen Jubiläums - Wettbewerb: Es sind 60 Fragen, wir verteilen das jetzt und die Leute können sich dafür viel Zeit nehmen. Gegen 23 00 h ist er dann ausgewertet. Viel Spass! Es wird nun ausgefüllt und nachgedacht, umhergefragt und viel gelacht. An diesen 60 Fragen hatte ich ca. 3 Wochen Arbeit, doch es hat sich gelohnt. Es herrscht nun eine Stille im Saal, wenigstens zeitweise. Nun kann man in Büchern blättern, im Wettbewerb hirnen und die neusten Tourenberichte lesen. Der Salat wird serviert, der nächste Gag von Nuny kommt sogleich, er dauert 2 x 5 Minuten und heisst "Reprise". Draussen auf dem Gang darf man rauchen oder auch ganz draussen auf dem kleinen Balkon. Nebenan schöpft das Personal bereits das Essen, schnell wird serviert. Um 20 00 h sind alle mit dem Menu beschäftigt. Ich höre nur Lob, das Essen war sehr gut gewesen und auch genug. Ein Gruss nun in die Küche. Später macht Edi wieder Musik. Gegen 21 00 h macht Nuny die Show "Spektakel" und diese dauert volle 30 Minuten. Er macht Spiele und Gags mit den Leuten, holt einige nach vorne. Dran glauben müssen unter anderem Daniela, Lucie, Raphael, Eric, Nadja Müller, Giusi, Monika. Nuny ist der Velofahrer mit rotem Helm, ein unglaublicher Typ. Alle Kinder spielen seine Vorführungen mit, in Einerkolonne nun hinter ihm her, wie eine Polonaise. Während dem Auftritt verteile ich auf den Tischen unseren Jubiläumswein, still und leise. Da und dort erklingt ein "Ah", ein "Oh, "super", ein "bisch verruggt" oder ein "Merci". Im Gang auf der Treppe spielt er mit den Kindern weitere Spiele, später ladet er sie auf seine Füsse. Er macht sich auch etwas lustig über die, die nicht mehr so richtig starken Haarwuchs haben. Danach bezahlt Iris bereits das Essen an Petra, die Menus ohne Getränke kosteten Fr.1121.- und auch Martin sitzt am Stammtisch, um alle Wettbewerbsbögen zu kontrollieren und auszuwerten.

Um 21 45 h zeigen wir die zweite Diashow, der Film kommt später. Sie dauert 21 Minuten und zeigt die Touren Diavolezza, Spass und Weintour bei Edgi, Hebstwanderung Saastal mit Gorge Alpine und das Trekking im Schwarzbubenland. Wieder mit heisser Musik, der Applaus ist eigentlich gerechtfertigt. Nun kocht die Stimmung hier vollständig über, als Nuny den Tanz der "Kubaner" zeigt, zwei Puppen in Röcken tanzen zu verschiedenen Songs, Chihuahua usw., man weiss nicht, ob das nun die Beine oder der Kopf ist. Die Leute schreien, Gelächter und viel Spass macht sich breit. Die Videokamera läuft und auch Stephan und Jack machen Fotos von Nuny. Er ist einfach der Hammer. Die neuen Programme "16. Suurchrutt - Tour 2007" und "4. Skiweekend Hasliberg" werden unter den Gästen verteilt. Die Zeit läuft und das heutige Programm geht eben Schlag auf Schlag, wie Iwan bereits erwähnte. Christoph hält einen kurzen Vortrag vor 23 00 h, er zeigt danach Bilder unserer Hochtour zum Fischerhorn vom 1. - 3. September 2006, dabei waren noch Markus und ich. Danach kurze Werbung für die Firma ESC Klotz, deren Präsentation wir heute Abend sahen.

 

 

 

Der Jubiläums - Film "Herbstwanderung Saastal / Abenteuer Gorge Alpine" vom 15. / 16. Oktober in Saas Fee beginnt um 23 15 h. Er dauert 32 Minuten, wurde von mir gefilmt und von Paul sensationell in 11 Stunden geschnitten und vertont. Hier kann man mitwandern, den Abend in der "Holzwurm - Bar" sehen, als wir tanzten und ich noch das "Alperose" mit den Girls sang. Die Bilder dann aus der Schlucht erstaunen einige, man klettert fast mit, die Seilbahnen, Tiefblicke, die Hängebrücke, es sieht auf Grossbild super aus. Dazu fette Musik, beim Seilbahn fahren dröhnt "Highway to Hell" von AC / DC recht laut aus den Boxen. Das Movie kommt sehr gut an und war kurzweilig. Nach dem Gruppengeschrei am Schluss ertönt ein toller Applaus für unseren Film. Wer will, kann eine DVD bei Paul für 10 Franken bestellen, was auch einige tun. Nuny ist immer noch bei uns, er hat den ganzen Film noch gesehen. Dann verabschiedet er sich von uns, nachdem wir die Gage überreicht haben, herzlichen Dank! Nun bleibt noch die Auflösung des Wettbewerbes um 23 50 h. Im 6. / 5. und 4.Rang mit 46 richtigen Antworten von 60 die Familie Hunziker, namentlich Daniela, Rahel und Robin, alle drei beisammen. Im 3. Rang Giusi Fellino mit 46, er gewinnt einen Karabiner, im 2. Rang Stephan Ankli mit 46, er erhält das spezielle Groupie - Jubiläums - Shirt, und im 1. Rang steht Christoph Wehrli mit 49 richtigen Antworten, er gewinnt einen weiteren Jubiläumswein. Applaus von allen Gästen für die Sieger. Sofort danach spielt Edi "Happy Birthday", denn Markus hat heute Geburtstag seit 15 Minuten, wie schon im letzten Jahr. Wir singen für ihn und er erhält eine weitere Flasche Jubiläumswein. Bianca hat nun bis 00 20 h durchgehalten, sie ist nun sehr müde und Iris geht mit ihr nach Hause. Jemand bestellt ein paar Cognac und zusammen mit Freunden stosse ich auf den gelungenen Abend an. Überall erhalten wir positive Infos. Enno zeigt seine Präsentation von der Tour auf das Bishorn kurz nach 01 00 h. Sie dauert etwa 10 Minuten und ist toll gemacht, Enno zeigt uns wunderschöne Bilder seiner Hochtour mit Gero und Björn auf das Bishorn im August dieses Sommers. Noch etwa 22 Groupies geniessen den Vortrag von Enno, es war genial.

Danach spiele ich noch eins auf der Orgel von Edi, bevor gewisse Gäste gegen 01 45 h wieder Hunger bekommen. Pommes Frites gibt es keine mehr, dafür wird 8 Mal Wurstsalat bestellt, unglaublich. Ich ruhe mich draussen im Gang inzwischen etwas aus beim kalten Bier, während das Fest langsam seinem Ende naht. Die Freinacht haben wir genossen und voll ausgenützt, nach kurzem aufräumen verlässt der Rest den Saal im Rössli um 03 10 h in der Nacht. Mit der Groupie - Fahne in der Hand schlendern wir durchs Dorf. Enno, Véro, Toni, Lucie und ich beenden diesen schönen Abend in unserem Weinkeller, schnell wird es auch 05 00 h. Wir lassen den Abend nochmals passieren, es ist nun erlebt, 20 Jahre Alpengroupies. Um 05 30 h zwitschern draussen im Garten die Vögel, irgendwie komisch im November. Dann wird geschlafen, um 10 00 h am Sonntag noch ein kurzes Frühstück, bevor ich Enno auf den Zug bringe. Bis zum nächsten Mal, alter Freund. Nach 12 00 h fahren wir nach Beinwil ins Restaurant Reh, um die fantastische Metzgete zu geniessen. Melita und Remo arbeiten in der Küche und in der Gaststube. Dabei sind Heidy, Leo, Paul, Martä, Véro, Lucie, Toni, Iris, Bianca und ich. Später dann nochmals ins Rössli, so endet dieser Jubiläums - Tourenausklang 2006 und es geht weiter. Man lehnt sich nun etwas zurück, es sind schöne Erinnerungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinnbecher - Ehrungen für mitgemachte 15 Touren! Jeweils am jährlichen Tourenausklang!

1991: Georg "Gago" Grolimund, Iris "Blume" Grolimund

1992: Christine Stadler, Marianne Burkhalter, Roland "Böllä" Jeger

1993: André "Ändel" Burkhalter, Ueli Hänggi, Paul Stadler

1994: Anita Stiefelmeyer, Eric Hunziker, Dieter Hunziker

1995: Eveline Karrer, René Stiefelmeyer

1996: 10 Jahre, Paul "Horror" Grolimund

1997: Christoph Wehrli, Toni Borer, Jackie Fellino, Giusi Fellino, Daniel Borer

1998: Papa Leo Grolimund, Mama Heidy Grolimund, Pascal Karrer

1999: Elsa Schmidlin

2000: Nadja Müller, Kilian Wehrli, Toni Grolimund, Daniela Hunziker, Nadja Hunziker

2001: Manuela Borer, Markus Häner

2002: Patrizia Häner

2003: Martin Grolimund, Grace Wehrli

2004: Lucie Sager, und ab dem Jahr 2004 einen Spezialbecher für den ersten ALPENGROUPIE - HERO: Mirella de Lorenzo

2005: Stephan Purtschert, Iwan Borer, Véronique Blondel, Tommy Harder, Timo Fellino ( Hund ), Dominik Häner, Tina Häner, Michel Häner und ab 2005 einen Spezialbecher für den zweiten ALPENGROUPIE - HERO: Markus Häner

2006: 20 Jahre Alpengroupies! Adrian Schmidlin ( Meltingerberg 29.10.2006. ), Mirella de Lorenzo, Monika Purtschert, Rahel Hunziker, Philipp "Fips" Borer und ab 2006 gleich 2 Spezialbecher für die dritten ALPENGROUPIE - HERO: Gago und Iris

2007: Dani Erzer? Robin Hunziker? Alex Schmidlin? und ab 2007 Spezialbecher für den ALPENGROUPIE - HERO: Na, wer wohl??

 

Bis heute haben 47 Groupies den Zinnbecher erhalten und 4 Groupies den Spezialbecher für den ALPENGROUPIE - HERO!

 

 

 

It`s only Rock n`Roll, but am like it!


 


Mitgliederliste der Alpengroupies, Dezember 2006.

Striche / Zahlen = gemachte Touren. Aktualisiert am 5. Dezember 2006


Adrian Schmidlin 15
Adrian Roth 1
Alex Schmidlin 14
Alexis Heuser 1
Alexandra 2
Alfred Müller 1
Annika Wehrli - Kreide ( D ) 14
Annemarie Sutter 8
Ändel Burkhalter 27
Andi Schindler 5
Andi Lutz 3
André Borer ( Chrütter ) 2
Andrea Spaar 5
Andreas Halbeisen ( Lälä ) 3
Angela Rommler 2
Anita Stiefelmeyer 30
Astrit Bajrami 3
Bernard Blondel 6
Benny Studerus 1
Beatrix Schmidlin 8
Brigitte Derungs 1
Bernadette 1
Bethli Häner 8
Bianca Grolimund ( Baby ) 10
Bettina Walther 12
Bruno Sutter 8
Bruno Schmidlin 13
Bumi 2
Carmen 1
Celina Ankli 4
Cedrik Häner 1
Christian Kreide ( D ) 6
Christian Stadler 1
Christian Hänggi 1
Christiane Kreide ( D ) 1
Christine Stadler 34
Christoph Wehrli 44
Claudia Jeger 1
Claire Müller 1
Clarissa Humair 3
Claude Hautle 2
Conny 1
Dani Altermatt 1
Daniel Altermatt ( Krupp ) 8
Daniel Borer 25
Daniel Bu. 1
Daniel Erzer 13
Daniel Stirnimann 5
Daniela Hunziker 36
David Purtschert 10
David Bracher 1
Denise Borer 6
Denise Bitterli 1
Diana Jermann 9
Diana Purtschert 8
Didier Borer 8
Dieter Hunziker 49
Dieter Messerli 2
Martin Thomann ( Din ) 2
Dominik Häner 16
Dorothea Bauhofer 1
Edgar Bischof 10
Edi Pflugi 9
Ellen Martinet 2
Elisabeth Haberthür 6
Elisabeth Kunz 1
Elsi Schmidlin 26
Enno Burghard ( D ) 4
Erich Stebler 1
Eric Hunziker 70
Eveline Heim 5
Eveline Karrer 49
Flavia Purtschert 3
Fionna Wehrli 9
Florian Eggli 1
Frank ( D ) 1
Franz Halbeisen 2
Franziska Aebischer 5
Franz Spaar 1
Fränzi Bracher 1
Fredy Jeger 6
Fritz Häner 8
Fritz Krähenbühl 4
Gerd Kreide ( D ) 1
Gerhard Borer 1
Gero Schmalenberger ( D ) 1
Georg Grolimund ( Gago ) Le Président 148
Georgette Stebler 1
Gisella Müller 1
Ghiara Jeger 1
Giusi Fellino 45
Grace Wehrli 23
Glasi ( René Hänggi ) 6
Hansueli Bürgin 2
Hansueli Bürgin 2
Heidi Grolimund 36
Henning Lehmann( D ) 2
Hugo Vogt 1
Hilda Messerli 2
Ines Schindler ( D ) 5
Ines Rommler ( D ) 2
Iris Grolimund ( Blume ) 100
Irène Glaas 6
Ivan Saner 1
Iwan Borer 20
Jackie Fellino 44
Jacqueline Jeger 2
Jasmin Ulrich 1
Jsa Burkhalter 1
Jacques Jermann ( Jack ) 11
Jodok Bracher 1
Joelle Hunziker 3
Joel Jermann 2
Joel Burkhalter 2
Judith Hockenjos 1
Judith Jermann 2
Kevin Schmidlin 9
Kilian Wehrli ( Pinky ) 42
Kurt Wasmer 1
Leni Sager 1
Lars Stiefelmeyer 1
Lars Wyss 1
Laurent Hofmann 2
Leo Grolimund 34
Leo Dobler 1
Lilly Hänggi 1
Livia Ankli 3
Luggy Müller 1
Lucie Sager 22
Madeleine Übelhard 7
Margret Wellig 1
Manuela Borer ( Manu ) 15
Marcel Angehrn 2
Marco Fellino 13
Marietta Borer 1
Marianne Burkhalter 21
Mario Dobler 1
Mario Clausen 1
Mario Rommler ( D ) 6
Markus Brunner 3
Markus Häner 33
Martin Grolimund ( Martä ) 23
Maya Harder 11
Maya Steiner 1
Max Glaas 1
Melanie 1
Melissa Borer 1
Melita Zguric 8
Mex Spaar 9
Mirella de Lorenzo 17
Michelle Christen 1
Michel Häner 15
Misli 2
Monika Hochreuter 1
Monika Schär 1
Monika Purtschert 15
Nadine Altermatt 1
Nadine Spiellmann 2
Nadja Hunziker 26
Nadja Müller 35
Nathalie Imber 1
Nico Borer 1
Nicolas Demierre 3
Nicole Haller 1
Nicole Christ 1
Nicole Fellino 13
Noemi Hunziker 4
Oliver Blessinger 8
Oliver Schwob 1
Oswald J. 4
Pascal Grolimund 2
Pascal Karrer 19
Patrick Klotz 2
Patrizia Delvecchio 1
Patrizia Häner 19
Patrick Bachmann 2
Paul Grolimund 48
Paul Stadler 30
Pesche Burkhalter 1
Peter Borer 1
Peter Rüegg 1
Peter Bracher 1
Philipp Borer ( Fips ) 17
Petra Borer 7
Priska 1
Rahel Hunziker 17
Raphael Burkhalter 3
Raphael Haberthür 8
Raphael Schmidlin 1
Raphael Wellig 2
René Stiefelmeyer 23
Remo Dubacher 1
Rie Imasato 1
René Zuber 1
Robert Sager 5
Rolf Jeger 4
Robin Hunziker 13
Roland Jeger ( Böllä ) 36
Roland Christ ( Rocky ) 1
Roger Luginbühl 6
Roger Humair 7
Rolf Lutz 1
Ruth Rommler D 5
Sabina Spaar 1
Sabine Hänggi ( Biene ) 1
Sandra Bergamin 1
Sandra Grolimund 1
Sandra Christ 1
Sandra Jeger 6
Sascia Cavallaro 4
Sandra Ankli 11
Simon Harder ( Baby ) 1
Simon Stiefelmeyer 1
Simon Thies 2
Silvia Jäggin 1
Sina Jermann 2
Sina Borer 9
Sonja Grun 1
Stefan Heuser ( Sky Dive X Dream ) 1
Stefan Bieli 3
Stefan Brunner 3
Stephan Ankli 11
Stefan Schwarz 7
Stephan Tüscher 4
Stephan Purtschert 17
Stephany Wehrli 7
Tamara Altermatt 1
Tanja Jermann 2
Tanja Rüegg 1
Thierry Altermatt 1
Timo ( Hund ) 19
Tina Häner 15
Thomas "Stony" Steiner 1
Tommy Harder 15
Toni Borer 50
Toni Grolimund 30
Ueli Hänggi 30
Ueli Hürbi 2
Urs Schaffner 6
Urs Stegmüller 1
Véronique Blondel 19
Vreni Vogt 1
Wally Hänggi 1
Yvan Clos 11
Yves Halbeisen 1
Yvonne Altermatt 7

Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 8. Dezember 2006 haben Maya und Tommy Harder ihren zweiten Nachwuchs nach Simon erhalten, Sohn Lukas Pascal! Herzliche Gratulation an die ganze Familie!

Am 10. Dezember 2006 ist eine weitere Geburt in den Vereinigten Staaten erfolgt. Annika und Kilian Wehrli bekommen ihr erstes Kind im fernen Amerika / Denver / Colorado, nämlich Sohn Lukas Tyler. Auch hier die besten Grüsse zum fernen Kontinent.

Gästebuch - Einträge:

Georg Grolimund